Das etwas andere Haargel - kurzer Halt, einfach auszukneten

Hier geht es um Fragen rund um die Entwicklung und Optimierung von Shampoos, Conditionern, Haarfluids, Festigern und anderen Produkten für unsere Haare.

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chaoskoeppsche
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Das etwas andere Haargel - kurzer Halt, einfach auszukneten

Beitrag von chaoskoeppsche »

Hallo vereinte Rühretten & Rührissimos - oder so :hallihallo:

Lange Zeit grob und einige Zeit konkreter brüte & rotiere ich jetzt nun über der Idee, für meine Locken ein Haargel herzustellen. (Und ein mildes Haarspray, dafür später mal ein eigener Fred).

Es soll & darf nur kurzzeitigen Halt bieten, von handtuchtrocken bis luftgetrocket & dann simpel ausknetbar sein. In „Curly Girl-Methoden“-Sprech: ein Gelcast, damit sich meine Locken nicht schon im Trocknen aushängen.

Es muss ergo nichts / nicht groß was an Pflege rein, schätze ich zumindest.

Ich habe drei NK-Gels ausprobiert (eco cosmetics, Bioturm, Urtekram Aloe Gel) - alle bündeln & lassen sich semi gut auskneten, spätestens am nächsten Tag sind meine Haare jedoch noch trockener und sehen trockenmorsch brettgegelt aus. Auch mit noch so minikleinen Mengen in den Längen.

Ich habe mich die letzte Zeit in so unerdenklich viele Threads, Rohstoffinfos, Rezepte, KK- und NK-Zutatenlisten gestürzt. Nu kenne ich zwar etliche Gelbildner, blicke aber absolut nicht, welcher am Ehesten meinen o.g. Anforderungen entspricht.

Welcher Gelbildner hält kurz gut & ist möglichst rückstandsarm & einfach ausknetbar?
X34? Traganth? Amaze SP? Amaze XT? Solagum? …?

Was sollte außer Wasser, Gelbildner & Konservierung (Trikons? :)) noch rein für diese kurze Anwendungszeit?

Wünsche:
- gerne so natürlich wie möglich
- grob 2-5 Zutaten

Was ich nicht verwenden möchte:
- nix total Exotisches (bestelle primär bei dragonspice & & ). :)
- austrocknende(n/Mengen) Alkohol, allgemein Austrocknendes
- Aloe Vera (darum)
- „Süßkram“ wie Honig, Zucker etc (Wespen & Co, ich möchte es ganzjährig verwenden können)
- Sorbate (unverträglich)

Die Threads hier habe ich rauf und runter gewälzt, ein Rezept für mein Ausknet-Gel habe ich bisher nicht vor Augen. :K

Ich sage an dieser Stelle schonmal „Danke!“ fürs Lesen, Grübeln & eure Antworten! :knicks:

Wer mehr lesen mag:
Hintergründe (Haarzustand, Reinigung, Pflege, Wasserhärte …):
Geköcheltes Leinsamengel ergab bei mir nie wirklich zufriedenstellende Resultate. Waschen mit Roggenmehl zauberte kurz richtig schöne Haare, erforderte aber weit kürzere Waschabstände, fettete weit schneller nach.

Wasserhärte: ehemals mittel, über die Jahre nu zu 14 dH = Unterkante hart gewandelt.

Meine Haare:
3a bis 3b, nicht allzu dicke grobe Locken, glattgezogen 5cm unter Schlüsselbein, leicht gestuft (auf Locken ausgelegt).

Ich kämme seit Jahren nur noch bei jeder xten Haarwäsche mal mit den Fingern im nassen Zustand unter der Dusche kopfüber. Trocken fluffele ich maximal mal grob mit Bürste / Kamm am Ansatz auf. Außer, wenn sie an Tag 4 o.ä. mal so glatt sind, dass ich easy durchkomme. :)

Locken habe ich, solange ich brav mit Haarseifen wasche*, die Haare im Jerseytuch antrocknen und an der Luft zuende trocknen lasse. Meine Friseurin fand meinen Haarzustand meist tiptop, wenig Spliss, selten mal trockene Spitzen, die Längen & Ansatz fit, zarter natürlicher Glanz … eine ganz dezente Neigung zu Frizz & Aufladung, vor Seifen enorm.

* über Kopf, meist ohne saure Rinse, nach Bedarf alle 2-5 Tage, Rotation versch. Rezepturen & Überfettungen (5-20%).

Alles andere führt zu undefiniertem Wellen/Locken/Glatt-Chaos:
Pures Lufttrocknen, sanftes Föhnen mit Diffusor oder beides in Kombi. Selbst mildeste flüssige & feste Shampoos. Pflege bewirkt entweder nix oder zu viel. ;)

Weitere Faktoren:
Inzwischen zum Glück alles nur noch gemäßigt: Hormonchaos, Allergien, Sensibilitäten, Unverträglichkeiten, Intoleranzen, Wetter.

Mit all dem in jahrelang stärkerer Ausprägung waren meine Haare weit fitter als jetzt..

Jahrelanges Styling:
ein propylenglycol-basiertes „Haarspray“ (Rosskastanienextrakt & Hopfenextrakt 50/50 … jahaaaa, Erdöl :/) und einem Hauch Wiesenschaumkraut waren top für meine Haare - nach dem Trocknen und auch an Folgetagen zum Auffrischen. Keine Kuren, Spülungen, … nix.

Nachts wickele ich die Haare aufm Kopf auf & fixiere sie mit einem metallfreien breiteren Frottee-Haargummi. Kein Haarbruch, nix.

Stand grad:
Seit 1-1,5 Jahren hängen sich meine Locken schubweise mal mehr, mal weniger schnell aus, die letzte Zeit schon während des Trocknens. Mal mehr, mal minder, werden zunehmend schneller schlapp, lauchig, haben null Sprungkraft.

Haptisch empfinde ich sie als zu trockenes Kunsthaar, meist sehen sie jedoch weniger trocken aus, als sie sich anfühlen.

Auch nehmen meine Haare in solchen (leider immer häufiger werdenden) Phasen weniger bis kaum Wasser auf, einseifen klappt mitunter nur mit Wasser nachschaufeln. :schock: Nach dem Auswaschen sind sie übertrieben formuliert schon halb trocken. Entsprechend kurz gestalte ich die Zeit unterm Jerseytuch (Baumwolle), Frottee meide ich inzwischen ganz, zuvor hab ich sie kurz darunter aufgewickelt & nach 1,2 Minuten dann ins Jerseytuch gepackt.

Diese „Schlaffes Lauch“-Phasen können mal ein paar Tage stark anhalten, dann einige Wochen schwankend zwischen mäßig & stärker, oft ist dann innerhalb weniger Tage aufmal wieder alles ok.

