Rezeptfindung für eine Haarkur

Hier geht es um Fragen rund um die Entwicklung und Optimierung von Shampoos, Conditionern, Haarfluids, Festigern und anderen Produkten für unsere Haare.

Moderatoren: Positiv, Helga


Anonymous

Ungelesener Beitrag von Anonymous »

selea hat geschrieben:
Tuâl hat geschrieben:Da fällt mir ein, daß ich Dir noch Seife schicken wollte. Das dauert ja, bis Deine Seife soweit sein wird. Am besten ist, ich tüte gleich mal ein .... kommst Du denn mit meiner Seife noch gut klar?
hi tuâl, ich habe das wohl über lesen, tut mir echt leid. Im moment mache ich mein laptop in der früh an, dann kommt garantiert jemand, der was von mir will, und dann ist abend und ich mache das laptop wieder zu. Komme also obwohl *online* kaum zum lesen. Ja, ich komme mit deiner seife gut klar, muß aber jetzt ein bisschen pause machen, weil sterndie mir erstmal was anderes verordnet hat :ja: Ich hoffe ich kann mich dran halten, denn ich vertraue ihr aber mir nicht wirklich :ja: ;D ich liebe doch die abwechslung und freue mich schon, wenn ich wieder seife verwenden kann. Also keinen stress, ich meld mich, ok? ;D
Ich kann momentan auch nicht so häufig hier reinschauen. Am besten informierst Du mich per email, sonst laufen wir Gefahr, daß ich es nicht mitbekomme.
Wenn es heute irgendwie klappt, werde ich meine bzw sterndies rezepte mal in * rezepte * posten.
Habe mir die Rezepte angesehen ... ;D


Anonymous

Ungelesener Beitrag von Anonymous »

So. Ich habe mir die Zeit genommen, um die Haarkur ohne Tensid herzustellen. Rezept wie folgt:

Fettphase
10 gr Sesamöl
2,0 gr Lanolin
3 gr Cetylalkohol
2 gr Stearinsäure
6 Pellets Sonnenblumenwachs
4 gr CACG

Wasserphase mit Wirkstoffen:
5 gr Squalan
1 gr Weizenprotein
1 gr Panthenol
1 gr Sorbit
2 kleine ML Guarkernmehl (gestrichen)
2 kleine ML Pfeilwurzelstärke (gestrichen)
ca. 65 gr Wasser

Die Konsistenz ist irgendwie ... so kurz vor Kleister. Also nicht so toll.

Wirkung: Für meine Haare PERFEKT!!!

Nun ist mir etwas ziemlich blödes passiert. Ich hatte die Haarkur noch in dem Rührglas. Beim Abstellen am Badewannenrand ist mir alles zerbrochen. Ich habe dann etwas scherbenfreie Kur genommen und aufgetragen. Den Rest mag ich aber nicht verwenden.

Da die Konsistenz nicht so prickelnd war und ich heute unbedingt nachrühren will, hoffe ich, daß mir jemand sagen kann wie ich das Rezept verändern kann, damit ich keinen Kleister habe. Ich überlege, ob ich Lanolin etwas erhöhen sollte :gruebel:


Lena

Ungelesener Beitrag von Lena »

Tuâl,vielleicht etwas weniger Guarkenmehl :nixweiss:


Christian

Ungelesener Beitrag von Christian »

Ich würde das Guarmehl reduzieren. Dann ist die Creme zwar dünner, aber ich bemerkte dass das dann noch etwas weichmachender auf die Haare wirkt! Müsste also bei dir besser werden. Sollte es dir doch zu dünn sein dann erhöhe doch den Cetylalkohol ganz wenig.


Anonymous

Ungelesener Beitrag von Anonymous »

Lena, Christian ... wenn zwei gleichzeitig die gleiche Idee haben, muß es die richtige Lösung sein :ja:

Wieviel weniger denn? 1 kl ML statt 2 vielleicht? Oder 1,5?


sony

Ungelesener Beitrag von sony »

Tuâl hast du Guarkernmehl und Pfeilwurzelstärke so ins Wasser gegeben oder kurz im Wasser aufgekocht? Also wenn du es vorher etwas aufkochst erhälst du ein Gel, vielleicht wird allein dadurch die Konsistenz besser.


