Pergamenthaut, was könnte helfen?

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Kerah
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Pergamenthaut, was könnte helfen?

Ungelesener Beitrag von Kerah » 23. September 2017, 14:50

Hallo meine Lieben,

ich möchte Euch gerne um Euren Rat bitten:

Meine Tante rief mich gestern an und hat mich um Hilfe zwecks Hautpflege gebeten. Ich weiß, dass sie schon von je her Probleme mit ihrer Haut hatte. Die Haut ist empfindlich, dünn, rötet schnell und juckt. Sie hat dicke, dunkle Tränensäcke unter den Augen. Dazu hat sie noch die typische Mischhaut (manche Stellen fettig mit Mitessern und andere Stellen trocken und schuppig).

Sie ist schon öfter beim Hautarzt gewesen und hat diverse Salben verschrieben bekommen. Angeblich soll sie eine "sehr dünne Haut mit Neigung zu Entzündungen" haben. Alle bisherigen Salben vom Hausarzt haben ihr nicht gefallen und sie hat sie abgesetzt, da sie entweder auf der Haut gebrannt haben, oder ihr zu fettig waren, oder eben die Hautrötungen noch verschlimmert haben, oder sie Pickel bekommen hat.

Ich würde ihr natürlich gerne helfen. Ich denke, dass es einen Versuch wert wäre, da sie ja eh schon so viel ausprobiert hat.

Daher meine erste Frage: Kann man "dünner" Haut überhaupt mit einer Creme helfen? Und gibt es bestimmte Wirkstoffe die helfen könnten?

Überwiegend möchte ich ihr natürlich eine reizfreie Creme herstellen, die ich dann auch "nur" mit Dermosoft GMCY und Dermosoft1388 konservieren würde, da ich glaube, dass sie auf anderer Konservierer empfindlich reagieren würde. Spontan sind mir auch gleich Mäusedorn Extrakt, Calendula und eventuell Curcuma CO2 Extrakt in den Sinn gekommen, da diese Wirkstoffe -zumindest bei mir- sehr gut gegen Hautrötungen helfen.

In der Fettphase eventuell Jojoba, Wiesenschaumkraut, Traubenkernöl raff., Sheabutter und Nachtkerze. Oder anstatt der Sheabutter etwas Bacuri- oder Ucuuba Butter.
An Buttern und Ölen habe ich so ziemlich alles im Haus, aber ich möchte ihre Haut ja nicht überfordern. Über Eure Vorschläge würde ich mich freuen.

Bei dem Emulgator hatte ich an PolyAquol gedcht, da dieser ja eine, Zitat: "präventive und reparierende Wirkung auf UV-induzierte Schädigung der Hautbarriere aufweist und die Hautfeuchtigkeit signifikant verbessert". Allerdings müsste ich dann die Fettphase eher gering halten.
Oder würdet ihr da lieber einen anderen Emulgator vorschlagen? Im Haus habe ich: Montanov68, Montanov 202, Olivem1000, Lysolecithin, Imwitor, Emulprot, PolyAquol, Simulgreen.

Ich persönlich habe ja bei meiner Mischhaut vor allen Dingen mit Lipodermin und Niacinamide sehr gute Erfahrungen gemacht, aber darf mal solche Wirkstoffe bei so dünner und empfindlicher Haut überhaupt einsetzen?

Urea habe ich auch hier, allerdings komme ich damit nicht kalr, da es sich einfach nicht auflösen will.

Also bevor ich jetzt einen ersten Rezeptentwurf austüfftel, würde ich halt gerne wissen, was Ihr so für Öle, Emulgatoren und Wirkstoffe vorschlagen würdet.

Ich danke Euch recht herzlich!!! :rosenbett: :rosenbett: :rosenbett: :rosenbett:

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Alraune
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Re: Pergamenthaut, was könnte helfen?

Ungelesener Beitrag von Alraune » 27. September 2017, 20:27

Um Dir da weiterhelfen zu können müßte man ein wenig mehr über Deine Tante wissen. Wie alt ist sie und kannst Du rausbekommen welche Pflegeprodukte und medizinischen Produkte sie bisher verwendet hat. Daraus könnte man besser ableiten, ob die dünne Pergamenthaut durch falsche Pflege verursacht wurde und oder eine andere Ursache hat. Wichtig wäre auch die Ernährungsfrage und ob sie raucht.

Ich würde drei Cremes mit gleichen Inhaltsstoffen herstellen, aber mit unterschiedlich hoher Fettphase. Erst mal ganz simpel herantasten um den Hautzustand nicht noch weiter zu verschlimmern. Eine Butter, ein zwei Öle, einen milden Emulgator, höchstens noch was Panthenol und den Mäisedornextrakt, fertig. und dann sehen, mit welcher Fettphase sie besser zurecht kommt. darauf kannst Du dann aufbauen.

Innerlich könnte auch ein Tee helfen und homöopathische Mittel wie Silicea Pentarkan oder Schüßlersalze.

LG
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Re: Pergamenthaut, was könnte helfen?

