Erstes Rezept und kleine Vorstellung

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Puliseele
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Erstes Rezept und kleine Vorstellung

Ungelesener Beitrag von Puliseele » 19. Januar 2020, 20:40

Hallo ihr lieben Selbstrührerinnen,

ich bin fast 57 Jahre alt, komme aus der Nähe von Düsseldorf und über den Umweg Seife sieden bin ich jetzt hier gelandet. Noch diverse andere Hobbys füllen meine Zeit: an erster Stelle steht mein Hund (den seht ihr hier im Avatar), eine Pulihündin (kleiner ungarischer Hütehund), fotografieren (vorzugsweise Hunde), malen/zeichnen, lesen und nun auch Creme rühren.

Seit einigen Jahren rühre ich mir im Winter meine Creme selber. Nach einem Rezept von Stephanie Faber aus einem Buch von 1993. Da hat sich dann ja doch viel getan bis heute. Ich liebe diese Creme für den Winter sehr, aber im Sommer möchte ich doch was Leichteres. Bisher habe ich mir im Sommer immer wechselnde Cremes aus dem Naturkosmetikbereich gekauft und war damit meistens zufrieden. Jetzt sind aber verschiedene der ursprünglichen Biohersteller an einen großen Konzern verkauft worden, der wiederum zu einem noch größeren Konzern gehört, den ich eher meiden möchte. Also selber machen.

Mir geht es gar nicht darum, dass die Creme viel können muss und ich möchte vorerst auf diverse Wirkstoffe verzichten. Vordergründig geht es mir um nette Ölzusammenstellungen, feine Konsistenz und schönen Duft.

Mein Ursprungsrezept hat eine sehr hohe Fettphase, da Lanolin der Emulgator ist. Jetzt soll es leichter werden. Ich möchte mich dazu langsam an eine geringere Fettphase rantasten, aber noch nicht so weit vom Basisrezept abweichen.

Edit sagt zwischendurch: huch hier ist was schief gelaufen, ich war noch nicht fertig

Hier ist mein erstes Rezept: 23% Fettphase

4g Aprikosenkernöl
2,45g Wildrosenöl
1,5g Cupuacbutter
1,25g Beerenwachs
2,3g Wollwachs
0,5g Chemikons (ein natürlicher Konservirer wäre mir lieber, aber ich trau mich ans PH-Wert
einstellen noch nicht ran)
38g Rosenwasser

ein paar Tropfen ätherisches Öl Neroli

Der Rezeptrechner sagt, das würde so gehen, aber vielleicht habt ihr bessere Vorschläge. Ich würde mich jedenfalls sehr freuen, wenn ihr mal drüberguckt.

Danke schön schon mal und liebe Grüße
Herzlichste Grüße
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Norma

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Blüten
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Re: Erstes Rezept und kleine Vorstellung

Ungelesener Beitrag von Blüten » 19. Januar 2020, 20:57

mir würden eindeutig -, Hydratisierer fehlen. :)
Liebe Grüße Birgit

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Puliseele
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Re: Erstes Rezept und kleine Vorstellung

Ungelesener Beitrag von Puliseele » 19. Januar 2020, 21:21

Lieben Dank Birgit.

Jetzt musste ich erst mal gucken was ein Hydratisierer ist.
Ich habe Glyzerin hier. Dann gehe ich noch mal neu ausrechnen.
Herzlichste Grüße
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Coco
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Re: Erstes Rezept und kleine Vorstellung

Ungelesener Beitrag von Coco » 19. Januar 2020, 21:31

Du könntest Glycerin mit Sodium PCA und Natriumlaktat ergänzen, das ist eine Kombi, die viele hier verwenden (ich auch und ich mag sie sehr ;))
Viele Grüße, Coco

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Re: Erstes Rezept und kleine Vorstellung

