Geld sparen beim Rühren

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Moderator: Helga

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Helga
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Re: Geld sparen beim Rühren

Beitrag von Helga »

Ulrike hat geschrieben:
19. April 2021, 09:18
  • Deine Haut wird zunehmend pflegeleichter. Je länger du hier dabei bist, umso weniger wirst du benötigen. Die Erfahrung haben fast alle gemacht. Meistens ist es nur die Lust, etwas herzustellen - ob es wirklich nötig ist? Oft nicht.
Die Aussage von Ulrike kann ich nur bestätigen :), manchmal hätte ich Lust noch dieses und jenes zu rühren, brauche ich nicht. Sogar Heike hat - ich glaube ihm Buch - sinngemäß die selbe Aussage getroffen ".. die Haut wird zunehmen pflegeleichter", durch selbst gerührtes natürlich :)
Liebe Grüße und noch einen schönen Tag :-)

Helga


Mirakel
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Re: Geld sparen beim Rühren

Beitrag von Mirakel »

Helga hat geschrieben:
18. April 2021, 18:47

Was Du benötigst im Sommer ist:
Ich bin gerade nochmal am Notizen machen, da bin ich darüber gestolpert... warum bräuchte man keinen Emulgator im Sommer? Das wären dann Hydrodispersionsgele. Oder ist das quasi was man zusätzlich zu einem Grundstock an Emulgatoren und sonstigen braucht?
Herzliche Grüsse,
Julia
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Steffi
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Re: Geld sparen beim Rühren

Beitrag von Steffi »

