Rezeptoptimierung für sensible Haut (Rosacea-Neigung)

In diesem Unterforum widmen wir uns der Entwicklung sinnvoller kosmetischer Hautpflegeprodukte.

Moderatoren: Positiv, Helga

Benutzeravatar

(Hat den Thread eröffnet)
rosengarten
Bachelor of Creams
Bachelor of Creams
Beiträge: 1461
Registriert: 29. Dezember 2014, 19:50
Wohnort: Saarland

Rezeptoptimierung für sensible Haut (Rosacea-Neigung)

Ungelesener Beitrag von rosengarten » 30. Dezember 2014, 20:02

Hallo erstmal :hallihallo: ,

ich bin Neu hier und bräuchte mal bitte Eure fachkundige Hilfe.

Seit fast drei Jahren habe ich Rosacea und eine unheimlich empfindliche trockene Haut bekommen. Eine gute verträgliche Creme zu finden, bei der meine Haut nicht spannt, nicht brennt und mit Röte reagiert ist sehr schwierig :/ .

Bei Olionatura les ich mich schon recht lange in die verschiedenen Öle ein und habe mir auch schon öfter einige davon mit Panthenol, Allantoin und etc. in die fertige Cremaba gemischt. So bin ich dann nun auf die Idee gekommen mir dann doch endlich selbst eine Creme zu rühren. .

Ich habe mich dann immer mehr in die Materie eingelesen wobei ich aber auch sagen muss, dass ich die Auswahl des richtigen Emulgators bzw. diesen auch noch mit Anderen zu mischen doch recht kompliziert :schocker: finde.
Heute habe ich mich dann an eine etwas abgewandelte Form der "einfachen" Mandelcreme von den Olionatura Rezepten gewagt.

Leider ist das Gefühl nicht gut geworden :seufz: . Beim Cremen hinterlässt sie erstmal weiße Streifen, die ich dann aber nach 30 Sek. verreiben kann. Ansonsten hab ich das Gefühl eine Maske im Gesicht zu haben. So eine, die man nachher abziehen kann und das Gesicht untendrunter spannt. Es fühlt sich, wenn es getrocknet ist, auch nicht wie eine Creme an. Es ist auch ein leichter Glanz da, wie bei einem Gel.
Das die erste Creme nicht der Hit wird war mir ja schon klar , trotzdem bin ich jetzt leicht entmutigt :cry: , weil ich mir ja auch so gar nicht erklären kann wo hier der Fehler liegt.

Sorry für meinen Roman.

Dürfte ich Euch das Rezept mal schreiben um dann vielleicht einen Tipp zu bekommen was ich ändern müsste?
Das wäre super nett.



Liebe Grüße
Rosengarten
Zuletzt geändert von Heike am 30. Dezember 2014, 22:53, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Ich habe den Titel etwas konkretisiert. :-)
Ein Garten macht viel Arbeit, aber noch mehr Freude


Liebe Grüsse
Pia

Benutzeravatar

Ulrike
Moderator
Moderator
Beiträge: 4666
Registriert: 4. Februar 2013, 19:10
Wohnort: Niedersachsen, LK Oldenburg
Kontaktdaten:

Re: Ich bin neu hier und bräuchte Hilfe

Ungelesener Beitrag von Ulrike » 30. Dezember 2014, 20:51

Liebe Rosengarten,

dein Problem haben viele hier im Forum. Du wirst bestimmt Hilfe erhalten - von mir leider nicht, denn ich habe diese Haut nicht.

Aber weißt du, worüber wir uns alle freuen würden? Wenn du dich am Küchentresen vorstellen würdest!

Ulrike, die dir gerne die Überschrift abändern würde, um mehr Helfer anzusprechen.
Ein Kaktus ist nichts anderes, als eine sehr gut bewaffnete Gurke!

Benutzeravatar

(Hat den Thread eröffnet)
rosengarten
Bachelor of Creams
Bachelor of Creams
Beiträge: 1461
Registriert: 29. Dezember 2014, 19:50
Wohnort: Saarland

Re: Ich bin neu hier und bräuchte Hilfe

Ungelesener Beitrag von rosengarten » 30. Dezember 2014, 21:12

Oh vielen Dank Ulrike,

wenn Du etwas abändern möchtest bitte sehr.

Ich wollte mich eben auch im Küchentresen vorstellen. In die laufende Unterhaltung wollte ich mich als "Neue" nicht einmischen und sonst habe ich nur Beiträge von 2007 - 2010 gefunden. Irgendetwas hab ich da wohl übersehen bzw. missverstanden.

LG
Rosengarten
Ein Garten macht viel Arbeit, aber noch mehr Freude


Liebe Grüsse
Pia

Benutzeravatar

Heike
Administrator
Administrator
Beiträge: 30022
Registriert: 10. Juni 2007, 20:37
Wohnort: Leverkusen
Kontaktdaten:

Re: Ich bin neu hier und bräuchte Hilfe

Ungelesener Beitrag von Heike » 30. Dezember 2014, 22:52

rosengarten hat geschrieben:Ich habe mich dann immer mehr in die Materie eingelesen wobei ich aber auch sagen muss, dass ich die Auswahl des richtigen Emulgators bzw. diesen auch noch mit Anderen zu mischen doch recht kompliziert :schocker: finde.
Wie kompliziert das Ganze ist, ist immer von der eigenen Erwartung abhängig. Manche wollen lediglich ein paar Badebömbchen und einen Massagebar herstellen, und dann ist das alles recht einfach. Wenn man wirklich auf Dauer eine sinnvolle Pflege herstellen möchte, braucht das Hintergrundwissen und Erfahrung. Ganz besonders viel Sorgfalt erfordert es, wenn man eine nicht völlig gesunde Haut pflegen möchte. Das soll Dich aber nicht abschrecken: Was man sich an Wissen und Erfahrung erarbeitet, ist in seinen Resultaten so wundervoll und wohltuend, einfach unbeschreiblich! Ich habe erst gestern noch mit einem Produktentwickler in seinem Labor gesessen und mich ausgetauscht. Er hat verschiedene Cremes für den Markt entwickelt, die mit einem Preis von über 300 Dollar pro 50 ml vermarktet werden. Ich habe sie auf dem Handrücken getestet, sehr angenehm, einwandfreie INCI, eine Textur wie Seide, Duft nach (echtem) Rosenöl. Ja, vergleichbar Wirksames kann man durchaus selbst herstellen, wenn man zu lernen bereit ist. :-)
Heute habe ich mich dann an eine etwas abgewandelte Form der "einfachen" Mandelcreme von den Olionatura Rezepten gewagt.
Leider ist das Gefühl nicht gut geworden :seufz: . Beim Cremen hinterlässt sie erstmal weiße Streifen, die ich dann aber nach 30 Sek. verreiben kann. Ansonsten hab ich das Gefühl eine Maske im Gesicht zu haben. So eine, die man nachher abziehen kann und das Gesicht untendrunter spannt. Es fühlt sich, wenn es getrocknet ist, auch nicht wie eine Creme an. Es ist auch ein leichter Glanz da, wie bei einem Gel.
Dürfte ich Euch das Rezept mal schreiben um dann vielleicht einen Tipp zu bekommen was ich ändern müsste?
Das wäre super nett.
Ja, das wäre sinnvoll. :-) Grundsätzlich ist diese Rezeptur tatsächlich eine sehr einfache, die vor allem helfen soll, die Arbeitssschritte zu verinnerlichen. Als Handcreme reicht sie, wenn man sie im Gesicht nicht mag, allemal. Meine eigenen Konzepte sind übrigens völlig anders, sie basieren vor allem auf Phospholipiden. Aber die meisten Frauen sind verschreckt, wenn sie meine etwas ausgefeilteren Konzepte als erstes lesen, und für diese biete ich diesen Klassiker mit Glycerinstearat SE.

