Phospholipon 80H

Neue Rezepte planen, Variationen testen, Herstellungsverfahren diskutieren, Fehlern auf die Spur kommen: hier ist der kreative Mittelpunkt der Rührküche!

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Phospholipon 80H

Beitragvon Tina P » 26. Juni 2016, 09:33

Liebe alle!

Vor einigen Wochen haben ich mit dem Rühren begonnen - und ihr habt recht, es macht süchtig. Da ich auf Fortbildung war, konnte ich mir zwar etwas Zeit zum Rühren abzwacken, kam aber nicht mehr dazu, auch darüber zu schreiben... nun, der Kurs ist erfolgreich beendet und los geht´s mit Fragen über Fragen....

Fangen wir einmal mit der Verarbeitung von Phosphoplipon 80H an - jedesmal erhielt ich "Grieß", lauter kleine Körnchen, irgendwie gummiartig...

Ich habe es folgendermaßen probiert:
1) bei 70°C 20 min quellen lassen oder
2) in der heißen Fettphase schmelzen.

Die Qualität der Cremes war trotzdem gut, aber der Grieß sieht einfach nicht schön aus.
Bei späteren Ansätzen habe ich das Phospholipon 80H einfach weggelassen bzw. nur die Kombi Dermofeel GSC/Bergamuls ET-1 eingesetzt und das Ergebnis war ebenfalls sehr schön.

Daher meine Fragen:
1) Wie kann ich den Grieß vermeiden? Ich meine, außer PH80 weglassen... :brille:
2) in vielen von Heikes Rezepten wird Phospholipon eingesetzt - was macht diesen Rohstoff so wichtig bzw. welche besondere Wirkung hat er?

Vielen Dank schon mal im Voraus für Eure Ratschläge!
GlG,
Tina

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Re: Phospholipon 80H

Beitragvon naturelove » 26. Juni 2016, 10:09

Liebe Tina,
1) Vielleicht liegt es an der Höhe deiner Fettphase, diese sollte 35 % nicht übersteigen, oder/und die 70 Grad könnten auch zu wenig sein. Ich habe es bei aliacura gekauft und mich als Rührküken genau an die Anleitung gehalten. Ich habe auch noch gelesen, dass man es in Weingeist oder Neutralöl auflösen kann. Grundsätzlich finde ich es sehr angenehme, bestimmte Wirkstoffe oder Emulgatoren in einer kleinen "Extraphase" aufzulösen.
2) Die für mich wichtigste Eigenschaft ist die Fähigkeit, Wirkstoffe in tiefere Hautschichten zu transportieren.
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Re: Phospholipon 80H

Beitragvon Tina P » 26. Juni 2016, 11:10

Liebe naturelove,

vielen Dank für deinen Hinweis. :blumenfuerdich:
Ich habe Cremes mit FP 19, 23 und 35% ausprobiert, in allen Fällen: Grieß .
Das mit dem Transport in tiefere Hautschichten war mir nicht klar - aber in diesem Fall muss PH80 ja unbedingt in die Cremen!

Das Rezept mit 23% FP lautete (50g):
Fettphase:
Mandelöl 6g (12%)
Sheabutter 1g (2%)
UdA 1g (2%)
Dermofeel GSC 1g (2%)
Bergamuls ET-1 0,4g (0.8%)
bei 90°C klar aufschmelzen, dann bei 70°C
Macadamianussöl 2g (4%) zugeben.

Wasserphase:
Wasser 32g (65%)
Phospholipon 80H 0,4g (0,8%)
bei 70°C 20 min quellen lassen
Ectoin 0,1 (0,2%)

mittels One-Pot-Methode bei 70°C mit Blendia 2 min emulgiert, und mit einer Spatel auf Handwärme gerührt.

Wirkstoffe
bei Handwärme zugegeben:
0,1 g (0,2%) Xanthan und 0,02g (0,04%) Hyaluronsäure hochmolekular in 1,4g (2,8%) Glycerin dispergiert
Vitamin A-C-E Fluid 1,5g (3%)
Panthenol 0,5g (1%)
Sodium PCA 0,2g (0,4%)
Aquaxyl 0,5g (1%)
Squalan 0,5g (1%)

Ich weiß noch immer nicht so recht, was ich da falsch gemacht habe.... :brille:
Aber danke nochmals für deine Hilfe, ich such mir gleich die Anwendungsvorschrift raus, vielleicht klappt es ja dann!