Liebe Leute, ich bin einfach fasziniert und begeistert, wie viele Tipps ihr habt. Ihr seid echt toll :)
mjoelle hat geschrieben:
19. April 2021, 11:18
Nur das bestellen, was man wirklich braucht. Wenn ich etwas mitgekauft habe, weil ich es demnächst vielleicht ausprobieren könnte waren das bei mir sehr häufig die Produkte, die ich dann entsorgen musste. Lieber nach ganz kurzer Zeit wieder eine kleine Bestellung mit Porto aufgeben oder die Dinge in der Apotheke besorgen, wenn man das tatsächlich braucht. [...]
Danke mjoelle, da hast du mich erwischt - ich neige dazu, mehr zu bestellen, damit entweder kein Porto anfällt, oder "es sich rentiert". Das ist mir schon selbst vor einiger Zeit aufgefallen, aber ich habe schon deutliche Verbesserungen erzielt :)
Helga hat geschrieben:
19. April 2021, 13:21
[...] ".. die Haut wird zunehmen pflegeleichter", durch selbst gerührtes natürlich :)
Das war mir neu, und es freut mich sehr, das zu hören, und ich hoffe, dass das bei mir iiiirgendwann auch passiert. :) Danke für den Hinweis!
ardsmuir hat geschrieben:
19. April 2021, 09:46
Liebe Steffi, rührst Du nur für Dich? [...]
- zum Desinfizieren reicht die Discountervariante (Aldi) von Klosterfrau Melissengeist. (80% ger Alkohol) für kleines Geld.
-viele Öle, Reinlecithin, Aloesaft (für den sofort Gebrauch) gibt es auch im DM oder Rossmann.
Ich rühre (noch) fast ausschließlich für mich, weil ich erst besser werden möchte, bevor ich anderen das antue ;) aber wenn sich das irgendwann mal ändern sollte, werde ich an deinen Hinweis denken, danke außerdem für die Einkauftipps!
Ulrike hat geschrieben:
19. April 2021, 09:18
Ich bin nun rund 8 Jahre dabei und möchte zum Thema "Kosten" folgenden Betrag leisten:
  • Als Neueinsteiger ist es zwangsläufig teuerer. Wer länger dabei ist, wird mit weniger Geldeinsatz zurecht kommen.
  • Ist die Grundausstattung (damit meine ich Geräte - nicht die Rohstoffe) beschafft, könntest du überm Berg sein
  • Beachte den Hinweis von Helga: Die Werbung verführt zum Kauf. [...]
  • Deine Haut wird zunehmend pflegeleichter. [...]
  • Und hier mein persönlicher Spartipp: Achte bei der Entwicklung von Produkten auf die Mehrfachverwendung von Rohstoffen. [...]
Danke, Ulrike. Da hast du natürlich Recht, dass vor allem der Einstieg teuer ist, es beruhigt mich, dass es dann bei vielen besser wird. Ist auch irgendwie logisch. Bei der Werbung bin ich zum Glück halbwegs immun. Bezüglich der Haut bin ich noch in der Findungsphase... ich fürchte, das wird noch eine Weile dauern. Ich muss mir da mal Gedanken machen, wie ich das Testen verschiedener Rohstoffe für die Haut am besten mache. Ich werde bei den Experimenten an deinen persönlichen Spartipp denken ;)
Eulalie hat geschrieben:
19. April 2021, 08:35
[...] Sowieso kann frau bei den Ölen ordentlich sparen [...]
Auch beim Zubehör spare ich [...]
Danke für deine Spartipps! Du hast Recht, manchmal muss man erfinderisch sein. Manches Erfinderisches habe ich zum Glück selbst schon für mich herausgefinden, außerdem habe ich Weihnachten genutzt, um mir Sachen wie Bechergläser schenken zu lassen. Davor hatte ich auch die Marmeladengläser ;)
Heike hat geschrieben:
19. April 2021, 06:42
[...] Ich kann jetzt aber verstehen, warum, und vor Deinen eigenen Aussagen [...] kann ich nachvollziehen, dass Dich diese Aussage sehr getroffen hat. [....] Aber so wird für Dich sicher auch verständlich, warum ich so irritiert gewesen bin. [...] Darüber reden schafft jedoch Klarheit und eröffnet Wege, mit einander umzugehen.
Danke für dein Verständnis. Ich habe mir gerade meinen alten Beitrag nochmal durchgelesen. Es tut mir leid, ich bin da sehr im OffTopic gelandet, und ich war im "Rechtfertigungsmodus", ich habe eindeutig übertrieben. Du hast Recht, wir haben beide aus unserer eigenen Sicht mit unserem eigenen persönlichen Hintergrund gehandelt, und ich denke, niemand hat etwas böse gemeint, sondern das Problem war eher, dass wir beide einen anderen Hintergrund haben.
Dass du nicht mit der Prämisse agierst, dass dein Gegenüber eine Erkrankung hat, ist absolut richtig, ich mache das ja mit meinem Gegenüber auch nicht. Und ich möchte auch nicht als "die Kranke" behandelt werden, sondern so normal, wie es irgendwie geht. Mich hat nur deine Aussage ziemlich tief getroffen, aber das heißt nicht, dass du was falsch gemacht hast. Und deine Aussage erklärt zwar mein Verhalten teilweise, aber rechtfertigt mein Verhalten nicht, weswegen es mir leid tut.
Aus meiner Sicht wäre es damit geklärt - falls du noch Klärungsbedarf haben solltest, melde dich bitte - falls du möchtest auch per Nachricht, damit wir hier nicht zu sehr ins OffTopic gelangen

(Noch mehr OffTopic (ich weiß nicht wo ich das sonst hinposten soll, vielleicht sollte ich es auch gar nicht posten, denn ich glaube ich bin schon wieder im "Labermodus"): ich weiß, dass ich mich manchmal ungewöhnlich verhalte (und dieser klein geschriebene Text ist vielleicht schon wieder ein ungewöhnliches Verhalten). Das passiert bei mir oft, wenn ich versuche, mich in eine Gruppe einzugliedern, weil ich eine gewisse soziale Phobie habe. Am Anfang bin ich deswegen sehr angespannt und will alles perfekt machen, aber das ist dann oft "zu viel des Guten" und ich verhalte mich dann nicht perfekt, sondern ungewöhnlich und teilweise schlecht.
Außerdem bin ich durch die Angespanntheit empfindlicher, hat man ja gemerkt. (das heißt aber nicht, dass irgendwelche Krankheiten schuld sind an meinem Verhalten - sie erklären mein Verhalten, aber verantwortlich bin ich)
Ich kann euch insofern beruhigen, als dass das in der Regel schnell verschwindet, wenn ich mich in eine Gruppe eingefügt habe, weil dann die Anspannung nachlässt. Denn dann bin ich nicht mehr so angespannt, und dann bin ich in der Regel "normaler" (was auch immer normal ist ;)) falls ein ungewöhnliches Verhalten mal überhand nehmen sollte, bitte ich um einen Hinweis, damit ich daran arbeiten kann, diese Bitte geht an alle, nicht nur Heike)
Herzliche Grüße, Steffi

