Feedbackrunde: Preiselbeersamenöl

Fettsäurespektren, Jodzahlen und Fettbegleitstoffe – hier werden Öle, Buttern und Wachse en detail gewürdigt.

Moderator: Heike

Antworten
Benutzeravatar

(Hat den Thread eröffnet)
Heike
Administrator
Administrator
Beiträge: 30251
Registriert: 10. Juni 2007, 20:37
Wohnort: Leverkusen
Kontaktdaten:

Feedbackrunde: Preiselbeersamenöl

Ungelesener Beitrag von Heike » 1. Dezember 2008, 14:13

Seit Anfang September, also nun 3 Monate, verwende ich dieses neue Öl, das auf dem Markt auch unter dem Namen »Cranbeery Seed Oil« bekannt ist. Ich versuche nun mein persönliches Feedback.

Hautgefühl
Auffällig für mich ist das Hautgefühl, wie bei anderen Ölen mit einem hohen Anteil mehrfach ungesättigten Fettsäuren: es macht samtig-weiche Haut. Nach meiner Wahrnehmung zieht es schnell ein und liegt nicht auf.

Wirkung
Ich habe sehr trockene Haut, die sehr schnell mit Rötungen reagiert (z. B. auf meinen eigenen Schweiß); ausgeprägt ist die Neigung zu Trockenheitsekzemen. Preiselbeersamenöl scheint meine Haut zu beruhigen und sie gut zu versorgen; wenn ich es hin und wieder abends im Cranberry Balm pur über Hydrolat oder auch, wie letztens, mit 1–2 Tropfen pur über mein Emulmetik-Fluid auftrage, wirkt die Haut morgens »intakt«, beruhigt, entspannt.

Geruch
Das Öl duftet dezent und angenehm nach gepressten Samen. Es bindet sich gut in andere Ölmischungen ein und schenkt in der Beduftung eines Kosmetikums jede Freiheit.

Fazit
Ich habe mein Lieblings-Wirkstofföl gefunden, dass aufgrund seiner oxidativen Stabilität auch als Basisöl fungieren darf. Das wird in meinem Rohstoff-Kühlschrank wohl nicht mehr fehlen. Mit Granatapfel meine Powermischung im immerhin nahenden 5. Lebensjahrzehnt. ;-)
Liebe Grüße
Heike


Katharina
Master of Emulsifying
Master of Emulsifying
Beiträge: 10106
Registriert: 22. Oktober 2007, 12:06
Wohnort: Köln
Kontaktdaten:

Ungelesener Beitrag von Katharina » 2. Dezember 2008, 11:29

Ich bin im September durch eine Probe von Heike auf dieses Öl gekommen. Seitdem verwende ich dieses Öl in Emulsionen für den Tag als Wirkstofföl, in sehr leichten Fluids für die Nacht als Basisöl und ein bis zweimal in der Woche in Heikes Cranberrybalm.
Immer in Kombination mit Traubenkernöl, Johannisbeersamenöl und Wildrosenöl.
Zum Anfang war ich, das muss ich gestehen, etwas skeptisch, da das Fettsäure-Spektrum dem von Sacha-Inchi Öl ähnelt und meine Erfahrungen mit genau diesem Öl nicht die allerbesten sind. :/

Um es aber vorweg zu nehmen: es konnte mir nichts besseres passieren. Ich bin erstaunt, wie vielseitig dieses Öl ist. Nicht nur trockene oder empfindliche Haut profitiert anscheinend davon, sondern auch fettig Haut. Mein Hautzustand ist eine Mischhaut Tendenz fettig. Ich neige sehr stark zu Unreinheiten und Mitesserbildung in den klassischen Bereichen Stirn, Nase und Kinn. An den Wagen kommt es ab und an zu Unterlagerungen.

Hautgefühl
Ich empfinde dieses Öl pur auf die Haut aufgetragen als sehr leicht und nicht aufliegend und es zieht schnell weg.
Meine erste Empfindung war, dass es sich ähnlich wie Wildrosenöl verhält und auch anfühlt.

