Haarwaschpaste - Copycat Kesselpasten?!

Hier geht es um Rezepturentwicklungen rund um Shampoos, Conditioner, Haarfluids, Festiger und anderen pflegenden und stylenden Produkten für unsere Haare.

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Re: Copycat Kesselpasten?!

Ungelesener Beitrag von Ulrike » 3. Dezember 2018, 19:03

Andrea- hat geschrieben:
3. Dezember 2018, 18:34
Syraine hat geschrieben:
1. Dezember 2018, 17:21
Xanthan ist eh ein Arsch,
Bitte nimm es mir nicht übel, aber solche Ausdrücke hier zu lesen bin ich nicht gewöhnt und ich möchte mich auch nicht daran gewöhnen müssen.
Danke - sehe ich auch so. Vielleicht hilft ein :motz: (oder ähnlich) um dem eigenen Unmut Ausdruck zu verleihen. Der hat dann noch was Lustiges.

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Re: Copycat Kesselpasten?!

Ungelesener Beitrag von Kunstblume » 3. Dezember 2018, 22:40

OT: Mit Verlaub, aber ich musste schmunzeln und habe den Ausdruck auch so wahrgenommen, dass er mit einem Schmunzeln geschrieben wurde. Kennt ihr nicht die Redewendung "Mathe ist ein Arsch"? ;) Liegt vielleicht daran, dass ich in der Jugendhilfe arbeite... Ist doch zum Glück auch nicht unser Standard-Jargon, ein passender ;D zeigt beim nächsten Ausdruck besser den Schalk dahinter an. OT-Ende
Liebe Grüße, Nina

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Re: Haarwaschpaste

Ungelesener Beitrag von Ulrike » 4. Dezember 2018, 19:14

Vanessa, hier, wie bereits angekündigt, mein ungeplantes Pastenrezept:

Ursprungsrezept:

05 % Oel (hier Neutralöl)
05 % Lysolecithin
05% Soft EQ 65
10 % Glycerin

15 % Kokosbetain
30 % SCI
05 % Lamesoft PO 65
02 % Milchsäure

05 % Natural Betaine
13 % Schlämmkreide
05 % Pflanzenextrakt auf Alkoholbasis (hier Klettenwurzel)

Die Zutaten habe ich in den oben dargestellten Gruppen abgewogen. Gruppe 1 wurde auf der Herdplatte erwärmt um das Soft EQ 65 schmelzen zu lassen. Danach wurden zunächst die Tenside und dann die restlichen Zutaten in die Fettmasse gegeben und gut verrührt.

Am Folgetag stellte ich fest, dass mir die Masse entschieden zu fest ist, um sie bequem aus einem Gako-Spender herausdrücken zu können. In der Konsistenz erinnerte die Masse an "Grüne Tante" oder Marzipan. Also begann ich, nachzubessern.

Die Masse wurde in ein feuerfestes Gefäß gegeben und im Backofen auf 65 Grad erwärmt. Dann gab ich nach und nach ca. 40 Gramm Wasser zu Masse und rührte mehrere Minuten sanft durch. :kleinehexe:

Es entstand eine schöne Emulsion. Die Festigkeit dürfte einer Niveacreme ähnlich sein. Verwendet habe ich sie noch nicht (außer kurz für die Hände). Da aber meine Shampoo-Bars eine ähnliche Zusammensetzung haben, bin ich zuversichtlich.

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Re: Haarwaschpaste

Ungelesener Beitrag von Elsa » 4. Dezember 2018, 21:17

Ulrike hat geschrieben:
1. Dezember 2018, 14:09
Zu den WAS. Mir ist nicht bekannt, dass Tonerde WAS hat. Zumindest keine im klassischen Sinn.
Ghassoul ist eine Art Wascherde
Besos Elsa
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Judy
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Re: Haarwaschpaste

Ungelesener Beitrag von Judy » 4. Dezember 2018, 22:32

Elsa hat geschrieben:
4. Dezember 2018, 21:17
Ulrike hat geschrieben:
1. Dezember 2018, 14:09
Zu den WAS. Mir ist nicht bekannt, dass Tonerde WAS hat. Zumindest keine im klassischen Sinn.
Ghassoul ist eine Art Wascherde
Liebes,
in deinem Link steht doch, dass der Ausdruck „Wascherde“ vom Arabischen kommt!
Das hat nichts mit WAS zu tun, was WaschAktiveSubstanz bedeutet, im Englischen „Active Matter“.

