Neurodermitis derzeitiges Pflegekonzept verbessern

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Kraeuterhexlein
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Re: Neurodermitis derzeitiges Pflegekonzept verbessern

Ungelesener Beitrag von Kraeuterhexlein » 25. Januar 2020, 23:56

:knicks: Vielen Dank,so werde ich es machen!
Grüße vom Kraeuterhexlein!

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Beauté
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Re: Neurodermitis derzeitiges Pflegekonzept verbessern

Ungelesener Beitrag von Beauté » 26. Januar 2020, 08:23

Liebes Kräuterhexlein
Einen Hinweis noch zur 1. Rezeptur. Das Emulgatorkonzept wird wohl von 0.5% Cosphaderm X34 profitieren; es wird stabilisieren :klimper:
LG - Beauté
Carpe diem!


Julu
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Re: Neurodermitis derzeitiges Pflegekonzept verbessern

Ungelesener Beitrag von Julu » 26. Januar 2020, 09:33

Hallo liebes Kräuterhexlein,
ich bin leider (noch) nicht versiert im 'Rühren', habe aber einige Jahrzehnte mich und die Meinen mit Alternativmedizin gepflegt. Eine Geschichte möchte ich dir weitergeben:
Vor der Wende haben sich mein Ex-Mann und viele seiner Freunde und Bekannten mangels Ärzten und alternativer Heilmethoden in der ehemaligen DDR zu ihren Dorfheilern begeben, die ihr medizinisches Wissen über Generationen in der Familie weitergegeben haben.
Auch wir haben diese Tradition weitergeführt und haben unsere Kinder und uns zu seiner 'Hexe' Waltraut' gebracht wenn es Probleme gab. Wir sind immer irgendwie gesund heimgegangen.
Irgendwann habe ich meine Freundin und ihren Sohn zu Waltraut mitgenommen. Der 12-Jährige litt seit 3 Jahren an einer quälenden Neurodermitis an den Beinen (hoch bis zum Rumpf).
Sie empfahl ihm, sich abends vor dem Schlafengehen in eine Plastikschüssel in die Badewanne zu stellen, hinein zu pinkeln und immer wieder über 20 Minuten die Beine mittels Waschlappen mit seinem Urin zu befeuchten bis die Hautschuppen aufgeweicht waren. Dann mit einer Bürste die Beine sanft abschrubben ohne die Haut zu verletzen, mit klarem Wasser abspülen und die noch feuchte Haut mit simplem Schweineschmalz einzureiben.
Ich dachte mir damals insgeheim: 'Na, wenn der Junge das macht, fresse ich einen Besen'.... Der Leidensdruck war anscheinend so groß, dass er es machte, konsequent, Abend für Abend. Es hat funktioniert. Nach 2 Wochen schon waren seine Beine fast vollständig geheilt. Wir konnten es kaum glauben!
Ich bin sicher, dass du die Eigenharntherapie kennst und ich habe gelesen, dass du Harnstoff-Salbe wegen der Schmerzen nicht verwenden möchtest. Aber vielleicht kann die Therapie dienlich sein, wenn die tiefen Schrunden mit anderen Mitteln verschwunden sind. Courage!

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Re: Neurodermitis derzeitiges Pflegekonzept verbessern

Ungelesener Beitrag von Kraeuterhexlein » 26. Januar 2020, 11:11

Liebe Beauté, vielen Dank für deinen Hinweis. :daisy: Für Gesichts- und Körperlotionen verwende ich auch eine höhere Konzentration, für die Hände hatte ich es bewusst gesenkt, da der leichte Film, der sich mit Cosphaderm X34 auf den Händen bildet, für mich unangenehm ist. Ich habe dann immer das Bedürfniss, die Hände zu waschen, in meinem Fall nicht zielführend.

Liebe Julu, vielen Dank für deinen Bericht. :blumenstrauss: Ich greife solche alternativen Ansätze auch gern auf, probiert habe ich z.B. schon Eichenrinde (ähnliche Hintergrundgeschichte) oder Basenbäder. Handbäder allgemein mit Malve oder Eisenkraut waren eine Zeit lang eine kurzfristige Hilfe, um die Hände wenigstens wieder bewegen zu können. Langfristig wurde damit möglicherweise das letzte bisschen hauteigener Emulgator rausgewaschen. Ich bin da noch im Lernprozess und muss auch lernen, zu unterscheiden zwischen kurzfristiger Wohltat und langfristigen Konsequenzen. Gestern habe ich durch die Forumsmitglieder wieder viel dazugelernt und viel Input erhalten. Mit offenen Wunden möchte ich die Eigenharntherapie nicht anwenden, ich hoffe auch sehr auf verletzungsfreie Hände.
Grüße vom Kraeuterhexlein!

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Re: Neurodermitis derzeitiges Pflegekonzept verbessern

Ungelesener Beitrag von pflanzenölscheich » 26. Januar 2020, 15:30

Kraeuterhexlein hat geschrieben:
26. Januar 2020, 11:11
Basenbäder
Das würde ich Deiner Haut in diesem Zustand nicht antun. Sie braucht jetzt dringend halbwegs physiologische Verhältnisse - und dazu gehört eben auch der pH-Wert im sauren Bereich, den eine gesunde Haut von sich aus anstrebt.

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Re: Neurodermitis derzeitiges Pflegekonzept verbessern

Ungelesener Beitrag von Kraeuterhexlein » 26. Januar 2020, 16:32

Danke, ich hatte es auch nur einmal probiert und festgestellt, dass es meiner Haut nicht gut tut. Ich bleibe mit meinem Gerührten eigentlich immer im Bereich 4,5 - 5, zu sauer mag meine Haut aber auch nicht, 4 - 4,5 hatte ich auch schon mal probiert. Manchmal greift man nach jedem Stohhalm und manche Wundermittel klingen einfach zu vielversprechend. :verlegen:
Grüße vom Kraeuterhexlein!

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Adorabelle
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Re: Neurodermitis derzeitiges Pflegekonzept verbessern

Ungelesener Beitrag von Adorabelle » 27. Januar 2020, 17:40

Liebes Kraeuterhexlein,

ich kann deine Probleme zwar nicht aus eigener Erfahrung nachempfinden, aber mein Freund leidet genau wie du an Neurodermitis (quasi schon von Kindesbeinen an) und hat sich in den letzten Monaten ein Pflegekonzept zusammengestellt, mit dem er ganz gut zurecht kommt. Er hat sich sehr viele Anregungen und Informationen u.a. aus Pflöschs Erfahrungsberichten geholt (quasi DIE Instanz hier im Forum für ND und nebenbei auch noch Wortakrobat mit verstörender Vorliebe für Lakritze) und dies dann auf seine speziellen Hautbedürfnisse übertragen.
Ich habe mir die Erlaubnis eingeholt, den Beitrag meines Freundes hier zu zitieren. Vielleicht kannst du das eine oder andere für dich übernehmen. Letzten Endes sind die Hautzustände bei ND zu vielfältig, dass es wohl nicht das ultimative Rezept gibt. Aber ein paar Anregungen, Tipps und nützliche Informationen können sicherlich hilfreich sein, die richtige Pflege für deine Haut zu finden.

Ich drücke dir die Daumen und hoffe, dass es deiner Haut und damit auch dir bald besser geht.
:bussi: Wenn du noch Fragen hast, werden wir sie gerne beantworten, sofern wir das können.

