Bitte um Hilfestellung bei einer Cremeentwicklung

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ileg
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Bitte um Hilfestellung bei einer Cremeentwicklung

Ungelesener Beitrag von ileg » 6. März 2018, 08:33

Guten Morgen :sunny:

ich wollte fragen, ob jemand mit mir meine Creme analysieren würde, ob diese sinnvoll und/oder durchdacht ist, was besser gemacht werden könnte ... auch habe ich versucht die verschiedenen Kosmetikrechner anzuwenden, bin mir dennoch noch sehr unsicher. Ich habe auch gleich zwei Varianten in meine Fragestellung. Die zweite ist nur leicht abgeändert...

Joes Creme Variante A (100g)
24 % Fettphase (24 g)
Öle, Buttern und Wachse (21 g | 21 %):
6 g Wiesenschaumkraut (6 %)
4 g Aprikosenkernöl (4 %)
5 g Baobaöl (5 %)
3 g Sheabutter (3 %)
3 g Squalan (3 %)

Emulgatoren/Konsistenzgeber (3 g | 3 % | 12.5 % der Fettphase¹)
1 g Phospholipon (1 %).
2 g Bergamuls (2 %)

76 % Wasserphase (76 g)
Wirkstoffe (4.5 g | 4.5 %):
3 g Panthenol (3 %)
1 g NMF (1 %)
0.5 g Aloe Vera Base (0.5 %)

Hilfs- und Zusatzstoffe (2.2 g | 2.2 %):
0.2 g Xanthan (0.2 %)
1 g Rokonsal (1 %)
0.5 g Milchsäure (0.5 %)

0.5 g Ätherische Öle (0.5 %, das sind ca. 10 Tr.)
69.3 g Wasser (69.3 %)

Ist das zu Viel des Guten oder könnte man noch etwas zum Feuchtigkeit binden wie Natriumlaktat hinzufügen?
Auch bin ich mir noch immer unsicher, ob ich die Zutaten in die jeweils richtigen Felder schreibe...


Ich habe bei Heikes Olionatura gelesen, dass Bergamuls so gut mit Phospholipon zusammenpassen würde und Phytosteryl Macidamiate das Ganze sehr gut abrunden/gehaltvoller machen würde.
Deswegen habe ich auch noch einen weitere Variante, in der ich den Emulgator Phospholipon komplett ersetzt mit einer Emulgatorbasis die Phospholipid-Basis. Die einzelnen Bestandteile habe ich in den Rezeptrechner aufgesplittet. (Richtig so?) Die Veränderung habe ich farbig hervorgehoben. Weiterhin habe ich von den Ölen weggenommen, weil es die Fettphase so sehr verändert hatte.

Joes Creme Variante B (100g)
Die Rezeptur besteht aus folgenden Ingredienzien:
24 % Fettphase (24 g)
Öle, Buttern und Wachse (20.75 g | 20.75 %):
6 g Wiesenschaumkraut (6 %)
-
5 g Baobaöl (5 %)
3 g Sheabutter (3 %)
3 g Squalan (3 %)
1.5 g MCT Öl (1.5 %)
1 g Phytosteryl Macadamiate (1 %)
1.25 g Fluidlecithin (1.25 %)


Emulgatoren/Konsistenzgeber (3.25 g | 3.25 % | 13.5 % der Fettphase¹)
1.25 g Phospholipon (1.25 %)
2 g Bergamuls (2 %)

76 % Wasserphase (76 g)
Wirkstoffe (5.5 g | 5.5 %):
3 g Panthenol (3 %)
1 g NMF (1 %)
0.5 g Aloe Vera Base (0.5 %)
1 g Ethanol (1 %)

Hilfs- und Zusatzstoffe (2.2 g | 2.2 %):
0.2 g Xanthan (0.2 %)
1 g Rokonsal (1 %)
0.5 g Milchsäure (0.5 %)

0.5 g Ätherische Öle (0.5 %, das sind ca. 10 Tr.)
68.3 g Wasser (68.3 %)

Auch hier die Frage:
Zu viel des Guten? Zu wenig Feuchtigkeitsbindung?


