Meine erste Shampooseife

Traumseifen entwickeln, Rohstoffe testen, Siedegeheimnisse teilen, Fehlern auf die Spur kommen – hier ist der kreative Mittelpunkt für Seifensieder.

Moderator: Birgit Rita

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evaluna
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Meine erste Shampooseife

Ungelesener Beitrag von evaluna » 17. November 2015, 20:12

Hallo!

Ich habe bisher nur eine ganz einfache Seife aus Olivenöl, Avocadoöl und Sheabutter gemacht. Die ist ganz gut gelungen. Aus lauter Übermut und um kleine Mengen an nicht mehr so lange haltbaren Ölen zu verbrauchen, hab ich mir dann selbst auf soapcalc ein Rezept für Shampooseife erstellt:

100 g Kokosöl
50 g Kakaobutter
50 g Stearin
100 g Rizinusöl
50 g Sonnenblumenöl high oleic
50 g Sojaöl
50 g Traubenkernöl
50 g Nachtkerzenöl

Wasser: 190 g
NaOH: bitte selber ausrechnen

Ich wollte es schön schaumig haben, deshalb so viel Rizinusöl. Kakaobutter und Stearin, damit es fester wird.
Die Seife ist dann so schnell angedickt, dass ich nur ganz kurz mit dem Stabmixer gerührt habe. Der Seifenleim hat wie dickes Kartoffelpüree ausgesehen. Das liegt schätze ich mal am Stearin, oder?

Nach 24 Stunden war die Seife noch recht weich. Ich bin gespannt ob sie mit der Zeit fester wird und was meine Haare dazu sagen.
Soviel zu meinem Experiment. Ist schon ein lustiges Hobby.
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Pialina
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Re: Meine erste Shampooseife

Ungelesener Beitrag von Pialina » 17. November 2015, 23:13

Wenn Du Öle verarbeitet hast, die nur noch kurze Zeit haltbar sind, kann es sein, dass die Seife schneller ranzen wird - zumal Du instabile Öle wie Nachtkerzenöl und Traubenkernöl verarbeitet hast. :opa:

Meine Haare würden mit Shampooseife mit jeweils 10% Kakaobutter und Stearin sicher ziemlich klätschig und strähnig werden. 20% Kokosöl finde ich, wenn Du viel Schaum möchtest, für eine Haarseife sehr knapp bemessen. Rizinusöl ist kein Schaumfett, sondern es verstärkt die schäumende Wirkung der anderen Öle, aber das weißt Du bestimmt. :-)

Viel mehr kann ich dazu gar nicht sagen, mit Stearin habe ich keine Erfahrung. Ist es das Stearin, aus dem normalerweise Kerzen gemacht werden? Ich weiß nur, dass man Stearinsäure in geringen Mengen (2-3%) für eine härtere Seife zugeben kann.
Vielleicht bekommst Du noch kompetentere Antworten von den Siederinnen unter uns. ;-)
Liebe Grüße,
Pialina

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Ame
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Re: Meine erste Shampooseife

Ungelesener Beitrag von Ame » 18. November 2015, 07:08

evaluna hat geschrieben:Hallo!

Ich habe bisher nur eine ganz einfache Seife aus Olivenöl, Avocadoöl und Sheabutter gemacht. Die ist ganz gut gelungen. Aus lauter Übermut und um kleine Mengen an nicht mehr so lange haltbaren Ölen zu verbrauchen, hab ich mir dann selbst auf soapcalc ein Rezept für Shampooseife erstellt:

100 g Kokosöl
50 g Kakaobutter
50 g Stearin
100 g Rizinusöl
50 g Sonnenblumenöl high oleic
50 g Sojaöl
50 g Traubenkernöl
50 g Nachtkerzenöl

Wasser: 190 g
NaOH: bitte selber ausrechnen

Ich wollte es schön schaumig haben, deshalb so viel Rizinusöl. Kakaobutter und Stearin, damit es fester wird.
Die Seife ist dann so schnell angedickt, dass ich nur ganz kurz mit dem Stabmixer gerührt habe. Der Seifenleim hat wie dickes Kartoffelpüree ausgesehen. Das liegt schätze ich mal am Stearin, oder?