Liebe Grüße
Katja
Katja's Schatzi hat geschrieben:Ich habe die Probleme mit trockener Haut, die dann bei entsprechend starker Bewegung / Beanspruchung schön tief einreisst, jetzt eher an den Aussenseiten - aber die Grundproblematik dürfte ja ähnlich sein. Ich erzähle vllt. erstmal, "wo meine Haut herkommt":
Meine Haut (also primär mal natürlich die "ständigen" Neuroherde) ist so gar nicht in der Lage, Wasser zu halten, und auch nicht, sich selbst zu befeuchten. Durchfeuchtung mit NMF-Sprays klappt super - hält nur nicht lange an. (Ist aber toll vor dem Eincremen.)
Ich bin bekennender Wollwachsalkoholiker (im Endstadium) - Phytosteryl Macadamiate überzeugen mich nicht so.
Ich habe da eine ganze Weile rumexperimentiert mit diversen Fettanteilen und auch vielen Emulgatoren.
Quintessenz war bei mir: ich brauche primär mal Feuchtigkeit in der Haut und die muss ich irgendwie festhalten.

Schon eine ganze Weile hänge ich bei einer .. ähmm .. Schüttelmilch fest, die meine Haut wirklich massiv befeuchten kann und das in Sekunden. Ist vielleicht ein etwas merkwürdig anmutendes Konzept - funktioniert für mich aber schon etliche Monate als (alleinige) Dauerlösung.
Grundgedanke ist Lipodermin / Natipide II zum Einschleusen der Hydratisierer - gepaart mit dem Gleitschieneneffekt von Traubenkern- und Avocadoöl - hinterher wird mit Bienen- und Wollwachs abgedichtet :fahne:
Das sich ergebende ist schon recht flüssig und zugegeben nicht ganz einfach zu applizieren. Ich nutze dafür nach längeren und ausgiebigen Tests Gako / Unguator Kruken mit dem kleinen Applikator. (und autoklaviere sie nicht, da danach die Krukenböden nicht mehr ausreichend dicht waren.) Die "Emulsion" ist nur quasi-stabil - vor Gebrauch GUT schütteln sollte man dort ernst nehmen^^
Ich habe bereits mit einigen Emulgatoren oder auch Verdickungsmitteln wie Xanthan versucht, die Emulsion zu stabilisieren oder im Idealfall in eine (richtige) Creme zu überführen (insbesondere unterwegs ist die schon echt schwierig) - das Ergebnis war jedes Mal, dass mir die Befeuchtung nicht mehr ausreichte und die eigentliche Wirkung damit weg war. Da war reine Wollwachscreme bis an die Grenze mit Wasser immer deutlich besser für mich.

Wenn man es weitestgehend kleckerfrei geschafft hat, davon etwas auf die Haut zu bringen, dann zieht die Milch schon nach sehr kurzem Verreiben / Einmassieren merklich an und wird kurz darauf zu dem, was man von WWA und Wachs mit nicht allzuviel Wasser erwarten würde. (Ich habe an der Stelle keinen blassen Schimmer, ob in dem Moment, wo das Lipodermin und etwas Wasser weg ist, endlich die emulgierende Eigenschaft von WWA richtig zum Tragen kommt oder ob da hauteigene Emulgatoren in der noch verbleibenden (dann schon) Creme aufgefangen werden.)
Ist meine Haut arg trocken, dann ist die nach aller spätestens 3-10 Minuten komplett eingezogen - dann wiederhole ich das, bis sie einen (zunächst bleibenden) eingecremten / gefetteten Eindruck macht. (Wäscht man sich zu schnell nach dem "Eincremen" die Hände, dann wirkt das hingegen super austrocknend^^ ... kann man zwar mit erneutem Eincremen begegnen - aber das ist ja nun nicht der Plan. Wenn schon Wasser, dann kaltes - dann sieht man auch direkt, wo die Wachse sind :lupe: )
Als ich die das erste Mal benutzte, dauerte es nur wenige Tage von 'reisst schon bei nur mäßig festem Zufassen' bis hin zur vollen Beweglichkeit auch ohne ständiges Cremen.
Anfangszeit war ein klein wenig schwierig ... kaum hatte die Haut genug Wasser und meine Ölmischung war da auch eher halbgar und ist immer noch fernab von fertig, hat die auch entsprechend gearbeitet - sprich: gejuckt. Hat sich als extrem dumm herausgestellt super-fluidisierte Haut zu kratzen (ich reibe eigentlich mehr - was es nur noch schlimmer macht) .. wenn man vorher quasi die Feile brauchte, dann bleibt da auch nicht viel von übrig^^
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Das "Grundrezept" ist (%-Angaben immer auf gesamt):
~40% Fettphase:
5% Wollwachsalkohole
3,5% Bienenwachs
0,08% Magnolia Extract 98 (als Wirkstoff - nicht als Konservierungsmittel)
Meine Ölmischung bringt dir sicherlich wenig und ist auch zuweilen eine olfaktorische Herausforderung. (Ich habe die mal um einige Öle, die ich unbedingt dabei haben wollte, herum "kreiert" ... wurde dann zunehmend mehr, um eine entsprechende Fettsäurenverteilung zu erreichen)
enthalten sind (u.a.): 4% Traubenkern; 2,66% Avocado; 1,33% Jojobaöl; 4,66% Nachtkerzenöl; 0,5% Tamanuöl;1% Granatapfelkernöl; 0,5% Schwarzkümmelöl

Wasserphase:
3% Natriumlaktat (60%) (primär als Hydratisierer - Puffer ist Bonus)
0,4% Milchsäure (ergibt bei mir dann einen PH von ca. 4,7 +/-)
3% Glycerin
4% Urea
3% Lipodermin / Natipide II
0,5% d-Panthenol

Konservieren mache ich meistens mit Rokonsal (0,3 - 0,4%) ... von Rokonsal war meine Haut anfangs wenig begeistert - ich habe es dann runterdosiert und lasse es nach Möglichkeit auch immer 1-2 Tage stehen (so ich früh genug rühre, dass ich mir das Warten leisten kann^^) - dann stört die das kein Stück mehr.

Dieses "Wasser (und alles andere) reinprügeln" kann man noch mit Alkohol etwas verstärken. Meine ersten Versuche hatte ich nur mit Alkohol (und Magnolia 0,24%) konserviert - insgesamt war es für mich besser, wenn ich den Alkohol nicht sooo hoch ansetze (und dementsprechend mehr Wasser zur Verfügung habe) ... auf 300 Gramm nehme ich hin und wieder gerne bis zu ca. 5-6g Weingeist. (ein "Spruz" hingegen immer)

Meine Haut benötigt so im Mittel 2-3 Wochen, bis sie sich an eine neue Creme gewöhnt hat (die 1. Woche ist jede neue Creme immer Mist) - dementsprechend rühre ich immer 300 Gramm - daher auch die "krummen" Werte bei der Ölmischung :argverlegen: - das ergibt dann nämlich glatte Gramm.

Vitamine setze ich lieber homöopathisch als hochdosiert ein - meine Haut scheint diese Ansicht zu teilen.
Den Anteil von Wollwachs, Bienenwachs, Lipodermin und auch Wasser habe ich für meine Haut über die Zeit so ermittelt - das würde mich wundern, wenn das bei dir 1:1 so hinhaut. (Ölmischung natürlich auch - Amaranthöl z.B. scheint meine Haut aus irgendeinem Grund nicht zu mögen .. oder ich habe es in den Tests damit nur nicht geschafft, die Fettsäuren auszubalancieren - oder die Öl-Charge war Mist oder oder oder)

Da wir hier zu zweit :kleinehexe: - aber jeder für sich und dabei völlig unterschiedliche Konzepte und Ansätze bei natürlich ganz anderen Zielen verfolgen - weiss ich, dass die Verarbeitung fast mehr ausmacht als das Rezept an sich.