Was einen sehr großen Einfluss auf das Ergebnis hat, ist das Herstellungsverfahren. Die gleiche Rezeptur, einmal mit Knethaken des Handmixers aus der Küche, einmal mit Stabmixer gerührt (nur als Beispiel), ergeben zwei völlig verschiedene Emulsionen. Nicht nur optisch, auch im Hautgefühl unterscheiden sie sich enorm. Das wäre ein Ansatzpunkt für Ursachenforschung.

Daher propagiere ich seit Jahren das sogenannte hochtourige Rühren. Du bist hier quasi »an der Quelle« angekommen, hier wurden alle Geräte und Methoden getestet. :-) Ich empfehle Dir – solltest Du bei diesem Hobby bleiben – ein Rührgerät mit viel »Römpömpöm«. :-D
Hier habe ich verschiedene Geräte gegenübergestellt, die wir hier die letzten Jahre entdeckt und getestet haben. Die Gegenüberstellung steht etwas weiter unten, aber was darüber steht, wird Dir einiges erläutern.
Sorry für meinen Roman.
Nein, nein, Romane sind gut. :-) Dafür ist ein Forum da – wir wollen uns austauschen! :yeah:
Liebe Grüße
Heike

Benutzeravatar

Heike
Administrator
Administrator
Beiträge: 30022
Registriert: 10. Juni 2007, 20:37
Wohnort: Leverkusen
Kontaktdaten:

Re: Rezeptoptimierung für sensible Haut (Rosacea-Neigung)

Ungelesener Beitrag von Heike » 30. Dezember 2014, 23:00

Ah, kleiner Tipp: Wenn Du unter diesen Beitrag schaust, wirst Du vergleichbare Themen angezeigt bekommen, also weitere, die das Thema »Rosacea« behandeln. Auch da könnte die ein oder andere Lesestunde hilfreich sein – so als Inspiration und Erfahrungsaustausch. :-)
Liebe Grüße
Heike

Benutzeravatar

Helga
Moderator
Moderator
Beiträge: 13742
Registriert: 25. August 2007, 22:37
Wohnort: Traun/OÖ

Re: Rezeptoptimierung für sensible Haut (Rosacea-Neigung)

Ungelesener Beitrag von Helga » 30. Dezember 2014, 23:03

Heike hat geschrieben: Er hat verschiedene Cremes für den Markt entwickelt, die mit einem Preis von über 300 Dollar pro 50 ml vermarktet werden. Ich habe sie auf dem Handrücken getestet, sehr angenehm, einwandfreie INCI, eine Textur wie Seide, Duft nach (echtem) Rosenöl.
Deine Beschreibung macht mir "lange Zähne" :wink: . Nicht nach dem Produkt (mein Fluid
fühlt sich auch gut an), aber nach einer detaillierten (soweit es Deine Diskretion zulässt)
Erzählung von Dir :wink: .
Liebe Grüße und noch einen schönen Tag :-)

Helga

Benutzeravatar

Helga
Moderator
Moderator
Beiträge: 13742
Registriert: 25. August 2007, 22:37
Wohnort: Traun/OÖ

Re: Rezeptoptimierung für sensible Haut (Rosacea-Neigung)

Ungelesener Beitrag von Helga » 30. Dezember 2014, 23:12

Liebe Rosengarten,

ich kann Dir auch nur raten, dran zu bleiben. Dass die 1. gerührte Creme nicht für Deine
(Problem)-Haut geeignet ist, war voraus zu sehen und es kann gut möglich sein, dass
es noch Wochen dauert, bis Du ein für Dich geeignetes Rezept heraus findest; das ist
einfach so. Es gilt nun die geeignete Höhe der Fetthase heraus zu finden und Rohstoffe
zu testen; einen (sehr guten) Tip wirst Du hier auch immer wieder hören: "halte das Rezept
einfach", gerade zu Beginn :)
Lass Dich nicht entmutigen, halte durch, gut Ding braucht Weile :ja:
Liebe Grüße und noch einen schönen Tag :-)

Helga

Benutzeravatar

Heike
Administrator
Administrator
Beiträge: 30022
Registriert: 10. Juni 2007, 20:37
Wohnort: Leverkusen
Kontaktdaten:

Re: Rezeptoptimierung für sensible Haut (Rosacea-Neigung)

Ungelesener Beitrag von Heike » 30. Dezember 2014, 23:21

Helga hat geschrieben:Deine Beschreibung macht mir "lange Zähne" :wink: . Nicht nach dem Produkt (mein Fluid
fühlt sich auch gut an), aber nach einer detaillierten (soweit es Deine Diskretion zulässt)
Erzählung von Dir :wink: .
Ich verstehe Dich gut, mir ginge es genauso. :-) Aber hier darf und möchte ich nicht mehr erzählen. Vieles von dem, was ich heute mache, verdanke ich einem fachlichen Netzwerk, das u. a. auf Diskretion beruht – Du nanntest das Wort sehr bewusst, wie ich Dich kenne. Danke dafür. :knuff:
Liebe Grüße
Heike

Benutzeravatar

toshka
Master of Emulsifying
Master of Emulsifying
Beiträge: 3680
Registriert: 5. März 2013, 14:16
Wohnort: Halle
Kontaktdaten:

Re: Rezeptoptimierung für sensible Haut (Rosacea-Neigung)

Ungelesener Beitrag von toshka » 31. Dezember 2014, 09:54

Willkommen im Club! Im doppelten Sinne - hier in der Rührküche und bei Rosacea-Geplagten!

Mein Posting wird knapp ausfallen, ich schreibe kurz vom Abflug aus einen Hotelzimmer ;-)

So auf die schnelle schien mir, als wäre die Fettphase zu hoch und die Creme zu occlusiv. Ich habe mir einmal meine fettige Handcreme im Gesicht aufgetragen, das Gefühl war ganz ähnlich.

Schreibst du, was du für Emulgatoren und Öle hast? Die Wirkstoffe würde ich erstmal ganz beiseite lassen.