Ungelesener Beitrag von Kerah » 30. September 2017, 15:08

Liebe Alraune,

ich danke Dir für Deine Antwort.
Ich weiß nur, dass meine Tante raucht, sich durchschnittlich ernährt und eigentlich nie draußen ist und sich dementsprechend auch nicht bewegt. Sie hat eine Schilddrüsenerkrankung (Hashimoto) -das liegt in der Familie, ich habe es leider auch- aber ansonsten ist beim Arzt nichts weiter rausgekommen.
Ich werde Deine Tips beherzigen und mich erstmal langsam ran tasten.

Unsicher bin ich mir nur, was den Emulgator anbelangt. Da ich das Gefühl habe, dass Fettalkohole nicht so gut für ihre Haut wären.
Bergamuls hat mir selber auch schon unruhige Haut beschert, deshalb würde ich den lieber nicht einsetzten. Wären also noch Emulprot oder eventuell Olivem1000. Der hat zwar auch Fettalkohol an Bord, allerdings finde ich den sehr verträglich und der verstopft mir auch nicht die Poren. Jedoch fettet meine Haut auch bei Olivem1000 ziemlich nach und da meine Tante ja auch stellenweise fettige Haut hat bin ich mir da auch nicht sicher.

Ich danke Dir auf jeden Fall erstmal! :daisy: :rosefuerdich:

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Heike
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Re: Pergamenthaut, was könnte helfen?

Ungelesener Beitrag von Heike » 30. September 2017, 16:06

Kerah hat geschrieben:Die Haut ist empfindlich, dünn, rötet schnell und juckt. Sie hat dicke, dunkle Tränensäcke unter den Augen. Dazu hat sie noch die typische Mischhaut (manche Stellen fettig mit Mitessern und andere Stellen trocken und schuppig).
Ohne Deine Tante zu kennen und ohne das Krankheitsbild Hashimoto einschätzen zu können, scheint mir hier eine deutlich wasserarme Haut vorzuliegen, resultierend aus einer gestörten Hautbarriere. Auch fettende Haut kann wasserarm sein – nicht irritieren lassen.

Ich würde zu einem Fluid raten und Emulgatoren verwenden, die aus dem pharmazeutischen Kontext stammen (hydriertes Lecithin und Imwitor® 375), ergänzt mit 1-2 % eines Phytosterolprodukts (Avocadin® oder Phytosteryl Macadamiate) und einer Mischung aus verschiedenen Hydratisierern, darunter Harnstoff. Bewährt haben sich bei Pergamenthaut 5 % Urea, 5 % Glycerin, 2 % Natriumlaktat und ca. 0,5 % Milchsäure, dazu 1 % Panthenol . Wenn die Haut wieder Wasser speichern und angebotene physiologische Fette verarbeiten kann, werden sich die Entzündungen automatisch reduzieren, weil die Hautbarriere restrukturiert wird. Die Wirkstoffe sind hier therapeutisch dosiert; nach 2–4 Wochen sollte die nächste Charge schon mit deutlich weniger auskommen (ca. der Hälfte der genannten).

25 % Öle und Buttern: Jojobaöl, Arganöl, Traubenkernöl, ein wenig Sheabutter, als Wirkstofföl Nachtkerzenöl (letzteres am besten in Kapseln kaufen und jeweils frisch anstechen - als Zusatz in der Nachtpflege (in der Handfläche ins Fluid mischen). Statt Nachtkerzenöl ist Hanföl sehr schön!

Bitte gut konservieren – wegen der Entzündungen ist dies hier doppelt wichtig.
Zuletzt geändert von Heike am 1. Oktober 2017, 00:05, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Rechtschreibkorrektur ;-)
Liebe Grüße
Heike


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Re: Pergamenthaut, was könnte helfen?

Ungelesener Beitrag von Kerah » 30. September 2017, 17:41

Liebe Heike,

vielen Dank für Deine Nachricht. Da habe ich ja jetzt eigentlich alle Informationen, die ich brauche, erhalten. Danke schöööön!!! :knutscher: :rosefuerdich:

Imwitor und Phospholipon 80 habe ich hier. Wäre die Dosierung mit 2% Imwitor + 1 % Phosp.80 okay? :heike:

Hanföl habe ich leider nicht hier, aber Nachkerze schon. Vielleicht könnte ich auch noch etwas Baobab Öl mit einbauen, ich meine gelesen zu haben, dass es die Hautbarriere stärkt.

Tja, typisch, ich habe hier eine Million Wirkstoffe rumstehen, nur die Wichtigsten anscheinend nicht. :schocker:
Denn an Hydratisierern habe ich nur Allantoin, Sodium PCA, Glycerin und D-Panthenol hier.
Urea habe ich zwar auch hier, aber es löst sich nicht im Wasser. Und irgendwie traue ich mich da nicht so recht ran, da man das doch irgendwie puffern muss, oder so?
Milchsäure habe ich natürlich hier, Natriumlaktat aber leider nicht. :klimper:

Avocadin und Phytosteryl Macadamiate habe ich auch nicht. Das lässt sich wahrscheinlich auch nicht ersetzen, oder?

