Öle und Wirkstoffe bei Hautkrebs

Neue Rezepte planen, Variationen testen, Herstellungsverfahren diskutieren, Fehlern auf die Spur kommen: hier ist der kreative Mittelpunkt der Rührküche!

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Andiha
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Öle und Wirkstoffe bei Hautkrebs

Beitragvon Andiha » 3. August 2016, 06:43

Liebe Rührgemeinde,
ich komme heute mit einer speziellen Frage an euch Profis. Mein Vater hat auf seiner Glatze Hautkrebs. Er ist natürlich in ärztlicher Behandlung und bekommt da immer sehr scharfe Cremen, die nach dem Absetzen Krusten hinterlassen. Nach dieser kurzen Anwendungsdauer ist die Behandlung dann wieder vorbei (leider immer nur ca. 6 Monate). Ich möchte ihm jetzt für die Zeit nach dieser Chemocreme eine sehr pflegende und schützende Creme machen. Welche Öle soll ich dafür eurer Meinung nach verwenden? Gibt es Öle die die Heilung unterstützen oder gibt es vielleicht sogar Wirkstoffe die einen solchen Hautkrebs eindämmen? Ist euch was bekannt?
Ich möchte ihm auf alle Fälle eine Tagescreme mit LSF 50 und eine Nachtcreme machen. Kann ich mit Solaire plus arbeiten?
Ich bitte euch um eure geschätzte Meinung. :blumenfuerdich:
Liebe Grüße Andrea


zazie_b
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Re: Öle und Wirkstoffe bei Hautkrebs

Beitragvon zazie_b » 3. August 2016, 08:52

liebe andiha,

erst einmal gute besserung für deinen vater!

nach der behandlung ist ein hoher lichtschutz sehr, sehr wichtig,
da würde ich mich nicht auf selbstgerührte produkte verlassen wollen!
gerade wenn die behandelte stelle so exponiert ist, wie auf der glatze,
ist eincremen mit hohen LSF in zukunft "pflicht" - oder hut tragen.

gute erfahrungen habe ich - auch nach der behandlung einer aktinischen keratose im gesicht -
bspw. mit den sonnencremes der firma eco gemacht,
die cremes sind verträglich, pflegen und schützen sicher.
liebe grüße
zazie_b

Der Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung ändern kann.

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Re: Öle und Wirkstoffe bei Hautkrebs

Beitragvon Pialina » 3. August 2016, 12:10

Die Kruste deutet auf eine Wunde hin- ich würde für die Nachtpflege an heilende und die Hautbarriere regenerierende Inhaltsstoffe denken: Panthenol, Phytosterole ... Avocadin, Phytosteryl Macadamiate oder die Barriereschutzbasis. An regenerierenden Ölen fallen mir Avocadoöl, Arganöl, Traubenkernöl und vor allem Wildrosenöl ein, da es sich lt. Rohstoffportrait zur Behandlung von Narben bewährt hat.
Eine Salbe ist eventuell günstiger, als eine Creme, dann muss nicht konserviert werden.

Ein Auszug aus dem Rohstoffportrait von Arganöl:
"Arganöl weist eine sehr ausgewogene Zusammensetzung an Ölsäure, Linolsäure und Palmitinsäure auf, so dass es zu den wenigen Ölen gehört, die, mit einem linolensäurereichen Öl kombiniert, bereits ein breites Fettsäurespektrum abdecken. Sein Gehalt an Phytosterolen ist mit ca. 1 % nicht auffallend hoch, liegt jedoch in einer außergewöhnlichen Zusammensetzung vor: Schottenol und α-Spinasterol sowie Tocopherole (70 % davon Alpha-Tocopherol) unterstützen die Hautfunktionen und wirken oxydativen Prozessen entgegen. Schottenol zeigte in verschiedenen Studien deutliche Wirkungen gegen Tumore; zellstimulierende Wirkungen sind für Schottenol und α-Spinasterol bekannt."

Tagsüber würde ich auf Kopfbedeckung und gekaufte Sunblocker-Cremes setzen.
Liebe Grüße,
Pialina


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Re: Öle und Wirkstoffe bei Hautkrebs

Beitragvon Schmunzelsonne » 3. August 2016, 17:14

Beim Sonnenschutz würde ich auch auf höchste Qualität und überprüften Sonnenschutz setzen - wenn nicht mit Hut dann auf jeden Fall nicht mit selbstgerührter Sonnencreme schützen.

Zusätzlich zu dem, was Pialina schreib, könnte ich mir auch Panthenol sehr gut vorstellen, auch Allantoin ist hilfreich.