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Heike
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Re: Geld sparen beim Rühren

Beitrag von Heike »

Steffi, mache Dir keine Gedanken. :knuff: Ich denke, wir sind einfach Menschen mit Gefühlen und Erfahrungen. Das macht uns aus. :-) In diesem Sinne: :kekse: KEKSE!
Liebe Grüße
Heike

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MieB
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Re: Geld sparen beim Rühren

Beitrag von MieB »

Steffi, ich kenne das Gefühl, dass du beschreibst nur zu gut, ich habe auch immer Schwierigkeiten, in neue Gruppen hereinzukommen und bin deshalb extra vorsichtig. Aber hier im Forum musst du dir wirklich keine Gedanken machen. Die sind wirklich alle ganz lieb und wenn sich etwas für dich erstmal abschreckend anhört ist das in so gut wie allen Fällen gar nicht so gemeint. Mache dir einfach nicht so viele Gedanken darüber und sei einfach du selbst, da haben alle am meisten davon :)

Übrigens muss ich auch anmerken, dass ich den Preisvergleich zwischen verschiedenen Anbietern inzischen vernachlässige bzw. nur noch bei den wirklich teuren Rohstoffen überprüfe. Meistens zahlt man bei der Bestellung von 2 Händlern mehr Porto als man sich spart. Ich gebe höchstens meine gesamte benötigte Bestellung bei mehreren Seiten ein (sofern alle Rohstoffe verfügbar) und klicke dann bei dem Händler, der mir den günstigsten Gesamtpreis anzeigt auf kaufen.
Liebe Grüße,
Melanie

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Lavande
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Re: Geld sparen beim Rühren

Beitrag von Lavande »

Steffi hat geschrieben:
19. April 2021, 15:17
Ich kann euch insofern beruhigen, als dass das in der Regel schnell verschwindet, wenn ich mich in eine Gruppe eingefügt habe, weil dann die Anspannung nachlässt.
Liebe Steffi, Du bist ja vielleicht süß...lass Dich einfach mal :drueck: - und bitte fühle Dich bereits :knuddler:
Herzliche Grüße
Lavande

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Helga
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Re: Geld sparen beim Rühren

Beitrag von Helga »

Mirakel hat geschrieben:
19. April 2021, 13:54
Ich bin gerade nochmal am Notizen machen, da bin ich darüber gestolpert... warum bräuchte man keinen Emulgator im Sommer? Das wären dann Hydrodispersionsgele. Oder ist das quasi was man zusätzlich zu einem Grundstock an Emulgatoren und sonstigen braucht?
Da habe ich mich wohl nicht klar genug ausgedrückt :): Für Creme benötigt man immer einen Emulgator, die Öle sind nur angeführt, weil sie sich von den im Winter verwendeten Ölen unterscheiden :).
Liebe Grüße und noch einen schönen Tag :-)

Helga


Mirakel
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Re: Geld sparen beim Rühren

Beitrag von Mirakel »

I got ist now! Danke Helga :bussi: Alles klar!
Hast du dann für den Winter komplett andere Öle oder nur einzelne andere Komponenten, die du austauschst?
Herzliche Grüsse,
Julia
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Adorabelle
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Re: Geld sparen beim Rühren

Beitrag von Adorabelle »

Liebe Steffi, :blumenfuerdich:

zunächst einmal möchte ich dir sagen, wie mutig ich es finde, dass du so offen über deine Erkrankung sprichst. Hut ab! Das ist sicherlich nicht so leicht gefallen, wie es sich liest. Und leider ist man trotz mehr öffentlicher Aufklärung immer noch gleich stigmatisiert. Es scheint, du hast deinen Weg gefunden, damit umzugehen. Das ist toll und bewundernswert! :knuddel: :bussi:

Zum Thema: ich finde unser Hobby wunderbar, aber für einen kleinen Geldbeutel ist es definitiv nicht! Mit der Zeit lernt man hier viele liebe Menschen kennen, tauscht sich auch mal per PN oder (pre Corona) auch privat aus. Wie Lilli schon schrieb: Stammtischtreffen und dann wird alles auf den Tisch gelegt, was man tauschen oder abgeben möchte. :shopping2:

Ich persönlich komme nach zwei Jahren Rührküche zu dem Schluss, dass es am Anfang sicherlich teurer ist sich Rohstoffe und ein gewisses Starterset zuzulegen. Man ist schier erschlagen von all den angepriesenen Wundermitteln und neigt dazu, in größeren Gebinden zu kaufen, weil es vermeintlich Geld spart. Ich würde mittlerweile eher kleine Mengen kaufen, weil auch heute noch Emulgatoren oder Wirkstoffe aus meiner Anfangszeit in den Kisten lagern, die ich weder mag noch sie vertrage.
Viel Einlesen hilft zwar, aber ich bin eher Praktiker. Ich muss ausprobieren. Lesen allein reicht mir nicht und ist - wegen Hasenhirn - nicht so nachhaltig wie eine völlig in die Hose gegangene Creme oder eine, die perfekt funktioniert. :pfeifen:

Gutscheine von Freunden helfen sicherlich auch beim Sparen. Oder das E-Book von Heike - auch das könntest du dir schenken lassen. Das ist für den Anfang wirklich hilfreich und erschwinglicher, als die Bücher (vielleicht kann dir jemand auch ein Exemplar leihen). Ich sammle z.B. alle Braunglasflaschen, Cremetiegel, Duschgelflaschen für meine eigenen Produkte. Das spart ebenfalls ein bisschen Geld, zumal ich außer dekorativer Kosmetik nichts mehr zukaufen muss. Letztendlich rechnet es sich dann irgendwann doch. Du musst nur die Anfangszeit überstehen. :rosefuerdich:


Alles Liebe, Katja
"Ich habe mich nicht veirrrt, [...] ich bin nur richtungsmäßig herausgefordert"
Lords und Ladies - Terry Pratchett

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Helga
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Re: Geld sparen beim Rühren

Beitrag von Helga »

Mirakel hat geschrieben:
20. April 2021, 06:29
I got ist now! Danke Helga :bussi: Alles klar!
Hast du dann für den Winter komplett andere Öle oder nur einzelne andere Komponenten, die du austauschst?
Nur einzelne Komponenten, da ich die Wirkstofföle auch im Winter nur nachts verwende, z. B. Phytosterole höher einsetzen klick :-)
Liebe Grüße und noch einen schönen Tag :-)

Helga


Mirakel
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Re: Geld sparen beim Rühren

Beitrag von Mirakel »

Dankeschön Helga :daisy:
Was für Schätze sich auch auf der Website befinden.... :love:
Herzliche Grüsse,
Julia
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Ulrike
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Re: Geld sparen beim Rühren

Beitrag von Ulrike »

Ich möchte noch einen weiteren Aspekt/einen anderen Blickwinkel hier formulieren.

Nach welchen Kriteren habe ich früher meine Kosmetikprodukte gekauft, oder nach welchen Kriterien würde ich heute kaufen?

Ich hatte mir einmal versuchsweise eine Augencreme gekauft. 5 ml für 15 Euro. Und? Ich konnte keine besondere Wirkung entdecken. Sie war ok - mehr aber auch nicht. Ich habe sie nie wieder gekauft, denn bei Kaufprodukten (Kosmetik!) neige ich dazu, zu sehr auf den Preis zu schauen. Ein solchen Produkt in den Einkaufswagen zu legen, fällt mir schwer. Ich habe wenig und preiswert (billig?) gekauft.

Heute rühre ich eine Creme (auch für die Augenpartie), die rund 7-8 Euro kosten würde - für 100 ml! Wir haben die Diskussion schon an anderer Stelle geführt. Die guten Wirkstoffe in meiner selbst hergestellten Creme sind weitaus höher dosiert, als in den Kaufcremes. Sie ist sozusagen ein Spitzenprodukt.

Meine jährlichen Ausgaben für Rührzutaten (ohne Tiegel und Co.) belaufen sich auf rund 120-180 Euro. Airlessspender, Pumpen und Co. rechne ich extra, denn hier könnte ich sparen, indem ich eine reine Mehrweglösung nehme. Im Gegenzug spare ich Duschgele, Seifen und Creme aller Art. Sogar das eine oder andere Medikament (bei Sonnenbrand, kleinen Verletzungen oder Erkältungen) wird nicht mehr gekauft. Und jetzt kommt es: Wir dürfen nicht Äpfel mit Birnen vergleichen! Das Duschgel, welches ich im Supermarkt kaufe (0,50 Euro für 100 ml oder weniger) ist nicht vergleichbar mit unseren Produkten. Schon eher die Produkte von Weleda, welches ich exemplarisch hier nenne, mit Kosten von 2,63 Euro für 100 ml.

