Sommer / stabile Öle

Fettsäurespektren, Jodzahlen und Fettbegleitstoffe – hier werden Öle, Buttern und Wachse en detail gewürdigt.

Moderator: Heike

Benutzeravatar

Katharina
Master of Emulsifying
Master of Emulsifying
Beiträge: 10104
Registriert: 22. Oktober 2007, 12:06
Wohnort: Köln
Kontaktdaten:

Re: Sommer / stabile Öle

Ungelesener Beitrag von Katharina » 13. März 2012, 22:03

rührila san hat geschrieben:kann man den Thread bitte konservieren? :winke:

:augenwisch: edit archivieren :argverlegen:
:gruebel: Welchen Thread? Hier den aktuellen? Aber der ist doch noch nicht zu Ende, oder doch?
Freundlich grüßt
Katharina

Nichts ist so gewöhnlich wie der Wunsch bemerkenswert zu sein.
Shakespeare

Benutzeravatar

rührila san
Bachelor of Creams
Bachelor of Creams
Beiträge: 2026
Registriert: 25. Februar 2012, 17:13
Wohnort: BW
Kontaktdaten:

Re: Sommer / stabile Öle

Ungelesener Beitrag von rührila san » 13. März 2012, 22:11

Hab ich mit Archiv dann was falsch verstanden? :gruebel: Ich wollte nur das dieser Thread nicht einfach in unendlichen Seiten verschwindet :verlegen: Ich habe schon so viele Threads durch und dann weiß ich nicht wo sie sind,viele enthalten für mich lebenswichtige Informationen :faxen:
"Es gibt nur falsch auf die Hautsituation angepasste Rezepturen und Herstellungsverfahren, keine falschen Rohstoffe" (Heike Käser)
Liebe Grüße Laura

Benutzeravatar

splash
Bachelor of Creams
Bachelor of Creams
Beiträge: 2867
Registriert: 29. Juni 2009, 10:24
Wohnort: Guntramsdorf (NÖ)
Kontaktdaten:

Re: Sommer / stabile Öle

Ungelesener Beitrag von splash » 13. März 2012, 22:12

Wenn sich einige Zeit niemand mehr dazu meldet, dann können wir den Thread gern in die Archivsammlung aufnehmen. Solang noch eine aktive Diskussion herrscht, ist es nicht sinnvoll, das Thema ins Archiv zu schieben, denn dort wird es genau eines: archiviert, sprich eine aktive Diskussion findet dort dann nicht mehr statt, ist dann reines Nachschlagewerk.
Liebe Grüße
splash


Wer morgens zerknittert aufsteht, hat den ganzen Tag über enorme Entfaltungsmöglichkeiten.

Benutzeravatar

rührila san
Bachelor of Creams
Bachelor of Creams
Beiträge: 2026
Registriert: 25. Februar 2012, 17:13
Wohnort: BW
Kontaktdaten:

Re: Sommer / stabile Öle

Ungelesener Beitrag von rührila san » 13. März 2012, 22:18

splash hat geschrieben:Wenn sich einige Zeit niemand mehr dazu meldet, dann können wir den Thread gern in die Archivsammlung aufnehmen. Solang noch eine aktive Diskussion herrscht, ist es nicht sinnvoll, das Thema ins Archiv zu schieben, denn dort wird es genau eines: archiviert, sprich eine aktive Diskussion findet dort dann nicht mehr statt, ist dann reines Nachschlagewerk.
Ah ok, ich dachte,es werden Links Archiviert,bzw. das nicht die Threads ins Archiv verschoben werden sondern nur Links dazu archiviert. Ich glaube ich wiederhole mich schon tschuldigung :muede:
"Es gibt nur falsch auf die Hautsituation angepasste Rezepturen und Herstellungsverfahren, keine falschen Rohstoffe" (Heike Käser)
Liebe Grüße Laura


Ninella

Re: Sommer / stabile Öle

Ungelesener Beitrag von Ninella » 14. März 2012, 08:30

rührila san hat geschrieben:Ah ok, ich dachte,es werden Links Archiviert,bzw. das nicht die Threads ins Archiv verschoben werden sondern nur Links dazu archiviert.
Das hattest du auch ganz richtig so verstanden. Allerdings müsste dann jemand einen Thread "Sonnenstabile Öle" auch pflegen: klick


Nico1

Re: Sommer / stabile Öle

Ungelesener Beitrag von Nico1 » 14. März 2012, 13:26

rührila san hat geschrieben: Ich habe schon so viele Threads durch und dann weiß ich nicht wo sie sind,viele enthalten für mich lebenswichtige Informationen :faxen:
Du könntest dir in diesem Fall ein Lesezeichen setzen. Ich mache das auch mit den Threads die mir zu lang sind, um alles auf einmal zu lesen oder in denen ich noch mal etwas nachlesen möchte. :)


kleines Huhn

Re: Sommer / stabile Öle

Ungelesener Beitrag von kleines Huhn » 14. März 2012, 14:18

Nico1 hat geschrieben:
rührila san hat geschrieben: Ich habe schon so viele Threads durch und dann weiß ich nicht wo sie sind,viele enthalten für mich lebenswichtige Informationen :faxen:
Du könntest dir in diesem Fall ein Lesezeichen setzen. Ich mache das auch mit den Threads die mir zu lang sind, um alles auf einmal zu lesen oder in denen ich noch mal etwas nachlesen möchte. :)
Nicola meint nicht das im browser, sondern hier unter Deinem Account, einfach im Thread nach gaaanz unten scrollen!
Ich hab schon ganz viele, sozusagen mein eigenes Archiv :klimper:

Benutzeravatar

:: Hat das Thema eröffnet ::
Helga
Moderator
Moderator
Beiträge: 12269
Registriert: 25. August 2007, 22:37
Wohnort: Traun/OÖ

Re: Sommer / stabile Öle

Ungelesener Beitrag von Helga » 14. März 2012, 14:22

[ externes Bild ]hier zu sehen

:)
Liebe Grüße und noch einen schönen Tag :-)

Helga

Benutzeravatar

rührila san
Bachelor of Creams
Bachelor of Creams
Beiträge: 2026
Registriert: 25. Februar 2012, 17:13
Wohnort: BW
Kontaktdaten:

Re: Sommer / stabile Öle

Ungelesener Beitrag von rührila san » 14. März 2012, 20:39

Ihr seid alle so :blumenstrauss: :love: hab Lesezeichen gesetzt :yeah:
"Es gibt nur falsch auf die Hautsituation angepasste Rezepturen und Herstellungsverfahren, keine falschen Rohstoffe" (Heike Käser)
Liebe Grüße Laura

Benutzeravatar

Zimt
Rührküken
Rührküken
Beiträge: 67
Registriert: 23. Juni 2014, 08:35

Re: Sommer / stabile Öle

Ungelesener Beitrag von Zimt » 30. August 2014, 19:53

Ich habe gerade diesen älteren Thread entdeckt. Darf ich meine Frage anhängen?

Ich habe mir eine Sommercreme gemacht, allerdings war der heurige ja nicht sonderlich prickelnd, von daher konnte ich sie nicht ausgiebig testen (mal abgesehen davon, dass Schäden auch erst viel später auftauchen können...). Aber der nächste Sommer kommt bestimmt!
Ich möchte unbedingt Flecken durch Oxidation verhindern und habe folgende Öle verwendet:

30 % B0-Öle und 70 % B2. Damit wäre ich ja im Prinzip noch im Rahmen, wenn ich mir die Empfehlung auf olionatura anschaue (die da wären: 20-50 % B0; 50-70 % B1/B2/B3).

Allerdings sehe ich nirgendwo eine genaue Empfehlung in Sachen Fettsäuren, sowie ob es denn ok ist, wenn man die 70 % der B1 bis B3-Öle rein an B2 vergibt? In meinem Fall wäre das Sesamöl. Ich habe also 70 % Sesamöl (ja, ich mag das Hautgefühl) in meiner Sommercreme sowie 30 % stabilisierende B0-Öle.