Wirkung
Das Hautrelief wirkt sichtbar geglättet, ähnlich habe ich es bisher auch nur bei Wildrosenöl empfunden. Die Haut ist von Rezepturen mit Preiselbeersamenöl gut durchfeuchtet. Ich habe lange nicht so pralle, feinporige und gut versorgte Haut gehabt, wie seit der Verwendung dieses Öls. Mitesser treten nur noch gelegentlich auf, Unterlagerungen und unspezifische Unruhezustände der Haut gehören offensichtlich und hoffentlich der Vergangenheit an.

Duft
Für mein Empfinden eher „geruchsneutral“ - ich könnte jetzt nicht sagen, dass es nach irgendwas duftet. Möglicherweise leicht nach Fruchtsamen, aber da will ich mich nicht festlegen.

Fazit
Dieses Öl in meinen Rezepturen ist für mich persönlich ein „Wurf“. Ich bin schlichtweg begeistert. Offensichtlich war es genau das „Tüpfelchen auf dem i“, was immer fehlte. Es wird nie mehr in meinen Rezepturen fehlen und im Sommer darf es auch, aufgrund seiner oxidationsstabilität, in Fluids für den Tag als Basisöl in meinen Rezepturen den Ton angeben.
Freundlich grüßt
Katharina

Nichts ist so gewöhnlich wie der Wunsch bemerkenswert zu sein.
Shakespeare


Regina

Ungelesener Beitrag von Regina » 11. Dezember 2008, 10:02

Also, wenn hier keiner mehr schreibt, mach ich das mal.

Ich hatte das Öl schon länger zu Hause, aber es fand bei mir erst durch Heikes Vorstellung Beachtung.

Ich habe normale, völlig unproblematische Haut, keine Unreinheiten und Unterlagerungen, keine Unverträglichkeiten.

Hinsichtlich Hautgefühl und Duft schließe ich mich Katharina an, das empfinde ich ebenso und ich könnte es nicht besser beschreiben.

Wirkung
Ich empfinde es ebenfalls als hautglättend, aber leider vertrage ich dieses Öle jeweils nur ein paar Tage und muss es dann absetzen. Wenn ich es länger verwende, wird meine sonst durch nichts aus der Ruhe zu bringende Haut unruhig, ich bekomme Unreinheiten und Unterlagerungen. Etwas für mich bisher völlig unbekanntes.

Fazit
Für mich ein schönes Öl, aber zeitlich nur ganz begrenzt, daher kann es mein geliebtes Granatapfelsamenöl nur untergeordnet ergänzen, nicht ersetzen.

Benutzeravatar

(Hat den Thread eröffnet)
Heike
Administrator
Administrator
Beiträge: 30251
Registriert: 10. Juni 2007, 20:37
Wohnort: Leverkusen
Kontaktdaten:

Ungelesener Beitrag von Heike » 13. Dezember 2008, 20:47

Auf Margits Anregung hin habe ich die weiteren Beiträge abgeteilt. Sie finden sich nun -> hier. ;-)
Liebe Grüße
Heike


Mixine

Ungelesener Beitrag von Mixine » 13. Dezember 2008, 21:48

ich darf freundlicherweise das öl auch testen und hier meine bisherigen erfahrungen:

hautgefühl
ich empfinde es als sehr weichmachend und glättend, es macht bei mir nicht einmal direkt nach dem auftragen öligen film und hinterlässt keine rückstände die auf der haut "liegen" würden

wirkung
Meine haut ist fettig und feuchtigkeitsarm mit starken neigung zur unreinheiten. ansonsten ist aber meine haut sehr robust und reagiert selten empfindlich oder mit allergischen reaktionen. Mein persönliches gefühl nach einer anwendung im oleogel (aber auch pur mit etwas hydrolat und spritzer lipodermin als tages und nachtpflege) ist folgendes: ein extrem pflegendes und gleichzeitig ausgleichendes öl. Der teint ist gleichmässig, nicht fleckig, die haut gut versorgt und nicht glänzend.