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Re: Öle und Wirkstoffe bei Hautkrebs

Beitragvon Andiha » 4. August 2016, 06:01

Danke euch für die Unterstützung. Werde ihm für den Tag wirklich ein gutes Kaufprodukt besorgen. Kopfbedeckung trägt er brav. Für die Nacht werde ich ihm was rühren.
Liebe Grüße Andrea

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Re: Öle und Wirkstoffe bei Hautkrebs

Beitragvon Panda » 4. August 2016, 18:26

Hallo Andrea,

ich wünsch euch auch alles Gute! :rosefuerdich:

Hab mal kurz nach ätherischen Ölen geschaut, die bei Sonnenbrand und Strahlendermatitis empfohlen werden (Quelle Aromatherapie von Prof. Wabner) - da ich in Erinnerung hatte, das dazu was drin steht.
Dort wird Lavendel und Niaouli zur Hautregeneration empfohlen. Als fette Öle werden Hagebuttenkernöl, Aprikosenkernöl oder Johanniskrautöl genannt, bei Sonnenbrand auch Aloe-Vera-Gel.
Viele Grüße,
Katja

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Re: Öle und Wirkstoffe bei Hautkrebs

Beitragvon Kunstblume » 4. August 2016, 19:10

Auch, wenn ich keine Erfahrungswerte hab auf diesem Gebiet, fällt mir dennoch spontan Granatapfelsamenöl ein. Lies dich mal ins Portrait ein. Alles, alles Gute!!!
Liebe Grüße, Nina

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Re: Öle und Wirkstoffe bei Hautkrebs

Beitragvon Panda » 5. August 2016, 05:58

Hallo Andrea,

ich möchte gern meinen ersten Beitrag revidieren/ ergänzen: Bitte sprich erst mal mit dem behandelnden Arzt / Hautarzt!
Heute früh im Bett kam mir folgender Einwand in den Sinn:
Bei Krebs teilen sich die entarteten Zellen ja zu häufig - daher wird versucht mit der Chemotherapie die Zellteilung zu vermindern.
Ich bin mir daher nicht sicher, ob regenerativ wirkende (ätherische und fette) Öle sowie Rohstoffe etc. die richtige Wahl sind! Diese bewirken ja eine Neubildung von Hautzellen (bei Sonnenbrand / Strahlenbehandlung sicherlich sinnvoll - aber bei vorhandenem Krebs???)

Im Buch von Prof. Wabner gibt es auch noch ein Kapitel zur krebshemmenden Wirkung von ätherischen Ölen. Da wird wiederum auch Lavendel, Rose, Rosenholz, Nadel- und alle Citrusöle empfohlen. Aber mit dem deutlichen Hinweis: das bei chemotherapeutischen Behandlungen nicht mit ätherischen Ölen gearbeitet werden soll, die die Immunkraft stimulieren. Erst soll die Chemotherapie abgeschlossen sein.

Eine milde Pflege - wie z.B. von Pialina z.B. mittels Arganöl vorgeschlagen erscheint mir da irgendwie plausibler. Vielleicht gibt es jemand im Forum mit wissenschaftlichem Hintergrund (Apotheker??), die hier mehr Erfahrung und Wissen haben.

Wenn der Arzt Sein "Ok" zu pflegenden / die Hautbildung unterstützenden Präparaten gibt - dann kannst du ja guten Gewissens was passendes entwerfen. Nochmal alles Gute von mir!
Viele Grüße,
Katja

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Re: Öle und Wirkstoffe bei Hautkrebs

Beitragvon Andiha » 5. August 2016, 08:00

Liebe Katja, Pialina und Kunstblume,
Danke für eure Inputs und netten Worte. Ich werde ihm eine milde Salbe mit den Ölen von Pialina rühren, aber die äÖ weglassen.

Liebe Grüße und schönes Wochenende
Liebe Grüße Andrea


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Re: Öle und Wirkstoffe bei Hautkrebs

Beitragvon Piala » 24. Juni 2017, 12:14

Mein Mann hat das Problem mit dem Hautkrebs im Gesicht auch und da sind Stellen die sind noch nicht schlimm. Da habe ich Ihm die reine Ceramid Barriereschutzbasis mit Vitamin E gemacht. Durch das Vitamin E ist die Basis sie etwas weicher geworden. Das hat Ihm sehr geholfen. Er benutzt den Ceramide Barriereschutz jetzt jeden Tag und findet ihn super. Aber das WIchtigste ist natürlich Hut und Sonnenschutz!

Liebe Grüsse
Piala

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Re: Öle und Wirkstoffe bei Hautkrebs

Beitragvon Andiha » 26. Juni 2017, 18:03

Liebe Piala danke für die Info. Werde ich ausprobieren. Alles Gute deinem Mann
Liebe Grüße Andrea

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Re: Öle und Wirkstoffe bei Hautkrebs

Beitragvon Heinerich » 26. Juni 2017, 21:44

Bitte vergiss den Hinweis von Hinweis von "Panda" nicht!
Panda hat geschrieben:ich möchte gern meinen ersten Beitrag revidieren/ ergänzen: Bitte sprich erst mal mit dem behandelnden Arzt / Hautarzt!