Das klingt nach sehr viel Sesamöl?

Fettsäuremässig sieht das so aus: 29 % Ölsäure sowie 29 % Linolsäure.

Nun lese ich immer wieder, ungesättigte Fettsäuren wären im Sommer/bei Sonne nicht wirklich zu empfehlen. Also eher auf Öl- statt Linol setzen. Habe ich nun zuviel Linolsäure? Sollte die Ölsäure überwiegen, und wenn ja, um wieviel % in etwa?
Und wo (bei wieviel %) ist denn die Grenze in Sachen ungesättigte Fettsäuren, insbesondere bei B2?


Klar wäre es einfacher, mir einfach eine stabile Ölmischung zu mischen mit 50 % B0 und 50 % B1 :D. ..oder ähnliches.
Aber wenn meine Haut das ertragen würde, dann hätte ich es längst gemacht. Aber meine Haut mag eben Linolsäure. Ölsäure nicht so - jedenfalls nicht überwiegend. Und mit den B1-Ölen kann sie nicht wirklich viel anfangen. B3 und alles drüber kommt nicht in Frage. Tut aber nichts zur Sache :-)

Erleuchtet mich jemand? :)

Benutzeravatar

Heike
Administrator
Administrator
Beiträge: 28913
Registriert: 10. Juni 2007, 20:37
Wohnort: Leverkusen
Kontaktdaten:

Re: Sommer / stabile Öle

Ungelesener Beitrag von Heike » 31. August 2014, 07:31

Zimt hat geschrieben:Ich habe mir eine Sommercreme gemacht …
Ich muss nachfragen: Du meinst eine Sommercreme im Sinne von »Pflegecreme im Sommer«. Das, was man auch in der Woche nimmt, wenn man arbeitet, sich auch in geschlossenen Räumen aufhält, also nicht längere Zeit intensiv der Sonne ausgesetzt ist?

Dann ist Deine Mischung in Ordnung. :-) Sesamöl ist recht stabil. Nur für echte Sonnencremes würde ich Linolsäure ganz rauslassen und auf jojoba-, Kokosöl, Esteröle setzen.
Liebe Grüße
Heike

Benutzeravatar

Zimt
Rührküken
Rührküken
Beiträge: 67
Registriert: 23. Juni 2014, 08:35

Re: Sommer / stabile Öle

Ungelesener Beitrag von Zimt » 31. August 2014, 13:26

Danke Heike für die superschnelle Antwort!

Ja, ich meinte für eine "normale" Creme.

Ich aale mich nicht in der Sonne, allerdings, und vermutlich sind wir dann wieder gleich weit, bin ich doch schon öfters draussen unterwegs. Es zählt ja nicht nur, wie lang man "am Stück" draussen ist, sondern auch wieviel insgesamt. Ich denke, 45 min. ist das mindeste. Das habe ich schon, wenn ich mal einkaufen gehe. Manchmal bin ich aber auch 2 oder 3 h insgesamt draussen. Ist sehr unterschiedlich.

UV-Licht streut ja....dann kommt noch die Wärme (+ Sauerstoff) hinzu, die ja auf die Öle auch keinen sonderlich guten Einfluss hat....drum nehme ich an, ist es mit blossem "grossen Hut tragen" nicht getan?

Meine Idee wäre, dass ich für ein paar kurze Aufenthalte im Freien alles so belasse. Wenn ich aber weiss, dass ich die nächsten Stunden über einige male rausmuss, also insgesamt vielleicht 1-3 h draussen bin, ich mir meinen Hut schnappe sowie meine Pudermischung verwende (10 % Sofitix, Perlen- und Seidenpulver), und dies über meine Sesam-Creme pinsle.
Oder ist dies zu wenig Schutz? Sollte man linolreiche Öle besser im Schrank stehen lassen, auch wenn man einen Sonnenschutz (in meinem Fall Sofitix) draufpinselt/schmiert?
Seufz...meine unreine Haut wird mich für ölsäure-lastige Pflege hassen :-(


Cremefee

Re: Sommer / stabile Öle

Ungelesener Beitrag von Cremefee » 14. September 2014, 16:26

Hallo liebe Gemeinde

Gibt es eigentlich irgendwelche wissenschaftliche Quellen, die den Zusammenhang von schnellranzenden Ölen und Pigmentflecken oder sonstigen Hautschäden belegen? Das wird hier immer als so selbstverständlich angesehen, ich habe mehrmals das Internet (Pubmed, Google Scholar) durchsucht und konnte rein gar nichts finden. Eher noch das Gegenteil, wobei eher indirekt... Also ich meine jetzt natürlich den Fall, in dem das Öl zum Zeitpunkt des Hautauftrags noch gut ist. Ich wäre für Links sehr dankbar.

Liebe Grüsse
Cremefee

Benutzeravatar

:: Hat das Thema eröffnet ::
Helga
Moderator
Moderator
Beiträge: 12269
Registriert: 25. August 2007, 22:37
Wohnort: Traun/OÖ

Re: Sommer / stabile Öle

Ungelesener Beitrag von Helga » 14. September 2014, 18:54

Fürs erste kann ich Dir einen Link zu Dr. Lautenschläger setzen hier
Auszug aus o. a. Publikation:
Pigmentierungen bestehen nicht immer nur aus Melanin, sondern können wie im Fall der Altersflecke auch abgelagerte, endogene Stoffwechselprodukte enthalten, die durch Oxidation von Proteinen und Lipiden entstehen (Lipofuszin).

Heike hat sicher noch andere Info' s :)
Liebe Grüße und noch einen schönen Tag :-)

Helga

Benutzeravatar

:: Hat das Thema eröffnet ::
Helga
Moderator
Moderator
Beiträge: 12269
Registriert: 25. August 2007, 22:37
Wohnort: Traun/OÖ

Re: Sommer / stabile Öle

Ungelesener Beitrag von Helga » 14. September 2014, 19:53

Hier habe ich noch etwas gefunden.
Liebe Grüße und noch einen schönen Tag :-)

Helga

Benutzeravatar

Heike
Administrator
Administrator
Beiträge: 28913
Registriert: 10. Juni 2007, 20:37
Wohnort: Leverkusen
Kontaktdaten:

Re: Sommer / stabile Öle

Ungelesener Beitrag von Heike » 14. September 2014, 21:30

Cremefee hat geschrieben:Gibt es eigentlich irgendwelche wissenschaftliche Quellen, die den Zusammenhang von schnellranzenden Ölen und Pigmentflecken oder sonstigen Hautschäden belegen?
Viele. Mein Buch ist allerdings die erste Quelle gewesen, die gegebene Fakten gesammelt, ausgewertet und auf unseren Selbstrührerbereich übertragen hat. Normalerweise käme niemand auf den Gedanken, konzentrierte hochungesättigte Öle als tägliche Pflege einzusetzen – nur Selbstrührer. Die Kosmetikindustrie hat ihre eigenen Strategien, ihre Produkte stabil zu konzipieren (und andere Möglichkeiten der Analytik).

Wenn Du also nach der Antwort auf eine so konkreten Fragestellung suchst, wie Du sie formulierst, wirst Du vor allem Heike Käser als Quelle finden. ;-) Wenn Du offener suchst und nach Quellen recherchierst, die Lipidoxidation zum Thema haben, den Metabolismus von Fettsäuren in der Haut, die Zusammensetzung hauteigener Fette, dann erschließen sich Dir sehr tiefe und interessante Zusammenhänge – und dann kannst Du plötzlich eigene Beobachtungen in ein fundiertes Netzwerk an Informationen einordnen. In meinen Büchern findest Du sehr umfassende Quellenangaben, die Dir einen Einstieg in eigene Recherchen erleichtern werden.

