Fazit zu meiner ersten Creme

In diesem Unterforum erörtern wir Themen rund um die Entwicklung, Herstellung und Optimierung von Hautpflegeprodukten (inklusive Fehlersuche).

Moderator: Helga

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Annika
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Fazit zu meiner ersten Creme

Ungelesener Beitrag von Annika »

Also, ich habe vor etwa vier(?) Wochen Heikes "erste Creme für Einsteiger" (Link finde ich nicht mehr, deswegen hier die Zutaten) nachgerührt:
6,5 gr Mandelöl (Basisöl)
2,0 gr Jojobaöl (Basisöl)
1,0 gr Nachtkerzenöl (Wirkstofföl)
3,0 gr Sheabutter (Konsistenzgeber)
2,0 gr Emulgator (z. B. Glycerinstearat SE = Tegin®)
0,5 gr Cetylalkohol (als Koemulgator)
23,0 gr Wasser (wie wäre es mit einem duftenden Hydrolat?)
10,0 gr alkoholische Tinktur (40%Vol, z. B. Vodka)
2,0 gr Glycerin


Ich hatte die Creme seitdem im Gebrauch (heute ist sie leer geworden) und schreibe einfach mal meine Erfahrungen, in der Hoffnung, dass ihr mir ein bisschen bei der "Deutung" helfen könnt.

1. Gleich nachdem ich die Creme ein, zwei Tage verwand habe, fiel mir auf, dass meine Haut insgesamt unreiner wirkte. Nicht dass sie vorher makellos gewesen wäre^^. Aber ich fands schlimmer als vorher.
Mein erster Gedanke war: Ist die Fettphase zu hoch? Das kann doch Pickelbildung förden?
Aber: Es wurde nicht stetig schlimmer, sondern einmalig und jetzt hat sichs auf dem Niveau eingefahren.
2. Nach etwa eineinhalb Wochen wurde meine Haut trocken und fing an zu "spannen". In Ermangelung einer anderen Creme griff ich auf die Yuma® Salbe meiner Mama zurück (INCI: Petrolatum, Aqua, Lanolin, Glycerin, Cetearyl Alcohol, Parfum) , half zwar, meine Haut hat sich dadurch wieder beruhigt, aber Vaseline gehört eig. nicht zu meinen favorisierten Inhaltsstoffen.

Also, habt ihr Ideen was meine Creme mit meiner Haut "angestellt" hat, und wie ich vllt. die Rezeptur so ändern kann, dass mein Gesicht auch wirklich gepflegt wird?

Ich danke euch schon im Vorraus für eure Hilfe!
LG Annika

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Heike
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Re: Fazit zu meiner ersten Creme

Ungelesener Beitrag von Heike »

Eine zum eigenen Hauttyp und -zustand passende Creme zu finden ist ein sehr persönlicher Weg. Gründe zu nennen, die auf Dich nun zutreffen, ist sehr schwer und wird nur vage bleiben. Grundsätzlich sind solche Basiscremes einfach konzipierte Grundlagen, von denen man aus sein eigenes Optimum findet. Zuerst gilt es ja, eine gewisse Routine zu entwickeln, um sich nach und nach an komplexere Rezepturen heranzutasten.

Wenn Deine Haut spannt, fehlt in der Regel Wasser bzw. Stoffe, die es binden. Dass sich Unreinheiten entwickeln, kann darauf hindeuten, dass Du Fettalkohole und Partialglyceride nicht gut verträgst. Vielleicht liegt es auch daran, dass Du nicht hochtourig rührst und die Partikelgröße so grob ist, dass diese Substanzen bei Dir entsprechende Wirkungen zeigen – denn in der Creme, die Du zwischendurch genommen hast, sind auch Fettalkohole drin und sicher mehr als in der Basisrezeptur. Vielleicht waren die Öle nicht einwandfrei. Vielleicht braucht Deine Haut weniger oder mehr Fett. Vielleicht reagiert sie auf Alkohol. Vielleicht …

Das Thema, das Du nennst, ist hier immer wieder aktuell, da fast jeder Einsteiger ähnliche Erfahrungen macht. Vielleicht lesen dies hier einige EX-Einsteiger und können Dir ihren Weg schildern. :-)
Liebe Grüße
Heike

Ninella

Re: Fazit zu meiner ersten Creme

Ungelesener Beitrag von Ninella »

Liebe Annika, :hallihallo:

magst du vielleicht etwas zu deinem Hauttyp schreiben? Das könnte die Suche ein wenig eingrenzen.

