Neurodermitis Pflegekonzept - Emulgatoren, Wirkstoffe, Öle

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Moderator: Helga

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Mirabella
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Re: Emulprot bei Lactoseintoleranz

Ungelesener Beitrag von Mirabella » 14. März 2019, 12:23

Also...
.. herausgekommen ist eine sehr reichhaltige, geschmeidige, gesund aussehende, grüne Creme, die meinen trockenen, rauhen Händen gerade eine babypopoweiche Haut beschert.
Wahnsinn :love: Avocado und Mohn

Also die wird auf jeden Fall als Handcreme ins Repertoire aufgenommen und vllt mit mehr Buttern und/oder Konsistenzgebern + Urea auch zur Fußcreme umgestaltet.

Leider ist sie nicht 100% homogen, was man erst beim herausleeren sieht, da sie nicht ganz an der Glaswand haftet. Hab aber gelrsen, dass sich das nach einiger Zeit im Kühlschrank legen kann. Abwarten.. :popcorn:

Außerdem hab ich ein haptisch sehr angenehmes und optisch sehr ansprechendes Babyölgel für eine Freundin gemacht. Achja und riechen tuts auch noch gut.. wenn man Cupuacu-Geruch mag :duft:

Ach ich freu mich so.. das macht so unglaublich großen Spaß sich mit den ganzen Rohstoffen auseinanderzusetzen und wenn etwas gelingt erstrecht :mixine:

Das is grad so ein schöner Ausgleich neben schlaflosen Babynächten und Kleinkindgequengel :huhu:

Also danke für eure Beiträge und dass ich mich hier mitteilen darf!

Alles Liebe :sunny:
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Rabin
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Re: Emulprot bei Lactoseintoleranz

Ungelesener Beitrag von Rabin » 14. März 2019, 13:13

Mirabella hat geschrieben:
14. März 2019, 12:23
Also...
.. herausgekommen ist eine sehr reichhaltige, geschmeidige, gesund aussehende, grüne Creme, die meinen trockenen, rauhen Händen gerade eine babypopoweiche Haut beschert.
Wahnsinn :love: Avocado und Mohn...
Gesund aussehend ist gut :huhu:
Schön, dass dir die Creme gefällt (und das homogene kriegst Du beim nächsten Mal auch hin ;))
Liebe Grüße
Birgit

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Beauté
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Re: Emulprot bei Lactoseintoleranz

Ungelesener Beitrag von Beauté » 15. März 2019, 09:38

Mirabella hat geschrieben:
14. März 2019, 12:23
Leider ist sie nicht 100% homogen,
Liebe Mirabella

Womit hast Du gerührt? Wobei, wenn ich mir so nochmal Dein Rezept anschaue; etwas Gelbildner, so 0.2% wäre wohl stabilisierend.
Der pH ist in Ordnung?
Das sind so einige Verdächtigen...
LG - Beauté
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Mirabella
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Re: Emulprot bei Lactoseintoleranz

Ungelesener Beitrag von Mirabella » 15. März 2019, 11:14

:lupe: Hallo Beauté, ja PH passt, wie gesagt konnte da noch nie eine Veränderung feststellen.

Gerührt hab ich mit dem Bosch Clevermixx 600Watt. Anfangs 1 min... dann eher mit der Hand. Hab bisher alle Olivem 900 Emulsionen mit der Hand gerührt und das hat gereicht. Vllt wars sogar zu hochtourig? Oder nicht heiß genug? Naja auf jeden Fall ist es jetzt besser geworden. Hab gestern abend und heut früh nochmal durchgerührt und jetzt scheints zu passen. Mal schaun wie lange :)

Zum Gelbildner: Hab das vor kurzem das erste mal ausprobiert und dann wars beim. Auftragen gleich so glitschig. Hab das 30% FP Basisrezept mit Olivem 1000 ausprobiert.
Is das glitschige Auftragsgefühl normal oder is mir zu viel reingerutscht?
Meine Waage is in dem Minimalbereich wohl zu ungenau deshalb hab ich 2 Messerspitzen geschätzt für 0,1 g.. hätte ws eine gereicht..

Aber langsam krieg ich ein Gefühl dafür :)

Hab gestern ein Hydrodispersionsgel (also mit Lysolecithin.. da heissts dann ws ein bissl anders... Hydrofluid?) gerührt und bin seehr zufrieden :hase:
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Beauté
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Re: Emulprot bei Lactoseintoleranz

Ungelesener Beitrag von Beauté » 15. März 2019, 12:06

Liebe Mirabella
Hrm, hochtourig... ist wohl zu viel. Lies mal auf der Mutterseite über Olivem 900; dort sind die Verarbeitung und der Einsatz sehr umfassend beschrieben.
Hoffentlich bleibt alles stabil.
LG - Beauté
Carpe diem!

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Liphyra
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Re: Emulprot bei Lactoseintoleranz

Ungelesener Beitrag von Liphyra » 15. März 2019, 15:38

Liebe Mirabella,

ich finde es toll, dass du für deine Freundin rühren willst. Als Rühr-Mama mit neurodermitisgeplagtem Sohn, kenne ich die Verzweiflung der Eltern, wenn keine Kaufcreme hilft und man auch mit Cortison und antibiotischen Cremes auf keinen grünen Zweig kommt. Bei uns war es so, dass selbst meine unausgereiften Anfänger-Cremes von damals besser waren als die Kaufcremes! :achso:


Am besten informierst du dich erstmal über den aktuellen Hautzustand es Kindes:
Ist die Haut trocken und schuppig? Vielleicht sogar rissig und blutig?
Oder ist es ein feuchter Hautzustand mit nässenden Ekzemen und bakterieller Infektion?
Die Diagnose Neurodermitis reicht nicht! Dafür ist das Krankheitsbild zu vielfältig.

Schwitzt das Kind viel? Dann würde ich auf z.B. Kakaobutter und Bienenwachs verzichten, um die Haut nicht zu stark abzudichten.

