Haaröl

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Moderator: Helga

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Dieses Unterforum richtet sich speziell an Rühreinsteiger und neue Mitglieder, die teilweise noch keinen Zugang zu spezifischen Unterforen haben. Damit wir Dich optimal unterstützen und mit Dir nach einer Lösung suchen können, sind einige Aspekte sehr wichtig.


BITTE BEACHTE FOLGENDE REGELN:
  • Bei Fragen zu einer Formulierung notiere bitte die gesamte Rezeptur in Prozent. Solltest Du aktuell nur Grammangaben haben, hilft Dir dieser Rechner die prozentualen Anteile der einzelnen Inhaltsstoffe auszurechen. Du hast Angaben in Tropfen oder ml? Mit hoher Wahrscheinlichkeit können wir anhand der genannten Rohstoffe eine geeignete Einsatzkonzentration in % vorschlagen.
  • Beschreibe bitte genau, wie Du bei der Herstellung vorgegangen bist. Dazu gehört auch, welches Rührgerät Du verwendet hast, bei welcher Temperatur gearbeitet wurde, wie lange welche Phase dauerte. Alle diese Details helfen bei der Einschätzung des Ergebnisses.
  • Bitte notiere die korrekte und vollständige Bezeichnung der Rohstoffe, so gut es Dir möglich ist. »Dermosoft« ist z. B. ein Handelsname, kein konkretes Produkt (Dermosoft® GMCY oder Dermosoft® 1388 eco wären konkrete Produkte). »Cranberry« kann alles mögliche sein, schreibe also »Cranberryöl« oder »Cranberryextrakt«. Gerne kannst Du die INCI-Bezeichnung für einen Rohstoff verwenden, wenn Du unsicher bist, da viele Händler aus markenschutzrechtlichen Gründen Phantasienamen verwenden. Die Nennung von konkreten Shops ist nicht erwünscht.
  • Bitte mache Dir bewusst, dass die, die Dir hier antworten, diese Fragen teilweise seit 2007 beantworten und dies völlig kostenfrei, neben Beruf, Haushalt, Pflege von Kleinkindern und Angehörigen leisten. Sie freuen sich über ein ernst gemeintes »Danke« und werden deine Bemühungen anerkennen, bei der Lösung eines Problems mitzuhelfen.
  • Nutze ergänzend die von uns zusammengestellten Infos und Hilfen für Einsteiger im entsprechenden Bereich, vor allem Ressourcen der Mutterseite olionatura.de. Als Antwort wird oft auf diese Ressourcen verwiesen – nicht als Vorwurf, sondern weil da viele Dinge bereits beantwortet sind und man sie nicht immer wieder tippen muss.
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wildrosenfrau
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Haaröl

Ungelesener Beitrag von wildrosenfrau »

Welche Öle plus ein paar Tropfen ÄÖ könnte ich für ein Haaröl mischen? Meine Tochter hätte gerne ein Haaröl für langes lockiges Haar. Eher trocken.

Turandokht
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Ungelesener Beitrag von Turandokht »

Meiner Erfahrung nach muss man da ein bisschen probieren. Schon Olivenöl, das man in der Küche hat, kann super als Haaröl sein. Gerade bei dickem, lockigem Haar.
Wichtig ist, dass man erst mal mit ein, zwei Tropfen anfängt und sich langsam steigert.
Welche Öle hast Du denn zu Hause?
Ich habe gute Erfahrungen gemacht mit: Kokosöl, Babassuöl, Olivenöl, Jojobaöl, Traubenkernöl, Macadamianussöl, Kukuinussöl und anderen. Meine Haare waren immer sehr lang und glatt, aber nicht dick. Da muss man generell etwas vorsichtiger sein.
Besonders leichte Öle sind z.B. Broccolisamenöl, Krambenöl, Wiesenschaumkrautöl und Camelliaöl. Bei dicken Haaren darf es aber auch gerne schwerer sein. Und dann kann es noch ein Unterschied sein, ob man das Öl auf die feuchten oder auf die trockenen Haare aufträgt.
Liebe Grüße
Tura

Beme
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Ungelesener Beitrag von Beme »

Hallo!

Ich habe auch langes lockeres Haar und ich liebe Arganöl. Ich gebe es ins Haar nach dem Föhnen, in die Längen- vomm Kinn abwärts. Da reichen mir 3 Tropfen, vorher in den Handflächen vertrieben.

Broccolisamenöl mag ich aber auch sehr.
Liebe Grüße,
Birgit

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LauraVanillelock
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Ungelesener Beitrag von LauraVanillelock »

Brokkolisamenöl oder das günstigere aber ähnliche Krambeöl haben einen überraschend glättenden Effekt. 1-2 Tropfen nach dem Duschen im nassen Haar haben einen Konditionierungseffekt, den ich gern mag (benutze Krambeöl). Dasselbe habe ich bei Tucumabutter festgestellt, die riecht aber speziell und ist als Butter für dünnes Haar nicht gut geeignet.
Vllt bietet es sich an, erstmal nur mit einem Öl zu probieren, wie das Haar sich verhält? Wenn man es zur besseren Verteilbarkeit strecken möchte, könnte man es mit Esterölen versuchen, die fetten nicht so. Heike hat auch gute Tipps zu Haarölen im E-Book :)
Liebe Grüße
Laura

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Nicole
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Ungelesener Beitrag von Nicole »

