Rosacea: Tranexam- und Azelainsäure, Weihrauch; Erfahrungen, Studien

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Moderator: Helga


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Ulli
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Rosacea: Tranexam- und Azelainsäure, Weihrauch; Erfahrungen, Studien

Ungelesener Beitrag von Ulli »

Hallo zusammen,
vor einer Weile hatte ich von Dr. Lautenschläger/dermaviduals über Rosacea gelesen, was für Wirkstoffe da helfen könnten, und ich bin jetzt endlich im Besitz von sowohl Tranexam- als auch Azelainsäure in Pulverform.

Ich wollte mir noch einen Weihrauch-Ölauszug machen (auf auch wenig Alkohol reagiert meine Rosacea nicht gut, daher fällt Tinktur wohl aus), ggf. auch in Glycerin-Wasser (70:30), Mäusedorn wollte ich als Wurzel kaufen und auch ausziehen.

Ein paar weitere auf der Seite erwähnten Wirkstoffe habe ich entweder bereits, oder werde ich auch noch versuchen, in Reinform zu erwerben, aber freilich wollte ich mich erstmal vorsichtig herantasten, jeweils 1-2 Wirkstoffe, testen, was meine Rosacea dazu meint, bevor ich ggf. einen etwas vielfältigeren "Cocktail" mixe, wenn überhaupt.

Was mich verwundert, ist dieser Passus hier:
Um wasserhaltige Präparate überhaupt zu vertragen, lassen sie sich nur sehr sparsam verwenden. [...] Ein Ausweg können wasserfreie Oleogele sein, die [...] in der Lage sind, antimikrobielle, nicht-allergene Komponenten wie die Azelainsäure aufzunehmen. Im Gegensatz zu den konventionellen Oleogelen auf Mineralölbasis ziehen diese in die Haut ein, wirken dadurch weniger okklusiv, reizen nicht und begünstigen das Wachstum der Anaerobier nicht.
Ich hatte hier im Forum von denjenigen unter euch, die auch Rosacea haben, gelesen, dass man auf viel, geschweige denn ausschließlich Ölbasiertem, verzichten, und lieber auf HDG mit wenig FP gehen sollte, daher grüble ich jetzt, wie ich diese Wirkstoffe am besten testen sollte. Das mit dem Oleogel, selbst wenn es schnell einziehen sollte, und selbst wenn es lediglich einer von mehreren Pflege-Schritten wäre, finde ich widersprüchlich zu dem, was ich sonst so lese :gruebel:

Vielleicht könnten diejenigen von euch, die mit Rosacea Erfahrung haben, mir aus meiner Verwirrung heraushelfen?
Danke :rosefuerdich:
Zuletzt geändert von Helga am 23. März 2021, 16:11, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Titel geändert
Viele Grüße,
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Re: Rosacea: Tranexam- und Azelainsäure, Weihrauch; Erfahrungen, Studien

Ungelesener Beitrag von Mirimi »

Hallo Ulli,
Zu deinen Hauptfragen kann ich leider nichts beitragen aber ich wollte dich auf den Rohstoff viapure Boswellia green aufmerksam machen. Ich war nie so ganz überzeugt von meinen Weihrauch Tinktur oder ölauszug versuchen und mag diesen Rohstoff daher sehr gern.
boswellia Green

Lg


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Ulli
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Re: Rosacea: Tranexam- und Azelainsäure, Weihrauch; Erfahrungen, Studien

Ungelesener Beitrag von Ulli »

Mirimi hat geschrieben:
17. März 2021, 20:05
[...] Rohstoff viapure Boswellia green aufmerksam machen. Ich war nie so ganz überzeugt von meinen Weihrauch Tinktur oder ölauszug versuchen und mag diesen Rohstoff daher sehr gern.
Hallo Mirimi!
Vielen lieben Dank für den Link, ich wollte mir von DragonSpice eigentlich den Boswellia sacra-Weihrauch aus Oman bestellen, viapure Boswellia green ist mir total unter das Radar gerutscht bis jetzt!
Wenn Du damit Erfolge erzielt hast, und da das satte 95% Boswellia-Säuren enthalten soll, würde mir das auch einige Arbeit ersparen, und ich könnte mir wenigstens sicher sein, dass die Boswellia-Säuren enthalten sind, was ja ggf. bei den "Eigenbau"-Auszügen nicht so sehr der Fall sein könnte :)

Danke! :rosefuerdich:
Viele Grüße,
"Ulli"

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Re: Rosacea: Tranexam- und Azelainsäure, Weihrauch; Erfahrungen, Studien

Ungelesener Beitrag von Mirimi »

Ulli hat geschrieben:
17. März 2021, 20:22
Wenn Du damit Erfolge erzielt hast, und da das satte 95% Boswellia-Säuren enthalten soll, würde mir das auch einige Arbeit ersparen, und ich könnte mir wenigstens sicher sein, dass die Boswellia-Säuren enthalten sind, was ja ggf. bei den "Eigenbau"-Auszügen nicht so sehr der Fall sein könnte :)

Danke! :rosefuerdich:
Hi Ulli,

Ich bin auch nur per Zufall über den Extrakt gestolpert. Mittlerweile verwende ich ihn wirklich sehr gerne. Unter anderem habe ich ihn in einem Kopfhautserum gegen schuppige Kopfhaut und in meiner Tagespflege um Äderchen und leichte Rötungen im Wangenbereich zu verbessern (ich vermute eine leichte Couperose habe aber keine Diagnose). Ich habe den Eindruck, dass es einen Unterschied macht, ob ich den Extrakt mit drin habe oder nicht :) Die Haut fühlt sich zu dem fester und widerstandsfähiger an, wenn ich die Tagespflege mit dem Extrakt regelmäßig verwende.