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Judy
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Re: Das etwas andere Haargel - kurzer Halt, einfach auszukneten

Beitrag von Judy »

Ich kann dir leider nicht weiter helfen, aber mich interessiert was „auskneten“ bedeutet und wie ich mir das vorstellen muss…

Liebe Grüße,
Judy
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Animadversor
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Re: Das etwas andere Haargel - kurzer Halt, einfach auszukneten

Beitrag von Animadversor »

Liebe Judy,

Ich vermute, dass so ein Effekt, wie mit einem Schaumfestiger gemeint ist. Wenn man den trocknen lässt, wird das Haar hart wie ein Brett. Nach etwas rumgeknete oder kämmen verschwindet das Brett und zumindest meine 5 Haare in 3 Reihen sehen gefühlt fülliger aus. :happy:

Liebes chaoskoeppsche,

Auch ich habe gerade alles über Festiger gelesen, was es hier im Forum gibt. Probiert habe ich noch nichts, deshalb kann ich dir auch keinen wirklichen Rat geben.
Ist es denn wirklich so, dass man Insekten anzieht, wenn man „Zuckerwasser“ auf dem Kopf hat? Ich kann es mir fast nicht vorstellen. In den 80-er Jahren haben wir das ständig gemacht oder Bier genommen. Wir hatten ja nichts (nichtmal Haarspray) :muslima: Ich kann mich jetzt nicht erinnern, dass wir damit Probleme hatten oder es viel nicht auf, weil alle diese Probleme hatten :klimper:

PS: ist es nach den ellenlangen Diskussionen zur Aloe doch dazu gekommen, dass du sie gekauft hast? Ich hatte mich da nämlich schon ausgeklinkt :wink:

Liebe Grüße
Ani
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Herbert Grönemeyer

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Judy
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Re: Das etwas andere Haargel - kurzer Halt, einfach auszukneten

Beitrag von Judy »

Danke, liebe Ani, für die Aufklärung!
Hier gibt es eine Formulierung für eine KK Hair Mousse - lässt sich vielleicht auf NK umbauen…
Und dort noch eine NK Formulierung.

Liebe Grüße,
Judy
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Leela
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Re: Das etwas andere Haargel - kurzer Halt, einfach auszukneten

Beitrag von Leela »

Gerne teile ich meine Erfahrungen betreffend Lockengel mit dir, da ich einige Zeit wirklich f..ztrockene Haare hatte und sie mir haufenweise abgebrochen sind.

Lockengel mit einem netten Gelcast und etwas Pflegeeffekt lässt sich meiner Erfahrung nach relativ leicht aus wenigen Zutaten herstellen.

Vorab meine Fragen:
  • welche Gelbildner hast du zuhause?
  • welche Hydratisierer hast du zuhause?
Anmerkung: es kann sein dass ich hier auch Dinge nenne, die nicht deinen Wünschen entsprechen, aber es lesen ja auch andere mit, bitte einfach das rauslesen, das was relevant für dich ist. :)

So wie sich die Beschreibung deiner Haare anhört (sich schnell aushängende Locken weisen meiner Meinung nach auf fehlende Elastizität hin), dürften sie sehr feuchtigkeitsarm sein. Probier bitte mal im nassen Zustand ein(!!!) Haar zu nehmen und reiße es ab, reißt es sofort ab (ohne sich zu dehnen) dürfte Feuchtigkeit fehlen. Wenn du kein angewachsenes Haar nehmen willst, dann probier das an einem ausgefallen Haar mal aus. Diesen Test hat mir meine Friseurin gezeigt.

Lt. meinen Recherchen und Erfahrungen profitiert Haar das ausgetrocknet ist auf jeden Fall von "filmformenden Hydratisierern" (also alles was eine Schicht um das Haar bildet und auch Feuchtigkeit/Wasser drin hält), das können sein:
  • jegliche Art von Gelbildner auf Polysaccharid Basis bzw. Polysaccharide selber (Xanthan, Solagum, Siligel, Aloe Vera, Inulin, Hyaluronsäure, etc.)
  • Panthenol (ich weiss zwar jetzt nicht ob Panthenol eine "Schicht" bildet, aber es ist toll für die Haare)
  • hydroliserierte Proteine
Abseits davon könnte auch noch Erythrit beim feuchtigkeitsspenden helfen.

Diese Dinge finde ich in einem Lockengel auch wichtig, da diese ja trotz ausgeknetetem Gelcast auf dem Haar bleiben.

Probiert an Gelbildnern habe ich schon:
2 % Xanthan, guter Gelcast (zumindest bei mir), eher leicht auszukneten (mit Hair Pick und Finger hat das problemlos funktioniert), krasser Halt (ich hatte mir LEIDER eingebildet die Haare anstelle auf der richtigen Seite meines Scheitels auf der anderen Seite zu trocknen, ich musste mir dann anschließend wieder die Haare waschen, da ich dann quasi ein "Eck" in den Haaren hatte :kichern: )

2 % Hydroxypropyl Methylcellulose ( :ugly: ) fand ich gar nicht toll, ich hab das Gefühl gehabt dass das Zeug trotz auskneten dann irgendwie in den Haaren bleibt

1,5 - 2 % Siligel, macht eher weniger Gelcast, finde ich aber irgendwie am tollsten für die Haare, ich kann's schwer beschreiben, es ist irgendwie "weicher" in den Haaren im Gegensatz zu purem Xanthan, Halt gibt's hier weniger.

Solagum habe ich noch nicht ausprobiert, könnte mir aber auch vorstellen dass es in einem Lockengel gut aufgehoben ist. Könnte mir vorstellen dass der Acacia Gum den Halt unterstützt. Werde das nächste Lockengel mal damit machen.

Traganth wollte ich auch schon mal ausprobieren, habe ich dann aber bleiben lassen, da lt. dieser Quelle ein Teil wasserUNlöslich ist. Ich wollte es schon mal an einer abgeschnittenen Haarsträhne ausprobieren, bin aber noch nicht dazugekommen.

Die Gelbildner kannst du natürlich auch reduzieren, eventuell mal mit 1 % Xanthan beginnen, steigern kannst du dann noch immer.

Wichtig für ein Lockengel ist meiner Meinung auch ein kleiner Teil an Öl um das ganze zu versiegeln.
Da kannst du dann Wiesenschaumkrautöl dafür verwenden, meiner Erfahrung nach ist das Öl ziemlich egal.

Eine Lockengel Grundrezeptur könnte somit lauten:

1 - 2 % Gelbildner (je nach gewünschten Halt, bzw. je nach Gelbildner)
1 - 5 % Öl (je nach gewünschter Pflege)
Hydratisierer und/oder Proteine
Konservierung

eine weitere Grundvorlage bietet Camassia. (ich hab mein Lockengel schon vor dem Start von Camassia so ähnlich wie oben gemacht).

Am besten wäre es das Gel auf KLATSCHNASSES Haar aufzutragen, da dieses Wasser zusätzlich noch gebunden wird (Tipp aus diversen Curly Girl Foren/Gruppen/Seiten).

Ich weiss nicht ob du es weißt aber auf diesen Curly Girl Seiten wird auch oft dieses Gleitgel als Lockengel verwendet, das besteht eigentlich nur aus Gelbildnern auf Polysaccharidbasis + Wasser und Konservierung. In diese Richtung könntest du natürlich auch probieren, also einfach mal eine Mischung aus verschiedenen Gelbildnern probieren.

Abschließend noch ein Tipp abseits der ganzen Pflege. Ich hab ja auch 2b - 3a Locken. In den ganzen Foren/Gruppen/Blogs etc. wird ja eine Bürste gleichgestellt mit dem leibhaftigen :bgdev: , ich hab deswegen jahrelang nix gebürstet weil ich der Meinung war dass dies die Lockenstruktur "zerstört", wie immer erzählt wird. Ja, im ersten Moment schaut man aus wie wenn man in die Steckdose gegriffen hätte, nach dem Waschen ist lockentechnisch aber wieder alles in Ordnung. Meiner Meinung ist kopfeigenes Sebum die beste Pflege. Durchs bürsten wird das Sebum gut in den Haaren verteilt, beim Waschen wird durch das aufgezogene Sebum eben auch die Enfettung reduziert. Ich bürste so 1 - 2 Mal die Woche unmittelbar vorm Waschen, und habe den Eindruck dass es Glanz und Elastizität meiner Locken verbessert hat und es meinen Locken nicht schadet. Meine Kopfhaut vorher sehr trocken, scheint auch wieder besser nachzufetten.