Hallo Ihr Lieben :hallihallo:
Es gab hier einen Thread über die Nutzung von KI, den kann ich aber leider gerade nicht finden, daher gehe mal in diesen „Haaröl-Thread“ – hoffe, das passt…
Zum Hintergrund; ich bastele seit Monaten an einem geeigneten Haar-Öl/Leave-in … Mindestens 30 verschieden Haaröle hatte ich ausprobiert (gefühlt quasi alles an konventionellem Industriechemiekram und KK-Naturkosmetik-Produkten) und meine ersten stümperhaften Versuche, ein eigenes Haaröl zu kreieren sind allesamt bisher kläglich gescheitert – und auch die ganzen tollen Produkte, die ich hier im Forum und in Heikes Büchern gefunden und ausprobiert habe, waren für meine Haare leider nichts…
Meine Haare haben sich so extrem positv verändert, seit ich Heikes Shampoos und Conditioner rühre und verwende, sie brechen nicht mehr und fühlen sich deutlich fülliger, kräftiger und gesünder an :yeah: , aber das richtige Haar-Öl/Leave-in habe ich bisher noch nicht für mich gefunden…
Das einzige Haaröl, das wirklich super funktioniert hat (damals als ich noch KK-Produkte verwendete), war das Haaröl L'Huile Originale Elixir Ultime von Kérastase. Der Schreck kam aber immer im Doppelpack - es ist voll mit Silikonölen, etc. und dazu auch noch extrem teuer…beides geht natürlich überhaupt gar nicht...!
Also habe ich jetzt monatelang versucht mit der Liste der öffentlich zugänglichen Inhaltstoffe ein naturkosmetisches Alternativprodukt zu kreieren – war aber leider bisher überhaupt nicht erfolgreich damit…und ich wollte euch hier im Forum nicht damit “belästigen”…
So, und dann habe ich gedacht – frag doch mal die KI dazu (ich bin wirklich absolut kein Freund dieser digitalen Entwicklung, dachte aber, vielleicht gibt es ja auch mal etwas Positives in dieser Richtung...) …gesagt, getan; habe 2 Tage mit ChatGPT “diskutiert und überlegt“ :kichern: und es war auch sehr informativ; die Originalrezeptur ist natürlich geschützt insofern haben wir uns auf ein Rezept “geeinigt”, dass inspiriert von der Kérastase Elixir Ultime Formel ist, aber die Berechnungen, die die KI präsentiert hat, waren immer komplett falsch…ich wurde dann auch immer für meine Aufmerksamkeit gelobt, wenn ich die Fehler angemerkt habe :leisekichern: …irgendwann kam dann jedenfalls das finale Rezept “Botanisches Haaröl Elixir (inspiriert von der Kérastase Elixir Ultime Formel)” zustande… Habe es heute direkt gerührt und (im trockenen Haar) ausprobiert – und ich muss sagen, ich bin wirklich richtig begeistert; meine Haare fühlten sich sofort superweich an und glänzen wie noch nie! :love: Werde es morgen im handtuchtrockenen Haar probieren und berichten, wie es sich dann anfühlt..
Ich möchte euch das Rezept auch gerne vorstellen, bin aber leider immer noch zu doof den Rezepterechner auf ON zu nutzen :unknown: , daher hier im Anhang die Rezeptur aus meiner Tabelle (habe erstmal nur eine Minicharge von ca. 12g gerührt); sorry; ich hoffe, ihr könnt trotzdem etwas damit anfangen und ich freue mich sehr, wenn ihr Anmerkungen /Änderungsvorschläge o.ä. dazu habt…
Ich drück euch und wünsche einen guten Start in die neue Woche :knuddler:
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Ganz liebe Grüße Nicole

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Birgit Rita
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Ungelesener Beitrag von Birgit Rita »

Nicole hat geschrieben:
Montag, 4. August 2025, 00:37
Hallo Ihr Lieben :hallihallo:
........ …irgendwann kam dann jedenfalls das finale Rezept “Botanisches Haaröl Elixir (inspiriert von der Kérastase Elixir Ultime Formel)” zustande… Habe es heute direkt gerührt und (im trockenen Haar) ausprobiert – und ich muss sagen, ich bin wirklich richtig begeistert; meine Haare fühlten sich sofort superweich an und glänzen wie noch nie!... ..
Ich möchte euch das Rezept auch gerne vorstellen,.......... ich freue mich sehr, wenn ihr Anmerkungen /Änderungsvorschläge o.ä. dazu habt…

Du schreibst das du zufrieden bist.
Da Du sehr feines Haar hast, wäre mein Tipp bis zu 10% Cetiol ultimate statt Öl zu ersetzen.
Es macht die Rezeptur noch leichter, glättet das Haar.
Lieben Gruß
Birgit Rita :-)

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Nine
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Ungelesener Beitrag von Nine »

Birgit Rita hat geschrieben:
Montag, 4. August 2025, 09:56
... 10% Cetiol ultimate statt Öl zu ersetzen.
...
Das Isoamyl Laurate im Rezept empfinde ich als sozusagen gleichwertige Alternative, bei den 10 % gehe ich allerdings voll mit :bindafür:
Grüessli Nine

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Nicole
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Ungelesener Beitrag von Nicole »

Birgit Rita hat geschrieben:
Montag, 4. August 2025, 09:56
Da Du sehr feines Haar hast, wäre mein Tipp bis zu 10% Cetiol ultimate statt Öl zu ersetzen.
Es macht die Rezeptur noch leichter, glättet das Haar.
Nine hat geschrieben:
Montag, 4. August 2025, 14:12
Das Isoamyl Laurate im Rezept empfinde ich als sozusagen gleichwertige Alternative, bei den 10 % gehe ich allerdings voll mit :bindafür:
Hallo liebe Birgit und liebe Nine und vielen Dank für eure Anmerkungen :love:
Habe das Öl heute nochmal im handtuchtrockenen Haar verwendet und es hat auch richtig gut funktioniert; noch nicht ganz perfekt für die Nass-Kämmbarkeit (die Bürste geht noch nicht so richtig schön flutschig durch die Haare) aber das kann auch daran liegen, dass meine Haare wirklich sehr fein und ziemlich fisselig sind… aber als die Haare dann trocken waren, fühlten sie sich schön weich an und die Spitzen wirkten deutlich weniger trocken….