Der Extrakt riecht zu dem sehr angenehm nach Weihrauch wie ich finde :)

LG

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Re: Rosacea: Tranexam- und Azelainsäure, Weihrauch; Erfahrungen, Studien

Ungelesener Beitrag von Witzworter Krauthexe »

Mirimi hat geschrieben:
17. März 2021, 21:51
Ich habe den Eindruck, dass es einen Unterschied macht, ob ich den Extrakt mit drin habe oder nicht :) Die Haut fühlt sich zu dem fester und widerstandsfähiger an, wenn ich die Tagespflege mit dem Extrakt regelmäßig verwende.
Ende letzten Jahres hatte ich mir auch den Boswellia-Extrakt beim Drachen besorgt. Hegte die Hoffnung, den leicht pickeligen Rücken meines Gatten zu beruhigen. Nach mehreren erfolglosen Wochen, habe ich es aufgegeben. Schließlich und endlich konnte Zinkoxid, Kamille und Nicotinamid helfen.
Natürlich ist die Rückenhaut eines Mannes nicht zu vergleichen mit der Gesichtshaut und obendrein Rosacea geplagt.
Viele Grüße aus dem Norden


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Re: Rosacea: Tranexam- und Azelainsäure, Weihrauch; Erfahrungen, Studien

Ungelesener Beitrag von Ulli »

Mirimi hat geschrieben:
17. März 2021, 21:51
Unter anderem habe ich ihn in einem Kopfhautserum gegen schuppige Kopfhaut und in meiner Tagespflege um Äderchen und leichte Rötungen im Wangenbereich zu verbessern (ich vermute eine leichte Couperose habe aber keine Diagnose).
Diese Boswellia-Säuren sollen wohl gegen Rötungen generell helfen, wohl nicht nur Rosacea/Couperose, und dass sie Dir auch mit Deiner Kopfhaut helfen, regt mich an, das bei mir ebenso mal zu testen (ich habe wahrscheinlich seborrhoische Dermatitis). Danke auch für diesen Input :blumenfuerdich:
Mirimi hat geschrieben:
17. März 2021, 21:51
Die Haut fühlt sich zu dem fester und widerstandsfähiger an, wenn ich die Tagespflege mit dem Extrakt regelmäßig verwende.
Dann hoffe ich mal, dass er ähnlich gute Wirkungen bei mir erzielt :)
Wie hoch setzt Du ihn ein, und in allem, oder gezielt nur in einem Produkt (jeweils, für Gesicht bzw. Kopfhaut), und in welchen?
Viele Grüße,
"Ulli"


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Re: Rosacea: Tranexam- und Azelainsäure, Weihrauch; Erfahrungen, Studien

Ungelesener Beitrag von Ulli »

Witzworter Krauthexe hat geschrieben:
18. März 2021, 07:19
Hegte die Hoffnung, den leicht pickeligen Rücken meines Gatten zu beruhigen. Nach mehreren erfolglosen Wochen, habe ich es aufgegeben. Schließlich und endlich konnte Zinkoxid, Kamille und Nicotinamid helfen.
Natürlich ist die Rückenhaut eines Mannes nicht zu vergleichen mit der Gesichtshaut und obendrein Rosacea geplagt.
Auch, wenn bei Boswellia-Säuren dabeisteht, dass die wohl auch bei Akne helfen können, würde ich rein gefühlsmäßig bei Akne auf dem Rücken auch zu anderen Mitteln greifen, bzw. Boswellia-Säuren da maximal unterstützend als einen der Wirkstoffe mit an Bord haben (ggf. ist auch der Akne-Auslöser ein Faktor, entzieht sich z.Z. meiner Kenntnis).

Aber nicht nur das, mir ist beim Lesen hier im Forum oft aufgefallen, dass so gut wie jede(r) mit sogar sehr ähnlichen Hautzuständen komplett anders auf dasselbe Öl oder Wirkstoff oder FP oder so reagieren kann - diese Individualität ist schon faszinierend, und weswegen "die individuelle Pflege finden" so schwierig und langwierig, und, wie ich persönlich finde, die mit am meist unterschätzte Wichtigkeit darstellt; ich sehe das an mir selbst, dass ich früher dachte, es gibt "die" Creme, oder Pflegeserie oder wasweißich, die mir helfen wird. Das kann bei einigen der (scheinbare?) Fall sein für eine Weile, aber letztendlich sind unsere Häute alle mehr oder minder kapriziöse Individualisten mit ihren Eigenheiten und Bedürfnissen :)
Viele Grüße,
"Ulli"

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Re: Rosacea: Tranexam- und Azelainsäure, Weihrauch; Erfahrungen, Studien

Ungelesener Beitrag von Mirimi »

Ulli hat geschrieben:
18. März 2021, 08:30
Diese Boswellia-Säuren sollen wohl gegen Rötungen generell helfen, wohl nicht nur Rosacea/Couperose, und dass sie Dir auch mit Deiner Kopfhaut helfen, regt mich an, das bei mir ebenso mal zu testen (ich habe wahrscheinlich seborrhoische Dermatitis). Danke auch für diesen Input :blumenfuerdich:

Dann hoffe ich mal, dass er ähnlich gute Wirkungen bei mir erzielt :)
Wie hoch setzt Du ihn ein, und in allem, oder gezielt nur in einem Produkt (jeweils, für Gesicht bzw. Kopfhaut), und in welchen?
Im Kopfhautserum hab ich den Weihrauch auf Grund des Hinweises auf Verbesserung der schuppigen Haut drinnen. Da hab ich allerdings keinen aktuellen Vergleich im Hinblick auf die Wirkung zu Kopfhautserum ohne Extrakt. Ich mag den Geruch von Weihrauch sehr sehr gerne, wobei ich das ätherische Öl etwas zu stechend fand für meine Nase. Der Extrakt riecht für mich im Endprodukt sehr angenehm balsamisch :sabber: Alleine für den Duft nehme ich ihn gerne her :happy:

Mit Fokus auf eine Wirkung habe ich ihn wie gesagt im Kopfhautserum (Schuppen) und in der Tagespflege (Rötungen) mit je einer Einsatzkonzentration von 0,2%

Ich drück dir die Daumen, dass deine Haut den Extrakt mag.