Wenn Du einen Dr. vor dem Namen brauchst (es gibt Menschen, die das brauchen, ich verstehe das gut): Dr. Hans Lautenschläger empfiehlt in einigen Fachartikeln ebenfalls, hochungesättigte Öle bevorzugt nachts anzuwenden. Abgesehen vom Doktortitel ist er ein hervorragender Naturwissenschaftlicher, den ich sehr schätze. Mit ihm habe ich meine These vor Jahren persönlich diskutiert.
Liebe Grüße
Heike

Benutzeravatar

Judy
Master of Emulsifying
Master of Emulsifying
Beiträge: 5602
Registriert: 23. Juli 2011, 12:58
Wohnort: Sunshine Coast, QLD, Australien

Re: Sommer / stabile Öle

Ungelesener Beitrag von Judy » 15. September 2014, 00:23

Heike, darf ich da mal kurz einhaken?
Ich sehe immer wieder oxidationsanfällige Öle in NK Produkten - nehmen die dann raffinierte Öle? Haben diese dann überhaupt noch eine Wirkung?
Oder werden sie so gering dosiert, dass es nichts ausmacht?
Gibt es eine Regel: Soundso viel Gramm oder Prozent an anfälligen Ölen können mit soundso viel Gramm oder Prozent an sonnenstabilen Ölen 'aufgefangen' werden, d.h. stabilisiert werden?
:lupe:
Liebe Grüße,
Judy
Simplicity is the ultimate sophistication (Leonardo da Vinci)

Benutzeravatar

Heike
Administrator
Administrator
Beiträge: 28913
Registriert: 10. Juni 2007, 20:37
Wohnort: Leverkusen
Kontaktdaten:

Re: Sommer / stabile Öle

Ungelesener Beitrag von Heike » 15. September 2014, 07:22

Judy hat geschrieben:Heike, darf ich da mal kurz einhaken?
Ich sehe immer wieder oxidationsanfällige Öle in NK Produkten - nehmen die dann raffinierte Öle?
Du hast meine Bücher, meine ich? Da habe ich alle Faktoren erläutert, mit entsprechenden Fußnoten auf einige Quellen (insbesondere im Handbuch, S. 70–76 (1./2. Auflage) bzw. S. 72–78 (3. Auflage). :-)
Gibt es eine Regel: Soundso viel Gramm oder Prozent an anfälligen Ölen können mit soundso viel Gramm oder Prozent an sonnenstabilen Ölen 'aufgefangen' werden, d.h. stabilisiert werden?
Das wäre schön, aber um eine solche Aussage zu treffen, müsste man viele Parameter einfließen lassen (oxidativer Status der Ausgangsöle, Temperatur, Lichtintensität u. a.). Ich persönlich habe keine Probleme mehr, seitdem ich mich an meine Kombinationsregeln halte. Seitdem ist meine Haut sehr viel ruhiger geworden.
Liebe Grüße
Heike

Benutzeravatar

Judy
Master of Emulsifying
Master of Emulsifying
Beiträge: 5602
Registriert: 23. Juli 2011, 12:58
Wohnort: Sunshine Coast, QLD, Australien

Re: Sommer / stabile Öle

Ungelesener Beitrag von Judy » 15. September 2014, 08:38

Danke, Heike :knuddel:
ja, da muss ich gleich mal nachlesen gehen!
Danke auf den Seitenverweis!

Liebe Grüße,
Judy
Simplicity is the ultimate sophistication (Leonardo da Vinci)


Cremefee

Re: Sommer / stabile Öle

Ungelesener Beitrag von Cremefee » 15. September 2014, 13:06

Liebe Heike

Vielen Dank für Deine Antwort. Ok, welche Quellen hast Du denn für Dein Buch ausgewertet? Ich will wirklich nicht unhöflich sein und ich finde dieses Forum ganz ganz toll und hilfreich. Es geht mir auch nicht darum, dass ich irgendwie Wildrosenöl in einer Sonnencreme einsetzen will oder so, meine Haut kann weder mit alpha- noch mit gamma-Linolensäure etwas anfangen, es geht mir generell um den Nachweis des Zusammenhanges von Hautschäden und peroxidationsanfälligen Ölen. Ich stelle jetzt mal ein paar Links, die meiner Meinung nach tendenziell das Gegenteil zeigen.
Hier siehe vor allem den Abschnitt "n − 3 Polyunsaturated fatty acids"
Das hier wird in dem vorigen Link unter anderem zitiert
Hier geht es unter anderem um Granatapfelsamenöl und Bestrahlung
Hier geht es um Mandelöl, ist natürlich relativ stabil, aber ich stelle es trotzdem mal rein
Dr. Lautenschläger konnte ich auf Pubmed überhaupt nicht finden, auf Google Scholar kommen ein paar wenige Artikel, er scheint für Dermaviduals zu arbeiten (zumindest finde ich ihn in dem Zusammenhang). Ich kenne ihn nicht und er mag ein toller Wissenschaftler sein, ich würde aber gerne die biochemische Vorgänge in der Haut wissen und dafür sind Papers halt die glaubwürdigste Quelle.
Ich will hier jetzt auf keinen Fall die These vertreten "hochungesättigte Lipide sind optimal in Sonnenprodukten", versteht mich bitte nicht falsch. Es ist aber so, dass ich es irgendwie sehr oft lese, wie schlimm es ist, linolsäurelastige Rezepturen im Sommer zu verwenden (hier und auch in anderen Foren) und absolut keine wissenschaftliche Literatur dazu finden kann. Und als Biochemikerin brauche ich einfach meine Fakten, Messungen, Mechanismen, Fehlerbalken, etc. :D .
Ich bin übrigens auch nicht wirklich eine Anfängerin in Sachen selbstgemachte Kosmetik, ich habe hier bis jetzt nur recht wenig geschrieben. Ich bin halt jemand, der bei einer Frage zuerst das Internet durchsucht und erst nachher etwas im Forum schreibt. Normalerweise finde ich die Antwort im Internet oder ich probiere es einfach mal aus... in beiden Fällen erübrigt sich dann die Frage :D . Dieses Mal konnte ich eben nichts finden... und ausprobieren reizt mich in diesem Fall auch nicht besonders :D .

Danke Helga für den Link, ich werde mal nach Lipofuszin und Haut suchen, so schnell konnte ich nichts finden. Die Frage ist ja, wie sehr die Bildung durch von aussen aufgetragene Produkte beeinflusst wird.

Liebe Grüsse
Cremefee
Zuletzt geändert von Annika am 15. September 2014, 13:52, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Links versteckt und repariert ;)

Benutzeravatar

Kunstblume
Moderator
Moderator
Beiträge: 8355
Registriert: 10. März 2013, 19:42
Wohnort: Berlin
Kontaktdaten:

Re: Sommer / stabile Öle

Ungelesener Beitrag von Kunstblume » 15. September 2014, 13:26

Cremefee hat geschrieben:...ich habe hier bis jetzt nur recht wenig geschrieben. Ich bin halt jemand, der bei einer Frage zuerst das Internet durchsucht und erst nachher etwas im Forum schreibt. Normalerweise finde ich die Antwort im Internet oder ich probiere es einfach mal aus... in beiden Fällen erübrigt sich dann die Frage :D ...
Ein Forum lebt nicht rein von Fachsimpelei - wir plaudern hier auch gerne liebevoll miteinander :hearts: schreib ruhig öfters mal :bingo: Als Biochemikerin kannst du sicher auch andere Menschen an deinem Wissen teilhaben lassen.
Und hier kann man üben, links zu verstecken :winke:
Liebe Grüße, Nina

Benutzeravatar

Judy
Master of Emulsifying
Master of Emulsifying
Beiträge: 5602
Registriert: 23. Juli 2011, 12:58
Wohnort: Sunshine Coast, QLD, Australien

Re: Sommer / stabile Öle

Ungelesener Beitrag von Judy » 15. September 2014, 13:58

Liebe Cremefee - in my humble opinion:
Link 1 spricht nur von ORALER Einnahme von Fettsäuren, aber nicht von Resultaten AUF der Haut.
Link 2 führt nirgendwo hin.
Link 3 untersucht nur UVB Schäden - von UVA keine Rede (und diese machen immerhin 95% der UV Strahlung aus).
Link 4
Histopathologic studies also indicated a photoprotective effect of almond oil on the skin after UV exposure.
spricht von Effekten NACH dem Auftragen von Mandelöl und nicht während der UV Bestrahlung.