Bitte diesen Tipp nicht böse nehmen, falls er nicht entspricht.
Liebe Grüße, Alexandra

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Beauté
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Re: Das etwas andere Haargel - kurzer Halt, einfach auszukneten

Beitrag von Beauté »

Leela hat geschrieben:
26. August 2022, 13:26
Ich weiss nicht ob du es weißt aber auf diesen Curly Girl Seiten wird auch oft dieses Gleitgel als Lockengel verwendet,...
Gebt mal Glibsch ohne Kleb in die SuFu ein :fluesterei: :D!
LG - Beauté
Carpe diem!

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chaoskoeppsche
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Re: Das etwas andere Haargel - kurzer Halt, einfach auszukneten

Beitrag von chaoskoeppsche »

Hallo Ani :)
Animadversor hat geschrieben:
26. August 2022, 07:23
Ich vermute, dass so ein Effekt, wie mit einem Schaumfestiger gemeint ist. Wenn man den trocknen lässt, wird das Haar hart wie ein Brett. Nach etwas rumgeknete oder kämmen verschwindet das Brett und zumindest meine 5 Haare in 3 Reihen sehen gefühlt fülliger aus.
Trocknung = Fixierung, ja. Aber einfach ausknetbare. Volumen oder andere weitere Wirkung ist nicht notwendig.
Locken arg kneten ist nicht, sonst sinds keine mehr.
Haarbruch, für den Schaum ja auch durchaus berüchtigt ist, möchte ich nicht noch steigern.
Animadversor hat geschrieben:
26. August 2022, 07:23
Ist es denn wirklich so, dass man Insekten anzieht, wenn man „Zuckerwasser“ auf dem Kopf hat?
Das ist meine Schlussfolgerung: Trage ich süßliche Naturparfums, mögen die Flugtiere mich mehr. Und Zucker & Co lieben sie ebenso.
Animadversor hat geschrieben:
26. August 2022, 07:23
ist es nach den ellenlangen Diskussionen zur Aloe doch dazu gekommen, dass du sie gekauft hast?
Nein, ich kaufe Aloe aus den geschilderten Gründen nicht. Siehe oben unter „was ich nicht verwenden möchte“. :)

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chaoskoeppsche
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Re: Das etwas andere Haargel - kurzer Halt, einfach auszukneten

Beitrag von chaoskoeppsche »

Judy hat geschrieben:
26. August 2022, 08:08
Hier gibt es eine Formulierung für eine KK Hair Mousse - lässt sich vielleicht auf NK umbauen…
Und dort noch eine NK Formulierung.
Danke für die Rezeptlinks, Judy. :)

Ich suche kein Mousse, nach Abzug der ergo nicht notwendigen Zutaten (Schaumbildner, Glycerin, Treibstoffe) blieben noch diverse teils langen Halt gebende & dazu absoprtionsfreudige = nach meinem Verständnis (vor allem in Summe) austrocknende Zutaten. Oder sehe ich das falsch? :gruebel:

Das KK-Mousse-Rezept auf Gel UND NK „umzudichten“, wäre mir zu aufwändig mangels tieferer Kenntnisse der Eigenschaften dieser KK-Zutaten.


Korsin
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Re: Das etwas andere Haargel - kurzer Halt, einfach auszukneten

Beitrag von Korsin »

'Glibsch ohne Gleb' gibt's in der Rezeptabteilung. Aber vermutlich sucht Chaosköppche sowas auch nicht :verlegen:
Liebe Grüße
Korsische Prinzessin

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Helga
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Re: Das etwas andere Haargel - kurzer Halt, einfach auszukneten

Beitrag von Helga »

chaoskoeppsche hat geschrieben:
26. August 2022, 01:24
.. Stand grad:
Seit 1-1,5 Jahren hängen sich meine Locken schubweise mal mehr, mal weniger schnell aus, die letzte Zeit schon während des Trocknens. Mal mehr, mal minder, werden zunehmend schneller schlapp, lauchig, haben null Sprungkraft.

Haptisch empfinde ich sie als zu trockenes Kunsthaar, meist sehen sie jedoch weniger trocken aus, als sie sich anfühlen.

Auch nehmen meine Haare in solchen (leider immer häufiger werdenden) Phasen weniger bis kaum Wasser auf, einseifen klappt mitunter nur mit Wasser nachschaufeln. :schock: Nach dem Auswaschen sind sie übertrieben formuliert schon halb trocken.
Für mich hört es sich so an, als ob in einem der Waschprodukte (Conditioner verwendest Du ja nicht) ein "aufaddierender" Stoff enthalten ist (aber Du verwendest ja Haarseife :gruebel:), behaupte aber nicht, dass es so ist oder dass es die Ursache ist :), ist nur ein Gedanke weil es mich an eine eigene Erfahrung erinnert:
Vor ein paar Jahren hatte ich ein selbst gerührtes Shampoo und empfand den Effekt wie von Dir beschrieben :wink:, "trockenes Kunsthaar" - die Beschreibung wäre mir damals nicht eingefallen, passt aber :). Meine Haare waren halblang bis Kinn, zwar viele aber eher dünne Haare, die leicht klätschen. So gesehen hatte das Shampoo einen positiven Effekt, weil meine Haare "fluffig" wurden, nicht nach 1 Tag schon klätschten, Sprungkraft hatten sie keine mehr, mussten aber auch nicht locken, habe sie gefönt.

Kann mich nicht mehr genau erinnern was an Rohstoffen - bei Überschreitung der EK - als "aufaddierend" gilt, im Moment fällt mir nur der Hydratisierer "Natural Betaine" ein (ich hatte zu viel davon im Rezept): Bildet Film, (lässt nach meinem Empfinden nichts mehr durch), wird nach weg lassen aber nach und nach ausgewaschen, ist im Rohstoffportrait sehr gut beschrieben. klick.
Auszug aus o. a. Link:
.. In Tensidprodukten wirkt es schaumstabilisierend, als Zusatz in Shampoos und Haarspülungen konditionierend und leicht festigend. In zu hohen Konzentrationen dominiert seine festigende Wirkung und erzeugt im Haar einen unangenehm harten Griff; daher sollten Sie es behutsam dosieren. Sorgfalt ist geboten, wenn Sie nach der Haarwäsche regelmäßig eine Spülung oder eine Kur anwenden, die ebenfalls Betain enthält. Schnell ergeben sich addierende Effekte. In diesem Fall sollte eines der Produkte frei von Betain bleiben oder beide sehr niedrige Einsatzkonzentrationen verwenden. ..
Wie gesagt, nur ein geschriebener Gedanke dazu :).
Ich habe mir mal auf die ganz schnelle ein minimalistisches Leave_in Feuchtigkeitsspray gerührt mit nur etwas D-Panthenol und Glycerin, der hilft vermutlich aber erst nachdem dieser Stoff wieder aus den Haaren heraus gewaschen ist.
Liebe Grüße, einen schönen Tag noch - und passt auf Euch auf :-)

Helga

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Re: Das etwas andere Haargel - kurzer Halt, einfach auszukneten

Beitrag von chaoskoeppsche »

Allgemeine Ergänzungen:
Ich lasse Pflanzenhaarfarbe (rotbraun) auswachsen, bin ca bei Ohrlänge, habe davor über ca 2,3 Jahre nur sehr sporadisch gefärbt.

Pflege:
Meine Haare mögen eine regelmäßige Rotation bei Haarseifen.