Ganz liebe Grüße
geli

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Re: Bitte um Hilfestellung bei einer Cremeentwicklung

Ungelesener Beitrag von Kunstblume » 6. März 2018, 08:44

Ein paar Sachen fallen mir spontan auf: 3% Panthenol bewegt sich schon fast Richtung therapeutischer Einsatzkonzentration, es spielt seine Vorteile bereits ab 1% aus. Phospholipidbasis musst du nicht aufdröseln, du kannst sie z.B. mit 3% ins Emulgatoren-Feld eintragen, mit Bergamuls würde ich dann auf 1% runtergehen. 2% Bergamuls und mehr benötigen lange (mechanische > z.B. Rührwerk) Kaltrührphasen, um haptisch angenehm zu sein. Milchsäure nicht schon von vornherein mit 0,5% einplanen, vor allem nicht, wenn du (saures) Aloe Vera mit reinnimmst. Auch Rokonsal ist sauer, also erst Emulsion prüfen, dann MS tropfenweise einrühren. Ich vermute, es wird nicht nötig sein. Und ja, etwas mehr Hydratisierer einbauen, erscheint mir sinnvoll. 2% Natriumlaktat zum Beispiel, das erwähntest du ja. dein 1% Ethanol hast du weswegen eingeplant? :lupe:
Liebe Grüße, Nina

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Re: Bitte um Hilfestellung bei einer Cremeentwicklung

Ungelesener Beitrag von ileg » 6. März 2018, 09:02

Danke Dir Nina :)

das ist sehr hilfreich und lieb und nimmt ein bisschen Unsicherheit.

Wegen Panthenol:
Ja, das hatte ich gelesen, dass es bei der Einsatzkonzentration therapeutische Wirkung hätte und dass man bis zu 5% gehen könnte. Ich möchte eine Creme kreieren und mir auch sehr viel Zeit dafür lassen für meinen Sohn. Er hat an sich ganz gute, leicht zur Trockenheit neigende Haut. Aber die Pubertät beginnt und er hat oft rote, raue leicht entzündete Stellen zur Zeit. Er wünscht sich eine Creme. Vielleicht sollte ich erstmal 2% einplanen.

Wegen Ethanol:
Ich habe Aloe Vera Pulver statt in Glycerin mit Ethanol aufgerührt als Basis. Daher ist es hier einzeln aufgeführt. Nicht wegen Feuchtigkeit, ich würde als Laie schätzen, dass Alkohol eher austrocknend wirkt?

Wegen den Rechnern:
Ich hatte zuerst die Phospholipid-Basis ohne aufzudröseln in den Rezeptrechner gegeben, da hat dieser aber glaube ich gemeint, dass es zu viel Emulgator sei, deswegen dachte ich, dass sei richtig mit dem Aufdröseln.

Wegen Feuchtigkeit:
Dann werde ich noch etwas Natriumlaktat in das Rezept einplanen. Wieviel Feuchtigkeitsbinder sollte man denn generell in etwa einplanen?

Und ich hatte noch vergessen, ich würde gerne Hydrolate statt Wasser einbauen. Kamille Augentrost ....
Oder wird es dann doch zu Viel des Guten? :)

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Re: Bitte um Hilfestellung bei einer Cremeentwicklung

Ungelesener Beitrag von Kunstblume » 6. März 2018, 09:13

Hydrolat würde ich nur anteilig einsetzen mit 10-15%. Und wenn es für die jugendliche Haut des Sohnemanns ist, dann mal zu Beginn nicht übertreiben mit den Inhaltsstoffen. Panthenol 2% sind sicher okay. 1% Alkohol auch. Ein ganz anderes Thema wirft sich mir nun auf, ich orientiere mich gerade an Version zwei: die Zusammensetzung der Fettphase und deren Höhe erscheint mir für eine junge pubertierende haut noch nicht ganz ausgereift. M.E. ist die Fettphase zu hoch, Buttern unnötig, Linolsäure zu niedrig. Auch, wenn Baobaböl dieses enthält, wirkt es doch sehr reichhaltig, barrierestärkend für die Haut. Ich könnte mir ein leichtes natives Distelöl (linolsäurereich) oder natives Traubenkernöl sehr gut vorstellen.
Liebe Grüße, Nina

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Re: Bitte um Hilfestellung bei einer Cremeentwicklung

Ungelesener Beitrag von Kunstblume » 6. März 2018, 09:17

Und die Phospholipidbasis ist vielleicht nicht der optimale Emulgator, vor allem, weil deine Version das sehr rückfettende Fluidlecithin Super enthält. Dazu noch ein Phytosterol... Natipide II wäre durchaus eine Anschaffung wert. Du könntest auch nur Phospholipon 80 H in Wasser gequollen zusammen mit Bergamuls anwenden, mit der Fettphase dann eh runtergehen.