Quetsch die Freundin mal ein bisschen aus, was sie schon versucht hat und wie das Kind darauf reagiert hat. (Die meisten Eltern haben schon alle fragwürdigen Internet-Tipps durchprobiert) :gruebel:

Mache es dir einfach und halte die Creme simple, dann weißt du schneller an welchem Rohstoff es liegt, wenn das Kind allergisch reagiert. Das Schöne ist, selbst wenn du nur 3 Basisöle und ein Wirköl für die Fettphase nimmst, pflegt das die Kinderhaut besser als eine Kaufcreme. (So ist jedenfalls meine Erfahrung)
Wichtig ist, dass du enge Rücksprache mit der Mutter hältst, damit du die Creme dann weiter verfeinern kannst.

Ich wünsche dir ganz viel Erfolg und Spaß dabei! :blumenfuerdich:

(Ich entschuldige mich schon mal, sollten viele Fehler in dem Text sein. Ich schreibe gerade einhändig mit schlafendem Baby auf dem Arm.)
Liebe Grüße,
Sinikka

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Re: Emulprot bei Lactoseintoleranz

Ungelesener Beitrag von Mirabella » 15. März 2019, 19:40

:knuff: Liebe Sinikka,

hier ebenfalls einhändig mit Baby im Arm :D
Also vielen lieben Dank für deine Antwort, das gibt mir ein bisschen Mut doch dran zu bleiben. Ich glaub auch, dass eine einfache, gehaltvolle Pflege aus nährenden Rohstoffen die beste Option ist. Die Wirkstoffe sind vllt. gar nicht so ausschlaggebend. Also was ich bis jetzt auch noch bei meiner Recherche herausgelesen hab is, dass man trockene, schuppige Haut eher fettlastig und offene, nässende Haut im Akutzustand eher mit mehr Feuchtigkeit behandeln soll. Ist das auch deine Erfahrung?
Wobei ich noch weit davon entfernt bin irgendwas für den Akutzustand zu rühren :schocker:
Aber es interessiert mich was du in welchen Phasen als gut empfunden hast. Ich weiß zwar recht viel über den Hautzustand und kriegs auch immer wieder mit aber mehr als das oben geschriebene weiß ich jetzt auch nicht bezüglich spezifischer Zusammensetzung in bestimmten Phasen.

Welche Erfahrung hast du mit Keimbelastung und Konservierung gemacht? Ich konserviere mit Alkohol und würde gern dabei bleiben.

Isses bei euch jetzt besser geworden bzw. hast du jetzt ein Pflegekonzept, das du beibehältst oder ändert sich das immer wieder?

Alles Liebe :love:
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Rose
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Re: Emulprot bei Lactoseintoleranz

Ungelesener Beitrag von Rose » 16. März 2019, 04:20

Schau mal hier.
Als Neurodermitikerin habe ich mit diesen Produkten sehr gute Erfahrungen gemacht. Bin aber jetzt auch dabei aufs Selberrühren umzusteigen, weshalb ich diesem Thread hier mit Spannung folge :morgenkaffee: .
Jedenfalls haben sie eine spezielle Pflege für akute Schübe (Hydrolotion) und auch eine präventive Pflege (Lipolotion) für Hautstellen ohne Schübe.
Ich habe verlinkt, ist vielleicht von Interesse ;).
Liebe Grüße Rose 🌹

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Re: Emulprot bei Lactoseintoleranz

Ungelesener Beitrag von Mirabella » 16. März 2019, 06:31

Hallo Rose, danke für den Link und dein Interesse!
Das ist durchaus aufschlussreich - Fett auf Trocken und feucht auf feucht scheint also gängige Praxis zu sein...? Warum bist du nicht bei den Produkten geblieben?

Ich hab mir nämlich auch die Produkte von Dermaviduals näher angeschaut und fand, dass die sehr vielversprechend klingen.. auch die Inhaltsstoffe. Die basieren genauso wie die von dir verlinkten auf Neutralöl. Bei den Erfahrungsberichten hab ich dann gelesen, dass es bei vielen anfangs zu einer Verbesserung gekommen ist, langfristig die Haut jedoch immer trockener geworden ist.
Ich bin dann auf diesen Thread gestoßen. Leider schaff ich es nicht von dort zu zitieren :/
Dort stellt der Pflanzenölscheich die Theorie auf, dass Neutralöl die Haut auf Dauer schädigt und austrocknet.
Leider endet der Thread dann ohne ein wirkliches Fazit.
Deshalb interessiert mich jetzt brennend warum du trotz dieser Produkte lieber selbst rühren möchtest :lupe:
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Re: Emulprot bei Lactoseintoleranz

Ungelesener Beitrag von Lotti » 16. März 2019, 10:48

Die von Rose verlinkten Lotionen entsprechen leider nicht den Anforderungen, die ich an ein naturkosmetisches Produkt stellen würde und enthalten bedenkliche Inhaltsstoffe. Die Dermaviduals-Präparate würde ich jedoch empfehle, habe sie selber auch schon verwendet. Die Basiscremes enthalten meißt keine nativen Öle mit mehfach ungesättigten Fettsäuren. Aus gutem Grund. Es gibt dazu passende Wirkstoffkonzentrate, z.B. Nachtkerze, die in die Basiscreme eingerührt werden. Dieses Prinzip macht auch Sinn. Ich vermute, das alle Kaufpräparate nur raffiniertes Nachtkerzenöl enthalten. MCT-Öle, Isoamyl Laurate oder auch Isopropylmyristate sind eben sehr stabile, haltbare Öle, weisen so gut wie kein allergenes Potential auf und sind Naturkosmetikkonform. Das ist der Grund, warum sie häufig eingesetzt werden. Auch viele Selbstrührer verwenden diese Öle, die in manchen Produkten ganz bestimmte Zwecke erfüllen. Aber in der normalen Körper/Gesichtspflege habe ich auch verschiedene native Öle mit ihren unterschiedlichen Fettsäureprofilen mit an Bord und möchte auch nicht darauf verzichten. Sie sind eben nur nicht immer ganz unproblematisch, gerade wegen ihrer ungesättigten Fettsäuren.
Liebe Grüße
Lotti

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Re: Emulprot bei Lactoseintoleranz

