Emulsion mit der Phospholipidbasis

In diesem Unterforum erörtern wir Themen rund um die Entwicklung, Herstellung und Optimierung von Hautpflegeprodukten (inklusive Fehlersuche).

Moderator: Helga

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botanica

Emulsion mit der Phospholipidbasis

Ungelesener Beitrag von botanica »

Hallo,

vor einiger Tagen habe ich mir die Phospholipidbasis streng nach Heikes Rezept hergestellt. Gestern Abend war dann die erste Emulsion dran. Ich bin mit dem Ergebnis derzeit noch sehr unzufrieden. Sie war anfänglich dünn wie Suppe nach dem Kaltrühren und heute Morgen ist sie ein wenig nachgedickt. Zum Rezept: 50g Emulsion: 7,5g Öle, 2,5g Emulgatorbasis, 2,5g Buttern (wobei ich hier sogar 0,5g Mimosenwachs genommen habe +2g Kabu) , 6,2g Wirkstoffe (0,5g Sodium PCA, 2g Glycerin, 2g Urea, 0,5g D-Panthenol, 1g Aloe 1:10und 0,2g Xanhan (hatte sich aber nicht so ganz perfekt gelöst)) und 30,8g Wasser. Die Wirkstoffe habe ich alle zusammen bei Händwärme dazu gegeben, nachdem das Urea gelöst war. Beide Phasen hatte ich im Wasserbad auf ca 80Grad erwärmt und mit dem Knethaken des Handrührgerätes emulgiert. Bisher habe ich immer von Hand gerührt aber sowas noch nicht erlebt auch nicht mit hydriertem Lecithin. Ich frage mich, ob ich mglweise die Phasen zu schnell zusammen gegossen habe? Aber wie gesagt, bis jetzt ist die Emulsion stabil und auch ein klein wenig nach gedickt. Was könnt ihr mir dazu sagen? Ich freue mich auf eure Rückmeldungen.

schönen Montag
Konstanze

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toshka
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Re: Emulsion mit der Phospholipidbasis

Ungelesener Beitrag von toshka »

Ganz kurz, ich kenne die Phospholipidbasis nicht und kann Dir dazu nichts sagen, aber zu Xanthan :klimper:

Xanthan löst sich nicht, es bildet ein kolloidales Gerüst. Ganz gut lässt es sich im heißem Wasser, oder Glycerin, oder Panthenol, oder Alkohol vordispergieren. Ich mache es so, dass ich für die Wasserpahse drei Gläser vorbereite. In eins wiege ich die gesamte Wasserphase ab. Gebe dann davon einen kleinen Schwupp (ca 10%) in das zweite Glas zum Abkühlen. Darin löse ich die wasserlöslichen, aber temperaturempfindliche Wirkstoffe auf. im dritten Glas wiege ich Glycerin, Panthenol und/oder Alkohol ab und dispergiere ich diesem Glas Xanthan. Dazu gebe ich dann die Wirkstoffphase und dann alles zusammen zu der Emulsion. die Konsistenz stellt sich sofort ein.
Liebe Grüße
toshka

botanica

Re: Emulsion mit der Phospholipidbasis

Ungelesener Beitrag von botanica »

ja mit dem Xanthan mache ich es üblicherweise auch so wie du, ich löse es in Glycerin. Geht immer gut. nur diesmal hatte ich halt noch alle anderen Wirkstoffe mit dabei auch Urea. ich habe es zwar erst ganz zum Schluss nachdem das Urea gelöst war dazu gegeben aber es mochte nicht so schön wie sonst.


Danke

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toshka
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Re: Emulsion mit der Phospholipidbasis

Ungelesener Beitrag von toshka »

Für solche Fälle habe ich eine Notfallration - ich habe Xanthan 1:9 in Vodka vordispergiert. Auf 1 Gr Xanthan habe ich 9 Gr Vodka genommen und bekam 10 Gr Gel. Seitdem steht es bei mir in einer kleinen kruke und es passiert nichts. es klupmt nicht, trocknet nicht aus... Wiege ich 1 Gr des Gels ab, weiß ich, dass ich 0,1 Gr Xanthan genommen habe. Möchte ich nachträglich Xanthan zufügen, nehme ich ein bisschen von der Emulsion ab, dispergiere darin Xanthangel und füge das Ganze der Creme zu. Funktioniert ganz gut.