Alles nur Ideen und Vorschläge. :knuddel:
Liebe Grüße, Nina

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Re: Bitte um Hilfestellung bei einer Cremeentwicklung

Ungelesener Beitrag von ileg » 6. März 2018, 09:42

Super. Danke für diese Tipps und Einschätzungen! :rosefuerdich:
Das sind tolle Ideen und Vorschläge, die mir auch Orientierung geben, wie und wo ich lernen muss.
Es sind sehr wichtige Einwände und insbesondere für ihn möchte ich, wenn jemand etwas auffällt, diese Dinge nachlesen/lernen.

Ich werde mein Rezept abändern und weniger "Schweres" einplanen und die Buttern rausnehmen. Ich lese mich in das Kapitel der verschiedenen Fettsäuren ein, insbesondere über linolsäurereiche Öle, weil auf gar keinen Fall möchte ich seine Haut überfordern oder überpflegen.

Über die Wirkstoffe und deren Auswirkungen, in dieses Thema muss ich mich richtig reinknien. Diese Phytosterole oder das Fluidlecithin Super waren auch eher für mich gedacht ... Bei Panthenol habe ich ein ganz gute Gefühl beim Lesen, dass traue ich mich als Wirkstoff reinzugeben, allerdings jetzt lieber mit 2% :)

Deshalb werde ich lieber Variante A (also nur Phospholipon und Bergamuls) ausarbeiten.
Wenn ich das geschafft habe (muss jetzt leider ein bisschen arbeiten) würde ich das gerne nochmals hinterfragen und "Variante C" nochmal anschauen lassen.

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Re: Bitte um Hilfestellung bei einer Cremeentwicklung

Ungelesener Beitrag von Kunstblume » 6. März 2018, 10:21

Bau dir eine "abgespeckte" Variante, danach können auch andere Forenmitglieder nochmal bitte drüberschauen. Zu Vitamin C kannst du mal hier nachlesen. Im Forum auch unter SAP zu finden. Viel Erfolg und vor allem Freude bei der Entwicklung - so etwas macht immer total Spaß.
Liebe Grüße, Nina

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Re: Bitte um Hilfestellung bei einer Cremeentwicklung

Ungelesener Beitrag von Fragolinchen » 6. März 2018, 11:10

ileg hat geschrieben:
6. März 2018, 08:33
76 % Wasserphase (76 g)
Wirkstoffe (4.5 g | 4.5 %):
3 g Panthenol (3 %)
1 g NMF (1 %)
0.5 g Aloe Vera Base (0.5 %)
Ist das das NMF-Compound von aliacura? Für den Anfang nimm lieber keinen Wirkstoffkomplex, sondern Glycerin oder Natriumlaktat oder einen anderen einzelnen Feuchtigkeitswirkstoff. Zusammen mit Kunstblumes Tip, ein sehr reduziertes Rezept zu rühren, kannst Du leichter etwaige "Übeltäter" ausschließen, wenn Dein Sohn die Creme nicht vertragen sollte.

EDIT: Ich würde zu Glycerin tendieren, denn das hast Du über deine Aloe-Vera-Basis eh schon mit drin in Deinem Fluid.
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Re: Bitte um Hilfestellung bei einer Cremeentwicklung

Ungelesener Beitrag von ileg » 6. März 2018, 11:22

@Nina
Wow, das Zeug brauch ich, sehr interessant. Gegen Linien im Gesicht und antioxidativ :hase:

Und ja, das stimmt, es macht so unglaublich viel Spaß daran rumzutüfteln, wenn ich nicht arbeiten müsste, würde ich den ganzen Tag lernen. Wenn ich nur schon früher diesen Lerndrang gehabt hätte. Ich denke, um so mehr Wissen, um so mehr Spaß macht das Ganze. Das macht süchtig!

Ich "specke" mein Rezept bald ab und stelle es nochmal rein. Danke dass Du so toll Deine Meinung äußerst. Ich betone auch, dass alles was ich tatsächlich anwenden sollte, trotzdem ganz alleine in meiner eigenen Verantwortung liegt. Deswegen bin ich ja so froh, dass sich jemand die Zeit nimmt, mit mir das verstehen zu wollen. Sonst müsste ich einfach ein erprobtes Rezept nachbauen. Was auch Spaß macht, aber ich will meeeeehr.