Liebe Grüße,
Judy
Simplicity is the ultimate sophistication (Leonardo da Vinci)

Benutzeravatar

Heike
Administrator
Administrator
Beiträge: 28913
Registriert: 10. Juni 2007, 20:37
Wohnort: Leverkusen
Kontaktdaten:

Re: Sommer / stabile Öle

Ungelesener Beitrag von Heike » 15. September 2014, 17:44

Cremefee hat geschrieben:Ok, welche Quellen hast Du denn für Dein Buch ausgewertet?
Hier fürs Erste die Quellen für das Handbuch:

Fachliteratur
Augustin, Matthias; Hoch, Yvonne: Phytotherapie bei Hauterkrankungen.
Urban & Fischer, 2004

Barel, André O.; Paye, Marc; Maibach, Howard I.: Handbook of Cosmetic
Science and Technology. Third Edition. Informa Healthcare USA, Inc., 2009

Barrett-Hill, Florence: Cosmetic Chemistry for Skin Treatment Therapists.
Virtual Beauty Corporation. New Zealand, 2009

Block, Seymour S.: Disinfection, Sterilization, and Preservation.
Lippincott Williams & Wilkins, 1983

Bühring, Ursula: Praxis-Lehrbuch der modernen Heilpflanzenkunde.
Grundlagen – Anwendung – Therapie. Stuttgart: Sonntag-Verlag, 2004

Burgess, Cheryl M.: Cosmetic Dermatology. Berlin: Springer, 2005

Catty, Suzanne: The Next Aromatherapy. Healing Arts Press, 2001

D’Amelio, Frank S.: Botanicals. A Phytocosmetic Desk Reference.
New York: CRC PRESS, 1999.

Draelos, Zoe Diana; Thaman, Lauren A.: Cosmetic Formulation of
Skin Care Produkts. New York; London: Taylor & Francis, 2006

Ellsässer, Susanne: Körperpflegekunde und Kosmetik. Springer Verlag, 2008

Fey, Horst; Petsitis, Xenia: Wörterbuch der Kosmetik.
Stuttgart: Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft mbH, 2004

Fluhr, Joachim; Elsner, Peter; Berardesca, Enzo; Maibach, Howard I.:
Bioengineering of the Skin. Water and Stratum corneum.
CRC PRESS, 2005

Frede, Wolfgang (Hrsg.): Taschenbuch für Lebensmittelchemiker.
Lebensmittel, Bedarfsgegenstände, Kosmetika, Futtermittel.
Springer-Verlag, 2005

Gloor, Max; Thoma, Karl; Fluhr, Joachim: Dermatologische Externatherapie.
Berlin: Springer-Verlag, 2000

Gunstone, Frank D.; Harwood, John L.; Dijkstra, Albert J.: The Lipid Handbook. CRC Press, 2007

Hanahn, Donald J.: A Guide to Phospholipid Chemistry.
Oxford University Press, 1997

Heymann, Eberhard: Haut, Haar und Kosmetik.
Eine chemische Wechselwirkung – Handbuch für Körperpflegeberufe,
Apotheker und Dermatologen. Bern: Verlag Hans Huber, 2003

Hänsel, Rudolf; Sticher, Otto (Hrsg.): Pharmakognosie – Phytopharmazie.
Heidelberg: Springer Medizin Verlag, 2010

Höger, Peter H.: Kinderdermatologie. Differenzialdiagnostik und Therapie
bei Kindern und Jugendlichen. Stuttgart: Schattauer, 2011

Krist, Sabine; Buchbauer, Gerhard; Klausberger, Carina:
Lexikon der pflanzlichen Fette und Öle. Wien: Springer-Verlag, 2008

Kutz, Gerd; Daniels, Rolf; Trommer, Hagen: Emulsionen.
Entwicklung, Herstellung, Prüfung. Aulendorf: Editio Cantor Verlag, 2011

Lautenschläger, Hans: Korneotherapie – Bindeglied zwischen Dermatologie und Kosmetik. KOKO Kosmetikvertrieb GmbH & Co KG, Leichlingen 2011

Leyden, James L.; Rawlings, Anthony V.: Skin Moisturization.
New York; Basel: Marcel Dekker Inc., 2002

Litsky, Waren: Disinfection, Sterilization, and Preservation.
Lippincott Williams & Wilkins, 2000

Lucas Meyer Cosmetics: Lecithin für die Kosmetik.
Publikation Nr. 9, 1991

Matthäus, Bertrand; Münch, Ernst Wilhelm:
Warenkunde Ölsaaten; Pflanzenöle. Agrimedia, 2009

Mollet, Hans; Grubenmann, Arnold: Formulierungstechnik.
Emulsionen, Suspensionen, feste Formen.
Weinheim: WILEY-VCH, 2000

 Orfanos, Constantin E.; Garbe, Claus: Therapie der Hautkrankheiten.
Springer-Verlag, 2002

Peyrefitte, Gérard: Lehrbuch Anatomie und Physiologie für Kosmetikerinnen. Strukturen, Funktionen, Veränderungen. Bern: Verlag Hans Huber, 2005

Raab, Wolfgang; Kindl, Ursula: Pflegekosmetik. Ein Leitfaden.
Stuttgart: Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft, 4. Auflage, 2004

Rose, Jeanne: 375 Essential Oils and Hydrosols.
Berkley; California: Frog Ltd., 1999

Rose, Jeanne: Destillation. A How-To Booklet. San Francisco, 2001

Rose, Jeanne: Hydrosols & Aromatic Waters©. San Francisco, 2007

Schaubelt, Kurt: Neue Aromatherapie. Gesundheit und Wohlbefinden
durch ätherische Öle. Köln: vgs-Verlagsgesellschaft, 4. Auflage 1996

Schilcher, Heinz; Kammerer, Susanne; Wegener, Tankred:
Leitfaden Phytotherapie. München: Elsevier, 2007

Schöbel, Kathrin: Liposomen, Gerbstoffe und essentielle Fettsäuren für die Pflege und Regeneration der Haut. Hamburg: Verlag Dr. Kovac, 1995

Smolle, Josef; Mader, Frank H.: Beratungsproblem Haut. Diagnostik, Therapie
und Pflege im Praxisalltag. Springer, 2005

Stegemeyer, Horst: Lyotrope Flüssigkristalle. Darmstadt: Steinkopff-Verlag, 1999

Traupe, Heiko; Hamm, Henning: Pädiatrische Dermatologie.
Heidelberg: Springer-Verlag, 2006

Trinkkeller, Hermann: Dermatologische und medizinische Kosmetik.
Leitfaden für die kosmetische Praxis. Heidelberg: Springer, 2007

Umbach, Wilfried (Hrsg.): Kosmetik. Entwicklung, Herstellung
und Anwendung kosmetischer Mittel. Thieme, 2. Auflage 1995

Voigt, Rudolf: Pharmazeutische Technologie. Für Studium und Beruf.
Stuttgart: Deutscher Apotheker Verlag, 2006

Wabner, Dietrich; Beier, Christiane:
Aromatherapie. Grundlagen · Wirkprinzipien · Praxis.
München: Urban & Fischer, 2008

Werner, Monika; von Braunschweig, Ruth: Praxis Aromatherapie.
Grundlagen – Steckbriefe – Indikationen. Stuttgart: Hauck, 2006

Zimmermann, Eliane: Aromatherapie für Pflege- und Heilberufe.
Das Kursbuch zur Aromapraxis. Stuttgart: Sonntag-Verlag, 3. Auflage 2006

