Einsatz von Pflanzenextrakten bei Mischhaut

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Einsatz von Pflanzenextrakten bei Mischhaut

Beitragvon Maren » 18. Dezember 2017, 19:29

Hallo ihr Lieben!

Nach langer Pause (und meinem Masterabschluss in der Tasche) bin ich nun wieder voller Taten- und Rührdrang. Meine Bestellung ist nun da und ich würde gerne sowohl Aloe Vera 10fach als auch Hopfenblüten und Birkenextrakt in einer Creme ausprobieren.

Ich habe mir folgende Rezeptur überlegt:

Fettphase (25%)

Jojobaöl 8%
Monoi-Tiaréöl 6%
Sheabutter 5%
Sanddornkernöl 1%

Xyliance 5%

Wasserphase 75%

Glycerin 2%
D-Phantenol 1%
Birkenextrakt 0,5%
Hopfenblütenextrakt 0,5%
Aloe Vera 10fach 1%
A-C-E-Fluid 1%

Xanthan 0,2%
Rokonsal 1%

Dest. Wasser 67,8%

Ich bin ja ein großer Fan von Lavendel, da ich das Gefühl habe, dass das ÄÖ besonders gut gegen meine Unterlagerungen hilft und gut mit meiner empfindlichen Mischhaut funktioniert. Insofern habe ich mir überlegt einen Anteil des dest. Wasser mit Lavendelhydrolat zu ersetzen (ca. 20%).

Meine Fragen wären folgende:
1) Was haltet ihr von der Dosierung der Extrakte? Der Birkenextrakt schien mir aufgrund seiner wundheilenden und porenverenengenden Wirkung interessant. Holunderblütenexrakt wegen der angeblichen Anregung der Kollagenproduktion (-> Ein bisschen Antiaging kann ja nicht schaden, dachte ich mir :cool-sun:

2) Ich habe nicht wirklich Hinweise bezüglich der Dosierung von Aloe Vera -Konzentraten gefunden. Habt ihr da Tipps für mich?

3)Ich weiß es sind relative viel Wirkstoffe jetzt. Die Kombi Glycerin, D-Phantenol und A-C-E-Fluid zu je 2% war bis jetzt meine Standardkombination. Dennoch möchte ich die Wirkstoffe gerne ausprobieren. Würdet ihr schrittweise vorgehen und immer nur einen Wirkstoff hinzugeben?


Vielen Dank für eure Anregungen.... :rosefuerdich:

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Re: Einsatz von Pflanzenextrakten bei Mischhaut

Beitragvon Kunstblume » 18. Dezember 2017, 21:15

Ist es Hopfen oder Holunder? :lupe: ;-)
Liebe Grüße, Nina

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Re: Einsatz von Pflanzenextrakten bei Mischhaut

Beitragvon Maren » 18. Dezember 2017, 22:05

Hallo Kunstblume,

da hat sich wohl ein kleiner Fehler eingeschlichen. Es ist Hopfenblütenextrakt... :argverlegen:


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Re: Einsatz von Pflanzenextrakten bei Mischhaut

Beitragvon Melina » 19. Dezember 2017, 06:55

Ich gratuliere herzlich zum Master!!!

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Re: Einsatz von Pflanzenextrakten bei Mischhaut

Beitragvon Helga » 19. Dezember 2017, 10:12

Hallo Maren,

herzlichen Glückwunsch zum Master :)

Zu den Extrakten kann ich leider nichts beisteuern, aber zu den Unterlagerungen. Hier solltest Du die Zusammensetzung der Fettphase überdenken, der Anteil an Butter ist sehr hoch. Schau mal hier findest Du Wissenswertes: Die individuelle Pflege finden und hier: Pflegestrategie für die kalte Jahreszeit

Auszug aus "die individuelle Pflege finden:
Sie sind an sich völlig zufrieden, aber Sie entdecken kleinere Unterlagerungen, die Sie sich nicht erklären können? Hier ist eventuell der Grad der Okklusion für Ihren Hautzustand bereits zu hoch. Wählen Sie z. B. ein Emulsionssystem auf Grundlage der Phospholipidbasis oder ein leichtes Fluid mit Emulprot® und Phospholipon® 80 H. Alternativ kann es als Provisorium reichen, 1–2 % Lipodermin in das fertige Produkt zu ergänzen, es aufzubrauchen und die nächste Charge entsprechend geändert herzustellen. Vor allem Fettalkohole und zu hohe Fettphasen führen schnell zu Unterlagerungen.