@Fragolinchen
Auch Dir vielen Dank :rosenbett:
Das stimmt! Jetzt wo Du es so schreibst, sollte ich bei meinem Kleinen nicht mit so, für mich noch schwer durchschaubaren Wirkstoffen wie NMF arbeiten. Es ist aber von *****. Dort steht in der Beschreibung, dass es auch für Babys angewendet werden darf. Deswegen dachte ich, es sei vielleicht sehr mild in der Wirkung.
Jetzt sollte ich die Wirkweisen dieser beiden Wirkstoffe studieren und vergleichen.
Und tatsächlich lieber wenige Wirkstoffe als viele verwenden. Da das auch immer wieder in meinem Kopf schwebt, ob irgendwas zu viel des Guten sein könnte.

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Re: Bitte um Hilfestellung bei einer Cremeentwicklung

Ungelesener Beitrag von Fragolinchen » 6. März 2018, 11:45

ileg hat geschrieben:
6. März 2018, 11:22
Dort steht in der Beschreibung, dass es auch für Babys angewendet werden darf. Deswegen dachte ich, es sei vielleicht sehr mild in der Wirkung.
Das kann durchaus sein, aber im *****-NMF ist z.B. auch Urea. An sich ein guter Wirkstoff, der aber - und das schreibst Du ja, dass er rote, entzündete Stellen hat - auf entzündeten Stellen brennen kann.

Aber jetzt überarbeite erst mal in Ruhe Dein Rezept, stell's hier rein und dann können wir ja weiter sehen :-* .
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Re: Bitte um Hilfestellung bei einer Cremeentwicklung

Ungelesener Beitrag von Kunstblume » 6. März 2018, 11:48

Sehr gerne, liebe Ileg. Ich persönlich tendiere eher zu 2% Natriumlaktat. Fragolinchen, Glycerin ist noch nicht enthalten, da die Aloe Basis mit Alkohol angesetzt wurde. Möglicherweise würde ich die auch rauskicken für den Anfang. :D Aber zu viel Beeinflussung ist auch nicht gut, du machst das schon toll mit Lernen, Lesen und Verstehen. Sohnemann wird begeistert sein.
Liebe Grüße, Nina

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Re: Bitte um Hilfestellung bei einer Cremeentwicklung

Ungelesener Beitrag von Fragolinchen » 6. März 2018, 11:50

Kunstblume hat geschrieben:
6. März 2018, 11:48
Fragolinchen, Glycerin ist noch nicht enthalten, da die Aloe Basis mit Alkohol angesetzt wurde.
Stimmt :achso: , steht ja weiter vorne.
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Re: Bitte um Hilfestellung bei einer Cremeentwicklung

Ungelesener Beitrag von ileg » 6. März 2018, 14:19

Das ist sehr lieb. :knutscher:

Und ich bin froh, dass Ihr Euch so viel Zeit und Geduld für Anfänger nehmt!
Ich fühle mich nicht beeinflusst, sonder bin froh die verschiedenen Erfahrungen, Wissen und Meinungen zu bekommen. Ich kann jeden Gedankengang in Ruhe erarbeiten und dann selbst entscheiden.

So ohne Hilfestellung wüsste ich nicht so recht, wo ich ansetzen soll. Es ist so viel geballtes Wissen, da ist es echt toll nicht so alleine zu sein.

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Re: Bitte um Hilfestellung bei einer Cremeentwicklung

Ungelesener Beitrag von Andrin » 7. März 2018, 08:01

ileg hat geschrieben:0.2 g Xanthan (0.2 %)

Wenn du BergaMuls® ET 1 verwendest, kannst du Xanthan weglassen. :)
Liebe Grüsse
Andrin



Schön ist, wer schön handelt.
(Mahatma Gandhi)

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Re: Bitte um Hilfestellung bei einer Cremeentwicklung

Ungelesener Beitrag von ileg » 7. März 2018, 09:19

Bin ich froh, Danke für diesen Tipp! :)

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Re: Bitte um Hilfestellung bei einer Cremeentwicklung

Ungelesener Beitrag von ileg » 8. März 2018, 10:16

Hallo,

ich habe jetzt weiter gebastelt unter Berücksichtigung der guten Tipps. Und ich hoffe wieder auf Eure Meinungen :)
(Wildrosenöl will ich eigentlich auch verwenden, müsste ich aber erst noch kaufen. Das würde ich dann statt Distelöl einsetzen)
(Nachtkerzenöl hätte ich da gehabt, ist mir aber zu gefährlich, ob es nicht schon gekippt ist)

1.
Das Baobaöl und die Sheabutter wollte ich zunächst ganz rausnehmen(weil so junge Haut) habe es aber jetzt nur reduziert. Meine Überlegung war:
  • ohne Shea fehlt niedrigspreitendes
  • ohne Baobaöl wäre nur B0 und B3 der Ölgruppen vorhanden
Jetzt meine Frage : Darf man das, wenn es sehr junge Haut ist doch ganz weglassen? Sind meine Überlegungen dann eher für Erwachsenenhaut?