Liebe Grüße,
Judy
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Re: Haarwaschpaste

Ungelesener Beitrag von Elsa » 5. Dezember 2018, 06:20

Judy hat geschrieben:
4. Dezember 2018, 22:32
Liebes,
in deinem Link steht doch, dass der Ausdruck „Wascherde“ vom Arabischen kommt!
Das hat nichts mit WAS zu tun, was WaschAktiveSubstanz bedeutet, im Englischen „Active Matter“.
Liebe Judy, ich wollte damit ausdrücken das Ghassoul auch eine Wasch Aktive Substanz ist. Das wir sie nicht so messen können wie Tenside da gebe ich Ulrike vollkommen recht. Aber etwas muss darin enthalten sein. Saponine werden es nicht sein, die kenne ich eher aus pflanzlichen Teile. Weißt du was ich meine?
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Re: Haarwaschpaste

Ungelesener Beitrag von Judy » 5. Dezember 2018, 07:28

Ok - also keine WAS im herkömmlichen Sinne, deshalb würde ich auch diesen Ausdruck nicht verwenden.
So wie ich es verstehe, schwillt diese mineralische Tonerde mit Wasser und wird dann zum Reinigen benutzt.
Das könnte mit jeder Tonerde mehr oder weniger gut gelingen - hierbei wird manuelle Arbeit erfordert, ist also ein mechanischer Ablauf.
WAS bedeutet auch Grenzflächenaktivität, was einen chemischen Ablauf darstellt.
(Falls ich hier nicht ganz falsch liege).
Das ist also eine andere Kategorie als Tenside und Saponine.
Liebe Grüße,
Judy
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Re: Haarwaschpaste

Ungelesener Beitrag von GartenEden » 5. Dezember 2018, 08:19

Judy hat geschrieben:
5. Dezember 2018, 07:28
keine WAS im herkömmlichen Sinne
Nein, da hast du völlig Recht, liebe Judy.
Judy hat geschrieben:
5. Dezember 2018, 07:28
So wie ich es verstehe, schwillt diese mineralische Tonerde mit Wasser und wird dann zum Reinigen benutzt.
Das könnte mit jeder Tonerde mehr oder weniger gut gelingen - hierbei wird manuelle Arbeit erfordert, ist also ein mechanischer Ablauf. WAS bedeutet auch Grenzflächenaktivität, was einen chemischen Ablauf darstellt.
Genau. Physikalisches Prinzip. Nicht chemisch wie mit den Grenzflächen.

Wie bei allen Tonerden (als Tonerden bezeichnet man übergeordnet unterschiedliche mineralstoffreiche natürliche Erden, somit auch Lavaerde und weiße Tonerde. Man unterscheidet dabei je nach Entstehung und Herkunft Illite (Ablagerungs-Tonerden), Kaolinite (aus zersetztem Feldspat entstanden) und Montmorillonite (aus zerfallenem Eruptivgestein) ist ihr hoher Anteil an wertvollen Mineralien, auch ihre absorbierenden Eigenschaften gegenüber Fett und Schmutz kennzeichnend.