(mit nachträglich meine ich nicht eine Woche danach, sondern am Ende eines Rührvorgangs, wenn eigentlich alles schon drin ist, aber mir gefällt die Konsistenz nicht. Auch das ist kontaminationstechnisch nicht die beste Lösung, ich weiß, und ich habe es bisher nur ein-zwei mal gemacht).
Liebe Grüße
toshka

botanica

Re: Emulsion mit der Phospholipidbasis

Ungelesener Beitrag von botanica »

Dein Tip gefällt mir, will ich auch mal probieren. Wollte mir die Woche nach langem sparen evtl den Gakomix leisten( der ist günstiger wie der Blendia. Auch genau so gut?), das sind ja auch kleine Kruken mit dabei.
mglw. dickt meine Emulsion ja auch nicht ausreichend, weil das xanthan sich nicht richtig gelöst hat, aber sie was auch direkt nach dem Emulgieren vor den Wirkstoffen auch schon/ noch so suppig wirklich ganz flüssig.


lg

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Mütterchen
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Re: Emulsion mit der Phospholipidbasis

Ungelesener Beitrag von Mütterchen »

oh, das gel klingt aber gut! Vor allem weil meine Feinwaage nicht fein genug ist für 0,2gr Xanthan zuverlässig abzuwiegen.Wenn ich das jetzt von anfang an ins rezept nehmen möchte, rechne ich das wieder von der wasserphase runter, gell?? Lässt du dann Glycerin ganz weg?

ich bin im rechnen miserabel, daher tu ich mich beim rezepte ausarbeiten immer schwer :argverlegen:

Tonja

Re: Emulsion mit der Phospholipidbasis

Ungelesener Beitrag von Tonja »

Mütterchen hat geschrieben:oh, das gel klingt aber gut! Vor allem weil meine Feinwaage nicht fein genug ist für 0,2gr Xanthan zuverlässig abzuwiegen.:
Wenn Du ein etwas schwereres Wiegegefäss für kleine Mengen nimmst (z. B. eine Untertasse) und die Wage dann auf 0 stellst, klappt das besser. Zumindest bei mir und ich habe eine echt preiswerte G&G-Wage, die so problemlos auch unter 0,1 wiegen kann.

Tonja

Re: Emulsion mit der Phospholipidbasis

Ungelesener Beitrag von Tonja »

botanica hat geschrieben:Dein Tip gefällt mir, will ich auch mal probieren. Wollte mir die Woche nach langem sparen evtl den Gakomix leisten( der ist günstiger wie der Blendia. Auch genau so gut?), das sind ja auch kleine Kruken mit dabei.
mglw. dickt meine Emulsion ja auch nicht ausreichend, weil das xanthan sich nicht richtig gelöst hat, aber sie was auch direkt nach dem Emulgieren vor den Wirkstoffen auch schon/ noch so suppig wirklich ganz flüssig.


lg
Ich würde den nicht kaufen, guck mal hier.

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toshka
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Re: Emulsion mit der Phospholipidbasis

Ungelesener Beitrag von toshka »

Zwischen Gakomix und Blendia würde ich Blendia wählen.
Liebe Grüße
toshka

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Heike
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Re: Emulsion mit der Phospholipidbasis

Ungelesener Beitrag von Heike »

Es fällt mir schwer, aus Deinem Textblock wesentliche Informationen zu entnehmen. Leichter fällt es, wenn Du diese optisch angenhem und gut strukturiert aufbereitest.
Zum Rezept (50g Emulsion):

7,5g Öle,
2,5g Emulgatorbasis,
2,5g Buttern (0,5g Mimosenwachs + 2g Kakaobtter)

6,2g Wirkstoffe
- 0,5g Sodium PCA,
- 2g Glycerin,
- 2g Urea,
- 0,5g D-Panthenol,
- 1g Aloe 1:10
- 0,2g Xanhan (hatte sich aber nicht so ganz perfekt gelöst))

und 30,8g Wasser.

