Marke Eigenbau die 1. Eine Handcreme

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Rudelchen
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Marke Eigenbau die 1. Eine Handcreme

Ungelesener Beitrag von Rudelchen » 21. März 2018, 08:45

Hallo Ihr Lieben,
nachdem ich als Frischling bis jetzt nur nach Rezept gerührt habe, möchte ich nun meine 1. einene Handcreme wagen.

Ich möchte eine reichhaltige Creme, da ich sehr trockene Hände habe. Bienenwachs würde ich gerne so hoch wie möglich dosieren (nur vieviel??) , um einen Schutz zu haben ( bin mit den Händen viel im Wasser).
Lamecreme habe ich als Emulgator ausgewählt, da er aufgebraucht werden sollte. Somit wird die Creme wahrscheinlich nicht sehr schnell einziehen.
Was ich gar nicht mag, ist ein "klebriges" Handgefühl, kann das durch zuviel Bienenwachs entstehen?

Hier nun meine Überlegung:

Fettphase 25%
8% Avocaddoöl
4% Reiskeimöl
2% Phytosterolbasis
3% Bienenwachs
1% Myristylmyristate
4% Lamecreme
2,5% Sheabutter

Wasserphase
59,5% Wasser

2%Glycerin
0,2% Xantan

5% Urea
2% Sodium PCA
1% Natriumlaktat
0,2% Allantoin
0,4% Vitamin A Palmitat

4% Leucidal
0,2% Kaliumsorbat
Milchsäure
äÖ

Was meint Ihr?
sind evtl. zu viele Wirkstoffe drin?

Liebe Grüße Rudelchen
Lieben Gruß
Rudelchen

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Re: Marke Eigenbau die 1. Eine Handcreme

Ungelesener Beitrag von Positiv » 21. März 2018, 18:06

3 % Bienenwachs sind sehr viel - das wird sicher kleben. Heike gibt in ihrem Buch 0,5- 1 % an.
4 % Lamecreme sind gut, aber wozu brauchst Du dann die Phytosterolbasis? :knutsch:
Liebe Grüße Karin

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Re: Marke Eigenbau die 1. Eine Handcreme

Ungelesener Beitrag von Rudelchen » 21. März 2018, 21:20

Danke für deine Antwort :-)
Dann werde ich das Bienenwachs auf 1% reduzieren, denn kleben geht gar nicht.
Bei der Ptytosterolbasis ist meine Intention die pflegenden Eigenschaften zu erhöhen und das enthaltene Gamma- Oryzanol , dessen natürlichenEigenschaft UV - Strahlen absorbieren zu können , evtl. vor UV bedingter Hautalterung schützt?
Bin ich mit dem Gedankengang auf dem Holzweg?
Lieben Gruß
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Re: Marke Eigenbau die 1. Eine Handcreme

Ungelesener Beitrag von Kunstblume » 21. März 2018, 21:34

Karin, verwechselst du das vielleicht mit der Phospholipidbasis?
Liebe Grüße, Nina

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Re: Marke Eigenbau die 1. Eine Handcreme

Ungelesener Beitrag von Positiv » 22. März 2018, 09:10

Ja, Entschuldigung, ich habe sie mit der Phospholipidbasis verwechselt. :popohauen:
Liebe Grüße Karin

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Re: Marke Eigenbau die 1. Eine Handcreme

Ungelesener Beitrag von Rudelchen » 22. März 2018, 14:23

Kein Ding, bei so viel Phyto.... :knutsch:
Also dann macht die Verwendung der Phytosterolbasis in einer Handcreme Sinn, oder?
Lieben Gruß
Rudelchen

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Re: Marke Eigenbau die 1. Eine Handcreme

Ungelesener Beitrag von Rudelchen » 22. März 2018, 14:25

.... und natürlich Phospho.....
da komm ich auch gleich dureinander :-)
Lieben Gruß
Rudelchen

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Re: Marke Eigenbau die 1. Eine Handcreme

Ungelesener Beitrag von Lila Blume » 22. März 2018, 22:33

Reicht es 1% Natriumlaktat bei 5% Urea, habe keine Erfahrung mit Urea, bei 3% habe ich 1,6% Natriumlaktat genommen. :gruebel:
Liebe Grüße
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Re: Marke Eigenbau die 1. Eine Handcreme

Ungelesener Beitrag von Rudelchen » 23. März 2018, 08:55

Hallo lila Blume,
Ich habe natriumlaktat in Verbindung mit Sodium PCA in der Creme gedacht.
Sollte Urea in Verbindung mit natriumlaktat verwendet werden und in einem bestimmten Verhältnis zueinander stehen? Bin doch noch ein wenig unwissend :klimper:
LG Rudelchen
Lieben Gruß
Rudelchen

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Re: Marke Eigenbau die 1. Eine Handcreme

Ungelesener Beitrag von Rudelchen » 23. März 2018, 15:15

Ich habe mich noch einmal eingelesen und festgestellt, daß Natriumlaktat in Verbindung mit Urea, als Puffer für den pH-Wert eingesetzt wird.
In meiner Unwissenheit habe ich das Natriumlaktat als hydratisierende Kombi mit Sodium PCA und Glycerin eingerechnet.
Da ich eine 60%ige Natriumlaktatlösung habe, wäre ja die Einsatzkonzentration 1,6% mit 0,5% Milchsäure.
Allerdings kann ich keine Angaben finden, in welchem Mengeverhältnis dann Urea zu dieser Pufferkombi stehen soll?