*Edit: Textpassage gelöscht, da wortgleich auf einer anderen Webseite gefunden. Bitte keine Zitate ohne Quellenangabe - aus urheberrechtlichen Gründen.*
Dies ist wiederum für die Adsorbtionsfähigkeit von Schmutz die Ursache. Daher befinden sich diese zum Beispiel auch in Waschmitteln für die Wäsche (Zeolithe als Wasserenthärter). Tensidersatz, kein Tensid.
Judy hat geschrieben:
5. Dezember 2018, 07:28
Das ist also eine andere Kategorie als Tenside und Saponine.
Zuletzt geändert von Pialina am 8. Januar 2019, 15:54, insgesamt 2-mal geändert.
Grund: Textpassage gelöscht aus urheberrechtlichen Gründen sowie Originalquelle verlinkt
Viele Grüße, Daniela
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Re: Haarwaschpaste

Ungelesener Beitrag von Judy » 5. Dezember 2018, 09:31

Danke liebe Daniela, du bist ein Schatz :knutscher:
Ich liebe deine fachkundigen Erklärungen!
Liebe Grüße,
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Re: Haarwaschpaste

Ungelesener Beitrag von Ulrike » 5. Dezember 2018, 09:35

Mir drängt sich gerade eine neue Frage zu Tonerden und Co. auf: Wie ist das mit dem Quellen?

Wenn wir sie in Bars oder Pasten verwenden, können sie nur Quellen, wenn Wasser im Rezept enthalten ist. Oder Quellen Tonerden auch mit anderen Zutaten auf? Und: Ist es wichtig, dass sie quellen? Oder ist das unerheblich - dann quellen sie halt mehr oder weniger während der Anwendung?

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Re: Haarwaschpaste

Ungelesener Beitrag von Judy » 5. Dezember 2018, 09:50

Ulrike, ich denke das Quellen ist nur dann wichtig, wenn die Tonerde, vor allem Rhassoul, als Reinigungsmittel ohne alles andere verwendet wird.
Im Bar gibt es ja kein freies Wasser, dass das Quellen veranlassen könnte, in der Paste doch auch nicht?
Deshalb ist ja auch das trockene Lagern wichtig!
Liebe Grüße,
Judy
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Re: Haarwaschpaste

Ungelesener Beitrag von GartenEden » 5. Dezember 2018, 09:57

Judy hat geschrieben:
5. Dezember 2018, 09:31
Ich liebe deine fachkundigen Erklärungen!
Liebe Judy, bitte gerne. Aber diesmal gebührt meinem Mann der Dank. Als Geologe hat er mir die Sache mit den Schichtsilikaten erklärt und ich habe seinen Vortrag beim Frühstück zusammengefasst. Beinahe hätte er noch sein Fachbuch geholt um mir die wunderbare Welt der Minerale zu erklären. :blahblah: Mit zwei Naturwissenschaftlern in der Familie ist das unausweichlich :lupe: , dass immer nach dem: "Warum ist das so?" und nicht nur phänomenologisch betrachtet wird :lach:
Zuletzt geändert von Ulrike am 5. Dezember 2018, 10:03, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Smily aktiviert
Viele Grüße, Daniela
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Re: Haarwaschpaste

Ungelesener Beitrag von Ulrike » 5. Dezember 2018, 10:02

Meine Gedanken gingen in die Richtung, ob Tonerde in einem Bar überhaupt eine reinigende Wirkung erzielen kann. Oder ob Tonerden dies nur können, wenn sie in besondere Art angewendet werden können.

Ulrike
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Re: Haarwaschpaste

Ungelesener Beitrag von GartenEden » 5. Dezember 2018, 10:12

Liebe Ulrike,
wenn ich meinen Mann richtig verstanden habe, müssen sie quellen können, damit sie Schmutz und Fett absorbieren können. Also bei der (Haar)Reinigung haben sie oft ja nur kurz die Chance, solange wir diese im nassen Haar haben. Reine Tonerdereinigung also vorher anrühren und kurz stehen lassen bis es eine (gelige) Pampe ist. Länger einwirken lassen beim Waschen mit Bar? Ich frage ihn heute Abend Mal noch einmal...
Viele Grüße, Daniela
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Re: Haarwaschpaste

