Bitte um Hilfestellung bei einer Cremeentwicklung

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Kunstblume
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Re: Bitte um Hilfestellung bei einer Cremeentwicklung

Ungelesener Beitrag von Kunstblume » 8. März 2018, 13:06

Ah, du hattest einen Beitrag eröffnete mit deinem neuen Rührgerät. Prima, mit dem kleinen Aufsatz kannst du auch erstmal 50 g Emulsion rühren. Teste ruhig Bergamuls+PHP80 mal. Sollte das Sohnemann im Gesicht nicht zusagen, kann man es immer noch als Bodylotion hernehmen oder mit einem Tensid vermengt als Dusch- und Badecreme. Lass dich von uns nicht verunsichern, starte einfach mal durch, sobald du Zeit dafür hast. Und bei ätherischen Ölen würde ich persönlich nie nach Pauschal-Einsatzkonzentrationen gehen, die sind höchst potent, manche mehr - manche weniger verträglich für bestimmte Hautzustände. Du hast ja auch schon Hydrolat dabei, nicht zu vergessen. Was bei der Anwendung auch eine Rolle spielt: kleine Mengen im Gesicht verteilen, um Überpflegung zu vermeiden.
Liebe Grüße, Nina

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Beauté
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Re: Bitte um Hilfestellung bei einer Cremeentwicklung

Ungelesener Beitrag von Beauté » 10. März 2018, 10:41

ileg hat geschrieben:
8. März 2018, 12:49
Seit vorgestern habe ich einen Neuen. Aus Edelstahl. In dem Set sind unter Anderem auch ein weiterer kleinerer Edelstahlaufsatz speziell für Emulsionen (Majonaise etc.)
(15.ooo Umdrehungen und 800 Watt)...
:lupe: :lupe: Was lese ich denn da... Was für ein Teil hast Du erworben? Etwa einen Blendia Nachfolger?
LG - Beauté
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Re: Bitte um Hilfestellung bei einer Cremeentwicklung

Ungelesener Beitrag von ileg » 10. März 2018, 14:07

@Kunstblume
ja, ich werde es bald ausprobieren und meinen neuen Stabmixer auch :sunny:
Ich muss aber noch geduldig sein, habe noch nicht die richtigen Öle da. Im Lebensmittelladen haben mir die Distellöle nicht gefallen. (Habe nämlich auf Olionatura gelesen, auf was man achten soll)

@Beauté
Nein, leider nicht ... ich wünschte mir auch so sehr einen Blendia, wegen dem Rotor-Stator Aufsatz.

Für den hatte ich mich entschieden, weil mir gefallen hat, dass bei diesem Stabmixerset ein weiterer Aufsatz dabei war, der im Durchmesser etwas kleiner ausfällt.
Des weiteren dachte ich, dass 800W mit bis zu 15.000 Umdrehungen nicht schlecht sind für meine Zwecke.
Und ich suche schon sehr lange einen Grund, mich von meinem alten Stabmixer zu verabschieden. Schon vor dem Rührhobby, weil der einen Plastikaufsatz hatte.

Hier habe ich ihn beschrieben, aber wie gesagt, ich habe ihn noch nicht ausprobiert. Mir gefällt zum Beispiel nicht, dass die Messer nicht zum Entfernen sind, wegen dem Reinigen.


Liebe Grüße
Zuletzt geändert von Kunstblume am 10. März 2018, 14:10, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Bitte um Hilfestellung bei einer Cremeentwicklung

Ungelesener Beitrag von ileg » 15. März 2018, 07:53

Guten Morgen,

hab sie gestern gerührt ... die Creme für meinen Sohn. Habe die ganz Rezeptur auch sehr einfach gehalten.