Ich habe gute Erfahrungen mit 3-4% Emulgator und mit einfachen Ölen bei 20% Fettphase gemacht.
Liebe Grüße
toshka

Benutzeravatar

(Hat den Thread eröffnet)
rosengarten
Bachelor of Creams
Bachelor of Creams
Beiträge: 1461
Registriert: 29. Dezember 2014, 19:50
Wohnort: Saarland

Re: Rezeptoptimierung für sensible Haut (Rosacea-Neigung)

Ungelesener Beitrag von rosengarten » 31. Dezember 2014, 10:38

Hallo,

ganz lieb von Euch dass Ihr mir helfen wollt .

Also das Rezept sah so aus:

7.51 g Fettphase (25.02 %)

Öle, Buttern und Wachse (6.76 g | 22.52 %):
2.03 g Shea (6.75 %)
1.35 g Jojoba (4.5 %)
2.7 g Amaranth (9 %)
0.68 g Cranberry (2.27 %)

Emulgatoren/Konsistenzgeber (0.75 g | 2.5 % | 10 % der Fettphase¹)
0.75 g Emulsan (2.5 %)

22.5 g Wasserphase (74.98 %)

Wirkstoffe (1.29 g | 4.3 %):
0.9 g Glycerin (3 %)
0.3 g Panthenol (1 %)
0.09 g Hyaluron (0.3 %)

Hilfs- und Zusatzstoffe (0.4 g | 1.33 %):
0.1 g Xanthan (0.33 %)
0.3 g Rokonsal (1 %)

20.81 g Wasser (69.35 %).

ich hab natürlich die Nacht hin und her überlegt woher dieser gelartige Film sein könnte. Als Laie ist mir gestern halt aufgefallen, dass es von der Menge her sehr viel Hyaluronsäure war. Das war schon ein dicker Haufen gewesen (ich erinnere mich etwas von einer Messerspitze gelesen zu haben). Um die aufzulösen hat auch die o. a Menge an Glycerin nicht gereicht. Ich musste mindestens nochmal 4 ml Wasser zufügen. Da hatte ich dann nachher schon eine größere der geligen Masse.

Ich werde das Rezept nochmal OHNE die Hyaluronsäure testen. Evtl. ersetze ich etwas von dem Amaranthöl auch durch Mangobutter. Emulsan könnte ich auch durch Xyliance ersetzen. Die habe ich auch bestellt. Kokosöl wie im Originalrezept der Mandelcreme ist denk ich nichts für mich. Vielleicht habt Ihr ja noch einen besseren Tipp für mich.

Ich wollte mir am Anfang nicht zu viele Zutaten kaufen und so klein wie möglich anfangen. Ich weiß ja nicht ob das mit mir und der Creme herstellen funktioniert. Und ja, ich war schon etwas verschreckt von der riesen Auswahl. Vorallem bei der Auswahl der Emulgatoren bin ich leicht überfordert :gruebel: .

Hallo Heike, das mit dem hochtourigen Rühren habe ich gelesen(mit dem Zitieren muss ich noch üben....da ist immer mein vorher geschriebener Text weg ) . Gerührt habe ich gestern erstmal auf hoher Stufe mit meinem Handmixer. Das hat für mein Befinden erstmal ganz gut funktioniert. Bei Aromazone hab ich mir den sehr günstigen Minimizer bestellt. Das wird aber noch eine gute Woche dauern bis der da ist.


Schönen Urlaub Toska.

Nochmals Danke für Eure Hilfe.

Liebe Grüße
Rosengarten
Ein Garten macht viel Arbeit, aber noch mehr Freude


Liebe Grüsse
Pia

Benutzeravatar

Deneb
Rohstoffqueen
Rohstoffqueen
Beiträge: 766
Registriert: 11. September 2012, 12:01
Wohnort: Niedersachsen
Kontaktdaten:

Re: Rezeptoptimierung für sensible Haut (Rosacea-Neigung)

Ungelesener Beitrag von Deneb » 31. Dezember 2014, 12:43

Hallo rosengarten,

ich mag 2% Bergamuls + 1% Phospholipon 80H (Link geht zu Emulmetik, ist sehr ähnlich) sehr gern. Emulsan habe ich nicht ausprobiert.

Hier gibt es interessantes zu lesen, besonders gegen Ende ab "Schwitzen Sie unter der Emulsion?".

Vielleicht nicht nur Hyaluron, aber auch Xanthan weglassen oder nur 0,1% davon benutzen...Öl würde ich nicht mit Butter ersetzen, eher andersrum.

Minimixer ist eigentlich nicht hochtourig, funktioniert trotzdem oft gut mit dem runden Metallteil. Den kann man auch in einer Bohrmaschine oder Dremel benutzen, dann ist es hochtourig :D
Liebe Grüße
Deneb

Benutzeravatar

Helga
Moderator
Moderator
Beiträge: 13742
Registriert: 25. August 2007, 22:37
Wohnort: Traun/OÖ

Re: Rezeptoptimierung für sensible Haut (Rosacea-Neigung)

Ungelesener Beitrag von Helga » 31. Dezember 2014, 13:37

Rosengarten hat geschrieben: Ich wollte mir am Anfang nicht zu viele Zutaten kaufen und so klein wie möglich anfangen.
:gut:
Rosengarten hat geschrieben: Ich werde das Rezept nochmal OHNE die Hyaluronsäure testen. Evtl. ersetze ich etwas von dem Amaranthöl auch durch Mangobutter. Emulsan könnte ich auch durch Xyliance ersetzen. Die habe ich auch bestellt. Kokosöl wie im Originalrezept der Mandelcreme ist denk ich nichts für mich
Ich liste mal auf was mir dazu einfällt :wink: Deneb hat es auch schon sehr gut erläutert

Hyaluronsäure:
empfohlene Einsatzkonzentration 0,1 - 0,5%; liegt also im grünen Bereich. Ich tippe eher auf die Kombi mit Xanthan.

Amaranthöl / Mangobutter:
Amaranthöl ist an Fettsäuren relativ ausgeglichen, sprich hat nur unwesentlich mehr Linolsäure als Ölsäure, aber - gegenüber anderen Ölen - mehr Palmitinsäure, die jetzt im Winter ganz gut ist.
Mangobutter ist ölsäurelastig, hat aber einen höheren Anteil an Stearinsäure. Vorausgesetzt Deine Haut verträgt es, würde ich bei Amaranthöl bleiben. Jetzt im Winter könntest Du auch Traubenkernöl verwenden.

Emulsan / Xyliance: Lies Dir noch mals das Portrait von Xyliance durch, mir ist so als ob er als trocken beschrieben wird, durch Zugabe von Lysolecithin aber verbessert werden kann. > Xyliance

Kokosöl:
ist ein "hochspreitendes" Öl, wie z. B. auch Squalan. Allerdings hat es einen hohen Anteil an Laurinsäure. Empfindest Du es als "reizend"? Oder andere Gründe?
Ich verwende vor allem in Bodylotions einen kleinen Anteil von 5% (im Gesicht 2-3%) und nehme dafür das "Monoi tiare", also das Kokosöl, in das Blüten eingelegt wurden, gerne auch Frangipani.