Ich rühre die obige wie folgt:
(Also was geht, das autoklaviere ich vorher ... wenn man schon nach dem Motto "macht hoch die Tür, das Tor macht weit" rührt, dann möchte man da doch nur das Nötige einschleusen und nicht alles mögliche)
- Das reine Wasser (abgekochtes Leitungswasser) teile ich in 2 Bechergläser - knapp 2/3 für die kalte Wasserphase (abgedeckt) beiseite stellen (für 300g meist 100g) - den Rest für die heisse Fettphase --> an der Stelle werden dann auch die 300g gesamt klar ... mit 10g Wasser fange ich nicht an, WWA zu emulgieren.
- Wollwachs, Bienenwachs, Magnolia und alle hitzestabilen Öle und Buttern aufschmelzen (parallel dazu das 'heisse' Wasser mit erhitzen)
- das heisse Wasser ins heisse Fett und rühren und damit die WWA schonmal anemulgieren. Ich rühre das immer mit einem Handmixer (und den 'normalen' Rührbesen) ... tröpfchenweise oder alles auf einmal ist bei dieser geringen Wassermenge echt egal. Hochtourig ist eher kontraproduktiv - es ist halt Wollwachs^^. Man muss das auch nicht durchgängig rühren - wichtiger wäre es, auch mal mit einem Glasrührstab zwischendrin den Rand sauber zu rühren - sonst hast du da am Ende eine harte Wachsschicht und bekommst Grissel
... irgendwo bei knapp unter 50° kommt der spannende Punkt, wo die Wollwachs-Magie passiert. Forciertes Abkühlen im Wasserbad bringt recht wenig, da diese Strukturbildung Zeit braucht ... aber wenn man ungeduldig ist und die Wirkstofföle endlich verschaffen will, dann kann man das durchaus auch tun. (bezahlt man aber mit längerem Rühren später^^)
Wenn du zu hochtourig gerührt hast, dann bricht dir Wasser aus ... einfach mit etwas niedrigeren Umdrehungen weiter rühren, bis es wieder eine hübsche Creme ist. :knicks:

Dann die Creme nicht ganz kalt werden lassen, sondern so ab etwas über handwarm (Thermometer ist overkill - anfassen reicht) kommen dann die Wirkstofföle Stück für Stück dazu. (Ich messe die mit Pipetten direkt in das Becherglas) - nach jeder grösseren Menge schön verrühren (Nachtkerze und ähnlich viel mache ich einzeln ... die 0,5% Dinger schon zu zweit oder dritt) - und ab und an an den Rand denken^^. Bei mir besteht die Ölmischung halt zum größten Teil aus nicht hitzeliebenden Ölen (aus dem Kühlschrank)^^ ... da muss ich mich dann etwas sputen, damit die Creme noch warm genug ist, damit sie diese Massen auch noch problemlos aufnehmen kann. (Ich will mich ja auch nicht totrühren^^)
Den Abschluss bildet dann bei mir halt CBD und meine Zedernuss-Experimente - da sollte die Creme eigentlich nur noch ungefähr Raumtemperatur haben - falls nicht spätestens jetzt im kalten Wasserbad parken. (Ich habe leider nicht so ein tolles Öl wie Pflösch .. ich experimentiere da noch mit Zederharz und den ÄÖs davon)

Nun geht es an die Wasserphase ... ist das noch nicht kalt(!), dann in einem Wasserbad noch runterkühlen.
In der Reihenfolge die Wirkstoffe reinrühren (ggf. die Verarbeitungshinweise zu Urea lesen) ... das Natipide verrühre ich mit einem Milchaufschäumer (kein turbo!) ... Mixer möglichst langsam(!) geht auch (scheitert bei mir meistens daran, dass ich ein hohes Becherglas nehme und der nicht reinpasst^^)
Konservierungsmittel haue ich auch oft dort mit rein (und den Spruz Weingeist).

Und dann diese kalte (nach dem Urea ja schon sehr kalte) Wasserphase "schluckweise" in die inzwischen auf Raumtemperatur (oder leicht kälter) temperierte Fettphase. (100 ml werden bei mir ca. 5 'Schluck') ... langsames Rühren macht sich hier besser als schnelles ... aber den Dreh bekommt man raus. Zwischendrin an den Rand denken und mal von Hand diesen (und ggf. den Boden) von etwaigen ausgeschleuderten Wachbeständen befreien. Vor dem nächsten Schluck sollte es schon eine wenigstens halbwegs homogene Creme sein.
Nur keine Panik, wenn du denkst, dass die Creme bricht - das tut sie nicht! ... etwas langsamer weiterrühren, bis es wieder eine homogene Creme wird! Wenn du die Schlucke zuuu gross machst, dann wird es kurz "komisch" - einfach langsam weiterrühren! ... man kann das sicher auch komplett mit der Hand rühren - so man den Tag nichts anderes vorhat^^
Je nach Schluckgröße sieht es bis zum letzten Schluck wie eine schöne Creme aus - spätestens mit dem letzten wird es dann die Milch :superirre:
... für eine reine (und stabile) WWA-Creme ist es 'ein klein wenig' zu viel Wasser (bzw. zu wenig WWA und zu wenig Butter) - aber auch mit weniger Wasser bleibt das nicht stabil. ... mit Lipodermin ist es eh eine Misch-Emulsion - das trennt sich so oder so über die Zeit.
(habe ich am Anfang versucht und aufgegeben - selbst wenn ich die WWA-Creme fest genug und auch Langzeit-Stabil plane, dann trennt die sich eher früher als später, sobald Lipodermin mit ins Spiel kommt)

Beim Abfüllen habe ich die Erfahrung gemacht, dass es besser ist, wenn man alle Kruken gleichzeitig und schrittweise befüllt - es ist halt eine Schüttelmilch^^ .. eine Kruke mit hoher Wasserphase ist zwar auch toll ... dafür ist dann die Kruke mit der höheren Fettphase ggf. nicht so toll - oder andersrum. 300g ergibt bei mir an Unguator Kruken randvoll(!): 2x 100ml (Gako large) + 1x 50ml (Gako medium - die kleine für unterwegs oft ohne CBD und Zeder, die ich in dem Fall erst nach der Wasserphase und nach dem Abfüllen der kleinen Kruke reintue) - noch die letzte Luftblase rausdrücken = fertig ... also müsste das irgendwas bei ca. 350ml insgesamt ergeben.

