Kopfhautpflege

Hier geht es um Fragen rund um die Entwicklung und Optimierung von Shampoos, Conditionern, Haarfluids, Festigern und anderen Produkten für unsere Haare.

Moderatoren: Positiv, Helga

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Shampooente
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Kopfhautpflege

Ungelesener Beitrag von Shampooente »

Hallo zusammen :)

Ich beschäftige mich momentan intensiver mit Kopfhautpflege, nachdem ich in den letzten Monaten plötzlich Probleme damit hatte. Habe zuerst die selbstgerührten Shampoo-Bars im Verdacht gehabt und hatte da auch definitiv ein paar Zutaten, die eher Juckreiz verursacht haben. Aber selbst als ich zu vorher vollkommen problemlosem Kaufshampoo und Conditioner zurückgegangen bin, war das Problem immer noch da. Das mag auch die trockene Heizungsluft im Winter sein, denn momentan bin lockdownbedingt auch viel mehr im Haus, als sonst.
Ich habe generell sehr trockene Haut, die sehr viel und reichhaltige Pflege braucht. Angesichts meiner neuerdings staubtrockenen Kopfhaut, die sogar leichte Schüppchen verursacht, frage ich mich nun, ob man da nicht gezielt etwas machen kann, so z.B. eine "Kopfhautcreme". Die Frage ist wie - eine reguläre Creme wird zu schwer sein und schwierig auszuwaschen sein, mit milden Tensiden. Vielleicht eher eine Art Serum? Da stellt sich dann natürlich die Frage ob es überhaupt nachhaltig was bringt, wenn man die Kopfhaut damit behandelt und am nächsten morgen auswäscht? Viele Rezepturen für Kopfhautwasser o.Ä. die ich gesehen habe, enthalten Alkohol, das verträgt meine Haut auch gar nicht und ich ich würde denke ich etwas reichhaltigeres wollen.
Hat jemand eine Idee? Erfahrungswerte? Und vielleicht eine dumme Frage, aber gibt es bestimmte Zutaten aus der Hautpflege, die dem Haar schaden könnten/Haarausfall auslösen könnten, wenn ich damit auf der Kopfhaut experimentiere?

Ich sitze leider coronabedingt in England fest und mein Heike-Buch liegt in Deutschland, daher ist nachschlagen gerade nicht möglich, falls sich dort etwas dazu findet.
Wäre sehr dankbar für Input! :kleinehexe:

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Heike
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Re: Kopfhautpflege

Ungelesener Beitrag von Heike »

Eine erste Hilfe kann sein, abends wenige Tropfen Öl einzumassieren, das einen hohen Anteil an Linolsäure hat und Gamma-Linolensäure aufweist. Nachtkerzenöl … Hanföl sollte gut zu bekommen sein.
Liebe Grüße
Heike

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Leela
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Re: Kopfhautpflege

Ungelesener Beitrag von Leela »

:hallihallo:

Ich habe auch sehr trockene Kopfhaut und habe sie mir zusätzlich auch durch ein medizinisches Shampoo verschlimmert.

Deshalb mache mir regelmäßig ein gepimptes "schottisches Haaröl" (eigentlich Kopfhautöl), mit Jojobaöl (zur Stabilisierung), Traubenkernöl (Linolsäure) und zusätzlich Nachtkerzenöl (Gamma-Linolensäure), inklusive den ätherischen Ölen von Rosmarin, Lavendel, Atlaszeder und Thymian. Das soll auch den Haarwuchs anregen (habe aber keine Probleme mit Haarausfall). Sollte aber individuell auf Verträglichkeit getestet werden. :)

Ich trage es ein bis zwei Tage vor dem nächsten Waschgang auf, fettigen Ansatz hatte ich zum Glück noch nie, da ich relativ viel und trockene Haare habe.

Kopfhautserum hatte ich auch schon, 16 % Fettphase, mit Jojobaöl, Avocado, Lanolin, Nachtkerzenöl, Hanföl und wenigen Hydratisierern.
Eigenartigerweise hatte ich mit diesem Serum mehr fettigen Ansatz als mit Öl pur. :kichern:

Mir kommt auch vor dass mir das Kopfhautöl mehr bringt als das Serum.

Ich denke auch dass es etwas bringt, es über Nacht aufzutragen (auch wenn es wieder ausgewaschen wird) das macht man ja mit den Tages-/Nachtcremes auch so! :)
Liebe Grüße, Alexandra

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Eulalie
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Re: Kopfhautpflege

Ungelesener Beitrag von Eulalie »

Mir hilft es tatsächlich irgendeine Creme eine Stunde auf der Kopfhaut einwirken zu lassen und mit Shampoo auszuwaschen. So brauche ich zB Emulsionen mit Fehlerchen auf. Bisher hat es sowohl mit O/Ws als auch W/Os gut geklappt, einzig meine Locken sahen manchmal nicht gut aus, weil sie zu weich und fluffig geworden sind.

