Panthenol-Creme

In diesem Unterforum erörtern wir Themen rund um die Entwicklung, Herstellung und Optimierung von Hautpflegeprodukten (inklusive Fehlersuche).

Moderator: Helga

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fortunella
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Panthenol-Creme

Ungelesener Beitrag von fortunella »

Die altbekannte Creme mit den Sechsecken aus der Apotheke möchte ich nicht mehr kaufen, das kann ich doch selbst, habe ich mir gedacht. Die Rezepte, die man im Netz so findet, erscheinen mir aber alle zu salbig, zu bienenwachs- oder cetylalkohllastig...ich möchte etwas "Leichteres", was bitteschön auch sehr gut einziehen soll. Und so habe ich mir, basierend auf der Rahmenrezeptur von Heike für Lanolin/WWA, den folgenden Rezeptentwurf ausgetüftelt:

Panthenol-Creme für kleine Wunden
Fph./Wph. 60/40

für 100 g d.h. g=%

18 g Calendula-Mazerat auf Basis von Olivenöl
07 g Nachtkerzenöl (nachher in der handwarmen Creme zuzugeben)
04 g Barriereschutz-Basis
04 g Johanniskraut-Mazerat
01 g Sanddornfruchtfleischöl (nachher in der handwarmen Creme zuzugeben)

04 g Lanolin
04 g Wollwachs-Alkohol
04 g Bienenwachs
14 g Sheabutter

22 g Wasser oder Hydrolat

02 g Lipodermin, darin verkapselt
05 g Panthenol
01 g Bisabolol
03 g Calendula-Extrakt 70%ig
02 g Da Zao-Extrakt
04 g Glycerin

10 gtt. ÄÖ Immortelle

1,0g Rokonsal
Milchsäure q.s. zur pH-Einstellung um 5,4

Die Pflanzenöle würde ich, soweit möglich, handwarm oder kalt einarbeiten, damit die Inhaltsstoffe nicht durch die Hitze leiden. BSB zusammen mit Lanolin, WWA , Bienenwachs und Shea aufschmelzen, und vorsichtig mit tröpfchenweise Wasserzugabe aufemulgieren.

Was haltet ihr davon?

Tante Edit meinte noch, daß 5% Panthenol schon vollkommen ausreichend sind...habe dies nochmal geändert :)
Liebe Grüße, fortunella

"Do what you can, with what you've got, where you are." - Theodore Roosevelt.

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Rya
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Re: Panthenol-Creme

Ungelesener Beitrag von Rya »

Ich habe erst letztens diverse Seiten durchstöbert, dabei habe ich die ein oder andere Info "erhaschen" können. Fiel mir jetzt gerade ein, als ich las, du willst Bisabolol in Lipo verkapseln. Schau mal hier Bisabolol & Lipodermin
Süße Grüße

-Rya-

becksgold
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Re: Panthenol-Creme

Ungelesener Beitrag von becksgold »

oh schön, so eine Wundcreme hatte ich schon länger im Blick, nur leider keine Zeit, Ideen umzusetzen.

Konstruktives kann ich nicht dazu beitragen. Konservierst du die Creme noch extra? ich hatte mit der Idee gespielt, vllt. 50-100g davon herzustellen und in kleinen Packungen (Tuben, Kruken?) abzufüllen und einzufrieren.
liebe Grüße
Rebecca

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fortunella
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Re: Panthenol-Creme

Ungelesener Beitrag von fortunella »

Ja, konserviert ist die Creme. Ich habe ja 1% Rokonsal mit drin und außerdem die alkoholischen Extrakte. Ich werde erst einmal 50 g der Creme herstellen um sie zu testen, und in kleine Tuben a 10 ml abfüllen. Das, was ich gerade nicht brauche, friere ich sehr gerne ein.

Danke, Rya, deinen Link mit dem Bisabolol habe ich mal nachgelesen. Ab und zu hatte ich schon Bisabolol mit Lipodermin verkapselt, das war zwar immer in (fast) wasserfreien Formulierungen, wurde bisher problemlos vertragen. Da ja noch andere Substanzen verkapselt werden, ist der Anteil wohl auch ziemlich gering.
Da ich hier eine W/O-Emulsion mit 60% Fettphase machen will, bin ich auf etwas Schmiererei und "Salbigkeit" durchaus gefaßt, das stört mich also nicht so sehr. Ich wollte halt nicht nur das blanke Fett.