Es ist halt Wollwachs drin - dementsprechend würde ich von der Aufbewahrung im Kühlschrank dringend abraten. Wollwachs mag keine Temperaturveränderungen und reagiert insbesondere in Richung kälter mit Wasserabscheiden. (Dieses "fester werden" passiert unter Raumausdehnung, wodurch dann ein Teil des Wassers wieder rausgeschmissen wird - das kann man natürlich wieder 'glatt' rühren^^ .. aber der Kühlschrank ist eh einer der keimigsten Orte im Haushalt (der keimigste ist nebenbei die Computertastatur! :schocker: ... Toilette kommt erst ein gutes Stück später^^) - da möchte man jetzt nur ungern stehendes Wasser haben (wobei tatsächlich die Fettschicht oben schwimmt) :muslima: )
... ich schüttel die Aufbewahrungskruke eigentlich auch immer mal zwischendrin - aber soooo lange steht die bei mir auch nicht rum :faxen:

Als Neuro habe ich von dem Zeug einen recht hohen Durchsatz ... wenn man sauber schafft, dann passiert in den 2-3 Wochen nicht so viel in der passenden Kruke. (halt Topitec für Cremes oder Unguator für 'flüssigeres') .... Monate würde ich das jetzt eher nicht rumstehen lassen - bzw. dann deutlich höher konservieren. (in der Zeit hat die sich aber eh getrennt)
Liebe Grüße, Adorabelle

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Re: Neurodermitis derzeitiges Pflegekonzept verbessern

Ungelesener Beitrag von Helga » 27. Januar 2020, 19:03

Adorabelle hat geschrieben: aber mein Freund leidet genau wie du an Neurodermitis (quasi schon von Kindesbeinen an) und hat sich in den letzten Monaten ein Pflegekonzept zusammengestellt, mit dem er ganz gut zurecht kommt.
Als ich las ".. bin bekennender Wollwachsalkoholiker", der Schreibstil Deines Freundes gefällt mir gut und ich dachte, schade dass Schatzi hier nicht angemeldet ist, er ist Pflösch ebenbürtig und wir könnten wundersame, erhellende, köstliche Dialoge der beiden lesen :wink:
Liebe Grüße und noch einen schönen Tag :-)

Helga

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Re: Neurodermitis derzeitiges Pflegekonzept verbessern

Ungelesener Beitrag von Kraeuterhexlein » 27. Januar 2020, 22:25

Liebe Katja, lieber "Schatzi", vielen, vielen Dank! :bluemchen: So eine ausführliche Beschreibung! Und ich habe zu Glück gerade Wollwachsalkohol bestellt, Magnoliaextrakt ist auch mit im Paket. Allerdings hatte ich mich bei der Konservierung für Leucidal® SF Complete entschieden, ob es damit auch geht? Alles andere wäre da, sogar CBD (2,8 %) :hase: Gestern habe ich mein neues Fluid gerührt, 50ml, die ganze Küche aufs Sorgfältigste desinfiziert, nun steht das neue Schätzchen im Spender im Kühlschrank, der Konservierer ist ja noch nicht da.
Meine Haut benötigt so im Mittel 2-3 Wochen, bis sie sich an eine neue Creme gewöhnt hat (die 1. Woche ist jede neue Creme immer Mist) - dementsprechend rühre ich immer 300 Gramm
Das gibt mir jetzt zu denken, Geduld ist ja nicht gerade meine Stärke. :seufz: Um das aktuelle Fluid beurteilen zu können, werde ich es noch ein Weilchen testen, sonst wäre es ja umsonst und ich kann im Nachhinein gar nicht sagen, ob es bei mir wirkt. Aber ich habe genauso das Problem, dass viel Feuchtigkeit in die Haut muss, ohne Feuchtigkeit bleibt das Fett einfach draußen, sieht dann aus wie altes, fettiges Butterbrotpapier. :cry: Deine Beschreibung klingt super, ich werde die Variante bestimmt probieren. Gerade scheint meine Haut ein bisschen entzündet zu sein, es ist alles wieder mal sehr schmerzhaft. Bei mir hängt es auch von der Ernährung ab, so dass ich gerade meine zweite Suchdiät mache. Wenn es dann mal wieder schlechter wird, habe ich die freie Auswahl: Essen, Stress oder Pflege. :wall: Aber das kennen wohl alle Neurodermitisgeplagten. Ich danke euch nochmals sehr! :blumenfuerdich:
Grüße vom Kraeuterhexlein!

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Re: Neurodermitis derzeitiges Pflegekonzept verbessern

Ungelesener Beitrag von Adorabelle » 28. Januar 2020, 10:34

Liebes Kräuterhexlein,

es freut mich, wenn Schatzi dir helfen konnte. Zum Konservierer kann ich nicht allzu viel sagen - ich habe ein wenig nachgelesen. Heike erwähnt ihn ebenfalls kurz hier . Er scheint nun ein breiteres Spektrum abzudecken - also mittlerweile auch gegen Schimmel zu wirken (was bei Leucidal SF noch nicht der Fall war).

Einen Tipp würde ich dir noch geben wollen, der auch schon in obigem Beitrag in einem Nebensatz erwähnt wird und m.E. nach wirklich wichtig ist: der Kühlschrank ist ein Hort für Bakterien. Wenn du Creme auf Vorrat gerührt hast und sie kühl lagern möchtest, würde ich sie in einem (hermetisch abgeklebten) Gefrierbeutel in den Kühlschrank stellen. Wenn du deine Creme täglich nutzt und sie konserviert ist, muss sie nicht in den Kühlschrank (abgesehen davon weiß ich auch nicht, wie insbesondere die sehr fetthaltige Creme auf den ständigen Temperaturwechsel reagiert: Stichpunkt Wasserabscheidung).

Ich hoffe, es geht dir schnell wieder besser und drücke feste die Daumen, dass du bald das für dich passende Pflegekonzept findest. Es kann ein bisschen dauern, aber am Ball bleiben lohnt sich! Und immer schön alles dokumentieren (besonders wichtig für Hasenhirne wie mich :klimper: ) :heike:

Liebe Grüße
Katja
Liebe Grüße, Adorabelle

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Re: Neurodermitis derzeitiges Pflegekonzept verbessern

Ungelesener Beitrag von pflanzenölscheich » 28. Januar 2020, 12:14

Adorabelle hat geschrieben:
28. Januar 2020, 10:34
Wenn du deine Creme täglich nutzt und sie konserviert ist, muss sie nicht in den Kühlschrank
Es kommt auf die Zusammensetzung der Fettphase an. Dabei geht es nicht um Verkeimung, sondern um Oxidation. Gerade für entzündliche Hautzustände empfehlen sich zum Beispiel signifikante Anteile von Ölen mit Linolensäuren. Diese würde ich mir nicht ins warme Badezimmer stellen. Da ist eine gleichmäßig kühle beziehungsweise gekühlte Lagerung sicherer.

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Re: Neurodermitis derzeitiges Pflegekonzept verbessern

Ungelesener Beitrag von Kraeuterhexlein » 28. Januar 2020, 16:12

Liebe Katja , lieber Harald, vielen Dank für die konstruktiven Hinweise. Dann werde ich mal eine Kühlschrankputzaktion starten und mir eine regelmäßig zu desinfizierende Box für die Kosmetika in den kühlen Schrank stellen. Der Plan ist eigentlich ein extra Kühlschrank, nur für Kosmetik :superirre: (wäre dann doch zu schön) und Getränke, der jetzige ist ein bissel zu klein.
Dann muss ich wohl noch in die Tiefe gehen :lupe: um für die selbst gerührten Schätzchen das jeweils richtige zu Hause zu finden.
Jetzt noch ein kurzer Zwischenbericht: Gegen die akuten Entzündungen und Schmerzen musste ich gestern intervenieren, Tannolact ist mein Kortisonersatz, nach zwei Handbädern geht es schon bedeutend besser. Die "Neue" macht sich auch ganz gut, möglicherweise tut auch der Traubenzucker seinen Teil dazu, es sind keine riesigen Sprünge aber eine ganz vorsichtige Verbesserung glaube ich zu erkennen.
Grüße vom Kraeuterhexlein!