Genau zu dem Thema hatte ich auch mal diesen Thread gestartet.
Liebe Grüße
Eulalie


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Shampooente
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Re: Kopfhautpflege

Ungelesener Beitrag von Shampooente »

Heike hat geschrieben:
28. Januar 2021, 18:20
Eine erste Hilfe kann sein, abends wenige Tropfen Öl einzumassieren, das einen hohen Anteil an Linolsäure hat und Gamma-Linolensäure aufweist. Nachtkerzenöl … Hanföl sollte gut zu bekommen sein.
Vielen Dank, Heike! Ich meine mich zu erinnern, das schon einmal gemacht zu haben, ganz früher (das war allerdings Olivenöl und ich war ein Teenager...stand in irgendeiner Zeitschrift :D)). Das werde ich tatsächlich nachher mal zur Soforthilfe ausprobieren.
Leela hat geschrieben:
28. Januar 2021, 19:28
:hallihallo:

Ich habe auch sehr trockene Kopfhaut und habe sie mir zusätzlich auch durch ein medizinisches Shampoo verschlimmert.

Deshalb mache mir regelmäßig ein gepimptes "schottisches Haaröl" (eigentlich Kopfhautöl), mit Jojobaöl (zur Stabilisierung), Traubenkernöl (Linolsäure) und zusätzlich Nachtkerzenöl (Gamma-Linolensäure), inklusive den ätherischen Ölen von Rosmarin, Lavendel, Atlaszeder und Thymian. Das soll auch den Haarwuchs anregen (habe aber keine Probleme mit Haarausfall). Sollte aber individuell auf Verträglichkeit getestet werden. :)

Ich trage es ein bis zwei Tage vor dem nächsten Waschgang auf, fettigen Ansatz hatte ich zum Glück noch nie, da ich relativ viel und trockene Haare habe.
Oh, das hilft mir sehr, leela. An irgendwas in der Richtung hatte ich gedacht. Interessant, dass das Öl besser für dich passt als das Serum. Da werde ich wohl an mir selbst ein bisschen experimentieren müssen, was am besten funktioniert. Vielen Dank!

@Eulalie: Mensch, da habe ich mir vorhin einen Wolf gesucht und habe deinen Thread nicht gefunden. Danke dir, da werde ich gleich mal lesen. Ich habe auch Locken, aber um die habe ich gerade nicht so viel Sorge, mich sieht ja eh keiner im Lockdown. :muslima:
Das mit der Hautcreme ist ein guter Tipp, das werde ich wohl auch einfach mal versuchen und mich durchtesten.

Ich werde berichten, falls ich ein Wundermittel finde. :D


Silberfuchs
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Re: Kopfhautpflege

Ungelesener Beitrag von Silberfuchs »

Ich trage eine Nacht vor der Haarwäsche folgende Ölmischung auf:
5% Klettenwurzelöl
5% Hirsesamenöl
20%Haferöl
20% Macadamianussöl
20%Marulaöl
30% Arganöl
Meine Kopfhaut mag es sehr. Gelegentlich schneide ich von meiner Aloe ein Blatt ab und trage vor dem Öl das frische Fruchtfleisch auf die Kopfhaut auf.


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Shampooente
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Re: Kopfhautpflege

Ungelesener Beitrag von Shampooente »

Danke für dein Rezept, Silberfuchs! Ich werde heute mal ein paar der hier im Thread genannten Öle bestellen und ein bisschen rumprobieren, was für meine Haut am besten funktioniert. Falls sich daraus ein Rezept ergibt, poste ich es dann hier. :)


Liara
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Re: Kopfhautpflege

Ungelesener Beitrag von Liara »

Hallo,

wir können ruhigen Gewissens auch Heikes Haaröl aus dem Buch S. 432 empfehlen. Ich hatte statt Pytosteryl Macadamiate die BSB verarbeitet.

Wir tragen das Öl einige Stunden vor dem Haarewaschen sparsam auf. Mein Mann hatte trockene Stellen-die sind nach 2maliger Anwendung komplett weg.