2.
Da die FP insgesamt geringer ist, habe ich die beiden Emulgatoren bei 2% belassen. Ist das okay?

3.
Bei den Wirkstoffen habe ich NMF und Aloe wieder rausgenommen. Habe aber neben Natriumlaktat, das Augentrostextrakt hinzugefügt. Dieses enthält 2/3 Glycerin. Dann müsste ich doch bei einer Menge von 3g zur Fettphase 1% dazurechnen?
Ist der Feuchtigkeitsfaktor der Creme jetzt gut?

4. Was haltet Ihr insgesamt von der Creme/Fluid? Ist sie für jemand sehr junges, der seine Rötungen bekämpfen möchte geeignet?

(ich habe im Internet gefunden, dass Süßigkeitenkonsum Hautunreinheiten mitverursacht. Ich hätte nach all den langen Jahren, teilweise vergeblichen Versuchen diesen Konsum einzuschränken, mit diesen kleinen Artikel sofort Erfolg :laufen: )


Joes Creme Weiterentwicklung (100 g)
Die Rezeptur besteht aus folgenden Ingredienzien:
18 % Fettphase (18 g)
Öle, Buttern und Wachse (16 g | 16 %):
5 g Wiesenschaumkraut (B0) mittelspreitend (5 %)
5 g Distelöl (B3) mittelspreitend (5 %)
3 g Squalan (B0) hochspreitend (3 %)
2 g Baobaöl (B2) mittelspreitend (2 %)
1 g Sheabutter (PF1) niedrigspreitend(1 %)

Emulgatoren/Konsistenzgeber (2 g | 2 % | 11.1 % der Fettphase¹)
1 g Bergamuls (1 %)
1 g Phospholipon (1 %)

82 % Wasserphase (82 g)
Wirkstoffe (7 g | 7 %):
2 g Panthenol (2 %)
2 g Natriumlaktat (2 %)
3 g Augentrostextrakt (2/3 Glycerin) (3 %)

Hilfs- und Zusatzstoffe (1.5 g | 1.5 %):

1 g Rokonsal (1 %)
Milchsäure nach Bedarf ..
0.5 g Äther. Kamillenöl römisch (0.5 %, das sind ca. 10 Tr.)

73.5 g Wasser (73.5 %)
davon möchte ich 15% Kamillenhydrolat ersetzen

Liebe Grüße
geli

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Re: Bitte um Hilfestellung bei einer Cremeentwicklung

Ungelesener Beitrag von Fragolinchen » 8. März 2018, 10:29

ileg hat geschrieben:
8. März 2018, 10:16
(Wildrosenöl will ich eigentlich auch verwenden, müsste ich aber erst noch kaufen. Das würde ich dann statt Distelöl einsetzen)
Dann aber bitte nicht das komplette Distelöl ersetzen. Wirkstofföle sind sehr potent, da reicht 1 %. Und dann auch bitte nur für nachts planen, da die oxidative Stabilität der Wirkstofföle aufgrund der großen Menge an ungesättigten Fettsäuren nicht sehr hoch ist.
ileg hat geschrieben:
8. März 2018, 10:16
Das Baobaöl und die Sheabutter wollte ich zunächst ganz rausnehmen(weil so junge Haut) habe es aber jetzt nur reduziert. Meine Überlegung war:
  • ohne Shea fehlt niedrigspreitendes
  • ohne Baobaöl wäre nur B0 und B3 der Ölgruppen vorhanden
Jetzt meine Frage : Darf man das, wenn es sehr junge Haut ist doch ganz weglassen? Sind meine Überlegungen dann eher für Erwachsenenhaut?
Du kannst auch nur B0- und B3-Öle miteinander kombinieren. Wichtig ist nur, dass Du eine ausreichende Menge an B0-Ölen dabei hast, um B3-Öle zu stabilisieren. Du kannst ja mal die Sheabutter drinlassen und das Baobab durch Jojoba ersetzen. Jojoba kann von Propionibacterius acnes - einem Keim, der bei verstopften Follikelausgängen zu entzündlichen Komedonen bis hin zu Akne führen kann - nicht verstoffwechselt werden. Ein schönes Öl also gerade bei Akne.
ileg hat geschrieben:
8. März 2018, 10:16
Ist der Feuchtigkeitsfaktor der Creme jetzt gut?
Das müßt Ihr ausprobieren. Ich würde allerdings das Extrakt weglassen und Glycerin pur verwenden. So wenig verschiedene Wirkstoffe am Anfang wie möglich :wink: .
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Re: Bitte um Hilfestellung bei einer Cremeentwicklung