Ungelesener Beitrag von Rose » 16. März 2019, 11:43

Mirabella hat geschrieben:
16. März 2019, 06:31
Deshalb interessiert mich jetzt brennend warum du trotz dieser Produkte lieber selbst rühren möchtest :lupe:
Hallo Mirabella,
das ist ja interessant mit dem Neutralöl! Ich hatte mich noch nicht so intensiv damit beschäftigt.
Ich habe den Eindruck gewonnen, dass die hochwertigen naturkosmetischen Öle und Wirkstoffe in sinnvoller Kombination das allerbeste für die Haut sind.
Die Lipolotion vertrage ich zuverlässig, aber das Gefühl auf der Haut ist nach dem Auftragen immer noch etwas durstig, vor allem um den Mund herum.
Außerdem habe ich ständig am Augenlid schuppige juckende Haut. Ich könnte ja die Augenlid Creme von Allergika ausprobieren, aber habe beschlossen, dass ich mich erst mal mit an die BSB und die naturkosmetischen Selbstrührrezepte rantasten möchte.
Ich finde es soo angenehm, zu wissen, WAS genau ich auf meine Haut schmiere.
Außerdem möchte ich Verpackungsmüll reduzieren.
Dermaviduals habe ich noch nicht ausprobiert.. finde den Ansatz aber sehr gut.
Ich habe den Link nur gepostet, damit Ihr die Rezepturen, die ganz insbesondere auf Neurodermitiker abgestimmt sind, vergleichen könnt. Nur, weil es keine NK ist, finde ich dennoch, dass man sich damit kritisch und aufgeklärt damit auseinander setzen kann :lupe:
Liebe Grüße Rose 🌹


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Re: Emulprot bei Lactoseintoleranz

Ungelesener Beitrag von Lotti » 16. März 2019, 12:46

Rose hat geschrieben:
16. März 2019, 11:43
Ich habe den Link nur gepostet, damit Ihr die Rezepturen, die ganz insbesondere auf Neurodermitiker abgestimmt sind, vergleichen könnt. Nur, weil es keine NK ist, finde ich dennoch, dass man sich damit kritisch und aufgeklärt damit auseinander setzen kann :lupe:
Liebe Rose, daß war ja keine Kritik, die an Dich gerichtet war. :bussi:
Es stimmt natürlich, das auch Kaufkosmetik, welche nicht als Naturkosmetikkonform gilt, sehr gut sein kann. Aber in diesem Fall sehe ich das anders. Die INCI der Hydrolotio sind jetzt wirklich nicht auf die Bedürfnisse von ND-Erkrankten zugeschnitten. Voller PEGs, Mikroplastik ,Paraffin, Silikonölen. Welcher Nutzen ergibt sich aus diesen Substanzen für die Haut? Bis auf die Tatsache, das sie alle reiz/allergenarm sind, fällt mir da nichts ein. Ich bin dafür mittlerweile zu kritisch und aufgeklärt :-*

Liebe Grüße
Lotti

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Re: Emulprot bei Lactoseintoleranz

Ungelesener Beitrag von Rose » 16. März 2019, 13:25

Liebe Lotti,
Danke, ich wollte dir eh noch schreiben, hatte es zeitlich noch nicht geschafft!
Ich muss zugeben, dass ich noch nicht so genau geschaut hatte, oje, ich bin schockiert 🙀!
Das Konzept scheint echt so zu sein, dass möglichst alle Reize vermieden werden. Das hat zumindest bei mir Erfolg, aber es fehlt was!
Danke für die detaillierten Angaben, ich weiß sie zu schätzen!!
Ich selbst fange erst an, immer detaillierter zu lesen und zu verstehen, was alles so in den INCIs steht und gelange immer mehr zu der Auffassung, dass das eigentlich Grundwissen ist, das jeder in der Schule in Chemie lernen sollte.
Liebe Grüße Rose 🌹

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Re: Emulprot bei Lactoseintoleranz

Ungelesener Beitrag von Rose » 16. März 2019, 13:32

Ps. Ich verwendete bisher vor allem die Lipolotion und die Nachtkerzenölcreme
Liebe Grüße Rose 🌹


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Re: Emulprot bei Lactoseintoleranz

Ungelesener Beitrag von Lotti » 16. März 2019, 15:05

Es ist halt frustrierend, daß jeder Mist verkauft werden kann und daß die Vermarktungsstrategien so geschickt sind. Viele von uns befassen sich ja schon sehr lange mit dem Thema Naturkosmetik, Rohstoffen und INCI. Diese Seite und Heikes Forum sind ein Goldschatz, den jeder für sich nutzen kann um dann für sich zu entscheiden. Aber ich habe lange gebraucht, um diese wahnsinnig vielen Infos zu erfassen. Ein Prozess, der sich seit vielen Jahren hinzieht und hoffentlich noch lange nicht abgeschlossen ist. Aber seit dem ich viele Dinge weiß, ist für mich z.B. eine Parfümerie absolut uninteressant geworden. Gutscheine, welche ich gelegentlich mal geschenkt bekommen habe, habe ich einfach weiter verschenkt, weil mich der ganze Krempel nicht mehr die Bohne interessiert hat. Ähnlich verhält es sich mit der "tollen" Apothekenkosmetik, für gaaanz sensible Haut.
Es ist ja auch völlig in Ordnung, zu erwähnen, daß diese Präparate Dir geholfen haben, sie sind ja auch hypoallergen. Und wahrscheinlich auch besser, als so manches selbst zusammengerührte Mittelchen, wo verkeimte Sheabutter mit altem Nachtkerzensamenöl eine unkonservierte Verbindung eingeht :pick:
Aber es gibt bessere Alternativen. Und wahrscheinlich sogar für kleineres Geld im Drogeriemarkt um die Ecke.
In diesem Sinne wünsche ich uns weiterhin gute Erkenntnisse :bingo:
Liebe Grüße
Lotti

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Re: Emulprot bei Lactoseintoleranz

Ungelesener Beitrag von Liphyra » 17. März 2019, 14:44

Liebe Mirabella,

feuchte Haut mit feuchter Wundpflege und trockene Haut eher mit fettlastigeren Cremes ist grundsätzlich korrekt. (Ich habe 2016 eine Neurodermitis-Schulung für Eltern an der Charité besucht und bekam ein gutes Grundwissen über die individuelle Pflege vermittelt. Ganz besonders toll waren die Tipps der Pflegekräfte, die auf den Stationen mit "Neurodermitishärtefällen" arbeiten.)