Die Liste der möglichen Ursachen ist lang und umfasst eigentlich fast jeden Rohstoff der Rezeptur: Es kann sein, dass der Emulgator nicht der richtige für dich ist, dass du keine Fettalkohole verträgst (obwohl die auch in der Salbe deiner Mutter vorhanden sind), dass die Auswahl der Öle nicht zu deinem Hauttyp passt und nicht zuletzt, dass deine Haut vielleicht einfach eine gewisse Zeit der Umstellung braucht, wenn du von "herkömmlicher" Kosmetik auf native Öle umgestellt haben solltest. Dass du bei der Zubereitung der Emulsion hygienisch gearbeitet hast, setzte ich natürlich ohnehin voraus und lasse diesen Punkt daher bei den möglichen Ursachen weg. :wink:

Ups, inzwischen hat Heike ja schon geantwortet.... Ich bin zu langsam geworden.... :unknown:

Die naheliegendste Vermutung wäre für mich folgende:
Die Fettphase ist mit 30% für deine sehr junge Haut vielleicht zu hoch. Ich würde tippen, dass du eher auf mehr feuchtigkeitsspendende Inhaltsstoffe achten solltest und mit der Fettphase wesentlich heruntergehen könntest. Welche Feuchtigkeitspender (in Maßen!) für dich sinnvoll wären, hängt jetzt wieder mit deinem Hauttyp zusammen.....

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Helga
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Re: Fazit zu meiner ersten Creme

Ungelesener Beitrag von Helga »

Hallo Annicka,

Ich habe Dir hier das Rezept auf 25% herunter gerechnet, Cetyl-Alk. entfernt,
dafür 0,2% Gelbildner dazu geschrieben; Rezept mit Emulsions-Rechner auf
Olionatura überprüft und den Emulgator GSE lt. Rechner auf 2,3g erhöht.



Fettphase in g: (12,5g gesamt)
Emulgator GSE: 2,3g
Basisöle (gesamt) 7,2g
Buttern und Wachse (gesamt) 2g
Wirkstofföle (gesamt) 1g (nicht mit den anderen Ölen erhitzen!)


Wasserphase in g:
Wasser dest. oder Hydrolat (gesamt) 21,2g
Wirkstoffe:
- Urea 1g
- D-Panthenol 1g
- Glycerin 1g
Konservierung: 13,3g Alkohol 40%
(Gelbildner 0,2g)

Möglich, dass die Fettphase bei Deiner jungen Haut nochmals auf 20% reduziert
werden sollte. Melde dich einfach :wink:
Liebe Grüße und noch einen schönen Tag :-)

Helga

Kiki

Re: Fazit zu meiner ersten Creme

Ungelesener Beitrag von Kiki »

Hallo Annika :hallihallo:
ergänzend zu dem was schon gesagt wurde,
finde ich noch den Hinweis auf die Qualität der Öle und Buttern wichtig (Heike hat es bereits kurz angedeutet).
Sind deine verwendeten Lipide raffiniert oder nativ, aus einem vertrauenswürdigen Shop oder eher Standardware?
Denn mir war am Anfang die Qualitätsfrage nicht so bewusst.
Vielleicht auch erstmal das Nachtkerzenöl weglassen und mit Basisölen ganz simpel anfangen?
In welchem Behältnis hast du deine Creme aufbewahrt?