Was bedeutet das für meinen Geldbeutel? Ja, ich gebe heute mehr Geld für Kosmetik aus, als früher, denn ich verwende nur hochwertige Produkte und lebe eine Hobby, welches mich sehr ausfüllt. Auch die Seele will gepflegt werden. Aber ich spare auch Geld, denn wenn ich mir die Produkte, die ich heute rühre, in halbwegs vergleichbarer Qualität als Fertigprodukt kaufen würde, müsste ich ein mehrfaches an Geld aufwenden.

Ulrike
Ein Kaktus ist nichts anderes, als eine sehr gut bewaffnete Gurke!


Coco
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Re: Geld sparen beim Rühren

Beitrag von Coco »

Ich kann so ziemlich alles aus den vorangehenden Beiträgen bestätigen :)
Für mich war tatsächlich meine Excel-Tabelle mit dem Verbrauch der Rohstoffe ein sehr guter „Sparfaktor“. Ich habe dadurch die Häufigkeit von Bestellungen deutlich reduzieren können. Ich habe nach einem Jahr geschaut, wie viel ich wovon gebraucht habe und dann die passenden Mengen für die nächsten 12 Monate bestellt. Das haut nicht zu 100% hin, aber ich musste nach zwei Großbestellungen im Sommer tatsächlich erst im Februar was nachbestellen, das ich vergessen hatte. Und ich habe das „Rührvolumen“ nicht reduziert :)
Viele Grüße, Coco


(Hat den Thread eröffnet)
Steffi
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Re: Geld sparen beim Rühren

Beitrag von Steffi »

Oh je, ich seh gerade, ich hab euch nicht geantwortet :popohauen: ich war so gerührt, dass es mir schwer fiel, was zu schreiben, weil ihr mich bisschen sprachlos gemacht habt. Vielen lieben Dank für eure sehr lieben Off-Topic-Nachrichten! Ich habe inzwischen auch gemerkt, dass dieses Forum extrem lieb ist :) hin und wieder fühle ich mich immer noch bisschen unsicher, aber es ist schon viel besser geworden :)

Vielen lieben Dank auch für die On-Topic-Nachrichten, also eure hilfreichen Tipps :) ich habe mir jetzt auch eine Tabelle erstellt, in der ich diverse Sachen berechnen lasse, z.B. die Kosten meiner Rezepte. Ich hab auch noch anderes umgesetzt. Und ich merke auch, dass die finanzielle Belastung bei mir nachlässt, wie ihr es schon korrekt vorhergesagt habt.


Mir ist noch bisschen was eingefallen:

Es ist, auch wenn es schwer fällt (und da sollte ich einen strengen Blick auf mich werfen) besser, als Anfänger nicht gleich mit einer komplizierten Emulsion für ein ungewöhnliches Hautproblem anzufangen (auch wenn das vielleicht mein Hauptproblem ist), sondern erstmal mit etwas einfacherem wie einer Lippenpflege ohne Wasserphase, auch wenn das gerade nicht mein Hauptproblem ist. Denn wenn man gleich mit etwas schwierigem anfängt, sind Misserfolge (also Verschwendung von Rohstoffen und damit von Geld) vorprogrammiert.

Dann hab ich (noch ein strenger Blick in den Spiegel) festgestellt, dass ich nicht "mal schnell noch kurz ... rühren sollte", sondern dass ich es in Ruhe machen sollte. Mir ist neulich z.B. wegen sowas etwas zu heiß geworden, und das durfte ich dann entsorgen, war auch Geldverschwendung. Außerdem tut mir das Rühren gut und ich möchte es in Ruhe genießen :) unabhängig vom Geld.

Außerdem hab ich noch festgestellt, dass man sich gut überlegen sollte, wie man Rohstoffe lagert. Man bekommt ja viele pulverförmige Rohstoffe in kleinen Plastiktütchen. Gefäße zum umfüllen kaufen kostet natürlich Geld. Aber mir hat sich neulich ein Tütchen in meiner Schublade wo verhakt, es ist aufgerissen, und ich hatte eine riesige Sauerei und mehrere Euro los. Natürlich sind Gefäße auch erstmal eine Investion, aber wenn man wiederverwendbare kauft, könnte es sich langfristig lohnen, es zu tun und umzufüllen.