Ich wünschte, ich könnte Ihnen eine einfache Tabelle anbieten, in der sie nachschlagen und das Rezept für Ihre Haut finden. Leider ist dies nicht möglich; Hautsituationen sind sehr individuell. Bitte sehen Sie meinen Beitrag als Anregung. Was ich mir erhoffe, ist, dass Sie Ihre Wahrnehmungen schulen und Hautbedürfnisse wahrnehmen. Mit der Zeit lernen Sie Emulgatoren und ihre Charakteristika kennen, können sie gezielter dosieren, ihr spezifisches Profil hinsichtlich Okklusivität und Wasserfreigabe-Verhalten nutzen, um eine sinnvolle Pflege zu finden: Ihre ganz persönliche, individuell konzipierte Naturkosmetik!
Liebe Grüße :)

Helga

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Re: Einsatz von Pflanzenextrakten bei Mischhaut

Beitragvon Kunstblume » 19. Dezember 2017, 10:34

Maren hat geschrieben:Hallo Kunstblume,

da hat sich wohl ein kleiner Fehler eingeschlichen. Es ist Hopfenblütenextrakt... :argverlegen:

Und was war das Auszugsmittel der Extrakte? Je 0,5% erscheint mir sehr wenig. Und vielleicht erstmal einen Extrakt verwenden, um ggf. eine isolierte Wirkung feststellen zu können. Und Kokosöl wirkt bei manchen komedogen.
Liebe Grüße, Nina

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Re: Einsatz von Pflanzenextrakten bei Mischhaut

Beitragvon Maren » 19. Dezember 2017, 11:36

Vielen Dank für die Glückwünsche :-)

Laut meinem Shop in dem ich immer bestelle, wurden die Extrakte in 70%igem Bio-Weingeist ausgezogen. Danke für den Tipp mit den Unterlagerungen. Ich merke, dass es bei mir viel an der Ernährung liegt. Nach diversen Schokoorgien kann ich quasi zuschauen wie meine Stirn Unterlagerungen produziert. :lupe: Der Anteil an Buttern ist tatsächlich ziemlich hoch. Ich hatte Monoi-Tiaré wegen des Duftes so hoch angesetzt. Was haltet ihr von der Verteilung:

FP 25%
Jojobaöl 14%
Monoi-Tiaré 4%
Sheabutter 1%
Sanddornkernöl 1%

Der Wirkstoffanteil sollte ja nicht über 6% gehen oder hab ich das falsch im Kopf? Wie hoch würdest du gehen mit dem Extrakt (ich beschränke mich dann erst mal auf Birke)?

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Re: Einsatz von Pflanzenextrakten bei Mischhaut

Beitragvon Helga » 19. Dezember 2017, 12:31

Ich würde noch ein Öl mit einem höheren Linolsäureanteil dazu nehmen, z. B. Traubenkernöl; Monoi Tiare ist - glaube ich - Blüten in Kokosöl?, Jojobaöl ist eigentlich ein flüssiges Wachs und Sandkernöl ein Wirkstofföl.
Der Anteil an gewissen Fettsäuren in einem Rezept ist nicht unwesentlich und spürbar auf der Haut :) Auf die Gefahr hin, Dich nun zu überstrapazieren - aber ehrlich gut gemeint :wink: - hier noch ein Link zu Öle kombinierenden - Fettsäuren im Detail : klick

Der Wirkstoffanteil sollte 10% nicht überschreiten.
Liebe Grüße :)

Helga

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Re: Einsatz von Pflanzenextrakten bei Mischhaut

Beitragvon Helga » 19. Dezember 2017, 12:41

P.S.: hier ein kleiner Überblick auf einen Blick :wink:

Ölsäuren Anteile.xls
Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.
Liebe Grüße :)

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Re: Einsatz von Pflanzenextrakten bei Mischhaut

Beitragvon Maren » 19. Dezember 2017, 13:17

Hallo Helga,

danke für den Tipp. Ich habe leider keine Berechtigung den Dateianhang einzusehen. Mein Traubenkernöl ist mir im Mai leider abgelaufen und ich bin mir etwas unsicher ob ich meiner Nase genug vertrauen kann. Beim Sojaöl ist es dasselbe. Ansonsten habe ich nichts da was in Heikes Auflistung der linolsäuredominierten Basisöle aufgeführt ist.

Das Traubenkernöl ist unraffiniert, was ja für Tagespflege nicht so geeignet ist, oder?

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Re: Einsatz von Pflanzenextrakten bei Mischhaut

Beitragvon Maren » 19. Dezember 2017, 13:31

Das Traubenkernöl riecht nicht ranzig und hat auch keine Schlieren oder so. Ich mein ich könnte es riskieren.