Der schlimmste Tipp eines Kinderarztes war damals die nässenden Stellen im Gesicht meines Sohnes mit einer Fettcreme "abzudichten"! :schocking:
Auch eine dick aufgetragene vom Kinderarzt verschriebene Zinkcreme (ich würde es eher Paste nennen) trocknete kurzzeitig die nässenden Stellen aus, aber auch die Haut darum rum, so dass es wieder schlimmer wurde.

Die nachfolgende Beschreibung gilt NUR für die Haut meines Sohnes! Bei UNS hat es so geholfen! Viele meiner Rezepturen von damals würde ich heute so nicht mehr rühren!

Bei nässender Haut haben bei uns Bäder mit Heilerde den Juckreiz für mehrere Stunden gelindert und als Pflege eine ganz leichte Lotion (max 25% Fettphase) (ohne Kakaobutter oder Sheabutter, die waren zu abdichtend!) mit Olivenöl, Aprikosenkernöl, Avocadoöl, Arganöl und Nachtkerzenöl geholfen. Außerdem ein Ph-Wert Spray, das hauptsächlich aus Wasser oder Hydrolat bestand und den Ph Wert der Haut auf 5,5 setzten sollte, denn der verändert sich bei einer bakterieller Infektion. Das wurde täglich frisch angerührt und bei Bedarf auf die nässenden Stellen gesprüht und half mehr als Cortison und antibiotische Cremes.

Nach und nach veränderte sich der Hautzustand mehr ins trockene und ich machte die Lotion gehaltvoller mit z.B. Avocadin und Sheabutter und veränderte immer mal ein kleines bisschen die Ölzusammsetzung. Bei Wirkstoffen hilt ich mich an Basisempfehlungen aus Heikes Buch und Dexpanthenol. Bestimmt habe ich mal das ein oder andere getestet, aber immer wieder festgestellt: Die richtige Auswahl an Fetten ist zu Anfang viel wertvoller als viele verschiedene Wirkstoffe.

Inzwischen verwende ich eine Lanolin-Creme mit 50% Fettphase (angelehnt an das "Schäfchen-Creme"-Rezept hier aus dem Forum) und ich bin immer wieder erstaunt was für Fettmengen ich da reinhaue! MEINE Gesichtshaut würde schreiend davon laufen :superirre: Aber es ist gerade im Winder DIE perfekte Creme für meinen Sohn.
Mirabella hat geschrieben:
15. März 2019, 19:40

Welche Erfahrung hast du mit Keimbelastung und Konservierung gemacht? Ich konserviere mit Alkohol und würde gern dabei bleiben.
Bei der Herstellung der Cremes muss sehr sauber gearbeitet werden und z.B. Lotionen fülle ich immer in Pumpspender ab, um sie sauber zu entnehmen. Ich konserviere mit Rokonsal, aber mehr weil das in den Rezepten von Heike vorgegeben war und ich dabei geblieben bin. Außerdem verwende ich keine Creme länger als 4 Wochen. Dann ist sie meist sowie so leer oder ich möchte eine winzige Kleinigkeit anpassen. Oder ich friere die Creme auf Vorrat ein.

Mein Sohn (3 Jahre) ist inzwischen Beschwerde frei. Es sei denn Mami kommt nicht zum Creme rühren und wir müssen gekaufte Cremes verwenden. Dann kann man zuschauen, wie es schlechter wird. Aber wenn Mami brav den Stabmixer schwingt, dann ist seine Haut super!

Nur an meiner perfekten Hautpflege arbeite ich noch. :happy:

Ich kann dir die Beiträge vom Pflanzenölscheich ans Herz legen! Sie waren für mich damals goldwert und ich bin so dankbar, dass es dieses Forum mit all seinem Wissen gibt :yeah: !
Liebe Grüße,
Sinikka

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Re: Emulprot bei Lactoseintoleranz

Ungelesener Beitrag von Mirabella » 17. März 2019, 15:50

Liebe Sinikka,

wow.. vielen Dank für deine ausführliche Antwort. :blumenstrauss:

Also bei der Tochter meiner Freundin ist der Hautzustand meistens eher trocken und dann wirds phasenweise schlechter mit Jucken und Nässen. Erstmal wird alsoo die fettreiche Variante gerührt. Da nehm ich Olivem 900.. is der Ok?

Mich würden jetzt trotzdem noch ein paar Dinge auch f. d. Akutphase interessieren um mich da langsam heranzutasten:

Welche(n) Emulgator(en)/Kombinationen hast du da benutzt.. für die leichte Lotion? Hast du Unterschiede bei verschiedenen Emus festgestellt bzw. bei der Dosierung?

In Kaufprodukten ist oft Cetyl- bzw. Cetarylalkohol enthalten. Hast du den auch mal verwendet bzw. wie verträglich ist der?.. oder e unnötig?

Wie hast du den PH-Wert des Sprays eingestellt? Einfach Milchsäure? Soweit ich weiß haben ja Hydrolate auch immer schon einen bestimmten PH-Wert. Cistrosenhydrolat soll ja gut sein bei ND, das is aber glaub ich sehr sauer. Hast du da Erfahrungen?

Und das Baden mit Heilerde, wie lange habt ihr da gebadet? Prinzipiell wird ja so kurz und so kühl wie möglich empfohlen oder ist das in der Akutphase anders eben wegen dem Prinzip feucht auf feucht?

Ich hoff das ist ok, dass ich dich so löchere. Das Thema hat mich irgendwie gepackt und am interessantesten sind einfach persönliche Erfahrungen.
:bussi:
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Re: Emulprot bei Lactoseintoleranz

Ungelesener Beitrag von Mirabella » 17. März 2019, 16:17

Ach und nochwas.. ändert sich die Pflege von fett zu feucht bereits wenn die Haut juckt oder wirklich erst bei offenen nässenden Stellen?