Dann, was mir als Mensch mit zahlreichen Erkrankungen sehr am Herzen liegt: in manchen "normalen" Kosmetikprodukten sind gesundheitsschädliche Stoffe drin. Unsere Produkte sind zwar nicht günstig, aber dafür sind sie viel gesundheitsfreundlicher. Gesundheit ist enorm kostbar, und deswegen sollte es einem (falls die finanzielle Situation es irgendwie erlaubt) es wert sein, schon allein aus diesem Grund in unsere Kosmetik Geld zu investieren :) Das ist zwar nicht direkt ein Spartipp, aber ein Tipp, wieso Sparen nicht immer die beste Wahl ist ;)
Herzliche Grüße, Steffi


mjoelle
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Re: Geld sparen beim Rühren

Beitrag von mjoelle »

Hallo Steffi,

zum Thema Gefäße: Manche Shops liefern ihre Produkte auch in schönen, wiederverwendbaren Gefäßen. Aliacura verwendet beispielsweise sehr dicht schließende (wasserdichte) Dosen. Das mit der Wasserdichtigkeit habe ich letztens versehentlich ausprobiert - war dicht. Die Dosen kenne ich auch aus einem anderen shop, bei dem ich mir mal einige mitbestellt habe:
klick

Ach ja, noch was fällt mir eben ein. Hat zwar nichts mit Geld sparen zu tun, dafür aber mit Zeit sparen und Nerven schonen: ich klebe auf alle Deckel Etiketten, auf die ich den Namen (oder zumindest den Beginn des Namens) und das MHD notiere. So finde ich das jeweilige Stöffchen viel schneller und habe auch das MHD gleich im Blick. In meiner Inventarliste steht zwar auch das MHD, aber da schaue ich nicht so häufig rein.
Zuletzt geändert von Helga am 12. Mai 2021, 22:52, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Link versteckt
Viele Grüße

mjoelle


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Re: Geld sparen beim Rühren

Beitrag von Ruehrschnecke »

Gotti hat geschrieben:
18. April 2021, 19:19
Vielen Dank für den Tip mit den Probiergrößen! Das ist ja mal klasse :superirre:
Aber ob mir das beim Sparen wirklich hilft oder eher zum Ausprobieren von noch mehr Rohstoffen verleitet :sabber:
Gotti, mir geht's genauso :huhu:
Ich muss zugeben, ich habe wahrscheinlich auch zu viel hier.

Der Tipp mit behawe ist spitze, kannte ich noch gar nicht, ein Danke auch von mir!
Direkt mal gelünkert, ich seh mich schon wieder :shopping1:
Mit kleinen Gebinden zum testen lässt sich Einiges sparen!

Liebe Grüße,
Vanessa
Nicht reden - machen!

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lavendelhexe
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Re: Geld sparen beim Rühren

Beitrag von lavendelhexe »

Steffi hat geschrieben:
11. Mai 2021, 20:51

Außerdem hab ich noch festgestellt, dass man sich gut überlegen sollte, wie man Rohstoffe lagert. Man bekommt ja viele pulverförmige Rohstoffe in kleinen Plastiktütchen. Gefäße zum umfüllen kaufen kostet natürlich Geld.
Da ich alles in dunklen Schränken lagere, fülle ich ganz preiswert in alte Marmeladengläser u.ä. um. Bzw. lagere teilweise die Tütchen in solchen Gläsern. Beschriften ist wichtig, wie mjoelle ja schon schrieb. :)
Liebe Grüßlis,
Lavendelhexe

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Kenny
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Re: Geld sparen beim Rühren

Beitrag von Kenny »