Ungelesener Beitrag von Rautgundis » 19. Januar 2020, 22:45

:rosefuerdich: Herzlich willkommen, liebe Puliseele! Schön ,dass du dich zu uns gesellst!
Trau dich und verwende einen für Naturkosmetik zugelassenen Konservierer. Das Einstellen des PH-Wertes ist gar nicht so schwer. Auf Olionatura. de gibt es ganz viele tolle Infos!
Es grüßt herzlichst Heike

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Re: Erstes Rezept und kleine Vorstellung

Ungelesener Beitrag von Manjusha » 19. Januar 2020, 23:20

:hallihallo: Herzlich willkommen im Forum, liebe Puliseele!
Ich schließe mich Rautgundis an, das Messen des ph-Wertes ist kein Hexenwerk. :)
Wie bist du denn ausgestattet, hast du ein hochtouriges Rührgerät, Feinwaage, Thermometer, welche Rohstoffe hast du verfügbar?
Hast du auch noch einen anderen Emulgator? klick
Ich kenne mich mit Wollwachs nicht aus, aber die Beschreibung klick klingt für mich zusammen mit deinen weiteren Rohstoffen Cupuacubutter, Beerenwachs nicht nach einer leichten Lotion, die du ja rühren möchtest, wenn ich dich richtig verstehe? :)
Auch zu bedenken ist, dass das Wildrosenöl in der Tagespflege nicht zu empfehlen ist, da es ein Wirkstofföl ist, ein oxidatives nicht stabiles Öl. klick :sunny:
klick :sunny:
Hast du dir die Basisrezepturen klick, klick und den Rührkurs klick, klick schon mal angeschaut?
Ich hoffe, dass dich die vielen Links jetzt nicht gleich wieder verjagen, aber es lohnt sich wirklich, sich ein wenig einzulesen. :)
Liebe Grüße
Manjusha

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Helga
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Re: Erstes Rezept und kleine Vorstellung

Ungelesener Beitrag von Helga » 20. Januar 2020, 01:52

Liebe Puliseele, der Hund ist ja süss :love:



Ich habe Dein Rezept in % umgewandelt, so können wir es besser bewerten :)

Gesamtmenge: 50g
FP: 23%
WP: 77%

Fettphase:
% von gesamt / % von der FP:
8,0 % / 4g Aprikosenkernöl 34,8%
4,9 % / 2,45g Wildrosenöl 21,3%
3,0 % / 1,5g Cupuacubutter 13,0%
2,5 % / 1,25g Beerenwachs 10,9%
4,6 % / 2,3g Wollwachs 20,0%

Wasserphase:
76,0 % / 38g Rosenwasser
1,0 % / 0,5g Chemiekons

Manjusha hat ja schon alles geschrieben, ich schließe mich ihr an :):

a) Öle/Butter:
Für den Sommer brauchst Du auch ein stabiles Öl wie z. B. Wiesenschaumkrautöl, Jojobaöl, etc. Wildrosenöl ist ein Wirkstofföl, oxidiert rasch, wird überhaupt nur minimal eingesetzt. klick_hier
Stabile Basisöle findest Du unter "Ölgruppen", siehe "B 0": Ölgruppen

b) Wollwachs:
Damit ist wie oben erwähnt Lanolin gemeint? Im Wollwachsrechner weist Heike darauf hin, dass man Fettphasen AB 50% wählen sollte um stabile Emulsionen zu erhalten. Die Höhe Deiner FP beträgt aber nur 23%.

c) Beerenwachs:
2,5% auf gesamt sind sehr viel, das wird vermutlich ziemlich "glitschig" werden :wink:, In "unseren" Rezepten werden durchschnittlich 0,5% Wachs verwendet.

d) Höhe Fettphase:
Um einschätzen zu können wie hoch Deine FP im Sommer sein soll, sollten wir die Höhe Deiner Wintercreme wissen. Ich vermute (aus eigener Erfahrung), dass Deine Haut aufmuckt, wenn die Höhe der FP plötzlich sehr viel niedriger ist :wink:
Vermutlich bist Du von Deiner Wintercreme ausgegangen und hast sie ein bisschen erschlankt um sie "light" zu gestalten, leider funktioniert das nicht gut, das Gesamtkonzept muss angepasst werden. Um auf Fettphasen unter 50% zu kommen benötigst Du einen Emulgator, Lanolin kannst Du aber trotzdem zusätzlich verwenden, quasi als Wirkstoff.

