Test-Emulsionen: so einfach wie möglich (?)

In diesem Unterforum erörtern wir Themen rund um die Entwicklung, Herstellung und Optimierung von Hautpflegeprodukten (inklusive Fehlersuche).

Moderator: Helga

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BananaBee
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Re: Test-Emulsionen: so einfach wie möglich (?)

Ungelesener Beitrag von BananaBee »

Sonnenkind, ja da nimmt sie aber wieder Ester de Sucre als 2. Emulgator ;) .

Ich habe nun 2% genommen und es hat gut geklappt, ist natürlich flüssig wie plörre aber das wusste ich ja.
Erfahrungen folgen, sobald welche vorhanden sind :D .

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sonnenkind
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Re: Test-Emulsionen: so einfach wie möglich (?)

Ungelesener Beitrag von sonnenkind »

Ups Sarah , da hast Recht ............. ich würde es so versuchen 2 % Bergamuls und 1 % Phospholipon rein, das klappt bei mir meistens :) (das Sucre dann weglasssen )
Lieben Gruß Sonnenkind

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BananaBee
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Re: Test-Emulsionen: so einfach wie möglich (?)

Ungelesener Beitrag von BananaBee »

Ich mache ja Testemulsionen mit nur 1 Emulgator ;) .

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Petunie
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Re: Test-Emulsionen: so einfach wie möglich (?)

Ungelesener Beitrag von Petunie »

Rya hat geschrieben:
BananaBee hat geschrieben:Ich werde es auf jeden Fall mit 1% Pfeilwurzelstärke probieren! In meinem letzten Versuch hatte ich 0,5% Silica mit drin und das war unglaublich stoppend, ganz fies. Ich dachte dann noch an Seidenpuder als weitere Option.
Kaolin könntest du auch noch testen.
Oder Zinkoxyd oder ZinkPCA - mattiert auch sehr

Habe Phospho eigentlich auch noch nie solo ausprobiert .... :popcorn: bin ja auf deinen Bericht gespannt.
Ein herzliches Lächeln ist das schönste Make-up.....

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Helga
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Re: Test-Emulsionen: so einfach wie möglich (?)

Ungelesener Beitrag von Helga »

Helga hat geschrieben: Sarah, ich konnte auch erst vor kurzem mein Fluid optimieren und zwar
hat Heike in einem Beitrag sinngemäß gepostet (wo habe ich den Link nur?)
dass man Einfluss nehmen kann:
- Öle mit wenig Anteil an Stearinen (gesättigte Fettsäuren)
- Butter reduzieren, ich nehme nur mehr höchstens 10% von der Fettphase
- eventuell Fettphase etwas reduzieren
(irgend etwas war noch, ich versuche die Original-Aussage im Beitrag zu finden)
Ich glaube mittlerweile, es war kein Beitrag hier im Forum von Heike, sondern ich habe es auf Olionatura gelesen :)
(zumindest ist es sehr ähnlich) und habe nachstehend herüber kopiert:


Auszug aus Die individuelle Pflege finden
Oft ist es jedoch anders. Spannt Ihre Haut z. B. kurz nach dem Auftragen? Das wäre ein Hinweis darauf, dass das Emulsionssystem zu viel Wasser festhält. Hier könnte ein möglicher Weg sein, auf Fettalkohole zu verzichten, eventuell 1 % Lysolecithin zu ergänzen, insgesamt weniger Emulgator zu nehmen (das heißt letztendlich: Akzeptieren Sie fluidere Texturen; auch eine Gesichtslotion kann der Haut alles geben, was sie braucht – leider sind es die konsistenzgebenden Fettalkohole und Wachsester, die einer wasserbetonten Emulsion vorrangig »Körper« geben).

Schwitzen Sie unter der Emulsion? Haben Sie das Gefühl, ihre Haut kann nicht atmen? Dann ist eventuell der Grad der Okklusion in Ihrer Emulsion zu hoch. Hier gilt es, die Höhe der Fettphase und die Fettkomponenten zu prüfen. Reduzieren Sie z. B. Wachse, Anteile an hydrierten Lecithinen, hohe Emulgator- und Butteranteile, lassen Sie Cetylalkohol & Co aus der Rezeptur heraus, verzichten Sie auf höherdosierte Phytosterole und Ceramide. Auch eine höhere Wasserphase (bitte erst in der nächsten Charge!) kann schnell Abhilfe bringen – bis dahin tragen Sie Ihre Emulsion am besten sparsam auf feuchter Haut auf.