LG


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Re: Rosacea: Tranexam- und Azelainsäure, Weihrauch; Erfahrungen, Studien

Ungelesener Beitrag von Ulli »

Mirimi hat geschrieben:
18. März 2021, 10:32
Ich mag den Geruch von Weihrauch sehr sehr gerne, wobei ich das ätherische Öl etwas zu stechend fand für meine Nase. Der Extrakt riecht für mich im Endprodukt sehr angenehm balsamisch :sabber: Alleine für den Duft nehme ich ihn gerne her :happy:
Wenngleich ich den Duft von Weihrauch an sich mag, so muss ich mit Rosacea und ÄÖ vorsichtig sein (laut dermaviduals am besten ganz ausschließen; (bis auf das, was noch an Rest in Hydrolaten drin ist, die finde ich toll), aber davon abgesehen hat das Weihrauch-ÄÖ gar keine Boswellia-Säuren drin, und nur für den Duft würd' ich für mich das daher nicht für's empfindliche Gesicht nehmen. (Es gibt freilich generell ÄÖ, die unterstützend wirken können für diverse Anwendungsgebiete, daher würde ich die nie generell für mich ausschließen, nur eher nicht auf meinem empfindlichen Gesicht.)
Mirimi hat geschrieben:
18. März 2021, 10:32
Mit Fokus auf eine Wirkung habe ich ihn wie gesagt im Kopfhautserum (Schuppen) und in der Tagespflege (Rötungen) mit je einer Einsatzkonzentration von 0,2%
Gut zu wissen, danke!
Mirimi hat geschrieben:
18. März 2021, 10:32
Ich drück dir die Daumen, dass deine Haut den Extrakt mag.
Lieben Dank :rosefuerdich:
Viele Grüße,
"Ulli"

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Lilli
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Re: Rosacea: Tranexam- und Azelainsäure, Weihrauch; Erfahrungen, Studien

Ungelesener Beitrag von Lilli »

Mirimi hat geschrieben:
18. März 2021, 10:32
und in der Tagespflege (Rötungen) mit je einer Einsatzkonzentration von 0,2%
Liebe Ulli,
liebe Mirimi,

ich lese hier interessiert mit, das Stöffchen wäre auch etwas für das Töchterlein (die Hautärztin war sich nicht sicher, ob sie eine Rosazea hat :( ).

Liebe Mirimi, wie löst du den Extrakt auf? In der Rezension bei DS stand, er würde sich sehr langsam in Öl auflösen. Oder gibst du ihn einfach in die abgekühlte Emulsion?

Vielen Dank und liebe Grüße :blumenfuerdich:
Sylvia
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Mirimi
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Re: Rosacea: Tranexam- und Azelainsäure, Weihrauch; Erfahrungen, Studien

Ungelesener Beitrag von Mirimi »

Lilli hat geschrieben:
18. März 2021, 11:24
Liebe Mirimi, wie löst du den Extrakt auf? In der Rezension bei DS stand, er würde sich sehr langsam in Öl auflösen. Oder gibst du ihn einfach in die abgekühlte Emulsion?

Vielen Dank und liebe Grüße :blumenfuerdich:
Sylvia
Liebe Sylvia

Bisher habe ich das Pulver in die erhitzte Fettphase gegeben. Es hat sich bei mir immer recht schnell und gut gelöst. Das Pulver in die fertige Emulsion geben würde ich nicht. Da hätte ich schon bedenken, dass es sich nicht mehr richtig löst. Ich habe bisher leider keine Aussagen dazu finden können, ob der Extrakt hitzeempfindlich ist oder nicht. Ich werde mal beim Drachen nachfragen. Im Zweifel kann man sicherlich eine konzentrierte Vorlösung mit einem Basisöl, dass man sowieso verwendet herstellen. Wie lange es bei Raumtemperatur braucht, bis es sich in Öl gelöst hat und bis zu welcher EK es in Öl löslich ist weiß ich leider nicht.

LG


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Ulli
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Re: Rosacea: Tranexam- und Azelainsäure, Weihrauch; Erfahrungen, Studien

Ungelesener Beitrag von Ulli »

Lilli hat geschrieben:
18. März 2021, 11:24
wie löst du den Extrakt auf? In der Rezension bei DS stand, er würde sich sehr langsam in Öl auflösen. Oder gibst du ihn einfach in die abgekühlte Emulsion?
Ich denke, es ist ist ja immer noch ein Harz, insofern würde ich das auch nicht in die abgekühlte Emulsion tun, in der ja schon das Wasser ist.. irgendwie müssen sich die Wirkstoffe ja herauslösen können.
INCI von Viapure Boswellia Green ist Boswellia Serrata Resin Extract (---> BSE).
(Extrakt heißt Lösungsmittel-Auszug, welches Lösungsmittel weiß ich z.Z. noch nicht, wäre für mich persönlich interessant zu wissen.)