Was mir im Moment noch mehr Kopfzerbrechen macht, ist das Propylenglycol im DaZao-Extrakt...und in einem Rezept, das ich ebenfalls als Anregung mitgenommen hatte (das "Heilegänschen" von Marit) sind ebenfalls 5% Propylenglycol enthalten.

Ähm, ist das nicht eigentlich ein Frostschutzmittel?
Was hat es mit genau mit dem irritativen Potential auf sich, was hier im Forum bei der Stichwortsuche immer wieder erwähnt ist? Einige mögen es ja überhaupt nicht...ist das wirklich so ein übles Zeug? Warum genau?

Katrin62

Re: Panthenol-Creme

Ungelesener Beitrag von Katrin62 »

Hallo Fortunella,

die Creme hört sich toll an.

ich bin keine Expertin, aber Propylenglycol sollte man wohl eher meiden, wenn man Naturkosmetik im engen Sinne herstellen möchte. Ich würde auf das Extrakt notfalls lieber verzichten. Deine Ringelblumenkombi gefällt mir besonders!

Ich bin gespannt, wie Deine Creme wird, viel Erfolg!

Liebe Grüße,
Katrin

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fortunella
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Re: Panthenol-Creme

Ungelesener Beitrag von fortunella »

Katrin62 hat geschrieben:Deine Ringelblumenkombi gefällt mir besonders!
:) Ich mag es sehr gerne, wenn eine Pflanze so "komplett" wie möglich in meiner Rezeptur auftaucht.
Gerne berichte ich nachher, wie die Creme geworden ist, ob sie etwas taugt (das muß sich ja erst noch zeigen).
Katrin62 hat geschrieben:Ich würde auf das Extrakt notfalls lieber verzichten.
Ja, nach meinem Gefühl macht sich das Extrakt vielleicht doch in einer Bodylotion oder Handcreme besser als nun ausgerechnet in der Wund- und Heilcreme...einfach so wegwerfen mag ich es nicht.

Vielleicht kann auch doch noch jemand etwas zum Propylenglycol etwas Erhellendes sagen, was nun genau die "Risiken und Nebenwirkungen" sein könnten?

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rührila san
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Re: Panthenol-Creme

Ungelesener Beitrag von rührila san »

Schau mal was ich darüber gefunden habe hier
und hier
"Es gibt nur falsch auf die Hautsituation angepasste Rezepturen und Herstellungsverfahren, keine falschen Rohstoffe" (Heike Käser)
Liebe Grüße Laura

becksgold
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Re: Panthenol-Creme

Ungelesener Beitrag von becksgold »

ooops, das Rokonsal hab ich überlesen. ich hatte zunächst überlegt, bis auf etwas Alkohol ganz auf Konservierungsstoffe zu verzichten und eben Mini-Mengen zu rühren, aber ich glaube, mit ist doch irgendwie besser.

hört sich auf jeden Fall schon mal sehr rund an :) ich bin gespannt auf die Ergebnisse!
liebe Grüße
Rebecca

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pflanzenölscheich
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Re: Panthenol-Creme

Ungelesener Beitrag von pflanzenölscheich »

Propylenglykol (1,2-Propandiol) ist strukturell mit dem Glycerol (1,2,3-Propantriol) verwandt, doch fehlt ihm eine der randständigen OH-Gruppen. Daher ist es im Gegensatz zu Glycerol nur ein zweiwertiger Alkohol. Über sein Hautreizungspotenzial gibt es unterschiedliche Aussagen, und es scheint außerdem von der jeweiligen Dosierung abhängig zu sein. Die maximal zwei Prozent Propylenglykol aus dem Da Zao-Extrakt (Was kann Da Zao?)) werden sich aber bestimmt nicht gravierend auswirken.

Dieses Rezept sagt es durch die Ringelblume. :kicher: Davon hast Du reichlich eingeplant. Was mir gerade auffällt:
02 g Lipodermin, darin verkapselt
05 g Panthenol
Ich denke, dass es hier ein Materialdefizit geben wird, als wolltest Du zehn Quadratmeter Wand mit fünf Quadratmetern Tapete auskleiden. In der Lipoderminmasse sind 64% Wasser enthalten, worin sich das Panthenol lösen könnte, wenn es verkapselt wird. Es ist schwierig einzuschätzen, aber ich vermute, dass es hier für eine Umhüllung und damit Verkapselung vielleicht zu wenig sein könnte. Als reinen Penetrationsverstärker hast Du das Phosphatidylcholin natürlich trotzdem dabei.