DANKE und alles Liebe :love:
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Re: Emulprot bei Lactoseintoleranz

Ungelesener Beitrag von Liphyra » 19. März 2019, 19:51

Hallo Mirabella,

Du kannst mich gerne löchern! Ich freu mich, wenn meine Erfahrungen dir helfen können. :blumenfuerdich:

Zu Olivem 900 kann ich dir leider nichts empfehlen, da ich es nie verwendet habe.

Meine leichte Lotion hatte als Emulgator Emulsan mit Cetylalkohol (wurde immer gut vertragen). Da habe ich mit Fettphasen zwischen 25- 35 % gespielt. Je nach dem, welche Fette du verwendest z. B. viel Butter oder wenig, kann sogar eine geringe Fettphase „reichhaltig sein. In meiner eigenen Hautcreme empfinde ich Olivenöl als viel reichhaltiger als z.B. Aprikosenkernöl bei gleicher Fettphase. So kann man lange ein Basisrezept immer wieder anpassen, ehe man eine andere Creme mit einem anderen Emulgator testet.

Gehaltvollere Cremes habe ich mit Montanov 68 hergestellt. (Ich mochte dann den Emulgator nicht so gern, da ich die Menge an Konsistenzgeber lieber selbstbestimmen will. An sich aber ein schöner einfacher Emulgator)

Und jetzt für einen Fettgehalt von 50% verwende ich Lanolin, Wollwachs und Lysolecithin (Schäfchen-Creme-Rezept aus dem Forum.) Diese Creme wird aber nicht von jedem vertragen. Vielleicht liegt es am Lanolin.

Die akute Phase ist, wenn die Beschwerden (meist Juckreiz) mehr werde und es der Haut schlechter geht (trockener, entzündet oder offen, nässend). Meist gibt es Schübe, in denen die Haut akut schlechter wird. Bei uns war es beim Zahnen und nach Impfungen oder Infekten. Das Problem mit der offenen und nässenden Haut hat aber nicht jeder.
Mirabella hat geschrieben:
17. März 2019, 16:17
Ach und nochwas.. ändert sich die Pflege von fett zu feucht bereits wenn die Haut juckt oder wirklich erst bei offenen nässenden Stellen?
Das Ph-Wert Spray habe ich nur bei nässenden Stellen verwendet. Die leichten Lotionen dagegen sowohl im akuten Zustand wie auch zur normalen Pflege. Immer angepasst, so wie die Haut es gerade brauchte.

Mein PH-Wert Spray bestand aus Wasser, Propolis, D-Panthenol, Sodium PCA und Milchsäure. Die Hydrolate habe ich eher in den Cremes verwendet.

Vielleicht finde ich auch noch den Beitrag vom Pflanzenölscheich. Diese Ideen stammen nämlich nicht von mir.

Die Heilerdebäder haben wir in warmen Wasser gemacht, solange mein Sohn daran Spaß hatte. Wenn das Kind gerne badet, dann soll es auch weiter daran Spaß haben dürfen, auch wenn es für die Haut nicht das Beste ist. Danach kann man ja ausgiebig cremen. (Das war auch die Empfehlung bei der Schulung.)

In der Schulung wurde auch erklärt, dass man nicht zu viel Cremen kann! Wir haben früher 8x am Tag gecremt! Der Verbrauch von 100 ml pro Woche ist normal!
Liebe Grüße,
Sinikka

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Re: Emulprot bei Lactoseintoleranz

Ungelesener Beitrag von Liphyra » 19. März 2019, 19:57

Hier ist der Beitrag vom Pflanzenölscheich. Ich finde ja man sollte aus seinen ganzen Beiträgen einen Neurodermitis-Pflege-Ratgeber machen! :daisy:
Pflanzenölscheich hat geschrieben:
19. März 2019, 19:51
1) Ich habe meine Haut sauer gepuffert - mit Milchsäure und Natriumlaktat. Das kann man entweder in Form einer eigenen Lösung machen, die man mehrmals täglich in die betroffenen Hautpartien einmassiert, oder man integriert den Puffer in ein Pflegeprodukt. Emulgatorfreie fettbasierte Varianten, in die man ja keinen (wasserlöslichen) pH-Puffer einarbeiten kann, wie die von Hawe vorgeschlagene, werden Deiner Tochter im jetzigen Hautzustand nach meiner Erfahrung nicht helfen. Allenfalls kann man eine Pufferlösung zusätzlich anwenden oder beim Auftragen anstelle des reinen Leitungswassers verwenden.
2) Für akut infizierte Ekzemhaut können Wirkstoffe, die eine übereifrige Immunantwort dämpfen, wie sie in neurodermitischen Pflegepräparaten gewöhnlich vorkommen, eher kontraproduktiv sein, weil sie die Abwehr der Haut gegen die Infektion noch zusätzlich schwächen. Ich weiß, wovon ich rede: 2011 hatte ich das Gefühl, Nachtkerzen- und Schwarzkümmelöl seien kaputt, weil sie bei mir paradox zu wirken schienen. Sie wirkten aber genau so, wie sie immer wirkten - nur war das in diesem Sonderfall eben schlecht.
3) Gerade bei superinfizierten Ekzemen meinen viele mit natürlichen Stoffen zu scheitern, weil diese Stoffe etwas mit der Haut tun, sie auf die eine oder andere Weise anregen. Stark juckende Ekzeme sind angeregt genug, könnte man meinen. Daher empfehle ich bis zum Sieg über die Infektion eher weniger Okklusives - um einen juckreizsteigernden Wärmestau zu vermeiden. Ein sehr beruhigendes Öl für infizierte Haut ist Macadamianussöl.
4) Solange die Infektion den Juckreiz potenziert, würde ich auch mit allen heilungsfördernden Wirkstoffen sehr vorsichtig sein. Der eigentliche Heilungsprozess ist biologisch nicht umsonst erst dann vorgesehen, wenn das Immunsystem die Wunde von schädlichen Mikroorganismen befreit hat.
5) Zur Unterstützung der Keimtötung habe ich zusätzlich zum sauren Puffer und zum lindernden Macadamianussöl auch Calophyllumöl verwendet, welches für seine antimikrobielle Wirkung bekannt ist.
Liebe Grüße,
Sinikka