5 g Wiesenschaumkraut
5 g Distelöl
3 g Squalan
2 g Baobaöl

1 g Phospholipon
1 g Bergamuls

2 g Panthenol
2 g Natriumlaktat

1 g Rokonsal
15 % Kamillenhydrolat als Ersatz für Wasser

Hätte ein paar
Unsicherheiten:
Das Phospholipon arbeite ich mit dem Glasspatel ein, nicht hochtourig. Dass es in großer Hitze aufgelöst werden muss, gefällt mir insbesondere für das Distelöl nicht so gut, so dass ich das Distelöl erst nach dem Auflösen dazu genommen habe, kurz bevor ich die WP und FP vermenge. Ist das okay?

Bergamuls habe ich bei gleichbleibender Hitze zwischen 75-80 C° 20 Minuten auf dem Herd quellen lassen. Auch hier meine Frage: hochtourig durchrühren oder mit dem Glasspatel? Also bevor die Fett- und Wasserphase hochtourig emulgiert werden.

Meine Creme ist sehr flüssig geblieben, das liegt aber wohl daran, dass ich entgegen der Empfehlung, jeweils nur 1g Emulgator genommen habe. Anscheinend soll es ja auch noch nachdicken, für das nächste Mal nehme ich mehr.

Liebe Grüße
Angelika

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Re: Bitte um Hilfestellung bei einer Cremeentwicklung

Ungelesener Beitrag von Kunstblume » 15. März 2018, 08:01

Bergamuls in der Fettphase schmelzen, Phospholipon 20 min. im Wasser quellen lassen. Also gerade umgekehrt. Einfach deine gesamte Fettphase erhitzen, Distelöl hält das auch aus. Und bitte alles unbedingt hochtourig rühren.
Liebe Grüße, Nina

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Re: Bitte um Hilfestellung bei einer Cremeentwicklung

Ungelesener Beitrag von Fragolinchen » 15. März 2018, 08:36

ileg hat geschrieben:
15. März 2018, 07:53
Meine Creme ist sehr flüssig geblieben, das liegt aber wohl daran, dass ich entgegen der Empfehlung, jeweils nur 1g Emulgator genommen habe. Anscheinend soll es ja auch noch nachdicken, für das nächste Mal nehme ich mehr.
Richtig fest wird die Creme auch mit mit mehr Bergamuls nicht, dazu müßtest Du Fettalkohole in die Rezeptur hineinnehmen. Du hast 100g Creme gerührt, so dass die Gramm-Angaben gleichzeitig als %-Angaben zu verstehen sind? Wenn nicht, tun wir uns zur Beurteilung eines Rezeptes leichter, wenn Du's auf Prozent umrechnest.

Panthenol ist hitzeempfindlich. Das darf erst in die abgekühlte, handwarme Emulsion gerührt werden. - Aber vermutlich hast Du das ja eh schon gemacht :wink: ...
Dem Fröhlichen ist jedes Unkraut eine Blume, dem Betrübten jede Blume ein Unkraut.
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Re: Bitte um Hilfestellung bei einer Cremeentwicklung

Ungelesener Beitrag von ileg » 15. März 2018, 08:48

Oh, dann meine ich genau umgekehrt :)
Also dann ist es richtig, dass man die Zwischenschritte jeweils auch hochtourig verarbeitet. Beim Phospholipon hatte ich das auch so gehandhabt. Nur beim Öl mit dem Bergamuls hatte ich lediglich mit dem Glasspatel gerührt.

Ja, richtig, es waren 100g Creme :)
(Im Rechnen bin ich gar nicht so schlecht, aber um mich, weil noch so unsicher, nicht abzulenken, mache ich immer gleich 100g)

Die Wirkstoffe Panthenol und Natriumlaktat habe ich bei Handwärme hinzugefügt. Aber auch nur noch mit dem Spatel .... Kann man da auch nochmal hochtourig ran? Oder zerfetzt man da gute Sachen?