Übrigens wird die Sache wahrscheinlich sehr abdichtend werden - vier Prozent Bienenwachs, ebenso viel WWA und außerdem noch Lanolin, eine äußerst zünftige Dosierung der Barriereschutzbasis (abermals Sterole und :!: 3er-Ceramide) und dann auch noch knapp sechs Prozent Stearinsäure rein aus Sheabutter... na servus, wenn Du eigentlich etwas Leichteres wolltest.

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pflanzenölscheich
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Re: Panthenol-Creme

Ungelesener Beitrag von pflanzenölscheich »

Ich werde ein bisschen darüber nachdenken, aber mir scheinen nicht alle Funktionen einer Wundsalbe in Deinem Rezept enthalten. Wenn ich vorab eine kleine Gedankensammlung mache, dann soll eine Wundsalbe:
1) desinfizieren
2) den Verwundungsschmerz lindern (durch möglichst rasche Überwindung des anfänglichen Entzündungsstadiums, dies wiederum durch Desinfektion und, wenn nötig, aktive Entzündungshemmung)
3) bei tieferen Wunden zuerst die Proliferation fördern
4) bei (nur mehr) oberflächlichen Wunden die Epithelisierung fördern

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fortunella
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Re: Panthenol-Creme

Ungelesener Beitrag von fortunella »

Danke für die Hinweise, und die Info über das Propylenglycol Pflösch! Inzwischen habe ich auch einmal recherchiert und diese Seite hier gefunden Propylenglycol. Da stehen die von dir gefundenen Studien zur oralen Einnahme und Inhalation übrigens auch noch mit drin, rührila-san! Danke dir!

Das läßt mich vermuten, daß die Kombination Lipodermin und Propylenglycol praktisch einen "doppelten" Enhancer darstellt.
D.h. daß ich doch damit potentiell irritative Stoffe auch noch extra tief in die Haut einschleuse, und die Hautbarriere darüber hinaus auch noch ewig offen bleibt, oder? Ich bin nicht sicher, ob ich das möchte...vielleicht lasse ich das Da Zao einfach weg und nehme statt dessen einfach 2-3 % Glycerin. Hydratisierer soll auf jeden Fall mit hinein.

Hier ist übrigens noch ein Link zu dem Da Zao, ich habe es zwar noch nicht ausprobiert, hoffte aber damit den Aspekt "antientzündlich" mit bedienen zu können.
pflanzenölscheich hat geschrieben:Ich werde ein bisschen darüber nachdenken, aber mir scheinen nicht alle Funktionen einer Wundsalbe in Deinem Rezept enthalten.
Meine Zielsetzung, was ich mit der Salbe (ja, eine Salbe soll es schon noch werden, nur halt keine wasserfreie!) erreichen möchte, ist folgende:
pflanzenölscheich hat geschrieben:Wenn ich vorab eine kleine Gedankensammlung mache, dann soll eine Wundsalbe:
1) desinfizieren
pflanzenölscheich hat geschrieben:3) bei tieferen Wunden zuerst die Proliferation fördern
Desinfektion erreiche ich ggf. durch eine Jodsalbe. Auf tiefen, offenen Wunden soll die Panthenolsalbe gar nicht zum Einsatz kommen, da muß erstmal Luft dran, damit sich Schorf bilden kann.
Meine Heilsalbe soll im wesentlichen hauchdünn auf den bereits gebildeten Wundschorf aufgetragen werden, diesen geschmeidig halten und klar- natürlich die Wundheilung beschleunigen. Die Funktion der Entzündungshemmung sollte durch den Einsatz der Ringelblumen-Auszüge und des Da Zao-Extrakts erfüllt werden. Außerdem ist ja auch noch Bisabolol mit an Bord.
Bei der Neubildung von intakter Haut sollen dann Panthenol und die III-er Ceramide helfen, zusammen mit den Ölen und dem Lipodermin. Und ja, Lecithin wollte ich auch unbedingt gerne mit dabei haben, du meinst also, die 2% Lipodermin sind zu wenig? Vielleicht noch ein bißchen mehr, oder etwas Reinlecithin mit dazu, dafür Lanolin reduzieren? :gruebel:

Die Sterol-/ Stearinsäurebombe, die ich mir als Vehikel für meine Wirkstoffe ausgesucht habe, ist im Vergleich zu den Referenz-Rezepten, die ich mir aus dem Netz gezogen habe, schon eine für mich optimierte Version (ich hatte hier z.B. erst ein Rezept aus 6% WWA, 14% Lanolin, 4% Bienenwachs und 20% Shea, kombiniert mit 16% Ölen und 2% BSB liegen, ein anderes war mit 6% Cetylalkohol und gar 5% Propylenglycol, zusammen mit 5% Glycerin, konzipiert- auch nicht so schön)
Ich habe mich dann kurzerhand an Heikes Rahmenrezeptur für Lanolin und Wollwachsalkohol orientiert und einfach die Barriereschutz-Basis mit angefügt. Im Grunde könnte ich Ceramid III auch solo zugeben, oder? Und Bienenwachs muß ich auch nicht unbedingt haben, aber etwas Konsistenzgeber brauche ich wohl schon noch, oder?
Oje, ich merke schon, es hat durchaus noch seine Gründe, warum ich mich an Rahmenrezepturen entlang hangele...bin halt doch noch "Lehrling" :-a

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pflanzenölscheich
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Re: Panthenol-Creme

Ungelesener Beitrag von pflanzenölscheich »

Ein Gedanke kam mir noch zur Haltbarkeit:

Wundsalben braucht man ja nicht jeden Tag, und diese hier ist aufgrund ihrer Zusammensetzung (Lanolin und WWA) eine W/O-Emulsion, die sich nicht zum Einfrieren eignet - und gleich hundert Gramm davon. So gerne ich selbst W/O-Emulsionen habe, so sehr muss ich aber hier im Sinne der besseren Aufbewahrung und dadurch längeren Haltbarkeit den Zweifel schüren, ob O/W vielleicht doch geeigneter wäre. Freilich wäre es dann nicht mehr so leicht, eine "klassische Salbe" zu erzeugen.

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fortunella
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Re: Panthenol-Creme

Ungelesener Beitrag von fortunella »

Stimmt, Pflösch, das Problem mit dem Einfrieren hatte ich nicht bedacht. Nun gut, zu Testzwecken werde ich auch nicht gleich 100 g rühren. Ich beziehe mich beim Aufschreiben von Rezepturen nur immer gerne auf 100, weil es sich damit glatter rechnen läßt (bin in der Hinsicht eher bequem :verlegen: )

Für den Anfang dachte ich so an 20-30 g, und wenn die Creme gut ist, muß ich mir in Hinsicht auf die Bevorratung noch etwas anderes einfallen lassen...mal schauen.
Falls mir die Creme nicht gefällt, probiere ich es vielleicht wirklich noch mal mit einer O/W Emulsion.

Für´s erste werde ich die BSB durch 2 % Ceramid III (anteilig, also 0,4%) ersetzen und 4% Lipodermin einplanen. Das Da Zao lasse ich jetzt definitiv weg.

Ich werde berichten. :-a Danke dir für die Denkanstöße!

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Petunie
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Re: Panthenol-Creme

Ungelesener Beitrag von Petunie »

Zufällig habe ich heute in Wabners Antibiogrammen gelesen..... zur "Desinfektion" würde da zu IMM sehr schön noch Lavendel und Geranie, oder Cistrose, oder Rose passen.
Wäre nur noch eine ergänzende Idee.
Ein herzliches Lächeln ist das schönste Make-up.....

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Re: Panthenol-Creme

Ungelesener Beitrag von fortunella »

Danke, Petunie, das ist eine gute Idee. Ich hab nur keine genaue Vorstellung, wie das Mischungsverhältnis aussehen könnte- vielleicht so: 5 Teile Immortelle, 3 Teile Lavendel, 2 Teile Geranium? Was meinst du?

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Re: Panthenol-Creme

Ungelesener Beitrag von Petunie »

Ich persönlich würde LAV mindestens zu gleichem Anteil wie IMM nehmen (vorzugsweise Wildlavendel oder manchmal wird er auch als Berglav bezeichnet = Wildsammlung aus höheren Lagen).
Liegt aber natürlich im eigenen Ermessen :)
Ger nur gering dosiert würde ich so lassen.
Ein herzliches Lächeln ist das schönste Make-up.....