Sie mögen Ihr leichtes Gesichtsfluid, es fühlt sich in den ersten Stunden wunderbar feucht an, aber dann fehlt es an Schutz? Ersetzen Sie 1 % eines Öls durch die Barriereschutzbasis oder 2 % eines Öls durch Avocadin®, um den Grad der Okklusion leicht zu erhöhen – Sie sollten schnell Linderung spüren. Eine provisorische, schnelle Lösung wäre das Hinzufügen von etwas Öl oder Butter zur Emulsion, in der Handfläche vermischt – und die nächste Charge rühren Sie nach einer angepassten Rezeptur.

Sie sind an sich völlig zufrieden, aber Sie entdecken kleinere Unterlagerungen, die Sie sich nicht erklären können? Hier ist eventuell der Grad der Okklusion für Ihren Hautzustand bereits zu hoch. Wählen Sie z. B. ein Emulsionssystem auf Grundlage der Phospholipidbasis oder ein leichtes Fluid mit Emulprot® und Emulmetik® 320. Alternativ kann es als Provisorium reichen, 1–2 % Lipodermin in das fertige Produkt zu ergänzen, es aufzubrauchen und die nächste Charge entsprechend geändert herzustellen. Vor allem Fettalkohole und zu hohe Fettphasen führen schnell zu Unterlagerungen.
Liebe Grüße und noch einen schönen Tag :-)

Helga

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BananaBee
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Re: Test-Emulsionen: so einfach wie möglich (?)

Ungelesener Beitrag von BananaBee »

Also ich habe bisher 2 Tests gemacht und kann leider nicht weiter testen, da meine Haut streikt. Ich kam bisher immer mit meinem 20% FP HDG Gel zurecht, nun jedoch fing meine Haut an stark zu spannen und war gerötet, fühlte sich trocken an. Daher musste ich notgedrungen eine Rettungscreme machen, die ich nun täglich verwende mit 30% FP und vielen Barriereschützern wie die BSB, Avocadin, Lanolin und Sheabutter.
Könnt ihr euch vorstellen, dass dieser Hautstress einfach durch die trockene Heizungsluft kommt? So etwas krasses hatte ich bisher noch nie. Ich vertrage mein altes HDG überhaupt nicht mehr, es spannt sofort.

Nun die Ergebnisse der bisherigen Testreihe:

Phospholipon
Alle Angaben in Prozent
100% = 100 g
FP/WP: 20/80

A - quellen
71 Wasser
2 Phospholipon

B
3 Glycerin
2 Sodium PCA
1 Natriumlactat fest

C
4 Sheabutter
16 Mandelöl

D
0,5 Rokonsal
0,5 MS

Ergebnis:
-bleibt beim Emulgieren flüssig, auch danach (29°C) noch flüssig wie Milch
-Gutes Auftrageverhalten, lässt sich gut verteilen, sehr flüssige Creme
-In den ersten Minuten eher schützend, eine Schicht ist spürbar
- Kein Glanz
- Zieht nach wenigen Minuten jedoch komplett ein, Haut fühlt sich zufrieden an
- nach 20 min leichte Trockenheit
-Gelbildner notwendig

Bergamuls
Alle Angaben in Prozent
100% = 100 g
FP/WP: 20/80

A
69 Wasser
3 Glycerin
2 Sodium PCA
1 Natriumlactat fest

B
4 Sheabutter
16 Mandelöl
4 Bergamuls

C
0,5 Rokonsal
0,5 MS

Ergebnis:
- WP in FP, >70°C, 2000 rpm, 4 min
- hat schnell Konsistenz beim Emulgieren
- dicke gelige, kaum fließbare Creme
- fast weiß, leichter Gelbstich, wirkt matt
- beim ersten Auftragen eher aufliegend, Haut glänzt
- nach wenigen Minuten nimmt Glanz ab, an de Nase jedoch nicht
- nach 5 min spannt Haut, Trockenheit

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