Ansonsten habe ich noch Mandelöl, Wildrosenöl, Holundersamenöl, Hanföl und Nachtkerze. Bis auf Mandelöl ja alles Wirkstofföle. Und sollten 5-10% der Fettphase sollte es ja nicht übersteigen...Mit dem 1% Sanddornkernöl bin ich da ja schon dabei.. Der Rezepterechner lässt mir 1% zusätzliches Wirkstofföl noch durchgehen...

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Re: Einsatz von Pflanzenextrakten bei Mischhaut

Beitragvon Andrea- » 19. Dezember 2017, 16:15

ICH würde kein Traubenkernöl verwenden das im Mai abgelaufen ist :) sondern ein neues kaufen.
Oh, jetzt sehe ich es erst - eine Salzburgerin ! Super! Wenn du nicht zu weit weg wohnst, könnte ich dir ein bisschen zum probieren überlassen.
Liebe Grüße, Andrea-

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Re: Einsatz von Pflanzenextrakten bei Mischhaut

Beitragvon Helga » 19. Dezember 2017, 17:22

Maren hat geschrieben:Hallo Helga,

danke für den Tipp. Ich habe leider keine Berechtigung den Dateianhang einzusehen.

Noch 5 Beiträge und Du kannst es sehen :wink:

Mein Traubenkernöl ist mir im Mai leider abgelaufen und ich bin mir etwas unsicher ob ich meiner Nase genug vertrauen kann. Beim Sojaöl ist es dasselbe. Ansonsten habe ich nichts da was in Heikes Auflistung der linolsäuredominierten Basisöle aufgeführt ist.

Das Traubenkernöl ist unraffiniert, was ja für Tagespflege nicht so geeignet ist, oder?


Abgelaufenes Traubenkernöl - wie Andrea schon geschrieben hat - solltest Du nicht mehr verwenden, es gehört eher zu den oxidationsanfälligen Ölen. Für die Tagespflege im Sommer nicht so geeignet, stimmt, jetzt im Winter in Maßen eingesetzt kann man es in einem kleinen Anteil schon einsetzen, Du hast ja ziemlich viel Jojobaöl als stabilisierendes Öl dabei.
Was mir beim Schreiben des obigen Beitrages nicht eingefallen ist: Arganöl. Es hat Öl- und Linolsäure zu ziemlich gleichen Anteilen und ist relativ stabil, ich setze es in all meinen Fluids ein :)
Liebe Grüße :)

Helga

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Re: Einsatz von Pflanzenextrakten bei Mischhaut

Beitragvon Maren » 19. Dezember 2017, 21:16

Vielen Dank für eure Hilfe..
Ich habs leider jetzt zu spät gelesen.. 1% der Fettphase ist jetzt das Traubenkernöl..:/ Ich hoffe es wird nichts sein...Ich habs jetzt grad entsorgt.. Sojaöl wird dann auch im Müll landen müssen...

Die Rezeptur war jetzt folgende:

Fettphase (25%)

Jojobaöl 12%
Monoi-Tiaré 5%
Sheabutter 1%
Traubenkernöl 1%
Sanddornkernöl 1%

Xyliance 5%

Glycerin 1%
D-Panthenol 2%
Birkenextrakt 1%
A-C-E-Fluid 2%
Aloe Vera 10Fach 2%

Xanthan 0,2%
Rokonsal 1%

dest. Wasser 65,8 %

Die Creme an sich fühlt sich gut an. Beim ersten Auftrag zunächst recht "nass" was ich so gar nicht kenne. Ich vermute das liegt am Aloe Vera. Nach ein wenig warten klingt dieses nasse Gefühlt ab. Ich werde nächstes Mal die Buttern noch niedriger dosieren und hier näher an meiner urspünglichen Rezeptur bleiben (mehr Shea wie Kokos). Monoi, was ja ein Mazerat in Kokosöl ist riecht zwar toll, jedoch gefällt mir Sheabutter einfach von den Hautpflegeeigenschaften besser. Diese feuchte Gefühl gefällt mir nämlich ganz gut und durch die Butter habe ich irgendwie den Eindruck, dass dann das ganze so bissl "fest" (übertrieben gesagt) auf der Haut wird.

Liebe Andrea, wie schön eine Salzburgerin hier zu treffen :hase: Beim nächsten Mal schau ich vorbei ;-) Ich wohne im Bärengässchen in Mülln beim LKH. :-)

Als nächstes wage ich mich an was leichtes... Ich habe mir TEGO Care CG 90 bestellt um mal etwas mit einer FP unter 25% zu rühren..