Laut des Sicherheitsdatenblattes ist ViaPure Boswellia ein lipophiler Extrakt vom Indischen Weihrauchbalsam / Boswellia serrata Harz, anscheinend löslich in Alkohol? (und Aceton), unlöslich in Wasser. Alkohol sollte man mit Rosacea ja vermeiden, es läge jedoch im eigenen Ermessensspielraum, je nachdem wie viel Alkohol man bräuchte zur Auflösung von 0,1-0,2% EK vom BSE (haut-individuell eventuell unproblematische Alkoholkonzentration, hochgerechnet auf 100% Endprodukt).

Ich würde u.a. testen: - BSE warm ausziehen, - in FP geben, - kleine Menge testen, wieviel Alkohol ich zum Auflösen benötige, - dito mit Pentylenglycol; da BSE nicht so günstig ist, wäre ich mit Testmengen geizig, am Ende löst sich doch nix :popohauen:

Ein paar weitere Gedanken, aber in einen Spoiler gepackt, da manche Leser am Handy so lange Beiträge nicht mögen und ich anscheinend generell die Gabe besitze, die meisten Menschen mit meinem vielen Geschwafel ungewollt zu nerven :(
► Text zeigen
Viel Erfolg!
Viele Grüße,
"Ulli"

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Re: Rosacea: Tranexam- und Azelainsäure, Weihrauch; Erfahrungen, Studien

Ungelesener Beitrag von Lilli »

Mirimi hat geschrieben:
18. März 2021, 14:44
Ich werde mal beim Drachen nachfragen.
Vielen Dank, liebe Mirimi, das ist lieb von dir. :blumenfuerdich: Ich bin schon auf die Antwort gespannt.
Ulli hat geschrieben:
18. März 2021, 20:58
Ein paar weitere Gedanken, aber in einen Spoiler gepackt,...
Liebe Ulli, ich (und bestimmt viele Rosazea-Betroffene) finde deine Gedanken sehr interessant. :blumenfuerdich:

Liebe Grüße
Sylvia
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Re: Rosacea: Tranexam- und Azelainsäure, Weihrauch; Erfahrungen, Studien

Ungelesener Beitrag von Ulli »

Mirimi hat geschrieben:
18. März 2021, 14:44
keine Aussagen dazu finden können, ob der Extrakt hitzeempfindlich ist oder nicht. Ich werde mal beim Drachen nachfragen.
Grüß Dich, falls Du noch nicht beim Drachen nachgefragt haben solltest, könntest du bitte auch fragen, wie dieser Extrakt (INCI: Boswellia Serrate Resin Extract) hergestellt, also gelöst wurde (mit welchem Lösungsmittel)? :D
Danke :blumenfuerdich:
Viele Grüße,
"Ulli"


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Re: Rosacea: Tranexam- und Azelainsäure, Weihrauch; Erfahrungen, Studien

Ungelesener Beitrag von Ulli »

Lilli hat geschrieben:
18. März 2021, 21:05
Liebe Ulli, ich (und bestimmt viele Rosazea-Betroffene) finde deine Gedanken sehr interessant. :blumenfuerdich:
Versprich' Dir aber nicht zu viel, meine technischen Möglichkeiten - und umso mehr als Rührneuling auch rührhandwerklichen - werden sehr limitiert sein :)
Und es wird ein Weilchen dauern, bis ich alles da und aufgebaut habe und damit beginnen kann, aber falls irgendwas Nützliches dabei rumkommen sollte, werde ich's freilich sagen :drueck:
Viele Grüße,
"Ulli"

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Re: Rosacea: Tranexam- und Azelainsäure, Weihrauch; Erfahrungen, Studien

Ungelesener Beitrag von Mirimi »

Ulli hat geschrieben:
18. März 2021, 21:31
Grüß Dich, falls Du noch nicht beim Drachen nachgefragt haben solltest, könntest du bitte auch fragen, wie dieser Extrakt (INCI: Boswellia Serrate Resin Extract) hergestellt, also gelöst wurde (mit welchem Lösungsmittel)? :D
Danke :blumenfuerdich:
Guten Morgen Ulli,

Laut den Angaben bei dem Drachen handelt es sich um einen CO2 Extrakt. Als Lösungsmittel dient überkritisches Kohlenstoffdioxid. hier ein paar Infos zu dem Extraktionsverfahren:
Prozesstechnik CO2
Verfahrensvideo Flavex
Vergleich Ethanol und CO2 als Lösungsmittel

LG


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Re: Rosacea: Tranexam- und Azelainsäure, Weihrauch; Erfahrungen, Studien

Ungelesener Beitrag von Ulli »

Mirimi hat geschrieben:
19. März 2021, 08:28
Laut den Angaben bei dem Drachen handelt es sich um einen CO2 Extrakt. Als Lösungsmittel dient überkritisches Kohlenstoffdioxid. hier ein paar Infos zu dem Extraktionsverfahren:
Guten Morgen Mirimi, Du bist phantastisch, danke! :rosefuerdich:
Ich habe beim Recherchieren zufälligerweise gerade diese Diplomarbeit von 2015 über ätherisches Weihrauchöl gefunden (es seien im Weihrauchöl biologisch aktive und wirksame Substanzen, dem muss ich nachgehen), da habe ich ja mal wieder was zu lesen :D (als ob's mir daran mangeln würde bei der Thematik "Naturkosmetik/-Rohstoffe" :huhu: )
Viele Grüße,
"Ulli"

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Re: Rosacea: Tranexam- und Azelainsäure, Weihrauch; Erfahrungen, Studien

Ungelesener Beitrag von Nine »

Zum Thema CO2-Extraktion erlaube ich mir mal, mich selber aus einem anderen Thread zu zitieren:
Nine hat geschrieben:
3. November 2020, 14:16
myrtille hat geschrieben:
1. November 2020, 10:08
Es ist kein Wachs, sondern ein CO2-Extrakt, dessen Konsistenz einfach von der Wachsigkeit der Grünteeblätter geprägt ist.
Doch ;-)

Der Blogeintrag ist unsinnig, da ein Wachs per Definition immer ein Gemisch aus Fettsäureestern, Fettalkoholen, freien Carbonsäuren und einigen anderen Kohlenwasserstoffen ist, das Grünteewachs unterscheidet sich somit nicht grundsätzlich von anderen Wachsen wie z. B. Reiswachs. Der Begriff der CO2-Extraktion beschreibt nur die Art der Gewinnung, also des angewendeten Verfahrens, das seinerseits wiederum für unterschiedliche Substanzen verwendet werden kann.