Konservieren wollte ich mich DermosoftGMCY 0,5% + Dermosoft Eco 3,5%. Das müsste doch ausreichen, oder?
Meine Bedenken sind dann eher, dass es mit diesem Konservierer + Imwitor + Glycerin schon reichlich klebrig werden könnte :skeptisch: :skeptisch:

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Re: Pergamenthaut, was könnte helfen?

Ungelesener Beitrag von Heike » 1. Oktober 2017, 00:10

Kerah hat geschrieben: Imwitor und Phospholipon 80 habe ich hier. Wäre die Dosierung mit 2% Imwitor + 1 % Phosp.80 okay? :heike:
Perfekt. :-)
Hanföl habe ich leider nicht hier, aber Nachkerze schon. Vielleicht könnte ich auch noch etwas Baobab Öl mit einbauen, ich meine gelesen zu haben, dass es die Hautbarriere stärkt.
Das sieht gut aus.
Denn an Hydratisierern habe ich nur Allantoin, Sodium PCA, Glycerin und D-Panthenol hier.
Das sind bewährte und wirkungsvolle Rohstoffe.
Nimm 2 % Sodium PCA und 3 % Glycerin plus 1 % Panthenol.
Milchsäure habe ich natürlich hier …
Damit korrigierst Du, wo nötig, den pH-Wert, gut.
Avocadin und Phytosteryl Macadamiate habe ich auch nicht. Das lässt sich wahrscheinlich auch nicht ersetzen, oder?
Auf Dauer ist einer davon unabdingbar. Ich empfehle Phytosteryl Macadamiate aufgrund seiner leichteren Verarbeitung. Es ist ein Basis-Rohstoff, der in allen Produkten (Haut und Haar) wunderbar einsetzbar ist.
Konservieren wollte ich mich DermosoftGMCY 0,5% + Dermosoft Eco 3,5%. Das müsste doch ausreichen, oder?
Sehr gut. :ja:

Probiere eine kleine Charge von 50 ml. Fehlendes Fett kann man immer in der Hand dazumischen - kein Problem. :-)
Liebe Grüße
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Re: Pergamenthaut, was könnte helfen?

Ungelesener Beitrag von Alraune » 1. Oktober 2017, 08:47

Hashimoto habe ich auch, allerdings mit einer sehr fettigen Haut. Da ich schon vor etlichen Jahren auf selbstgemachte Produkte umgestiegen bin habe ich auch vergleichbar relativ wenig Probleme. Ich kann mich Heikes Empfehlungen nur anschließen.
Mir ist vor allem bei älteren Leuten mit Pergamenthaut aufgefallen, dass z.B. häufig Öle pur gar nicht aufgenommen werden, dass heißt sie schwimmen einfach auf der Haut.( Ich mache gerne einen Test welche Öle die Haut sofort gut aufnimmt und welche nicht) Dadurch halte ich ein Fluid oder eine Emulsion auch für sinnvoller. Du könntest zum Vergleich zusätzlich ein Hydrodispersionsgel herstellen. Dann kann sie ausprobieren, ob sie besser mit oder ohne Emulgator zurecht kommt.

LG
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Re: Pergamenthaut, was könnte helfen?

Ungelesener Beitrag von Heike » 1. Oktober 2017, 09:00

Alraune hat geschrieben: Mir ist vor allem bei älteren Leuten mit Pergamenthaut aufgefallen, dass z.B. häufig Öle pur gar nicht aufgenommen werden, dass heißt sie schwimmen einfach auf der Haut.
Weil der Haut Wasser fehlt, kann sie die Fette nicht verarbeiten – die dafür notwendigen, in der Hornschicht vorhandenen Enzyme sind inaktiv. Daher ist es hier ganz besonders wichtig, mit (hautphysiologischen) Emulgatoren zu arbeiten, die die Benetzung und Spreitung und damit die Aufnahme der wasserbindenden Stoffe in die Haut fördern.

Den optimalen Grad der Okklusion steuern wir dann mit der Zusammenstellung der Fettphase (hier vor allem mit dem Anteil an Phytosterolen). Die Barriereschutzbasis wäre ideal, aber da ist der Zukauf der Rohstoffe und die Vorab-Herstellung aufwändiger, daher empfehle ich hier Phytosteryl Macadamiate.
Liebe Grüße
Heike


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Re: Pergamenthaut, was könnte helfen?

Ungelesener Beitrag von Kerah » 1. Oktober 2017, 12:02

Hallo Ihr Lieben,

also erstmal ganz recht herzlichen Dank für Eure Hilfe.