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Re: Emulprot bei Lactoseintoleranz

Ungelesener Beitrag von pflanzenölscheich » 19. März 2019, 20:33

Liphyra hat geschrieben:
19. März 2019, 19:57
Ich finde ja man sollte aus seinen ganzen Beiträgen einen Neurodermitis-Pflege-Ratgeber machen! :daisy:
Deine Einschätzung ehrt mich sehr. :bussi:
Es gab einfach eine Zeit, als ich all diese Dinge für meine eigene Haut herausfinden musste - musste in dem Sinne, dass ich andernfalls mit meiner Haut verrückt geworden wäre, wenn ich nichts hätte tun können. Und so habe ich damals (2011 war es am schlimmsten) eben geforscht wie ein Irrer, damit ich vom Juckreiz keiner werde. :kicher:

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Mirabella
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Re: Emulprot bei Lactoseintoleranz

Ungelesener Beitrag von Mirabella » 19. März 2019, 21:45

Oh wow.. danke euch, das sind so unglaublich wertvolle Informationen und Erfahrungswerte!
Im Moment leiden einige Menschen in meinem Umfeld unter ihrem Hautzustand. Erwachsene wie Kinder haben Neurodermitis oder plötzlich auftretende Ekzeme/Ausschläge. Ich selbst habe zum Glück keine ND aber seit Winterbeginn EINE juckende Stelle über das ganze Gelenk des Mittelfingers. Immer wieder reißt die Haut an verschiedenen Stellen. Es tut weh oder juckt höllisch, so dass ich mir am liebsten die Haut abziehen würde. Also wenn ND nur ansatzweise so ist und Menschen das am ganzen Körper haben.. :schocker: .. das find ich empathischerweise unglaublich schrecklich.

Neine Mutter hatte ganz schlimme ND, ich wurde zum Glück verschont und meine Tochter auch. Leider hatte mein Sohn bereits bei der Geburt, vor 5 Monaten, merklich trockene Haut. Dann kamen mit der Zeit diese typisch rot-trockenen Flecken an den Fußgelenken und jetzt kriegt er das auch in den Kniekehlen, am Oberschenkel. Die Wangen sind auch oft trocken und gerötet.
Klar, das sagt noch nix, aber Sorgen mach ich mir schon ein bisschen. Ich hoffe es wird nicht schlimmer. Die Avocadocreme hilft schon mal ganz gut, meine Freundin findet sie auch gut.. Arbeite geistig schon an der leichteren Lotion :) vllt kann ich euch bei Gelegenheit mal das Rezept anschauen lassen. Eure Meinung würd mich sehr interessieren!

@Pflanzenölscheich: Ich suche schon länger in deinen Beiträgen nach solchen "Informationsessenzen" wie die oben zitierten. Leider ist es nicht so einfach diese herauszufiltern. Auf "Rezepturen" und vorallem. auf die therapeutischen hab ich ja noch keinen Zugriff. Aber vllt. kannst du mir einen Tipp geben, wie ich strukturierter an Informationen komme. Wenn ich in deinen Beiträgen nach ND suche, kommt so unglaublich viel, aber halt auch viel nicht so essentielles, dass es schwierig ist, mich in meiner knappen Freizeit da durchzukämpfen :lupe:
Ich glaub ich mach das irgendwie falsch mit dem Suchen :gruebel:
Danke auf jeden Fall, dass du geforscht hast wie ein Irrer und nicht irre geworden bist und jetzt so vielen Leuten mit deinen Ergahrungen das Leben erleichterst. Kann ich gar nicht gscheid in Worte fassen wie ich das finde :knuff: ich habs vergebllich versucht..

Eine Verständnisfrage noch zum Ph-Wert Spray:
Das heißt der Spray selbst hat einen hautähnlichen PH-Wert von 5-5,5, aber durch den Puffer mit Natriumlaktat und Milchsäure puffert er ungewollte Veränderungen des PH-Wertes der entzündeten Haut? Bzw. Sinikka, bei dir war gar kein Natriumlaktat drin.. welchen Ph-Wert hat denn der Spray?
Vllt könntet ihr mir das genaue Rezept bzw. Konzept des Sprays verraten, damit ichs vetstehen kann und selbst umsetzen/anpassen. Das wär großartig!

Und "dem Hautzustand angepasst" heißt dann je trockener und verheilter, desto fetter und je entzündeter und offener, desto feuchter und weniger okklusiv... richtig?

Ich bin euch auf jeden Fall jetzt schon sehr dankbar für alles Geschriebene das hilft mir und einigen Leuten in meiner Umgebung sicher sehr weiter!

Alles alles Liebe :love:
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Liphyra
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Re: Emulprot bei Lactoseintoleranz

Ungelesener Beitrag von Liphyra » 20. März 2019, 12:17

Liebe Mirabella,
Mirabella hat geschrieben:
19. März 2019, 21:45
Und "dem Hautzustand angepasst" heißt dann je trockener und verheilter, desto fetter und je entzündeter und offener, desto feuchter und weniger okklusiv... richtig?
Ja, genau dass heißt es! (Zumindest passt das so bei meinem Sohn.)

Ich habe das mit dem PH-Wert Spray so verstanden: Das Spray an sich hat einen PH-Wert von 5-5,5. Jedesmal wenn man es aufsprüht, wird der ggf. "falsche"- PH-Wert der Haut korrigiert und man schafft ein für Bakterien unpassendes Milieu. Dadurch bekämpft man hautschonend die Entzündung und bakterielle Infektion.
(Seit ich dieses Spray entdeckt habe, braucht mein Sohn kein Cortison mehr. Und wir waren schon an einem Punkt angelangt, an dem auch Cortison nicht mehr half!)

Ich möchte gerne klar stellen, dass ich den Einsatz von Hydrocortison und antibiotischen Cremes bei Kindern im akuten Fall absolut in Ordnung finde! Manchmal reicht es 2 Tage Cortison zu nutzen und dann normal weiter zu pflegen.
Nur wenn man wochenlang mit Cortison cremen muss, weil man aus dem akuten Zustand nicht mehr rauskommt, dann kann "nur"Cortison einfach nicht die richtige Therapie sein!