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Annika
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Re: Fazit zu meiner ersten Creme

Ungelesener Beitrag von Annika »

chhelga hat geschrieben:Ich habe Dir hier das Rezept auf 25% herunter gerechnet, Cetyl-Alk. entfernt,
dafür 0,2% Gelbildner dazu geschrieben; Rezept mit Emulsions-Rechner auf
Olionatura überprüft und den Emulgator GSE lt. Rechner auf 2,3g erhöht.
Vielen Dank dafür! ich werde das auf jeden Fall mal so ausprobieren, Urea hab ich aber nicht da...Womit ich könnte ich das ersetzen?
Kiki hat geschrieben:Hinweis auf die Qualität der Öle und Buttern
Ich habe alle bei Behawe bestellt. Ist das Okay oder gibt es bessere Alternativen?
Ninella hat geschrieben:magst du vielleicht etwas zu deinem Hauttyp schreiben?
Klar gerne.
Eigentich relativ fettig, aber nicht so sehr, dass es glänzen würde, im Winter aber auch gerne mal trocken, besonders an der Stirn...
Ansonsten ziemlich viele Picke und Unreinheiten
oke man merkt ich kanns nicht so toll beschreiben...
Kiki hat geschrieben:In welchem Behältnis hast du deine Creme aufbewahrt?
Cremedose...
Nicht optimal ich weiß, da auch mit den Fingern entnommen... :/
Heike hat geschrieben:Vielleicht liegt es auch daran, dass Du nicht hochtourig rührst und die Partikelgröße so grob ist, dass diese Substanzen bei Dir entsprechende Wirkungen zeigen
Stabmixer, das sollte von der Power her reichen oder?
LG Annika

Kiki

Re: Fazit zu meiner ersten Creme

Ungelesener Beitrag von Kiki »

Annika hat geschrieben:Ich habe alle bei Behawe bestellt. Ist das Okay oder gibt es bessere Alternativen?
nativ oder raffiniert? auf Olinature sind auch Bezugsquellen zu finden,
wobei Mandel und Jojobaöl jetzt nicht so problematisch sind :gruebel:
Annika hat geschrieben:Cremedose...
Nicht optimal ich weiß, da auch mit den Fingern entnommen... :/
definitiv nicht optimal und wahrscheinlich entscheident für dein Hautproblem mit verantwortlich...
Ich finde es generell sehr tapfer, dass du die Creme bis zum Ende aufgebraucht hast.
Ich war im Gegensatz dazu eher der paranoide Hüpfer, der schnell Unverträglichkeiten gewittert hat
und entsprechend wechselte :D (leider auch nicht super).
Ich würde nichts neues Rühren bis nicht das Aufbewahrungsproblem gelöst ist, optimal sind Pump- oder Airlesspender.
Zur Überbrückung tuen es auch leere Fläschchen mit möglichst kleiner Öffnung zum rausdrücken des Inhalts (gibts bspw. beim DM bei den Probiergrößen). So verwenden, dass die Creme in deine Hand tropft und du sie verschließt ohne mit den Fingern an die Öffnung zu kommen. Kleine Mengen Rühren und evt kühl lagern.

Kiki

Re: Fazit zu meiner ersten Creme

Ungelesener Beitrag von Kiki »

Ich frage mich gerade, ob eine vermutlich keimgeplagte Haut nicht erstmal eine Minimal- oder Spezialpflege braucht :lupe:
Damit die Haut die Chance erhält sich wieder zu normalisieren?

Ninella

Re: Fazit zu meiner ersten Creme

Ungelesener Beitrag von Ninella »

Liebe Annika,

vielleicht sollte es insgesamt etwas ruhiger angehen und dir noch einmal Zeit nehmen, dich gut vorzubereiten? Das ist jetzt nicht böse gemeint, aber ohne die grundlegendsten Punkte einzuhalten wirst du deiner Haut unter Umständen nachhaltig schaden!