Fachpublikationen

Alander, Jari; Andersson, Ann-Charlotte; Lindström, Christer:
Cosmetic emollients with high stability against photo-oxidation.
Lipid Technology, Vol. 18, No. 10, pp. 226 – 230, October 2006

Alberg, Ulrike: Wasserhaltige Hydrophile Salbe DAB mit suspendiertem
Hydrocortisonacetat – Einfluss von Ethanol auf die Mikrostruktur der Creme, Arzneistofffreigabe und Arzneistoffpermeation durch humanes Stratum corneum. Dissertation. Braunschweig, 1998

Alkrad, Jamal Alyoussef: Hyaluronsäurederivate. Strukturcharakterisierung,
Bestimmung und Dermatologische Anwendung. Dissertation. Halle, 2003

Ballmann, Christina: Entwicklung und Charakterisierung halbfester
Zubereitungen auf der Basis von Triglyceriden. Dissertation. Kiel, 2006

Billian, Patrick: Chemische Charakterisierung von Alkylpolyglucosiden.
Dissertation. Berlin, 2000

Bruns, Christiane: Entwicklung und Validierung eines hautähnlichen Systems zur Testung von Emollienten zur dermalen Anwendung. Dissertation. Berlin, 2008

Clark, Christine: How to choose a suitable emollient.
The Pharmaceutical Journal, 2004, Vol. 273, pp 351 – 353

Damer, Klaus: Epidermale Permeabilitätsbarriere. Irritabilität und Regeneration in Abhängigkeit von psychischen Faktoren. Dissertation. Osnabrück, 2005

Dayan, N.; Batheja, P.; Michniak, B.: Oleic Acid-induced Skin Penetration Effects of a Lamellar Delivery System. Cosmetic & Toiletries, Vol. 122, 9 (2007), S. 73 ff.

Eichler, Olaf: Photoprotektion der Haut durch Carotinoide.
Dissertation. Düsseldorf, 2000

Elias, Peter M.: Epidermal Lipids, Barrier Function, and Desquamation.
Journal of Investigative Dermatology, 1983, 80 (Suppl.): 44 – 49

Elias, Peter M.: Structure and function of the stratum corneum permeability
barrier. Drug Development Research, Vol. 13, Issue 2 – 3, pages 97 – 105, 1988

Farwanah, Hany: Untersuchung der Ceramide des Stratum corneum
in der nicht involvierten Haut bei Neurodermitis- und Psoriasis-Patienten
mit Hilfe der AMD-HPTLC und der HPLC; APCI-MS.
Disseration. Halle-Wittenberg, 2005

Frauen, Markus: Analytik kosmetisch wirksamer Pflanzenextrakte mit der
Flüssigchromatographie-Massenspektrometrie (LC; MS). Studien zur
Stabilität in kosmetischen Mitteln und zum in vitro-Penetrationsverhalten.
Dissertation. Hamburg, 2003

Fröde, Dirk: Untersuchungen zum Einfluß freier Fettsäuren auf in vitro kultiviert­e humane Keratinozyten. Dissertation. Halle, 1998

Glombitzka, Bettina: Lipidsysteme als Stratum corneum-Modelle.
Charakterisierung und Eignung für Permeationsuntersuchungen.
Dissertation: Braunschweig, 2001

Gloor, Max; Bettinger, J.; Gehring, Wolfgang: Beeinflussung der Hornschicht­qualität durch glycerinhaltige Externagrundlagen.
In: Der Hautarzt, 1998, Ausgabe 1

Gloor, Max; Gehring, Wolfgang: Eigenwirkungen von Emulsionen auf die
Hornschichtbarriere und -hydratation.
In: Der Hautarzt, April 2004, Ausgabe 54

Grether-Beck, S.; Mühlberg, K.; Brenden, H.; Krutmann, J. H.:
Topische Applikation von Vitaminen, Phytosterolen und Ceramiden.
Schutz vor vermehrter Expression der interstitiellen Kollagenase und
verminderter Kollagen-I-Expression nach 1-maliger UVA-Bestrahlung.
In: Der Hautarzt, Volume 59, Number 7, July 2008, pp. 557 – 562 (6)

Hay, Isabelle C.; Jamieson, Margaret; Ormerod, Anthony D.: Randomized Trial of Aromatherapy. Successful Treatment for Alopecia Areata.
In: Arch Dermatol. 1998; 134: 1349 – 1352

Heldmaier, M.: Phytochemische Charakterisierung öliger Extrakte aus
pflanzlichen Drogen. Dissertation. Hamburg, 2007

Hölsken, O.: Zur Vehikelabhängigkeit der Penetration von α-Tocopherolacetat in die menschliche Haut. Dissertation. Halle-Wittemberg, 2005.

Ibarra, Fernando: Konservierungsmittelfreie Konzepte für die Natur-Kosmetik. Natürliche Rohstoffe für natürliche Produkte. In: B. Ziolkowsky (Hrsg.):
Kosmetikjahrbuch 2007. Augsburg: Verlag für chemische Industrie, 2007

Ibarra, Fernando: Traditional or alternative preservatives?
We dont‘t care, say Micro Organisms. But we do, say consumers.
Household and Personal Care Today, Nr. 4, 2007

Ibarra, Fernando: 1,2-Alkandiole auf dem Prüfstand. Alternative Konservierung.
In: COSSMA, 1; 2008

Industrieverband Körperpflege- und Waschmittel e. V. (IKW):
Stake­holder-Dialog Kosmetik. Nanopartikel in kosmetischen Mitteln.
Frankfurt a. M, 2007

Isbell, T. A.; Abbott, T. P.; Carlson, K. D.: Oxidative stability index of vegetable oils
In binary mixtures with meadowfoam oil.
Industrial Crops and Products 9 (1999) pp. 115 – 123

Janeke, Guido: Einfluss klimatischer Faktoren auf den Zustand der Hautbarriere. Dissertation. Henstedt-Ulzburg, 2002

Juliano, C.; Cossu, M.; Alamanni, M. C.; Piu, L.: Antioxidant activity of
gamma-oryzanol: Mechanism of action and its effect on oxidative
stability of pharmaceutical oils. International Journal of Pharmaceutics,
Volume 299, Issues 1 – 2, 2005, pp. 146 – 154

Junginger, H.: The ratio of free and fixed interlamellar water as quality
criteria for O; W creams.
Pharmazie. 1984 Sep; 39 (9): 610 – 4

Köpper, Doris: Struktur- und Stabilitätsuntersuchungen an neuartigen
topischen Grundlagen aus Naturstoffen. Dissertation. Erlangen, 2004

Keis, K.; Persaud, D.; Kamath, Y. K.; Rele , A. S.:
Investigation of Penetration Abilities of various Oils into Human Hair Fibers.
Journal of Cosmetic Science, 56: 283 – 295, 2005.

Kerschbaum, S.; Schweiger, P.: Untersuchungen über die Fettsäure- und Tocopherolgehalte von Pflanzenölen.
Landesanstalt für Pflanzenbau Forchheim (Hrsg.), 2001

Khallouki, F.; Mannina, L.; Viel, S.; Owen, R. W.: Thermal stability and
long-chain fatty acid positional distribution on glycerol of argan oil.
Food Chemistry 110 (2008) pp. 51 – 67

Kleinsorgen, R. von; List, P. H.: Emulsionen mit Lecithin.
In: Pharmazie in unserer Zeit. (10) 1; 1981

Kohno Y.; Egawa Y.; Itoh S.; Nagaoka S.; Takahashi M.; Mukai K.:
Kinetic study of quenching reaction of singlet oxygen and
scavenging reaction of free radical by squalene in n-butanol.
Biochim. Biophys. Acta 1256 (1995) pp. 52 – 56

Krutmann, Jean: Vorzeitige Alterungsprozesse durch Umwelteinflüsse:
Molekulare Untersuchungen am Modellorgan Haut.
Jahrbuch der Heinrich-Heine-Universität Düssedorf, 2002