Öle einkneten & (Öl-)Kuren
Es gab bei Öl & Kuren für meine Haare schon immer quasi nur zu wenig oder zu viel, ob Chemiekeulen oder NK, mit puren Ölen oder ölhaltigen Mischungen (Kokos, Rizinus, Brokkolisamen, Mandel, Aprikose, Yangu, Jojoba …). Bis diese „Trockenes Lauch“-Schübe auftraten, funzten zumindest Kuren mit Christusdoen-Pulver prima, seitdem nicht mehr.

Wenig Öl = keine Wirkung, etwas mehr = es liegt gefühlt nur auf dem Haar & geht nur mit 2x Waschen raus, mit Glück ist der Effekt des Öls dann nur futsch, mit Pech sind die Haare dadurch trockener als zuvor.

Nur Wiesenschaumkrautöl funzt zumindest fürs Benetzen des Deckhaars gegen leichtes Flusen, der Effekt hält mal 1/2 Tag, mal ist er nach kurzer Zeit weg.

Eine üppige Portion Tamanuöl als Kur haben meine Haare die Tage optisch quasi nicht aufgenommen, oberflächlich geöltes Stroh, vor allem in den Spitzen. Ich habs im Dutt über Nacht einwirken lassen, 1x ausgewaschen am nächsten Tag gabs eine dezente Besserung, am Tag drauf wieder wie zuvor.

Haarporosität, Feuchtigkeit, Proteine etc
Mea culpa, da hatte ich schon so viel geschrieben, aber nichts dazu.

Produkte selbst mit mildesten Tensiden & flüssige mit zstzl. viel Wasser und meist auch Glycerin wirken bei mir austrocknend, mit Alkohol mehr als ohne.
Jeder erneute Versuch der letzten haarseifigen Jahre mit NK-Shampoos läuft so.

Proteine für Reinigung & Pflege scheinen meine Haare nicht sonderlich zu mögen:
Flüssige Shampoos mit Keimölen (Reis, Weizen etc) & isolierten Proteinen sowie Haarseifen mit Keimölen laugten sie immer eher aus, daher verzichte ich seit Jahren weitestgehend darauf.

Geringe Mengen Reismilch (Haarseife Verlockend von Sauberkunst mit Avocado, Olive, Kokos & Rizinus) scheinen sie seit Jahren nicht zu stören - die Mischung machts.

Viele Seifen mit hohen Dosen(!) Avocadoöl, Olivenöl und / oder Kokosöl wirken bei mir austrocknend.

Tests Haarporosität:
Ich komme damit seit Jahren zu den immer gleichen Ergebnissen & auf keinen grünen Zweig.

Dehnbarkeit: dehnbar, selten mal sehr dehnbar und dann zurück in die Ausgangsform (Wet Assessment & auch in trocken)
= normale, selten niedrige Porosität

Wasserglas-Methode mit sauberem Haar: schwimmt bleibend oben
= niedrige Porosität

Trockenzeit: 1,5-3 Stunden, wenn komplett lufttrocknend, je nach Luftfeuchtigkeit & Temperatur natürlich
= normale bis niedrige Porosität

Reaktion auf Regen:
Seit Haarseifen (= mehrere Jahre) vergleichsweise moderat Frizz & Flusen
Noch geringer mit dezent fixierendem „Haarspray“ (nach Jahren nu abgeschafft wegen Propylenglycol) & Minimenge Wiesenschaumkrautöl aufm Deckhaar
= normale bis hohe Porosität

Zwischen den Fingerkuppen: Hier und da mal leichte Holperer, sonst glatt = normal bis hoch porös.

Haarwäsche: Nehmen wenig bis kaum Wasser auf, Einseifen schwierig bis unmöglich ohne zusätzliches Wasser.

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Re: Das etwas andere Haargel - kurzer Halt, einfach auszukneten

Beitrag von chaoskoeppsche »

Ach, eines hab ich bei meiner „Ich hab Urlaub, ich mach einen drauf“-Antwort vergessen:
Bei Fragebögen zur Porosität lande ich im Schnitt bei der goldenen Mitte. ;)

Leela, hab riesigen Dank, ich melde mich in Ruhe auf deinen wunderbar ausführlichen Input zurück! :knutsch:

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Re: Das etwas andere Haargel - kurzer Halt, einfach auszukneten

Beitrag von chaoskoeppsche »

Beauté hat geschrieben:
26. August 2022, 17:49
Gebt mal Glibsch ohne Kleb in die SuFu ein :fluesterei: :D!
Das hatte ich doch lääängst entdeckt. :D Hat jemand Erfahrungen beim Auskneten aus Haaren damit? :huhu: :pfeifen:

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Re: Das etwas andere Haargel - kurzer Halt, einfach auszukneten

Beitrag von chaoskoeppsche »

Helga hat geschrieben:
26. August 2022, 23:19
Für mich hört es sich so an, als ob in einem der Waschprodukte (Conditioner verwendest Du ja nicht) ein "aufaddierender" Stoff enthalten ist (aber Du verwendest ja Haarseife :gruebel:)

So gesehen hatte das Shampoo einen positiven Effekt, weil meine Haare "fluffig" wurden, nicht nach 1 Tag schon klätschten, Sprungkraft hatten sie keine mehr, mussten aber auch nicht locken, habe sie gefönt.

Kann mich nicht mehr genau erinnern was an Rohstoffen - bei Überschreitung der EK - als "aufaddierend" gilt, im Moment fällt mir nur der Hydratisierer "Natural Betaine" ein (ich hatte zu viel davon im Rezept) …
Danke dir, Helga! :knuff:

Eben, ich wasch ja nur mit Seifen und das Perückige ist da, ganz gleich, …
… welche Seife ich verwende,
… wie oft ich wasche
… und auch ohne PG-„Haarspray“ und Wiesenschaumkrautöl.

Heizungsluft und Schalwetter hamwa grad auch nicht, als dass es Reibung an den Längen sein könnte & der Perückenhaareffekt beginnt inzwischen am Ansatz milder und wird nach unten hin immer schlimmer. Sonst warens meist nur die Längen. Klar, älteres Haar unten. Aber es ist ja eben nicht immer so, als dass es nur das Alter der Längen sein könnte - schwupps, da, schwupps, weg, inzwischen aber leider häufiger da als weg.

Natural Betain und andere Stöffchen hab ich in meiner potenziellen Zutaten-Sammlung für Gel & Spray, dazu den Vermerk (aus hier zusammengetragenen Erfahrungen):
Trocken, strohig, hart, steif (ggf. nur, wenn überdosiert):
Panthenol, Lysolecithin, Sodium PCA (3%), Natural Betain (3%)
Daher würde ich grad in akuter „Perückenphase“ dazu tendieren, um eben diese einen Bogen zu machen.
Helga hat geschrieben:
26. August 2022, 23:19
Ich habe mir mal auf die ganz schnelle ein minimalistisches Leave_in Feuchtigkeitsspray gerührt mit nur etwas D-Panthenol und Glycerin, der hilft vermutlich aber erst nachdem dieser Stoff wieder aus den Haaren heraus gewaschen ist.
Dieser Stoff = der für Build-Up sorgt?

Ich denke, ich werde jetzt erstmal wieder regelmäßig saure Rinse (in meinem Fall ein Eiswürfel Zitronensaft in nem Pott Wasser gelöst, da Apfelessig :uh:) nach der Seifenwäsche anwenden, vlt ists ein Mix aus dem inzwischen höheren Kalkgehalt & Seife = Kalkseife & anderen inneren wie äußeren Umständen (Wetter, Hormone, …). Ich habe zwar keine spür- oder mit Fingernägeln abziehbaren Ablagerungen auf den Haaren & auch die Wanne hat weniger als sonst mitunter, die Armaturen zeigen aber schon nen hohen Kalkgehalt an.