Nach 24 Stunden war die Seife noch recht weich. Ich bin gespannt ob sie mit der Zeit fester wird und was meine Haare dazu sagen.
Soviel zu meinem Experiment. Ist schon ein lustiges Hobby.
Na ja, die Frage ist halt eben, ob das ganz ganz schnelle Andicken vielleicht doch eine false trace war, bei dem Anteil an Stearin und dessen Tautemperatur wäre es kein Wunder, vor allem, wenn die Seife nach 24 Stunden noch weich ist.
Mit welcher Temperatur hast Du die Fette und Lauge vermischt? Ist der Seifenleim in die Gelphase gekommen? Hast Du die Seife gut isoliert? im Ofen zur Gelphase gedrückt?

Wie Du sie vertragen wirst, das können wir nicht beantworten, Du hast auch nichts zu Deinem Haartyp und Kopfhaut geschrieben :nixzauber: Wenn Du Dich aber nach der Benutzung meldest mit einem Bericht, dann können wir sicher einige Verbesserungsvorschläge aufbringen :attacke:
Liebe Grüße,
Ame

Olivenölseifentest-Diagramme: http://domacikosmetika.passhaus.at/doku.php?id=olivenoelseifen:test_olivovych_mydel


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Re: Meine erste Shampooseife

Ungelesener Beitrag von evaluna » 19. November 2015, 14:57

Danke Ame!

Die Temperatur habe ich nicht kontrolliert. Öle und Lauge hatten Handwärme. Ich habe kleine Einzelformen verwendet, diese in Frischhaltefolie und Handtücher gewickelt und dann höchstens 2 Stunden in den Backofen bei ca. 70 Grad gestellt und nachher in eine Kühltasche eingepackt. Eine habe ich dann nach 2 Tagen aus der Form gelöst. Man kann sie mit dem Finger etwas eindrücken. Soweit ich das sagen kann, ist sie nicht in die Gelphase gekommen. Ich lasse sie einfach mal länger reifen.

Was ist mit Tautemperatur gemeint?

Ich würde meine Kopfhaut als eher empfindlich bezeichnen. Die Haare sind dicht und nicht so kompliziert. Ich wasche sie alle 2 bis 3 Tage.

Liebe Grüße
Eva


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Re: Meine erste Shampooseife

Ungelesener Beitrag von evaluna » 19. November 2015, 15:06

Danke auch an Pialina!

Ich habe Stearinsäure von Aroma zone verwendet.
Danke für euren Rat. Ich werde dann vom Ergebnis berichten.

Liebe Grüße
Eva

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Re: Meine erste Shampooseife

Ungelesener Beitrag von Ame » 19. November 2015, 20:22

evaluna hat geschrieben: Was ist mit Tautemperatur gemeint?
ich meinte die Temperatur, bei der feste Fette verflüssigen, ehm, Schmelztemperatur..? :nail:
Liebe Grüße,
Ame

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Re: Meine erste Shampooseife

Ungelesener Beitrag von baumuhr » 2. Dezember 2015, 12:18

ich meinte die Temperatur, bei der feste Fette verflüssigen, ehm, Schmelztemperatur..?
Was genau hat es denn mit der Temperatur auf sich?
Ich habe hier sehr unterschiedliche Meinungen dazu gehört/gelesen.

Im VHS-Kurs habe ich gelernt immer möglichst kühl zu arbeiten. Aber ein Termometer wurde nicht benutzt. Nur darauf geachtet, dass Öle und Lauge ungefähr die gleiche Temperatur haben.