Lena

Ungelesener Beitrag von Lena »

Ich würde erstmal mit 1kl.Ml testen :ja:


Anonymous

Ungelesener Beitrag von Anonymous »

sony hat geschrieben:Tuâl hast du Guarkernmehl und Pfeilwurzelstärke so ins Wasser gegeben oder kurz im Wasser aufgekocht? Also wenn du es vorher etwas aufkochst erhälst du ein Gel, vielleicht wird allein dadurch die Konsistenz besser.
oh. Interessant. :nein: aufgekocht habe ich nicht. Nur im heißen Wasser gelöst .... demnächst wird aufgekocht ... tja :gruebel: reduziere ich jetzt Guar, oder lasse ich? Schwierige Entscheidung ....


Anonymous

Ungelesener Beitrag von Anonymous »

Christian hat geschrieben:Ich würde das Guarmehl reduzieren. Dann ist die Creme zwar dünner, aber ich bemerkte dass das dann noch etwas weichmachender auf die Haare wirkt!
Das ist ein gutes Argument .... ich nehme 1 kl. ML und koche Guar und Stärke kurz auf.


sony

Ungelesener Beitrag von sony »

Tuâl hat geschrieben:
sony hat geschrieben:Tuâl hast du Guarkernmehl und Pfeilwurzelstärke so ins Wasser gegeben oder kurz im Wasser aufgekocht? Also wenn du es vorher etwas aufkochst erhälst du ein Gel, vielleicht wird allein dadurch die Konsistenz besser.
oh. Interessant. :nein: aufgekocht habe ich nicht. Nur im heißen Wasser gelöst .... demnächst wird aufgekocht ... tja :gruebel: reduziere ich jetzt Guar, oder lasse ich? Schwierige Entscheidung ....
Tuâl du kannst ruhig so wie Christian und Lena empfohlen haben reduzieren.Ich denke das bei deinen 65 ml Wasser das Gel sonst eh zu dick wird. Pfeilwurzelstärke macht schon ein schönes Gel.


Christian

Ungelesener Beitrag von Christian »

Also ich gebe auch immer Pfeilwurzelstärke und Geuarmehl in die Fettphase zusammen mit Emulgatoren und Konsistenzgebern. Guarmehl nehme ich immer nur ganz wenig (halber ML). Dann erhitze ich normal, leere das Wasser hinein und drehe dann nochmal voll auf und lasse ganz kurz aufkochen. Wobei es nicht wirklich kochen muss sondern nur beginnen. Meist merkt man dann eh schon wie es dicker wird! Das Guarmehl nehme ich nur um die Konsistenz etwas gelartiger zu machen und wegen der Nasskämmbarkeit. Nimmt man aber zuviel sieht man die Gelpartikel in der Creme. Das mag ich nicht.

Bei der Menge kannst du aber schon ca. 2-3ML Pfeilwurzelstärke nehmen und 1ML Guarmehl. Ich mache meist kleinere Mengen. Aber versuchs trotzdem erst mit weniger!


Anonymous

Ungelesener Beitrag von Anonymous »

Alles klar. Danke. Ich gehe jetzt rühren :gehen:


Christian

Ungelesener Beitrag von Christian »

Ich hab mir neulich schon mal Gedanken darüber gemacht ob die Konsistenz einer Haarkur das Pflegeergebnis beeinflusst. Ich bin zum Schluss gekommen JA! Hier etwas unwissenschaftlich und überzeichnet erklärt:

Ich stelle mir eine sehr dünne Emulsion vor. Öl- und Wachsteilchen können sich eher frei in der Emulsion bewegen. Wenn man nun die Spülung auf das Haar aufträgt, sausen alle Teilchen sofort in Richtung Haar und ziehen dort auf.
Übrigt bleibt nur das Wasser der Emulsion und das wird wieder ausgespült.