Ungelesener Beitrag von Fragolinchen » 8. März 2018, 10:35

ileg hat geschrieben:
8. März 2018, 10:16
Da die FP insgesamt geringer ist, habe ich die beiden Emulgatoren bei 2% belassen. Ist das okay?
Hab' grade den Emulgator-Rechner angeschmissen. Der sagt 3-4 % Bergamuls, kann auch in Kombi mit dem von Dir ausgewählten Co-Emulgator sein, insgesamt jedoch eben 3-4 %. Mein Vorschlag: 2 % Bergamuls und 1 % PHP 80H.
Mußt Du aber auch ausprobieren, möglicherweise ist der Haut des jungen Herrn PHP 80H mit 1 % schon zu abdichtend.
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Re: Bitte um Hilfestellung bei einer Cremeentwicklung

Ungelesener Beitrag von ileg » 8. März 2018, 11:18

hab gleich nachgeschlagen: das Wildrosenöl ist W1, Distelöl ist B3 Dann ersetze ich es nicht komplett :)

Dann erahne ich jetzt auch ein bisschen besser das Zusammenspiel der verschiedenen Öle. Ich dachte bisher, um eine optimale Ölkombination zu bekommen, dass ich von jedem Bereich etwas nehmen müsste.
Dadurch ergeben sich ja noch mehr experimentelle Kombinationen :)

Wegen der Emulgatoren:
wenn PHP zu abdichtend sein könnte, dann würde doch auch eine Kombi mit 2,5 %Bergamuls zu 0,5% PHP zum Ausprobieren eine Idee sein?

Ich fand von meinen Überlegungen her den Bergamuls für gut, da er diese Struktur in der Emulsion bildet und nicht wie ein klassischer Emulgator funktioniert. Oder habe ich das falsch verstanden?
Ich bin gerade auf Arbeit, aber ich glaube, dass ich im Buch von Heike gelesen hatte, das Bergamuls für junge Haut empfohlen wird. Weiterhin hatte ich die Empfehlung gelesen, dass PHP so gut mit Bergamuls harmoniere.
Ist PHP vielleicht nicht so gut für den Kleinen?
Und gibt es einen Emulgator der empfohlen wird für Kinder? (also einen superökobestoff :) )

Die Empfehlung Augentrostextrakt wieder rauszunehmen fällt mir schwer, aber Du hast schon recht ... So eine junge Haut braucht vielleicht noch gar nicht so viel an Wirkstoffen ....

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Re: Bitte um Hilfestellung bei einer Cremeentwicklung

Ungelesener Beitrag von Kunstblume » 8. März 2018, 11:26

Kennst du diesen Beitrag schon? Öle kombinieren nach Olionatura.
Liebe Grüße, Nina

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Re: Bitte um Hilfestellung bei einer Cremeentwicklung

Ungelesener Beitrag von ileg » 8. März 2018, 11:31

Ach je, ich hatte noch eine Frage:

ich habe noch mehr über das Natriumascorbylphosphat nachgelesen, welches nicht nur bei Linien im Gesicht Abhilfe schaffen kann, sondern auch bei gereizter Haut und (Akne) Abhilfe schaffen kann.
Da es auch noch antioxidative Eigenschaften hat, wäre das vielleicht noch eine gute Idee das auch für Sohnemann einzuarbeiten?
(Statt Augentrostextrakt zum Beispiel)

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Re: Bitte um Hilfestellung bei einer Cremeentwicklung