e) Emulgator: Ein Emulgator der ein bisschen Film auf der Haut macht, die Haut sich gut eingecremt fühlt (so wie Du es gewohnt bist), wäre Lamecreme. Er lässt sich leicht verarbeiten und ist für eine FP in Höhe von 30-40% geeignet. klickhier
Wachs würde ich dann nicht mehr verwenden, das wird zu viel :wink:
Aber warten wir mal ab, wie hoch die FP Deiner Wintercreme ist :).
Mir geht es gar nicht darum, dass die Creme viel können muss und ich möchte vorerst auf diverse Wirkstoffe verzichten. Vordergründig geht es mir um nette Ölzusammenstellungen, feine Konsistenz und schönen Duft.
OK :) das kann man gut zusammen stellen, vielleicht als Hydratisierer - wie oben erwähnt - noch Glycerin dazu und fertig. Als "natürlichen" Konservierer, falls Du Chemiekons nicht verwenden willst, was hältst Du von Alkohol? Den zu berechnen ist keine Hexerei.

So, ich hoffe, ich habe nichts wichtiges vergessen :) doch - ja: Welche Produkte hast Du im Sommer verwendet, nur um ein Gefühl dafür zu bekommen, wie Deine Creme werden sollte :)
Liebe Grüße und noch einen schönen Tag :-)

Helga

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Re: Erstes Rezept und kleine Vorstellung

Ungelesener Beitrag von Puliseele » 20. Januar 2020, 22:55

Erst einmal ganz lieben Dank für eure schnellen und ausführlichen Antworten. Ich sollte wirklich erst mal mehr lesen. Es ist so viel, dass ich gar nicht weiß wo ich anfangen soll, daher danke danke für die Links.

So wie es sich jetzt darstellt ist das gar nicht so einfach wie ich dachte. Ich dachte wirklich ich nehm mein altes Rezept und mach ein bisschen weniger Fett und mehr Wasser hurraaa fertig ist die Sommercreme :argverlegen:

Hier erst mal mein Winterrezept. Ich glaube ich kann das hier schreiben, weil es doch stark vom Original abweicht oder? Hoffe das ist ok.

Fettphase 60%
5% 5g Kakaobutter
5% 5g Sheabutter
10% 10g Lanolin
10% 10g Hanföl oder Traubenkern (lieber Hanf)
25% 25g Mandelöl
5% 5g Bienenwachs

Wasserphase 40%
40% 40g Orangenblütenwasser

1g Chemikons und nach Gefühl ätherische Öle Neroli und Orange habe ich nicht mitberechnet.

Also ausgestattet bin ich mit allem was man braucht für den Anfang, Zauberstab, Thermometer, Feinwaage. Rohstoffe sind da Konservierer, Emulgatoren, Öle und Buttern, Konsistenzgeber.

Ich hatte mir verschiedene Emulgatoren ausgesucht: Lamecreme, Montanov 68, Wollwachsalkohol, Lanolin, Cetearylstearylalkohol (Lanette N). Ich hab auch noch CoEmulgatoren Cetylalkohol DAB10 und Ceralan.

Liebe Helga vielen Dank für's umrechnen. Meine Güte da muss ich mal wieder meine Rechen"künste" auffrischen. Ich weiß gar nicht mehr wie man Prozente rückrechnet.

Zu
a) da muss ich dann noch was einkaufen
b) ich meinte Wollwachsalkohol. Hatte gelesen, dass das leichter auf der Haut sein soll als das Lanolin selbst. Also Winter Lanolin, Sommer Wollwachsalkohol.
c) dann weniger Beerenwachs oder auch gar keins
d) die Höhe meiner Winterfettphase ist 60%. Meine Haut ist sehr unkompliziert und Einiges von mir gewohnt. Also Sprünge in der Fettphase machen ihr nichts.
e) Lamecreme hab ich hier

Alkohol als Konservierer mag ich sogar gerne im Sommer. Meine Standardsommerpflege war die Gesichtsmilch von Hauschka, da ist mit Sicherheit Alkohol drin, zumindest riecht es so. Allerdings muss meine selbstgerührte Sommercreme nicht zwingend eine Milch/Lotion werden, darf aber.