Heike, was ich von Dir schon alles gelernt habe (ich danke Dir sehr!).....ich hatte letzte Nacht einen Traum, dass ich an der Uni zu einer Vorlesung war und Du bist die Professorin gewesen. Du hattest einen Laborkittel an und hast leidenschaftlich mit den Armen rumgewedelt und vor mir lagen ca. 20 Bücher, welche ich noch studieren musste!!! Haha, ich habe wohl gestern zu viel Zeit hier im Forum verbracht. :lach: :huhu: :kichern:

Also, ich habe jetzt mal Deine Vorschläge beherzigt und durch den Rezepte Rechner gezogen. :heike:

Ich habe auch noch Ceramide NP hier und habe das noch mit eingebaut. Deshalb habe ich auch noch etwas Squalan mit rein genommen, damit die Ceramide heiß verarbeitet werden können.
Ich würde mich wirklich sehr freuen, wenn Du mal schauen könntest, ob das Rezept so Sinn macht? Ich habe jetzt auch einfach schon mal diesen Phyto-Maca-Irgendwas mit eingebaut und muss dieses Stöffchen halt noch von irgendwo bestellen. Er scheint ja mit zur Basisausstattung zu gehören. :/

So würde also das Rezept aussehen, bitte kritisieren, falls nötig :brille:


Ihre Rezeptur (50 g)

Die Rezeptur besteht aus folgenden Ingredienzien:

25 % Fettphase (12.5 g)
Öle, Buttern und Wachse (11 g | 22 %):


1 g Sheabutter (2 %)
1 g Squalane (2 %)
1.5 g Jojoba (3 %)
1.5 g Argan (3 %)
2 g Baobab (4 %)
2 g Traubenkern (4 %)
1 g Phytosteryl Macadamiate (2 %)
0.75 g Nachtkerze (1.5 %)
0.25 g Dermosoft GMCY (0.5 %)

Emulgatoren/Konsistenzgeber (1.5 g | 3 % | 12 % der Fettphase¹)
1 g Imwitor (2 %)
0.5 g Phospholipon80 (1 %)

75 % Wasserphase (37.5 g)
Wirkstoffe (3.85 g | 7.7 %):

1 g Sodium PCA (2 %)
0.5 g D-Phantenol (1 %)
1 g Glycerin Mäusedorn Extrakt (2 %)
1 g Glycerin Kaktus Extrakt (2 %)
0.1 g Ringelblumen CO2 Extrakt (0.2 %)
0.25 g Ceramide NP (0.5 %)

Hilfs- und Zusatzstoffe (1.85 g | 3.7 %):
0.1 g Xanthan (0.2 %)
1.75 g Dermosoft Eco (3.5 %)

31.8 g Wasser (63.6 %)

Vielen Dank für Eure Hilfe :rosenbett:

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Re: Pergamenthaut, was könnte helfen?

Ungelesener Beitrag von Heike » 1. Oktober 2017, 12:15

Kerah hat geschrieben:).....ich hatte letzte Nacht einen Traum […] Du […] hast leidenschaftlich mit den Armen rumgewedelt ...
Passt. :kichern: Ich habe normalerweise eine sehr lebendige Gestik. Die AOK-Videos sind nicht typisch, da habe ich mich stark kontrolliert.
Ich habe auch noch Ceramide NP hier und habe das noch mit eingebaut. Deshalb habe ich auch noch etwas Squalan mit rein genommen, damit die Ceramide heiß verarbeitet werden können.
Gut. :-) Squalan ist reizfrei, hilft beim Spreiten, und ein wenig kontrollierte (!) Semi-Okklusion hilft beim Aufbau der Hautbarriere.
So würde also das Rezept aussehen, bitte kritisieren, falls nötig :brille:
Ich persönlich würde das Nachtkerzenöl pur abends hinzumischen (in der Handfläche). Da darf es auch höher dosiert sein, bis zu 25 % der Produktmenge, die man aufträgt. Tagsüber hast Du eine weitgehend stabile Grundlage, die gut Wasser freigibt, nachts kommt die Gamma-Linolensäure-Power des Nachtkerzenöls.

Die alkoholischen Extrakte würde ich reduzieren. Die Haut ist »offen«, die Barrierelipide vermindert bzw. desorganisiert. Ausnahme ist der Calendula-CO2-Extrakt, der rein lipophil ist. Da ist dann auch die Entzündungshemmung an Bord, die hier wichtig ist. :-)
Liebe Grüße
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Re: Pergamenthaut, was könnte helfen?

Ungelesener Beitrag von Kerah » 1. Oktober 2017, 13:00

Liebe Heike,

danke für Dein Feedback! Ich werde es beherzigen. :knutsch:

Schade eigentlich, dass es keinen stattlich anerkannten Studiengang zur Naturkosmetik-Herstellerin mit Dir als Professorin gibt (als Nebenfach: Passionierte Gestik! :kichern: ) Das wäre wirklich ein Traum! :D

Die Extrake sind übrigens alkoholfrei. Sie bestehen aus 2/3 Glycerin. Deshalb habe ich sie mit 4% eingerechnet, da sich so eine ca. Menge von 3% Glycerin auf Total ergibt. So müsste das doch in Ordnung sein, oder? :gruebel:

Vielen Dank :daisy:

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Re: Pergamenthaut, was könnte helfen?

Ungelesener Beitrag von Alraune » 1. Oktober 2017, 14:42

Schau mal bitte hier gibt es einiges zu Hashimoto zu lesen was auch helfen könnte. Je nachdem wie lange sie die Erkrankung schon hat gesellen sich im Laufe der Zeit auch noch gerne andere Autoimmunerkrankungen hinzu. Die richtige Ernährung trägt zur Linderung der Beschwerden viel bei. Vor allem auf entzündungshemmendeNahrungsmittel sollte sie vor allem bei akuten Beschwerden zutückgreifen. das Nachtkerzenöl würde ich ihr auch innerlich empfehlen und oder zusammen mit Omega 3 Kapseln (meistens aus Lachsöl)

Zum Thema Pergamenthaut kannst Du Dich ja übers Netz einlesen.