Ungelesener Beitrag von Judy » 5. Dezember 2018, 12:04

Wahrscheinlich ist es so, wie mit allen Wirkstoffen - nur bei einem zeitlichen Einwirken können sie sich so richtig entfalten und Resultate erbringen...
Liebe Grüße,
Judy

PS: Kudos an deinen Mann, liebe Daniela!
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Re: Haarwaschpaste

Ungelesener Beitrag von Elsa » 5. Dezember 2018, 12:47

GartenEden hat geschrieben:
5. Dezember 2018, 09:57
Aber diesmal gebührt meinem Mann der Dank.
Dann sag ihm auch bitte vielen Dank von mir. Ich habe keine gute Erklärung im Netz gefunden. :blumenstrauss:
Besos Elsa
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Re: Haarwaschpaste

Ungelesener Beitrag von GartenEden » 5. Dezember 2018, 22:31

Also, ich habe folgende Infos zur Ergänzung: Alle Tonerden/Minerale, damit auch die Lavaerde, haben die Fähigkeit extrem viel Wasser aufzunehmen und damit quellen zu können. Bindung von Wasser/ gelöstem Schmutz und auch Fett ist nur an den Außenkanten der Tetraeder / Oktaeder der einzelnen Mineralien möglich.
Daher werden diese Tonminerale auch feinst zerrieben und es entsteht dadurch zusätzlich noch eine stark vergrößerte Oberfläche (Pulver hat also noch mehr Wasseraufnahmefähigkeit). Dieses Wasser bleibt gebunden. Die Waschwirkung entsteht dementsprechend dadurch, dass im Wasser Schmutz ist und dieses schmutzige Wasser an die Minerale gebunden wird.

Auf schlau: Es ist die Adsorptionskapazität, d. h. das Einlagern neutraler Verbindungen und Moleküle in die Mikroporen der Kristallstruktur der Mineralien, die die Waschwirkung erzeugen. Also ein physikalischer Vorgang.

Ich zitiere der Einfachheit halber Wikipedia zu Adsorption:
Im allgemeinen Sinn ist Adsorption ein physikalischer Prozess, bei dem Stoffe (in der Regel Moleküle) auf der Oberfläche eines anderen Stoffes haften bleiben und sich auf dessen Oberfläche anreichern. Die Kräfte, die die Anhaftung verursachen sind keine chemischen Bindungen, sondern nur Van-der-Waals-Kräfte. Daher wird diese Form der Adsorption exakter physikalische Adsorption oder Physisorption genannt.
Viele Grüße, Daniela
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Re: Haarwaschpaste

Ungelesener Beitrag von Judy » 5. Dezember 2018, 22:32

Danke auch für diese Erklärung!
Genau so habe ich das auch wahrgenommen.

Liebe Grüße,
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Re: Haarwaschpaste

Ungelesener Beitrag von flidibus » 6. Dezember 2018, 06:09

GartenEden hat geschrieben:
5. Dezember 2018, 22:31
Die Waschwirkung entsteht dementsprechend dadurch, dass im Wasser Schmutz ist und dieses schmutzige Wasser an die Minerale gebunden wird.
Wie ist es dann mit Fett? Normalerweise wird doch in Wasser kein Fett gelöst?
Liebe Grüße
Flidibus

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Re: Haarwaschpaste

Ungelesener Beitrag von GartenEden » 6. Dezember 2018, 06:59

Liebe Flidibus,
Fette werden anscheinend ebenfalls direkt in den Oktaeder/Tetraedern gebunden. Es findet wohl eine Tonerdenverseifung statt. Früher hat man das wohl sogar industriell genutzt.
Viele Grüße, Daniela
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Re: Haarwaschpaste

Ungelesener Beitrag von flidibus » 6. Dezember 2018, 07:13

Danke! Dann seh ich jetzt auch klarer!
Liebe Grüße
Flidibus

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Re: Haarwaschpaste

Ungelesener Beitrag von Ulrike » 9. Dezember 2018, 09:14

Ich möchte jetzt einen kurzen Erfahrungsbericht zu meinem Haarwaschpasterezept abgeben:

Mir gefällt es nicht - bisher.