In Videos habe ich gesehen, dass jemand die festen Öle gar nicht schmilzt sondern direkt die Lauge darauf giest. Hat anscheinend auch funktioniert.
Ich bleibe aber lieber bei meiner Methode

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Re: Meine erste Shampooseife

Ungelesener Beitrag von Ame » 2. Dezember 2015, 15:57

baumuhr hat geschrieben:
ich meinte die Temperatur, bei der feste Fette verflüssigen, ehm, Schmelztemperatur..?
Was genau hat es denn mit der Temperatur auf sich?
die falce trace doch :lupe:
Liebe Grüße,
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Re: Meine erste Shampooseife

Ungelesener Beitrag von Tela » 12. September 2016, 16:55

Was ist falce trace?? :gruebel:
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Re: Meine erste Shampooseife

Ungelesener Beitrag von Ame » 13. September 2016, 14:40

die false trace natürlich :argverlegen:
Liebe Grüße,
Ame

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Re: Meine erste Shampooseife

Ungelesener Beitrag von Bina » 14. September 2016, 13:54

Man hat bzw. bekommt eine false trace, wenn man unterhalb des Schmelzpunktes der Öle und Fette arbeitet (z.B. Lauge zu weit abgekühlt) - dann dickt der Leim an und es sieht aus, also ob schon alles fertig wäre. Dabei ist er aber noch gar nicht richtig emulgiert, sondern wird beim kontinuierlichen Weiterrühren durch die exotherme Reaktion wieder flüssiger.
Liebe Grüsse
Bine

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Re: Meine erste Shampooseife

Ungelesener Beitrag von Andrea- » 27. September 2016, 17:51

Danke für die Erklärung Bine! Das ist auch für mich neu.
Liebe Grüße, Andrea-


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Re: Meine erste Shampooseife

Ungelesener Beitrag von Syraine » 29. September 2016, 12:11

Hey...
Das ist arg viel Rizinusöl finde ich, dadurch wird die Seife auch sehr weich. Lieber deutlich mehr hartes Fett planen. Sonnenblume ranzt leider auch recht zügig. Dieses Video stelle ich mir sonderbar vor, ohne Schmelzen geht meines Erachtens nicht wirklich . Du willst doch erst eine möglichst homogene Vermengung der Fette, damit diese dann gleichmäßig verseifen können. Verwirrt mich ehrlich gesagt ein wenig. Aber das sind natürlich nur ein paar spontane Ideen, ich bin da auch noch weit weg von Expertentum.
LG
Dat Syraine


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Re: Meine erste Shampooseife

Ungelesener Beitrag von Moneypenny » 5. Oktober 2016, 14:46

Hi Du, ich arbeite bei meinen Shampooseifen immer mit Zitronensäure, damit der Kalk aus dem Wasser wieder aus dem Haar gespült wird und überfette auch nur 4 bis max. 5 Prozent. Nur so als Tipp.

Stearin lässt den SL sehr schnell anziehen. Was versprichst Du Dir in einer Shampooseife von Stearin und auch Kakaobutter? Das sind nun nicht so typische Ingredenzien.

Ach ja und zum Thema: Fette nicht schmelzen, sondern gleich Lauge draufgießen: Ich gebe seit 10 Jahren Kurse in diesem Bereich und kann nur abraten. Allen Zweiflern rate ich, sich mal Bilder von Verlaugungen im Internet anzusehen. Die Spritzgefahr ist einfach zu hoch bei solchen gefährlichen Aktionen.

Ich rate dazu, die Fette SANFT zu schmelzen, sie dann mit den flüssigen Ölen zu vermischen und beiseite zu stellen. Fett und Lauge sollten um die 30 bis 35 Grad warm sein (beide). Ein Thermometer kostet 5 bis 6 Euro und erspart einem das raten.

Ganz liebe Grüße, Susanne
Ein Tag ohne Seife ist möglich, aber sinnlos.


