Kopfhautlotion entwickeln

Hier geht es um Fragen rund um die Entwicklung und Optimierung von Shampoos, Conditionern, Haarfluids, Festigern und anderen Produkten für unsere Haare.

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Eulalie
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Kopfhautlotion entwickeln

Ungelesener Beitrag von Eulalie »

Ihr Lieben,

mir sind dieses Jahr einige Cremes (sowohl W/Os als auch O/Ws) schief gegangen, die ich mir dann als Prewasch auf den Kopf gepatscht hab. Und fast ohne es zu merken, verschwanden meine extremen Schuppen komplett. Das hab ich noch mit keinem Shampoo oder Wirkstoff so hingekriegt.

Deshalb meine Idee: Ich bastel eine Kopfhautlotion. Also wie ein fettiges, etwas dickflüssigeres Haarwasser, damit ich es in so einer Spritzflasche auf den Kopf auftragen kann.

Mein erster Versuch mit Imwitor ist gescheitert.
Erst war die Creme (hatte vergessen Konsistenzgeber einzuplanen) wie Wasser, dann mit etwas Xanthan wie dicker Brei. Das Zeux konnte ich nach einer Stunde Einwirkzeit nur mit Wasser ausspülen. Leider sind alle Haare, die was abbekommen haben, viel zu weich und fluffig geworden.

Habt ihr Ideen, woran das liegen könnte? Wären andere Öle, Wirkstoffe oder Emulgatoren sinnvoller? Oder sollte ich lieber eine fette Haarkur rühren und auch in die Kopfhaut massieren?

Hier mein erstes, misslungenes Rezept, eine W/O mit 40% Fett:
40 % Fettphase (40 g)
Öle, Buttern und Wachse (35 g | 35 %):
10 g Olivenöl (10 %)
10 g Macadamiaöl (10 %)
10 g Kakaobutter (10 %)
5 g Rizinusöl (5 %)

Emulgatoren/Konsistenzgeber (5 g | 5 %)
2 g Imwitor (2 %)
1 g Lanolin (1 %)
1 g Fluidlecithin (1 %)
1 g Kokosclucosid (1 %)

60 % Wasserphase (60.0 g)
Wirkstoffe (14 g | 14 %)
5 Klettwurzel (5 %)
5 Birke (5 %)
2 g Aloe Vera 10fach (2 %)
2 g Weizenprotein (2 %)
2 g Panthenol (2 %)
2 g Glycerin (2 %)

Hilfs- und Zusatzstoffe (3,5 g | 3,5 %):
1 g Konservierer (1 %)
1,5 g Zitronensäure (1,5 %)
1 g Duft (Zitrusöle) (1 %, Teebaum, Zitronen-Eukaliptus, Litsea)
42,5 g Wasser (42,5 %)
später noch 1g Xanthan dazu.

Danke für eure Hilfe!
Liebe Grüße
Eulalie

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Kessia
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Re: Kopfhautlotion entwickeln

Ungelesener Beitrag von Kessia »

Hallo Eulalie,
möchtest du ein "Leave-In" rühren oder etwas Haarkur ähnliches?

Ich hatte auch Probleme mit der Kopfhaut, allerdings Haarwurzelentzündungen und habe mir erst ein Shampoo gerührt und nachdem ich davon sehr begeistert war, habe ich daraus ein Leave-In kreiert, weil es dann ja länger einwirken kann bzw. auf der Kopfhaut verbleibt. Mein Rezept enthält leider kein Öl, da meine Kopfhaut eher fettig ist, also das Gegenteil von deiner.
Man muß das Unmögliche versuchen, um das Mögliche zu erreichen. (Hermann Hesse)

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MieB
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Re: Kopfhautlotion entwickeln

Ungelesener Beitrag von MieB »

Bei einer längeren Einwirkzeit würde ich kein Kokosglucosid verwenden. Auch wenn es hierbei nur ein mildes Tensid ist, hätte ich Sorgen dass es auf lange Sicht die Kopfhaut zu sehr reizt.
Liebe Grüße,
Melanie

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Eulalie
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Re: Kopfhautlotion entwickeln

Ungelesener Beitrag von Eulalie »

Hallo Kessia und MieB,

danke für eure schnellen Antworten!