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Re: Neurodermitis derzeitiges Pflegekonzept verbessern

Ungelesener Beitrag von Adorabelle » 28. Januar 2020, 21:19

pflanzenölscheich hat geschrieben:
28. Januar 2020, 12:14
Dabei geht es nicht um Verkeimung, sondern um Oxidation
Ist denn Sauerstoff nicht entscheidender als die Temperatur? Hier wird ja alles " airless" verpackt. :gruebel:


LG Katja
Liebe Grüße, Adorabelle

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Re: Neurodermitis derzeitiges Pflegekonzept verbessern

Ungelesener Beitrag von pflanzenölscheich » 28. Januar 2020, 23:53

Zur langen Erklärung, die nun folgt, gibt es unten auch noch ein Fazit. :monsieur:
Adorabelle hat geschrieben:
28. Januar 2020, 21:19
Ist denn Sauerstoff nicht entscheidender als die Temperatur? Hier wird ja alles " airless" verpackt. :gruebel:
Das gilt nur, wenn Du eine reine Fettmischung hast, die nichts zum Weiterreagieren enthält - also weder Sauerstoff, noch Peroxide (Aber beachte die Peroxidzahl in jedem Analysezertifikat, die nie null ist), noch aus Peroxiden mittlerweile entstandene Folgeprodukte wie Aldehyde und Ketone.

Die Temperatur bestimmt die Reaktionsgeschwindigkeit - was relevant ist, wenn etwas da ist, das reagieren kann. Ein Fett mit TOTOX ("Total oxidation": Peroxidzahl mal zwei plus Anisidinzahl) gleich null könnte man wohl auch bei 50°C lagern und es würde nichts passieren - falls in diesem Fett auch kein Sauerstoff gelöst wäre (siehe unten). Aber das ist, wie im vorigen Absatz gesagt, in unserem Fall nicht die Ausgangslage.

Und bei einer Emulsion ist in der wässrigen Phase immer auch etwas Gas (und damit auch Sauerstoff) gelöst. Durch die Dispersion, die ja das Ziel des Emulgierens ist, entsteht außerdem eine viel größere Grenzfläche und damit Angriffsfläche für im Wasser gelösten Sauerstoff, als das sonst mit einem nicht dispergierten Fett der Fall wäre. Zusätzlich dokumentiert diese Arbeit, dass Sauerstoff in Öl fünfmal so löslich ist wie in Wasser.

Diese beiden Faktoren gemeinsam (und noch andere, die in wir diesem alten Thread schon einmal ansatzweise diskutiert haben) ergeben, dass Du Dich bezüglich Lipidoxidation selbst mit einem Airless-Spender nicht so ganz sicher fühlen solltest wie bisher.

Je gesättigter das Fettsäurespektrum natürlich ausfällt, desto weniger Oxidation (wenn man nicht gerade mit einem geeigneten Katalysator wie etwa bestimmten bakteriellen Enzymen nachhilft) ist überhaupt möglich.

Fazit:
Der Airless-Spender verbessert die oxidative Situation des Produktes - gar keine Frage -, aber er kann nichts Oxidatives beziehungsweise Radikalkettenreaktionen Begründendes aufhalten, das im Produkt bereits vorhanden ist. Diese Radikalreaktionen laufen direkt proportional zur Temperatur immer schneller ab. Daher ist es auch bei Airless-Spendern nicht völlig egal, bei welcher Temperatur man sie aufbewahrt.

Wie groß das Oxidationsrisiko auch in einem Airless-Spender noch ist, hängt freilich auch vom Sättigungsgrad des im Produkt vorliegenden Fettsäurespektrums ab. Wenn man Linolensäuren therapeutisch einsetzt und sie damit höher dosiert als in normalen kosmetischen Produkten üblich, bin ich persönlich aus den bisher genannten Gründen vorsichtig und kühle das Produkt dann lieber.

Jetzt kennst Du meine Gründe. Jetzt kannst Du auf deren Grundlage selbst entscheiden. :monsieur:

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Re: Neurodermitis derzeitiges Pflegekonzept verbessern

Ungelesener Beitrag von Kraeuterhexlein » 29. Januar 2020, 22:33

Lieber Harald, danke für die ausführliche Erklärung, für mich als Rührküken gibt es noch verdammt viel zu lernen.

Liebe Katja, ich hab da noch ein paar Fragen:
Durchfeuchtung mit NMF-Sprays klappt super - hält nur nicht lange an. (Ist aber toll vor dem Eincremen.)
Das handhabe ich genauso, woraus besteht "Schatzis" NMF-Spray?
Unguator Kruken
Was ist der Vorteil dieser Kruken?
Und immer schön alles dokumentieren
Danke für den Hinweis, ich habe am Anfang viel zu wenig aufgeschrieben und das war nicht gut. Mittlerweile bin ich konsequenter aber leider immer noch nicht durchgehend. :-a
Grüße vom Kraeuterhexlein!

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Re: Neurodermitis derzeitiges Pflegekonzept verbessern

Ungelesener Beitrag von Adorabelle » 30. Januar 2020, 07:58

Guten Morgen lieber Pflösch,

du hast keine Ahnung, was du mit deinem Beitrag bei uns zu Hause ausgelöst hast. :schocker: Aber zunächst einmal ein großes Dankeschön für deine - sogar für mich - verständlichen Erklärungen. :achso: Ich bin sicher nur bedingt betroffen, weil meine Cremes a) in kleineren Chargen gerührt werden, spätestens nach 4 Wochen aufgebraucht sind und b) mehrfach ungesättigte Öle oder auch reine Wirkstofföle bei mir nur ganz gering dosiert zum Einsatz kommen, bestenfalls als reines Öl abends nach der Gesichtsreinigung. Dennoch mache ich mir nun auch meine Gedanken, wie ich meine Cremes künftig optimaler aufbewahren kann.
Schatzi meinte gestern im Verlauf unserer Diskussion, dass es schon fast eines "Kernchemikers" bedürfe, um das alles vollständig zu verstehen. :superirre: Und wenn er diese Informationen von allen Seiten beleuchtet, recherchiert, nebenbei sein nun infrage gestelltes Pflegekonzept umzustellen versucht, dann würde er sich gerne noch weiter mit dir darüber austauschen und diskutieren.

Einen schönen Tag und liebe Grüße
Liebe Grüße, Adorabelle

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Re: Neurodermitis derzeitiges Pflegekonzept verbessern

Ungelesener Beitrag von Adorabelle » 30. Januar 2020, 08:15

Kraeuterhexlein hat geschrieben:
29. Januar 2020, 22:33
Was ist der Vorteil dieser Kruken?
Liebes Kräuterhexlein, :hallihallo:

der Vorteil besteht darin, dass du die Dose zum Auftragen der Creme nicht öffnen musst, sondern diese durch Drücken des Bodens nach oben (so, wie bei den klassischen Unguatorkruken aus der Apotheke) durch den aufgesetzten Applikator auf die Haut applizierst. Die Kruken und Aufsätze gibt es in verschiedenen Größen, so dass du bspw. eine kleinere davon abfüllen kannst (es gibt für die Kruken eine "Krukenkupplung", mit der du zwei Gefäße verbinden und so die Creme von einer in die andere Dose geben kannst, ohne dafür die Kruken öffnen zu müssen.

Zum NMF Spray kann ich leider (noch) nichts sagen. Wenn das Rezept unter Berücksichtung der von Pflösch genannten Fakten immer noch so Bestand hat, wird mein Freund sich bestimmt noch einmal hier melden.

Bis dahin liebe Grüße
Liebe Grüße, Adorabelle

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Re: Neurodermitis derzeitiges Pflegekonzept verbessern

Ungelesener Beitrag von pflanzenölscheich » 30. Januar 2020, 16:04

Adorabelle hat geschrieben:
30. Januar 2020, 07:58
Ich bin sicher nur bedingt betroffen
Ich wollte in diesem Thread hier vor allem so ausführlich darauf hinweisen, damit Kräuterhexlein nicht oxidative Probleme mit einer Rezeptur auf kranker Haut bekommt und dann irrtümlich denkt, sie vertrüge eine gewisse Zutat nicht.