Es ist schwierig jemanden zu einem Emulgator zu raten, da die Vorstellungen von einer "guten" Creme/Fluid aus verschiedenen Gründen ziemlich vielfältig sind, differieren :wink: Falls es Dich interessiert, hier mal meine bevorzugte Kombi an Emulgatoren.
Ich rühre nun seit mehr als 10 Jahre und bin bei Phospholipon gelandet, in Kombination mit Bergamuls und manchmal Sucrose Stearat (das von Aromazone). diese Kombi nehme ich für alles, also Reinigungsmilch, Bodylotion und Fluid fürs Gesicht.
Gerade teste ich eine andere Einsatzkonzentration von nur 0,8% Phospholipon, 2% Sucro und 1,2% Bergamuls. "never change a winning team" sollte ich mir wohl mal hinter die Ohren schreiben, aber ich bin immer in Versuchung zu probieren, noch mehr zu optimieren :wink:

Ich hoffe, ich habe Dich jetzt nicht verwirrt :wink:
Liebe Grüße und noch einen schönen Tag :-)

Helga

Benutzeravatar

Helga
Moderator
Moderator
Beiträge: 13742
Registriert: 25. August 2007, 22:37
Wohnort: Traun/OÖ

Re: Rezeptoptimierung für sensible Haut (Rosacea-Neigung)

Ungelesener Beitrag von Helga » 31. Dezember 2014, 13:47

Bei Aromazone hab ich mir den sehr günstigen Minimizer bestellt. Das wird aber noch eine gute Woche dauern bis der da ist.
Falls Du dieses Gerät meinst klickhier
Ich fürchte, das war ein Fehlkauf, das ist kein hochtouriges Rührgerät.
Ich weiss - die Kleinmengen :wink: aber ein Mixstab aus Deiner Küche
wäre die bessere Wahl.
Liebe Grüße und noch einen schönen Tag :-)

Helga

Benutzeravatar

Ulrike
Moderator
Moderator
Beiträge: 4666
Registriert: 4. Februar 2013, 19:10
Wohnort: Niedersachsen, LK Oldenburg
Kontaktdaten:

Re: Rezeptoptimierung für sensible Haut (Rosacea-Neigung)

Ungelesener Beitrag von Ulrike » 31. Dezember 2014, 14:17

Nun, als Fehlkauf würde ich den Minimixer nicht bezeichnen. Ich mag ihn sehr gerne und verwende ihn oft. Ein Mixstab würde ich erst ab 150 ml aufwärts verwenden. Mit Weniger kommt er meiner Meinung nicht klar. Der Minimixer schafft aber locker bis zu 100 ml.

Was aber anzumerken ist: Ich baue nur sehr fluide Cremes. Der Minimixer geht bei viskosen Texturen schnell in die Knie. Vielleicht, liebe Helga, liegt hier die Wurzel für deinen Zweifel am Minimixer.

Ulrike
Ein Kaktus ist nichts anderes, als eine sehr gut bewaffnete Gurke!

Benutzeravatar

Helga
Moderator
Moderator
Beiträge: 13742
Registriert: 25. August 2007, 22:37
Wohnort: Traun/OÖ

Re: Rezeptoptimierung für sensible Haut (Rosacea-Neigung)

Ungelesener Beitrag von Helga » 31. Dezember 2014, 14:47

Ulrike hat geschrieben: Vielleicht, liebe Helga, liegt hier die Wurzel für deinen Zweifel am Minimixer
Hallo Ulrike :)

Dass das Gerät Lotions rührt, keine Frage, will ich ihm gar nicht absprechen, aber wieviele Umdrehungen per Min. schafft der Minimixer?
Ich denke nicht, dass es ein "hochtouriges" Gerät ist, eher so wie ein Milchschäumer, wir haben ihn auch nicht gelistet unter den hochtourigen.

Siehe dazu:
Heike hat (oben) geschrieben: Was einen sehr großen Einfluss auf das Ergebnis hat, ist das Herstellungsverfahren. Die gleiche Rezeptur, einmal mit Knethaken des Handmixers aus der Küche, einmal mit Stabmixer gerührt (nur als Beispiel), ergeben zwei völlig verschiedene Emulsionen. Nicht nur optisch, auch im Hautgefühl unterscheiden sie sich enorm. Das wäre ein Ansatzpunkt für Ursachenforschung.

Daher propagiere ich seit Jahren das sogenannte hochtourige Rühren. Du bist hier quasi »an der Quelle« angekommen, hier wurden alle Geräte und Methoden getestet. :-) Ich empfehle Dir – solltest Du bei diesem Hobby bleiben – ein Rührgerät mit viel »Römpömpöm«. :-D
Liebe Grüße und noch einen schönen Tag :-)

Helga

Benutzeravatar

Ulrike
Moderator
Moderator
Beiträge: 4666
Registriert: 4. Februar 2013, 19:10
Wohnort: Niedersachsen, LK Oldenburg
Kontaktdaten:

Re: Rezeptoptimierung für sensible Haut (Rosacea-Neigung)

Ungelesener Beitrag von Ulrike » 31. Dezember 2014, 14:58

Na klar. Da bin ich ganz bei dir. Ein "richtiges hochtouriges" Gerät ist es nicht. Aber für mich hat er halt seine Daseinsberechtigung.

Im Vergleich zum Milchaufschäumer siegt der Minimixer jedoch um Längen. Habs getestet. Der Milchaufschäumer ist nach einem einmaligen Einsatz entsorgt worden.

Ulrike
Ein Kaktus ist nichts anderes, als eine sehr gut bewaffnete Gurke!

Benutzeravatar

Helga
Moderator
Moderator
Beiträge: 13742
Registriert: 25. August 2007, 22:37
Wohnort: Traun/OÖ

Re: Rezeptoptimierung für sensible Haut (Rosacea-Neigung)

Ungelesener Beitrag von Helga » 31. Dezember 2014, 15:05

Ulrike hat geschrieben: Der Milchaufschäumer ist nach einem einmaligen Einsatz entsorgt worden.
.... so ruhe er in Frieden :wink:
Liebe Grüße und noch einen schönen Tag :-)

Helga

Benutzeravatar

(Hat den Thread eröffnet)
rosengarten
Bachelor of Creams
Bachelor of Creams
Beiträge: 1461
Registriert: 29. Dezember 2014, 19:50
Wohnort: Saarland

Re: Rezeptoptimierung für sensible Haut (Rosacea-Neigung)

Ungelesener Beitrag von rosengarten » 31. Dezember 2014, 15:07

Deneb hat geschrieben:
ich mag 2% Bergamuls + 1% Phospholipon 80H (Link geht zu Emulmetik, ist sehr ähnlich) sehr gern. Emulsan habe ich nicht ausprobiert.
So ein Mist. Ich WOLLTE mir noch den Emulmetik mitbestellen, hab extra noch in dem Shop angerufen und nachgefragt. Aber die meinten Emulsan wäre schon ok. Na egal, ich glaube Bergamuls hatten die eh nicht.
Deneb hat geschrieben: Hier gibt es interessantes zu lesen, besonders gegen Ende ab "Schwitzen Sie unter der Emulsion?".