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Re: Phospholipon 80H

Beitragvon naturelove » 26. Juni 2016, 12:13

Schritt für Schritt kann man sich gegenseitig weiterhelfen, dafür ist dann trotzdem viel Lesen notwendig.
Was ich bei deiner Rezeptur noch sehe:
- ein Zuviel an Emulgatoren, denn Phospholipon 80H ist ja auch schon ein Co-Emulgator
- Squalan gehört zur Fettphase
- du hast eine zahlreiche Mischung von Wirkstoffen

Was ist den UdA?
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Re: Phospholipon 80H

Beitragvon Heike » 26. Juni 2016, 12:47

Tina P hat geschrieben:Ich habe Cremes mit FP 19, 23 und 35% ausprobiert, in allen Fällen: Grieß .

In der Fettphase wird PH 80 H nicht vollkommen aufschmelzen, aber in der Emulsion später sieht man es nicht mehr. »Gries« klingt für mich, als seien die Phasen nicht mehr heiß genug gewesen, oder es ist irgendetwas auskristallisiert. Hydriertes Lecithin macht richtig verarbeitet ganz glatte Emuolsionen. Es ist also nicht typisch für Phospholipon® 80 H.

Was dieses Lecithin zu etwas Besonderem macht, kannst Du auf Olionatura.de im Emulmetik-320-Portrait nachlesen. :-) Ich sollte den Titel ändern und kleine Details anpassen… ich verwende nur noch das High-End-Lecithin Phospholipon® 80 H, Emulmetik® 320 kaufe ich seit Jahren nicht mehr.
Liebe Grüße
Heike


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Re: Phospholipon 80H

Beitragvon Tina P » 26. Juni 2016, 13:19

Liebe Heike,
liebe naturelove!

Zunächst Mal vielen Dank für eure prompten Antworten.
Das Portrait habe ich mir gerade angesehen - ich will PH 80 H unbedingt in meinen Cremes haben, ist ja ein tolles Ding!

Ich werde es einerseits mit höheren Temperaturen versuchen (mind. 78°C) und werde auch die Phospholipid-Basis rühren, die ich auf deiner Homepage Phospholipid-Basis gefunden habe. Die Basis werde ich 1%ig in die FP einarbeiten und mit Dermofeel GSC und Bergamuls ET-1 einsetzen.

Zum Thema Basis habe ich noch etwas sehr Interessantes gefunden: die Barriereschutzbasis (BSB), die auch UdA (= Unverseifbares der Avocado) enthält.
Soll man die BSB eher in die Tages- oder Nachtpflege einarbeiten?

Und zuletzt: die Wirkstoffliste... ich wollte eine Feuchtigkeitscreme machen und die Wirkstoffauswahl erschien mir sinnvoll. Sind insgesamt 6.4% Wirkstoffe zuviel (bzw. 5.4% wenn ich das Squalan zur FP zähle)?

DANKE nochmals!
Liebe Grüße,
Tina
Zuletzt geändert von Helga am 26. Juni 2016, 20:18, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Link versteckt

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Re: Phospholipon 80H

Beitragvon Heike » 26. Juni 2016, 16:34

Tina P hat geschrieben:Ich werde es einerseits mit höheren Temperaturen versuchen (mind. 78°C) und werde auch die Phospholipid-Basis rühren, die ich auf deiner Homepage http://www.olionatura.com/2012/11/21/di ... pid-basis/ gefunden habe. […]
Zum Thema Basis habe ich noch etwas sehr Interessantes gefunden: die Barriereschutzbasis (BSB), die auch UdA (= Unverseifbares der Avocado) enthält.