Am Anfang empfehle ich deshalb einen ziemlich vorsichtigen Lagerungsansatz. Wenn eine gute Rezeptur gefunden ist, kann man immer noch schauen, ob auch eine weniger kühle Lagerung mit ihrer potenziell höheren Oxidationsrate für die Haut noch im Rahmen liegt. Diese Hinweise gelten vor allem für therapeutisch aufgebaute Produkte, die aktiv zur Entzündungshemmung beitragen sollen.

Am Anfang also, wenn man überhaupt noch sucht, was eigentlich wirkt und gut hilft, würde ich (Das ist meine persönliche Empfehlung) den Faktor Lipidoxidation möglichst gering halten und ihn damit als Fehlerquelle ausschließen.
:monsieur:
Schatzi meinte gestern im Verlauf unserer Diskussion, dass es schon fast eines "Kernchemikers" bedürfe, um das alles vollständig zu verstehen. :superirre:
Chemie ist schon im Spiel - in dieser erstaunlichen Chemiefabrik namens Haut. Und je schlimmer ihr Zustand, desto mehr gibt es auch zu beachten. Aber nach einer gewissen Eingewöhnungsphase bekommt man einen hinreichenden Überblick. Und für den "Hausgebrauch" ist das genug. :ja:

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Re: Neurodermitis derzeitiges Pflegekonzept verbessern

Ungelesener Beitrag von Adorabelle » 30. Januar 2020, 22:21

Kraeuterhexlein hat geschrieben:
29. Januar 2020, 22:33
Das handhabe ich genauso, woraus besteht "Schatzis" NMF-Spray?
Katja's Schatzi hat geschrieben: Das sind nur die Hydratisierer ... wie auch in meinen Cremes:
3% Natriumlaktat
3% Gylcerin
4% Urea
Milchsäure ... ich stelle die immer etwas saurer ein - das steht quasi neben der Seife^^
Früher habe ich es mit Alkohol konserviert - war mir aber dann gefühlt etwas zu "stark" (da werde ich also runterdosieren bei den Befeuchtern bzw. diese nur auf das reine H2O beziehen) - die letzten beiden mit Rokonsal - das flockte aus und werde ich eher nicht wiederholen.

Rein in einen Pumpspray - das war es schon.

Ich hatte da auch mal mit Vitaminen experimentiert ... fand ich irgendwie nicht so toll - aber da habe ich den starken Verdacht, dass ich die Vitamine "zu hoch" dosiert hatte. :pfeifen:
Bei diesen "Einsatzkonzentrationen" muss man halt auch ein kleines bisschen nachdenken - nämlich: wieviel setze ich davon ein! Nicht in % im Produkt - sondern wieviel von dem Produkt pro Tag oder Zeiteinheit auf welcher Köperfläche?

Wenn jemand 50g Creme rührt und die in 3-4 Wochen aufbraucht, dann sind das 2g pro Tag.
Wenn ich 300g in 3 Wochen 'vernichte', dann sind das schon eher 15g pro Tag.
Und dann muss man sich noch fragen, auf wieviel Körperfläche (cm²) man das Gros davon verteilt. (Die Stellen, die am meisten abbekommen, sind dann doch sehr oft begrenzt)

Hat man eine EK von 1%, dann bekommt der mit den 2g also 20mg pro Tag - und das eventuell noch auf eine recht grosse Fläche.
Ich bekomme davon dann schon 150mg pro Tag und das Gros davon ganz gewiss auf eine stark begrenzte Fläche ... da kommt man dann auch extrem fix an Werte ran, die nie jemand als sinnvoll erachtet hat.
Bei den "Wirksamkeitsstudien" wo am Ende eine EK abgeleitet wird, muss man auch immer ganz genau hinschauen, wie oft die welche Mengen bekommen - und das auch mal explizit runterrechnen. (Und insbesondere Vitamine sind nicht unbegrenzt toll! ... inzwischen dürfte jedes (auch die wasserlöslichen) Vitamin wenigstens im Verdacht stehen, überdosiert krebserregend zu sein - wobei man auch zeitgleich bedenken muss, dass, so man einen expliziten und lokal begrenzten Mangel davon hat, man auch einen höheren Bedarf haben könnte und das alles dann sehr schnell extrem relativ wird)

Ich hatte da auch mal mit Lipodermin drin experimentiert (bis 2% glaube ich) ... hat mich am Ende nicht umgehauen. Geht natürlich schon schneller in die Haut - bleibt bei mir nur nicht lange da :cry:
Kraeuterhexlein hat geschrieben:
29. Januar 2020, 22:33
Was ist der Vorteil dieser Kruken?
Katja's Schatzi hat geschrieben: Der Link vorhin hat nicht so geklappt: einer wäre: viewtopic.php?f=3&t=24079

So richtige "Kruken" - also Reingreif-Tiegel sind natürlich beim Selbermachen eher doof (auch wenn sie noch so bequem sind). Das verkeimt echt fix - übermäßig viel Luft wollen wir auch nicht - also "Airless".

Die ganzen Airless-Systeme sind nichts für richtig festes - also so in Richtung Salben / Balsam. Das muss schon noch irgendwie "flüssig" bzw. niederviskos sein.
Die "kosmetischen" Airless-Spender sehen zwar alle toll aus - fand ich nur für mich wenig praktikabel. Die, die ich gesehen und getestet hatte, waren alles Pump-Systeme, womit es schon recht flüssig sein muss, damit das funktioniert - die Self-Closing-Variante klingt zwar toll, aber wenn man entsprechend viele Wachse drin hat, dann kommt da auch ganz fix nicht mehr so viel raus. (Reinigen war auch schwierig - von einem haben Teile nichtmal die Geschirrspülmaschine überlebt.)

Topitec sind Schraubkruken - da wird der Krukenboden auf einer Spindel nach oben geschraubt. Die sind oben "gerade" - gibt es zwar auch Applikatoren zum Einklicken (finde ich .. ähmm ... unpraktisch).
Unguator ist das gleiche Prinzip - nur wird hier mit der Hand / dem Daumen gedrückt und nicht geschraubt. Die haben oben einen "Knubbel" wo ein kleiner Deckel oder Apllikatoren aufgeschraubt werden bzw. verschieden grosse Düsen reingedrückt werden (und dann zugeschraubt).
Das sind beides als "Systeme" für Apotheken gedacht - da gibt es auch passende Rührautomaten für (im 4 stelligen Bereich aufwärts^^ - die sind NATÜRLICH nicht kompatibel miteinander - auch wenn es die gleiche Firma ist^^).
Die kleineren Unguator (100ml und kleiner) gibt es als "Gako" auch für 'Endkonsumenten'. Der Shop von denen hat viele Bilder^^
Vom Gako-Blade /-Mix (der Rührer) würde ich eher abraten (wenigstens am Anfang) - das Ding ist nicht ohne. Erstmal ist es echt riesig, was aber noch kein Problem ist - man kann damit echt nur bis 100 ml rühren (da ist echt Ende - der Schaft ist nicht lang genug für die 200ml Unguator-Kruken und der lange Unguator-Schaft passt nicht an den gako-Blade) ... mit den "Einweg"rührern entwickelt das Scherkräfte jenseits von Gut und Böse (und dementsprechend heiss wird auch die Mixtur^^ ... "Einweg" muss man da nicht soooo ernst nehmen - die halten schon 'etwas' länger) ... die Flügelrührer habe ich nicht (braucht man für jede Kruke natürlich einen extra und gleich mit Schaft ... na von irgendwas wollen die ja auch leben^^) ... mag sein, dass die auch 'kälter' rühren können.