Gutes Gelingen!


mjoelle
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Re: Kopfhautpflege

Ungelesener Beitrag von mjoelle »

Hallo Shampooente,

vor meiner Selbstrührzeit hatte ich jahrelang Probleme mit der Kopfhaut. Spannen, jucken und kleine Trockenheitsschuppen. U.a. habe ich auch eine Cortisonlotion vom Hautarzt genommen. Hat zwar während des Anwenders Linderung gebracht, aber auf Dauer wollte ich das nicht machen.

Eines meiner ersten selbstgerührten Rezepte war Heikes Lecithin-Shampoo. Ich hab's erst nicht bemerkt, aber irgendwann ist mir aufgefallen, dass meine Kopfhaut nicht mehr spannt, nicht mehr so trocken ist und ich auch die kleine Trockenheitsschüppchen nicht mehr habe.

Außerdem verdünne ich Shampoo immer in einer Quetschflasche mit spitzer Tülle. Mit der Tülle kann ich das verdünnte Shampoo gezielt auf die Kopfhaut bringen, die (langen) Haare kriegen auch so noch genug ab. Das hat mir vor vielen Jahren mal eine Friseurin empfohlen und ich mache das seitdem so.

Ansonsten hätte ich dir auch ÖL bzw. eine Ölmischung, eventuell mit Aloevera-Gel im Wechsel empfohlen. Wie Liara teste ich auch gerade das Duftende Haaröl aus Heikes Buch. Es fühlt sich angenehm an und riecht auch angenehm nach Kräutern. Ich trage es auch am Abend vor dem Haarewaschen auf. Ich habe aber keine Kopfhautprobleme mehr, daher kann ich da zur Wirkung nichts beitragen..
Viele Grüße

mjoelle


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Shampooente
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Re: Kopfhautpflege

Ungelesener Beitrag von Shampooente »

Danke, liebe mjoelle :)
Das verdünnte Shampoo mit Tülle habe ich auch eine ganze lange Zeit mal gemacht, aber mit meinen Locken ließ sich das leider dann je nach Shampoo nicht so gut verteilen, mag aber auch an dem damals verwendeten Shampoo gelegen haben.
Das mit dem Lecithin ist ein guter Tipp, da werde ich mich mal einlesen!

Ich habe zuletzt rausgefunden, dass es doch die Shampoo Bars waren, die bei mir die Kopfhautprobleme ausgelöst haben. Nach ein, zwei Wochen mit gut verträglichem Kaufshampoo waren die Probleme nach meinem obigen ersten Post wieder weg. Dann habe ich einen neuen Shampoo Bar gemacht, ausprobiert, das Gejucke ging von vorne los.
Jetzt habe ich im nächsten Versuch Natural Betaine und Erythrit mit im Bar, und schwupps ist das Jucken/Brennen der Kopfhaut weg.
Zusätzlich habe ich mir auf Heikes Tipp hin eine Ölmischung gemacht, die u.A. Hanföl und Nachtkerzenöl enthält, die trage ich 1x die Woche großzügig auf die Kopfhaut auf, lasse sie 30min bis 2h einwirken und wasche dann aus. Das hilft auch sehr gut.


Schwan
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Re: Kopfhautpflege - für 11 Jähriges Kind mit langen Haaren

Ungelesener Beitrag von Schwan »

hallo Ihr Lieben,

nach so so einem thread hatte ich gesucht. meine 11 Jahre alte Tochter hat schuppen und kratzende Kopfhaut. Ich habe ihr jetzt schon ein paar Mal pures borretschsamenöl auf den Kopf einmassiert und in Ihr Shampoo einen Teelöffel davon (also in die Ganze Flasche) eingerührt. das öl lässt sie dann die ganze Nacht drauf und wäscht es am nächsten Morgen aus. an den tagen an denen sie kein öl vor der Haarwäsche einmassiert spült sie die haare und die Kopfhaut mit verdünntem 8mit destilliertem Wasser) Apfelessig.

Da es immer noch gejuckt hat, habe ich ihr jetzt vor ein paar tagen eine Mischung aus hanföl, Nachtkerzen und Borretschsamen aufgetragen und sie hat es am nächsten Abend ausgewaschen. Allerdings finde ich, dass die Haare doch etwas nach Öl riechen und ich wollte ihr jetzt aus Heike's buch das Kopfhaut Tonikum mischen. ich bin nur etwas unsicher ob das auch bei einem 11 Jahre altem Kind ok ist? oder lieber noch mit Ölen arbeiten und vielleicht noch ätherische Öle oder Essenzen mit beimischen - hatte an brennsselextrakt gedacht und vielleicht Myrtenöl?

Auf der anderen Seite denke ich ist ein Tonikum vielleicht leichter und angenehmer?
was meint Ihr?
Liebe Grüße, Tina

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