Bei der CO2-Extraktion wird überkritisches CO2 verwendet (überkritisch heißt: die Substanz befindet sich thermodynamisch oberhalb des kritischen Punktes. Dieser wird bei Co2 schon bei rund 84 bar und 31 °C erreicht. Das CO2 hat dann "besondere" Eigenschaften, es ist weder flüssig noch gasförmig, eignet sich aber hervorragend als Lösemittel und "verschwindet" nach der Extraktion rückstandslos), wodurch ganz ohne Temperatur auch empfindlichste Substanzen extrahiert (also von den anderen, sie umgebenden Stoffen getrennt) werden können, sie wird in großem Stile in der Lebensmittelindustrie eingesetzt. Beispiel: Entkoffeinierung von Kaffee, Gewinnung vieler Kern-Öle (Granatapfel-, Kardamom-, Kiwisamenöl), Extrakte aus Algen, Gemüse oder Gewürzen und eben auch pflanzliche Wachse.

Was in dem verlinkten Blog ausgedrückt werden sollte - ich weiß es nicht :gruebel:. Jedenfalls ist Grünteewachs, wenn man so will, "ein Wachs wie jedes andere" ;-)

Grüessli Nine
:-)

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Re: Rosacea: Tranexam- und Azelainsäure, Weihrauch; Erfahrungen, Studien

Ungelesener Beitrag von Mirimi »

Nine hat geschrieben:
19. März 2021, 11:03
Zum Thema CO2-Extraktion erlaube ich mir mal, mich selber aus einem anderen Thread zu zitieren:
Liebe Nine, herzlichen Dank für die fachliche und verständliche Erklärung :rosefuerdich:

Die Email an Dragonspice bezüglich der Frage nach der Hitzestabilität habe ich heute morgen gesendet.
LG

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Nine
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Re: Rosacea: Tranexam- und Azelainsäure, Weihrauch; Erfahrungen, Studien

Ungelesener Beitrag von Nine »

Mirimi hat geschrieben:
19. März 2021, 11:12
Liebe Nine, herzlichen Dank für die fachliche und verständliche Erklärung :rosefuerdich:
Gerne doch :hallihallo:
(Studium war doch nicht umsonst :D)

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Mirimi
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Re: Rosacea: Tranexam- und Azelainsäure, Weihrauch; Erfahrungen, Studien

Ungelesener Beitrag von Mirimi »

Update Herr Recke hat schon geantwortet:
Verarbeitung viapure boswellia green extrakt

"bis 80 Grad C ist es ohne Probleme erhitzbar (kurzzeitig). Sie sollten es in jedem Fall in der Ölphase lösen und dann emulgieren. "

LG


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Ulli
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Re: Rosacea: Tranexam- und Azelainsäure, Weihrauch; Erfahrungen, Studien

Ungelesener Beitrag von Ulli »

Nine hat geschrieben:
19. März 2021, 11:03
Zum Thema CO2-Extraktion erlaube ich mir mal, mich selber aus einem anderen Thread zu zitieren:
Hallo Nine, danke! Ist interessant, hab' mich durchgewühlt (s. Anhang, hatte ich als Gedächtnisstütze abgespeichert), also ist es wohl tatsächlich, wie ich dachte: Harz bleibt Harz :) - und hiermit dann auch sonstige übliche Eigenschaften, u.a. auch die (In)Solubilität.

Ich bin/war mittlerweile bei Liposomen vs. Phytosome (oder andere -some) , weil ich bzgl. besserer Bio-Verfügbarkeit und somit auch Verkapselung von Weihrauch recherchier(t)e :vollirre:
Werd' ich definitiv weiterverfolgen, die Nächte sind nicht nur zum Schlafen da :D
Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.
Viele Grüße,
"Ulli"

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Helga
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Re: Rosacea: Tranexam- und Azelainsäure, Weihrauch; Erfahrungen, Studien

Ungelesener Beitrag von Helga »

Nehmt doch einfach das ätherische Weihrauchöl :), ist viel effektiver. Das Harz wird destilliert. Empfohlen wird lt. Buch Prof. Wabner das Boswelia sacra.
Liebe Grüße und noch einen schönen Tag :-)

Helga


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Re: Rosacea: Tranexam- und Azelainsäure, Weihrauch; Erfahrungen, Studien

Ungelesener Beitrag von Ulli »

Helga hat geschrieben:
19. März 2021, 13:16
Nehmt doch einfach das ätherische Weihrauchöl :), ist viel effektiver. Das Harz wird destilliert.
Ich hatte gelesen, dass das Weihrauch-ÄÖ gar keine Boswellia-Säuren oder großartig aktive, wirksame Substanzen enthalten soll; in der von mir verlinkten Diplomarbeit schaut das Ganze allerdings anders aus.
Ich könnte mir vorstellen, dass die ÄÖ-Qualitäten unterschiedlich sind; zudem is das auf DS ein serrata, kein sacra (ich muss mal andere Shops checken - Edit: DS hat auch ein sacra-ÄÖ), und ich weiß nicht, wie gut sich ÄÖ mit meiner Rosacea vertragen. Laut Dr. Lautenschläger soll man da ja auf ÄO verzichten. Und wieviel und welche Wirkstoffe sind dann in dem jeweiligen ÄÖ, so dass das der Menge und den Stoffen von Weihrauch, die ich ggf. mittels anderer, hautfreundlicherer Mittel haben kann, entspräche?