Bei (festeren) Salben oder Balsam sind die alle nicht mehr so geeignet. (und schon gar nicht in grösseren Ausführungen wie 200ml oder grösser (das habe ich ausprobiert) ... mit 50ml oder so mag das evtl. noch funktionieren (das habe ich noch nicht getestet))
Topitec finde ich total genial für Cremes - also alles was schon deutlich viskoser als reine Milch oder wirklich flüssig ist. Der Schraubmechanismus erlaubt halt auch ein zurückschrauben (in Grenzen) - je nachdem wie die Konsistenz ist, muss man halt erstmal etwas Druck aufbauen, bis da oben 'was rauskommt - das kommt dann auch solange, bis der Druck wieder weg ist. (und dann macht frühzeitiges Druckentlasten "unten" schon Sinn, bevor man oben die dreifache Menge hat und sich das "sinnlos" irgendwo hinschmieren muss.) ... und genau das geht mit dem "von Hand drücken" bei Ungutor eher nicht (wobei es auch "Dosierer" geben soll, die immer nur eine feste Menge rauslassen)

Bei allem was flüssiger ist, ist Gako / Unguator mein Favorit - primär mal wegen der Applikatoren und Vario-Düsen.
Bei Unguator gibt es eine Krukenkupplung, womit man 2 Kruken miteinander verschrauben kann und dann "airless" z.B. von einer Kruke (z.B. 200ml Unguator) in eine andere (z.B. Gako medium) umfüllt. Das klappt echt sehr gut.

Weder bei Unguator noch bei Topitec würde ich die Krukenböden autoklavieren. (Es ist immer ein dezenter Hinweis des Herstellers, wenn man die im 100er Packen einzeln nachkaufen kann - müsste aber auch beides PET und nicht PP wie die Kruke selbst sein) .. die Variodüsen machen auch nicht den Eindruck, als ob sie mehr als Spülmaschine erdulden möchten.
Die Applikatoren sind ein klein wenig doof zu säubern ... da muss man schonmal von Hand ran - nur Spülmaschine tut spätestens bei den Deckeln der Spitzen eher gar nichts.

Gibt bestimmt auch noch tolleres oder tollere Systeme - bei mir muss es primär mal praktisch sein.
Katja's Schatzi hat geschrieben: Lieber Pflösch,
Wirklich vielen Dank für deinen Post und die Erklärung dazu. :argverlegen:

Das hat bei mir tatsächlich längere Denkblockaden verusacht :superirre:
Denn:
pflanzenölscheich hat geschrieben:
28. Januar 2020, 23:53
Jetzt kennst Du meine Gründe. Jetzt kannst Du auf deren Grundlage selbst entscheiden.
Katja's Schatzi hat geschrieben: Ich fürchte jedoch, ich kann das leider nicht :vollirre: ... und ich fürchte auch, dass ich damals (als ich mir darüber einen Kopf machte) auch meine bessere Hälfte für alle Zeiten 'versaut' habe. :popohauen:

Das *witzige* an der Geschichte ist, dass ich genau auf dem von dir verlinkten Thread in Verbindung mit einem über das Einfrieren von Ölen und natürlich mangelndem Wissen bzw. - was wesentlichen gefährlicher ist - Halbwissen zu einem völlig konträrem Schluss gekommen bin :schocker: ... und ich mache mich wirklich 'affig' mit meinen (vielen) Wirkstoffölen und der Verarbeitungstemperatur und verpacke das nahezu luftdicht ... also das beschäftigt mich schon.

Irgendwie habe ich da wohl die Reaktionskinetik völlig falsch eingeschätzt und das wäre schon arg doof, denn das ist ja doch schon grundlegend.
Also bevor du oder - wesentlich wichtiger - irgendein anderer auf den schmalen Grat kommt und denkt, dass ich auch nur den Hauch einer Ahnung hätte, dann möchte ich vorausschicken: Ahnung habe ich keine - aber davon ganz viel! Chemiekenntnisse kommen aus der Schule (und nur daher) und das ist lange her und auf dem Lehrplan stand primär mal Anorganik. (.. und Bio habe ich abgewählt, sobald ich konnte^^)

Die Studie konnte ich leider nicht im Volltext abrufen :cry: und DAS ist echt schade, da mich die Henrykonstante von Sonnenblumenöl (oder einem anderen Öl) durchaus brennend interessieren würde (tatsächlich die komplette Kurve davon und weniger die Konstanten^^). Ist jetzt zwar nicht vergleichbar, aber wir hatten mal ganz am Anfang Jojobaöl in den Kühlschrank getan. Als ich beim Erwärmen (auf Raumtemperatur - nur marginal mit den Händen 'forciert') dann Luftbläschen aufsteigen sah (wurde nicht geschüttelt - stand aber in der Kühlschranktür - also wurde schon entsprechend bewegt :gruebel: ), da gingen bei mir alle Alarmglocken an. :schocking: (und aufgrund völlig anderer Dinge kenne ich die Löslichkeit von Gasen in Wasser in Abhängigkeit von der Temperatur recht gut)

Ich bin bei Wollwachs-Cremes im Kühlschrank aber auch vorgeschädigt aus tiefsten Kindheitstagen ... ich habe das halt schon seit "immer" ... wenn man sein ganzes Leben irgendetwas auf eine Art macht, dann hinterfragt man das nie ernsthaft - einiges ist halt auch einfach nur falsch!

Da ich fürchte, dass ich die Wirkung von oxidierten Ölsäuren insbesondere bei meiner Schüttelmilch gar nicht direkt nachvollziehen kann und ich mir auch - wenn ich da nochmal deinen Beitrag zum oxidativen Stress durch Licht beu Neurohaut lese - nicht sicher bin, ob ich oder Schatzi da nun der geeignetere Indikator für wären, dann mangelt es mir wohl auch an Möglichkeiten, dass einfach mal auszuprobieren. ... erschwerend kommt hinzu, dass meine Forumlierung halt auch so ihre Probleme mit Temperaturveränderungen hat und es dann wohl auf öfter rühren hinausläuft.

Wenn ich darf, dann würde ich da gerne mal meine wirren Gedanken zum Thema (wenigstens etwas) ordnen und vllt. kannst du da mal drüber schauen, ob meine Sorgen da gar keinen Einfluss haben bzw. vllt. sogar an welcher Stelle ich den grundlegenden Denkfehler habe.

Ist jetzt ja auch nicht völlig Off-Topic und eventuell sogar interessant für Kraeuterhexlein, da es dann ja doch auch um Antioxidanzien geht und letztlich ja auch um die passende Ölmischung. :mixine:
Liebe Grüße, Adorabelle

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Re: Neurodermitis derzeitiges Pflegekonzept verbessern