@Kessia: Ich hab eher an was Haarkurähnliches gedacht, was ich nach ca 1 Stunde wieder auswasche.
Leave-Ins mögen meine Locken leider gar nicht, allerhöchstens mal 5 Tropfen Brokkolisamenöl.

Offtopic: Aber dein Leave-In klingt sehr interessant für meinen GötterGatten. Verräst du mir dein Rezept?

@MieB: Tensid hab ich drin, weil ich Angst hatte, das viele Fett nicht wieder raus zu kriegen.Aber du hast Recht, das werd ich in Zukunft weglassen und lieber danach mit Shampoo auswaschen.
Liebe Grüße
Eulalie

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Kessia
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Re: Kopfhautlotion entwickeln

Ungelesener Beitrag von Kessia »

Eulalie hat geschrieben:
24. März 2020, 14:30
@Kessia: Ich hab eher an was Haarkurähnliches gedacht, was ich nach ca 1 Stunde wieder auswasche.
Leave-Ins mögen meine Locken leider gar nicht, allerhöchstens mal 5 Tropfen Brokkolisamenöl.

Offtopic: Aber dein Leave-In klingt sehr interessant für meinen GötterGatten. Verräst du mir dein Rezept?
Mein Leave-In enthält kein Öl weil meine Haare davon matschig werden und fettig aussehen. Hat dein GG denn auch entzündete Haarwurzeln?

Wenn du eine Haarkur machst und sie hinterher mit Shampoo runter wäscht, ist ja nichts mehr davon auf deinem Kopf. Da würde ich eher eine machen, die sich mit Wasser rauswaschen läßt und die guten Inhalte auf deinem Kopf hinterläßt. Orientier dich doch an den beiden Rezepten auf Olionatura. Dies ist die Haarmaske und es gibt noch ein Haarbalsam (oben unter Kosmetikrezepturen).
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Eulalie
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Re: Kopfhautlotion entwickeln

Ungelesener Beitrag von Eulalie »

Liebe Kessia,

ja, er hat fettiges Haar und ständig schlimme Haarwurzelentzündungen.

Haarmaske und Haarbalsam von olionatura hab ich schon gerührt. Sind aber für meine Haare zu wenig und meiner Kopfhaut haben sie nicht geholfen
Alle meine msislungenen Cremes (W/Osund O/Ws, mit Olivem900, Fluidlecithin, Imwitor, Phospholipon, Emulprot), die sich schnell oder von anfang an getrennt haben, schon. Diese hab ich aber auch eine Stunde auf dem Kopf gelassen und dann mit Shampoo ausgewaschen. Wahrscheinlich war ein Teil einfach schon in die Kopfhaut eingezogen...
Liebe Grüße
Eulalie

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Kessia
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Re: Kopfhautlotion entwickeln

Ungelesener Beitrag von Kessia »

Eulalie hat geschrieben:
25. März 2020, 08:42
Alle meine msislungenen Cremes (W/Osund O/Ws, mit Olivem900, Fluidlecithin, Imwitor, Phospholipon, Emulprot), die sich schnell oder von anfang an getrennt haben, schon. Diese hab ich aber auch eine Stunde auf dem Kopf gelassen und dann mit Shampoo ausgewaschen. Wahrscheinlich war ein Teil einfach schon in die Kopfhaut eingezogen...
Liebe Eulalie,
verstehe. In diesem Fall würde ich mir erstmal ein Creme Rezept entsprechend deiner Haut aus Heikes Buch aussuchen, mit hoher FP und das erstmal auf dem Kopf testen, ob es deiner Kopfhaut zusagt. Weil dann hast du kein Problem, das sich die Zutaten trennen und kannst in Ruhe ein Rezept für dich kreieren.

