Viskosität einer W/O-Emulsion steuern
Moderator: Helga
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Stefan
Viskosität einer W/O-Emulsion steuern
In letzter Zeit war ich fleißig am experimentieren mit dem Emulgator Dermofeel PR bei 20% Fettphase. Ziel war eine W/O-Lotion. Nun habe ich aber das Problem, dass anscheinend immer eine extrem ausgeprägte Viskosität dabei herauskommt, und ich daher das fertige Produkt in einen Cremetiegel statt eine Lotionflasche füllen muss. Mein vorletztes Rezept sah ungefähr so aus:
Fettphase (20%):
3% Dermofeel PR
1% Lanolin
4% Sheabutter
8% Aprikosenkernöl
4% Coco Caprylat
Wasserphase (80%):
0,5% Lysolecithin
0,5% Magnesiumsulfat
4% Glycerin
4% Propylenglykol
verschiede Wirkstoffe
Wasser ad 100%
Das folgende habe ich dann in der Fettphase leicht abgewandelt:
3% Dermofeel PR
1% Lanolin
2% Sheabutter
6% Aprikosenkernöl
4% Babassuöl
4% Dermofeel Sensolv
Das Ergebnis war (leider) fast genauso viskos. Immerhin scheint die Emulsion außerordentlich stabil zu sein (bricht nicht einmal beim Versuch, sie von den Utensilien abzuwaschen). Ich glaube eigentlich nicht, dass das vollständige Weglassen der Sheabutter zum gewünschten Ergebnis führt und vermute eher, dass die verwendete Emulgatorkombination zu sehr feinen Wassertröpfchen und damit zur ausgeprägten Konsistenz führt. Homogenisiert habe ich mit dem Kai Blendia.
Hat jemand einen Vorschlag, wie ich weiter variieren könnte, um eine flüssigere Lotion zu bekommen, ohne die ausgezeichnete Stabilität zu gefährden?
Fettphase (20%):
3% Dermofeel PR
1% Lanolin
4% Sheabutter
8% Aprikosenkernöl
4% Coco Caprylat
Wasserphase (80%):
0,5% Lysolecithin
0,5% Magnesiumsulfat
4% Glycerin
4% Propylenglykol
verschiede Wirkstoffe
Wasser ad 100%
Das folgende habe ich dann in der Fettphase leicht abgewandelt:
3% Dermofeel PR
1% Lanolin
2% Sheabutter
6% Aprikosenkernöl
4% Babassuöl
4% Dermofeel Sensolv
Das Ergebnis war (leider) fast genauso viskos. Immerhin scheint die Emulsion außerordentlich stabil zu sein (bricht nicht einmal beim Versuch, sie von den Utensilien abzuwaschen). Ich glaube eigentlich nicht, dass das vollständige Weglassen der Sheabutter zum gewünschten Ergebnis führt und vermute eher, dass die verwendete Emulgatorkombination zu sehr feinen Wassertröpfchen und damit zur ausgeprägten Konsistenz führt. Homogenisiert habe ich mit dem Kai Blendia.
Hat jemand einen Vorschlag, wie ich weiter variieren könnte, um eine flüssigere Lotion zu bekommen, ohne die ausgezeichnete Stabilität zu gefährden?
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fraumaus4
- Rührküken

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Re: Viskosität einer W/O-Emulsion steuern
Hi Stefan!
Warum Dermofeel PR? Ich kenne diesen Emu leider nur von einem einzigen Test, dann ist mir die Flasche hingefallen...
Darum kann ich gerade nicht mehr einschätzen, welche Qualitäten er hat.
Für Lotionen finde ich Montanov L klasse. Das bisschen Shea macht die Lotion nicht fest.
Warum Dermofeel PR? Ich kenne diesen Emu leider nur von einem einzigen Test, dann ist mir die Flasche hingefallen...
Herzliche Grüße ---<<--@
Frau Maus
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Ich brauche keinen Wecker - ich habe KINDER! :-)
Entscheide lieber ungefähr richtig als genau falsch! (Goethe)
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Re: Viskosität einer W/O-Emulsion steuern
Hallo fraumaus - Stefan möchte eine W/O-Lotion (Wasser in Öl)!