Birgit, wenn ich es richtig verstehe würdest du das Isoamyl Laurate gegen Cetiol ultimate austauschen, oder meintest du ein anderes Öl, das ausgetauscht werden sollte?
Entschuldigt bitte, dass ich gestern nicht die Prozentangaben beigefügt habe…Das Rezept wurde eigentlich für 50g berechnet; ich hatte aber erstmal nur 12,5 g gemischt, um es zu testen. Habe mich jetzt nochmal an den Rezepterechner gewagt und es eingegeben.

Isoamyl Laurate ist mit 32% dabei (uiii ist das vielleicht ein bisschen zu viel?); daher weiss ich gerade nicht genau, was ihr meint mit den von euch beschrieben 10 %... :unknown: ? Oder habe ich irgendetwas völlig falsch verstanden oder mit dem Rezepterechner wieder Murks gemacht :vollirre: ?
Hier nochmal dass Rezept…mit Prozentangaben:

Botanisches Haaröl Elixir (12,50 g)
Datum: 04.08.2025
Die Formulierung besteht aus folgenden Ingredienzien:
100,00 % Fettphase (12,50 g)
• Öle, Buttern und Wachse (12,50 g | 100,00 %)
• 4,00 g Isoamyl Laurate (Sensolv MB) - Neutralöl (32,00 %)
• 2,00 g Squalan (Basisöl, Ölgruppe: B-0) (16,00 %)
• 1,25 g Plantsil™ (Silikonersatz) (10,00 %)
• 1,25 g Marulaöl (Basisöl, Ölgruppe: NEU: B-1 (war: B-0) (10,00 %)
• 1,25 g Arganöl (Basisöl, Ölgruppe: B-2) (10,00 %)
• 1,38 g Kameliensamenöl (Basisöl, Ölgruppe: B-0) (11,00 %)
• 0,63 g Pracaxiöl (Ölgruppe B-1) (5,00 %)
• 0,38 g Reiskeimöl (Basisöl, Ölgruppe: B-2) (3,00 %)
• 0,25 g Traubenkernöl (Basisöl, Ölgruppe: B-3) (2,00 %)
• 0,13 g Quittenextrakt (1,00 %)

Hinweise zum Gesamtkonzept
Ihre Formulierung ist wasserfrei.
Wasserfreie Produkte auf Basis von pflanzlichen Ölen, Buttern und Wachsen werden optimal durch ca. 0,10–0,20 % Tocopherol stabilisiert.

Tocopherol war im Originalrezept auch vorgesehen, dann habe ich aber im Portrait gelesen, dass Heike eigentlich davon abrät (Einsatz als Antioxidans für Öle), deshalb habe ich es weggelassen. Aber offenbar sollte ich doch 0,10–0,20 % zur Stabilisierung verwenden, wie vom Rezepterechner angemerkt…?

Ich wäre euch sehr dankbar, wenn ihr nochmal drüberschauen könntet ... 1.000 Dank Ihr Lieben, gute Nacht und Bussis :bussi:
Ganz liebe Grüße Nicole

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Birgit Rita
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Ungelesener Beitrag von Birgit Rita »

Liebe Nikole,
ich dachte daran es von den fetten Ölen abzuziehen.cetiol ultimate liegt nicht auf, ist flüchtig würde das Öl noch leichter machen. Ich hatte deine Haare als sehr fein in Erinnerung, Die Idee von mir war es nicht zu beschweren.

Da du zufrieden bist ist es nicht nötig.
Die 30% Neutralöl sorgen auch für Leichtigkeit doch es zieht auf die Haare auf, was bei den kaputten Spitzen wünschenswert Ist, doch bei deinen Haar in den Längen möglicherweise beschweren wirkt.
Behalte es im Hinterkopf, solange du zufrieden bist ist alles gut.
Lieben Gruß
Birgit Rita :-)

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Nine
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Ungelesener Beitrag von Nine »

Hi Nicole :hallihallo:

Ich hatte "aus alter Gewohnheit" deine Gramm-Angaben als Prozente gelesen und dachte, von 4 % könntest du gut auf 10 hochgehen - dabei waren es schon 32 :D

Weil du die nicht zufrieden stellende Kämmbarkeit ansprichst: Hier haben sich nach meiner Erfahrung wässrige Produkte mit niedrigem pH-Wert bewährt (gerne um die 4). Dadurch schließt sich die Schuppenschicht der Haare und sie lassen sich spürbar leichter entwirren, das kriegt man mit Öl nicht hin (jedenfalls nicht, ohne wie Schmalzstopf auszusehen :muslima: ). Verzeih die blöde Frage: Mit meinem "Haarspree" kamst du nicht zurecht?

Grüessli Nine

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Nicole
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Ungelesener Beitrag von Nicole »