Hat man eine dickere Creme. Können sich die Öl- und Wachsteilchen nicht so frei bewegen. Trägt man das Produkt auf können nur die Teilchen die direkt das Haar berühren aufziehen und es bleibt noch einiges an Cremerest zwischen den Haaren und wird mit ausgespült.

Somit empfinde ich die erste Variante als schwerer und die Zeite als leichter. Deshalb empfehle ich immer dünnflüssige Öle für dickere Haare!

War das verständlich. Ich müsste Bilder azu zeichnen um es gut erläutern zu können. Wie gesagt, das ist nur das wie ich es empfinde. Ob es nun Tatsächlich so ist??? Aber für mich klingt es logisch. Das ist das Typische Gefühl wenn man eine Spülung rührt, sie im Haar verteilt und man das Gefühl hat sie ist sofort wegezogen und die Haare sind dann verdammt schwer und auch wenn man länge Spült ändert sich nichts mehr.

Was haltet ihr davon!?


Anonymous

Ungelesener Beitrag von Anonymous »

Bin auch nicht sehr wissentschaftlich, aber für mich hat das ne gewisse logik was du schreibst. Würde auch erklären, warum ich mit dünnerflüssigen spülungen oft besser fahre, als mit den sogenannten kuren. Schaun wir mal, was heike dazu sagt ;D


Anonymous

Ungelesener Beitrag von Anonymous »

Vermelde gehorsamst, daß ich eine wunderschöne Konsistenz habe - eine leichte, weiche, cremige und duftende ... mjamm

Aus irgendwelchen Gründen verlangte mein Bauch doch etwas mehr Lanolin. Jetzt muß ich ganz geduldig die nächste Haarwäsche abwarten.

Rezept sieht jetzt so aus:

Fettphase
10 gr Sesamöl
3,0 gr Lanolin - zuvor 2 gr
3 gr Cetylalkohol
2 gr Stearinsäure
6 Pellets Sonnenblumenwachs
4 gr CACG

Wasserphase mit Wirkstoffen:
5 gr Squalan
1 gr Weizenprotein
1 gr Panthenol
1 gr Sorbit
1 kleine ML Guarkernmehl (gestrichen) - zuvor 1
3 kleine ML Pfeilwurzelstärke (gestrichen) - zuvor 2
ca. 65 gr Wasser

Guar und Stärke habe ich kurz aufgekocht :ja:


Silke

Ungelesener Beitrag von Silke »

Da bin ich ja mal gespannt. Wann wäschst Du denn wieder die Haare? Bei meinem letzen Haarkur-Haarfarbe-Versuch hatte ich ja versehentlich nur 0,3 % WAS, und das ließ sich nicht ausspülen. Ölige Strähnen. Aber ich hatte auch Lecithin drin. Ich glaube mittlerweile, Lecithin und Haarkur/-spülung, das geht gar nicht. Schade, ich mag Lecithin.


Anonymous

Ungelesener Beitrag von Anonymous »

Silke hat geschrieben:Da bin ich ja mal gespannt. Wann wäschst Du denn wieder die Haare?
Normalerweise in 5-7 Tagen erst wieder. Ich glaube nicht, daß ich so lange warte ;D Ich will doch unbedingt wissen, wie der erhöhte Lanolin-Anteil kommt.
Bei meinem letzen Haarkur-Haarfarbe-Versuch hatte ich ja versehentlich nur 0,3 % WAS, und das ließ sich nicht ausspülen. Ölige Strähnen. Aber ich hatte auch Lecithin drin. Ich glaube mittlerweile, Lecithin und Haarkur/-spülung, das geht gar nicht. Schade, ich mag Lecithin.
Ich hatte in der Vergangenheit diverse Versuche für eine Haarkur auf Emulgatorenbasis gemacht. War teilweise zwar ok, aber nicht wirklich gut. Mit Lecithin ging bei mir gar nicht. Am besten funktionierte noch die Kombi Lanolin und Tegomuls.
Die heutige erste Mischung, die ich aus den Scherben gekratzt und aufgetragen habe - ohne Tensid -, ließ sich bei mir bestens ausspülen und das Ergebnis ist wunderbar. Viel besser als bei der Variante mit Tensid. Einfach perfekt. Mal sehen, wie es sich in den nächsten Tagen verhält.