Die Phospholipidbasis ist ein Emulgator-Compound mit Wirkstoffcharakter, die BSB »nur« Wirkstoff. :-)
Liebe Grüße
Heike

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Re: Phospholipon 80H

Beitragvon Violette » 26. Juni 2016, 20:06

Tina P hat geschrieben:Und zuletzt: die Wirkstoffliste... ich wollte eine Feuchtigkeitscreme machen und die Wirkstoffauswahl erschien mir sinnvoll. Sind insgesamt 6.4% Wirkstoffe zuviel (bzw. 5.4% wenn ich das Squalan zur FP zähle)?


Hallo Tina,
es gibt hier im Forum die Empfehlung, 10 % Wirkstoffe nicht zu überschreiten.
Allerdings wird Ectoin zwar in Wasser aufgelöst, zählt rechnerisch aber zu den Wirkstoffen. Und ich komme auf insgesamt 8.44 % (du hast anscheinend Glycerin und Hyaluronsäure auch nicht berechnet). Damit liegst du aber immer noch im sicheren Bereich.
LG Petra


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Re: Phospholipon 80H

Beitragvon Tina P » 27. Juni 2016, 11:07

Liebe Heike,
liebe Petra!

Vielen Dank für die Infos! :blumenfuerdich:
Ja, das Glycerin und die HA hab ich vergessen. Und auch Rokonsal hab ich nicht dazugeschrieben, ist aber drin. Und pH5 hab ich auch gemessen...Ich sehe schon, ich muss auch noch das Rezepte berechnen/schreiben üben :brille:

Danke auch für den Hinweis mit den 10% Wirkstoffen.

Hab ich das richtig verstanden:
FP = Öle, Buttern, Wachse und öllösliche Emulgatoren.
WP = Wasser oder Hydrolat
Wirkstoffe = Wirkstoffe inkl. Gelbildner, Ätherische Öle und Konservierer.

DANKE und ganz liebe Grüße,
Tina


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Re: Phospholipon 80H

Beitragvon Tina P » 27. Juni 2016, 12:11

PS: Wirkstofföle zählt man zur FP?

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Re: Phospholipon 80H

Beitragvon Helga » 27. Juni 2016, 12:15

Tina P hat geschrieben:PS: Wirkstofföle zählt man zur FP?


Ja, zählt zur Fettphase; Fett ist Fett :wink: oder Öl ist Öl.

Wirkstoffe (außer Wirkstofföle) zählen zur Wasserphase
Liebe Grüße :)

Helga

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Re: Phospholipon 80H

Beitragvon naturelove » 27. Juni 2016, 14:50

TinaP hat geschrieben: "Ich sehe schon, ich muss auch noch das Rezepte berechnen/schreiben üben :brille: "


Ich will dir nicht auf die Nerven gehen:aber, du kennst den Rezeptrechner?
Zuletzt geändert von Helga am 27. Juni 2016, 17:15, insgesamt 2-mal geändert.
Grund: Zitat repariert und verlinkt
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Re: Phospholipon 80H

Beitragvon Heike » 27. Juni 2016, 15:22

Tina P hat geschrieben:Hab ich das richtig verstanden:
FP = Öle, Buttern, Wachse und öllösliche Emulgatoren.
WP = Wasser oder Hydrolat
Wirkstoffe = Wirkstoffe inkl. Gelbildner, Ätherische Öle und Konservierer.

Ich habe hier im Beitrag »Welche Rohstoffe zählt man zur Fett-, welche zur Wasserphase?« versucht, diesen Aspekt ein wenig zu ordnen. Vielleicht hilft Dir der Artikel ein wenig dabei, das auch für Dich zu tun. :-)
Liebe Grüße
Heike


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Re: Phospholipon 80H

Beitragvon Tina P » 27. Juni 2016, 19:02

Wow, vielen Dank für die zahlreichen Hinweise. :blumenfuerdich:

@Helga: kurz und eindeutig, super, vielen Dank!!!

@naturelove: nein, du gehst mir selbstverständlich nicht auf die Nerven - ich freue mich über jeden, der sich die Zeit nimmt, meine Fragen zu lesen und versucht zu helfen. Den Rezepterechner hatte ich schon gesehen - nur wenn ich dort einen Stoff zur falschen Phase zähle, stimmt's wieder nicht... Die Rechenfehler in meiner ersten Rezeptur habe ich jetzt hoffentlich behoben (siehe unten). Vielen Dank!