Mag sein, dass es einfach nur einer längeren Gewöhnungsphase bedarf. Das Waschergebnis ist auch durchaus zufriedenstellend. In der Anwendung jedoch gefällt es mir nicht. Im Vergleich zu Duschgelen lässt es sich schlechter verteilen. Die Versuchung, mehrfach nachzunehmen ist sehr groß wodurch sich die verbrauchte Menge unangemessen erhöht. Meine Überlegung, zunächst einen angemessen Klecks in die Hände zu geben, diesen dort verteilen/auflösen, die Masse in die Haare zu geben und vorn dort auf den restlichen Körper zu verteilen funktionierte nicht. Schon im Haar hatte ich das Gefühl: Der Klecks reicht nicht. Null (!!!) Schaum. Daher dann auch das Gefühl, da ist nichts mit Reinigungswirkung, was ich auf den restlichen Körper verteilen kann.

Am Ende war das Haar dann doch sauber und ich auch. Es ist wohl in erster Linie ein emotionales Problem. Aber es ist da. Für mich ist dieses Produkt nichts.

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Re: Haarwaschpaste

Ungelesener Beitrag von Judy » 9. Dezember 2018, 09:18

Danke Ulrike, für deinen Bericht.
So etwas habe ich mir fast gedacht - ich weiß auch gar nicht, worin der Vorteil so einer Paste liegen soll.
Beim Shampoo Bar ist alles konzentriert, wird weitaus weniger verbraucht und erspart eine Verpackung!

Liebe Grüße,
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Re: Copycat Kesselpasten?!

Ungelesener Beitrag von Veli » 11. Dezember 2018, 21:48

Witzigerweise habe ich vor kurzem, als ich mir mit einem selbstgemachten shampoobar der u.a. slsa und heilerde enthielt, die haare gewaschen habe, überlegt ob man damit nicht auch sowas wie eine haarwaschpaste machen kann, wenn man statt slsa ein flüssiges tensid nimmt. Ich wusste da noch gar nicht dass es diese kesselpasten gibt. Also ich hab da eher an eine plastilinartige konsistenz gedacht, und dass ich eben soviel flüssiges öl und flüssiges tensid reingebe, bis es eine angenehme konsistenz hat. Dadurch könnte man sich ja die wasserphase und damit konservierung sparen. Nun ja, ich werde berichten falls ich was erfolgreiches geknetet habe...
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Re: Haarwaschpaste

Ungelesener Beitrag von Vanessa » 13. Dezember 2018, 14:09

Ulrike hat geschrieben:
4. Dezember 2018, 19:14
Vanessa, hier, wie bereits angekündigt, mein ungeplantes Pastenrezept:
Vielen lieben Dank :) Ich habe einiges an Anregung gefunden


Vanessa
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Re: Copycat Kesselpasten?!

Ungelesener Beitrag von Vanessa » 13. Dezember 2018, 14:30

Veli hat geschrieben:
11. Dezember 2018, 21:48
Nun ja, ich werde berichten falls ich was erfolgreiches geknetet habe...
Das wäre toll, würde mich sehr interessieren. Danke :)

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Re: Haarwaschpaste

Ungelesener Beitrag von Ulrike » 13. Dezember 2018, 16:37

Und - ich würde mich sehr freuen, wenn du deine Entdeckung nach dem Test hier einstellst!

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(Hat den Thread eröffnet)
Syraine
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Re: Copycat Kesselpasten?!

