Rührkücken bittet um Einschätzung ihres Pflegekonzepts :)

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Rührkücken bittet um Einschätzung ihres Pflegekonzepts :)

Beitragvon Iuria » 13. Oktober 2017, 12:49

Liebe Alle

Noch bin ich ein junges Rührkücken, allerdings habe ich mich in den letzten Monaten fleissig eingelesen und möchte nun ein richtiges Pflegekonzept entwickeln. Nun suche ich primär geeignetere Emulgatoren und auf meinen Hauttyp passende fette Öle. :)
Bisher habe ich mit Tegomuls eher "unsexy" Cremes gerührt, die ich bloss für die Füsse verwendet habe, da sie mir im Gesicht zu "schmierig" und wenig einziehend waren. :argverlegen:

Ich habe typische Mittzwanziger-Mischhaut, mit leicht trockenen Wangen und eher fettiger T-Zone, die v.a. am Kinn auch mal Pickel entwickelt. Auf Alkohol reagiert meine Haut sehr sensibel, ansonsten sind mir keine Unverträglichkeiten bekannt.

Ich habe mir folgendes Pflegekonzept überlegt und würde mich sehr freuen, wenn ihr mir eine Einschätzung dazu schreiben würdet: :)

1. Reinigung:
Reinigungsmilch "Fresh Verbena" nach dem Rezept von Heike: Klick
Anstelle des Verbenenhydrolats würde ich Lavendelhydrolat verwenden.


2. Tagespflege: Creme mit 25% Fettphase nach dem Grundrezept von Heike
PHASE A
4.0 g Jojobaöl
4.0 g Aprikosenkernöl
1.0 g Cacayöl
2.0 g Sheabutter
1.5 g Montanov L

PHASE B
34.0 g Lavendelhydrolat

PHASE C
1.0 g Glycerin
0.1 g Xanthan

PHASE D
2.0 g Wirkstoffe: Aloe Vera Saft

PHASE D
0.5 g Rokonsal BSB-N
Milchsäure

--> Eignet sich diese Ölkombination für meinen Hauttyp? Aprikosenkern- und Jobobaöl sind beide mittelspreitend, zu Cacayöl verfüge ich über keine Einschätzung. Mit der Tagespflege möchte ich meiner Haut Feuchtigkeit zuführen und eine gewisse Barrierefunktion herstellen.


3. Nachtpflege: Hautöl
20 g Distelöl oder Traubenkernöl
20 g Hanföl
10 g Jojobaöl
10 g Sheabutter

Sheabutter in Jojobaöl schmelzen bei max. 35°C, abkühlen lassen und dann mit den anderen Ölen mischen.

--> Ist diese Ölkombination ausgewogen oder würdet ihr die Mengenverhältnisse ändern? Hanföl verwende ich z.T. pur als Nachtpflege, es macht meine Haut unglaublich zart und lässt Pickel verschwinden. :yeah: Auf die Dauer soll es aber austrocknend wirken, daher würde ich es gerne mischen...

Auf eure Rückmeldungen freue ich mich schon ungemein und wünsche euch einen wunderschönen Tag :sunny:
Zuletzt geändert von Pialina am 20. Oktober 2017, 07:09, insgesamt 1-mal geändert.
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Herzliche Grüsse,
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Re: Rührkücken bittet um Einschätzung ihres Pflegekonzepts :)

Beitragvon Positiv » 13. Oktober 2017, 15:43

Hallo Luria,
mir kommt Dein Konzept ganz gut vor. Lediglich würde ich mehr Hydratisierer in die Tagespflege einbauen.
So etwa 3% Urea, 2 %Sodium PCA,.
Liebe Grüße Karin

Was immer du zu tun oder zu träumen vermagst, wag dich nur frisch daran - Kühnheit trägt Genie, Kraft und Magie in sich (Goethe)


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Re: Rührkücken bittet um Einschätzung ihres Pflegekonzepts :)

Beitragvon Iuria » 13. Oktober 2017, 16:59

Besten Dank für deine Anmtwort, dann nehme ich die Hydratisierer nioch auf meine Liste :)
Herzliche Grüsse,
Iuria


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Re: Rührkücken bittet um Einschätzung ihres Pflegekonzepts :)

Beitragvon Iuria » 20. Oktober 2017, 13:31

Liebe Karin, nochmals vielen Dank für deinen Hinweis auf die fehlenden Hydratisierer. Ich habe mich dazu nochmals etwas eingelesen und jetzt beim Testen der Öle (Einöl-Test) nochmals deutlich festgestellt, dass meine Haut Feuchtigkeit wünscht. :)

Ich habe nun das Rezept nochmals angepasst und mit dem Rezepterechner von olionatura.de nachgerechnet. Die folgende Rezeptur habe ich direkt dort rauskopiert:

Milde Gesichtscreme (50 g)

Die Rezeptur besteht aus folgenden Ingredienzien:

12.5 g Fettphase (25 %)
Öle, Buttern und Wachse (11 g | 22 %):
4 g Jojobaöl (8 %)
4 g Aprikosenkernöl (8 %)
2 g Sheabutter (4 %)
1 g Cacayöl (2 %)
Emulgatoren/Konsistenzgeber (1.5 g | 3 % | 12 % der Fettphase)
1 g BergaMuls ET 1 (2 %)
0.5 g Phospholipon 80 H (1 %)

37.5 g Wasserphase (75 %)
Wirkstoffe (3 g | 6 %):
1 g Aloe-Vera-Saft (2 %)
1 g Urea (2 %)
1 g Sodium PCA (2 %)
Hilfs- und Zusatzstoffe (2 g | 4 %):
1 g Glycerin (2 %)
0.5 g Xanthan transparent (1 %)
0.5 g Rokonsal™ BSB-N (1 %)
32.5 g Wasser (65 %)

Nun stellen sich mir hierzu zwei Fragen: Habe ich die Hydratisierer/Wirkstoffe so korrekt berechnet? Und kann ich den Montanov L durch die Kombination aus BergaMuls ET 1 und Phospholipon H 80 in den angegebenen Mengen ersetzen? Auf den Montanov möchte ich nämlich lieber verzichten, da meine Haut Fettalkohole nicht zu mögen scheint...

Ich bedanke mich schon mal im Voraus für eure wertvollen Rückmeldungen :blumenstrauss: :)
Herzliche Grüsse,
Iuria

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Re: Rührkücken bittet um Einschätzung ihres Pflegekonzepts :)

Beitragvon toshka » 20. Oktober 2017, 14:29

1% Xanthan ist für die Creme zuuuu viel! Ich gebe 0,2% zu.

Bergamuls und Phospholipon sind gute Emulgatoren, auch die Kombi ist gut. Allerdings habe ich lange nicht Bergamuls gerührt, das musst du zur Sicherheit durch den Emulgatorrechner prüfen, oder warten, bis meine Mitstreiterinnen antworten :-)

Vom Ersetzen kann man nicht sprechen, es sind einfach andere Konzepte.
Liebe Grüße
toshka


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Re: Rührkücken bittet um Einschätzung ihres Pflegekonzepts :)

Beitragvon Iuria » 20. Oktober 2017, 15:19

Hui, das ging schnell. Danke toshka! :blumenstrauss:

Ups, den Emulgatorenrechner habe ich noch gar nicht konsultiert :argverlegen: Er schlägt mir für die Kombination von Bergamuls ET 1 mit anderen Emulgatoren auch Phospholipon 80 H vor. Die beiden sind dann so zu kombinieren, dass sie 3-4% der Gesamtmenge ausmachen - mit meiner Mengenangabe hier wäre ich noch im Rahmen. :)

Ich bin froh, ist dir das mit dem Xanthan aufgefallen. :) Gehe ich richtig in der Annahme, dass ich das Xanthan im Rezepterechner auf die von dir vorgeschlagene Menge reduzieren kann und es entsprechend durch eine minimal erhöhte Menge an Wasser ausgeglichen wird?
Herzliche Grüsse,
Iuria


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Re: Rührkücken bittet um Einschätzung ihres Pflegekonzepts :)

Beitragvon Iuria » 20. Oktober 2017, 15:23

Nachtrag: Phospholipon habe ich zusätzlich gewählt, da er eine positive Auswirkung auf die Hautschutzbarriere haben soll. Wahrscheinlich ginge auch BergaMuls alleine als Emulgator - halt ohne die zusätzliche positive Wirkung des Phospholipon?
Herzliche Grüsse,
Iuria


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Re: Rührkücken bittet um Einschätzung ihres Pflegekonzepts :)

Beitragvon Iuria » 20. Oktober 2017, 16:21

:klimper: Hui, wer liest ist im Vorteil :argverlegen:

Laut olionatura.de ist beim Einsatz von BergaMuls ET 1 kein Gelbildner mehr notwendig (Zitat: "Auch Gelbildner sind bei Einsatz dieses Emulgators nicht mehr notwendig.").
Heike schreibt ausserdem: "Als besonders angenehm habe ich Kombinationen mit Phospholipiden (Lecithinen) empfunden. Kosmetisch pflegende, leichte Fluids und Lotionen ergeben z. B. Kombinationen aus BergaMuls® ET 1 und hydrierten Lecithinen wie Phospholipon® 80 H oder Emulmetik® 320."
Ich wage mich also an diese Kombination :)

Somit tendiere ich dazu, das Xanthan wegzulassen.
Ausserdem möchte ich anstelle des Urea neu Avocadin als Wirkstoff in gleicher Menge verwenden.