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Re: Meine erste Shampooseife

Ungelesener Beitrag von Soap Street » 7. Oktober 2016, 09:29

Als kleinen Tipp von mir für einen zweckmässigen Ablauf:
1. Lauge anrühren und in eine Eismanschette stellen
2. Harte Fette schmelzen (mach in der Mikrowelle)
3. Flüssige Fette in die geschmolzenen harten Fette hinzugeben (Mischung kühlt daraufhin gut und zügig ab)

Bis alles auf Verarbeitungstemperatur gesunken ist, nutze ich die Zeit um mit der Ölmischung die Micas und Pigmente zu mischen, die Form vorzubereiten oder ähnliches. Dieser Ablauf ist recht zeitsparend.

Liebe Grüsse :)


Mary Mack
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Re: Meine erste Shampooseife

Ungelesener Beitrag von Mary Mack » 7. Oktober 2016, 19:46

Die TE ist übrigens seit Anfang des Jahres hier nicht mehr angemeldet gewesen, Verbesserungsvorschläge werden daher wohl nicht mehr allzu viel bringen.

Unabhängig davon: Ich weiß gar nicht, woher dieser Mythos kommt, daß Shampooseife eine geringe ÜF haben sollte. Anfangs bin ich diesem Märchen auch aufgesessen und habe mit 2-4% gesiedet. Aktuell bin ich (mit feinem Haar) bei 10%, was meine Haare und die Kopfhaut sehr gut vertragen. Die nächsten Testseifen mit 15% reifen gerade... Probieren hat mir gezeigt, daß ich bzgl. der ÜF jede meiner Körperseifen auch zum Haarewaschen verwenden kann.


Syraine
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Re: Meine erste Shampooseife

Ungelesener Beitrag von Syraine » 8. Oktober 2016, 10:39

Mary Mack hat geschrieben:Die TE ist übrigens seit Anfang des Jahres hier nicht mehr angemeldet gewesen, Verbesserungsvorschläge werden daher wohl nicht mehr allzu viel bringen.

Unabhängig davon: Ich weiß gar nicht, woher dieser Mythos kommt, daß Shampooseife eine geringe ÜF haben sollte. Anfangs bin ich diesem Märchen auch aufgesessen und habe mit 2-4% gesiedet. Aktuell bin ich (mit feinem Haar) bei 10%, was meine Haare und die Kopfhaut sehr gut vertragen. Die nächsten Testseifen mit 15% reifen gerade... Probieren hat mir gezeigt, daß ich bzgl. der ÜF jede meiner Körperseifen auch zum Haarewaschen verwenden kann.
Hey Mary...
Ich nutze diesen Fred einfach mal weiter für eine Rückfrage an dich :-)
Ich finde ja grundsätzlich den Gedanken auch toll, eine für alles zu nutzen, aber wie sind diesbezüglich deine Erfahrungen mit Salz- /Sole Seifen sowie mit "bunten" Seifen? Da habe ich noch nicht (viel) ausprobiert. Kannst du da was zu sagen?
Vielen Dank :-)


Mary Mack
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Re: Meine erste Shampooseife

Ungelesener Beitrag von Mary Mack » 9. Oktober 2016, 15:45

Salzseife habe ich noch nicht zum Haarewaschen probiert, weil ich Salzseife generell nicht so gern mag und eher selten siede. Bisher habe ich sonst nur Seife mit max. 2 TL Salz auf 500g GFM verwendet und das geht problemlos. Demnächst werde ich eine Haarseife mit Sole sieden, dann kann ich mehr dazu sagen.

Bunte Seifen waren bisher auch nicht so meins, weil ich natürliche Seifen eigentlich viel schöner finde. Ich habe mir vorgenommen, jetzt endlich mal Swirls zu üben. Bei meiner letzten Haarseife ging es gleich schief, weil sie viel zu schnell andickte. Jetzt habe ich eine kräftig rosa Haarseife... :schock: Aber auch damit kann ich mir problemlos die Haare waschen. Weder Haare noch Kopfhaut scheinen daran etwas auszusetzen zu haben. Mit Titandioxid in Seife hatte ich bisher auch noch nie Probleme, aber bei anderen Farbstoffen kann das schon wieder ganz anders ausfallen. Von daher muß jeder selbst testen, welche Farben und auch Duftstoffe er verträgt.