geruch

Hier bin ich leider nicht wirklich ein maßstab da ich generell den geruch eines nativen öls wunderschön finde (sei es avocado oder wie das vor ein paar tagen erwähne kaktusfeigenöl...) also finde ich auch den geruch des preiselbeersamenöls sehr angenehm und wohlduftend nach frischen nüsssen ;)

fazit
die kombination in einem oleogel mit himbeernussöl, granatapfelsamenöl, johannisbeersamenöl (oder wie gerade in meiner neuen ölmischung: kaktusfeigenöl) scheint für mich die optimale mischung zu sein. aber wie oben erwähnt ist das preiselbeersamenöl sogar pur für meine haut eine wohltat - wenn ich gerade keine creme & co gemixt habe ...


selea

Ungelesener Beitrag von selea » 14. Dezember 2008, 08:52

Nun muß ich auch noch meinen senf dazu geben.
Ich habe eine richtige elefanten haut, die nur auf für mich falsche öle zickig reagiert. Ich nehme zur zeit meistens ölmischungen mit hydrolat in der hand gemischt, da cremes nur draußen gut für mich sind. Bin ich den ganzen tag zuhause, brauche ich keinen schutz oder film.
Zurück zu den ölen.....diese sind meine sorgenkinder, die wirkstofföle. Ich habe hier 3 mischungen stehen die jede für sich sehr nett ist, aber ich muß wechseln, da mein gesicht wirkstofföle nicht so gerne mag.
Dank regina habe ich auch das preiselbeersamenöl testen dürfen und war sehr begeistert. Glatte, weiche haut, bis......ja bis ich wie ein teenager hubbel und pickel bekam. Ärgerlich, ich habe dann das preiselbeersamenöl mit meinen standartölen, die ich immer vertrage, nämlich argan und mandelöl gemischt und es nochmal versucht, aber leider der selbe effekt. Auch in einer creme ging es nur ein paar tage gut und dann wieder pickel.
Schade eigentlich, da ich das öl vom auftrag als sehr angenehm empfand und auch der geruch hat mich in keinster weise abgeschreckt. Es *duftet* nach öl halt, kein problem.
Das öl hat so eine schöne glatte haut gemacht, aber zum preis von pickeln, das kanns dann doch nicht sein, dann lieber ein paar falten ;D da knibbel ich wenigstens nicht sie ganze zeit dran rum :lach:


Regina

Ungelesener Beitrag von Regina » 14. Dezember 2008, 09:03

Hallo Selea, ich bring dir was von der neuen Charge mit der niedrigeren POZ mit, wenn ich zu dir kommen, dann testen wir zwei noch mal. Obwohl sich bei mir nichts geändert hat. Aber einen Versuch ist es allemal wert, findest du nicht :ja: .


selea

Ungelesener Beitrag von selea » 14. Dezember 2008, 12:40

Regina hat geschrieben:Hallo Selea, ich bring dir was von der neuen Charge mit der niedrigeren POZ mit, wenn ich zu dir kommen, dann testen wir zwei noch mal. Obwohl sich bei mir nichts geändert hat. Aber einen Versuch ist es allemal wert, findest du nicht :ja: .
Ja, einen versuch ist es wert. Das 1. öl hab ich jetzt in eine bodylotion versenkt, für meine tochter. Ist wohl nicht ganz sinn der sache und fast ein wenig zu teuer.
Ich konnte es aber im gesicht einfach nicht nehmen.


sony

Ungelesener Beitrag von sony » 14. Dezember 2008, 14:09

Ich habe das Preiselberrsamenöl von Heike zum testen bekommen, und werde mal meinen bisherige Erfahrung schildern:


hautgefühl

Ich empfinde es als ein sehr schönes Öl, das bei mir leicht einzieht, und keinen fettigen Glanz hinterlässt.