@Heike: Auch dir vielen Dank für den Link, er war sehr lehrreich. Mir ist es wichtig, mich an die in diesem Forum übliche Namensregelungen und Bezeichnungen zu halten, das erleichtert die Kommunikation ungemein.

Hier nun nochmals das Rezept, diesmal mit dem Rezepterechner gerechnet (und @Petra, ja, es sind 8.44% Wirkstoffe....)

Feuchtigkeitscreme (50 g)

Die Rezeptur besteht aus folgenden Ingredienzien:

24.6 % Fettphase (12.3 g)

Öle, Buttern und Wachse (10.5 g | 21 %):
6 g Mandelöl (12 %)
1 g Sheabutter (2 %)
1 g UdA (2 %)
2 g Macadamianussöl (4 %)
0.5 g Squalan (1 %)

Emulgatoren/Konsistenzgeber (1.8 g | 3.6 % | 14.6 % der Fettphase¹)
1 g Dermofeel GSC (2 %)
0.4 g Bergamuls ET-1 (0.8 %)
0.4 g Phospholipon 80 H (0.8 %)

75.4 % Wasserphase (37.7 g)

Wirkstoffe (4.22 g | 8.44 %):
0.1 g Ectoin (0.2 %)
0.02 g Hyaluronsäure (0.04 %)
1.4 g Glycerin (2.8 %)
1.5 g Vitamin A-C-E Fluid (3 %)
0.5 g Panthenol (1 %)
0.2 g Sodium PCA (0.4 %)
0.5 g Aquaxyl (1 %)

Hilfs- und Zusatzstoffe (0.35 g | 0.7 %):
0.1 g Xanthan (0.2 %)
0.5 g Rokonsal (1 %)
32.88 g Wasser (65.76 %)

Da ich ja auch die Phospholipid-Basis einsetzen will, ist das alternative Rezept folgendermaßen abgeändert:
1 g Dermofeel GSC
0.5 g Bergamuls ET-1
1 g Phospholipidbasis 80 H
und das UdA reduziere ich auf 0,5 g.

Ich werde diese Rezepturen sobald wie möglich rühren und hoffe, dass ich dann keinen "Gries" mehr bekomme... und melde mich, wie die Experimente gelaufen sind.... DANKE :kleinehexe:

Liebe Grüße,
Tina


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Re: Phospholipon 80H

Beitragvon Tina P » 3. Juli 2016, 16:58

Liebe alle!

Ich habe heute meine erste Rezeptur mit der Phospholipidbasis gemacht und bislang habe ich KEINEN Grieß! :freufreu:
Emulgiert habe ich bei 83°C, 2x1 min hochtourig mit dem Blendia.

Die Creme ist allerdings etwas dünn geraten, obwohl ich verhältnismäßig viel Emulgator eingesetzt habe.
Woran kann das liegen?

Hier nochmals das Rezept:

25.8 % Fettphase (12.9 g)

Öle, Buttern und Wachse (10.5 g | 21 %):
6 g Mandelöl (12 %)
1 g Sheabutter (2 %)
0.5 g UdA (1 %)
2 g Macadamianussöl (4 %)
0.5 g Squalan (1 %)
0.5 g Phospholipidbasis (1 %)

Emulgatoren/Konsistenzgeber (2.4 g | 4.8 % | 18.6 % der Fettphase¹)
1.9 g Dermofeel GSC (3.8 %)
0.5 g Bergamuls ET-1 (1 %)


74.2 % Wasserphase (37.1 g)

Wirkstoffe (4.22 g | 8.44 %):
0.1 g Ectoin (0.2 %)
0.02 g Hyaluronsäure (0.04 %)
1.4 g Glycerin (2.8 %)
1.5 g Vitamin A-C-E Fluid (3 %)
0.5 g Panthenol (1 %)
0.2 g Sodium PCA (0.4 %)
0.5 g Aquaxyl (1 %)

Hilfs- und Zusatzstoffe (0.6 g | 1.2 %):
0.1 g Xanthan (0.2 %)
0.5 g Rokonsal (1 %)

32.28 g Wasser (64.56 %)

Vielen Dank für Eure Hilfe!
LG, Tina
Zuletzt geändert von Heike am 3. Juli 2016, 22:04, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Rezeptur optisch etwas übersichtlicher strukturiert


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Re: Phospholipon 80H

Beitragvon Schmunzelsonne » 3. Juli 2016, 18:55

Hallo Tina, hast du auf die Emulgatormenge 32,28g + 37,1g Wasser genommen?