Ich würde einfach alle Seifen, die Du magst und generell verträgst, auch für die Haare probieren. Habe ich auch gemacht und bin gut damit gefahren.

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Re: Meine erste Shampooseife

Ungelesener Beitrag von Ame » 9. Oktober 2016, 19:03

Syraine hat geschrieben:Das ist arg viel Rizinusöl finde ich, dadurch wird die Seife auch sehr weich.

reine Rizinusölseife ist sehr fest, Rizinusöl führt nicht zur weicheren Seife, es ist eins der Seifensiedermythen :lupe: mehr dazu im Ein-Öl-Seifen-Test des Seifentreffs
ah ja, mini (verseift.at) hat in ihren Haarseifen auch gerne 20% Rizinusöl :-*
Moneypenny hat geschrieben:. Was versprichst Du Dir in einer Shampooseife von Stearin und auch Kakaobutter? Das sind nun nicht so typische Ingredenzien.
10% Stearin ist echt ungewöhnlich viel, ist schon klar, da mußte der SL echt blitzschnell anziehen :zeitung:
jedoch hatte ich eine wunderbare Haarseife mit 20% Kakaobutter und finde es nicht als eine untypische Zutat - warum sollte es so sein? Es geht doch auf das gesamte Fettsäurenspektrum an :gut: hier im Rezept sind bei der evaluna 22% Palmitin- und Stearinsäure drinnen, meine Haarseifen beinhalten meistens um die 18-22% davon, wobei im Web ein Haarseifenrezept rumschwebt (von der Laurence..? bin mir nicht sicher :gruebel: ), das einen hohen Anteil an Avocadoöl und Avocadobutter beinhaltet (die Ölsäure des Avocadoöls hydriert bei Avocadobutter in die Stearinsäure), und es ist auch bei manchen Siederinnen sehr beliebt!

...und irgendwo stand was vom SoBlu und der Ranzanfälligkeit - im Rezept oben steht aber eindeutig, dass es sich dabei um ein high oleic Sonnenblumenöl handelte, also ein genauso stabiles Öl, wie es auch Olivenöl ist :heike:
Liebe Grüße,
Ame

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Re: Meine erste Shampooseife

Ungelesener Beitrag von Ame » 9. Oktober 2016, 20:16

Ame hat geschrieben:im Web ein Haarseifenrezept rumschwebt (von der Laurence..? bin mir nicht sicher )
es ließ mir keine Ruhe, ->hier ist es, doch von der Laurence :shisha:
Liebe Grüße,
Ame

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Re: Meine erste Shampooseife

Ungelesener Beitrag von Syraine » 11. Oktober 2016, 06:44

Danke für die Info, ich habe mich genau aufgrund diese Aussage mit Rizi bisher sehr zurückgehalten, dann kann ich ja haarseifenmäßig Voillgas geben :-D


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Re: Meine erste Shampooseife

Ungelesener Beitrag von Sunshine » 20. Oktober 2016, 09:18

Habe vergangenes Jahr eine Olivenöl-Seife gesiedet, ob man die auch zum Haare waschen nehmen könnte????
Müsste ich mal ausprobieren, finde die nämlich super für meine Haut.....

LG Sunshine
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Re: Meine erste Shampooseife

Ungelesener Beitrag von Ame » 20. Oktober 2016, 10:20

Sunshine hat geschrieben:Habe vergangenes Jahr eine Olivenöl-Seife gesiedet, ob man die auch zum Haare waschen nehmen könnte????
Müsste ich mal ausprobieren, finde die nämlich super für meine Haut.....