Nur alleine die äußerliche Pflege zu verändern wird meiner Ansicht nach nur den halben Erfolg bringen.


LG
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Re: Pergamenthaut, was könnte helfen?

Ungelesener Beitrag von Nikola » 1. Oktober 2017, 15:01

Wenn die Haut wieder Wasser speichern und angebotene physiologische Fette verarbeiten kann, werden sich die Entzündungen automatisch reduzieren, weil die Hautbarriere restrukturiert wird.

Ich hätte dazu eine kurze Frage, die eigentlich nicht zum Thema passt... :
Macht es Sinn, nach Restrukturierung der Haut wasserbindende Rohstoffen (z.B.Ectoin) in Cremes einzuarbeiten? Ich habe ähnlich entzündliche Stellen rechts und links am Hals. Ich habe den Eindruck, dass sie, wenn mit Feuchtigkeit unterversorgt, immer wieder auftreten.


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Re: Pergamenthaut, was könnte helfen?

Ungelesener Beitrag von Kerah » 1. Oktober 2017, 15:09

Danke für den Link, Alraune :rosenbett:

Bei meiner Tante verläuft alles bisher recht harmlos und sie ist gut mit Tabletten eingestellt.

Bei mir sieht es da schon anders aus, es ist mittlerweile schon so ziemlich alles aus der Balance geraten. Erst ging es los mit Pfeiffer Drüsenfieber, dann Hashimoto, dann chronische Darmentzündung, Nahrungsmittelunverträglichkeit, chronische Candida Infektion, chronische Sinusitis, immer Muskelschmerzen, jetzt ständige Bauchspeicheldrüsenentzündung und so weiter... Das reflektiert die Haut natürlich alles wieder. Als nächstes steht mir die Bestrahlung der Schilddrüse bevor. :/

Wenn mein Darm richtig entzündet ist, ist auch immer meine Gesichtshaut entzündet. Da hilft dann auch keine Creme. Auch wenn ich mal wieder etwas esse, auf das ich irgendwie reagiere, sieht man es mir buchstäblich sofort im Gesicht an. :angry:

Bei meiner Tante ist es zum Glück nicht so schlimm. Sie ist jetzt fast auch schon 70 Jahre alt und ich muss mich immer wundern, wie wenig Maleschen sie eigentlich hat, wenn man ihren Lebensstil bedenkt (keine Bewegung, keine gesunde Ernährung, Kettenrauchen, jeden Abend Alkohol etc.). Das Einzige, was sie halt wirklich belastet ist ihre dünne, sensible Mischhaut. Wenn ich ihr damit vielleicht etwas helfen kann, dann wäre das schon toll.

Ich glaube oftmals geht es in so einem Fall ja auch einfach nur um den Versuch auf eine bestimmte Art und Weise Aufmerksamkeit und Mitgefühl zu schenken. Ich bin mir ziemlich sicher, dass schon alleine die Intention hinter der Creme einen positiven Effekt auf sie haben wird. Wenn sie sich morgens die Creme aufträgt und weiß, dass keine bedenklichen Inhaltsstoffe darin enthalten sind, und das die Creme mit Liebe und Mitgefühl gerührt wurde, dann wird das sicherlich auch schon einen positiven Effekt haben.
Wenn die Creme es dann auch noch tatsächlich schaffen sollte, ihren Hautzustand zu verbessern, dann ist doch alles gut :gut:

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Re: Pergamenthaut, was könnte helfen?

Ungelesener Beitrag von Heike » 1. Oktober 2017, 15:50

Nikola hat geschrieben:Ich hätte dazu eine kurze Frage, die eigentlich nicht zum Thema passt... :
Macht es Sinn, nach Restrukturierung der Haut wasserbindende Rohstoffen (z.B.Ectoin) in Cremes einzuarbeiten? Ich habe ähnlich entzündliche Stellen rechts und links am Hals. Ich habe den Eindruck, dass sie, wenn mit Feuchtigkeit unterversorgt, immer wieder auftreten.
Unbedingt. Aus meiner Sicht gehören in eine O/W-Emulsion feuchtigkeitsbindende Substanzen, je nach Hautzustand leichte oder intensiver hydratisierende.
Liebe Grüße
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Re: Pergamenthaut, was könnte helfen?

Ungelesener Beitrag von Alraune » 1. Oktober 2017, 19:56

Dem kann ich mich nur anschließen. Wenn die Haut repariert ist muß der Barriereschutz sorgfältig aufgebaut und beibehalten werden.

Das stimmt. Die Zuwendung alleine kann schon viel ausrichten und zu einer Verbesserung führen. Du könntest ihr ja eine schöne Pflegeserie entwickeln.