Kuhnt, Bettina Ruth: Untersuchungen zum Einfluss freier Fettsäuren und Öle auf in vitro kultivierte Keratinozyten. Dissertation. Halle, 2003

Lampe, Marilyn A. et al: Human stratum corneum lipids: characterization and regional variations. Journal of Lipid Research, Volume 24, 1983, S. 127

Lautenschläger, Hans: Das sanfte Gleiten – Präparate für die Massage.
In: Kosmetik International 2011 (2), 36 – 40

Lautenschläger, Hans: Hyaluronsäure – ein legendärer Wirkstoff.
In: Kosmetische Praxis 2008 (4), S. 16 – 18

Lautenschläger, Hans: Mindesthaltbarkeit und Konservierung.
In: Beauty Forum 2004 (6), S. 68 – 69

Lautenschläger, Hans: Neues aus der Puderdose – vom Harnstoff-Puder bis zum Faltenkiller. In: Kosmetische Praxis 2007 (2), S. 14 – 16

Lautenschläger, Hans: Oleogele – was wasserfreie Präparate leisten können.
In: Kosmetische Praxis 2004 (4), S. 6 – 7

Lautenschläger, Hans: Pflegende Wirkstoffe – Vitamine, Öle & Co.
In: Kosmetische Praxis 2003 (5), S. 14 – 15

Lautenschläger, Hans: Spezielle Wirkstoffe und Grundlagen in der Korneotherapie. In: Kosmetische Medizin 2004 (2), S. 72 – 74

Lautenschläger, Hans: Starke Wirkung – Phospholipide in Kosmetika.
In: Kosmetik International 2003, S. 38 – 40

Lautenschläger, Hans: Universelle talkumfreie Pudergrundlage mit Harnstoff.
In: Kosmetische Medizin 2006 (2), S. 68 – 70

Lautenschläger, Hans: Vitamin K für gesunde, schöne Haut.
In: Kosmetik International 2005 (7), S. 89

Lautenschläger, Hans: Wenn die Haut reagiert – Kosmetika und ihre Wirkungen. In: Beauty Forum 2008 (9), S. 114 – 116
Letchamo, W.; Khoo, B. K.; Hartman, T. G.: Evaluation of the Quality of
West African Shea Butter (Vitellaria paradoxa).
International Society for Horticultural Science, 2007

Liecken, Julia: Einfluss von hydrophilen und lipophilen Vehikeln auf die
Wirkstoffpenetration durch die Haut. Dissertation. Düsseldorf, 2003

Mäkinen, K.: Der Einsatz von Xylit in der Kariesprophylaxe.
praxisDienste + Verlags-GmbH, 2003

Marenbach, Dorthe: Untersuchung zur Verteilung von Bakterien in der
menschlichen Haut. Dissertation. Berlin, 2007

Mariod, Abdalbasit Adam: Investigations on the oxidative stability of some
unconventional Sudanese oils, traditionally used in human nutrition.
Dissertation. Münster, 2005.

Miller, A.: Analytik von Minorlipiden: Ferulasäureester von Phytosterolen (γ-Oryzanol) in Reis. Dissertation. München, 2004

Nobuaki, H.; Mikinobu, S.: New raw materials and new technologies for cosmetics. (Part II). Cholesterol, Phytosterol, their esters and their
complexes. In: Journal of Fragrance, Vol 27, No. 91, 1999

Oberle, Volker: Untersuchungen zum Einfluß freier Fettsäuren auf die
Eigenschaften biologischer und Modellmembranen. Dissertation. Halle, 1999

Oesch, Paul: Ueber die Herstellung und Prüfung von Suppositorien.
Promotion, Zürich 1944

Ottaviani, Monica; Camera, Emanuela; Picardo, Mauro:
Lipid Mediators in Acne. Mediators of Inflammation, Volume 2010 (2010)

Petersen, Wilfried: Naturkosmetik-Labels. Ganz schön unterschiedlich.
In: COSSMA 03; 2011, S. 36 ff.

Pierstorff, Barbara: Die Protein-Lipid-Bindung in der epidermalen
Permeabilitätsbarriere. Dissertation. Bonn, 2005

Plaß, Jan Thomas Nikolaus: NMR-Studien an grenzflächenaktiven
Verbindungen in kosmetisch relevanten Systemen. Dissertation. Aachen, 2001

Rabasco Alvarez, Antonio M.; González Rodríguez, María Luisa:
Lipids in pharmaceutical and cosmetic preparations.
Grasas y Aceites, Vol. 51. Fasc. 1 – 2 (2000), 74 – 96

Rajin, Mariani; Bono, Awang; Mun, Ho Chong: Optimisation of Natural
Ingredient Based Lipstick Formulation by Using Mixture Design.
Journal of Applied Sciences 7 (15), 2099 – 2103, 2007

Rele,  Aarti S.; Mohile, R. B.: Effect of mineral oil, sunflower oil, and coconut oil on prevention of hair damage.
Journal of Cosmetic Science, 56: 175 – 192, 2003

Rickmeyer, Christiane: Penetrationseigenschaften von beschichtetem mikrofeinem Titandioxid. Dissertation. Berlin, 2002
Schiemann, Yvonne: Vergleichende Wirksamkeitsprüfung neuartiger, auf
haut­eigenen Ceramidbausteinen basierender kosmetischer Wirkstoffe.
Dissertation. Braunschweig, 2007

Schneider, Ina Maria; Wohlrab, Wolfgang; Neubert, Reinhard:
Fettsäuren und Epidermis. In: Der Hautarzt, Heft 5 (1997), S. 303 – 310

Shalita, A.R.; Smith, J.G.: Topical nicotinamide compared with clindamycin gel in the treatment of inflammatory acne vulgaris.
In: International Journal of Dermatology, 34 (6), Juni 1995

Stiller, Sabine: Pickering-Emulsionen auf Basis anorganischer UV-Filter.
Dissertation. Braunschweig, 2003

Uchida, Y.; Ogawa, T.; Ohta, M.; Kondo, M.; Takada, S.; Yamamura, M.:
Penetration of lysophosphatidylcholine into the dermis.
In: The Journal of Dermatology, 1991 Sep; 18 (9): 523 – 7

Voegeli, D.: The role of emollients in the care of patients with dry skin.
Nursing Standard, vol 22, no 7, 2007, 62 – 68

Wertz, Philip W.: Lipids and barrier function of the skin.
Acta Dermato-Venereologica, 2000, Supplement 208: 7 – 11

Th. von Woedtke; B. Schlüter; P. Pflegel; U. Lindequist; Jülich, W.D.:
Aspects of the antimicrobial efficacy of grapefruit seed extract and its relation to preservative substances contained.
In: Die Pharmazie. 1999 Jun; 54 (6): 452 – 456.

Wohlrab, Johannes: Adjuvante Therapie der Atopischen Dermatitis.
In: Trends in Clinical and Experimental Dermatology. Aachen, 2005

Zeidler, Uwe: Über das Spreiten von Lipiden auf der Haut.
Fette, Seifen, Anstrichmittel Nr. 10; 1985, S. 403 – 408

Zellmer, Sebastian: Lipid- und strahlungsinduzierte Störungen des humanen epidermalen Stratum corneums. Habilitation. Halle, 2001
Präsentationen, firmeninterne Publikationen, Vorträge

Ansmann, Achim: Systematik und Einsatz kosmetischer Grundstoffe.
Emollients. 2007 (persönlich zur Verfügung gestellt)

Barabash, Martin: Choosing the right emollient. March 2005
Krutmann, J.: Pflanzliche Sterole zur Prävention der Lichtalterung der
menschlichen Haut. Vortrag auf der 10. GD-Jahrestagung 2006,
Gesellschaft für Dermopharmazie, Münster

Kutz, Gerd: Formulierungskonzepte für Emulsionen – ausgewählte Beispiele. Seminarmaterial. Detmold, 2007

Lietz, Gustav: Emulgatoren und emulgierende Grundlagen für die Kosmetik. Vorgetragen am 11. Mai 1963 in Wiesbaden

Ortanderl, Susanne: Seminarunterlagen zur Vorlesung »Emulsionstechnologie«,
FH Bonn-Rhein-Sieg, 2006 (persönlich zur Verfügung gestellt)

Röding, Joachim: Natipide® II. New easy liposome system. Script auf Basis
eines Vortrags, ergänzt mit produktbezogenen Informationen, 1990

Behördliche Publikationen
Kantonales Laboratorium Basel: Kosmetika und Grapefruitkern-
Extrakte ;  Quaternäre Amoniumverbindungen. Bericht 46; 2004.