Die Rinse brauchte ich flugs nach Umstellung auf Seife nicht mehr, aber seitdem sind ein paar Jährchen vergangen. Und ach ja, Wascherde lauert auch noch hier zum über Nacht Ansetzen & mit dem Sud waschen. Sowas mit Vorbereitung vergess ich „gerne“. :achso:

Biotin hab ich mir auch nach langen Jahren mal wieder zugelegt, hat früher dann und wann mal (in orthomolekularen Dosen) gut getan. Nährstoffen helfen halt immer nur, wenns auch daran mangelt. :)

Ich würds ja lieber mit Kieselerde hochdosiert probieren, die half mir Anno Tuck in hochdosiert (und in Form von Kieselgur statt billo Drogeriegedöns) sehr sehr gut grad da, wo an Nägeln, Haut & Haar was schief stand (Narben, Strohhaare etc), aber ich trage ne Spirale & Silicea kann Fremdkörper austreiben. :/

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Helga
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Re: Das etwas andere Haargel - kurzer Halt, einfach auszukneten

Beitrag von Helga »

chaoskoeppsche hat geschrieben:
27. August 2022, 01:14
Ich lasse Pflanzenhaarfarbe (rotbraun) auswachsen, bin ca bei Ohrlänge, habe davor über ca 2,3 Jahre nur sehr sporadisch gefärbt.
Merkst Du bei "Naturhaar" nun einen Qualitäts-Unterschied? Ich hatte mal eine Zeit lang mit Henna gefärbt und mein Haar fühlte sich ähnlich Deiner Beschreibung "Kunsthaar" an, aber ohne Verdickung, den Nachwuchs empfand ich besser :).
Proteine für Reinigung & Pflege scheinen meine Haare nicht sonderlich zu mögen:
Flüssige Shampoos mit Keimölen (Reis, Weizen etc) & isolierten Proteinen sowie Haarseifen mit Keimölen laugten sie immer eher aus, daher verzichte ich seit Jahren weitestgehend darauf.
Es ist eher das Gesamtkonzept des jeweiligen Produktes das nicht passt. Proteine z. B. in Maßen eingesetzt machen nichts schlimmes, waschen sich bei jeder Haarwäsche wieder raus. Ich verwende gerne Elastin, weil es meine dünnen Haare ein wenig verdickt, Elastin ist im Prinzip das selbe wie Weizenprotein. Haarchitin in Spülung/Haarkur (gab es schon in der Hobbythek) ist auch filmbildend, Repair, erhöht die Sprungkraft und wäscht sich auch jedesmal wieder aus.

Öle in Shampoos, da sind insgesamt keine 4% enthalten, sonst müsste man mit den WAS höher gehen (was dann nicht mehr "mild" ist). In meinen selbst gerührten Shampoos (milde 10% WAS) verwende ich nur 1% plus 2% spezielle Rückfetter, die finde ich effektiver - in Shampoo :). Als Öl - weil ich so viel davon habe - das Esteröl Isoamyl Laurate.
Viele Seifen mit hohen Dosen(!) Avocadoöl, Olivenöl und / oder Kokosöl wirken bei mir austrocknend.
Kokosöl ja, in höherer Menge, aber Avocado- und Olivenöl, das glaube ich nicht :); aber es sind industriell gefertigte Seifen, die sich von selbst gesiedeten sehr unterscheiden, man weiß nicht zu wieviel % sie unterlaugt (überfettet sind) und je länger eine selbstgerührte Seife z. B. reift, desto milder wird sie, der Ph-Wert sinkt.
Haarwäsche: Nehmen wenig bis kaum Wasser auf, Einseifen schwierig bis unmöglich ohne zusätzliches Wasser.
Habe die Erfahrung gemacht: Je "schärfer" ein Waschmittel ist, desto weniger Wasser braucht es beim einseifen. Ich mache es so, dass ich vor einseifen die Haare lange unter dem Duschkopf mit Wasser benetze, mit den Händen ein wenig massiere, damit alles was sich so auf Haar angesammelt hat aufgeweicht wird, anschließend seife (shamponiere) ich ein. :)
Liebe Grüße, einen schönen Tag noch - und passt auf Euch auf :-)

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Re: Das etwas andere Haargel - kurzer Halt, einfach auszukneten

Beitrag von Helga »

chaoskoeppsche hat geschrieben:
27. August 2022, 17:11
Heizungsluft und Schalwetter hamwa grad auch nicht, als dass es Reibung an den Längen sein könnte & der Perückenhaareffekt beginnt inzwischen am Ansatz milder und wird nach unten hin immer schlimmer.
Das ist schon die Antwort auf meine Frage wegen nachwachsen (ohne färben) im obigen Beitrag :)

i]Natural Betain[/i] und andere Stöffchen hab ich in meiner potenziellen Zutaten-Sammlung für Gel & Spray, dazu den Vermerk (aus hier zusammengetragenen Erfahrungen):
Trocken, strohig, hart, steif (ggf. nur, wenn überdosiert):
Panthenol, Lysolecithin, Sodium PCA (3%), Natural Betain (3%)
Daher würde ich grad in akuter „Perückenphase“ dazu tendieren, um eben diese einen Bogen zu machen.
D-Panthenol macht nur elastisch, fülliger, ist Hydratisierer aber ohne hygroskopisch zu sein. Einzig mit Lysolecithin habe ich mit selbst gerührtem Shampoo nicht so gute Erfahrung gemacht: Entweder zu hoch eingesetzt oder nicht gut genug durchgerührt, weil nach einem Tag haben sich die Haare am Hinterkopf und Nacken fettig angefühlt, ist aber sicher meine Schuld.
Helga hat geschrieben:
26. August 2022, 23:19
Ich habe mir mal auf die ganz schnelle ein minimalistisches Leave_in Feuchtigkeitsspray gerührt mit nur etwas D-Panthenol und Glycerin, der hilft vermutlich aber erst nachdem dieser Stoff wieder aus den Haaren heraus gewaschen ist.
Dieser Stoff = der für Build-Up sorgt?
Mit "diesem Stoff" ist ein großes Fragezeichen gemeint, weil nicht eindeutig feststeht ob und was in Deinen Produkten wirklich enthalten ist, das aufaddierend wirkt.
Ich denke, ich werde jetzt erstmal wieder regelmäßig saure Rinse (in meinem Fall ein Eiswürfel Zitronensaft in nem Pott Wasser gelöst, da Apfelessig :uh:) nach der Seifenwäsche anwenden, vlt ists ein Mix aus dem inzwischen höheren Kalkgehalt & Seife = Kalkseife & anderen inneren wie äußeren Umständen (Wetter, Hormone, …).
Theoretisch dürfte Kalkseife mit Deinen Seifen nicht entstehen :gruebel:; in den selbst gesiedeten Seifen gibt man Zitronensäure dazu um genau das zu vermeiden, ich nehme doch an, dass bei industriell gefertigten Seifen das auch so ist.
Und ach ja, Wascherde lauert auch noch hier zum über Nacht Ansetzen & mit dem Sud waschen. Sowas mit Vorbereitung vergess ich „gerne“. :achso:
Wascherde - ich habe mal gelesen, dass ein winziges Bröckchen dieser, wenn man es entfalten würde, eine riesige Fläche ergeben würde, es hat unter einem Mikroskop betrachtet so viele scharfe Kanten, Ecken, es gab auch Berichte über Haarbruch. Ich würde es nur für Körper verwenden, nicht für Haare :).
Biotin hab ich mir auch nach langen Jahren mal wieder zugelegt, hat früher dann und wann mal (in orthomolekularen Dosen) gut getan. Nährstoffen helfen halt immer nur, wenns auch daran mangelt. :)
Essentielle Fettsäuren wären auch ein Thema :).