LG Sunshine
ohne Zitronensäure klappt es nur in dem Fall, dass bei Euch aus dem Wasserhahn nicht zu hartes Wasser fließt :gebete:
Liebe Grüße,
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Re: Meine erste Shampooseife

Ungelesener Beitrag von Sunshine » 20. Oktober 2016, 11:37

Wir haben ziemlich weiches Wasser, aber kann man auch erfragen, dann ist man auf der sicheren Seite.
Habe mich bisher nicht daran gewagt, weil meine Haare immer sehr pflegebedürftig sind, gesträhnt, lockig und mittlerweile etwas länger, werde es aber mal am Wochenende ausprobieren, meine Olivenölseife ist sehr schön gereift, anfangs war sie etwas gelblich, jetzt schön hell und hat auch keinen Kern mehr in der Mitte ( sah in der Mitte immer so aus als wäre sie nass ), nehme sie sonst zum duschen sehr gerne...

LG Sunshine
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Re: Meine erste Shampooseife

Ungelesener Beitrag von Ame » 20. Oktober 2016, 12:09

tue einfach nicht vergessen, dass man mit den Haarseifen etwas anders wäscht, als mit einem Syndet - man braucht sich wirklich viel Zeit lassen um einen festen Schaum zu produzieren
ne sauere Rinse, die rausgespült wird, sollte nicht fehlen :hallihallo:
Liebe Grüße,
Ame

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Re: Meine erste Shampooseife

Ungelesener Beitrag von Desaparecida » 2. November 2016, 09:49

Ui, Stearin in einer Haarseife. Das ist neu für mich. Was soll es bewirken? Ich hätte Angst, dass es sich einfach wie ein Wachsfilm um meine Haare legt...
LG, Sonja
Liebe Grüße
Sonja

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Re: Meine erste Shampooseife

Ungelesener Beitrag von Ame » 2. November 2016, 16:46

die Stearin- und die Palmitinsäuren sind doch in festen Fetten reichlich vorhanden, das ist doch nichts anderes (nur eben nicht verestert, also reagiert Stearin wesentlich schneller)
Liebe Grüße,
Ame

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Re: Meine erste Shampooseife

Ungelesener Beitrag von Beauté » 17. Februar 2018, 09:31

Ame hat geschrieben:tue einfach nicht vergessen, dass man mit den Haarseifen etwas anders wäscht, als mit einem Syndet - man braucht sich wirklich viel Zeit lassen um einen festen Schaum zu produzieren
ne sauere Rinse, die rausgespült wird, sollte nicht fehlen :hallihallo:
Liebe Arne

Ich pushe diesen Thread mal wieder hoch; teste mich gerade durch eine Serie Haarseifen.

Könntest Du mir Deine Aussage hier erklären? Was meinst Du damit genau? Und, ist die saure Rinse bei hartem Wasser auch dann empfehlenswert, wenn die Seifen bereits Zitronensäure enthalten?

Herzlichen Dank und sonnige Grüsse - Beauté
Carpe diem!

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Re: Meine erste Shampooseife

Ungelesener Beitrag von Ame » 19. Februar 2018, 06:53

habs grad im Nachbarsthread geschrieben - seit dem meine Haare nicht mehr die Gürtel- sondern nur noch die BH-Verschlusslänge haben, brauche ich keine saure Rinse mehr und denke, die saure Rinse, deren Inhaltsstoffe und das Handhaben damit ist genauso eine individuelle Sache wie auch die optimale Zusammensetzung

ähm, bitte "AME"
Liebe Grüße,
Ame

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Re: Meine erste Shampooseife

Ungelesener Beitrag von Beauté » 19. Februar 2018, 08:00

Huch, entschuldige Ame, bitte; war keine Absicht...
Ja, das mit der Rinse habe ich verstanden, die Schaumgeschichte nicht; bei mir schäumt nichts und an der Seife liegt es nicht..
LG - Beauté
Carpe diem!

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