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Heike
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Ungelesener Beitrag von Heike »

Tuâl hat geschrieben:Die heutige erste Mischung, die ich aus den Scherben gekratzt und aufgetragen habe - ohne Tensid -, ließ sich bei mir bestens ausspülen und das Ergebnis ist wunderbar. Viel besser als bei der Variante mit Tensid. Einfach perfekt. Mal sehen, wie es sich in den nächsten Tagen verhält.
CACG ist kein Tensid, aber oberflächenaktiv, er unterscheidet sich im Wesentlichen durch den niedrigeren HLB-Wert, ist aber vergleichsweise hydrophil. Ich nehme an, Deine Haare können so viel Fette aufnehmen, dass dieser geringe Anteil an Emulgator für Dich optimal ist. Er wäscht ja auch heraus, nur milder als ein klassisches Tensid mit hohem HLB-Wert.

Ich habe auch auf Guarkernmehl getippt, das fabriziert in höheren Dosen Kleister – ist mir beim letzten Mal passiert, aus Versehen. :-) Das Pfeilwurzelmehl habe ich hier weniger als Gelbildner drin, sondern als haptischer Weichmacher; ich nehme es auch in meiner Gesichtsmaske. Die Variante mit dem Aufkochen ist interessant; ich denke, so wird alles homogener.
Liebe Grüße
Heike

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Ungelesener Beitrag von Heike »

Christian hat geschrieben:Ich stelle mir eine sehr dünne Emulsion vor. Öl- und Wachsteilchen können sich eher frei in der Emulsion bewegen.
Ja, das stimmt. Da sie sich frei bewegen können, ist die Gefahr der Koaleszenz, d. h. ihrer Tendenz, zu größeren Kugeln zusammenzufließen, auch geringer.
Wenn man nun die Spülung auf das Haar aufträgt, sausen alle Teilchen sofort in Richtung Haar und ziehen dort auf.
Übrigt bleibt nur das Wasser der Emulsion und das wird wieder ausgespült.
Bei kationischen Substanzen oder anderen, die Bindungen mit dem Haarkeratin eingehen, ist sicher ein Aufzieheffekt da. Allerdings ist die Dichte, die KOnzentration dieser Substanzen auch geringer. Bei hochviskosen Kuren, die richtig dick sind, ist auch der Anteil an pflegenden Partikeln sehr dicht und konzentriert. Ich sehe nicht, warum hier der Kontakt zum Haar geringer sein sollte als in einer dünnen Milch. Nein, das erschließt sich mir so nicht. :gruebel: Aber das muss nichts heißen. Fakt ist: ich kann es nicht mit Gewissheit sagen, da mir die Prozesse im Haar weniger vertraut sind als die der Haut.
Ich glaube tatsächlich eher, es kommt auf die Gesamtrezeptur, auf die Inhaltsstoffe, auf das Emulsionssystem an.
Die dünnflüssigen Öle verteilen sich (spreiten) besonders schnell und gelangen besser in Zwischenräume der Cuticula, so visualisiere ich das.
Liebe Grüße
Heike


Anonymous

Ungelesener Beitrag von Anonymous »

Heike hat geschrieben:
Tuâl hat geschrieben:Die heutige erste Mischung, die ich aus den Scherben gekratzt und aufgetragen habe - ohne Tensid -, ließ sich bei mir bestens ausspülen und das Ergebnis ist wunderbar. Viel besser als bei der Variante mit Tensid. Einfach perfekt. Mal sehen, wie es sich in den nächsten Tagen verhält.
CACG ist kein Tensid, aber oberflächenaktiv, er unterscheidet sich im Wesentlichen durch den niedrigeren HLB-Wert ...
Ja, ich spüre eindeutig, daß CACG sich bestens auswaschen lässt. Tegomuls haftete viel stärker am Haar. Zumindest hatte ich immer den Eindruck. Ließ sich aber einigermaßen auswaschen. Lecithin klebte förmlich an meinen Haaren fest.