Ich hoffe ich überlade dich nicht mit den ganzen Infos! :blahblah: Das Ganze ist ein Herzensthema für mich. Wenn ich bedenke, wie sehr mein Sohn gelitten hat mit seinen 6 Monaten und wir Eltern unter unserer Hilflosigkeit.... Ich freu mich sehr, wenn so dem einen oder anderen geholfen werden kann!

Und mach dir bei deinem Sohn keine Sorgen! Selbst wenn er Neurodermitis kriegen sollte, mit einer Mama, die selbst rührt ist das super in den Griff zu kriegen! Wenn meine Kleine (gerade 3 Monate) auch Neurodermitikerin werden sollte, so what? Ich weiß, wie ich pflegen muss und es wird nieeeemals so schlimm werden, wie es bei meinem Sohn der Fall war! :knuff:
Liebe Grüße,
Sinikka

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pflanzenölscheich
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Re: Emulprot bei Lactoseintoleranz

Ungelesener Beitrag von pflanzenölscheich » 20. März 2019, 12:54

Mirabella hat geschrieben:
19. März 2019, 21:45
@Pflanzenölscheich: Ich suche schon länger in deinen Beiträgen nach solchen "Informationsessenzen" wie die oben zitierten. Leider ist es nicht so einfach diese herauszufiltern.
Liebe Mirabella, da sprichst Du einen wunden Punkt an: Das ganze Stückwerk meiner Erkenntnisse (von den Irrungen und Wirrungen meiner eigenen Suche bis hin zu handfesten, deutlich brauchbareren Einsichten) ist unter den tausenden Beiträgen des Forums kreuz und quer verstreut. Dadurch ist mein Werk irgendwie unvollständig geblieben, weil ich nie die Zeit und Energie hatte, eine umfassende, didaktisch gut gegliederte Zusammenfassung zu schreiben.

Und jetzt bin ich selbst schon jahrelang aus der "Hardcore-Praxis" heraußen, weil es meiner Haut inzwischen so gut geht. Meine gesamte eigene Pflege beläuft sich momentan auf Zedernussöl (aber längst nicht jeden Tag), gelegentliches pH-Wert-Puffern (aber wirklich nur als wässrige Lösung, in die ich meistens auch etwas Glycerin gebe) und - falls einmal doch nötig - sehr, sehr gezielte und oft nur einmalig punktuelle Anwendungen der hautärztlichen Kortisonsalbe.

Du siehst also, wie gut es mir inzwischen geht. Bezüglich der Bekämpfung neurodermitischer Hautkrisen fehlt mir nun schon seit Jahren der praktische Übungsgegenstand. :ja:

Was die Suche nach meinen Beiträgen betrifft, kann ich Dir zumindest sagen, dass Du die Beiträge ab Anfang 2012 (als ich meine eigene Haut dann endlich im Griff hatte) meinen früheren Beiträgen tendenziell vorziehen solltest.
Eine Verständnisfrage noch zum Ph-Wert Spray:
Das heißt der Spray selbst hat einen hautähnlichen PH-Wert von 5-5,5, aber durch den Puffer mit Natriumlaktat und Milchsäure puffert er ungewollte Veränderungen des PH-Wertes der entzündeten Haut?
Wenn der Puffer aus Milchsäure und Natriumlaktat das richtige Verhältnis hat (bei 80%er Milchsäure und 50%igem Natriumlaktat wäre das 1:4, auf die Wasserphase bezogen liegt die Milchsäure typischerweise bei 0,5 bis 1%, Natriumlaktat entsprechend bei 2 bis 4%), puffert er nicht auf 5 bis 5,5, sondern auf einen Wert zwischen 4 und 4,5 (4,2, wenn ich mich nicht irre). Das hört sich im ersten Moment viel zu niedrig an, aber ich habe die Idee von einem amerikanischen Dermatologen (Peter M. Elias) abgeschaut, der in einer sehr richtungsweisenden Publikation zur Behandlung der atopischen Dermatitis auf die Wirkung des pH-Wertes eingeht und dazu rät, bewusst niedriger zu puffern, als der physiologische pH-Wert eigentlich wäre.

Der Effekt ist, dass man es den unerwünschten Keimen noch schwieriger macht, zu überleben, und denen, die man haben möchte, gleichsam einen Startvorteil über die anderen einräumt. Der Puffer ist wichtig (also nicht nur reine Milchsäure), damit der hierdurch niedrigere pH-Wert der Haut ein wenig länger stabilisiert wird. Kurzfristige Ungemütlichkeiten vertragen die Infektionskeime nämlich recht gut. Aber einen konstant zu ihren Ungunsten (deutlich) gesenkten pH-Wert verkraften sie viel, viel schlechter. :ja:

Die Haut hingegen verkraftet den niedrigeren pH-Wert einer Pufferlösung auch noch wunderbar. Da musst Du Dir keine Sorgen machen.
:monsieur:

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Mirabella
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Re: Emulprot bei Lactoseintoleranz

Ungelesener Beitrag von Mirabella » 20. März 2019, 20:30

Liphyra hat geschrieben:
20. März 2019, 12:17
Ich hoffe ich überlade dich nicht mit den ganzen Infos! :blahblah: Das Ganze ist ein Herzensthema für mich.
Liebe Sinikka,
nein garnicht! Habe noch ausreichend Kapazitäten zur Informationsaufnahme :fluesterei: ich find auch diese ganzen hautphysioligischen Vorgänge so wahnsinnig spannend!