Ich würde gerne beizeiten versuchen, das BSE zu umkapseln oder verkapseln, sei es mit einem PC- oder Lipodermin-Gemisch, oder einer anderen Mischung, die die Stoffe besser verfügbar macht, für topische Applikation oder zur oralen Aufnahme.

Ein Phytosom, in welchem Boswellia (serrata)-Säuren bio-verfügbar eingebunden sind, habe ich gefunden, wollte aber gerne herausfinden, inwiefern man das mittels der in den entsprechenden Studien angegebenen Herangehensweisen ggf. selbst herstellen (oder sich da annähern) könnte, wenngleich unter Substitution fragwürdiger Solventen, die dort nahezu immer benutzt wurden.

Eine Testreihe mit Weihrauch-ÄÖ wäre auch möglich; alle Testkandidaten jeweils in einer separaten Basis.

- Na, ich freue mich schon auf meine Maschinchen und künftigen Tests, auch wenn das eine Weile dauern wird, da ich die Kompositionen dann ja immer erst für eine Zeitlang an mir testen muss :)
Helga hat geschrieben:
19. März 2021, 13:16
Empfohlen wird lt. Buch Prof. Wabner das Boswelia sacra.
Yep, wegen dem, was ich mal las (u.a. von Dr. Lautenschläger), wollte ich daher auch den Sacra-Weihrauch aus Oman bei DS bestellen :)

(Irgendwie passt mein Titel des Threads inhaltlich nicht mehr zu dem, über was wir schreiben, oder was ich eigentlich erfahren wollte :kichern: - aber es hat mir neue Ideen gegeben :))
Viele Grüße,
"Ulli"

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Re: Rosacea: Tranexam- und Azelainsäure, Weihrauch; Erfahrungen, Studien

Ungelesener Beitrag von Mirimi »

Helga hat geschrieben:
19. März 2021, 13:16
Nehmt doch einfach das ätherische Weihrauchöl :), ist viel effektiver. Das Harz wird destilliert. Empfohlen wird lt. Buch Prof. Wabner das Boswelia sacra.
Im Endeffekt sind sich beide nicht unähnlich. Ausgangspunkt ist das Harz aus welchem durch ein spezifisches Verfahren bestimmt Stoffe gelöst werden sollen. Einmal dient eben Wasserdampf als Lösemittel einmal überkritisches CO2. Beide Lösemittel verflüchtigen sich wieder. Die Frage ist nun ja doch: was wird in welchem Umfang und wie standardisiert aus dem Rohstoff gelöst.

Den Extrakt habe ich empfohlen, da (zumindest laut Angaben im Shop) der Gehalt an Boswellinsäuren ausgewiesen ist. Diese Angabe findet sich meiner Recherche nach nicht im Hinblick auf spezifische Chargen des äth. Öls d.h. hier ist man auf allgemeine Analysen und Durchschnittswerte angewiesen, weiß aber eben nicht genau was genau im gekauften Fläschchen ist.

Als interessante Frage zum weiterforschen bleibt für mich, welche Unterschiede zwischen CO2 Extraktion und Wasserdampfdestillation bestehen, welche Vor- und Nachteile das birgt und wie sich die Produkte in ihrer Zusammensetzung unterscheiden. :gruebel:

LG


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Ulli
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Re: Rosacea: Tranexam- und Azelainsäure, Weihrauch; Erfahrungen, Studien

Ungelesener Beitrag von Ulli »

Mirimi hat geschrieben:
19. März 2021, 14:48
Die Frage ist nun ja doch: was wird in welchem Umfang und wie standardisiert aus dem Rohstoff gelöst.
[...] Diese Angabe findet sich meiner Recherche nach nicht im Hinblick auf spezifische Chargen des äth. Öls d.h. hier ist man auf allgemeine Analysen und Durchschnittswerte angewiesen, weiß aber eben nicht genau was genau im gekauften Fläschchen ist.
Ja, ganz genau!! Zu allem, was Du schriebst, ich wollte (man soll) nicht alles zitieren :D
Das ist das, was ich in meiner Antwort zu Helga meinte.
Im ÄO soll es gar keine Boswellinsäuren geben, oder wenn, dann in sehr geringer Konzentration; in der von mir verlinkten Diplomarbeit wird u.a. auf die Bestandteile des ÄÖ eingegangen und auf andere gesundheitlichen Aspekte der Inhaltsstoffe eines Weihrauch-ÄÖ hingewiesen, aber inwiefern das stimmt, vom ÄÖ, der Charge abhängig ist, und erwähnte Studien frei jeglichen Finanzinteresses sind, kann man, wenn überhaupt, nur unter (zu) viel Zeitaufwand vermuten, lohnt sich also kaum.

Auf dieser (englischsprachigen) Seite wird das thematisiert (ÄÖ); ferner nicht nur Anleitungen, wie man Weihrauch auszieht, sondern Information, welche Bestandteile des Weihrauches sich anscheinend in wie hoher u.a. Alkoholkonzentration lösen.
(Ob das erwähnte Ausziehen unter Berücksichtigung der Mondzyklen eine Rolle spielt, möge jede/r für sich selbst entscheiden.)

Was das CO²-Extrahierte mit z.B. 65%igem (in unserem Fall 95%ig) angeht, so schreibt dieselbe Seite, dass das an sich zu schade wäre für eine Salbe/Creme o.ä. :D und man das besser essen sollte - wobei ich für mich sage, dass ich, wenn ich nicht die Bio-Verfügbarkeit eines so teuren Extraktes maximieren kann, würde ich das 95%ige BSE nicht einfach so essen.