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Re: Einsatz von Pflanzenextrakten bei Mischhaut

Beitragvon Kunstblume » 20. Dezember 2017, 07:37

Man kann so ein Soja- oder Traubenkernöl auch probieren, bevor man es entsorgt. Und dann einfach aufessen, falls es noch angenehm schmeckt.
Liebe Grüße, Nina

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Re: Einsatz von Pflanzenextrakten bei Mischhaut

Beitragvon Helga » 20. Dezember 2017, 09:50

Maren hat geschrieben: Ich werde nächstes Mal die Buttern noch niedriger dosieren und hier näher an meiner urspünglichen Rezeptur bleiben (mehr Shea wie Kokos). Monoi, was ja ein Mazerat in Kokosöl ist riecht zwar toll, jedoch gefällt mir Sheabutter einfach von den Hautpflegeeigenschaften besser. Diese feuchte Gefühl gefällt mir nämlich ganz gut und durch die Butter habe ich irgendwie den Eindruck, dass dann das ganze so bissl "fest" (übertrieben gesagt) auf der Haut wird.


Zu Kokosöl und Sheabutter solltest Du noch wissen, dass Kokosöl "hochspreitend" ist (Das Spreitmodell von Olionatura)
Auszug aus "Spreitmodell" auf Olionatura:
Hochspreitende Öle (»schnelle Spreiter«) verteilen sich sehr gut, dringen rasch in die Vertiefungen der Hautoberfläche ein und erzeugen ein schnelles Glättegefühl, das jedoch ebenso schnell wieder auf das alte Niveau zurückfällt. Angenehm ist die kaum fettende, sehr leicht wirkende Haptik einer Emulsion bei einem höheren Anteil an schnell spreitenden Lipiden. Diese Öle werden bevorzugt für niedrigviskose Lotionen, Cremegele, Haut- und Badeöle, Handcremes und andere haptisch »trockenere« Formulierungen eingesetzt.


Ich würde Buttern in der Gesichtspflege aber nicht höher als maxim. 20% von der Fettphase einsetzen; Buttern haben einen höheren Gehalt an Stearinsäure, die im Verdacht steht bei entsprechender Veranlagung komedogen zu wirken.

Stearinsäure: klick
Stearinsäure
Kürzel: C18:0
Chemische Bezeichnung: Octadecansäure
Schmelzpunkt: 69,6 °C
Typ: Gesättigte Fettsäure
Stearinsäure ist eine gesättigte Fettsäure und mit ca. 10 % Bestandteil der Stratum Corneum- und der Talgdrüsen-Lipide. Öle mit hohem Anteil an Stearinsäure (und anderen gesättigten Fettsäuren) wirken abschirmend, ergänzen den Hydro-Lipid-Mantel und schützen die Haut vor äußeren Einflüssen; auch wirken sie konsistenzgebend in Emulsionen. Sie wird in Rezepturen auch isoliert als Konsistenzgeber verwendet. Stearinsäure gilt allgemein als gut verträglich; es wird ihr jedoch eine gewisse komedogene Wirkung nachgesagt, wenn die Veranlagung dazu da ist. Eine Ursache ist möglicherweise ihre Eigenschaft, die Zellmembrane innerhalb der Lipidlayer im Statum Corneum zu festigen und weniger flexibel zu machen, sodass der Talg bei sehr fettiger Haut nicht so leicht abfließen kann.


Du siehst also, wenn man möchte kann man Rohstoffe gezielt auf die eigenen Hautbedürfnisse aussuchen und Rezepte entsprechend abstimmen :wink:
Liebe Grüße :)

Helga

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Re: Einsatz von Pflanzenextrakten bei Mischhaut

Beitragvon Andrea- » 20. Dezember 2017, 15:39

Maren hat geschrieben: Liebe Andrea, wie schön eine Salzburgerin hier zu treffen Beim nächsten Mal schau ich vorbei Ich wohne im Bärengässchen in Mülln beim LKH.

Toll, das ist gar nicht so weit weg von mir :) - bin in der Moosstraße zu Hause :). Kannst dich gerne per PN melden
Liebe Grüße, Andrea-

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Re: Einsatz von Pflanzenextrakten bei Mischhaut

Beitragvon TinaLina » 28. Dezember 2017, 16:08

Liebe Helga,

danke für die aufwendige Excel Tabelle bezüglich Ölsäuren-Anteile! Das ist eine ziemlich zeitraubende Arbeit!! :rosefuerdich:
Habe dort gerade meine Ölmischung eingestellt und sofort festgestellt, dass die Zusammenstellung nicht optimal ist!
:blumenstrauss:
Viele Grüße
Tina


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