Wirkung

Meine Haut ist an den T-Zonen leicht fettig, in der Kinnregion neige ich zu leichten Unreinheiten. Der Rest ist leicht trocken und feuchtigkeitsarm.
Über die Wirkung kann ich mir, bisher leider noch nicht eine endgültige aussagekräftige Meinung bilden.
In Anwendung in einer Gesichtscreme ( 4 Wochen), wo ich es allerdings nur als Wirkstofföl angewendet habe, keine negativen Reaktionen.
Eine Woche abends unter den Augen pur über der Creme aufgetragen, morgens deutlich glattere Haut, wo ich normalerweise zu Knitterfältchen neige. Auch hier keine negative Reaktion, obwohl ich gerade unter den Augen empfindlich bin.



Geruch


Direkt am Fläschchen gerochen sehr dezent. Pur auf der Haut Geruchsprobe:
Dezenter Geruch nach frischen Samen, mit einem sehr leichten dezenten, für mich nach Heu riechenden angenehmen Duft, der in einer Emulsion aber nicht durchschlägt.

fazit

Ein Öl, das ich mir schon nachbestellt habe, da ich es gerne auch als Basisöl in meiner nächsten Creme testen möchte.

Anmerkung

Zwei liebe Menschen, denen ich jeweils, die für ihren Hauttyp immer die gleichen Cremes rühre, habe ich es beim letzten Mal als Wirkstofföl mit in die Creme genommen.
Beide haben ein unterschiedliches Hautbild. Auf meine Nachfrage haben sie mir von keinerlei negativen Reaktionen berichtet.

Benutzeravatar

(Hat den Thread eröffnet)
Heike
Administrator
Administrator
Beiträge: 30251
Registriert: 10. Juni 2007, 20:37
Wohnort: Leverkusen
Kontaktdaten:

Ungelesener Beitrag von Heike » 14. Dezember 2008, 17:31

:fluesterei: Ich esse es nun auch. Morgens im Joghurt, mit Honig.
Liebe Grüße
Heike


Mela
Rohstoffqueen
Rohstoffqueen
Beiträge: 539
Registriert: 11. März 2008, 14:16
Wohnort: Graz Umgebung

Ungelesener Beitrag von Mela » 17. Dezember 2008, 17:17

So, nun hab ich das Preiselbeersamenöl (von Gi) auf verschiedene Arten getestet; es sei gleich gesagt: es gefällt meiner Haut gut!

Mein Hautzustand: ursprünglich sehr trocken, permanentes Spannungsgefühl auch unmittelbar nach dem Eincremen; seit Verwendung von LL „nur mehr“ etwas trocken, das Spannungsgefühl ist kaum mehr vorhanden, wenn ich darunter ein Hygel verwende, Ein Problem, dass zwar besser geworden ist, ich aber noch immer nicht in den Griff bekommen habe, sind rote Flecken (angeblich hatte ich als Kind mal eine Erfrierung).
Grundsätzlich saugt meine jede Art von Creme, Fluid usw. innerhalb sehr kurzer Zeit auf.

Hautgefühl:
Pur aufgetragen: schwups und weg ist es. Die Haut fühlt sich dann ganz glatt an.
Als Wirkstofföl im Fluid: angenehm, aber diese extreme Glätte ist nicht fühlbar.
Als Basisöl im Fluid: jetzt ist es wieder da, dieses Gefühl der Glätte; Hygel darunter gegen das Spannungsgefühl ist aber nötig.
Als Heikes Cranberry Balm mit Lavendel-Hydrolat darunter: zieht schnell ein, Haut fühlt sich glatt und weich an.

Wirkung:
Offensichtlich beruhigt es meine Haut, die roten Flecken sind nicht mehr so auffällig, ganz besonders am Morgen nach Verwendung des Balms fühlt sich die Haut sehr „gepflegt“ an (keine Ahnung wie ich das besser ausdrücken kann, aber vielleicht bilde ich mir das nur ein…).