Ungelesener Beitrag von Kraeuterhexlein » 30. Januar 2020, 23:17

Hallo ihr Lieben,
ich hatte mir von meinem heutigen Arztbesuch bei einer neuen Hautärztin viel versprochen, Fachärztin für Hautkrankheiten und Naturheilverfahren und von vielen hochgelobt. Zuerst ging schief, dass ich bei einer anderen Ärztin der Praxis gelandet bin. Dann soll ich die Creme, die vor einem Jahr schon nicht geholfen hat, wieder schmieren (Protopic). Als nächstes hat sie mir "Erdöl" mitgegeben, mein Rezept hat sie aber wenigstens angeschaut und genehmigt. Sie will noch weitere Allergietests mit mir machen, ich hoffe, keine überflüssigen. Und sie hat Lichttherapie erwähnt, hat das schon mal jemand probiert?
Meine Lotion ist schon fast leer, also reiche ich nicht mal eine Woche mit 50 ml. Was würdet ihr sagen, sollte ich in diesem Fall trotzdem konservieren, ich habe jetzt Leucidal SF Complete und Magnolia Extract 98 da. Ist es eine unnötige Belastung der gestressten Haut oder gar hilfreich? Ich würde auf jeden Fall weiterhin so keimfrei wie möglich arbeiten und dauerhaft im Kühlschrank lagern.
Der Magnolien Extrakt ist dank seiner starken antimikrobiellen, antibakteriellen und entzündungshemmenden Wirkung ein wichtiges Heilmittel aus der traditionellen chinesischen Medizin. ...
Zudem ist der Magnolia Extract 98 wegen seiner hohen antioxidativen Wirkung - um ein Vielfaches höher als die von alpha-Tocopherol - in der Lage, die Entstehung von Oxidationsprodukten, die z.B. durch UV-Bestrahlung entstehen können, zu neutralisieren und somit Hautschäden zu vermeiden, die wiederum die Hautalterung beschleunigen.
Ich hätte noch eine Frage zur Oxidation: an manchen Stellen wird ja empfohlen, Öl direkt bei Ankunft in den heimischen Hallen etwas Tocopherol zuzugeben. Tocopherol hat ja auch eine positive Wirkung auf die Haut, darf aber nicht erwärmt werden. Damit ist diese Vorgehensweise ja nur für Wirkstofföle geeignet, die nicht mit erwärmt werden. Es ist aber auch wieder ein zusätzlicher Stoff, der eine kaputte Haut möglicherweise auch ärgern kann. Ich finde es manchmal ganz schön schwierig, die richtige Entscheidung zu treffen.
Die Kruken werde ich mir nochmal in Ruhe anschauen und ich schau mal, welche Idee ich im Feuchtigkeitsspray verarbeite.

Ich danke euch sehr, dass ihr mit überlegt, Hintergrundwissen beisteuert und eure Sicht der Dinge darlegt. In diesem Sinne eine gute Nacht allesamt!
Grüße vom Kraeuterhexlein!

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Re: Neurodermitis derzeitiges Pflegekonzept verbessern

Ungelesener Beitrag von Kraeuterhexlein » 1. Februar 2020, 17:27

Bei diesen "Einsatzkonzentrationen" muss man halt auch ein kleines bisschen nachdenken - nämlich: wieviel setze ich davon ein! Nicht in % im Produkt - sondern wieviel von dem Produkt pro Tag oder Zeiteinheit auf welcher Köperfläche?
Diese Überlegung finde ich bei meinem hohen Verbrauch sehr wichtig und ich muss zugeben, von der Seite habe ich es noch nicht betrachtet. Ab jetzt dosiere ich lieber an der unteren Grenze oder noch geringer, zumindest bei den Produkten, die ich häufig verwende.
Topitec finde ich total genial für Cremes - also alles was schon deutlich viskoser als reine Milch oder wirklich flüssig ist.
Die letzte Lotion ist auch etwas fester geworden, dass war dann schon arg schwer, das Zeug aus dem Airless - Spender zu bekommen. Da wäre so eine Schraubkruke wohl genau das Richtige.
Ich wollte in diesem Thread hier vor allem so ausführlich darauf hinweisen, damit Kräuterhexlein nicht oxidative Probleme mit einer Rezeptur auf kranker Haut bekommt und dann irrtümlich denkt, sie vertrüge eine gewisse Zutat nicht.
Genau da liegt der Hase im Pfeffer! :gruebel: Wie finde ich heraus, was die Ursache einer Verschlechterung ist? Gibt es (außer der Nase) eine Möglichkeit, herauszufinden, ob ein Öl noch in Ordnung ist?
Grüße vom Kraeuterhexlein!

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Re: Neurodermitis derzeitiges Pflegekonzept verbessern

Ungelesener Beitrag von Kraeuterhexlein » 15. Februar 2020, 18:35

Hier ein kurzer Zwischenbericht:
Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.
Grüße vom Kraeuterhexlein!

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Re: Neurodermitis derzeitiges Pflegekonzept verbessern

Ungelesener Beitrag von marie » 15. Februar 2020, 18:42

Liebe Kraeuterhexlein,
vielen lieben Dank für Deinen Zwischenbericht :rosefuerdich:
es freut mich sehr, dass es Deinen Händen besser geht.
Weiterhin alles Gute.
Liebe Grüße, marie

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Re: Neurodermitis derzeitiges Pflegekonzept verbessern

Ungelesener Beitrag von Kessia » 15. Februar 2020, 18:57

Oh Gott :eek: sowas habe ich noch nie gesehen. Liebes Kraeuterhexlein, das zweite Bild sieht da ja schon viel besser aus, ich drücke dir alle Daumen, das es noch ganz verschwindet. :rosefuerdich:
Man muß das Unmögliche versuchen, um das Mögliche zu erreichen. (Hermann Hesse)

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Re: Neurodermitis derzeitiges Pflegekonzept verbessern

Ungelesener Beitrag von Kraeuterhexlein » 15. Februar 2020, 22:54

Das sieht doch schon viel besser aus! :knuddler: Danke für die Unterstützung, ich bin zwar noch nicht am Ziel aber schon ein gutes Stück in die richtige Richtung. Jetzt habe ich mir eine oxidativ stabile Creme gerührt und auch dabei versucht, die Verhältnisse der Fettsäuren zueinander einzuhalten, denn es geht für eine Woche in südliche Gefilde zum Sonne tanken. :sunny: :laufen:
Grüße vom Kraeuterhexlein!

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Re: Neurodermitis derzeitiges Pflegekonzept verbessern

Ungelesener Beitrag von Kraeuterhexlein » 15. Februar 2020, 23:00

:rosenbett: Danke für die lieben Grüße, jetzt hoffe ich erst mal, dass es diesmal im Urlaub nicht schlimmer wird. Ich bin total glücklich über die Entwicklung der letzten Wochen, das könnt ihr mir glauben! :fred:
Grüße vom Kraeuterhexlein!

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Re: Neurodermitis derzeitiges Pflegekonzept verbessern

Ungelesener Beitrag von pflanzenölscheich » 16. Februar 2020, 00:58

Liebes Kräuterhexlein, ich sehe Deine Bilder quasi mit dem Blick des Kenners und freue mich, wie viel Du schon erreichen konntest.
:huepf: :yeah: :laufen:

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Re: Neurodermitis derzeitiges Pflegekonzept verbessern

Ungelesener Beitrag von pflanzenölscheich » 16. Februar 2020, 01:02

Kraeuterhexlein hat geschrieben:
1. Februar 2020, 17:27
Wie finde ich heraus, was die Ursache einer Verschlechterung ist?
Wenn Du viel achtsame Erfahrung mit Deiner Haut gesammelt hast, kannst Du sie unterscheiden - zum Beispiel signifikante oxidative Probleme von rein allergischen. Erstere hängen zeitlich mit dem Produkt- oder Ölauftragen zusammen und fühlen sich auch subtil anders an. Aber das hilft Dir im Moment nicht weiter. Das weiß ich schon.


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Re: Neurodermitis derzeitiges Pflegekonzept verbessern

Ungelesener Beitrag von varney » 16. Februar 2020, 07:21

Liebes Kräuterhexlein,

ich freue mich mit dir über die positive Entwicklung und hoffe, dass deine Haut ein bisschen zur Ruhe kommen kann!

Ich wünsche dir einen schönen und unvergesslichen Urlaub!

Liebe Grüße
varney

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