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Re: Phospholipon 80H

Beitragvon Tina P » 3. Juli 2016, 18:59

Hallo Schmunzelsonne,

nein, es waren 32,28g Wasser.
Die 37,1g kommen aus dem Rezepterechner - da sind schon die Wirkstoffe mit drin.

LG, Tina


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Re: Phospholipon 80H

Beitragvon Schmunzelsonne » 3. Juli 2016, 19:44

Danke Dir - dann würd mir nur noch einfallen, dass du zu kurz mit zu wenig Schmackes gerührt hast.....


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Re: Phospholipon 80H

Beitragvon Tina P » 3. Juli 2016, 20:23

Liebe Schmunzelsonne,

Ich danke dir!!!
Vielleicht hab ich wirklich zu kurz gerührt... auf olionatura steht oft 1-4 min. Ich hab Angst, dass der Blendia überhitzt, deshalb hab nach 1 min Rühren für ca. 1 min Pause gemacht und dann nochmal 1 min hochtourig gerührt...

Danke jedenfalls!!!
LG,
Tina


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Re: Phospholipon 80H

Beitragvon Tina P » 3. Juli 2016, 20:28

Noch eine Frage:
Wovon hängt die richtige Rührzeit ab? Muss man bestimmte Emulgatoren/ Fettanteile unterschiedlich lang Rühren?

LG, Tina

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Re: Phospholipon 80H

Beitragvon Heike » 3. Juli 2016, 22:09

Tina P hat geschrieben:Vielleicht hab ich wirklich zu kurz gerührt... auf olionatura steht oft 1-4 min. Ich hab Angst, dass der Blendia überhitzt, deshalb hab nach 1 min Rühren für ca. 1 min Pause gemacht und dann nochmal 1 min hochtourig gerührt...

Das ist gut. Die Spannbreite von »1–4 Minuten« zielt auf verschiedene Rührwerkzeuge; wenn man einen lahmen Küchenmixer hat, darf man gerne 4 Minuten rühren, mit Turrax reicht eine. :-)

Tina P hat geschrieben:Noch eine Frage:
Wovon hängt die richtige Rührzeit ab? Muss man bestimmte Emulgatoren/ Fettanteile unterschiedlich lang Rühren?

Die meisten Emulgatoren sind sich ähnlich. Ausnahmen bilden Lecithine (die in Wasser hydratisiert werden, d. h. sie quellen dort, binden Wassermoleküle und formieren sich zu einer spezifischen Struktur) und Bergamuls® ET 1, der gerne sehr lange gerührt wird –  hier geht es um eine Ausbildung der Gelstrukturen, die sich durch kontinuierliches Rühren gleichmäßig ausbilden. Rührt man kürzer, kann es bei Einsatzkonzentrationen ab 2,5 % kleine »Piddelchen« geben, wenn man die Emulsion großflächig aufträgt (wie Gummi-Rübbelkes).
Liebe Grüße
Heike

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Re: Phospholipon 80H

Beitragvon Morgentau » 3. Juli 2016, 22:10

Heike schrieb:
In der Fettphase wird PH 80 H nicht vollkommen aufschmelzen, aber in der Emulsion sieht man es später nicht mehr.



Das finde ich jetzt aber intressant. Ich hatte schon mal eine Frage gestellt warum mein PH 80 nicht schmilzt. Es waren immer weisse kleine Klümpchen im Glas. Es konnte sich niemand erklären was das Problem war. Auch schien ich die einzige zu sein mit diesem Problem.
Zuletzt geändert von Helga am 4. Juli 2016, 08:36, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Zitat repariert
Liebe Grüsse Morgentau
Die ganze Natur ist eine Melodie in der eine tiefe Harmonie verborgen ist


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Re: Phospholipon 80H

Beitragvon Tina P » 4. Juli 2016, 07:08

Guten Morgen Morgentau!