Jetzt noch mal lieben Dank euch allen und ich geh dann mal lesen... :morgenkaffee:
Herzlichste Grüße
Licht und Liebe auf all euren Wegen
Norma

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Helga
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Re: Erstes Rezept und kleine Vorstellung

Ungelesener Beitrag von Helga » 21. Januar 2020, 00:54

Dann versuchen wir es mal :wink:, was meinst Du zu 35% FP?, das ist nur wenig mehr als die Hälfte der Wintercreme. Ich habe in den Emulgator-Rechner das mal eingegeben, gesamt 50g und hat mir wie nachstehend errechnet:
Emulsionen (35 % Fettphase) mit Lamecreme
Dieser Fettphasen-Bereich deckt einen breiten Bereich an Emulsionen ab. Je nach Anteil an Konsistenzgebern erhalten Sie geschmeidige Texturen für schützende Tagescremes oder (ab ca. 30 % Fettphase) gehaltvollere Pflege- und Nachtcremes sowie pflegende Creme-Masken.

Vorschläge für den Einsatz von Lamecreme
Lamecreme ist erst ab ca. 30 % Fettphase ein sehr guter Emulgator in diesem Bereich; unter 30 % neigen Emulsionen mit Lamecreme zu unangenehmem Wässern und Trennung. Sie haben aktuell 35 % Fettphase eingeplant.

Ab 30 % Fettphase habe ich gute Erfahrungen mit 2.5–3.2 g (5–6.4 %) gemacht. Ein weiterer Zusatz an Konsistenzgebern erübrigt sich, da Lamecreme diesen bereits enthält. 0.1 g (0.2 %) Gelbildner (z. B. Xanthan) zur Stabilisierung sind empfehlenswert.
Das Basis-Rezept könnte so aussehen (lt. Kosmetik-Rechner):
Sommer-Creme (50 g)
Die Rezeptur besteht aus folgenden Ingredienzien:

35 % Fettphase (17.5 g)
Öle, Buttern und Wachse (15 g | 30 %):
14.5 g Öle und Butter nach Wunsch (29 %) (eventuell 10g Öle und 4,5g Butter)
0.5 g Lanolin (1 %)

Emulgatoren/Konsistenzgeber (2.5 g | 5 % | 14.3 % der Fettphase¹)
2.5 g Lamecreme (5 %)

65 % Wasserphase (32.5 g)
Wirkstoffe (1 g | 2 %):
1 g Glycerin (2 %)
4,2 g Alkohol 96%ig
27,3 g Wasser
Berechnung Konservierung mit Alkohol (ist im Rezept bereits berücksichtigt): klick
Ergebnis für 32.5 Gramm
Um 32.5 g 15%ig (Vol.-%) konservierte Wasserphase zu erhalten, benötigen Sie

4.2 g 96 Vol.-%igen Alkohol und
28.3 g Wasserphase.
Glycerin kannst Du natürlich noch erhöhen, ich habe mal nur 2% angenommen :), da es erst mal ganz einfach sein sollte. Die Konsistenz sollte eine dickflüssige Lotion ergeben, damit sie ein bisschen molliger wird habe ich 1% Lanolin berechnet, auch das kannst Du erhöhen.

Bin sehr gespannt wie Dein End-Rezept dann wirklich aussieht :) und vor allem wie es sich für Dich anfühlt, was Dir dann nicht gefällt und geändert werden muss.