Nine hat geschrieben:
Dienstag, 5. August 2025, 10:50
…Weil du die nicht zufrieden stellende Kämmbarkeit ansprichst: Hier haben sich nach meiner Erfahrung wässrige Produkte mit niedrigem pH-Wert bewährt (gerne um die 4). Dadurch schließt sich die Schuppenschicht der Haare und sie lassen sich spürbar leichter entwirren, das kriegt man mit Öl nicht hin (jedenfalls nicht, ohne wie Schmalzstopf auszusehen :muslima: ). Verzeih die blöde Frage: Mit meinem "Haarspree" kamst du nicht zurecht?
Grüessli Nine
Hallo liebe Nine und vielen Dank für deine Nachricht und die hilfreichen Infos! Ja, du hast vollkommen Recht – von meiner neuen Ölmischung kann ich nur wenige Tropfen verwenden, sonst sehe ich aus wie der Schmalztopf und die “Entwirrung” ist damit auch schwierig…und meine Haare fühlen sich jetzt nach ein paar Tagen Probierzeit im nassen Zustand auch eher hart und gar nicht geschmeidig an, wenn ich das Öl verwende – war die ersten 1-2 Tage noch nicht so…wenn sie dann trocken sind ist es so lala ganz ok, aber weit entfernt von dem Gefühl und Aussehen, das ich mit dem K-Öl hatte…bin also offenbar nicht über LOS gegangen und somit wieder ziemlich am Anfang… :achso: :vollirre:
Und das ist überhaupt gar keine blöde Frage :knutsch: ; dein Haarspree hatte ich nachgerührt und mir davon die Erlösung versprochen, nach all dem begeisterten Feedback hier; :love: leider hat es für meine seltsamen Haare irgendwie aber nicht funktioniert, sie wurden auch richtig hart und überhaupt nicht geschmeidig… :nixweiss: ABER ich hatte es dann einer Freundin gegeben und sie damit in die völlige Abhängigkeit getrieben :kichern: Daher rühre ich es für sie regelmäßig nach – und sie liebt es absolut und sagt, sie könne ohne es überhaupt nicht mehr leben :kicher: !
Den Volume & Care Finisher habe ich auch schon mehrfach gerührt (im Original und auch mit einigen Veränderungen) – anfangs immer alles ok, aber dann auch nach einiger Zeit …harte Haare (insbesondere im nassen Zustand) und keine Geschmeidigkeit…
Hm, bin wirklich etwas ratlos – habe ja jetzt in meinem Rezept mit 32,00% Isoamyl Laurate, 16% Squalan und 10% Plantsil schon 58% “Silikonersatz-Öle” … es ist auch nicht wirklich völlig daneben, aber eben noch nicht das, was meine Haare schön weich und flutschig macht. Falls du vielleicht noch irgendeine Idee/Einschätzung dazu hättest, wäre ich dir wirklich sehr dankbar! Ich drück dich und wünsche dir einen wunderschönen Sonntag :bussi:
Ganz liebe Grüße Nicole

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Nicole
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Ungelesener Beitrag von Nicole »

Birgit Rita hat geschrieben:
Dienstag, 5. August 2025, 07:18
Liebe Nikole,
ich dachte daran es von den fetten Ölen abzuziehen.cetiol ultimate liegt nicht auf, ist flüchtig würde das Öl noch leichter machen. Ich hatte deine Haare als sehr fein in Erinnerung, Die Idee von mir war es nicht zu beschweren.
Da du zufrieden bist ist es nicht nötig.
Die 30% Neutralöl sorgen auch für Leichtigkeit doch es zieht auf die Haare auf, was bei den kaputten Spitzen wünschenswert Ist, doch bei deinen Haar in den Längen möglicherweise beschweren wirkt.
Behalte es im Hinterkopf, solange du zufrieden bist ist alles gut.
Vielen Dank für deine Nachricht und deine Überlegungen, liebe Birgit :knutsch:
Meine anfängliche Begeisterung hat sich leider jetzt nach einigen Tagen etwas relativiert…ich bin nicht völlig unglücklich mit dem Öl, aber es ist noch nicht das, was meine Haare wirklich geschmeidig und weich macht… (habe Nine auch gerade dazu geschrieben). Ich würde beim nächsten Mal deinen cetiol ultimate-Tipp versuchen und die anderen Öle soweit reduzieren, dass ich noch 10% cetiol ultimate dazu nehmen kann – dann hätte ich allerdings mit 32,00% Isoamyl Laurate, 16% Squalan, 10% Plantsil und 10% cetiol ultimate insgesamt 68% “Silikonersatz-Öle” – meinst du das geht oder ist das dann nicht vielleicht ein bisschen zuviel?
Ich danke dir sehr für deine Einschätzung dazu und drück dich! Hab einen wunderschönen Sonntag :bussi:
Ganz liebe Grüße Nicole

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Ungelesener Beitrag von LauraVanillelock »

Hi Nicole, vllt kommt das harte Gefühl auch von einem Buildup an Natural Betain in deinen Haarpflegeprodukten? Ich glaube Proteine machen das auch gern mal.
Ich habe am Anfang auch nach etwas gesucht, dass den Effekt von KK-Haaröl herstellt. Also diesen instant Geschmeidigkeitsfaktor, geglättet Frizz, Weichheit. Ich habe irgendwann für mich festgestellt, dass man das in Form eines Haaröl Produktes nicht ohne Silikone herstellen kann bei meinen Haaren und bin tatsächlich aktuell von der Nutzung von Haaröl völlig weg. Ich versuche den Flutsch :-D über Conditioner + Leave in herzukriegen.
Liebe Grüße
Laura

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Beauté
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Ungelesener Beitrag von Beauté »

Nicole hat geschrieben:
Montag, 4. August 2025, 22:24
... Botanisches Haaröl Elixir (12,50 g)
Datum: 04.08.2025
Die Formulierung besteht aus folgenden Ingredienzien:...
Liebe Nicole
Sie besteht aus 10 verschiedenen Ölen, teils zu kleinen Anteilen und wird tropfenweise verwendet auf totes Material. Und was macht das Fett dort? Es hockt sich hin und schaut ggf. gut aus, inden es etwas glänzt. Dann wird es wieder abgewaschen. Ich stelle mir Fett in Haarpflegeprodukten eher als Helfer denn als Pflegende vor: durch die Fettschicht auf dem Haar lässt es sich besser kämmen, das Fett glänzt vor sich hin und allenfalls rutscht es noch in die offenen Poren (wo es dann hockt und ev. hart wird?).
Eine Mischung aus 10 Ölen für Haare ist aus meiner Sicht völlig unnötig. Oder soll das eine Fettmolekül das dann auf die eine Haarspitze zu liegen kommt, der Gamechanger sein? Wohl eher nicht.
Meine (laienhafte!!) Devisen für die Haarpflege sind: Wirkstoffe und Feuchtigkeit einschleusen mittels Leave-it (z.B. Spree ggf. mit angepassten Ingredienzen; tbd) und dann Schuppenschicht schliessen, milde Reinigung, Kopfhautpflege (ist eine andere als für die Haare!), Haare nicht trocken rubeln - nur einwickeln in Tuch, meiden von Sonne und Wind, Vorsicht mit Föhn - Richtung Spitzen föhnen - und Lockenstäben wegen der Hitze. Und, von mir aus, zum schön aussehen lassen, ab und zu etwas Öl in die Haarspitzen. Da reicht 1 Öl aus das ausgetestet wird.
Auch noch: Wirkstoffe ins Leave-it, nicht in den Abfluss...
Beim Haar bin ich definitiv bei weniger ist mehr, dafür in ausreichender Dosierung.
LG - Beauté
Carpe diem!