Verordnung (EG) Nr. 1223; 2009 des Europäischen Parlaments und des Rates vom
30.11.2009 über kosmetische Mittel (EU-Kosmetikverordnung), zuletzt geändert durch Art. 2 Abs. 15 G v. 22.12.2011 I 3044

Datensammlungen
Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (Hrsg):
Neues Rezep­tur-Formularium (verschiedene Blätter)

GD Gesellschaft für Dermopharmazie e. V.: Empfehlungen.
Wirkstoffdossiers für externe dermatologische Rezepturen, 2005

Lebensmittelchemische Gesellschaft, Fachgruppe in der Gesellschaft Deutscher
Chemiker: Datenblätter zur Bewertung der Wirksamkeit von Wirkstoffen
in kosmetischen Mitteln, 2001

Cremefee hat geschrieben:Ich stelle jetzt mal ein paar Links, die meiner Meinung nach tendenziell das Gegenteil zeigen.
Nein, das tun sie nicht. :-) Du sitzt nur dem gleichen Irrtum auf wie viele. Ich will versuchen, etwas Licht ins Dunkel zu bringen.
Hier siehe vor allem den Abschnitt "n − 3 Polyunsaturated fatty acids"
»Modern nutritional science is developing new insights into the relation between food intake and health, and effects of food ingredients may prove to be biologically relevant for optimal skin condition.«

In dieser Studie geht es um innerliche Einnahme – um Lebensmittel, nicht um mehrfach ungesättigte Fettsäuren, die auf der Haut freie Radikale bilden. Ernährungswissenschaftlich galten mehrfach ungesättigte Fettsäuren jahrelang als beste Wahl unter den Ernährungsfetten – mittlerweile rudert man herum und muss feststellen, dass zu viele ungesättigte Fettsäuren in der Ernährung das gleiche machen haben wie unter intensiver Lichtexposition topisch aufgetragen: Sie zeigen zellschädigende Wirkung. Vergleichbares gilt für Vitamin E als Nahrungsergänzungsmittel – es wirkt, innerlich höher dosiert eingenommen, prooxidativ.

Öle mit mehrfach ungesättigten Fettsäuren und antioxidativ wirkenden Fettbegleitstoffen haben sehr positive Auswirkungen auf zelluläre Prozesse. Daher gelten sie als ausgesprochen wirksam darin, z. B. sonnengeschädigte Haut nach dem Sonnenbad zu pflegen. Wildrosenöl ist ein wunderbares Beispiel dafür. Das ist jedoch eine völlig andere Situation als die, die sich in lichtexponierter Situation zeigt: Dünn auf der Haut verstrichen, werden öleigene Antioxidantien unter Licht-, Temperatur, Sauerstoffeinfluss schnell abgebaut, dann bilden sich Peroxide, es kommt zu oxidativem Stress. In diesem Zusammenhang erinnere ich mich an eine kleine Anekdote: Herr Carl Michael Diedrich von CMD Natur führt seit Jahren ein qualitativ hochwertiges Sanddornfruchtfleischöl (Bio), das u. a. aufgrund seiner Carotinoide als ausgesprochenes UV-Schutzöl gilt, oft wird ihm ein ausgeprägter Lichtschutzfaktor zugeschrieben. Einer seiner Kunden wollte diese Eigenschaft nutzen und ölte sein Haupt – bedauerlicherweise vollkommen haarlos – mit diesem Öl ein, bevor er sich der Sonne aussetzte. Die Folge waren schlimmste Verbrennungen, schlimmer noch als eine Exposition ohne Öl. Nach dem Sonnenbad aufgetragen kann Sanddornfruchtfleischöl sein Potential voll entfalten – nicht während dessen.

In der Granatapfelstudie wird in vitro an einem Hautmodell getestet; Ziel ist eine Prävention der UV-Schäden. Die isolierte UVB-Strahlung wird zeitversetzt erst nach dem Auftrag dosiert verabreicht, und man misst bestimmte Marker im Hautmodell. Ein solcher Versuchsaufbau ist – wie so viele – nur bedingt geeignet, um Aussagen über komplexe Prozesse in vivo zu treffen. Wer der Auftraggeber der Studie ist, wäre schon interessant – da werden alle möglichen Granatapfelprodukte getestet, vom Saft über einen Extrakt bis hin zum Öl. Dass Granatapfelöl stark antioxidative Wirkungen zeigt, ist bekannt.

Die Mandelölstudie zeigt sehr schön auf, dass pflanzliche Öle restrukturierend wirken, im Sinne einer echten hautphysiologischen Verbesserung. Das Öl wird nicht während der UV-Betrahlung als UV-Schutz aufgetragen, sondern danach, und es stärkt ihre Funktionen und hat damit durchaus protektive Wirkungen gegen umweltbedingte Noxen. So habe ich die Studie verstanden – und nichts anderes schreibe ich in meinen Büchern und online.
Dr. Lautenschläger konnte ich auf Pubmed überhaupt nicht finden, auf Google Scholar kommen ein paar wenige Artikel, er scheint für Dermaviduals zu arbeiten (zumindest finde ich ihn in dem Zusammenhang). Ich kenne ihn nicht und er mag ein toller Wissenschaftler sein, ich würde aber gerne die biochemische Vorgänge in der Haut wissen und dafür sind Papers halt die glaubwürdigste Quelle.
Dr. Hans Lautenschläger ist Fachautor, weltweit für seine Arbeit auf dem Gebiet der Korneotherapie bekannt und steht hinter KOKO und Dermaviduals, das ist richtig. Er forscht nicht an isolierten Substanzen (wie viele Wissenschaftler auf PubMed), sondern verfolgt ein umfassendes Konzept einer hautphysiologischen Hautpflege. Im April 2015 wird wieder ein 2-tägiges Fachseminar an der Zugspitze stattfinden (ich werde dort als Referentin meine Erfahrungen mit dem kosmetischen Einsatz pflanzlicher Öle vorstellen; darauf freue ich mich schon sehr).
Ich will hier jetzt auf keinen Fall die These vertreten "hochungesättigte Lipide sind optimal in Sonnenprodukten", versteht mich bitte nicht falsch. Es ist aber so, dass ich es irgendwie sehr oft lese, wie schlimm es ist, linolsäurelastige Rezepturen im Sommer zu verwenden (hier und auch in anderen Foren) und absolut keine wissenschaftliche Literatur dazu finden kann.
Das stimmt eben nicht. Als Naturwissenschaftlerin wirst Du wissen, dass fruchtbare Erkenntnisse sich vor allem da gezeigt haben, wo Menschen Fakten zu lesen wissen und sie zueinander in Beziehung setzen. Ich kenne keinen Blick auf isolierte Details, meine Stärke ist vernetztes Denken und das Verknüpfen meiner Kenntnisse der letzten 8 Jahre aus unterschiedlichen Gebieten. Ich finde Deine Fragen sehr wichtig, denn exakt diese Haltung, Aussagen unter Vorbehalt zur Kenntnis zu nehmen, nicht alles zu glauben, selbst zu recherchieren, ist so selten und so wertvoll. Ich schätze Deine Fragen daher sehr.