Jetzt fällt mir noch etwas ein, betrifft Dich allerdings nicht Dich Anke :) weil Du keine Shampoos rührst. Solch "aufaddieren" kann auch entstehen, wenn man nur ein nichtionisches Tensid im Rezept verwendet, also besser immer anionisch mit nichtionisch mischen :).
Liebe Grüße, einen schönen Tag noch - und passt auf Euch auf :-)

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Re: Das etwas andere Haargel - kurzer Halt, einfach auszukneten

Beitrag von chaoskoeppsche »

Eine Zwischenfrage an alle:
Diverse Rohstoffe auf meiner Lockenstyling-Merkliste (Solagum , Siligel, Honeyquat, Haarguar, pflanzliches Keratin etc) werden als glättend bezeichnet.

Bezieht sich das auf Locken = zieht es sie raus (was ich nicht will) oder mistinterpretiere bzw. überbewerte ich das Wörtchen „glättend“? :gruebel:

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Helga
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Re: Das etwas andere Haargel - kurzer Halt, einfach auszukneten

Beitrag von Helga »

chaoskoeppsche hat geschrieben:
28. August 2022, 00:27
Eine Zwischenfrage an alle:
Diverse Rohstoffe auf meiner Lockenstyling-Merkliste (Solagum , Siligel, Honeyquat, Haarguar, pflanzliches Keratin etc) werden als glättend bezeichnet.

Bezieht sich das auf Locken = zieht es sie raus (was ich nicht will) oder mistinterpretiere bzw. überbewerte ich das Wörtchen „glättend“? :gruebel:
So wie ich es verstehe bezieht sich "glättend" nur auf den Haarschaft; insgesamt wirkt sich glatter Haarschaft positiv auf Locken aus (mehr Sprungkraft), im Gegensatz zu aufgerautem Haarschaft, der unter dem Mikroskop wie ein Tannenbaum aussieht.

Solagum, Siligel für Haare - ist mir neu, sind beide einfach nur Gelbildner.
Honeyquat kenne ich nicht
pflanzliches Keratin wirkt glättend auf den Haarschaft (ähnlich wie eine saure Rinse)
Haarguar macht die Haare weicher (man braucht entweder keine Rinse oder weniger), ob es glättend auf den Haarschaft wirkt, vermutlich ja.
Liebe Grüße, einen schönen Tag noch - und passt auf Euch auf :-)

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Leela
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Re: Das etwas andere Haargel - kurzer Halt, einfach auszukneten

Beitrag von Leela »

Helga hat geschrieben:
28. August 2022, 00:44
... Siligel für Haare - ist mir neu, sind beide einfach nur Gelbildner.
klick ;)
Liebe Grüße, Alexandra

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Re: Das etwas andere Haargel - kurzer Halt, einfach auszukneten

Beitrag von chaoskoeppsche »

Liebste aller Leelas,
ich bin dir mega dankbar für den Aufwand, das alles zusammenzuschreiben - allein schon deine Erfahrungen mit & Wissen über die div. Gelbildner.
Das hilft mir ungemein weiter! :bingo: :blumenstrauss:
Leela hat geschrieben:
26. August 2022, 13:26
Anmerkung: es kann sein dass ich hier auch Dinge nenne, die nicht deinen Wünschen entsprechen, aber es lesen ja auch andere mit, bitte einfach das rauslesen, das was relevant für dich ist. :)
Du kannst ja nicht hellsehen & genau, es soll ja auch anderen was bringen. :gut:

Bestellungen bei dragonspice & stehen eh an, ich warte aber noch wegen Haargel & Haarspray. :)

Gel-/Filmbildner:
Vorhanden:
Cosphaderm x34 [/i](eh für WC-Reiniger)
Geplant:
- Solagum (eh für Hautgel geplant, weil weniger Klebmatsch als X34)
- Amaze SP (laut deutlich schnelleres Trocknen; Amaze XT wenn für Haarspray, da stärker)

Hydratisierer:
Das bzgl. Panthenol & Klebrigkeit habe ich schon des Öfteren gelesen, dass man sehr vorsichtig dosieren muss, da es sonst sichtbar klebrig wirkt.
Und dazu das, was ich Helga schon schrieb, aus den Notizen meiner Recherche für Haargel & Haarspray:
Trocken, strohig, hart, steif (ggf. nur, wenn überdosiert):
Panthenol, Lysolecithin, Sodium PCA (3%), Natural Betain (3%)
Was davon sich anlagert (dazu ggf nicht gut wasserlöslich?) & was ggf. ausknetbar wäre, weiß ich nicht.
Da vor allem die Spitzen in diesen Perückenhaar-Phasen aber eh schon mitunter pinselborstig trocken werden, [/möchte ich es lieber nicht riskieren & würde eher zuo.g. Film-/Gelbildnern als „filmformende Hydratisierer“ tendieren.

Panthenol sorgt für Elastizität, meine Haare sind trocken wie nass eh elastisch - wäre dann ggf. zu viel des Guten? :)

Zuckeralkohole
Erythritol, Sorbitol, Xylitol und ja auch Gycerin (Glycerol) usw - keine Ahnung, ob in Spuren insektenanziehend oder ob ich das aus Unwissenheit überbewerte. Weiß dazu jemand was? Ich find nix Wirkliches, nur ein paar Auszüge von Studien mit anderen Insekten zu Vorlieben bei Zuckern & Zuckeraustauschstoffen.

Ich hab gefühlt nicht mehr so Wespen welche um den Kopp schwirren wie zu Fertigkosmetik-Zeiten trotz z.B. regem Besuch dieses Jahr auf Balkonien.
Leela hat geschrieben:
26. August 2022, 13:26

Am besten wäre es das Gel auf KLATSCHNASSES Haar aufzutragen, da dieses Wasser zusätzlich noch gebunden wird ...
Trotz Ploppen im Jerseytuch? Ich will den Gelcast ja nur in Längen & Spitzen bekommen, durchs unterm Tuch auf dem Kopf bündeln käme ja auch was an den Ansatz.
Leela hat geschrieben:
26. August 2022, 13:26

… auf diesen Curly Girl Seiten wird auch oft dieses Gleitgel als Lockengel verwendet, das besteht eigentlich nur aus Gelbildnern auf Polysaccharidbasis + Wasser und Konservierung. In diese Richtung könntest du natürlich auch probieren, also einfach mal eine Mischung aus verschiedenen Gelbildnern probieren.
Jap, danke dir, den Tipp mit Gleitgel, auch explizit diesem, kannte ich tatsächlich schon. :) Was wir Lockenverzweifelten nicht alles im Netz finden bzw. ausprobieren. ;)
Und meine inzwischen ausgetüftelte Rezeptidee (kommt als nächster Post) ist zumindest ääähnlich. :)
Leela hat geschrieben:
26. August 2022, 13:26