Ungelesener Beitrag von Syraine » 15. Dezember 2018, 10:27

Ich entschuldige mich für den erzeugten Unmut und werde mich künftig um angemessene Damenhaftigkeit auch und besonders in meiner Wortwahl bemühen. :-)

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Re: Haarwaschpaste

Ungelesener Beitrag von Veli » 25. Dezember 2018, 10:50

Hallo,
ich habe jetzt auch Kesselpaste gemixt (warum gibt es dazu eigentlich 2 Threads? ...egal, hier ist schon ein Erfahrungsbericht dann schreib ich jetzt auch hier...). Von den Inhaltsstoffen habe ich es etwas einfacher gehalten... Ich habe ein Rezept für den Lush-Big-Nachbau hergenommen, das ich selbst schon abgewandelt und an die bedürfnisse meiner haare angepasst hatte (viel mehr öl und weniger tensid) da dieses schon gut funktioniert hat, und habe mir gedacht ich ersetze einfach die Inhaltsstoffe... Leider nicht so gut geworden weil beide (habe 2 Versionen gemacht) viel zu flüssig wurden! Also genaue Rezepte kann ich jetzt leider nicht mehr wiedergeben!

Die erste war so geplant:
Haarwaschpaste salz-olive-urea
Meersalz 52g / 50%
Olivenöl 88,5g / 43 %
betain 15g / 7%
Heilerde 52g / 50%
Urea
10 tr. Seidenprotein

Da hab ich am Ende dann noch viel mehr heilerde reingerührt, sodass ich jetzt nicht mehr weiß wieviel genau :/ (Achja, und Urea hab ich schlichtweg vergessen reinzutun... war auch nur geplant weil ich mir das vom "original"-produkt abgeguckt habe :D )

Die zweite war so geplant:
Haarwaschpaste Apfelessig
betain 15g / 7%
Heilerde 104g / 50%
Apfelessig 50g / 24%
Flüssiges öl 38,5g / 19%
10 tr. Seidenprotein

Bei diesem habe ich glaube ich das Seidenprotein vergessen :lach: und am ende dann noch stärke eingerührt, weil es auch zu flüssig war. Beim nächsten mal werde ich glaube ich eher mehr heilerde statt stärke nehmen... Erst kam mir der essiggeruch etwas stark vor und ich hatte angst dass es überhaupt zuviel essig ist, aber wenn man sich ausrechnet wie wenig davon eigentlich in die haare kommt, ist es eh ok. und nach dem haarewaschen riecht man nix vom essig.

Ich bin jedenfalls beim waschen zufrieden damit, ja es schäumt wenig aber ich bin das wenig-schäumen schon gewohnt von diversen naturkosemtikschampoos (hatt erst kürzlich sante wacholder-tonerde, das schäumt fast gar nicht).
Den vorteil darin sehe ich, dass meine shampoobars eh immer recht weich sind, und gegen ende hin immer weicher weden und sich schnell verwaschen, also warum nicht gleich in pastenform, und gegenüber flüssigschampoo dass ich mir keine gedanken über die konservierung der wasserphase machen muss :)

Ach ja und hier der vollständigkeit halber noch "meine" version vom Big shampoo, das eigentlich die grundlage war (ja ich weiß zetesol ist nicht das beste tensid aber für meine haare+kopfhaut ist es ok wenn es nur in geringer konzentration vorkommt):
Big Shampoo
100g Algengel 24%
77g Öl 19%
30g Zetesol 7%
Spritzer Zitronensaft
208g Meersalz 50%
Duft: Vanille, mandarine, zitrone, neroli, limette
Ps. meine Haare sind sehr dick und strohig daher vertragen und brauchen sie viel öl :sunny:
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Re: Haarwaschpaste

Ungelesener Beitrag von Ulrike » 25. Dezember 2018, 10:58

Ich weiß nicht wie ich es beschreiben soll, aber mich verwirren die Rezepte. Die 3 sind sehr unterschiedlich in der Zusammensetzung. Mir erschließt sich das Konzept nicht. Du schreibst, deine Haare sind strohig. Und dann vertragen sie Heilerde? Welche Wirkung erhoffst du dir von dem vielen Salz?

Ulrike, die etwas ratlos ist.
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