Vielleicht nicht nur Hyaluron, aber auch Xanthan weglassen oder nur 0,1% davon benutzen...Öl würde ich nicht mit Butter ersetzen, eher andersrum.

Minimixer ist eigentlich nicht hochtourig, funktioniert trotzdem oft gut mit dem runden Metallteil. Den kann man auch in einer Bohrmaschine oder Dremel benutzen, dann ist es hochtourig :D
Link werd ich mir gleich mal durchlesen. Danke schonmal dafür und auch für den Tipp mit dem Xanthan. Was würde passieren wenn ich den ganz weglasse? Ist die Creme dann nicht mehr so kompakt? Sie ist jetzt so mittel würde ich mal sagen.
Helga hat geschrieben:
Amaranthöl / Mangobutter:
Amaranthöl ist an Fettsäuren relativ ausgeglichen, sprich hat nur unwesentlich mehr Linolsäure als Ölsäure, aber - gegenüber anderen Ölen - mehr Palmitinsäure, die jetzt im Winter ganz gut ist.
Mangobutter ist ölsäurelastig, hat aber einen höheren Anteil an Stearinsäure. Vorausgesetzt Deine Haut verträgt es, würde ich bei Amaranthöl bleiben. Jetzt im Winter könntest Du auch Traubenkernöl verwenden.

Emulsan / Xyliance: Lies Dir noch mals das Portrait von Xyliance durch, mir ist so als ob er als trocken beschrieben wird, durch Zugabe von Lysolecithin aber verbessert werden kann. > Xyliance
Ja danke, les ich dann mal durch. Das Amaranthöl hat einen ziemlich "erdigen" Geruch. Er hält sich relativ lange. Ich weiß nicht ob ich das so gerne im Gesicht möchte. Aber meine Creme ist durch die Filmbildung schonmal ne ganz gute Handcreme :bingo: .
Helga hat geschrieben: Kokosöl:
ist ein "hochspreitendes" Öl, wie z. B. auch Squalan. Allerdings hat es einen hohen Anteil an Laurinsäure. Empfindest Du es als "reizend"? Oder andere Gründe?
Ich verwende vor allem in Bodylotions einen kleinen Anteil von 5% (im Gesicht 2-3%) und nehme dafür das "Monoi tiare", also das Kokosöl, in das Blüten eingelegt wurden, gerne auch Frangipani.

Es ist schwierig jemanden zu einem Emulgator zu raten, da die Vorstellungen von einer "guten" Creme/Fluid aus verschiedenen Gründen ziemlich vielfältig sind, differieren :wink: Falls es Dich interessiert, hier mal meine bevorzugte Kombi an Emulgatoren.
Ich rühre nun seit mehr als 10 Jahre und bin bei Phospholipon gelandet, in Kombination mit Bergamuls und manchmal Sucrose Stearat (das von Aromazone). diese Kombi nehme ich für alles, also Reinigungsmilch, Bodylotion und Fluid fürs Gesicht.

Ich hoffe, ich habe Dich jetzt nicht verwirrt :wink:
Nein. Helga hast Du nicht . Noch eine Stimme für Bergamuls und Phospholipon. Da werd ich dann doch jetzt noch ne Bestellung nachschieben müssen . Könnt Ihr einen Shop empfehlen? Ich meine Behawe und Dragonspice führen die Emulgatoren nicht.

Zum Kokosöl: Hätt ich auch da. Da mach ich mir mein Deo draus. Soll aber doch sehr pickelfördernd sein. Deshalb dacht ich - nix für mich.
Helga hat geschrieben:
Falls Du dieses Gerät meinst klickhier
Ich fürchte, das war ein Fehlkauf, das ist kein hochtouriges Rührgerät.
Ich weiss - die Kleinmengen :wink: aber ein Mixstab aus Deiner Küche
wäre die bessere Wahl.
Ja, genau der ist das Der Aufsatz soll aber in den Tchibo Milchschäumer passen. Damit geht es dann bestimmt auch hochtouriger. So, wie Deneb ja auch geschrieben hat. Ich wollte halt am Anfang nicht sooo viel Geld ausgeben. Wobei ich mir ja schon einiges angeschafft habe wie z. Bsp die Feinwaage, Thermometer und die ganzen Zutaten. Und da habe ich ja wahrscheinlich auch Fehlkäufe gemacht so wie ich das jetzt sehe.
Ulrike hat geschrieben:Nun, als Fehlkauf würde ich den Minimixer nicht bezeichnen. Ich mag ihn sehr gerne und verwende ihn oft. Ein Mixstab würde ich erst ab 150 ml aufwärts verwenden. Mit Weniger kommt er meiner Meinung nicht klar. Der Minimixer schafft aber locker bis zu 100 ml.

Ulrike
Genau für die Mindermenge hab ich mir den bestellt. Will ja erstmal nur 30 gr. Cremes machen bis es klappt. Vielleicht passt der Aufsatz ja auch in den Miniakkuschrauber von meinem Mann. Das wäre natürlich genial und Männe ist dann bestimmt auch ganz begeistert wenn ich dann mit dem Akkuschrauber in der Küche stehe :yeah:
Ein Garten macht viel Arbeit, aber noch mehr Freude


Liebe Grüsse
Pia

Benutzeravatar

Helga
Moderator
Moderator
Beiträge: 13742
Registriert: 25. August 2007, 22:37
Wohnort: Traun/OÖ

Re: Rezeptoptimierung für sensible Haut (Rosacea-Neigung)

Ungelesener Beitrag von Helga » 31. Dezember 2014, 15:30

Rosengarten hat geschrieben: Vielleicht passt der Aufsatz ja auch in den Miniakkuschrauber von meinem Mann
Das wäre natürlich der Hammer :wink:
Hier ein thread dazu, wie er mit einem Stativ eingesetzt werden könnte: klick
Liebe Grüße und noch einen schönen Tag :-)

Helga

Benutzeravatar

Tonja
Rohstoffqueen
Rohstoffqueen
Beiträge: 328
Registriert: 22. März 2014, 12:35

Re: Rezeptoptimierung für sensible Haut (Rosacea-Neigung)

Ungelesener Beitrag von Tonja » 1. Januar 2015, 12:15

rosengarten hat geschrieben:
Noch eine Stimme für Bergamuls und Phospholipon. Da werd ich dann doch jetzt noch ne Bestellung nachschieben müssen . Könnt Ihr einen Shop empfehlen? Ich meine Behawe und Dragonspice führen die Emulgatoren nicht.