Ah ja noch etwas :wink:, Du willst ja noch ein Öl kaufen. Das stabilisierende Öl in der Creme sollte ungefähr 10-20% der Fettphase ausmachen, also nicht ganz ein Drittel. Zusätzlich ein kleines Fläschchen Squalan ist auch nicht verkehrt, als "Hochspreiter" macht es gleich glatte Haut, ich habe es immer im Rezept.
Liebe Grüße und noch einen schönen Tag :-)

Helga

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Re: Erstes Rezept und kleine Vorstellung

Ungelesener Beitrag von Puliseele » 21. Januar 2020, 13:45

Liebe Helga,
herzlichsten Dank für deinen Rezeptvorschlag. Dem werde ich auch folgen. Das Rezept würde dann so aussehen:

Fettphase 35% (17,5g)
7g Mandelöl 14%
3g Hanföl 6%
4,5g Shea 9%
0,5 Lanolin 1%

2,5g Lamecreme 5%

Wasserphase 65%
1g Glyzerin 2%
4,2g Weingeist
28,3g Rosenwasser
alternativ
0,5g Chemikons
32g Rosenwasser

Da stellen sich auch schon die nächsten zwei Frage: Man soll ja das Wasser vorher abkochen. Gehen bei Rosenwasser dadurch nicht die Duftstoffe verloren. Und wann mische ich den Alkohol dazu, wenn ich den mitkoche verfliegt er doch oder? Geht da nicht Wirkung verloren?

Lieben Dank auch für den Tipp Squalan, werd ich mit in den Einkaufskorb packen. Xantan verwenden hier ja auch viele, das kommt auch noch mit.
Herzlichste Grüße
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Re: Erstes Rezept und kleine Vorstellung

Ungelesener Beitrag von Coco » 21. Januar 2020, 16:38

Liebe Puliseele,
ich bin zwar nicht Helga, aber ich würde mir beim Rosenwasser weniger Gedanken um den Duft machen als um die Wirkstoffe, die sicherlich leiden, wenn du es erhitzt.
Angelehnt an Heikes Rezepturen ersetze ich persönlich immer nur einen Teil des Wassers durch ein Hydrolat und gebe es entweder nach der Emulsionsbildung dazu oder zum abgekochten Wasser, das dann gleich zur Fettphase kommt. In beiden Fällen wird nur kurz erhitzt, was den Wirkstoffen nicht schadet.

Der Alkohol kommt meines Erachtens im gleichen Arbeitsschritt wie die anderen Konservierer dazu (ich konserviere nicht mit Alkohol...). Auf keinen Fall wird er mit abgekocht.

Wenn du Xanthan kaufst ist mein Tipp: nimm Cosphaderm X 34, das lässt sich besser verarbeiten als Xanthan transparent (und viel besser als solches in Lebensmittelqualität, ich spreche aus Erfahrung;) )
Viele Grüße, Coco

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Re: Erstes Rezept und kleine Vorstellung

Ungelesener Beitrag von Helga » 21. Januar 2020, 17:27

Puliseele hat geschrieben:
21. Januar 2020, 13:45
Da stellen sich auch schon die nächsten zwei Frage: Man soll ja das Wasser vorher abkochen. Gehen bei Rosenwasser dadurch nicht die Duftstoffe verloren. Und wann mische ich den Alkohol dazu, wenn ich den mitkoche verfliegt er doch oder? Geht da nicht Wirkung verloren?
Schließe mich der Antwort oben von Coco an :) Ich verwende z. B. nie Hydrolat in Creme, sondern pur als Gesichtswasser nach der Reinigung.
Puliseele hat geschrieben: Xantan verwenden hier ja auch viele, das kommt auch noch mit.
Auszug aus Rohstoffportrait Lamecreme: .. Da Lamecreme bereits einen Konsistenzgeber beinhaltet, ist eine weitere Zugabe an solchen nicht unbedingt notwendig. Mit einem Zusatz an Cetylalkohol, Cetylpalmitat, Myristylmyristat erhalten Sie eher feste Cremes mit deutlicher Filmbildung.
Wenn Du Lamecreme verwendest, benötigst Du Xanthan, bzw. Cosphaderm nicht :)
Liebe Grüße und noch einen schönen Tag :-)

Helga

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