Das neue Rezept sähe dann so aus:

25 % Fettphase (12.5 g)
Öle, Buttern und Wachse (11 g | 22 %):
4 g Jojobaöl (8 %)
4 g Aprikosenkernöl (8 %)
2 g Sheabutter (4 %)
1 g Cacayöl (2 %)
Emulgatoren/Konsistenzgeber (1.5 g | 3 % | 12 % der Fettphase)
1 g BergaMuls ET 1 (2 %)
0.5 g Phospholipon (1 %)

75 % Wasserphase (37.5 g)
Wirkstoffe (4 g | 8 %):
1 g Aloe-Vera-Saft (2 %)
1 g Avocadin (2 %)
1 g Sodium PCA (2 %)
1 g Glycerin (2 %)
Hilfs- und Zusatzstoffe (0.5 g | 1 %):
0.5 g RokonsalTM BSB-N (1 %)
Milchsäure q.s.
33 g Wasser (66 %)

Falls etwas Unpassendes auffällt - ich bin um jeden Hinweis froh :klimper: :) :)
Herzliche Grüsse,
Iuria

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Re: Rührkücken bittet um Einschätzung ihres Pflegekonzepts :)

Beitragvon toshka » 20. Oktober 2017, 17:21

Alles richtig gelesen und verstanden :-) Viel Erfolg!

Ich habe irgendwo weit hinten in der Geschichte eine Emulgatorentestreihe gemacht. Versuch mal duch die Suche zu jagen. Ich verschiedenste Emulgatoren und die Kombinationen getestet. Kannst du mal schauen, ob du es findest.

Phospholipon ist hautbarriereaffine (war das jetzt richtig?), also fur die Haut was Gutes. Ich verwende es auch 1%tig zum Beispiel in einem Hydrodispersionsgel und auch in einer Handcreme.

Was Wasser betrifft, auch da liegst du richtig. Nimmst du was von einem Stoff weg, wird es durch Wasser "aufgefüllt", oder auch durch einen anderen Stoff.

Kleiner Tipp von der "alten Rührhäsin" - nicht "zu viel des Guten". Lieber weniger Stoffe, als zu viel. Man ist so begeistert am anfang, dass man so viel möchte und riskiert dann aber Unvertrãglichkeiten bis eine Dermatitis.
Liebe Grüße
toshka

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Re: Rührkücken bittet um Einschätzung ihres Pflegekonzepts :)

Beitragvon toshka » 20. Oktober 2017, 17:22

4% Sheabutter könnte zu viel sein, aber das ist individuell. Probiere es mal aus!
Liebe Grüße
toshka


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Re: Rührkücken bittet um Einschätzung ihres Pflegekonzepts :)

Beitragvon Iuria » 20. Oktober 2017, 17:36

Tausend Dank für deine Hilfe "alte Rührhäsin", liebe toshka :wink: :daisy:

Ich probiere die Rezeptur mal aus, evtl. reduziere ich die Sheabutter wirklich noch etwas und lasse mal noch das Sodium PCA oder Avocadin aus. Für's erste könnte ja das Glycerin vielleicht als Hydratisierer reichen? Ich bin nämlich auch eher die Puristin und möchte meine Haut nicht gleich überfordern. :)
Herzliche Grüsse,
Iuria

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Re: Rührkücken bittet um Einschätzung ihres Pflegekonzepts :)

Beitragvon toshka » 20. Oktober 2017, 22:46

Avocadin würde ich auch eventuell weg lassen, aber das musst du probieren. Glycerin + Sodium PCA, oder Glycerin + Urea sind gute Kombinationen, würde ich so lassen.
Liebe Grüße
toshka


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Re: Rührkücken bittet um Einschätzung ihres Pflegekonzepts :)

Beitragvon Iuria » 22. Oktober 2017, 10:11

Ich probiere mal beide Kombinationen aus, zuerst mit Sodium PCA und dann später mal mit Avocadin. Dass Sodium PCA und Glycerin eine gute, hydrierende Kombination ergeben, habe ich auch mal gelesen.
Nochmals vielen Dank :)
Herzliche Grüsse,
Iuria

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Re: Rührkücken bittet um Einschätzung ihres Pflegekonzepts :)

Beitragvon Beauté » 22. Oktober 2017, 16:13

Liebe Luria
Wieso willst Du Sodium PCA und Avocadin miteinander vergleichen? Dies sind verschiedene Wirkstoffe: Sodium ist ein Hydratisierer und Avocadin ein "Fettwirkstoff".
LG - Beauté
Carpe diem!