Montanov L macht aber O/W (Öl in Wasser)-Lotion, kommt also für den Zweck nicht in Frage. Außerdem beklagt er gerade zu viel Festigkeit, nicht zu wenig.
Hallo Stefan - zur Ursprungsfrage kann ich leider gerade nichts beitragen - habe noch keine W/O-Lotionen gemacht.
Aber ich habe eine Frage an Dich: reichen die 4% Propylenglykol zur Konservierung aus? Woher hast Du die Information für diese Dosierung?
Montanov L macht aber O/W (Öl in Wasser)-Lotion, kommt also für den Zweck nicht in Frage. Außerdem beklagt er gerade zu viel Festigkeit, nicht zu wenig.
Hallo Stefan - zur Ursprungsfrage kann ich leider gerade nichts beitragen - habe noch keine W/O-Lotionen gemacht.
Aber ich habe eine Frage an Dich: reichen die 4% Propylenglykol zur Konservierung aus? Woher hast Du die Information für diese Dosierung?
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Stefan
Re: Viskosität einer W/O-Emulsion steuern
Ah nein, die 4% Propylenglykol bilden nicht allein die Konservierung. Ich habe bloß das Rezept nicht vollständig aufgeschrieben und die Zutaten nicht aufgeführt, die ich bei meiner Fragestellung für irrelevant gehalten habe. Unter den "verschiedenen Wirkstoffen" versteckt sich u.a. noch 1% Rokonsalterrikay hat geschrieben:Aber ich habe eine Frage an Dich: reichen die 4% Propylenglykol zur Konservierung aus? Woher hast Du die Information für diese Dosierung?
Die Dosierung des Propylenglykol ist ziemlich willkürlich und orientiert sich eher daran, was ich insgesamt an feuchtigkeitsbindenden Wirkstoffen drin haben will, wobei die kokonservierende Wirkung natürlich erwünscht ist und daher bewusst ausgenutzt wird.
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Stefan
Re: Viskosität einer W/O-Emulsion steuern
terrikay hat's schon gesagt: Mit Dermofeel PR gibt's eine W/O-Emulsion. Das besondere an diesem Emulgator im Vergleich zu anderen W/O-Emulgatoren ist, dass man eine (für W/O-Emulsionen) extrem niedrigen Fettphase (20%) haben kann.fraumaus4 hat geschrieben:Warum Dermofeel PR?
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fraumaus4
- Rührküken

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Re: Viskosität einer W/O-Emulsion steuern
Ach so... Viel Erfolg und Gutes Gelingen!
Einen schönen Tag allerseits...
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Herzliche Grüße ---<<--@
Frau Maus
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Re: Viskosität einer W/O-Emulsion steuern
Ein Lotion habe ich nicht hinbekommen. Aber ich erinnere mich, dass Dermofeel PR (waren um die 3 %) + 1 % Tego Soft MM fluidere Konsistenz gab als meine Versuche zuvor mit Bienenwachs (klar). Und dass die Emulsion eine ganze Weile sehr fließfähig blieb. Ich hatte beide Phasen bei 80 Grad unter langsamen Rühren zusammengeführt, dann kurz hochtourig gerührt. Erst das erneute Aufemulgieren nach Erkalten brachte nochmal Konsistenz. Diesen Schritt könnte man ja weglassen. Man könnte vielleicht nur hochspreitende Öle einsetzen und sich einen kleinen Anteil Unverseifbares durch Avocadin wieder reinholen. Sterole haste ja durch Lanolin drin. Das sollte dann für den Barriereschutz jetzt im Sommer schon ausreichen. Und vielleicht mit Alkohol konservieren, das gestaltet die Emulsion womöglich auch fluider (mein Mac macht aus fluider doch tatsächlich Flunder
)? Und das ist jetzt natürlich völlig laienhaft daher gedacht. 
Liebe Grüße Nina
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Re: Viskosität einer W/O-Emulsion steuern
Vielleicht liegt es an Blendia? Hochtouriges homogenisieren soll auch Vikosität erhöhen. Wenn man das Portrait liest, dann sind die Emulsionen zunächst recht fluide und sollen dann, nach nochmaligem hochtourigem Rühren, cremig werden. Ich rühre die W/O mit der hand und kurz hochtourig nach dem erkalten.