Ungelesener Beitrag von ileg » 8. März 2018, 11:36

Ja, diesen Link kenne ich.
Ich hatte darin zunächst fälschlicherweise verstanden gehabt, dass es optimal wäre aus jeder Spreitgruppe ein Öl zu nehmen. Wusste aber nicht, dass es genauso gut optimal sein könnte für gewisse Hautzustände (hier sehr jung), eben auch eine Spreitgruppe weglassen zu können.
Sobald ich mal wieder lang am Stück Zeit habe, werde ich mir alles was es zu wissen gibt über Öle raus schreiben ... :)

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Re: Bitte um Hilfestellung bei einer Cremeentwicklung

Ungelesener Beitrag von Fragolinchen » 8. März 2018, 12:12

ileg hat geschrieben:
8. März 2018, 11:18
Dann erahne ich jetzt auch ein bisschen besser das Zusammenspiel der verschiedenen Öle. Ich dachte bisher, um eine optimale Ölkombination zu bekommen, dass ich von jedem Bereich etwas nehmen müsste.
Nein, ist als Hilfe/ Empfehlung gedacht.
ileg hat geschrieben:
8. März 2018, 11:18
wenn PHP zu abdichtend sein könnte, dann würde doch auch eine Kombi mit 2,5 %Bergamuls zu 0,5% PHP zum Ausprobieren eine Idee sein?
Klar.
ileg hat geschrieben:
8. März 2018, 11:18
Die Empfehlung Augentrostextrakt wieder rauszunehmen fällt mir schwer, aber Du hast schon recht ...
Kann ich verstehen, ging mir anfangs nicht anders. Aber Du tust Dich dann, wenn die Creme noch nicht optimal ist (und das wird sie vermutlich noch nicht von Anfang an sein), leichter, an den betreffenden Stellschrauben zu drehen.
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Re: Bitte um Hilfestellung bei einer Cremeentwicklung

Ungelesener Beitrag von Fragolinchen » 8. März 2018, 12:16

ileg hat geschrieben:
8. März 2018, 11:31
ich habe noch mehr über das Natriumascorbylphosphat nachgelesen, welches nicht nur bei Linien im Gesicht Abhilfe schaffen kann, sondern auch bei gereizter Haut und (Akne) Abhilfe schaffen kann.
Da es auch noch antioxidative Eigenschaften hat, wäre das vielleicht noch eine gute Idee das auch für Sohnemann einzuarbeiten?
(Statt Augentrostextrakt zum Beispiel)
:nein:, nicht zu viel auf einmal - aber wir können Dir nur raten, entscheiden mußt Du selbst.
ileg hat geschrieben:
8. März 2018, 11:36
Ich hatte darin zunächst fälschlicherweise verstanden gehabt, dass es optimal wäre aus jeder Spreitgruppe ein Öl zu nehmen.
Für Haptik und Auftragsverhalten ist das schon richtig, aber Du mußt Dich nicht sklavisch dran halten. Wenn für Deine Haut Buttern nicht passen, kannst Du sie auch weglassen - ohne dass etwas Schlimmes passiert 8) .
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Re: Bitte um Hilfestellung bei einer Cremeentwicklung

Ungelesener Beitrag von Kunstblume » 8. März 2018, 12:25

Mit welchem Rührgerät rührst du? 2% Bergamuls + 1% PHP 80 in der WPH 20 min. gequollen könnte ich mir gut vorstellen. Ich persönlich empfinde Bergamuls schon in Konzentrationen um 2% als haptisch unangenehm, weil es sich von der Haut rubbeln lässt. Das kann man minimieren, indem man die Emulsion lange kaltrührt (Rührwerk). Andererseits haben andere hier gute Erfahrung in der Einsatzkonzentration auch ohne Rührwerk gemacht. Also einfach mal ausprobieren, vielleicht nicht gleich 100 g davon rühren.

edit: ich wollte noch anmerken, dass ich die EK von ÄÖ Kamille zu hoch finde. Eine Aknehaut ist eine sensible Haut, da reichen m. E. schon 1 Tropfen ÄÖ auf 50 g Emulsion. Oder erstmal ganz auf Äö's verzichten.
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Re: Bitte um Hilfestellung bei einer Cremeentwicklung

Ungelesener Beitrag von Fragolinchen » 8. März 2018, 12:28

Kunstblume hat geschrieben:
8. März 2018, 12:25
Das kann man minimieren, indem man die Emulsion lange kaltrührt (Rührwerk).
Wenn Du kein Rührwerk hast, funktioniert auch die Intervall-Methode (mußt ziemlich weit runterscrollen) ganz gut. Die nutze ich auch, rühre mit einem ESGE-Zauberstab.