Phospholipon gibt es nur bei *****, soweit ich weiß. Da bekommst Du auch Bergamuls :shopping2:

Edit: Phospholipon gibt es auch bei Aliacura. Aber die haben kein Bergamuls.
Liebe Grüße
Tonja

Benutzeravatar

Deneb
Rohstoffqueen
Rohstoffqueen
Beiträge: 766
Registriert: 11. September 2012, 12:01
Wohnort: Niedersachsen
Kontaktdaten:

Re: Rezeptoptimierung für sensible Haut (Rosacea-Neigung)

Ungelesener Beitrag von Deneb » 1. Januar 2015, 13:01

rosengarten hat geschrieben:Danke schonmal dafür und auch für den Tipp mit dem Xanthan. Was würde passieren wenn ich den ganz weglasse? Ist die Creme dann nicht mehr so kompakt?
Genau, die Creme ist dann flüssiger.
Liebe Grüße
Deneb

Benutzeravatar

toshka
Master of Emulsifying
Master of Emulsifying
Beiträge: 3680
Registriert: 5. März 2013, 14:16
Wohnort: Halle
Kontaktdaten:

Re: Rezeptoptimierung für sensible Haut (Rosacea-Neigung)

Ungelesener Beitrag von toshka » 1. Januar 2015, 13:31

rosengarten hat geschrieben:Hallo,

ganz lieb von Euch dass Ihr mir helfen wollt .

Also das Rezept sah so aus:

7.51 g Fettphase (25.02 %)

Öle, Buttern und Wachse (6.76 g | 22.52 %):
2.03 g Shea (6.75 %)
1.35 g Jojoba (4.5 %)
2.7 g Amaranth (9 %)
0.68 g Cranberry (2.27 %)

Emulgatoren/Konsistenzgeber (0.75 g | 2.5 % | 10 % der Fettphase¹)
0.75 g Emulsan (2.5 %)

22.5 g Wasserphase (74.98 %)

Wirkstoffe (1.29 g | 4.3 %):
0.9 g Glycerin (3 %)
0.3 g Panthenol (1 %)
0.09 g Hyaluron (0.3 %)

Hilfs- und Zusatzstoffe (0.4 g | 1.33 %):
0.1 g Xanthan (0.33 %)
0.3 g Rokonsal (1 %)

20.81 g Wasser (69.35 %).

Hi! So, zurück zu Hause :yeah:

Was mir zu deinem Rezept einfällt:

ich würde die Sheabutter weg lassen, damit sparst Du an Fettphase und Occlusivität. Das, was Du beschreibst, klingt für mich nach einer für dich zu hoher Fettphase und Occlusivität. Ich habe einmal meine Handcreme im Gesicht aufgetragen und hatte ein ganz ähnliches Gefühl.

Emulsan ist völlig OK. Ich habe den solo, 3%-tig eingesetzt, und war sehr zufrieden. Zieht gut ein, dichtet nicht ab.

Ich würde entweder Xanthan, 0,2%-tig, oder Hyaluronsäure, nicht beides gleichzeitig verwenden.

Die weglassenen Sachen durch Wasser ersetzen.

Ich würde nur einen Wirkstoff nehmen, Panthenol oder Glycerin. Zwei Wochen benutzen und schauen, was deine Haut dazu sagt.

Als Shop kann ich Dir ***** ans Herz legen, die haben eine ganz feine Auswahl! :hallihallo:
Liebe Grüße
toshka


becksgold
Rohstoffqueen
Rohstoffqueen
Beiträge: 508
Registriert: 3. Dezember 2011, 21:34

Re: Rezeptoptimierung für sensible Haut (Rosacea-Neigung)

Ungelesener Beitrag von becksgold » 1. Januar 2015, 14:25

Emulsan sollte aber hochtourig gerührt werden (sprich mit Stabmixer & Co), ansonsten wirkt er schnell wachsig. Ich habe ihn sehr gerne eingesetzt, auch niedriger und/oder mit Ko-Emulgator eingesetzt, aber ich weiß nicht, ob der Minimixer (habe ich auch, ich finde ihn sehr praktisch) dieses 'Wachsige', welches mit einem abdichtendem Gefühl einhergeht, verhindern kann
liebe Grüße,
Rebecca

Benutzeravatar

(Hat den Thread eröffnet)
rosengarten
Bachelor of Creams
Bachelor of Creams
Beiträge: 1461
Registriert: 29. Dezember 2014, 19:50
Wohnort: Saarland

Re: Rezeptoptimierung für sensible Haut (Rosacea-Neigung)

Ungelesener Beitrag von rosengarten » 1. Januar 2015, 18:31

Tonja hat geschrieben:
Phospholipon gibt es nur bei *****, soweit ich weiß. Da bekommst Du auch Bergamuls :shopping2:

Edit: Phospholipon gibt es auch bei Aliacura. Aber die haben kein Bergamuls.
Danke für die Info. Bin im Moment noch am Schwanken ob ich Bergamuls vorerst unbedingt brauche. Dummerweise habe ich mir bei meiner Aromazone Bestellung noch mehr vom Emulsan bestellt. Ich werd mich da auch erstmal noch mehr einlesen. Phospholipon oder Emulmetik wird es aber auf jeden Fall werden. Evtl. versuche ich dann zuerst noch eine Mischung aus diesen mit dem Emulsan.
Deneb hat geschrieben: Genau, die Creme ist dann flüssiger.
.

Ja so hab ich mir das auch gedacht .
toshka hat geschrieben:
Was mir zu deinem Rezept einfällt:

ich würde die Sheabutter weg lassen, damit sparst Du an Fettphase und Occlusivität. Das, was Du beschreibst, klingt für mich nach einer für dich zu hoher Fettphase und Occlusivität. Ich habe einmal meine Handcreme im Gesicht aufgetragen und hatte ein ganz ähnliches Gefühl.


Ich hab gestern nochmal gerührt und Xanthan und die Hyaluronsäure extrem reduziert. Die Fettphase habe ich in etwa so gelassen. Ein bißchen Shea noch durch Mangobutter ersetzt, weniger Jojoba und 0,25 Wildrosenöl dazu.
Und ich muss sagen, die Creme ist um Lääännnngen besser. Diese Wachsschicht zum Abziehen ist weg. Die gelige Masse vom Xanthan und der Hyaluronsäure war einfach viel zu viel gewesen.
toshka hat geschrieben: Emulsan ist völlig OK. Ich habe den solo, 3%-tig eingesetzt, und war sehr zufrieden. Zieht gut ein, dichtet nicht ab.


Ja fand ich heut auch. Ich hab heute die neue Creme ganz gut vertragen. Die Haut hat nicht gespannt - Gefühl war ok. Daher will ich jetzt auch erstmal bei der Kombi mit Emulsan bleiben und diesen mit dem Phosphoemulgator benutzen, bevor ich jetzt was ganz Neues versuche und nachher keinen richtigen Vergleich habe. Sonst blick ich nachher gar nicht mehr durch :D
toshka hat geschrieben: Ich würde entweder Xanthan, 0,2%-tig, oder Hyaluronsäure, nicht beides gleichzeitig verwenden.