Bei mir hat es auch mit Pfeifferischen Drüsenfieber in der Jugend angefangen. Zwischendurch hatte ich auch mal seltsame Entzündungen mit Krankenhausaufenthalten und keiner dort konnte sagen was es war, bis ich dann abgehauen bin. Das blöde Epstein Barr Virus scheint außer dem Pfeiferischen Drüsenfieber noch einige andere autoimmune Überraschungen auf Lager zu haben.

Dann wird es wohl auch Zeit für Dich selber was Gutes zu tun. So multimorbide Erkrankungen kann man nur als Gesamtpaket behandeln. Man muß da irgendwo den roten Faden finden. So wie das auch bei TCM und Ayurveda gemacht wird kann man das auch mit heimischen Arzneien machen. Den Konstitutionstyp finden und die ganzen Probleme zuordnen.

Mir hilft Weihrauch bei starken Schmerzen und an sonsten verwende ich unter anderem Teufelskralle und Bor in homöopathischer Verdünnung. Ich hab mir für meine verschiedenen Wehwechen ein Konzept erarbeitet und wenn ich mich daran halte gehts mir auch sehr gut. Nur wenn ich mal undiszipliniert über die Stränge schlage und mich nicht dran halte, folgt meist die Strafe auf den Fuß.

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Re: Pergamenthaut, was könnte helfen?

Ungelesener Beitrag von Nikola » 1. Oktober 2017, 20:44

Liebe Kerah,
ich finde es ganz große Klasse, dass du dich um deine Tante sorgst und dir Gedanken machst! Für deine Bestrahlung wünsche ich dir viel Kraft. Gute Besserung!


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Re: Pergamenthaut, was könnte helfen?

Ungelesener Beitrag von Kerah » 3. Oktober 2017, 09:53

Alraune hat geschrieben:Zwischendurch hatte ich auch mal seltsame Entzündungen mit Krankenhausaufenthalten und keiner dort konnte sagen was es war, bis ich dann abgehauen bin. Das blöde Epstein Barr Virus scheint außer dem Pfeiferischen Drüsenfieber noch einige andere autoimmune Überraschungen auf Lager zu haben.
Das finde ich wirklich interessant, denn genau so ging es mir auch schon öfter. Ich habe mich dann auch jedesmal selbst entlassen, da die Ärzte ja sowieso nie wissen, was da los ist. :daisy:
Nikola hat geschrieben:Liebe Kerah,
ich finde es ganz große Klasse, dass du dich um deine Tante sorgst und dir Gedanken machst! Für deine Bestrahlung wünsche ich dir viel Kraft. Gute Besserung!
Vielen Dank! :knutscher:

Ich habe die Creme übrigens nach dem Rezept -wie oben angegeben- gestern Abend noch gerührt. Da ich zu ungeduldig war auf das Phytosteryl Macadamiate zu warten, habe ich es in meinem ersten Versuch weggelassen und dafür in der Fettphase mit Jojoba und ein paar Tropfen Andiroba Öl ersetzt.
Leider ist das Ganze schief gegangen. :grosseaugen:

Ich habe die Creme gestern Abend benutzt und sie hat sich wirklich super toll auf der Haut angefühlt....aber leider hatte sie sich heute morgen schon komplett getrennt :cry: :cry: :cry:

Jetzt würde ich gerne verstehen, was da schief gegangen ist und was ich falsch gemacht habe. :gruebel:

Es war das erste Mal, dass ich etwas mit Ceramiden gerührt habe...deshalb war ich mir etwas unsicher, wie das Ganze denn nun verarbeitet wird. Also habe ich Folgendes gemacht:

Squalan und Jojoba mit Ceramiden auf über 90 Grad erhitzt bis sich diese vollständig aufgelöst hatten. Das Komische war, dass sich das Öl, sofort nachdem sich die Ceramide aufgelöst hatten, braun wurde? Ist das normal oder liegt hier vielleicht schon der Fehler? Ist es zu heiß geworden?
Ich habe dann das Phospholipon80 zum Öl dazu gegeben sowie den Rest der Fettphase (welchen ich separat mit Imwitor erhitzt hatte). Dann kam die heiße Wasserphase (90 Grad) schlückchenweise dazu. Ich habe es mit dem Blendia hochtourig gerührt. Dann bei Handwärme die Wirkstoffe dazu gegeben.
Und dann heute Morgen der Schreck: es ist von der Creme nur noch eine ölige Suppe übrig geblieben

In einem anderen Thread habe ich ja auch schon geschrieben, dass ich den Blendia neu habe und mir nicht sicher bin, ob der auch so funktioniert, wie er soll. Sobald die Creme andickt, scheint er nicht mehr viel zu tun. Eine Augencreme, welche ich vor zwei Tagen mit dem Blendia gerührt hatte, fängt auch bereits an sich zu trennen. Das Problem hatte ich vorher nie :zickig:

Also irgendwie bin ich gerade etwas frustriert, denn statt toller, frisch angerührter Sachen habe ich nur Plörre-Pampe hier :seufz:

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Re: Pergamenthaut, was könnte helfen?