Geruch:
Sehr sanft, ein angenehm feiner Geruch; harmoniert mit anderen Ölen bzw. ist dann für mich nicht mehr auszumachen; auch ÄÖ verdecken den Geruch komplett.

Fazit:
Im Cranberry Balm werde ich es ganz sicher weiter verwenden, als Basisöl ist es ganz wunderbar, als Wirkstofföl in Fluids muss ich erst noch die für mich passende Ölmischung finden!
Weiterverwenden werde ich es auf jeden Fall!

Zusatz, der mir gerade ins Ohr geflüstert wurde: Es gefällt es auch Herrn Mela (normale Haut mit trockenen Stellen primär an den Augenbrauen und am Jochbein)
Liebe Grüße von mela


leintjess

Ungelesener Beitrag von leintjess » 6. Februar 2009, 08:22

Ich habe ein CO2 hiervon. Habe ich in England gekauft. Muss man ein bisschen warm machen bevor man es hinzufügt. Und es ist sehr konzentriert. Ich weiss aber nicht ob die Wirkung exakt gleich ist?

Benutzeravatar

(Hat den Thread eröffnet)
Heike
Administrator
Administrator
Beiträge: 30251
Registriert: 10. Juni 2007, 20:37
Wohnort: Leverkusen
Kontaktdaten:

Ungelesener Beitrag von Heike » 6. Februar 2009, 18:23

leintjess hat geschrieben:Ich habe ein CO2 hiervon. Habe ich in England gekauft. Muss man ein bisschen warm machen bevor man es hinzufügt. Und es ist sehr konzentriert. Ich weiss aber nicht ob die Wirkung exakt gleich ist?
Co2-Extraktion soll mehr lipophile Stoffe lösen, habe ich mal gelesen; die Zusammensetzung ist zumindest bei einigen analysierten Ölen deutlich anders gewesen. Leider kann ich Dir ansonsten nicht mehr sagen.

Wenn Du magst, kannst Du hier – im Feedback-Thread – Deinen persönlichen Eindruck schildern. Sinnvoll wäre, Hautzustand, Anwendung, Wirkung zu skizzieren, damit andere das Öl für ihre Bedürfnisse einschärtzen können.
Liebe Grüße
Heike


leintjess

Ungelesener Beitrag von leintjess » 8. Februar 2009, 11:58

werde ich machen. ich wollte es benutzen in Ihrem cranberry balm (und dann hoffe ich dass mein Karma mitarbeitet :mrgreen: ). Und das CO2 wäre dann den preiselbärsamenöl. Ich muss mal nachdenken wieviel ich dann von dem CO2 dafür brauche. Hier übrigens ein Link zum Produkt: http://www.aromantic.co.uk/Arctic-Cranb ... xtract.htm


silky
Master of Emulsifying
Master of Emulsifying
Beiträge: 4712
Registriert: 27. November 2008, 11:54
Wohnort: Süddeutschland

Re: Feedbackrunde: Preiselbeersamenöl

Ungelesener Beitrag von silky » 6. September 2009, 09:02

:zustimm:
seit nun mehr als 6 Monaten gehört dieses Öl in fast jede Gesichtslotion.
Die vorangegangenen Beschreibungen, sowie diese Vorstellung beschrieben mir das Öl wie für mich zugeschnitten.
Meine Gesichtshaut ist eine Mischhaut mit Tendenz zu leicht fett,aber feuchtigkeitsarm, dennoch nicht mehr ganz jung. Schnell nimmt sie nichts mehr auf und ich fühle mich "zugeklebt" So benötige ich hohes Wasserphasen, wenig Fettphase. In den heißen Sommertagen braucht sie ganz wenig, sprich 15% -18% Fettphase reichte mir aus.
Ebenfalls lockte mich die verhornungsregulierende Eigenschaft neben leicht und nicht fettend.
Genau diese Vorzüge kann ich absolut bestätigen.
Alleine aufgetragen schlüpft es zackig von dannen und hinterlässt eine weiches, entspanntes Hautgefühl.
Die Einsatzkonzentration liegt meist bei 10%.
Ja, ich werde dieses Öl nachkaufen, obwohl ich sicherlich noch weitere Wirkstofföle studieren möchte.
Ein rollender Stein setzt kein Moos an.
aus China