Ja, das hab ich mir heute auch schon überlegt. Da die Hyaluronsäure ja auch gelt, reicht das ja erstmal für meine Creme.
becksgold hat geschrieben:Emulsan sollte aber hochtourig gerührt werden (sprich mit Stabmixer & Co), ansonsten wirkt er schnell wachsig. Ich habe ihn sehr gerne eingesetzt, auch niedriger und/oder mit Ko-Emulgator eingesetzt, aber ich weiß nicht, ob der Minimixer (habe ich auch, ich finde ihn sehr praktisch) dieses 'Wachsige', welches mit einem abdichtendem Gefühl einhergeht, verhindern kann
Heute empfand ich die neue Creme gar nicht so wachsig. Hab gestern nochmal mit meinem Küchen Handmixer gerührt. Ich warte ja auf den bestellten Minimixer und die dazugehörigen Einsätze. Den passt dann hoffentlich in den Dremel von meinem Mann. Der rührt sehr hochtourig. Da bin ich dann mal gespannt :hase: .

Nochmal lieben Dank für Eure Hilfe :blumenstrauss:
Ein Garten macht viel Arbeit, aber noch mehr Freude


Liebe Grüsse
Pia

Benutzeravatar

(Hat den Thread eröffnet)
rosengarten
Bachelor of Creams
Bachelor of Creams
Beiträge: 1461
Registriert: 29. Dezember 2014, 19:50
Wohnort: Saarland

Re: Rezeptoptimierung für sensible Haut (Rosacea-Neigung)

Ungelesener Beitrag von rosengarten » 9. Januar 2015, 16:26

Hallo :hallihallo: ,

habe einen neuen Versuch gestartet mit anderen Ölen und Emulgatoren.

Ich war mir so sicher, dass das dann super ist. Leider ist die Creme nicht wirklich optimal für mich :/ .
Aber eins hab ich schonmal für mich rausgefunden, nämlich die Fettphase. Hab doch glatt das Wirkstofföl vergessen . Das ist mir erst beim Aufräumen aufgefallen. Na hab ich gedacht, dann test ich doch jetzt grad schonmal. War nix, meine Haut hat gespannt. Hab ich dann also noch 2 % (0,6 gr.) nachgerührt und das war wenigstens dann spannende Hautgefühl weg.

Die Creme glänzt leider immer noch und irgendwie hab ich das Gefühl, das meine Zicken-Haut sie nicht mag. Es brennt und kribbelt etwas. Das hatte ich bei der ersten Creme nicht. Könnte das am Vitamin C oder dem Gamma- Oryzanol liegen :gruebel: ? Ich hab mir nämlich die Barriereschutzbasis nachgerührt. Oder evtl. an den Emus?

Meine Zutaten sehen jetzt so aus:

25 % Fettphase (7,5 g)

Öle, Buttern und Wachse (6 g | 20 %):
1.58 g Kameliensamenöl (5.25 %)
1.28 g Traubenkernöl (4.25 %)
1.2 g Arganöl (4 %)
0.75 g Jojoba (2.5 %)
0.6 g Barrierschutzbasis (2 %)
0.6 g Sheabutter (2 %)
0,6 g Cranberryol (2 %)

Emulgatoren/Konsistenzgeber (0.9 g | 3 % | 13 % der Fettphase¹)
0.6 g Emulprot (2 %)
0.3 g Phospolipon 80 (1 %)

77 % Wasserphase (23.1 g)

Wirkstoffe (0.17 g | 0.55 %):
0,9 g Glyzerin (3 %)
0.15 g Mäusedornextrakt (0.5 %)
0.02 g Hyaluronsäure (0.05 %)
0,6 g Panthenol (2 %)

Hilfs- und Zusatzstoffe (0.3 g | 1 %):
0.3 g Rokonsal (1 %)
2 Tr- Milchsäure

22.64 g Wasser (75.47 %)?

Wie geh ich denn am besten vor um die optimale Creme zu finden?
Wie weiß ich denn, ob die falschen Öle sind oder ob der Emulgator nicht passt? Gibts da irgendeine Faustformel? Oder ist wahrlos probieren angesagt? Fragen über Fragen :schocker:

Ich werd jetzt vielelicht mal nochmal die Sheabutter erhöhen und die Barriereschutzbasis (wegen dem Brennen) weglassen. Das wäre natürlich ärgerlich wenns an der liegen würde. Die Zutaten waren ja nicht grad billig :seufz: .

Vielleicht habt ihr ja noch einen Typ für mich wie ich mein Rezept umstellen könnte. Das wäre super nett.


Helga hat geschrieben:
Bei Aromazone hab ich mir den sehr günstigen Minimizer bestellt. Das wird aber noch eine gute Woche dauern bis der da ist.
Falls Du dieses Gerät meinst klickhier
Ich fürchte, das war ein Fehlkauf, das ist kein hochtouriges Rührgerät.
Ich weiss - die Kleinmengen :wink: aber ein Mixstab aus Deiner Küche
wäre die bessere Wahl.
Helga, Du hattest recht. Das Ding taugt nix. Viel zu langsam. In den Dremel hat der Quirl, ohne das Ende abzuschneiden nicht gepasst ( da war so eine Verdickung dran). Das wollte ich dann doch zuerstmal nicht (aber heute ist er reif :gut: ). Hab dann heute doch nochmal mit dem Teigquirl vom Mixer gerührt.
Ein Garten macht viel Arbeit, aber noch mehr Freude


Liebe Grüsse
Pia

Benutzeravatar

Helga
Moderator
Moderator
Beiträge: 13742
Registriert: 25. August 2007, 22:37
Wohnort: Traun/OÖ

Re: Rezeptoptimierung für sensible Haut (Rosacea-Neigung)

Ungelesener Beitrag von Helga » 9. Januar 2015, 17:57

Hallo Rosengarten :)

tut mir leid für Dich, dass Deine Creme nicht für Dich passt. Habe Dein
Rezept überflogen, mir wäre aber nichts auffälliges aufgefallen, was
das brennen verursacht haben könnte.
Brennen könnte etwas mit dem Ph-Wert zu tun haben, ein kribbeln kann,
wohlgemerkt kann auf ein "arbeiten" der Haut hindeuten (so deute ich es bei mir).
Vor Zugabe der 2 Tropfen Milchsäure hast Du den Ph-Wert sicher gemessen
und nachher auch noch einmal?

Barriereschutzbasis mit Vit. C Palmitat könnte auch ein Grund sein, wenn
man empfindlich ist, vielleicht niedriger einsetzen mit 0,5 bis 1%.
Hast Du bis vor kurzem noch Kaufcremes benutzt? Vielleicht ist es auch
die Umstellung.