Gut also ich fasse zusammen bitte um Korrektur bzw. Ergänzung:

- Man kann den Spray einfach mit Milchsäue auf PH-hautneutral bringen, oder aber noch saurer puffern, gemeinsam mit Natriumkaktat um den Effekt zu verstärken
- Die Wirkstoffe werden ganz normal innerhalb der empfohlenen Bereiche dosiert, wie in anderen Lotionen auch
- Mit heilungsfördernden Wirkstoffen (wie z. b. Panthenol?) in der Akutphase eher vorsichtig sein; auch keine Wirkstofföle
- Das Puffern mit Natriumlaktat und Milchsäure ist in jedem Fall vorteilhaft, auch in Lotionen oder Cremen in allen Phasen der ND
- mehr Entzündung weniger Okklusion
- während Akutphase Bad mit Heilerde, leichte Lotionen mit Macadamianussöl bzw. nur das Öl auf die feuchte, mit PH-Wert Spray behandelte Haut auftragen.
- bzgl. Emulgatoren gibt es nichts Besonderes zu berücksichtigen

Vllt. aber eher einhüllende wie Phospholipon im trockenen Zustand und was "durchlässigeres" wie Lysolecithin wenns entzündet ist..? dachte da dann eher an so eine Art Milch zum Sprühen, ohne Wachse und Konsistenzgeber, nur z. B Macadamiaussöl und WP mit Puffer und Glycerin z. B.

Calophyllum und Zedernnuss werd ich mir noch genauer anschauen :lupe:
.. und dann schreib ich mir mal alles zam und mach nen Plan :-a . Wenn das ok ist, frag ich euch dann nochmal um eure Meinung :knutsch:

Habt ihr eig. Phytosterole im der Pflege verwendet? Also du Sinikka nimmst jetzt Wollwachs aber hatten die leichten Lotionen auch Komponenten wie die Barriereschutzbasis, Avocadin oder Phytosteryl Macadamiate dabei? Ceramide solln ja auch sinnvoll sein.. aber ws eher in der nicht akuten Phase zum. Aufbau der Barriere gell?
Und Urea? Habt ihr das verwendet? Wird ja auch in Verbindung mit dem PH-Wert Puffer eingesetzt.. ist das sinnvoll, also speziell auch bei kleinen Kindern?
Ich reagiere meistens recht empfindlich auf Urea, hatte bisher aber auch keine Ahnung vom Puffern :verlegen:

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Mirabella
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Re: Emulprot bei Lactoseintoleranz

Ungelesener Beitrag von Mirabella » 20. März 2019, 20:35

Achja wegen dem Cistrosenhydrolat..
.. wird das deshalb so empfohlen bei ND weil das eben schon so einen sauren PH-Wert hat (3-3,5)..? Könnte man auch einfach damit arbeiten bzw habt ihr das mal ausprobiert?

Ich finds übrigens total großartig, dass ihr eure Haut bzw die eurer Kinder mit der selbstgemachten Pflege so gut in den Griff bekommen habt. Das macht echt Hoffnung und noch mehr Freude an der Sache.. <3
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Re: Emulprot bei Lactoseintoleranz

Ungelesener Beitrag von Rose » 20. März 2019, 23:45

Guten Abend!
Das liest sich ja alles total interessant!! Ich bin dankbar für diesen Thread :knuddler:
Das saure PH-Spray werde ich definitiv auch probieren.

@Pflanzenölscheich: Zedernussöl kannte ich noch garnicht, finde ich nichtmal auf Olionatura. Das ist ja fantastisch, dass du deine Haut so gut im Griff hast. Ich drücke die Daumen für die Zukunft!
Was die Studien und Hautärzte sagen, ist ja, dass Cremen die beste Prävention ist. Faszinierend, dass du dennoch so minimalistisch auskommst! Ein Traum :)

@Mirabella, hast du schon abgeklärt, dass die Beschwerden nicht von Wasch-/Spül-/Putzmitteln, Schimmel, Nahrungsmittel-, Hausstaub- oder sonstigen Allergien kommen?
Man kann viel Schmieren, wenn man solche Ursachen nicht beseitigt.. ich bin zb auf ein Konservierungsmittel, das in allen möglichen Flüssigseifen vorkommt, allergisch 😒.

Vorsicht mit Macadamianussöl und Lanolin, zwar können sie sehr gut wirken, aber sie könnten auch Allergien auslösen. Also vielleicht vor dem Rühren an einer kleinen Hautstelle einzeln vorprobieren!
In meinem Bekanntenkreis existieren solche Allergien, daher..

Cistrosenhydrolat empfinde ich als wohltuend aber bei akuten Stellen nicht genug, möchte es demnächst zusammen mit der BSB probieren.
Urea vertrage ich (bisher) nicht so gut, oft brennt es bei leicht offenen Stellen.

Soviel dazu ;)
Liebe Grüße Rose 🌹

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Re: Emulprot bei Lactoseintoleranz

Ungelesener Beitrag von GartenEden » 21. März 2019, 07:28

Liebe Rose,
ich bin zwar nicht Pflösch, wollte aber noch etwas zum Öl schreiben. Vorsicht mit dem wunderbaren
Rose hat geschrieben:
20. März 2019, 23:45
Zedernussöl kannte ich noch garnicht, finde ich nichtmal auf Olionatura.
Es ranzt bzw. oxidiert schnell und ist dann sicher nicht mehr das richtige bei (dieser Art) empfindlicher Haut. Pflösch hat das mal genauer in einem Thread beschrieben, dass er länger nach frischem Öl gesucht hat....
Finde ich gerade nicht. Gib einfach Zedernussöl in der SuFu hier ein. Gekauft habe ich meines mal hier (vor der Schließung hier zum Probieren.
Viele Grüße, Daniela
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Re: Emulprot bei Lactoseintoleranz

Ungelesener Beitrag von Rosemarie » 21. März 2019, 08:40

Liebe Mirabella, liebe Moderatorinnen,
wäre es möglich, den Thread umzubenennen?
:brille: Um Emulprot und Lactoseintoleranz geht es schon lange nicht mehr und ich befürchte, dass bei dieser Überschrift die wertvollen Informationen nicht ins Blickfeld anderer Betroffener kommen.
viele Grüße
Rosemarie


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Re: Emulprot bei Lactoseintoleranz

Ungelesener Beitrag von Nelli » 21. März 2019, 08:42

GENAU das gleiche, hatte ich auch gerade überlegt zu schreiben! Inzwischen stehht hier wirklich ein Schatz an Wissen und Erfahrungen für Betroffene bzw. die Eltern...
LG Nelli

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