Benutzeravatar

Denise
Rührküken
Rührküken
Beiträge: 81
Registriert: 15. August 2016, 23:07

Re: Feedbackrunde: Preiselbeersamenöl

Ungelesener Beitrag von Denise » 28. August 2018, 15:17

Heike hat geschrieben:
1. Dezember 2008, 14:13
Seit Anfang September, also nun 3 Monate, verwende ich dieses neue Öl, das auf dem Markt auch unter dem Namen »Cranbeery Seed Oil« bekannt ist. Ich versuche nun mein persönliches Feedback.

Hautgefühl
Auffällig für mich ist das Hautgefühl, wie bei anderen Ölen mit einem hohen Anteil mehrfach ungesättigten Fettsäuren: es macht samtig-weiche Haut. Nach meiner Wahrnehmung zieht es schnell ein und liegt nicht auf.

Wirkung
Ich habe sehr trockene Haut, die sehr schnell mit Rötungen reagiert (z. B. auf meinen eigenen Schweiß); ausgeprägt ist die Neigung zu Trockenheitsekzemen. Preiselbeersamenöl scheint meine Haut zu beruhigen und sie gut zu versorgen; wenn ich es hin und wieder abends im Cranberry Balm pur über Hydrolat oder auch, wie letztens, mit 1–2 Tropfen pur über mein Emulmetik-Fluid auftrage, wirkt die Haut morgens »intakt«, beruhigt, entspannt.

Geruch
Das Öl duftet dezent und angenehm nach gepressten Samen. Es bindet sich gut in andere Ölmischungen ein und schenkt in der Beduftung eines Kosmetikums jede Freiheit.

Fazit
Ich habe mein Lieblings-Wirkstofföl gefunden, dass aufgrund seiner oxidativen Stabilität auch als Basisöl fungieren darf. Das wird in meinem Rohstoff-Kühlschrank wohl nicht mehr fehlen. Mit Granatapfel meine Powermischung im immerhin nahenden 5. Lebensjahrzehnt. ;-)
Heike, ich habe es letztens schon hier im Forum gefragt, und bin jetzt auf diesen deinen Beitrag gestoßen. Findest du nach wie vor, dass ich Preiselbeersamenöl als Basisöl einsetzen kann?
Es geht um ein Hydrodispersionsgel mit 7%FP, da würd ich gern gerechnet auf die FP 80% Preiselbeer und 20% Jojoba nehmen. Denkst du das passt? Einerseits, weil das Preiselbeeröl ja sehr stabil ist, andererseits frag ich mich, ob das passt, weils ja ein Wirkstofföl ist und ja "mehr wirkt, oder? Vielleicht kannst du mir da kurz weiterhelfen. Tüftel schon seit einigen Tagen. Danke :skeptisch: :-a

Benutzeravatar

(Hat den Thread eröffnet)
Heike
Administrator
Administrator
Beiträge: 30251
Registriert: 10. Juni 2007, 20:37
Wohnort: Leverkusen
Kontaktdaten:

Re: Feedbackrunde: Preiselbeersamenöl

Ungelesener Beitrag von Heike » 28. August 2018, 20:39

Denise hat geschrieben:
28. August 2018, 15:17
Heike, ich habe es letztens schon hier im Forum gefragt, und bin jetzt auf diesen deinen Beitrag gestoßen. Findest du nach wie vor, dass ich Preiselbeersamenöl als Basisöl einsetzen kann?
Es ist tatsächlich eines der stabilsten Öle mit dieser Power an mehrfach ungesättigten Fettsäuren. Das heißt für mich aber eher, dass es auch mal in die Tagespflege darf, und auch mal etwas höher dosiert als andere Wirkstofföle, wenn die stabile Basis stimmt. Ein echtes Basisöl ist es nicht, kann es nicht sein, dafür ist die Zusammensetzung zu ungesättigt.