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Re: Panthenol-Creme

Ungelesener Beitrag von fortunella »

Alles klar, dann kann´s ja jetzt losgehen! Danke! :mods:

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Re: Panthenol-Creme

Ungelesener Beitrag von pflanzenölscheich »

Petunie hat geschrieben:Zufällig habe ich heute in Wabners Antibiogrammen gelesen..... zur "Desinfektion" würde da zu IMM sehr schön noch Lavendel und Geranie, oder Cistrose, oder Rose passen.
Wäre nur noch eine ergänzende Idee.
Lavendel ist zur Hautregeneration bei Verletzungen überhaupt eine gute Idee - kann ich bestätigen. :ja:

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hexilein
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Re: Panthenol-Creme

Ungelesener Beitrag von hexilein »

Lt. Ruth von Braunschweig - Notfall-Mischung aus Cistrose, Immortelle und Lavendel zu gleichen Teilen (diese ÄÖ sind auch zur puren Anwendung geeignet).

Myorinah

Re: Panthenol-Creme

Ungelesener Beitrag von Myorinah »

Huhu, ich habe letztens für die entzündete Schürfwunde meines Stiefsohnes eine Salbe basteln dürfen und habe mich an diesem Rezept etwas entlang gehangelt. Leider nur gehangelt, da ich nicht alle Rohstoffe hier hatte. Ich kann nur sagen: blendender Erfolg!!! Montags war die Wunde entzündet, Wundbrand etc, Samstags war ALLES verheilt und man hat nichts mehr gesehen! also erst einmal vielen Dank für dieses tolle Rezept!

Jetzt habe ich natürlich (da ich=Schussel) nicht alles aufgeschrieben was ich benutzt habe, bzw. wieviel. Das die Salbe noch nicht ganz perfekt war, ist auf jedem Fall klar. Dennoch hätte ich Fragen, möchte Euch aber zuerst einmal meine benutzen Rohstoffe aufschreiben (hoffe, ich vergesse nichts):

Calendula Mazerat (auf Olivenöl Basis)
Nachtkerzenöl
Johanniskrautöl

Lanolin
Wollwachs-Alkohol
Bienenwachs
Sheabutter

Lavendel Hydrolat
Allantoin
Urea

Pantheol
Calendula-Extrakt 70%ig
Glycerin

ÄÖ Immortelle/Lavendel (50:50)

Rokonsal
Milchsäure q.s. zur pH-Einstellung um 5,4

Meine Frage:
- Macht Urea und Allantoin Sinn in dieser Wundcreme oder ist es übertrieben/falsch/unwichtig/...?
- Ich habe auch noch ein Immortelle Hydrolat...würde das mehr Sinn machen als das Lavendelhydrolat oder jeweils 50%?

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Re: Panthenol-Creme

Ungelesener Beitrag von fortunella »

Schön, daß du eine Variante gefunden hast, die so gut geholfen hat, da freu ich mich!
Ich hab von der Panthenol-Creme auch immer etwas da- hab ich jetzt doch in so ganz kleinen Tiegelchen eingefroren und es wirkt auch nach dem Auftauen noch sehr gut.

Urea hätte ich nun nicht unbedingt mit hineingenommen, weil ich zu viel keratolytische Wirkung befürchtet hätte. Bei der Wundheilung soll doch wieder neue Haut gebildet und keine alten Hornzellen abgestoßen werden. Oder denke ich hier falsch, und die Bildung neuer Hautzellen wird dadurch noch angekurbelt? Vielleicht kann noch jemand dazu was sagen.

Weiterhin brennt Urea bei uns unangenehm auf frischen, offenen Wunden, ein weiterer Grund, weshalb ich es nicht mit drin habe, obwohl ich es sonst sehr gern als Hydratisierer mag. Es ist da aber vielleicht nicht jeder so empfindlich wie wir.
Als reines "Feuchthaltemittel" fand ich die 4% Glycerin für uns vollkommen ausreichend.

Bei Allantoin wird auf Olionatura ja auch eine hornhauterweichende Wirkung beschrieben, aber eben auch wundheilende und regenerierende Eigenschaften...an der Untergrenze der empfohlenen EK eingesetzt also bestimmt eine gute Idee.

Aber was erzähl ich- wenn du mit deiner Creme schon so guten Erfolg gehabt hast, dann spricht das ja nur dafür, daß du mit deiner Zutatenauswahl offensichtlich goldrichtig gelegen hast :-)
Liebe Grüße, fortunella

"Do what you can, with what you've got, where you are." - Theodore Roosevelt.

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