Herstellung
Die Wirkstoffe habe ich alle zusammen bei Händwärme dazu gegeben, nachdem das Urea gelöst war.
Beide Phasen hatte ich im Wasserbad auf ca 80Grad erwärmt und mit dem Knethaken des Handrührgerätes emulgiert.
Gut wäre auch, Prozente zu ergänzen. Hinweise zu einer optimalen Aufbereitung von Fragen zu Rezepten habe ich vor langer Zeit hier unter dem Titel »Wer ein Feedback zu seinen Rezepten wünscht« notiert.

Suppe ist mir mit der Phospholipid noch nie gelungen. Per se kann man leichte Fluids und, wenn man Konsistenzgeber wie Cetearylalkohol und Co einplant, Cremes konzipieren. Bei Deiner Rezeptur habe ich ein leichtes Fluid erwartet. Du hast kaum Konsistenzgeber drin, die die Wasserphase andicken wie eben Fettalkohole u. a. …
Liebe Grüße
Heike

Tonja

Re: Emulsion mit der Phospholipidbasis

Ungelesener Beitrag von Tonja »

toshka hat geschrieben:Zwischen Gakomix und Blendia würde ich Blendia wählen.
Ich auch. Aber ich würde auch schon einen einfachen Pürierstab mit spülmaschinenfestem Aufsatz und Stufenschaltung dem Gakomix vorziehen. Selbst wenn man den Materialverlust in Kauf nimmt, den die bei kleineren Mengen verursachen können, ist das angenehmer als ausgelaufene Kruken und verbrühte Füße. Außerdem kann ein guter Silikonspachtel Materialverluste begrenzen.

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rasasayang
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Re: Emulsion mit der Phospholipidbasis

Ungelesener Beitrag von rasasayang »

:gebete: Ich kann vor dem gakomix nur warnen..hatte die gleichen unangenehmen Erfahrungen wie Heike..das Ding wird sehr schnell unangenehm heiß (2-3 min genügen)..es ist sehr schwer,liegt nicht gut in der Hand..dieses Krukenproblem hatte ich auch, dachte zunächst, ich hätte einfach nicht richtig zugedreht..meiner ruht inzwischen in einem Küchenschrank, ich habe mich (obwohl seit ca. 2 Jahren in meinem Besitz) nicht mehr drangetraut.. :ugly:
LG
rasasayang

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Helga
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Re: Emulsion mit der Phospholipidbasis

Ungelesener Beitrag von Helga »

Botanica hat geschrieben: 50g Emulsion: 7,5g Öle, 2,5g Emulgatorbasis, 2,5g Buttern (wobei ich hier sogar 0,5g Mimosenwachs genommen habe +2g Kabu) , 6,2g Wirkstoffe (0,5g Sodium PCA, 2g Glycerin, 2g Urea, 0,5g D-Panthenol, 1g Aloe 1:10und 0,2g Xanhan (hatte sich aber nicht so ganz perfekt gelöst)) und 30,8g Wasser.
Ich habe Dir Dein Rezept umgerechnet; übrigens hast Du entweder einen
Schreibfehler oder unrichtig zusammen gezählt :wink:

Gesamtmenge (wahrscheinlich) 50g; 25% FP /75% WP

Fettphase:
% von gesamt / Gramm
15,00 % Öle, 7,5g
5,00 % Emulgatorbasis, 2,5g
4,00 % Kakaobutter, 2g
1,00 % Mimosenwachs, 0,5g

Wasserphase:
1,00 % Sodium PCA , 0,50g
4,00 % Glycerin, 2,00g
4,00 % Urea, 2,00g
1,00 % D-Panthenol, 0,50g
2,00 % Aloe 1:10, 1,00g
0,40 % Xanthan, 0,20g
61,60 % Wasser, 30,80g
1,00 % ?? irgendwas, 0,50g
Liebe Grüße und noch einen schönen Tag :-)

Helga

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