Mir ist auch schon aufgefallen, dass sich das PH 80 nicht vollständig in der FP löste - einmal hab ich die Bröckchen sogar mit einem Sieb abgetrennt, was jedoch nicht gegen den Grieß (Piddelchen) half...

Mit der Phospholiponbasis und Temperatur > 80 beim Emulgieren hat es dann endlich geklappt!

LG, Tina

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Re: Phospholipon 80H

Beitragvon Positiv » 4. Juli 2016, 08:47

Tina P hat geschrieben:. Ich hab Angst, dass der Blendia überhitzt, deshalb hab nach 1 min Rühren für ca. 1 min Pause gemacht und dann nochmal 1 min hochtourig gerührt...


Der Blendia überhitzt nicht so schnell. Beim Turbo-Extraieren rühre ich ununterbrochen 5 min auf höchster Stufe.

Aber 1 min, dann 2 min Pause, dann wieder 1 min ist auch sehr gut. Ich mache es meistens so (Intervall-Rühren )
Siehe hier
Liebe Grüße Karin

Was immer du zu tun oder zu träumen vermagst, wag dich nur frisch daran - Kühnheit trägt Genie, Kraft und Magie in sich (Goethe)


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Re: Phospholipon 80H

Beitragvon Tina P » 4. Juli 2016, 09:10

Liebe Karin,

herzlichen Dank für den Link!!!

Liebe Grüße,
Tina


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Re: Phospholipon 80H

Beitragvon Tina P » 4. Juli 2016, 13:11

Finale Aktion:
Wie im Link zum Intervallrühren beschrieben, habe ich die Creme nochmals 1 min hochtourig gerührt, nachdem sie also 24h geruht hat.
Und siehe da, es hat funktioniert, die Creme hat an Konsistenz gewonnen!!! :yeah:

Sie hat jetzt ein paar Luftbläschen, aber die werde ich noch langsam mit der Spatel herausführen.

Jetzt hoffe ich nur noch, dass meine Haut die Creme gut verträgt... und ich plane schon die nächsten Rezepte, ich brauch noch eine Augencreme, so ein Hydrodispersionsgel muss ich probieren und Schwiegermutter und Mutter wollen unbedingt eine Pflege (ich hab ihnen schon gesagt, dass keine Creme Falten wegzaubert...) und und und...

Ich freue mich so!!!

Und ich möchte mich herzlich bei allen für die vielen hilfreichen Tips bedanken!!!
Liebe Grüße,
Tina

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Re: Phospholipon 80H

Beitragvon Positiv » 4. Juli 2016, 13:29

Toll, daß es so gut geklappt hat, liebe Tina. Ich freu mich mit Dir, :bingo:
Zuletzt geändert von Positiv am 4. Juli 2016, 13:30, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Tippfehler berichtigt.
Liebe Grüße Karin

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Re: Phospholipon 80H

Beitragvon Schmunzelsonne » 4. Juli 2016, 15:10

Genieße dieses Freudengefühl!!!


Rita
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Re: Phospholipon 80H

Beitragvon Rita » 24. Februar 2017, 07:51



Das, was du über Emulmetik bei Olio geschrieben hast, passt also zu 99% zu Phospholipon 80 H?
LG Rita

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Re: Phospholipon 80H

Beitragvon Heike » 24. Februar 2017, 08:09

Rita hat geschrieben:Das, was du über Emulmetik bei Olio geschrieben hast, passt also zu 99% zu Phospholipon 80 H?

Beinahe: Phospholipon® 80 H ist konzentrierter im Phosphatidylcholin-Gehalt, also dem, was man als »Lecithin« bezeichnet. Es emulgiert etwas stärker und ist kosmetisch wertvoller. Im Wesentlichen sind es aber beides hydrierte Lecithine und decken ähnliche Einsatzbereiche ab.
Liebe Grüße
Heike


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