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Ungelesener Beitrag von Pialina »

Nicole hat geschrieben:
Montag, 4. August 2025, 00:37
Es gab hier einen Thread über die Nutzung von KI, den kann ich aber leider gerade nicht finden
Meintest Du diesen? Antwort KI statt Suchmaschine
Liebe Grüße,
Pialina

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Ungelesener Beitrag von Nine »

Nicole hat geschrieben:
Samstag, 9. August 2025, 22:54
... Falls du vielleicht noch irgendeine Idee/Einschätzung dazu hättest, ...
Erstmal danke für deinen ausführlichen Bericht :D
Empfehlungen grundsätzlicher Art hat dir ja schon Beauté reichlich gegeben. Ich kann nur sagen, dass ich bei der Entwicklung vom Haarspree etliches probiert hatte und dabei auch sämtliche Varianten von Betonhaar bis Ölflutsch erlebte ... :muslima: Der echte Gamechanger war für mich das Krambe-Öl! Vielleicht, wenn noch nicht geschehen, probierst du es damit mal?

Gutes Gelingen und liebe Grüße
Nine

Dona
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Ungelesener Beitrag von Dona »

Ja,ich kann mich der Empfehlung von Nine nur anschließen.
Krambe Öl war auch für mein Haar der Gamechanger.
Meine Frisörin die meine Haare seid 25 Jahren kennt ist auch begeistert.
Die Haare gesunden und fühlen sich wunderbar an.
Ich benutze es jetzt immer! in meinem Haarshampoo.

Manchmal nehme ich( sehr , sehr selten )nur etwas Pracaxiöl pur noch für meine Haarspitzen nach dem Haare waschen, weil ich den Duft des Pracaxiöls so mag und es auch sehr gut ist.
Liebe Grüße und einen schönen Tag.
Dona

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Sylvie
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Ungelesener Beitrag von Sylvie »

Liebe Nicole,
du hast ja schon viele gute Tipps zumThema Haaröl erhalten.
Vielleicht magst du ja mal insgesamt über die Haarpflege nachdenken. Beim Shampoo habe ich gute Erfahrungen mit einem Zusatz von 4% Aquaxyl gemacht. Ich weiss, einige finden die pflegenden Zusätze im Shampoo überflüssig. Meine Haare finden sie aber klasse!
Außerdem wäre vllt. eine Haarspülung/Maske mit einem kationischen Emulgator einen Versuch wert. Und für die tgl. Pflege in ganz geringen Mengen ein Leave-in mit auf die Haare abgestimmten Ölen und ebenfalls mit einem kationischen Emulgator.
Die Pflege ist zwar dann sehr aufwändig, aber ich könnte mir vorstellen, dass deine Haare nach kurzer Zeit wieder weicher sind und gesünder aussehen :klimper:
Schöne Grüße 🧙‍♀️
Sylvie

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Nicole
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Ungelesener Beitrag von Nicole »

LauraVanillelock hat geschrieben:
Sonntag, 10. August 2025, 07:06
Hi Nicole, vllt kommt das harte Gefühl auch von einem Buildup an Natural Betain in deinen Haarpflegeprodukten? Ich glaube Proteine machen das auch gern mal.
Ich habe am Anfang auch nach etwas gesucht, dass den Effekt von KK-Haaröl herstellt. Also diesen instant Geschmeidigkeitsfaktor, geglättet Frizz, Weichheit. Ich habe irgendwann für mich festgestellt, dass man das in Form eines Haaröl Produktes nicht ohne Silikone herstellen kann bei meinen Haaren und bin tatsächlich aktuell von der Nutzung von Haaröl völlig weg. Ich versuche den Flutsch :-D über Conditioner + Leave in herzukriegen.
Hallo liebe Laura und danke dir sehr für deinen Input – ja, im Conditioner nutze ich Natural Betain und danach fühlen sich die Haare auch gut an…Proteine habe ich schon länger komplett verbannt, da sie meine Haare vollkommen bretthart gemacht haben…wenn ich es richtig verstanden habe, meinst du, ich sollte mal versuchen, das Natural Betain weglassen, weil es einen ähnlichen Brett-Effekt wie Protein haben könnte? OK, werde versuchen, mein geliebtes Phytolipid-Haarbalsam mal ohne Natural Betain zu rühren… Meine Idee ist auch den Flutsch über Conditioner + Leave in hinzubekommen – das Öl war auch als Leave-In konzipiert; es flutscht aber halt noch nicht wirklich … :kichern:
Ganz lieben Dank nochmal und hab einen schönen Abend :knutsch:
Ganz liebe Grüße Nicole

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Ungelesener Beitrag von Nicole »