Tja, in anderen Foren wird in der Regel empfohlen, was auf Olionatura geschrieben wird: Mittlerweile konserviert man mit 12–15 % Alkohol auf Wasserphase, meidet frische Pflanzengele in Emulsionen, empfiehlt nicht mehr als 10 % Wirkstoffe einzusetzen, rührt hochtourig. Bis auf letzteres wirst Du keine der Aussagen exakt so in irgendeiner Literatur finden außer in meinen Büchern, und auch das hochtourige Rühren wurde damals, als ich es propagierte, zunächst belächelt. Die erste Aussage (die mit der Alkoholkonzentration) ist eine, die ich in einem Gespräch mit Dr. Lautenschläger als Hinweis erhalten und mit Erfolg angewandt habe. Seitdem sind die früheren 5 %-auf-Wasserphase, die in anderen Foren verbreitet wurden, hinfällig. Völlig auf meinem Mist gewachsen ist die Erkenntnis, dass man mit zunehmender Höhe der Fettphase relativ betrachtet (nicht absolut) weniger Emulgator benötigt. Ich habe aus Interesse sehr viele Bücher über Emulsionstechnologie gelesen; eine solche Aussage habe ich nirgends gefunden. Auch sie resultiert aus der Kombination von Fakten (Partikelgröße, Koaleszenzneigung, Immobilisierung der inneren Phase) und meinen eigenen Erfahrungen. Du wirst mittlerweile jedoch überall Rezepte finden, die meinem Modell folgen, sogar die Höhe des Emulgatoranteils auf die Fettphase nennen, wie ich es vor Jahren begonnen habe. :-) Und das, obwohl es keine wissenschaftlichen Quellen dazu gibt … außer meinen Büchern (und Olionatura.de, die viele Sachbuchautoren als Onlinequelle nutzen).

Für mich ist übrigens vor Jahren, vollkommen logisch, als erstes die Idee gekommen, mir die Fettsäurezusammensetzung der Haut anzusehen. Schließlich hat die Natur in der Regel wunderbare Konzepte des Selbstschutzes. Was macht sie? Sie sorgt dafür, dass der Großteil der Fettsäuren gesättigt oder einfach gesättigt ist, bindet die weitaus geringer anwesende 2-fach ungesättigte Fettsäure an stabile Ceramide (womit sie oxidativ geschützt wird) und verzichtet auf Lipide mit mehrfach ungesättigten Bindungen (es ist tatsächlich so, und das finde ich aufschlussreich: Wir haben so gut wie keine mehrfach ungesättigten Fettsäuren in der Haut). Sie stoppt zudem den Metabolismus des Cholesterins, erzeugt als Zwischenstufe ein ungesättigtes Paraffin – Squalen –, das im Sebum als Antioxidans fungiert und Sauerstoffradikale quenscht, ohne selbst oxidativ anfällig zu sein.

Öle mit mehrfach ungesättigten Fettsäuren sind wunderbar, wirken antioxidativ, heilend, restrukturierend. Aber bitte erst nach dem Sonnenbaden (was, zeitlich aus anderer Perspektive betrachtet, vor dem nächsten Sonnenbaden ist), nie während einem lichtexponiertem Einsatz.

Was ich tatsächlich nicht beantworten kann, ist: Wann darf man nach einem Auftrag von Ölen mit mehrfach ungesättigten Ölen in die volle Sonne? Wann sind die mehrfach ungesättigten Fettsäuren eines topisch aufgetragenen Öls soweit metabolisiert, dass sie nicht mehr freie Radikale fördern und oxidativen Stress erzeugen? Ich kann es nicht sagen. Im Sinne aktiven Hautschutzes wende ich sie daher prophylaktisch bevorzugt abends an, wo sie ausgezeichnete Arbeit leisten. Was ich sagen kann, ist: Seitdem ich tagsüber auf stabile(re) Öle setze, ist meine Haut (und die vieler anderer, die mir dies schreiben) ruhiger, ausgeglichener, »intakter« – obwohl ich mittlerweile einige Jahre älter bin als zu Beginn meiner autodidaktischen Studien und Tests.

Nun habe ich Dir viel Stoff zum Lesen gegeben. :-) Mir geht es nicht darum, Dich zu überzeugen. Menschen sollen denken und sich ihr eigenes Urteil bilden. Bitte sieh meine lange Antwort als Zeichen des Respekts vor einem kritisch denkenden, gebildeten Menschen.
Liebe Grüße
Heike


Jasmina
Rührküken
Rührküken
Beiträge: 43
Registriert: 5. September 2017, 12:51

Re: Sommer / stabile Öle

Ungelesener Beitrag von Jasmina » 8. März 2018, 21:51

Ist jemandem bekannt ob man Buttern wie Shea-, Mango- oder Kakao-Butter als direkte Sonnenpflege einsetzen kann? also bspw. in einer Sonnencreme? Da sie nicht zusammen mit Kokosöl oder Babassuöl in der Ölgruppe "PF 2" aufgelistet sind, wollte ich da nochmal nachfragen... o.g. Buttern bestehen ja auch größtenteils aus gesättigten FS, müssten also recht stabil sein.
Aber sind sie stabil genug um sich gegen erbarmungslos kitzelnde Sonnenstrahlen behaupten zu können? :cool-sun: :happy:

Benutzeravatar

Elsa
Rührgeselle
Rührgeselle
Beiträge: 202
Registriert: 2. März 2018, 09:35

Re: Sommer / stabile Öle

Ungelesener Beitrag von Elsa » 9. März 2018, 05:50

Ist zwar jetzt sehr Leihen Haft von mir erklärt, alle von dir aufgeführte Buttern kommen aus Ländern in denen die Sonne erbarmungslos auf die Haut nieder scheint. Sie werden von den Einheimischen dazu benutzt um die Haut zu Schützen, naja zumindest Shea und Kakao. Bei der Mangobutter Herstellung weiß ich nicht ob sie ähnlich der Margarine (also mehr syntetisch)hergestellt wird. Zumindest ist das meine Denkweise. Hier sind sehr versierte Mitglieder die dir das wahrscheinlich viel besser erklären können. Ich bin eher wie die Einheimische das tut der Haut gut also kann ich es verwenden. Oder ich höre auf meine Haut, die sagt mir auch ob es gut für mich ist oder lieber nicht, in dem Fall Kokosöl, geht für mich nicht.
Besos Elsa
Jeder Mensch ist sein eigenes Universum. (Bob Marley)

Benutzeravatar

Heike
Administrator
Administrator
Beiträge: 28913
Registriert: 10. Juni 2007, 20:37
Wohnort: Leverkusen
Kontaktdaten:

Re: Sommer / stabile Öle

Ungelesener Beitrag von Heike » 9. März 2018, 09:19

Jasmina hat geschrieben:
8. März 2018, 21:51
Ist jemandem bekannt ob man Buttern wie Shea-, Mango- oder Kakao-Butter als direkte Sonnenpflege einsetzen kann? also bspw. in einer Sonnencreme? Da sie nicht zusammen mit Kokosöl oder Babassuöl in der Ölgruppe "PF 2" aufgelistet sind, wollte ich da nochmal nachfragen... o.g. Buttern bestehen ja auch größtenteils aus gesättigten FS, müssten also recht stabil sein.
Aber sind sie stabil genug um sich gegen erbarmungslos kitzelnde Sonnenstrahlen behaupten zu können? :cool-sun: :happy:
Ja, das kannst Du. Sie sind halt haptisch reichhaltiger, rückfettender, spreiten schlecht. Stabil sind sie.
Liebe Grüße
Heike


Jasmina
Rührküken
Rührküken
Beiträge: 43
Registriert: 5. September 2017, 12:51

Re: Sommer / stabile Öle

Ungelesener Beitrag von Jasmina » 10. März 2018, 13:10

Prima, danke. Ich plane nämlich gerade eine leichte Creme zum in-die-Sonne-legen, da wird wohl Sheabutter zur Anwendung kommen. Dann werde ich mich mal noch zu den Wirkstoffen etwas belesen - deren Lichtstabilität sollte ja auch nicht außer acht gelassen werden..

Antworten