Steffi hat geschrieben:
11. Mai 2021, 20:51
[...]Denn wenn man gleich mit etwas schwierigem anfängt, sind Misserfolge (also Verschwendung von Rohstoffen und damit von Geld) vorprogrammiert.
Bei mir nicht nur Rohstoffe und Geld, sondern auch Frustration. Ich glaube viele Rühranfänger*innen haben direkt eine große Palette an Produkten vor Augen und kaum findet man einen tollen Wirkstoff, liest man schon vom Nächsten. Ich musste lernen immer wieder einen Schritt zurückzugehen, sodass mir mein Hobby auch noch lange erhalten bleibt und Spaß macht. Und ich unterschätze nicht mehr die Bedeutung von “Erfolgserlebnissen” beim Rühren, sprich lieber mal wieder etwas Einfacheres mit Gelinggarantie rühren und sich über das Ergebnis freuen :rosenbett:
Steffi hat geschrieben:
11. Mai 2021, 20:51
Dann hab ich (noch ein strenger Blick in den Spiegel) festgestellt, dass ich nicht "mal schnell noch kurz ... rühren sollte", sondern dass ich es in Ruhe machen sollte.
Mir geht es da ähnlich. Das Rühren hat für mich etwas Meditatives und ich muss dabei Ruhe und Konzentration haben. Durch Hektik und schnell, schnell, schnell passieren nur wieder Fehler, die eben Frustration schaffen. Ich erinnere mich noch gerne daran, dass ich 20 Minuten mein Siligel im Wasser habe quellen lassen und nicht das Phospholipon :lach:
Steffi hat geschrieben:
11. Mai 2021, 20:51
Außerdem hab ich noch festgestellt, dass man sich gut überlegen sollte, wie man Rohstoffe lagert.
Ich lagere meine Rohstoffe in einem Schubladensystem in meinem
Schlafzimmer (gab es mal günstig bei Aldi im Angebot). Die Pulver lasse ich alle in den Tütchen und die habe ich wiederum in Tupperboxen drin :-)
To err is human, to purr is feline.

Robert Byrne


Trilody
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Re: Geld sparen beim Rühren

Beitrag von Trilody »

Mir fallen da noch 3 Aspekte ein:
Das Mindesthaltbarkeitsdatum ist ja nicht automatisch das Verfallsdatum. Viele Produkte sind noch deutlich länger verwendbar, vor allem wenn man sie im Kühlschrank aufbewahrt. Und es gibt Produkte, die verfallen praktisch gar nicht, selbst wenn da ein MHD drauf steht.
In neue Pflanzenöle gebe ich immer als erstes Vitamin E dazu (ausser in die ganz stabilen Öle). So kann man das Ranzigwerden etwas hinausschieben.
Ich schreibe mir jedesmal genau auf, wenn etwas nicht funktioniert hat, damit ich den Fehler nicht wiederhole. Umgekehrt schreibe ich mir auch auf, wenn etwas besonders gut funktioniert. Bei jedem einzelnen Rezept.

@Steffi: was du über deine psychischen Probleme beschreibst, kenne ich auch aus gewissen Phasen meines Lebens. Ich habe Konzentrationsschwierigkeiten und vergesse Dinge. Daher habe ich mir angewöhnt, alles penibel zu dokumentieren und Routinen einzuhalten.

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MagnoliaMike
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Re: Geld sparen beim Rühren

Beitrag von MagnoliaMike »

Huhu Rührgemeinde!

Wow, wie die Zeit verfliegt. Ich hatte vor, hier zu kommentieren und nun sind schon fünf Monate verflogen. Puff! :respekt:
Unter dem Aspekt des Sparens betrachtet, ist es zwar einigermassen luxuriös, sich viele Rohstoffe zu besorgen (ich kann ja nicht anders :winken:) - und doch spare ich einiges an Geld bei Kaufkosmetik.
Allein dadurch, dass ich keine Deos mehr kaufe, spare ich z.B. gute 30.-€ im Jahr. Die Rohstoffe dafür kosten geschätzte 7.-€.

Meine zuletzt gerührte Gesichtspflege mit Q10 habe ich mal interessehalber ausgerechnet und war doch etwas erstaunt, dass alleine die Rohstoffe 5€ für 50 ml gekostet haben. Wenn ich nun überlege, was eine Gesichtscreme im Laden kostet, die ungefähr vergleichbar wäre, rechne ich mit etwa 15.-€. Selberrühren ist unterm Strich also schon günstiger, wenn man die Zeit dazu hat.

Der finanzielle Aspekt allein :kleeblatt: sollte aber nicht das Wichtigste sein, wie ich finde. Ich habe große Freude daran, dass ich selbst dazu in der Lage bin, mir Kosmetik herzustellen und dass sogar hinbekomme! :yeah:
Und ich weiß halt gern auch, was drin ist in den Tiegeln und Tuben. :monsieur:
Liebe Grüße, Michael.

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