Als Erstes solltest du dir wirklich umgehend Pumpspender besorgen, aus denen du die Creme ohne große Kontamination entnehmen kannst (dabei hat Kiki dir ja schon für den Übergang einen tollen Tip gegeben). Oder du besorgst dir wenigstens einen Spatel, den du jedes Mal desinfizierst, um damit deine Creme aus dem Töpfchen zu entnehmen.

Dann hat Helga dir ja schon einen Rezeptvorschlag erarbeitet. Um die passenden Öle für dich zu finden, kannst du dir hier die Vorschläge für Ölkombinationen durchlesen: Olionatura
Einige dieser Öle kann man auch in guter Qualität im Bioladen kaufen, falls du nicht sofort wieder bestellen möchtest.

Zum Urea: Du kannst es auch erst einmal weglassen und das Glycerin wieder auf mindestens 2 gr erhöhen (wenn du höher gehst, musst du natürlich wieder den Wasseranteil entsprechend reduzieren). Und bis zu deiner nächsten Rohstoffbestellung kannst du dir ja mal in Ruhe anschauen, welche Feuchtigkeitsspender/ Wirkstoffe für dich in Frage kommen könnten: Rohstoffe
Annika hat geschrieben:Eigentich relativ fettig, aber nicht so sehr, dass es glänzen würde, im Winter aber auch gerne mal trocken, besonders an der Stirn...
Ansonsten ziemlich viele Picke und Unreinheiten
oke man merkt ich kanns nicht so toll beschreiben...
:monsieur: Deine Beschreibung ist doch durchaus ausreichend! Eigentlich musst du jetzt für dich herausfinden, ob deine Haut eher unter Fett- oder Feuchtigkeitsmagel leidet. Wenn du mit der nächsten Creme weiterhin eine trockene Haut hast, kannst du die Stellen erst mit etwas zusätzlichem Öl über der Creme versorgen und schauen, ob es besser wird. Wenn nicht, gibst du nach dem Cremen zusätzlich etwas Feuchtigkeitspendendes darüber (z.B. einfach etwas Wasser/ Tee/ Hydrolat mit einem Tröpfchen Glycerin, natürlich jedes Mal frisch hergestellt).

Ich hoffe, du hältst uns auf dem Laufenden? :popcorn:

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Helga
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Re: Fazit zu meiner ersten Creme

Ungelesener Beitrag von Helga »

Urea hab ich aber nicht da...Womit ich könnte ich das ersetzen?
Dann lass es vorerst mal weg, ist nicht schlimm :wink:

Was ich aber noch erwähnen wollte:
Als Emulgator setzt Du GSE ein und Du rührst mit dem Stabmixer.
Das ging gut als noch Cetylalk. mit dabei war.
GSE mag keine hohen Scherkräfte, entweder Du rührst nur ein
paar Sekunden und nimmst was schwächeres mit niederigen Umdrehungen.
Schau mal hier ist es unter "Verarbeitung" gut beschrieben.
Liebe Grüße und noch einen schönen Tag :-)

Helga

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Annika
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Re: Fazit zu meiner ersten Creme

Ungelesener Beitrag von Annika »

Ninella hat geschrieben:Als Erstes solltest du dir wirklich umgehend Pumpspender besorgen
Schon passiert!
Ninella hat geschrieben: Wenn du mit der nächsten Creme weiterhin eine trockene Haut hast, kannst du die Stellen erst mit etwas zusätzlichem Öl über der Creme versorgen und schauen, ob es besser wird. Wenn nicht, gibst du nach dem Cremen zusätzlich etwas Feuchtigkeitspendendes darüber (z.B. einfach etwas Wasser/ Tee/ Hydrolat mit einem Tröpfchen Glycerin, natürlich jedes Mal frisch hergestellt).
Das werde ich so machen, danke.
Ninella hat geschrieben:Ich hoffe, du hältst uns auf dem Laufenden? :popcorn:
Na klar ;)
LG Annika