Beauté hat geschrieben:
Sonntag, 10. August 2025, 13:59
Sie besteht aus 10 verschiedenen Ölen, teils zu kleinen Anteilen und wird tropfenweise verwendet auf totes Material. Und was macht das Fett dort? Es hockt sich hin und schaut ggf. gut aus, inden es etwas glänzt. Dann wird es wieder abgewaschen. Ich stelle mir Fett in Haarpflegeprodukten eher als Helfer denn als Pflegende vor: durch die Fettschicht auf dem Haar lässt es sich besser kämmen, das Fett glänzt vor sich hin und allenfalls rutscht es noch in die offenen Poren (wo es dann hockt und ev. hart wird?).
Eine Mischung aus 10 Ölen für Haare ist aus meiner Sicht völlig unnötig. …
Hallo liebe Beauté und ganz lieben Dank für deine Anmerkungen und deine anschauliche Beschreibung, wie das Fett auf dem toten Material hockt und maximal etwas rumglänzen kann :kichern: habe auch verstanden, was du damit meinst; es ging ja eigentlich darum, das Kérastase Elixir Ultime nachzubauen und diese ganzen Öle sind offenbar in dem Kérastase-Öl enthalten…daher diese große Menge an verschiedenen Ölen…und die ganzen enthaltenen Silikonöle sollten durch natürliche Silikonersatz-Öle ausgetauscht werden. Und dieses Öl ist auch als Leave-in gedacht, d.h. ich benutze es nach der Haarwäsche+Conditioner und schmiere es ins handtuchtrockene Haar (Föhn, Lockenstab etc. benutze ich nie). Das Spree von Nine hat leider für meine Haare überhaupt nicht funktioniert…werde aber auch nochmal versuchen, daran etwas zu basteln, denn wenn es mit dem Öl einfach nicht klappen will, gibt es ja eigentlich keine andere Lösung…
Danke dir nochmal sehr für deine Zeit und dein Überlegungen :knutsch:
Ganz liebe Grüße Nicole

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Ungelesener Beitrag von Nicole »

Nine hat geschrieben:
Montag, 11. August 2025, 09:46
…Ich kann nur sagen, dass ich bei der Entwicklung vom Haarspree etliches probiert hatte und dabei auch sämtliche Varianten von Betonhaar bis Ölflutsch erlebte ... :muslima: Der echte Gamechanger war für mich das Krambe-Öl! Vielleicht, wenn noch nicht geschehen, probierst du es damit mal?
Gutes Gelingen und liebe Grüße
Nine
Dona hat geschrieben:
Montag, 11. August 2025, 13:14
Ja,ich kann mich der Empfehlung von Nine nur anschließen.
Krambe Öl war auch für mein Haar der Gamechanger.
Hallo liebe Nine und liebe Dona, ja das Krambe-Öl hatte ich damals extra bestellt, damit ich dein Spree nachrühren konnte, Nine, aber wie gesagt, das hat leider nicht funktioniert für meine Haare - habe das Krambe-Öl auch mal im Conditioner getestet – war aber auch nicht soooo überzeugend – ich weiss auch wirklich nicht, warum das mit meinen Haaren so kompliziert ist :argverlegen: :motz: sie sind sehr fein (ja ok, sie sind eigentlich total fisselig... :heul: ), trocken bis strohig und irgendwie schaffe ich es bisher offenbar einfach nicht, die Schuppenschicht zu schliessen (ich vermute, daher kommt das strohige Gefühl?), damit sie sich weich und geschmeidig anfühlen… Seit ich selber rühre haben sich meine Haare wirklich schon deutlich verbessert, brechen nicht mehr und fühlen sich deutlich fester und gesünder an, aber das abschließende Weichheits-Geschmeidigkeitsgefühl fehlt irgendwie noch...
Ich danke euch so sehr für eure Zeit, all eure Anmerkungen und Ratschläge und falls euch noch irgendetwas einfällt zu solchen offenbar kompletten Schrott-Haaren – bitte immer her damit :love: 1.000 Dank und ich drück euch :knutsch:
Ganz liebe Grüße Nicole

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Helga
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Ungelesener Beitrag von Helga »

Nicole hat geschrieben:
Montag, 11. August 2025, 22:29
wenn ich es richtig verstanden habe, meinst du, ich sollte mal versuchen, das Natural Betain weglassen, weil es einen ähnlichen Brett-Effekt wie Protein haben könnte? OK, werde versuchen, mein geliebtes Phytolipid-Haarbalsam mal ohne Natural Betain zu rühren…
Laura hat recht :-), schau mal hier:
Quelle: klick
Weiterhin wird Betain nachgesagt, die Klebrigkeit von glycerinhaltigen Emulsionen zu verringern. In Tensidprodukten wirkt es schaumstabilisierend, als Zusatz in Shampoos und Haarspülungen konditionierend und leicht festigend [3]. In zu hohen Konzentrationen dominiert seine festigende Wirkung und erzeugt im Haar einen unangenehm harten Griff; daher sollten Sie es behutsam dosieren. Sorgfalt ist geboten, wenn Sie nach der Haarwäsche regelmäßig eine Spülung oder eine Kur anwenden, die ebenfalls Betain enthält. Schnell ergeben sich addierende Effekte. In diesem Fall sollte eines der Produkte frei von Betain bleiben oder beide sehr niedrige Einsatzkonzentrationen verwenden.
Liebe Grüße und noch einen schönen Tag :-)

Helga

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Ungelesener Beitrag von Nicole »

Sylvie hat geschrieben:
Montag, 11. August 2025, 17:19
…Beim Shampoo habe ich gute Erfahrungen mit einem Zusatz von 4% Aquaxyl gemacht. Ich weiss, einige finden die pflegenden Zusätze im Shampoo überflüssig. Meine Haare finden sie aber klasse!
Außerdem wäre vllt. eine Haarspülung/Maske mit einem kationischen Emulgator einen Versuch wert. Und für die tgl. Pflege in ganz geringen Mengen ein Leave-in mit auf die Haare abgestimmten Ölen und ebenfalls mit einem kationischen Emulgator. …
Hallo liebe Sylvie und vielen Dank für deine Nachricht – das hört sich toll an, habe das Aquaxyl gerade direkt auf die nächste Bestellliste gepackt :yeah: Beim Conditioner verwende ich schon den kationischen Emulgator Stearamidopropyl Dimethylamine und komme damit auch prima zurecht – ich glaube, jetzt geht es “nur noch” darum, das richtige Leave-in zu finden - du schreibst “in ganz geringen Mengen ein Leave-in mit auf die Haare abgestimmten Ölen und ebenfalls mit einem kationischen Emulgator” – welchen kationischen Emulgator würdest du denn in einem Leave-in verwenden? Ich danke dir sehr und wünsche dir einen wunderschönen Abend :knutsch:
Ganz liebe Grüße Nicole