Liebe Grüße
toshka
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Alchemistin
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Re: Viskosität einer W/O-Emulsion steuern
Hmm, ich hatte doch irgendwo gelesen, dass Magnesiumsulfat auf Emulsionen verdickend wirkt... Vielleicht lässt du es mal weg?
Cheers, Alchemistin
- rosengarten
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Re: Viskosität einer W/O-Emulsion steuern
Ich habe in meinem Handcremerezept auch 5 % Dermofeel PR. Zuerst ist die Creme beim Rühren fast flüssig, wird dann aber fast schlagartig zu einer viskosen Creme. Ich rühre auch mit dem Blendia. Die Creme ist mir für tagsüber allerdings zu fettig.
Ich habe dann letztens einfach mal eine Kombi mit Olivem 1000 gemacht . Ich finde das diese besser einzieht und (logischerweise) auch nicht so fettig ist. Ideal finde ich sie aber noch nicht. Komischerweise ist die Creme, trotz der verdickenden Eigenschaften (Fettalkohole?) des Olivem, etwas weniger viskös geworden. Die Festigkeit scheint also am PR zu liegen. Demnächst versuche ich mal den PR mit Sorbitan Stearate, auch ein W/O Emu zu kombinieren.
Vielleicht würde eine andere Emu Kombi die Creme fluider machen
.
Ich habe dann letztens einfach mal eine Kombi mit Olivem 1000 gemacht . Ich finde das diese besser einzieht und (logischerweise) auch nicht so fettig ist. Ideal finde ich sie aber noch nicht. Komischerweise ist die Creme, trotz der verdickenden Eigenschaften (Fettalkohole?) des Olivem, etwas weniger viskös geworden. Die Festigkeit scheint also am PR zu liegen. Demnächst versuche ich mal den PR mit Sorbitan Stearate, auch ein W/O Emu zu kombinieren.
Vielleicht würde eine andere Emu Kombi die Creme fluider machen
Ein Garten macht viel Arbeit, aber noch mehr Freude
Liebe Grüsse
Pia
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Stefan
Re: Viskosität einer W/O-Emulsion steuern
Wie hoch war denn deine Fettphase? Auch 20%?rosengarten hat geschrieben:Ich habe in meinem Handcremerezept auch 5 % Dermofeel PR. Zuerst ist die Creme beim Rühren fast flüssig, wird dann aber fast schlagartig zu einer viskosen Creme. Ich rühre auch mit dem Blendia. Die Creme ist mir für tagsüber allerdings zu fettig.
Dann bin ich gespannt auf deinen Bericht. Sorbitan Stearate habe ich da, aber bisher nur als Koemulgator in O/W verwendet.rosengarten hat geschrieben:Demnächst versuche ich mal den PR mit Sorbitan Stearate, auch ein W/O Emu zu kombinieren.
Da gehe ich auch ziemlich stark von aus...rosengarten hat geschrieben:Vielleicht würde eine andere Emu Kombi die Creme fluider machen.
- rosengarten
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Re: Viskosität einer W/O-Emulsion steuern
Hallo Stefan,
ich habe 20 % Öle/Fett , 5 % Elmulgator und 3 % Tego MM als Konsistenzgeber = 28 % FP.
Also die Kombi mit Olivem 1000 ist zwar in der Creme selbst stabil, aber beim Auftragen auf die Hände bricht mir die Emulsion
. Es fühlt sich so an, als ob ich mir zuerst eine wässrige Creme auf die Hände schmiere
(ich spüre richtig das Wasser), aber nach 15 sec. kommt dann der fettigere Teil der Creme ins Spiel. Dann spüre ich richtig den Dermofeel PR. Dann zieht sie auch ganz gut weg und ist auch schön matt. Warum das so ist
, keine Ahnung.
Ich weiß jetzt nicht was ich das besser erklären sollte
. Deswegen versuche ich demnächst mal mit Sorbitan Stearate.
ich habe 20 % Öle/Fett , 5 % Elmulgator und 3 % Tego MM als Konsistenzgeber = 28 % FP.
Also die Kombi mit Olivem 1000 ist zwar in der Creme selbst stabil, aber beim Auftragen auf die Hände bricht mir die Emulsion
Ich weiß jetzt nicht was ich das besser erklären sollte
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Pia
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