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Petunie
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Re: Fazit zu meiner ersten Creme

Ungelesener Beitrag von Petunie »

Heike hat geschrieben: Das Thema, das Du nennst, ist hier immer wieder aktuell, da fast jeder Einsteiger ähnliche Erfahrungen macht. Vielleicht lesen dies hier einige EX-Einsteiger und können Dir ihren Weg schildern. :-)
Hallo Annika!
Bin auch Rühranfänger....gehe da aber etwas anders an die Sache heran:
Ich nehme mir viel Zeit, wenn ich rühren möchte, und produziere "Serien", jeweils in kleinen Mengen (10 bzw 15 ml Töpfchen).
Z.B. wollte ich wissen, wie sich Unterschiede von Emulgatoren anfühlen. Also ein Standardgrundrezept kreiert (40% FP, 60%WP, keine speziellen Wirkstoffe) - dieses einmal mit der entsprechenden Menge Emulsan gerührt, mal mit GSE, mal Flüssiglecithin, mal zwei davon in Kombination, usw. peinlichst genau alles notieren und beschriften (meine Töpchen sehen witzig aus: I, II, III,... - ich fühle mich wie eine Laborversuchsmaus :wink: ).
Dann der Reihe nach verwendet (ein Tiegel ist ja in 3-7 Tagen verbraucht, die anderen lagern einsweilen im Kühlschrank).
Nächste Serie: EIN Emulgator, dafür verschiedene Ölkombis, usw.
Bin noch lange am experimentieren - wobei ich grundsätzlich meine Rohstoffe vor dem Kauf so auswähle, daß sie (lt Beschreibung in Heikes Rohstofflexikon) zumindest theoretisch für MEINE Haut geeignet wären.
Waren schon tolle Emulsionen dabei, manches ist auch schnell in den Mistkübel gewandert (was ja bei so kleinen Mengen nicht schlimm ist).
Finde das sehr spannend.....
Weiß jetzt nicht, ob Dir das eine Hilfe war, soll Dich aber ermutigen herumzuprobieren und nicht den Anspruch auf sofortigen Perfektionismus zu erheben :gebete: (macht ja auch großen Spaß)
Viel Erfolg! :hallihallo:
Ein herzliches Lächeln ist das schönste Make-up.....

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Annika
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Re: Fazit zu meiner ersten Creme

Ungelesener Beitrag von Annika »

Petunie hat geschrieben:Ich nehme mir viel Zeit, wenn ich rühren möchte, und produziere "Serien", jeweils in kleinen Mengen (10 bzw 15 ml Töpfchen).
Z.B. wollte ich wissen, wie sich Unterschiede von Emulgatoren anfühlen. Also ein Standardgrundrezept kreiert (40% FP, 60%WP, keine speziellen Wirkstoffe) - dieses einmal mit der entsprechenden Menge Emulsan gerührt, mal mit GSE, mal Flüssiglecithin, mal zwei davon in Kombination, usw. peinlichst genau alles notieren und beschriften
Hey, das ist eine richtig gute Idee!!
LG Annika

Karsten

Re: Fazit zu meiner ersten Creme

Ungelesener Beitrag von Karsten »

Hi Annika!
Ich mache es ähnlich wie Petunie. Für die Gesichtscreme habe ich mir 30ml Tigelchen gekauft, auf die ich die Creme verteile. Alles lagert im Kühlschrank. Damit umgehe ich das Problem, dass einmal versehentlich eingebrachte Keime die ganze "Charge" zerstören. Bisher waren wir so nachlässig und haben die Creme mit einem sauberen aber nicht desinfizierten Spatel entnommen. Allerdings benutzen wir die Creme zu zweit, sie ist also recht schnell verbraucht. Bisher war das kein Problem.
Eine Tube oder ein Spender ist natürlich eine tolle Lösung. Ich kann mich nur nicht mit dem Gedanken anfreunden, das ganze danach (aus hygienischen Gründen) fortzuwerfen. Klar, bei Kauf-Creme macht man das auch, aber irgendwie erscheint es mit "richtiger", meine Gläser und Tigelchen immer wieder zu verwenden.