Ich habe etwa 3 Jahre auf einer hämatologischen Station gearbeitet (als Soziotherapeut) und erinnere mich noch gut an Situationen, bei denen die behandelden Ärzte "nicht besonders erfreut" waren, wenn Patienten/Angehörige, ohne jegliche Absprache, eigene Behandlungen/Begleitbehandlungen eingesetzt haben.
Ich kann, glaube ich, durchaus nachvollziehen, in welcher Lage ihr seit und natürlich alles unterstützende/entlastende tun wollt. Das ist auch vollkommen unterstützenswert! Solange dies, in Abstimmung mit den Ärzten, passiert!

Bitte versteh meinen Beitrag nicht falsch! Er ist wirklich ausschließlich sorgenvoll und mitfühlend gemeint.
Herzliche Grüße
Bernd

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Re: Öle und Wirkstoffe bei Hautkrebs

Beitragvon Andiha » 28. Juni 2017, 13:00

Danke lieber Bernd für die fürsorglichen Worte. In so einer Situation greift man wirklich nach jedem Strohhalm, aber du bzw. auch Panda hat natürlich Recht - oft ist gut gemeint nicht auch automatisch gut!
Liebe Grüße Andrea

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Re: Öle und Wirkstoffe bei Hautkrebs

Beitragvon lailaL » 12. Juli 2017, 18:28

liebe Andiha,

mir fallen da gleich das oreganoöl und das weihrauchöl ein.

hier zb kannst du über die beiben öle in bezug auf den krebs lesen.

natürlich, ist es gut, vorerst mit einem spezialisten zu reden, wobei ich mir da nicht sicher bin, dass dich die ärzte bei diesem vorhaben unterstützen werden.

vlt findest du einen alternativmediziner, der eine dich zufrieden stellende rate an heilungen vorweisen kann. du musst ja seinem wissen/seiner erfahrung vertrauen können (bitte, keine genderpatschen verteilen, einfach den beitrag gendergerecht vorstellen)))

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Re: Öle und Wirkstoffe bei Hautkrebs

Beitragvon Alraune » 12. Juli 2017, 18:56

Es gibt mittlerweile ausgezeichnete Kliniken die sowohl schulmedizinisch als auch naturheilkundlich arbeiten, also ganzheitlich. Ich würde mir solch eine Klinik suchen, denn nur das eine, oder das andere halte ich für wenig hilfreich. Dort haben sie haben sicher auch Erfahrungswerte bei welchem Krebs welche und ob überhaupt ätherischen Öle eingesetzt werden können.

LG
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Re: Öle und Wirkstoffe bei Hautkrebs

Beitragvon lailaL » 12. Juli 2017, 20:30

liebe Alraune! vielen dank für das teilen des links, ist sehr hilfreich und interssant. wird von mir sofort abgespeichert.

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Re: Öle und Wirkstoffe bei Hautkrebs

Beitragvon Andiha » 13. Juli 2017, 06:13

Liebe Alraune, super danke für den Link, ist sogar eine Klinik in Österreich dabei.
Liebe Grüße Andrea

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Re: Öle und Wirkstoffe bei Hautkrebs

Beitragvon Alraune » 13. Juli 2017, 14:20

Sehr gerne. Ich habe öfter mit Krebspatienten zutun, weil unter anderem in meiner Famile einige betroffen sind. Leider wurde grade die Schwester einer lieben Freundin als austherapiert entlassen. Vor über drei Jahren bekam sie die Diagnose Peritonealkarzinose. Ein Todesurteil da meistens erst im fortgeschrittenen Stadium diagnostiziert. Auch wenn ihr das jetzt nicht hilft und den letzten Weg nicht leichter macht hat sie die übliche Prognose von einem halben bis zu einem Jahr wenigstens mit einigermaßen Lebensqualität überlebt.

Hier ist noch ein Link den ich für sehr wichtig halte. Man sollte sich nach dem ersten Schock alle Optionen offen halten und egal wie schwer das fällt rational recherchieren welche Entwicklung die Medizin im eigenen Falle genommen hat. Also sowohl in der Schulmedizin als auch in der Naturheilkunde.

Ich weiß nicht ob jemand von euch diese Sendung gesehen hat, fand ich aber auch sehr interessant. Typisch wieder, wie ein einfaches, preiswertes Mittel schlecht gemacht wird, weil keiner daran verdienen kann.

LG
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