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Ungelesener Beitrag von Helga »

Nicole hat geschrieben:
Montag, 11. August 2025, 22:50
ich weiss auch wirklich nicht, warum das mit meinen Haaren so kompliziert ist sie sind sehr fein (ja ok, sie sind eigentlich total fisselig... ), trocken bis strohig und irgendwie schaffe ich es bisher offenbar einfach nicht, die Schuppenschicht zu schliessen (ich vermute, daher kommt das strohige Gefühl?), damit sie sich weich und geschmeidig anfühlen… Seit ich selber rühre haben sich meine Haare wirklich schon deutlich verbessert, brechen nicht mehr und fühlen sich deutlich fester und gesünder an, aber das abschließende Weichheits-Geschmeidigkeitsgefühl fehlt irgendwie noch...
Ich fürchte - da hilft jetzt nur noch nach und nach schneiden, der nachgewachsene, gesunde Teil des Haares nimmt dann die Pflege besser auf :-). Hört sich brutal an, ich weiß :knuddel:. Doch wenn sie trocken und strohig sind und Pflege nicht gut annehmen, sind sie meist irreparabel kaputt aus welchen Gründen immer - oder schafft es ein Kaufprodukt, dass sie sich gut anfühlen? Meistens benötigen die Haare Feuchtigkeit.

Die Schuppenschicht schließt sich bei saurem PH-Wert, aber das weißt Du ja schon alles :-), vermutlich ist das bei trockenem, strohigem Haar schwieriger.
An Silikonersatz fällt mir auch noch Plantsil ein klick. Ich selbst (brauche eher kein Fett, mir reichen die uns bekannten Rückfetter) verwende ab und zu ein Leave_in-Spray mit Vithaar, ProVit (max. 3%) u. D-Panthenol. Als Hydratisierer verwende ich Glycerin und/oder Natriumlaktat, bzw. Sodium PCA, alles immer im Rahmen (oder eher weniger) als empfohlen für Einsatzkonzentration.
Auf dieser Seite kommen Dir vielleicht noch Ideen, die speziell zu Deinem Haar passen :-): klick, siehe weiter unten. Ich würde aus guten Gründen immer mehrere Tenside mischen, also anionisch/nichtionisch. Oben hat Beauté schon mal geschrieben, dass man eher die Kopfhaut reinigt. So mache ich es auch, die Haare selbst werden schonend nicht noch mal extra einshamponiert, aber das ist individuell und je nach Bedarf oder Belieben.

Alles Gute für Deine nächste Charge Haarpflege :-).
Liebe Grüße und noch einen schönen Tag :-)

Helga

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Ungelesener Beitrag von Nicole »

LauraVanillelock hat geschrieben:
Sonntag, 10. August 2025, 07:06
Hi Nicole, vllt kommt das harte Gefühl auch von einem Buildup an Natural Betain in deinen Haarpflegeprodukten?
Helga hat geschrieben:
Montag, 11. August 2025, 23:07
Laura hat recht , schau mal hier:
OOOHHH AAAHHH :schocker: Ihr habt Recht – wer lesen kann ist klar im Vorteil :vollirre: :kichern:!
Ich Danke euch so sehr Laura & Helga :love: habe gerade nochmal nachgesehen – bei meinen Rezepten ist sowohl im Herbal Gel Shampoo als auch im Phytolipid-Haarbalsam Natural Betain enthalten! Und es war tatsächlich so, dass, wenn ich die Haare nur mit Wasser ausgespült habe (also ohne Shampoo) und nur den Conditioner benutzt habe, sie sich weniger hart anfühlten…habe nie verstanden wieso, aber jetzt :licht: :achso: :yeah:
Was für ein toller Hinweis – ich danke euch so sehr; werde sofort versuchen, eine Natural Betain-Alternative für eines der Rezepte zu finden - vielleicht wäre damit dann ja schon das größte "Härte-/Strohigkeitsproblem" vom (Rühr-)Tisch :superirre: !! Werde testen und berichten... Gute Nacht und ich drück euch :knutsch:
Ganz liebe Grüße Nicole

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Ungelesener Beitrag von Helga »

P.S.:
Mir ist in Erinnerung, dass auch ein bestimmtes Tensid sich auf Dauer auch anlagert (habe schon länger kein Shampoo gerührt, mich mit Rohstoffen beschäftigt), meine Gedankenblitz muss aber nicht richtig sein :wink:. Jedenfalls gibt es diese aufaddierung nicht nur bei Natural Betain.
Kann jemand bitte mit Info helfen?
Liebe Grüße und noch einen schönen Tag :-)

Helga

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Ungelesener Beitrag von Helga »

Nachtrag:
Habs gefunden, es lohnt sich (für mich) immer wieder die Beschreibungen/Empfehlungen durchzulesen :-):
Quelle: Tenside auswählen
... Solo eingesetzt sind beide Produkte für Shampooformulierungen nicht geeignet, da sie auf das Haarkeratin aufziehen und beschwerend wirken. Ihre kosmetischen Vorteile entwickeln sie in Mischungen.
Es handelt sich bei diesen 2 Tensiden um:
Kokosbetain (Tego® Betain F, Cocamidoproypl Betaine)
Glycintensid (Rewoteric® AM 2 C NM, Disodium Cocoamphodiacetate),
sowie
... Vor allem, wenn Ihre Haare mit naturkosmetischen Rezepturen schnell zu beschwert wirken, sollten Sie Ihre Rezepturen ohne Amphotenside einplanen bzw. ihre Dosierung begrenzen.
Allgemein empfiehlt sich mischen von mehreren Tensiden oder Plantapon SF, das bereits vorgemischt ist, es ist nichtionisch/anionisch/amphoter. klick.
Nachteil (lt. Rohstoffportrait): Bei feinen Haaren kann es schnell beschwerdend wirken durch den höheren Anteil an Glycerin.
Liebe Grüße und noch einen schönen Tag :-)