Ninella

Re: Fazit zu meiner ersten Creme

Ungelesener Beitrag von Ninella »

Karsten hat geschrieben:Ich kann mich nur nicht mit dem Gedanken anfreunden, das ganze danach (aus hygienischen Gründen) fortzuwerfen.
Aber ist es nicht der eigentliche Grundgedanke, seine Lotionen/ Cremes selber herzustellen, weil man unter anderem genau wissen will, was man sich da auf seine Haut gibt? Unbekannte Keime zählen da für mich ganz sicher nicht dazu.... :veilchen:
Karsten hat geschrieben:aber irgendwie erscheint es mit "richtiger", meine Gläser und Tigelchen immer wieder zu verwenden.
In der Regel kann man Pumpspender auch wiederverwenden, man entsorgt ja nur "Pump-", "-spender" kann meistens gereinigt werden (das richtige Material vorausgesetzt).

Karsten

Re: Fazit zu meiner ersten Creme

Ungelesener Beitrag von Karsten »

Ninella hat geschrieben:Aber ist es nicht der eigentliche Grundgedanke, seine Lotionen/ Cremes selber herzustellen, weil man unter anderem genau wissen will, was man sich da auf seine Haut gibt? Unbekannte Keime zählen da für mich ganz sicher nicht dazu.... :veilchen:
Man könnte sie ja kultivieren und dann identifizieren. Dann sind sie nicht mehr unbekannt! :vollirre:
Karsten hat geschrieben: In der Regel kann man Pumpspender auch wiederverwenden, man entsorgt ja nur "Pump-", "-spender" kann meistens gereinigt werden (das richtige Material vorausgesetzt).
Stimmt. Was ich damit sagen wollte ist ganz einfach, dass ich schlichtweg den Müll vermeiden möchte. Für die Kosmetikindustrie mag es billiger sein deren Creme in billige Plasikflschen voller Weichmacher (die sich in Ölen ja besonders gut lösen) zu füllen. Ich mag meine Gläschen aus richtigem Glas. Die kommen mir wertiger vor und können unbegrenzt wiederverwertet werden :)
Sollte ich mal eine Handcreme machen, die man ja auch gerne mal irgendwohin mitnimmt und logischerweise nicht mit Isopropylaklohol und Spatel "bedient", werde ich wohl auch nicht um eine kleine (Einweg-)Plastiktube herumkommen.

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splash
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Re: Fazit zu meiner ersten Creme

Ungelesener Beitrag von splash »

Ich geb auch meine Airless Spender in den Geschirrspüler und danach noch in den Babyflaschen-Sterilisator. Die haben das bisher problemlos überlebt. Das ist aber auch mein Anspruch an diese Dinger. Das, das dieses Prozedere nicht überlebt, wird entsorgt und sicher nicht wieder gekauft.
Liebe Grüße
splash


Wer morgens zerknittert aufsteht, hat den ganzen Tag über enorme Entfaltungsmöglichkeiten.

Ninella

Re: Fazit zu meiner ersten Creme

Ungelesener Beitrag von Ninella »

Karsten hat geschrieben:Ich mag meine Gläschen aus richtigem Glas. Die kommen mir wertiger vor und können unbegrenzt wiederverwertet werden :)
Also nix gegen die Wertigkeit unserer Pumpspender von Rosa Heinz! :nawarte:
Karsten hat geschrieben:Man könnte sie ja kultivieren und dann identifizieren. Dann sind sie nicht mehr unbekannt! :vollirre:
:monsieur: Oh ja! Wenn sie dann größer sind, kann man ihnen ja auch Namen geben. :wink:

Karsten

Re: Fazit zu meiner ersten Creme

Ungelesener Beitrag von Karsten »