Aber, was ich gerade hier im Forum entdeckt habe, könnte auch passiert sein:
Typisch für Überhomogenisierung sind richtig flüssige Emulsionen (dann wurde die innere flüssig-kristalline Gelstruktur zerstört) oder solche, die plötzlich inhomogen werden (dann ballen sich die Fetttröpfchen wieder zusammen und trennen sich aus der Emulsion ab).
also, wenn nur zu wenig Emulgator der Fehler war, dann würde ich die Creme trotzdem benutzen. Aber wenn eine Überhomogenisierung geschehen ist, darf man die Creme dann noch benutzen?

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Re: Bitte um Hilfestellung bei einer Cremeentwicklung

Ungelesener Beitrag von Kunstblume » 15. März 2018, 09:05

Ah, jetzt habe ich dich verstanden. Die Emulsion kannst du one pot hochtourig rühren. Auch die Wirkstoffe und Konservierung werden unbedingt hochtourig gerührt. Wenn du da nochmal eine Minute mit deinem Püri durchgehst, zerschlägst du dir nicht die Emulsion damit, keine Bange.
Liebe Grüße, Nina

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Re: Bitte um Hilfestellung bei einer Cremeentwicklung

Ungelesener Beitrag von ileg » 15. März 2018, 09:08

Hmmm,
das hatte ich nicht gemeint. Die FP und die WP habe ich hochtourig gerührt.
Aber die jeweiligen Vorschritte (Phospholipon im Wasser) und (Bergamuls in Öl) ob diese Schritte auch hochtourig gemacht werden sollten.

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Re: Bitte um Hilfestellung bei einer Cremeentwicklung

Ungelesener Beitrag von Beauté » 15. März 2018, 21:35

Nee Ilg, nicht jeweils hochtourig rühren. Ich rühre die Fettphase und so eine Wasserphase mit z.B. Phospholipon drin, mit dem Braten Thermometer. Erst wenn Wasser und Fett zusammen kommen geht's zuerst kurz mit dem Glasstab los und wenn dann alles vermischt ist, dann muss es hochtourig weiter gehen. Ganz am Schluss, wenn alles drin ist, gehe ich nochmals hochtourig rann, ca. 20 Sekunden.
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Re: Bitte um Hilfestellung bei einer Cremeentwicklung

Ungelesener Beitrag von ileg » 15. März 2018, 21:55

Aaah, okay. Dann hatte ich das erst falsch verstanden. :) Danke

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Re: Bitte um Hilfestellung bei einer Cremeentwicklung

Ungelesener Beitrag von Beauté » 16. März 2018, 08:20

Kennst Du die Rührkurse auf unserer Mutterseite? Da ist alles bebildert erklärt, wirklich super! LG - Beauté
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Re: Bitte um Hilfestellung bei einer Cremeentwicklung

Ungelesener Beitrag von ileg » 17. März 2018, 12:46

Ja, die kenne ich, die sind wirklich super.
Trotz allem sind da immer wieder so Feinheiten, die während der Praxis auftreten, die mir während der Theorie gar nicht auffallen, bei denen ich gerne jemanden neben mir hätte um zu fragen.
Ich bin während der Praxis noch nervös und "hudelig" , also koordiniertes Arbeiten ist anders :crazy:


Ich muss die hier besprochene Creme nochmal rühren. Sie hat sich getrennt.

Ich werde es beim nächsten Mal nochmals mit (so wenig) 1g Bergamuls und 1g Phospholipon probieren, weil es vielleicht daran lag, dass ich es "einfach zerrührt" habe, weil ich schon bevor ich die FP und die WP vermengt habe, zum jeweiligen Anmischen der Emulgatoren mit 15.000 Umdrehungen rangegangen bin.

Auch hatte ich das Dieselöl nicht miterwärmt, weil ich mir vorgestellt hatte, dass die Hitze nicht so gut dafür ist. Dann hatte wahrscheinlich auch die Fettphase zu wenig Temperatur gehabt.

Auf ein Neues :)

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