Noch ein paar "lautgedachte" persönliche Erwägungen im Spoiler
► Text zeigen
Viele Grüße,
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Augenweide
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Re: Rosacea: Tranexam- und Azelainsäure, Weihrauch; Erfahrungen, Studien

Ungelesener Beitrag von Augenweide »

Ulli hat geschrieben:
17. März 2021, 15:24
Was mich verwundert, ist dieser Passus hier:
Um wasserhaltige Präparate überhaupt zu vertragen, lassen sie sich nur sehr sparsam verwenden. [...] Ein Ausweg können wasserfreie Oleogele sein, die [...] in der Lage sind, antimikrobielle, nicht-allergene Komponenten wie die Azelainsäure aufzunehmen. Im Gegensatz zu den konventionellen Oleogelen auf Mineralölbasis ziehen diese in die Haut ein, wirken dadurch weniger okklusiv, reizen nicht und begünstigen das Wachstum der Anaerobier nicht.
Ich hatte hier im Forum von denjenigen unter euch, die auch Rosacea haben, gelesen, dass man auf viel, geschweige denn ausschließlich Ölbasiertem, verzichten, und lieber auf HDG mit wenig FP gehen sollte, daher grüble ich jetzt, wie ich diese Wirkstoffe am besten testen sollte. Das mit dem Oleogel, selbst wenn es schnell einziehen sollte, und selbst wenn es lediglich einer von mehreren Pflege-Schritten wäre, finde ich widersprüchlich zu dem, was ich sonst so lese :gruebel:
Huhu Ulli!

Ich denke, dass das auch mit der Azelainsäure zu tun hat. Sie ist (ähnlich wie Salicylsäure) kaum wasserlöslich... :gruebel:

Eine wasserlösliche, äußerst wirksame (und auch leichter erhältliche) Alternative wäre Azeloyl Glycin. :)
Liebe Grüße
Augenweide

Au·gen·wei·de
Substantiv, feminin [die]
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Ulli
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Re: Rosacea: Tranexam- und Azelainsäure, Weihrauch; Erfahrungen, Studien

Ungelesener Beitrag von Ulli »

Grüß Dich! :blumenfuerdich:
Augenweide hat geschrieben:
19. März 2021, 21:53
Ich denke, dass das auch mit der Azelainsäure zu tun hat. Sie ist (ähnlich wie Salicylsäure) kaum wasserlöslich... :gruebel:
Mhhja, sicherlich einer der Punkte.. wenn ich mir paar andere Beiträge von dermaviduals in Erinnerung rufe, könnte Dr. Lautenschläger ggf. damit ferner gemeint haben, dass wasserhaltige Präparate nunmal die Haut aufweichen und "böse" Substanzen oder Organismen dann von außen leichter eindringen können, umso mehr, wenn man mit Rosacea eh schon eine kaputte Hautbarriere hat.. und so ein schnell einziehendes Oleogel würde einen dann schützen, da es den Anaerobiern keine Basis gibt, Schaden zu verbreiten - also, wenn das Oleogel denn schnell einzöge, was in dem Satz erwähnt wird.. nur dann macht das irgendwie halbwegs Sinn für mich, da man ja normalerweise mit Rosacea bei allzu Öligem vorsichtig sein soll.

Es wurde auch erwähnt, dass sich "salzhaltige", also gut mit diversen Wirkstoffen beladene, Wässerchen aufaddieren könnten, was der Rosacea-Haut gar nicht gefiele, plus das mit dem Haut Erweichen.. - eventuell bezieht sich der Passus, der mich da so verwirrt, auf so etwas in der Art :gruebel:

- Ich bemerke eben, dass ich "Milliarden" Studien zu Wirkstoffen u.ä. lese, aber im Verhältnis dazu viel zu wenig über Rosacea.. sollte ich mal beizeiten nachholen..
Augenweide hat geschrieben:
19. März 2021, 21:53
Eine wasserlösliche, äußerst wirksame (und auch leichter erhältliche) Alternative wäre Azeloyl Glycin. :)
Danke für den Tipp, ich war schon heilfroh, überhaupt Azelain (und Tranexam) erwerben zu können :D
- Da Du "äußerst wirksam" schreibst, hast Du anscheinend Erfahrung? Dann kannst Du mir sicherlich eine Bezugsquelle nennen, und wie/in was Du das verarbeitest (also z.B. HDG mit xx% FP oder Gesichtswasser oder so)? Ich finde es zumindest nicht in den Shops, in welchen ich sonst einkaufe, und Big Brother Google zeigt mir Ebay-Angebote in den USA :D
Danke!
Viele Grüße,
"Ulli"

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Mirimi
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Re: Rosacea: Tranexam- und Azelainsäure, Weihrauch; Erfahrungen, Studien

Ungelesener Beitrag von Mirimi »

Guten Abend zusammen,

Nachdem ich noch etwas recherchiert habe bin ich auf folgende Dissertation von 2020 gestoßen: Untersuchung von Harzen des Weihrauchbaums (Boswellia spp.) hinsichtlich chemischer Zusammensetzung, zytokinregulatorischer Eigenschaften und Wirkung auf Mammakarzinomzellen dort heißt es hinsichtlich der Wasserdampfdestillation von Weihrauch:

"In einem separaten Ansatz wurde von Weihrauchharz derselben Probe (B. sacra, Superior Hojari, Probe # 1) durch
Wasserdampfdestillation das ätherische Öl abdestilliert. Der Anteil an ätherischem Öl im Weihrauchharz betrug 9,7 % (w/w). Der Rückstand im Destillationskolben wurde anschließend mit Methanol extrahiert. Im Vergleich zum Gesamtextrakt mit 27,5 % konnte im Extrakt nach der Wasserdampfdestillation ein Gesamtgehalt von 29,8 % Boswellia- und Lupeolsäuren nachgewiesen werden. Diese Anreicherung entsprach ungefähr dem entfernten Anteil an ätherischem Öl. [102]. Zusätzlich zum Weihrauchharz der Spezies B. sacra wurden auch die ätherischen Öle von Weihrauchharzen der Spezies B. serrata, B. carterii, B. frereana, B. dalzielli, B. papyrifera, B. neglecta und B. rivae abdestilliert (Tabelle 21). Die ermittelten Boswellia und Lupeolsäure-Gehalte waren in allen Fällen entweder sehr gering (≤ 6 ng/mg) oder unterhalb der Bestimmungsgrenzen (< LOQ).)"
(Schmiech 2020:46)

Auf Seite 47 findet sich dann eine tabellarische Übersicht über die Konzentration an Boswellinsäuren je nach Extraktionsmethode

LG


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Ulli
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Re: Rosacea: Tranexam- und Azelainsäure, Weihrauch; Erfahrungen, Studien

Ungelesener Beitrag von Ulli »

Mirimi hat geschrieben:
21. März 2021, 23:10
Nachdem ich noch etwas recherchiert habe bin ich auf folgende Dissertation von 2020 gestoßen: Untersuchung von Harzen des Weihrauchbaums (Boswellia spp.) hinsichtlich chemischer Zusammensetzung, zytokinregulatorischer Eigenschaften und Wirkung auf Mammakarzinomzellen
Hallo Mirimi, eine äußerst aufschlussreiche Studienreihe, vielen Dank!
Bisher konnte ich es lediglich überfliegen, aber was ich bisher da rausgezogen hatte, sollte an sich in einen eigenen Thread, da es, wie ich finde, sehr wichtig ist, und ich hoffe ich gebe das wegen des nur schnellen Überfliegens auch richtig wieder:
- teilweise widerlegt es, was auf dermaviduals bzgl. Boswellia steht (Sacra und Carterii sind eben doch unterschiedliche Boswellia-Bäume! Carterii enthält anscheinend fälschlicherweise weitere Baumarten; wahrscheinlich alte Studienlage auf dermaviduals; diese Studie verwendet wohl auch eine neue Messmethode zur Quantifizierung der Inhaltsstoffe)
- die acetylierten Substanzen/Säuren sind die, auf die man achten sollte, insbesondere die beta-ABA hat krebswirksame Stoffe - heißt: Speziell Sacra kaufen
(Anmerkg. Mod.: Tabelle gelöscht, kein Hinweis auf Original-Quelle)

- Serrata spiegelt die Säuren der Sacra, will sagen: Serrata hat hauptsächlich deacetylische Substanzen, daher wirkt sie nicht so antiinflammatorisch wie Sacra (weswegen ggf. einige hier im Forum meinten, dass ihnen Weihrauch "nix bringt", oder es wurde lediglich das ÄÖ benutzt, das tatsächlich "nix bringt" bei Rosacea)
(Anmerkg. Mod.: Tabelle gelöscht)
- wie Du bereits zitiertest: Weihrauch-ÄÖ hat keinerlei Boswellinsäuren, maximal in Spuren, ABER
- in den bei der Studie vorliegenden Weihrauch-Proben von Serrata enthielt dessen ÄÖ Myrcen, das als potentiell krebserregend eingestuft wurde, als auch Estragol, potentiell genotoxisch und krebserregend
(Anmerkg. Mod.: Tabelle gelöscht)
^ Ich vermute, hoffe, dass das mit Serrata ein Ausreißer ist (Studie selbst sagt, es sei "ungewöhnlich"), und man kann generell bei sämtlichen Weihrauch-Proben, die sogar dieselbe Sorte waren, sehen, wie sehr deren Inhaltsstoffe durchaus abweichen können, wobei zumindest bei den Sacra-Proben das Bild durchaus relativ homogen war; ich persönlich wäre vorsichtig, und da das ÄÖ eh nicht die Stoffe enthält, die ich für meine Rosacea benötige, kann ich das getrost außer Acht lassen.

- Bzgl. vitapure Boswellia Green: Aus welcher Weihrauchsorte wurde das hergestellt? Ist es ggf. ein Mix, oder nur eine einzelne Sorte? Nachdem ich die Studie las, würde ich lediglich B. Sacra kaufen wollen, denn Boswellia-Säure ist nicht gleich Boswellia-Säure (s. Tabelle 18 auf Dissertations-Seite 41).

In einer Boswellinsäuren-Anreicherung von 95% könnte auch der acetylische Anteil bei z.B. Serrata hoch genug sein, dass man etwas Positives merkt, aber bei dem Preis würde ich persönlich ausschließlich eine Anreicherung der Boswelliasäuren wie im Sacra-Spektrum haben wollen.

Ich könnte noch ein paar Dinge mehr schreiben, was man aus der Studie rausziehen kann, z.B. über die Inhaltsstoffe der ÄÖ, oder die teilweise Hitzeempfindlichkeit/Flüchtigkeit von Weihrauch (nicht nur dessen ÄÖ), was für die Verarbeitung interessante Aspekte zeigt, aber, wie gesagt, das ist hier eigentlich der falsche Thread, und ich habe noch nicht alles durch.

Wie auch immer, super Fund, Danke nochmal Mirimi :rosefuerdich:
Zuletzt geändert von Helga am 22. März 2021, 14:06, insgesamt 3-mal geändert.
Grund: Tabellen gelöscht
Viele Grüße,
"Ulli"

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