Ungelesener Beitrag von Helga » 3. Oktober 2017, 11:18

Heike hat geschrieben:
Ich habe auch noch Ceramide NP hier und habe das noch mit eingebaut. Deshalb habe ich auch noch etwas Squalan mit rein genommen, damit die Ceramide heiß verarbeitet werden können.
Gut. :-) Squalan ist reizfrei, hilft beim Spreiten, und ein wenig kontrollierte (!) Semi-Okklusion hilft beim Aufbau der Hautbarriere.
Liebe Heike, würdest Du bitte "(kontrollierte) Semi-Okklusion" näher erläutern?
Liebe Grüße und noch einen schönen Tag :-)

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Re: Pergamenthaut, was könnte helfen?

Ungelesener Beitrag von Heike » 3. Oktober 2017, 11:27

2 % Imwitor, 1 % Phospholipon 80 H und 0,2 % Xanthan ergeben ein sehr niedrigviskoses Fluid, das stimmt. Trennen sollte es sich nicht. Öl, das braun wird, ist vermutlich heißer als 90 °C geworden … Oder ist irgendwo Ascorbylpalmitat enthalten?

Es ist aus der Ferne schwer, nachzuvollziehen, was schief gelaufen ist. Manchmal zeigt die Waage falsche Werte an oder das Thermometer, oder man hat doch nicht richtig emulgiert, oder … es sind Inhaltsstoffe, die die Emulsionsbildung stören. Bei Dir sind mehrere Rohstoffe drin, deren exakte INCI ich nicht kenne (Glycerin-Mäusedorn-Extrakt, Glycerin-Kaktus-Extrakt, Ringelblumen-CO2-Extrakt ). Auch gibt es Erfahrungen, dass Dermosoft® GMCY und 1388 eco bisweilen destabilisierend wirken.

Schütteln und verwenden, wäre mein Tipp. Und beim nächsten Mal weniger Wirkstoffe nehmen, weniger Öle und sich nach und nach an eine Formulierung herantasten.
Liebe Grüße
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Re: Pergamenthaut, was könnte helfen?

Ungelesener Beitrag von Heike » 3. Oktober 2017, 11:34

Helga hat geschrieben:Liebe Heike, würdest Du bitte "(kontrollierte) Semi-Okklusion" näher erläutern?
Semi-Okklusion meint hier eine nur zum Teil ausgeprägte Okklusion. Das Bild einer halb durchlässigen, nur teilweise abdichtenden Folie käme dem sehr nahe. :-) Mit unseren natürlichen Fetten können wir die Kontrolle über Fettphasen erzielen, indem wir mit den Schmelzpunkten spielen. Höher schmelzende Fette (u. a. Ceramide und Phytosterole sowie Buttern) gestalten eine Fettphase okklusiver, sind aber nicht mit Mineralölderivaten vergleichbar, da sie im Gegensatz zu diesen von den hauteigenen Enzymen gespalten und abgebaut werden können. Insofern sind unsere Konzepte durchgängig semi-okklusiv.
Liebe Grüße
Heike


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Re: Pergamenthaut, was könnte helfen?

Ungelesener Beitrag von Kerah » 3. Oktober 2017, 12:30

Heike hat geschrieben: … es sind Inhaltsstoffe, die die Emulsionsbildung stören. Bei Dir sind mehrere Rohstoffe drin, deren exakte INCI ich nicht kenne (Glycerin-Mäusedorn-Extrakt, Glycerin-Kaktus-Extrakt, Ringelblumen-CO2-Extrakt ). Auch gibt es Erfahrungen, dass Dermosoft® GMCY und 1388 eco bisweilen destabilisierend wirken.

Schütteln und verwenden, wäre mein Tipp. Und beim nächsten Mal weniger Wirkstoffe nehmen, weniger Öle und sich nach und nach an eine Formulierung herantasten.
Liebe Heike,
vielen Dank für Deine schnelle Antwort. :rosefuerdich:

Die exakten Incis der von Dir genannten Rohstoffe lauten wie folgt:
-Glycerin, Aqua, Opuntia Ficus-Indica Flower Extrakt (aus 2/3 Glycerin, Einsatz: 1-10%)
-Glycerin, Ruscus Aculaetus Root Extract, Aqua (aus 2/3 Glycerin, Einsatz: 1-10%)
-Calendula officinalis (CO2 Extrakt, Einsatz: 0,1%-0,3%)

Ich werde das Ganze als Schüttellotion benutzen, da diese ja aber eigentlich für meine Tante sein sollte, und nun reichlich unappetitlich aussieht, werde ich in der Tat das Ganze nochmal versuchen müssen.
Mir schlottern jetzt schon die Knie, da die Ceramide so teuer sind und wenn ich es jetzt wieder versemmel kriege ich die Krise. :skeptisch:

Vielleicht war das Öl wirklich zu heiß, so dass es sich deshalb braun gefärbt hat. Ascorbylpalmitate war nicht mit drin, sondern lediglich die Incis wie oben im Rezept angegeben.

Ist denn meine Verarbeitungsweise der Ceramide im Allgemeinen richtig gewesen? Also Squalan und eine Minimenge Jojoba mit Ceramiden auf 90 Grad erhitzen bis diese sich komplett auflösen. Dann Phospho80 dazu bis es sich auflöst, dann den Rest der Fettphase mit Imwitor dazu und dann die heiße Wasserphase dazu? :gruebel:

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Helga
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Re: Pergamenthaut, was könnte helfen?