In den ganzen Foren/Gruppen/Blogs etc. wird ja eine Bürste gleichgestellt mit dem leibhaftigen :bgdev: , ich hab deswegen jahrelang nix gebürstet weil ich der Meinung war dass dies die Lockenstruktur "zerstört", wie immer erzählt wird. … Ich bürste so 1 - 2 Mal die Woche unmittelbar vorm Waschen, und habe den Eindruck dass es Glanz und Elastizität meiner Locken verbessert hat und es meinen Locken nicht schadet. Meine Kopfhaut vorher sehr trocken, scheint auch wieder besser nachzufetten.
Das mache ich auch oft, an Tag 3/4 komme ich da auch etwas hakelig durch, bringt mir aber leider nicht viel. Beim eingeseift kopfüber Kämmen mit den Fingern fische ich immo so einige Haare raus durch Knoten leider. :( Bis zum vorletzten Friseurbesuch hatte ich auch dann und wann vorsichtig durch die verhakelten trockenen Längen gebürstet & hatte mir dadurch rechts hinten einiges rausgebrochen, man sah das beim Friseur in frisch gewaschen & glatt richtig. :/
Leela hat geschrieben:
26. August 2022, 13:26

Bitte diesen Tipp nicht böse nehmen, falls er nicht entspricht.
Sinnvolle Tipps nehme ich meinem Gegenüber nie übel, ob sie mir nun passen oder nicht, derjenige hat sich Gedanken gemacht. :)

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Re: Das etwas andere Haargel - kurzer Halt, einfach auszukneten

Beitrag von chaoskoeppsche »

Was haltet ihr von folgender Rezeptur?
Zutaten an sich?
Mengen - befeuchtend & fixierend genug?

ad 100% Wasser
20% Rosenhydrolat (befeuchtend)
2% Leinsamenextrakt (2-5%)* / 0,2% Haarguar** (0,2-1%)
2% Wiesenschaumkrautöl / Jojobaöl bzw. 1% Rizinusöl / Sheabutter (erstmal niedrig anfangen)
?% Emulgator (Welchen? Oder reicht Solagum bei der geringen Menge Öl?)
1,5% Solagum (solo 0,1-3%, in Gel 1,5-2,5%, auch emulgierend)
Konservierung (Trikons & Geogard vorhanden)

Optional, da ich grad nicht weiß, ob bei einem Gel, das ausgeknetet werden soll, sinnvoll:
2% Amaze SP (solo 1-6%) (sanfter Filmbildner)

* Leinsamenextrakt: Camassia nimmt 5% Curly Hair (Leinsamen & Chia) im normalen Haargel, ich möchts nicht zu filmbildend hier, da Gelcast
** Haarguar: wirkt auch verdickend & filmbildend, ergo Film-/Gelbildner reduzieren?
Wirkungen: Halt, Antifrizz, Haarschutz, pflegend, antistatisch, Kämmbarkeit. Empfohlen als Alternative zu Weizenprotein (das meine Haare scheinbar nicht mögen).

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Re: Das etwas andere Haargel - kurzer Halt, einfach auszukneten

Beitrag von chaoskoeppsche »

Ach, ich habe an Konservierung auch noch Biokons Neo, das ich gerne aufbrauchen möchte.

Würden hiervon 2% alleinig in einem Gel mit den o.g. Gelbildnern ausreichen oder sollte ich doch lieber zu Trikons oder Geogard + Lösungsvermittler greifen? :brille:

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Helga
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Re: Das etwas andere Haargel - kurzer Halt, einfach auszukneten

Beitrag von Helga »

Leela hat geschrieben:
28. August 2022, 01:08
..
klick ;)
Bin neugierig :) Konntest Du einen Effekt spüren?
Liebe Grüße, einen schönen Tag noch - und passt auf Euch auf :-)

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Re: Das etwas andere Haargel - kurzer Halt, einfach auszukneten

Beitrag von chaoskoeppsche »

Hola Helga :)
Helga hat geschrieben:
27. August 2022, 23:35
Merkst Du bei "Naturhaar" nun einen Qualitäts-Unterschied? Ich hatte mal eine Zeit lang mit Henna gefärbt und mein Haar fühlte sich ähnlich Deiner Beschreibung "Kunsthaar" an, aber ohne Verdickung, den Nachwuchs empfand ich besser :).
Mein dickeres „Henna-Kunsthaar“ fand ich prima, sonst hätte ich nicht über 10 Jahre pflanzengefärbt. :)
Die Probleme habe ich wie gesagt von oben nach unten zunehmend, also Henna & Natur.
Helga hat geschrieben:
27. August 2022, 23:35
Es ist eher das Gesamtkonzept des jeweiligen Produktes das nicht passt. Proteine z. B. in Maßen eingesetzt machen nichts schlimmes, waschen sich bei jeder Haarwäsche wieder raus. Ich verwende gerne Elastin, weil es meine dünnen Haare ein wenig verdickt, Elastin ist im Prinzip das selbe wie Weizenprotein. Haarchitin in Spülung/Haarkur (gab es schon in der Hobbythek) ist auch filmbildend, Repair, erhöht die Sprungkraft und wäscht sich auch jedesmal wieder aus.
Ob auswaschbar oder nicht, meine Haare mögen sie nicht, jahrelange eindeutige Erfahrungen & INCI-Wälzen mit/von etlichen unterschiedlichst konzipierten Produkten - umso mehr Proteine, desto schlechter - trocken, spröde, strohig, knotig, leblos …). Ergo: Proteine aufm Haar meiden. Elastisch sind meine Haare wie Bolle. ;)

Wo ich das schreibe fällt mir auf:
Könnte statt eines absoluten Feuchtigkeitsmangels im Haar eine relativer Mangel an Feuchtigkeit durch Proteinüberschuss vorliegen? Die beiden braucht’s ja in ausgewogen & ich kenns z.B. von Geschlechtshormonen, dass Östrogen nicht zu hoch & Progesteron zu niedrig sein kann = relativer Östrogenüberschuss / Progesteronmangel.
Der Dauerzustand meiner Haare ist ja grad ist ähnlich dem, den proteinhaltige Haarpflege „zuverlässig“ akut auslöste. :opa: :verlegen:
Helga hat geschrieben:
27. August 2022, 23:35
Viele Seifen mit hohen Dosen(!) Avocadoöl, Olivenöl und / oder Kokosöl wirken bei mir austrocknend.
Kokosöl ja, in höherer Menge, aber Avocado- und Olivenöl, das glaube ich nicht :); aber es sind industriell gefertigte Seifen, die sich von selbst gesiedeten sehr unterscheiden, man weiß nicht zu wieviel % sie unterlaugt (überfettet sind) und je länger eine selbstgerührte Seife z. B. reift, desto milder wird sie, der Ph-Wert sinkt.
Ich verwende seit langen Jahren keine industriell gefertigten Seifen - Klein(st)siedereien, kalt gesiedet, reine Natur bis auf seltenst mal mildes Parfumöl.
Die Wirkung der für meine Haare unguten Öle (als einziges oder hochdosiertes Öl) habe ich ausführlich & reproduzierbar über Jahre getestet, solo über gewisse Zeit & in Rotation mit div. ÜF=UL und Zusammensetzungen. Kokos, Olive, Avocado, außerdem Sonnenblumen, Weizenkeim & Reiskeim. Einige weitere bewirken schlicht wenig (Soja & Mandel z.B.). Und habe mich auch jahrelang mit anderen Anwendern ausgetauscht. Kokosöl wirkt bei vielen nicht nur in hohen Dosen austrocknend.

Über die Jahre habe ich sicher mehr Naturseifen verwendet als so manche kleine bis mittlere Siederei auf Lager hat. :kichern:
Helga hat geschrieben:
27. August 2022, 23:35
Habe die Erfahrung gemacht: Je "schärfer" ein Waschmittel ist, desto weniger Wasser braucht es beim einseifen.
Isolierte (noch so milde) Tenside lösen bei mir auch seit Jahren „zuverlässig“ Haare vom Kopf und Strohhaare sowie teils gereizte Kopfhaut & Juckreiz aus. Ergo keine Option.