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Ungelesener Beitrag von Heike »

Tuâl hat geschrieben:Lecithin klebte förmlich an meinen Haaren fest.
:D Oh ja, wie wahr! Ich werde aber Sonys Spülung ausprobieren … und meine Haarkur mit weniger Stearinsäure und Wachs als emulgatorhaltige Spülungsvariante testen, weil sie bisher die einzige ist, die mir mehr Volumen zaubert.
Irgendwann sollte ich dann unsere Erkenntnisse haartypbezogen in Worte fassen, als Empfehlung für Varianten-Rührwillige.
Liebe Grüße
Heike


Christian

Ungelesener Beitrag von Christian »

Heike hat geschrieben: Bei hochviskosen Kuren, die richtig dick sind, ist auch der Anteil an pflegenden Partikeln sehr dicht und konzentriert. Ich sehe nicht, warum hier der Kontakt zum Haar geringer sein sollte als in einer dünnen Milch. Nein, das erschließt sich mir so nicht. :gruebel: Aber das muss nichts heißen. Ich glaube tatsächlich eher, es kommt auf die Gesamtrezeptur, auf die Inhaltsstoffe, auf das Emulsionssystem an.
Die dünnflüssigen Öle verteilen sich (spreiten) besonders schnell und gelangen besser in Zwischenräume der Cuticula, so visualisiere ich das.
Ich meinte nicht dass weniger Kontakt zum Haar da ist sondern dass mehr Kur wieder ausgespült wird. Ist schwer zu erklären, ich weiß. Ich meine jedoch besonders den Unterschied zwischen wässrigen Gelen und Cetylalkoholcremen. Klar in der Praxis haben wir meist ein Gemisch, aber jedoch eine bestimmte Betonung!

Stelle dir ein Gel vor in dem Wachs gelöst ist. Sehr dünnes Guargel mit gelöstem Bienenwachs (mir ist klar dass das nie gehen wird!). Nun leert man das Gel über den nassen Kopf. Es wird durch die Haare laufen und das Wachs heftet sich an die Haare. Das Gel das aus den Haaren raus rinnt, ist weitgehend Wachsfrei.

Wenn man das gleiche mit einer Cremigeren Emulsion auf Cetylalkoholbasis macht, wird die Creme so runterrinnen wie sie auf den Kopf kam. Es bleibt weniger Wachs kleben!

War es jetzt verständlicher???

Aber selbstredent kommt es auf die Gesamtrezeptur an, Heike! Es war halt einfach meine Erfahrung, dass wenn ich das gleiche Rezept gemacht habe, einmal mit mehr Catylalkohol und einmal mit weniger. Dann war die viskosere Variante leichter!

Dass dünnere Öle weicher machen verstehe ich genauso. Ich stelle mir vor die dringen tiefer ins Innere des Haares (Cuticula) und somit wird das Haar besser erweicht! Ich finde diesen Effekt sogar gut spürbar!

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Ungelesener Beitrag von Heike »

Christian, Cetylalkohol hat eine koemulgierende Wirkung; ich vermute, Dein Eindruck der leichteren Kur liegt daran – er nimmt möglicherweise manches »Fettige« wieder mit sich, reines Wasser tut das nicht.
Liebe Grüße
Heike


Christian

Ungelesener Beitrag von Christian »

Genau das meine ich! Das Fett ist irgendwie... gebundener. Wobei echt viel von der Gesamtrezeptur abhängt.

Hat schon mal wer versucht diverse Pflegecremes als Spülung zu verwenden? Oft sind die Rezepturen gar nicht soviel anders als von Spülungen. Doch meist habe ich bei solchen Cremen auch den Effekt dass sofort alles weggesogen wird und die Haare unangenehm und schwer sind!