Wer kann mir da helfen?
Lieben Gruß
Rudelchen

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Re: Marke Eigenbau die 1. Eine Handcreme

Ungelesener Beitrag von Rautgundis » 23. März 2018, 15:38

:easteregg: Liebe Rudelchen,
im Rohstoff Buch von Heike steht :"üblich ist eine Kombination mit 2% Natriumlaktat und 0,5% Milchsäure
Eine 3-5% Dosierung (von Harnstoff) ist für eine feuchtigkeitsbindende Wirkung ausreichend "
Es grüßt herzlichst Heike

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Re: Marke Eigenbau die 1. Eine Handcreme

Ungelesener Beitrag von Rudelchen » 23. März 2018, 17:05

Hallo Heike,
vielen Dank :blumenstrauss: , jetzt wir die Sache klarer !!
Eine Frage hätte ich dann noch, würdest du Allantoin mit verwenden, oder findest du es als Wirkstoff überflüssig?
Und ich glaube ein anderer Konservierer wäre auch nicht schlecht, der etwas mehr Spielraum im pH-Wert hat?

:knutsch:
Lieben Gruß
Rudelchen

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Re: Marke Eigenbau die 1. Eine Handcreme

Ungelesener Beitrag von Rautgundis » 23. März 2018, 17:13

:bunny: Wenn du Urea in der Rezeptur hast, brauchst du kein Allantoin und umgekehrt kein Urea. Allantoin wird allerdings geringer dosiert. Ich mag die Handcreme nach dem Rezept von Heike sehr gern und verwende dafür TegoCare PSC3 als Emulgator.
Es grüßt herzlichst Heike

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Re: Marke Eigenbau die 1. Eine Handcreme

Ungelesener Beitrag von Rudelchen » 23. März 2018, 17:21

:kleinehexe: Prima, dann weiß ich jetzt bescheid und es kann losgehen.
Ich danke die ganz herzlich :knuff:
LG Rudelchen
Lieben Gruß
Rudelchen

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Re: Marke Eigenbau die 1. Eine Handcreme

Ungelesener Beitrag von Lila Blume » 23. März 2018, 23:07

Es tut mir leid Rudelchen, ich habe leider auch zu wenig Erfahrung mit Urea, und konnte auch nichts über die EK von Natriumlaktat bei höherer Konzentration von Urea finden, oder überlese es einfach. :brille:

Ich habe aber bei 3% Urea 1,6% Natriumlaktat 60% und Milchsäure zum Einstellen von pH. :)

:eastergirl:
Liebe Grüße
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Re: Marke Eigenbau die 1. Eine Handcreme

Ungelesener Beitrag von Rudelchen » 24. März 2018, 08:35

Guten morgen liebe lila Blume,
das ist nicht schlimm, man kann ja nicht alles können und wissen :schlaumeier:
Ich werde das einfach mal mit 5% Urea, 1,6% Natriumlaktat 60% und Milchsäure ausprobieren.....wer nicht wagt, der nicht gewinnt :cool-sun:
Werde berichten, wie es ausgegangen ist
Lieben Gruß
Rudelchen


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Re: Marke Eigenbau die 1. Eine Handcreme

Ungelesener Beitrag von Nemo » 25. März 2018, 09:22

Rudelchen hat geschrieben:
21. März 2018, 08:45

Ich möchte eine reichhaltige Creme, da ich sehr trockene Hände habe. Bienenwachs würde ich gerne so hoch wie möglich dosieren (nur vieviel??) , um einen Schutz zu haben ( bin mit den Händen viel im Wasser).
Hallo Rudelchen,
ich möchte meinen Senf zum Bienenwachs dazugeben :klimper:

In der von mir immer wieder gerührten Handcreme habe ich sogar 3,3% Bienenwachs und sie klebt nicht.
Die ganze Familie will sie immer wieder haben. Was in erster Linie gelobt wird und auch mir gut gefällt, ist das doch recht schnelle Einzugsverhalten und die Tatsache, dass man nicht nach jedem Händewaschen gleich wieder nachcremen muss. Es verbleibt ein leichter Schutzfilm, der aber eben nicht klebrig ist.

Dass 3 % Bienenwachs die Creme klebrig machen, kann ich also überhaupt nicht bestätigen. Im Gesicht würde ich eine derartige Wachsmenge allerdings nicht haben wollen.

LG Britta

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Re: Marke Eigenbau die 1. Eine Handcreme

Ungelesener Beitrag von Rudelchen » 26. März 2018, 15:36

Hallo Britta,
vielen Dank für deinen Tipp :knutsch:
Genau so, wie du es beschreibst, ist mein Plan. Es sollte ein leichter Schutzfilm auf der Haut sein, der vor Feuchtigkeit schützt.
Das werde ich genau so mal ausprobieren und sehe dann wie die Dosierung für mich ist.

:bingo:
Lieben Gruß
Rudelchen

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