An der Ölauswahl hätte ich nichts auszusetzen, Emulprot in Verbindung
mit Phospholipon kenne ich nicht, kann ich nicht beurteilen. Auch Deine
Wirkstoffphase beinhaltet nichts aussergewöhnliches.

Ja - die Verträglichkeit von Rohstoffen, bzw. die individuelle angenehme
Haptik, dass ist eine Sache die man austesten muss. Leider gibt es kein
Patentrezept; was für mich optimal ist, muss für Dich noch lange nicht
so sein :wink:
Deswegen empfehlen wir Neueinsteigern, ganz "einfach" zu beginnen und
Schritt um Schritt mehr Rohstoffe einzusetzen.

Eine große Hilfe ist dieser Beitrag von Heike auf Olionatura.de:
Die individuelle Pflege finden, sowie Pflegestrategie für die kalte Jahreszeit

Mir persönlich tut es immer sehr leid, wenn jemand nach 2 bis 3 mal Creme
rühren enttäuscht ist und dann zu rühren aufhört, weil keine Geduld mehr
vorhanden ist :wink: Ich kann nur sagen, bleibe dran, es lohnt sich :ja:
auch wenn Du vielleicht noch mal 2 Cremen rührst und noch immer nicht
ganz zufrieden bist, es ist einfach ein heran tasten.

Wir können leider auch nur aus der Ferne - und teilweise aus eigener Erfahrung -
einen Rat geben, aber wir spüren natürlich nicht, wie DU es dann empfindest.
Schwierig :wink:
Was man beim Rat geben nicht ausser Acht lassen darf: Es ist immer das
Gesamtkonzept, das wir auf der Haut spüren, deswegen ist es so schwierig
einzelne Rohstoffe zu beurteilen, theoretisch müsste man haargenau Dein Rezept
nachrühren.
Ein anderes Beispiel: Jemand, der D-Panthenol nicht mag (weil sie es falsch kombiniert,
die Menge nicht stimmt oder vielleicht wirklich nicht mag) schreibt Dir: "lass Panthenol
weg, ich mag es nicht". Die nächste (so wie ich :wink:) schwört darauf. was also wirst
Du tun? In niedriger Konzentration einsetzen, vielleicht das Portrait darüber nochmals
lesen und vielleicht beim nächsten Mal höher gehen.
Weisst Du, was ich meine?

:knutsch: Sorry, schon wieder ein Roman geworden, mein Herz war übervoll :wink:
Liebe Grüße und noch einen schönen Tag :-)

Helga

Benutzeravatar

Deneb
Rohstoffqueen
Rohstoffqueen
Beiträge: 766
Registriert: 11. September 2012, 12:01
Wohnort: Niedersachsen
Kontaktdaten:

Re: Rezeptoptimierung für sensible Haut (Rosacea-Neigung)

Ungelesener Beitrag von Deneb » 9. Januar 2015, 18:30

Das Brennen...vielleicht zu viel Wirkstofföl? :lupe:
Liebe Grüße
Deneb

Benutzeravatar

toshka
Master of Emulsifying
Master of Emulsifying
Beiträge: 3680
Registriert: 5. März 2013, 14:16
Wohnort: Halle
Kontaktdaten:

Re: Rezeptoptimierung für sensible Haut (Rosacea-Neigung)

Ungelesener Beitrag von toshka » 9. Januar 2015, 18:44

Ich komme zu meinem obigen Rat zurück :pick: Nimm alles raus, was sich rauszunehmen lässt. Rosacea-Haut mag kein Fett. Unter der Fettschicht beginnen die Bakterien sich zu vermehren. Ich bilde mir ein, dass mein jetziger Rückfall auf Butter in der Creme zurückzuführen ist. Mach mindesten eine Woche Pause. Rühre dann eine ganz einfache Creme nur mit Ölen und mit max 20% Fettphase und ohne Wirkstoffe. Und dann taste dich langsam an die Wirkstoffe heran :klimper:

Tröste dich, ich bin seit 2 Jahren dabei und muss gerade auch (fast) bei 0 anfangen. Passiert halt!
Liebe Grüße
toshka

Benutzeravatar

(Hat den Thread eröffnet)
rosengarten
Bachelor of Creams
Bachelor of Creams
Beiträge: 1461
Registriert: 29. Dezember 2014, 19:50
Wohnort: Saarland

Re: Rezeptoptimierung für sensible Haut (Rosacea-Neigung)

Ungelesener Beitrag von rosengarten » 9. Januar 2015, 20:21

Danke Euch Drei für die schnelle Antwort,

In meiner letzten Creme hatte ich 2,5 gr. Butter drin - hier nur 0,6 gr. Dafür mehr Öl. Also Butter vertrag ich anscheinend.

Ich hab die BSB oder evtl.auch zuviel an Mäusedornextrakt im Verdacht.Den hab ich vor Jahren schonmal nicht vertragen. Ich hab jetzt zum Testen ganz wenig BSB in meine nackige Cremaba gerührt. Da merk ich ja morgen obs die BSB ist. Hoffentlich nicht....der Mäusedorn wäre mir lieber.
Ansonsten werd ich wohl die letzte Creme ( hab ich ja gut vertragen, war nur etwas wachsig) nur mal mit der anderen Emu Kombi teste.

Helga, ich freue mich über Romane. Da kann ich doch viel von Euch lernen. Und Du hast recht, man ist schon etwas entmutigt wenn es nicht funktioniert.Ich lese jetzt mal Deine Links. Danke dafür.

Deneb, das Wirkstofföl war genau das gleiche und sogar noch etwas weniger als in der letzten Creme. Das denk ich jetzt eher nicht als Übeltäter. Habe aber alles andere ausgetauscht. Habe aber fast alle anderen Zutaten ausgetauscht. Hätt ich besser nicht gemacht.

Toshka, echt? Wieso musst Du wieder bei null beginnen? Verträgst Du die Sachen plötzlich nicht mehr? Das ist ja gar nicht schön.

GG hat den Aufsatz vom Minimixer abgeschnitten und voila......passt wie für den Dremel gemacht. Keine Unwucht, nix. Das ist ja schonmal was gutes heute. Der fängt zwar direkt mit 10.000 U an, aber für den Anfang muss das jetzt mal gehen.
Ein Garten macht viel Arbeit, aber noch mehr Freude


Liebe Grüsse
Pia

Benutzeravatar

toshka
Master of Emulsifying
Master of Emulsifying
Beiträge: 3680
Registriert: 5. März 2013, 14:16
Wohnort: Halle
Kontaktdaten:

Re: Rezeptoptimierung für sensible Haut (Rosacea-Neigung)

Ungelesener Beitrag von toshka » 9. Januar 2015, 20:30

Ich glaube, ich habe wieder mal übertrieben... Das ganze Zeugs ist ja so verführerisch... *seufz*
Liebe Grüße
toshka

Antworten