Hier das Rezept für mein Quick an Dirty Leave-In gegen meine Kopfhautentzündungen. Es handelt sich hierbei um ein sehr flüssiges, gelblich transparentes Gel, welches in das feuchte Haar gegeben wird und nicht ausgespült wird. Wenn die Haare trocken sind, merkt man nicht mehr viel von dem Gel. Also es klebt nicht oder sowas.

Ergibt 50g Leave-In, ich hab nur mit Spatel gerührt, das reicht hier aus.

Phase A
39,7 g Hydrolat nach Wunsch, ich hab Lavendel genommen
0,5 g Weizenprotein Pulver
0,1 g Pentavitin
0,5 g PCA Glyceril Oleate (Dermofeel P30)
Wasser leicht erwärmen ca. 45 Grad und die Wirkstoffe nacheinander einrühren und auflösen.

Phase B
1,5 g Lipodermin
2,5 g Urea
2,0 g Nicotinamid
1,0 g Natriumlaktat
Alle Komponenten von B mischen und in Phase A einrühren, bis alles klar ist.

Phase C
1,0 g Steinsalz
Zu Phase A geben und auflösen.

Phase D
1,0 g Glycerin
0,2 g Xanthan
Phase D zusammen dispergieren und zu Phase A geben

ätherische Öle nach Wunsch: ich hatte Basilikum, Manuka, Sandelholz, Neroli
pH-Wert mit Milch- oder Zitronensäure auf pH 5 einstellen.
+ Konservierer
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RedPoppy
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Re: Kopfhautlotion entwickeln

Ungelesener Beitrag von RedPoppy »

Kessia hat geschrieben:
25. März 2020, 09:13
Hier das Rezept für mein Quick an Dirty Leave-In gegen meine Kopfhautentzündungen.
[...]
Phase C
1,0 g Steinsalz zur Konservierung einrühren, eventuell ein wenig mehr
Hmm... Steinsalz zur Konservierung? Oder meintest du Steinsalz plus Konservierung bzw. Konservierer? Oder verbrauchst du das Gel sofort auf? Oder habe ich den Konservierer in deinem Rezept übersehen? Warum bezeichnest du es eigentlich als "Quick and Dirty Leave-In"?

So viele Fragen... :ohnmacht:

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Kessia
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Re: Kopfhautlotion entwickeln

Ungelesener Beitrag von Kessia »

RedPoppy hat geschrieben:
25. März 2020, 09:42
Hmm... Steinsalz zur Konservierung? Oder meintest du Steinsalz plus Konservierung bzw. Konservierer? Oder verbrauchst du das Gel sofort auf? Oder habe ich den Konservierer in deinem Rezept übersehen? Warum bezeichnest du es eigentlich als "Quick and Dirty Leave-In"?

So viele Fragen... :ohnmacht:
Ich hab nur das Steinsalz als Konservierung drinnen. Habe mich da an Shampoo-Rezepte orientiert, die auch nur mit Steinsalz konserviert sind. Mein Kopf mag Salz in Shampoos. Qiuck and Dirty hab ich es hergestellt, also ohne groß zu überlegen. Sollte nur ein kurzer Test werden, damals noch als Shampoo, ob es überhaupt etwas bringt, weil es nur so ein Gedanke war. Danach wollte ich das Rezept auf meine Kopfhaut optimieren oder es eben verwerfen.
Das Shampoo hat aber so gut gegen die Haarwurzelentzündungen geholfen, das ich da nichts mehr geändert habe und nur noch zusätzlich dieses Leave-In gerührt habe. Daher nenne ich diese beiden Quick an Dirty, so sind sie entstanden und finde ich sie in meinen Rezepten immer wieder. :D
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Eulalie
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Re: Kopfhautlotion entwickeln

Ungelesener Beitrag von Eulalie »