Ich bin da allerdings auch sehr konsequent. :-) Ich liebe diese Wirkstofföle, sie sind für mich das, was andere in USA (oder teilweise schon hier in D) an Superduperwirkstoffen des Typs »Anti Aging« kaufen. Mich interessieren diese Wirkstoffe aus den Laboren der Industrie nicht, ich setze auf Öle. Dennoch: Immer mit Bedacht, immer mit Respekt vor ihrer »Zartheit«. Man kann auch nachts aus dem Vollen schöpfen. :schmatz:
Liebe Grüße
Heike

Benutzeravatar

Denise
Rührküken
Rührküken
Beiträge: 81
Registriert: 15. August 2016, 23:07

Re: Feedbackrunde: Preiselbeersamenöl

Ungelesener Beitrag von Denise » 29. August 2018, 21:13

Heike hat geschrieben:
28. August 2018, 20:39
Es ist tatsächlich eines der stabilsten Öle mit dieser Power an mehrfach ungesättigten Fettsäuren. Das heißt für mich aber eher, dass es auch mal in die Tagespflege darf, und auch mal etwas höher dosiert als andere Wirkstofföle, wenn die stabile Basis stimmt. Ein echtes Basisöl ist es nicht, kann es nicht sein, dafür ist die Zusammensetzung zu ungesättigt.
Danke heike für deine antwort! :blumenfuerdich: Ok, dann werd ich schauen, wie ich es einplane. Es kommt jedenfalls in die tagespflege, und ich werds mal etwas höher dosieren als andere Wirkstofföle.

Sag mal, könntest du mir ev auch mit meinem vit e "problem" weiterhelfen? Wie da deine momentane Einschätzung wegen der Einsatzkonzentration ist? (oxidationsfördernd schon ab ca 0,1%-0,2%?) Ich diskutiere da grad mit einigen in einem eigenen thread, den ich vor ein paar tagen aufgemacht habe. Eh im hautpflege entwickeln abschnitt. Vielleicht kannst du da mal kurz vorbeischauen, würd mich interessieren wie du das siehst. (thread heißt vitamin e ab 0,1%-ranzig werden?) :morgenkaffee:


mano
Rührküken
Rührküken
Beiträge: 62
Registriert: 9. Dezember 2017, 08:01
Wohnort: Schweiz-nahe am Rhein

Re: Feedbackrunde: Preiselbeersamenöl

Ungelesener Beitrag von mano » 28. Januar 2019, 23:26

Hallo, hier noch ein Feedback zum Preiselbeersamenöl.
Ich habe davon ein Tropfen zur normalen Nachtpflege dazugetan. Meine Haut scheint es nicht zu mögen. Sie wurde rot und schien zu brennen. Ich reagiere auch so auf Wildrosenöl, da beide zur gleichen Wirkstoffgruppe gehören, könnte die Reaktion so ähnlich sein. Meine Haut ist feuchtigkeitsarm und mag keine allzuhohe Okklusion durch Buttern, dann gibts Pickel.Sie fettet rasch nach, wenn sie zu wenig Feuchtigkeit hat und wird pergamentartig. Granatapfelsamenöl liebt sie, meine Nase etwas weniger. Aber was solls.
Als zweiten Versuch habe ich Preiselbeersamenöl mit Granatapfelsamenöl gemischt. Geht auch nicht, Feueralarm.
Allerdings gehts gut mit 1% Einsatz in Lotionen. Da das Öl so schön lichtstabil ist, darf es dort nun zum Einsatz kommen. Ich kaufe es nicht mehr nach. Zu meiner Haut passts nicht 100%ig.
Lg mano

Antworten