Ungelesener Beitrag von Helga » 3. Oktober 2017, 13:51

Heike hat geschrieben:Höher schmelzende Fette (u. a. Ceramide und Phytosterole sowie Buttern) gestalten eine Fettphase okklusiver, sind aber nicht mit Mineralölderivaten vergleichbar, da sie im Gegensatz zu diesen von den hauteigenen Enzymen gespalten und abgebaut werden können. Insofern sind unsere Konzepte durchgängig semi-okklusiv.
Wieder was gelernt :) - vielen Dank liebe Heike
Liebe Grüße und noch einen schönen Tag :-)

Helga

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Re: Pergamenthaut, was könnte helfen?

Ungelesener Beitrag von Alraune » 3. Oktober 2017, 14:33

Du könntest auch mit Lysolecithin oder Bergamuls nachbessern. Bei letzterem nicht zu viel sonst wird es piddelig, LL könnte dagegen zu mehr Fettglanz führen. Aber zumindest wäre Deine Emulsion wieder stabil.
Ich vermute auch das es zu heiß geworden ist, falls kein Vit-C_ Palmitat irgendwo zu finden ist.

LG
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Re: Pergamenthaut, was könnte helfen?

Ungelesener Beitrag von Nikola » 3. Oktober 2017, 15:18

Alraune hat geschrieben:Du könntest auch mit Lysolecithin oder Bergamuls nachbessern. Bei letzterem nicht zu viel sonst wird es piddelig, LL könnte dagegen zu mehr Fettglanz führen. Aber zumindest wäre Deine Emulsion wieder stabil.
Ich vermute auch das es zu heiß geworden ist, falls kein Vit-C_ Palmitat irgendwo zu finden ist.
Alraune, du hast immer so gute Notfalltipps zur Rettung von Emulsionen! Ich versuche ich es meistens mit wenig Cosphaderm X34 in Emulsionen. Das kann man auch noch kalt verarbeiten und klebt nicht.
Zuletzt geändert von Helga am 3. Oktober 2017, 15:21, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Zitat repariert

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Re: Pergamenthaut, was könnte helfen?

Ungelesener Beitrag von Beauté » 3. Oktober 2017, 20:22

Kerah hat geschrieben: Mir schlottern jetzt schon die Knie, da die Ceramide so teuer sind und wenn ich es jetzt wieder versemmel kriege ich die Krise. :skeptisch:
Liebe Kerah
Ich würde die Ceramide lll in die Barriereschutzbasis versenken. Die kleinen Mengen, die davon gebraucht werden, lassen sich doch sonst fast nicht abwiegen. Ausserdem schmilzt alles viiieeellll leichter - und ohne braunes Öl - beim weiteren Verarbeiten. Kuckst Du Barriereschutzbasis!

Liebe Grüsse - Beauté
Carpe diem!

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Re: Pergamenthaut, was könnte helfen?

Ungelesener Beitrag von Alraune » 4. Oktober 2017, 20:08

Ich bemühe mich mit einfachen Mitteln bissel Notfall-Praxis zu vermitteln, zuviel Gelbildner kann zu Piddeln führren ist aber in empfohlener Dosierung immer hilfreich in einer Emulsion.

LG
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Re: Pergamenthaut, was könnte helfen?

Ungelesener Beitrag von Nikeface » 26. März 2018, 15:05

Kerah hat geschrieben:
30. September 2017, 15:08
Liebe Alraune,

ich danke Dir für Deine Antwort.
Ich weiß nur, dass meine Tante raucht, sich durchschnittlich ernährt und eigentlich nie draußen ist und sich dementsprechend auch nicht bewegt. Sie hat eine Schilddrüsenerkrankung (Hashimoto) -das liegt in der Familie, ich habe es leider auch- aber ansonsten ist beim Arzt nichts weiter rausgekommen.
Ich werde Deine Tips beherzigen und mich erstmal langsam ran tasten.

Unsicher bin ich mir nur, was den Emulgator anbelangt. Da ich das Gefühl habe, dass Fettalkohole nicht so gut für ihre Haut wären.
Bergamuls hat mir selber auch schon unruhige Haut beschert, deshalb würde ich den lieber nicht einsetzten. Wären also noch Emulprot oder eventuell Olivem1000. Der hat zwar auch Fettalkohol an Bord, allerdings finde ich den sehr verträglich und der verstopft mir auch nicht die Poren. Jedoch fettet meine Haut auch bei Olivem1000 ziemlich nach und da meine Tante ja auch stellenweise fettige Haut hat bin ich mir da auch nicht sicher.

Ich danke Dir auf jeden Fall erstmal! :daisy: :rosefuerdich:
Hallo Kerah

In Bezug auf das Hautproblem kann ich Dir nicht helfen, davon verstehe ich noch zu wenig.
Aber es gibt ein tolles Buch von Anthony William in Bezug auf Hashimoto. Ich füge Foto bei.
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Liebe Grüsse - NikeFace

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