Kessia hat geschrieben:
25. März 2020, 09:13
verstehe. In diesem Fall würde ich mir erstmal ein Creme Rezept entsprechend deiner Haut aus Heikes Buch aussuchen, mit hoher FP und das erstmal auf dem Kopf testen, ob es deiner Kopfhaut zusagt. Weil dann hast du kein Problem, das sich die Zutaten trennen und kannst in Ruhe ein Rezept für dich kreieren.
Liebe Kessia, das ist eine sehr gute Idee. Werd ich machen. Und vielen Dank für dein Leave-In-Rezept!
Liebe Grüße
Eulalie

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Judy
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Re: Kopfhautlotion entwickeln

Ungelesener Beitrag von Judy »

Für sofortige, einmalige Anwendung mag das gehen, aber ansonsten können wir hier NICHT auf Konservierung verzichten - ich hoffe, das ist euch bewusst?
:opa:
Liebe Grüße,
Judy
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Kessia
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Re: Kopfhautlotion entwickeln

Ungelesener Beitrag von Kessia »

Judy hat geschrieben:
25. März 2020, 11:56
Für sofortige, einmalige Anwendung mag das gehen, aber ansonsten können wir hier NICHT auf Konservierung verzichten - ich hoffe, das ist euch bewusst?
:opa:
Liebe Grüße,
Judy
Reicht das Salz nicht aus? Es gibt doch Shampoo Rezepte, wo kein Konservierer drinnen ist, sondern nur Salz. Oder hängt es mit den Inhaltsstoffen zusammen? :gruebel:
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RedPoppy
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Re: Kopfhautlotion entwickeln

Ungelesener Beitrag von RedPoppy »

Also Salz kann schon für eine Konservierung eingesetzt werden, wie es für zahlreiche Lebensmittel getan wird. Aber die Konzentration liegt dafür viel höher als 2 %!


RedPoppy
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Re: Kopfhautlotion entwickeln

Ungelesener Beitrag von RedPoppy »

Du kannst dir ja auch mal diesen alten Thread durchlesen: klick

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MieB
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Re: Kopfhautlotion entwickeln

Ungelesener Beitrag von MieB »

Kessia hat geschrieben:
25. März 2020, 12:35
Reicht das Salz nicht aus? Es gibt doch Shampoo Rezepte, wo kein Konservierer drinnen ist, sondern nur Salz. Oder hängt es mit den Inhaltsstoffen zusammen? :gruebel:
In den meisten Shampoorezepten ist das Salz aber nicht als Konservierer gedacht, sondern um die Konsistenz einzustellen...
Liebe Grüße,
Melanie

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Kessia
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Re: Kopfhautlotion entwickeln

Ungelesener Beitrag von Kessia »

RedPoppy hat geschrieben:
25. März 2020, 12:59
Du kannst dir ja auch mal diesen alten Thread durchlesen: klick
MieB hat geschrieben:
25. März 2020, 15:59
Kessia hat geschrieben:
25. März 2020, 12:35
Reicht das Salz nicht aus? Es gibt doch Shampoo Rezepte, wo kein Konservierer drinnen ist, sondern nur Salz. Oder hängt es mit den Inhaltsstoffen zusammen? :gruebel:
In den meisten Shampoorezepten ist das Salz aber nicht als Konservierer gedacht, sondern um die Konsistenz einzustellen...
Vielen Dank ihr Lieben, dann werde ich das oben beim Rezept gleich mal ändern. :rosefuerdich:
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Nine
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Re: Kopfhautlotion entwickeln

Ungelesener Beitrag von Nine »

MieB hat geschrieben:
25. März 2020, 15:59
In den meisten Shampoorezepten ist das Salz aber nicht als Konservierer gedacht, sondern um die Konsistenz einzustellen...
So ist es.

Konservierend wirken hier die Tenside, deren Oberflächenaktivität auf Mikroorganismen hemmend wirkt.