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Re: Rührkücken bittet um Einschätzung ihres Pflegekonzepts :)

Beitragvon Fragolinchen » 26. Oktober 2017, 11:26

Beauté hat geschrieben:... Avocadin ein "Fettwirkstoff".

Und gehört deswegen zur Fettphase und nicht zur Wasserphase.

Ich gebe zu bedenken, dass 2 % Avocadin, 1 % Phospholipon und noch 4 % Sheabutter abdichtend wirken können. Wenn Du eher fettige Haut hast wie ich, kann das schnell zu viel werden und zu Unterlagerungen führen.
Dem Fröhlichen ist jedes Unkraut eine Blume, dem Betrübten jede Blume ein Unkraut.
(Weisheit aus Finnland)


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Re: Rührkücken bittet um Einschätzung ihres Pflegekonzepts :)

Beitragvon Iuria » 4. November 2017, 21:48

Ups, da hatte meine Anfängerinneneuphorie mal wieder überhand genommen :argverlegen:
Vielen Dank für eure Hinweise, Beauté und Fragolinchen :)

Ich habe dann, als ich das 10ml-Döschen Avocadin in meinen Händen hatte, auch gedacht, dass es wohl eher nicht zu den Hydratisierern im engeren Sinn gehört. Könnte ich es auch pur als Haarspitzenpflege verwenden?

Ich habe mich nun entschieden, die Creme mal mit Sodium PCA und Glycerin zu rühren (sobald meine neue Waage da ist) und mal "klein zu beginnen" - ohne meine Pflege mit möglichst vielen Wirkstoffen zu überladen. :)
Herzliche Grüsse,
Iuria


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Re: Rührkücken bittet um Einschätzung ihres Pflegekonzepts :)

Beitragvon Iuria » 7. November 2017, 09:01

Ich habe doch nicht abwarten können, bis meine neue Waage den Weg zu mir gefunden hat - und mir wurde dabei gleich eine Lektion in Sachen "Geduldhaben" erteilt. :pfeifen:

Ich habe die Creme am Wochenende gerührt, wobei ich kleine Abänderungen vorgenommen habe: Cacay- habe ich mit Arganöl ausgetauscht und dessen Anteil zulasten der Sheabutter erhöht, als Emulgator habe ich nur Bergamuls verwendet, da es doch etwas schade ist, das Phospholipon für erste Tests einzusetzen.

Nun erwiesen sich weder meine Waage noch mein Rührstab (ein mittelmässiger Pürierstab) als tauglich: Beim ersten Versuch wollten sich die Öle partout nicht mit dem Wasser verbinden. Ich führe dies auf einen Wiegefehler beim Emulgator zurück - gefühlt habe ich Unmengen an Bergamuls zugegeben. Als die Waage jedoch keinen Mucks machte, habe ich mit der Zugabe gestoppt. Vermutlich zu früh. Die Öl-Wasser-Suppe habe ich dann für mein "Beruhigungsbad" nach dem zweiten Versuch verwendet :kichern:
Beim zweiten Versuch bin ich streng der Waage gefolgt und habe Bergamuls zugegeben, bis sie sich dazu bewegen liess, doch die richtige Menge anzuzeigen. Wiederum war ich erstaunt über das nicht gerade kleine Emulgator-Häufchen im Schälchen. Die Emulsion ist dann auch unverzüglich (10sek rühren) nach dem Zusammengiessen der Öl- und Wasserphase angedickt - mein Pürierstab erwies sich als zu schwach, er wurde nach weniger als 60sek merklich warm. Das Ergebnis der zweiten Phase habe ich dann mal auf den Armen und Beinen ausgetestet: es ist eingezogen, hinterliess aber einen Film, der erst klebrig und dann trocken war. Gestern Abend habe ich auch etwas davon im Gesicht ausprobiert. Die Haut scheint von den Hydratisieren zu profitieren, allerdings fühlte ich auch hier den erst klebrigen und dann trockenen Film, der sich nach 15min sogar zu schälen begann. Einzig denkbarer Einsatzbereich für die Creme (mit Wiegefehler jedenfalls) ist also die Verwendung als Maske mit anschliessendem Abwaschen.

Fazit: Gute Hilfsmittel sind essentiell - auch für Anfänger. Wie gut, dass eine neue Waage und der Blendia auf dem Weg zu mir sind. :)
Testen und auch mal Fehler machen ist wichtig und macht Spass (jedenfalls in der Rückblende^^), am liebsten würde ich meine Zeit nur noch mit Herumexperimentieren verbringen (dabei wäre es aber praktisch, wenn nicht meine Haut als Testunterlage herhalten müsste). :D :D
Herzliche Grüsse,
Iuria


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