Helga

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Ungelesener Beitrag von LauraVanillelock »

Helga hat geschrieben:
Montag, 11. August 2025, 23:48
Ich fürchte - da hilft jetzt nur noch nach und nach schneiden, der nachgewachsene, gesunde Teil des Haares nimmt dann die Pflege besser auf :-). Hört sich brutal an, ich weiß :knuddel:. Doch wenn sie trocken und strohig sind und Pflege nicht gut annehmen, sind sie meist irreparabel kaputt aus welchen Gründen immer
@Nicole: aus der Erfahrung mit meinen eigenen Haaren heraus, kann ich das unterstreichen. Je mehr Haare nachgewachsen sind, die nur noch (oder hauptsächlich) mit NK gewaschen und gepflegt wurden, desto mehr haben sie die Pflege auch angenommen. Schneiden aber bitte entweder beim Frisör oder mit einer SEHR scharfen Schere. :-D
Liebe Grüße
Laura

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Ungelesener Beitrag von Birgit Rita »

Nicole hat geschrieben:
Samstag, 9. August 2025, 22:57
..........
Ich danke dir sehr für deine Einschätzung dazu und drück dich! Hab einen wunderschönen Sonntag :bussi:
Liebe Nicole,
Sonntag war bei mir ziemlich vollgestopft, überhaupt scheint meine Zeit in irgendeiner anderen Raumsphäre zu verwinden.

Mein Haaröl besteht aus 50% Sonnenblumenöl, 20% Brokkolisamenöl und 30% cetiol ultimate. + Duft
Nur meine Haare sind dick, grau an den Spitzen struppig, jedoch nicht kaputt.
Bei mir ist der Sinn vom Haaröl Glanz und Glättung. (und das sie sich beim Schwimmen nicht so voll saugen)
Weil ich wusste das du so feines Haar hast und das Neutralöl mit der Zeit beschweren wirkt hatte ich das C.u. vorgeschlagen um das ganze leichterzugestalten.

Doch du verfolgt mittlerweile eine andere Strategie, diesicherbesserzu deinem Haar passt.
Viel Erfolg und ein glückliches Händchen. :knutsch:
Lieben Gruß
Birgit Rita :-)

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Ungelesener Beitrag von Nicole »

Helga hat geschrieben:
Montag, 11. August 2025, 23:48
Ich fürchte - da hilft jetzt nur noch nach und nach schneiden, der nachgewachsene, gesunde Teil des Haares nimmt dann die Pflege besser auf :-). Hört sich brutal an, ich weiß :knuddel:. Doch wenn sie trocken und strohig sind und Pflege nicht gut annehmen, sind sie meist irreparabel kaputt aus welchen Gründen immer - oder schafft es ein Kaufprodukt, dass sie sich gut anfühlen? Meistens benötigen die Haare Feuchtigkeit. …
An Silikonersatz fällt mir auch noch Plantsil ein klick. Ich selbst (brauche eher kein Fett, mir reichen die uns bekannten Rückfetter) verwende ab und zu ein Leave_in-Spray mit Vithaar, ProVit (max. 3%) u. D-Panthenol. Als Hydratisierer verwende ich Glycerin und/oder Natriumlaktat, bzw. Sodium PCA, alles immer im Rahmen (oder eher weniger) als empfohlen für Einsatzkonzentration.
Auf dieser Seite kommen Dir vielleicht noch Ideen, die speziell zu Deinem Haar passen :-): klick, siehe weiter unten. Ich würde aus guten Gründen immer mehrere Tenside mischen, also anionisch/nichtionisch. Oben hat Beauté schon mal geschrieben, dass man eher die Kopfhaut reinigt. So mache ich es auch, die Haare selbst werden schonend nicht noch mal extra einshamponiert, aber das ist individuell und je nach Bedarf oder Belieben.
Alles Gute für Deine nächste Charge Haarpflege :-).
Hallo liebe Helga und Danke dir so sehr für deine Nachricht – ja, also das Abschneiden macht mein Mann ca. alle 4-5 Wochen (aber nur mit dem Messer an der Kehle, damit er wirklich nur den letzte Fisselkram abschneidet – immerhin mit einer professionellen Friseur-Schere :kichern: ) das Haar fühlt sich dann auch jedesmal direkt besser an…
Wie gesagt, das einzige Kaufprodukt, das meine Haare damals weich und geschmeidig gemacht hat, war das Haaröl L'Huile Originale Elixir Ultime von Kérastase, daher wollte ich so gerne versuchen, es naturkosmetisch nachzubauen…
Plantsil habe ich regelmäßig eingesetzt im Conditioner, im Volumen & Care Finisher (den ich aber gerade nicht benutze) und jetzt auch in dem neuen Haaröl; ich glaube, damit komme ich auch ganz gut zurecht…
Danke dir auch sehr für den link zu Shampoos; in Heike Herbal Gel Shampoo, das ich benutze, sind anionische und nichtionische Tenside enthalten; das müsste eigentlich passen, werde aber -dank eurer Hinweise- verstärkt darauf achten, nur die Kopfhaut zu reinigen und die Haare (insbesondere die Spitzen) nicht mit “einzuschäumen” :zustimm: Dein Leave-in-Spray hört sich auch toll an – hättest du vielleicht ein Rezept dazu? Würde es gerne mal ausprobieren :love:
Ich danke dir sehr für deinen Input und drück dich :bussi:
Ganz liebe Grüße Nicole

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