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Ungelesener Beitrag von Heike »

Christian hat geschrieben:Hat schon mal wer versucht diverse Pflegecremes als Spülung zu verwenden?
Ja … und sie erwiesen sich für mich leider als ungeeignet, weil sie zu fett waren. Dann habe ich probehalber meine Tonerde-Reinigungscreme mit 1 % WAS ausprobiert, und sie ließ sich ausspülen. Seitdem weiß ich, dass meinen Haaren ein Hauch Tensid genau die richtige Menge Fett lassen. Ich hatte einen rein praktischen Gedanken bei dem Versuch, so eine All-in-One-Creme für Kurzurlaube. ;-)

Du hast recht, die Rezepturen ähneln sich im Prinzip, es sind meistens O/W-Emulsionen. Die reinen Haarbutter-Mischungen lasse ich als »Spezialpräparat« aus der Betrachtung heraus, das ist eine andere »Produktgruppe«.
Liebe Grüße
Heike


sony

Ungelesener Beitrag von sony »

Heike hat geschrieben::D Oh ja, wie wahr! Ich werde aber Sonys Spülung ausprobieren … und meine H
Fein Heike das freut mich das du meine Spülung testen möchtest. :)
Würde mich schon interesieren ob deine Haare damit zurecht kommen. :nixweiss:
Ich hatte gerade erst heute morgen die Spülung wieder verwendet, und eine Kundin meinte: " Oh, haben sie aber schöne Haare." ;D
Zum Thema Cetylalkohol kann ich nur sagen das ich hier ein Rezept liegen habe, das 6g Cethylalkohol auf 90 g Wasser hat.
Das Rezept für die Kur sogar 10g auf 65 ml Wasser. Allerdings werden ansonsten andere Rohstoffe verwendet, wo ich dann Christians Ausage
...Wobei echt viel von der Gesamtrezeptur abhängt.
...unterstreichen kann.


Christian

Ungelesener Beitrag von Christian »

Ja, wenn viel Fett verwendet wird dann kann man auch mehr Cetylalkohol nehmen. Trotzdem ist das ganz schön viel! 10g :eek:

Ich persönlich mag das Haargefühl nicht wenn es zu cetyllastig ist! Wenn zuviel davon drin ist werden die Haare irgendwie stumpf und krisselig.

Was ist das denn für ein Rezept, das du da hast?


sony

Ungelesener Beitrag von sony »

Christian hat geschrieben:Ja, wenn viel Fett verwendet wird dann kann man auch mehr Cetylalkohol nehmen. Trotzdem ist das ganz schön viel! 10g :eek:

Ich persönlich mag das Haargefühl nicht wenn es zu cetyllastig ist! Wenn zuviel davon drin ist werden die Haare irgendwie stumpf und krisselig.

Was ist das denn für ein Rezept, das du da hast?
Christian ich habe mir das mal ausgedruckt, da ich aber die Quelle dazu im Moment nicht habe möchte ich es hier auch nicht posten. ( Ich würde, oder werde mir das aber auch nicht rühren)
Ich habe es hier nur geschrieben weil ich dachte das wir mit unseren 2-3 g Cethylalkohl ja dann, je nach Rezept natürlich, nicht all zu hoch einsetzen.


Anonymous

Ungelesener Beitrag von Anonymous »

So, ich wollte nur mal vermelden, dass ich neu gerührt habe und weil ich es nicht abwarten konnte hab ich mir direkt Sanfteen besorgt und das genommen.
Und was soll ich sagen: Diesmal sind meine Haare nicht fettig nach dem Waschen!
Ich hab zwar vorsichtshalber nur wenig Spülung genommen und hatte beim Rühren hier und da 0,1g weniger von den fettigen Teilen reingegeben, aber der größte Unterschied kommt bestimmt vom Sanfteen.


Lena

Ungelesener Beitrag von Lena »

Siehst du Junivera,es lag wie vermutet am Tensid :wink:(denn an weniger Öl glaub ich eher weniger) ,Sanfteen scheint hier nicht austauschbar zu sein. :)

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