EDIT:
Kunstblume hat geschrieben:
8. März 2018, 12:25
edit: ich wollte noch anmerken, dass ich die EK von ÄÖ Kamille zu hoch finde. Eine Aknehaut ist eine sensible Haut, da reichen m. E. schon 1 Tropfen ÄÖ auf 50 g Emulsion. Oder erstmal ganz auf Äö's verzichten.
:ja: - Allergien gegen Korbblütler hat er keine? Das könnte sonst nämlich auch mit nur 1 Tropfen ins Auge gehen :veilchen:
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Re: Bitte um Hilfestellung bei einer Cremeentwicklung

Ungelesener Beitrag von Kunstblume » 8. März 2018, 12:33

Fragolinchen hat geschrieben:
8. März 2018, 12:28
Kunstblume hat geschrieben:
8. März 2018, 12:25
Das kann man minimieren, indem man die Emulsion lange kaltrührt (Rührwerk).
Wenn Du kein Rührwerk hast, funktioniert auch die Intervall-Methode (mußt ziemlich weit runterscrollen) ganz gut. Die nutze ich auch, rühre mit einem ESGE-Zauberstab.
Die habe ich auch angewendet, bevor ich ein Rührwerk besaß. :gut: Mit langem Kaltrühren einer Bergamuls-Emulsion meine ich aber eher um die 45 min. Dafür war ich Intervall-rührtechnisch leider viel zu bequem und ungeduldig für. :argverlegen:
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Re: Bitte um Hilfestellung bei einer Cremeentwicklung

Ungelesener Beitrag von Fragolinchen » 8. März 2018, 12:35

Kunstblume hat geschrieben:
8. März 2018, 12:33
Mit langem Kaltrühren einer Bergamuls-Emulsion meine ich aber eher um die 45 min.
Ja stimmt, das ist das A und O: lange Rührzeit - sonst gibt's Wuzzerl :sunny: .
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Re: Bitte um Hilfestellung bei einer Cremeentwicklung

Ungelesener Beitrag von ileg » 8. März 2018, 12:49

nicht zu viel auf einmal - aber wir können Dir nur raten, entscheiden mußt Du selbst.
Habs verstanden :argstverlegen: Ich werde es langsam angehen!
Ich muss diesen Verführungen der tollen Beschreibungen der Wirkstoffe einfach besser widerstehen. Bis jetzt waren es zum Glück nur theoretische Ideen.

Ich habe bisher mit meinem alten Pürierstab (aus Plastik! :kotz: ) gerührt. Seit vorgestern habe ich einen Neuen. Aus Edelstahl. In dem Set sind unter Anderem auch ein weiterer kleinerer Edelstahlaufsatz speziell für Emulsionen (Majonaise etc.)
(15.ooo Umdrehungen und 800 Watt) Ich habe ihn aber noch nicht ausprobiert. Immer werde ich gestört von der Arbeit, Hausarbeit und dergleichen

Ein Rührwerk habe ich (noch) nicht. Wenn ich tatsächlich filmlängenlang rühren sollen müssen, dann werde ich das vorerst so lösen, dass ich mir nebenher ein Video anschaue ..)
Hmmm, wenn Bergamuls auf der Haut stehen bleibt, das würde mir nicht so gut gefallen .. Welche Emulgatoren ziehen denn sehr gut ein und sind aber sehr gut?

Das mit dem äth.Öl werde ich berücksichtigen! Auch hier dachte ich, es kämen etwa 5 Tropfen rein, weil ich das bei einer anderen Creme gesehen hatte.
Sohnemann hat keine Akne. Trotzdem wollte ich ihn nicht belasten.

Mann, Mann, Mann ... wie schön wäre es seine Haut zu haben, auch wenn er, ich denke pubertätstechnisch, ab und an Probleme hat.
Allergien habe wir zum Glück in der Familie nicht. Es gibt zwei in der Verwandtschaft die mögen keine Hosenknöfpe und sind gegen Nickel allergisch.

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Re: Bitte um Hilfestellung bei einer Cremeentwicklung

Ungelesener Beitrag von Fragolinchen » 8. März 2018, 12:58

ileg hat geschrieben:
8. März 2018, 12:49
filmlängenlang rühren
Also schon lang rühren, aber nicht ständig, sondern mit Pausen dazwischen :P ...
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