Grüessli Nine

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Judy
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Re: Kopfhautlotion entwickeln

Ungelesener Beitrag von Judy »

Danke Leute, ihr ward schneller
:knuddler:
Liebe Grüße,
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Eulalie
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Re: Kopfhautlotion entwickeln

Ungelesener Beitrag von Eulalie »

Ihr Lieben,

ich will heute eh für meinen Bruder Heikes Aloe Creme rühren. Da kann ich wunderbar mehr machen und sie als Kopfhaut-Creme probieren.
Eine Frage für die Zukunft: Lassen sich W/Os dünnflüssiger gestalten? So wie ich das verstanden habe, sind die Wachse (in diesem Fall Mimosenwachs) ja nicht nur reine Konsistenzgeber sondern auch notwendig für eine stabile Creme, oder?
Liebe Grüße
Eulalie

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Leela
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Re: Kopfhautlotion entwickeln

Ungelesener Beitrag von Leela »

Eulalie hat geschrieben:
26. März 2020, 07:59
Eine Frage für die Zukunft: Lassen sich W/Os dünnflüssiger gestalten?
Ja lassen sich, du brauchst nur den richtigen Emulgator dazu! :)
Skinchakra hat einen Emulgatorblend (schon inklusive Wachse als Stabilisatoren) von Evonik (Symbiomuls WO) der dünnflüssige, leichte und seidige W/O Emulsionen erzeugen soll.
Leider ist er nur derzeit nicht lieferbar. :(

Hier findest du noch ein paar mehr Informationen darüber.
Ich hatte hier die AF Variante des Emulgators vorgestellt, aufgrund der niedrigen Fettphase wurde das aber ziemlich viskos (je höher die Fettphase desto niedrigviskoser wird das ganze).

Betreffend deiner Kopfhautlotion könnte ich dir auch empfehlen mehr linolsäurereichere Öle einzuplanen.
PhytoMac würde sich sicher auch nicht schlecht machen! :)
Ich würde auch vorsichtig mit einer zu hohen Konzentration an Hydratisierern sein, du hast in deiner ersten Version 14%, die würde ich für die Kopfhaut deutlich reduzieren.
Liebe Grüße, Alexandra

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Eulalie
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Re: Kopfhautlotion entwickeln

Ungelesener Beitrag von Eulalie »

Liebe Leela,

danke für deine schnelle Hilfe! Mir ging es bei der W/O auch um ordentlich Fett. Das schafft dein empfohlener Emulgator leider nicht.

Mehr linolsäurereiche Öle machen für meine Kopfhaut sicher Sinn. Ich hab bei der Ölauswahl tatsächlich an meine Haare gedacht, obwohls um die ja nur am Rande geht.
Hydratisierer hab ich weniger drin. Nur schlampig aufgeschrieben. Genau 6% Wirkstoffe (Aloe Vera, Panthenol und Glycerin) + weder die Extrakte noch das Protein. In meinen Cremes sind sonst immer 10%
Liebe Grüße
Eulalie

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Re: Kopfhautlotion entwickeln

Ungelesener Beitrag von Eulalie »

Ich bin etwas weitergekommen. Die Aloe Vera Creme ist leider eklig aufzutragen, aber meine Kopfhaut ist begeistert. Und die Haare sehen aus wie immer. Das fand ich schade und habe gemerkt, dass ich gerne was für Kopfhaut und Haare finden würde.
Als nächstes hab ich die Körpermilch »Odaliske« (ohne Granatapfelsamenöl) probiert. Auch wieder, weil ich sie für wen anders gerührt habe. Liess sich super auftragen, war aber weder für die Kopfhaut noch für die Haare ausreichend. Hat meine Haare auch viel zu fluffig weich gemacht.

Aber dein Tipp, liebe @Kessia war ja, ein für mich passendes Rezept zu nehmen. Bisher hab ich einfach Mengen von Rezepten, die ich für andere gerührt habe, erhöht. Jetzt werd ich wohl doch zu den teuren Emulgatoren greifen. (Brauche leider 50-100 g Creme pro Prewash und wollte das deshalb vermeiden.)
Liebe Grüße
Eulalie

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