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Helga
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Re: Das etwas andere Haargel - kurzer Halt, einfach auszukneten

Beitrag von Helga »

chaoskoeppsche hat geschrieben:
28. August 2022, 21:55
Helga hat geschrieben:
27. August 2022, 23:35
Habe die Erfahrung gemacht: Je "schärfer" ein Waschmittel ist, desto weniger Wasser braucht es beim einseifen.
Isolierte (noch so milde) Tenside lösen bei mir auch seit Jahren „zuverlässig“ Haare vom Kopf und Strohhaare sowie teils gereizte Kopfhaut & Juckreiz aus. Ergo keine Option.
Mit "schärfer" ist gemeint die Höhe der WAS egal ob Seife, Haarseife oder Shampoo und war nur als mögliche Erklärung gemeint, nicht als Vorschlag. Messen kann man als Käufer leider nicht.
Milde Tenside haben mit WAS wenig zu tun; wenn ein Hersteller höhere WAS möchte, nimmt er einfach mehr vom milden Tensid, wir verwenden hier im Forum dafür einen speziellen Rechner.

Ich klinke mich nun aus, viel Spaß noch im Forum :-)
Liebe Grüße, einen schönen Tag noch - und passt auf Euch auf :-)

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Re: Das etwas andere Haargel - kurzer Halt, einfach auszukneten

Beitrag von Nine »

Korsin hat geschrieben:
26. August 2022, 21:57
'Glibsch ohne Gleb' ...
bitte doch ohne Kleb, liebe Korsin,
obwohl, so gggggglibschiggggg, wie es ist, kommt man mit den "g" und "k" ja schon mal durcheinander :rofl: :huhu: :lach: :hoho:

Grüessli Nine

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Re: Das etwas andere Haargel - kurzer Halt, einfach auszukneten

Beitrag von Leela »

Helga hat geschrieben:
28. August 2022, 15:01
... Konntest Du einen Effekt spüren?
Ich habe jetzt eine wallende Traumhaarmähne ... :kichern: Nein, ... bitte nicht böse sein :blumenfuerdich: , das war jetzt nur ein Seitenhieb auf die Kosmetikindustrie die uns ja immer einreden will dass, wenn wir Wirkstoff XY verwenden, Traumhaar-Glitzer-Funkel-Schlagmichtot-Haare bekommen.

Aber jetzt im Ernst :) Siligel im Lockengel macht, wie wir es halt eh schon aus der Hautpflege kennen, ein besseres Auftragegefühl in den Haaren. :) Es macht keine so "harte Schicht" also Gelcast beim Trocknen wie Xanthan pur, hat aber halt auch nicht so einen starken Halteeffekt. Weitere Effekte kann ich natürlich nicht beurteilen.

Ich bin eigentlich nur beeindruckt dass der Hersteller Siligel auch so dezidiert für die Haarpflege empfiehlt.
Siligel wurde lt. der verlinkten Broschüre ja im Vergleich zu einer Lösung mit 1 % eines kationischen Guars getestet (ich nehme an, eines der vielen Haarguar-Derivate) und wäre die Wirkung von Siligel nur halb so gut im Vergleich, wie vom Hersteller angegeben, dann wär das ja etwas und man könnte sich diese unsäglichen kationischen Substanzen ja endlich sparen. :)
Liebe Grüße, Alexandra

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Re: Das etwas andere Haargel - kurzer Halt, einfach auszukneten

Beitrag von Leela »

chaoskoeppsche hat geschrieben:
28. August 2022, 00:27
Honeyquat
Ich habe einen Haarspray mit 4 % Honeyquat (+ Protein) in Verwendung, kann aber keine "glättende" Wirkung im Sinne von das es die Locken rauszieht (machmal wäre mir das wirklich lieber :D ) feststellen. Muss aber auch sagen dass ich zeitgleich einen Spray (also immer abwechselnd, einmal diesen, mal den anderen) auf Basis von 3 verschieden Polysacchariden + Protein + Panthenol verwende, und dieser bessere Ergebnisse liefert als der Honeyquat-Spray.
chaoskoeppsche hat geschrieben:
28. August 2022, 00:27
Haarguar
Ich weiß nicht ob du diesen Thread kennst (wahrscheinlich schon :) ), hier berichtet eine Userin von Haarguar und "Wahnsinns Korkenzieher Locken". Also auch nix von Locken-glättender-Wirkung! Bei Haarguar gilt anscheinend: für Locken, je mehr desto besser. Ich selbst kann bei Haarguar festellen: die empfohlenen Einsatzkonzentrationen von 0,2 - 0,5 % bringen bei mir keinen sonderlichen Effekt, Interessant wird es bei mir erst ab 1 %.
chaoskoeppsche hat geschrieben:
28. August 2022, 00:27
pflanzliches Keratin
Nein, auch hier kein glättender Effekt im Sinne von "keine Locken mehr", ebensowenig bei Siligel :)
Liebe Grüße, Alexandra

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Re: Das etwas andere Haargel - kurzer Halt, einfach auszukneten

Beitrag von Helga »

Leela hat geschrieben:
29. August 2022, 11:31
Ich bin eigentlich nur beeindruckt dass der Hersteller Siligel auch so dezidiert für die Haarpflege empfiehlt.
Siligel wurde lt. der verlinkten Broschüre ja im Vergleich zu einer Lösung mit 1 % eines kationischen Guars getestet (ich nehme an, eines der vielen Haarguar-Derivate) und wäre die Wirkung von Siligel nur halb so gut im Vergleich, wie vom Hersteller angegeben, dann wär das ja etwas und man könnte sich diese unsäglichen kationischen Substanzen ja endlich sparen. :)
Danke Leela :), ich überlege gerade ob ich 1% davon in ein Shampoo geben kann :)
Liebe Grüße, einen schönen Tag noch - und passt auf Euch auf :-)

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Re: Das etwas andere Haargel - kurzer Halt, einfach auszukneten

Beitrag von Leela »

chaoskoeppsche hat geschrieben:
27. August 2022, 01:14
Öle einkneten & (Öl-)Kuren
...

Wenig Öl = keine Wirkung, etwas mehr = es liegt gefühlt nur auf dem Haar & geht nur mit 2x Waschen raus, mit Glück ist der Effekt des Öls dann nur futsch, mit Pech sind die Haare dadurch trockener als zuvor.
...

Eine üppige Portion Tamanuöl als Kur haben meine Haare die Tage optisch quasi nicht aufgenommen, oberflächlich geöltes Stroh, vor allem in den Spitzen. Ich habs im Dutt über Nacht einwirken lassen, 1x ausgewaschen am nächsten Tag gabs eine dezente Besserung, am Tag drauf wieder wie zuvor.
Das war bei mir genauso! :) Ölkur war gleichbedeutend mit FETTIGES und TROCKENES Haar gleichzeitig. :K
Ich konnte die positiven Erfahrungen eigentlich nie nachvollziehen. Ein Aha-Erlebnis für mich war als ich mit Sqish-to-Condish, Haarpflegespray und Lockengel endlich mal durchfeuchtete Haare hatte, da hat Öl dann für mich funktioniert.
chaoskoeppsche hat geschrieben:
27. August 2022, 01:14
Tests Haarporosität:
Ich komme damit seit Jahren zu den immer gleichen Ergebnissen & auf keinen grünen Zweig.
:huhu: :bingo: Für mich sind diese ganzen Tests auch immer eher "schwammig" und werfen immer mehr Fragen auf als sie beantworten.

Ich schwanke auch von niedriger bis hoher Porosität.
Liebe Grüße, Alexandra

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