Ninella hat geschrieben: Also nix gegen die Wertigkeit unserer Pumpspender von Rosa Heinz! :nawarte:
Es lag mir natürlich fern, Deine Rosa-Pumpspender zu beleideigen! :klimper:
Ich schreib mal welche auf meine Einkaufsliste für die nächste Lotion :)
Ninella hat geschrieben: :monsieur: Oh ja! Wenn sie dann größer sind, kann man ihnen ja auch Namen geben. :wink:
Soweit kommt es hoffentlich nicht! :)

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Annika
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Re: Fazit zu meiner ersten Creme

Ungelesener Beitrag von Annika »

Hallo :hallihallo:

Nach einer Testphase von drei Wochen möchte ein Fazit zu meiner aktuellen Creme ziehen.

ich habe es nach der Umrechnung von chelga gerührt, also so:

Fettphase in g: (12,5g gesamt)
Emulgator GSE: 2,3g
Basisöle (gesamt) 7,2g (je 3,6g Jojoba- und Mandelöl)
Buttern und Wachse (gesamt) 2g (Sheabutter)
Wirkstofföle (gesamt) 1g (nicht mit den anderen Ölen erhitzen!) (Nachtkerzenöl)

Wasserphase in g:
Wasser dest. oder Hydrolat (gesamt) 21,2g
Wirkstoffe:
- Urea 1g (hab nach gründlichen studieren des Potraits beschlossen, dass ich es brauche und dann in der apo gekauft)
- D-Panthenol 1g
- Glycerin 1g
Konservierung: 13,3g Alkohol 40%

Gelbildner hab ich weg gelassen, die Konsistenz ist (finde ich) perfekt für den Pumpspender geeignet!


Okay, es geht los...

1. Kein Spannen, kein Jucken, keine rote Haut
2. insgesamt klarere Haut, also keine ungewöhnlich Pickelbelastung. Ob das jetzt am fehlenden Cetylalkohol liegt, an der geringeren Fettphase oder am Spender, wer weiß...
3. Über feuchter Haut aufgetragen pflegt die Creme noch besser. Ich werde also mit der Wasserphase weiter raufgehen.

Insgesamt bin ich aber schon ganz zufrieden. Sie ist nicht perfekt, aber mit dieser Creme kann ich ganz gut leben :yeah:
LG Annika

Ninella

Re: Fazit zu meiner ersten Creme

Ungelesener Beitrag von Ninella »

Annika hat geschrieben:Insgesamt bin ich aber schon ganz zufrieden. Sie ist nicht perfekt, aber mit dieser Creme kann ich ganz gut leben :yeah:
Herzlichen Glückwunsch zu deinem Erfolg! :blumenstrauss:
Annika hat geschrieben:Gelbildner hab ich weg gelassen, die Konsistenz ist (finde ich) perfekt für den Pumpspender geeignet!
Bei dieser geringen Einsatzkonzentration geht es weniger um die Konsistenz (die würde hier kaum zunehmen) als um eine zusätzliche Stabilisierung der Emulsion. Wenn es aber nicht zur Phasentrennung kommt, kannst du den Gelbildner auch weglassen.
Annika hat geschrieben:. Über feuchter Haut aufgetragen pflegt die Creme noch besser. Ich werde also mit der Wasserphase weiter raufgehen.
Und/ oder den Anteil deiner Feuchtigkeitsspender minimal erhöhen? :lupe:
Annika hat geschrieben:Sie ist nicht perfekt
Perfekt ist doch langweilig. :monsieur:

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Re: Fazit zu meiner ersten Creme

Ungelesener Beitrag von Annika »

Ninella hat geschrieben:Herzlichen Glückwunsch zu deinem Erfolg! :blumenstrauss:
Vielen Dank
Ninella hat geschrieben:Und/ oder den Anteil deiner Feuchtigkeitsspender minimal erhöhen?
Und/Oder das!
Ninella hat geschrieben:Perfekt ist doch langweilig. :monsieur
Eeeeben.
LG Annika

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