Meine erste Tagescreme mit LSF

In diesem Unterforum erörtern wir Themen rund um die Entwicklung, Herstellung und Optimierung von Hautpflegeprodukten (inklusive Fehlersuche).

Moderator: Helga

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Katurian
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Meine erste Tagescreme mit LSF

Ungelesener Beitrag von Katurian »

Hallo allerseits!
Ich brauche Hilfe bei der Rezeptur meiner ersten Hautcreme mit Lichtschutzfaktor für trockene Haut.Bisher habe ich über meine selbergemachten Tagescremes (mit denen ich auch noch nicht so richtig zufrieden war, waren aber keine Rezepte von olionatura sondern von älteren websites) eine gekaufte Sonnencreme drübergegeben, hätte aber gern wieder ein all-in-one Produkt mit LSF von ca. 20.
Hier mal das Rezept das ich durch meine olionatura-Recherche zusammengebastelt habe:
27.5 % Fettphase (13.75 g)
2 g Squalan (4 %)
2 g Jojobaöl (4 %)
1.5 g Avocadoöl (3 %)
1.5 g Mandelöl (3 %)
1 g Arganöl (2 %)
2.5 g Sheabutter (5 %)
0.5 g Avocadon (1 %)

2.5 g Dermofeel GSC (5 %)
0.25 g Cetylalkohol (0.5 %) als Konsistenzgeber

72.5 % Wasserphase (36.25 g)
5 g Sofi Tix Breitband (10 %)
0.75 g Glycerin (1.5 %)

0.4 g Paraben K (0.8 %)
30.1 g Wasser (60.2 %)

Milchsäure auf pH 6

Als Emulgator habe ich Dermofeel GSC ausgesucht weil das gut für Sonnencremes sein soll (und weil ich den nicht online bestellen muss), mit 0,5 % Cetylalkohol, aber Xanthan dachte ich lass ich weg weil das durch das Sofitix eh eine festere Konsistenz kriegen sollte. Allerdings habe ich auf olionatura nur Infos zu Dermofeel PR gefunden, gilt was dort steht auch für das GSC?
Eine Phytosterolbasis kann ich leider noch nicht machen weil ich noch kein Oryzanol habe, also muss das Avocadon solo fürs erste reichen. Kann ich das einfach mit der Fettphase mitaufschmelzen?
Und ich habe heute eine Nachtcreme mit 7% Arganöl hergestellt, vom Hautgefühl ist die ja ganz gut, aber dieser Geruch vom Arganöl :schocking: ich dachte zuerst ich hab die Fettphase zu lange erhitzt und mir ist das ganze oxidiert (mein Thermometer hat leider mitten drin den Geist aufgegeben), aber als ich dann an der Arganölflasche gerochen hab wusste ich, das gehört wohl so. Die Nachtcreme kann ich ob ihres erbärmlichen Gestanks jetzt wegwerfen, aber meint ihr dass man 2% Arganöl in der Tagescreme auch so rausriecht? Oder kann ich einfach den Anteil der anderen Öle erhöhen und damit das Arganöl ersetzen? Oder passt meine Ölzusammenstellung überhaupt nicht?
Und kann ich noch 1,5 % Harnstoff in die Rezeptur dazu nehmen?
Hach, so viele Fragen, aber vielleicht kann mir ja jemand helfen :klimper:

Liebe Grüße,
Katurian
Liebe Grüße,
Katurian

angel

Re: Meine erste Tagescreme mit LSF

Ungelesener Beitrag von angel »

Ich kann dir bei dem Rezept leider nicht helfen, aber beim Arganöl vielleicht: hast du ein geröstetes? Wenn es ganz arg riecht (sauer oder fischig), ist es nicht mehr gut. Geröstetes Arganöl, das traditionelle Berberöl, hat einen sehr charakteristischen Geruch.
Ich habe ein kaltgepresstes, ungeröstetes, und es riecht kaum. Arganöl

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Rosemarie
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Re: Meine erste Tagescreme mit LSF

Ungelesener Beitrag von Rosemarie »

Hallo Katurian,

ich habe mir auch eine Tagescreme mit LSF gerührt und dabei einfach mein Grundrezept mit (ebenfalls der maximalen Dosis) SoFoTix angereichert.
Text anzeigen
5,5 g Jojobaöl, 2 g Cupuacubutter, 1g Ectoin, 1,4 g Glycerin, 6,5 ml Alkohol (96%), 1 g Phytosterolbasis, 10 Tr. Kaliumsorbatlösung, 5 g SoFiTix, 2g Lysogel, 4Tr. Milchsäure, 33 g Wasser
Meinen Test kannst du hier nachlesen und ich kann ergänzen, dass ich gestern - also nach über 5 Wochen - die immer noch stabile Emulsion zum ersten Mal in meinem Gesicht getestet habe. Vorher war einfach nicht genug Sonne da.
Die Mischung war von der Konsistenz und vom Geruch her absolut einwandfrei und meine Haut hat sie auch prima vertragen.

Zu deinen Zutaten: Avocadoöl, Arganöl und Mandelöl sind für sonnenexponierte Cremes nicht optimal - Hier kannst du mehr dazu sehen.

Übrigens: ich kann Arganöl auch nicht riechen, genauso wenig wie Sheabutter, die ich daher überall durch Cupuacubutter ersetze.

Wenn du Harnstoff einsetzt, musst du auch auf jeden Fall Natriumlaktat zufügen - mehr dazu findest du hier.

Ein genereller Tipp: nimm am Anfang möglichst einfache Rezepte und teste aus, welches Öl, welcher Wirkstoff dir und deiner Haut liegt. Wenn alles in Ordnung ist, kannst du weitere Stoffe hinzufügen (Schritt für Schritt). Wenn dann ein Problem auftritt, hast du den Übeltäter schneller identifiziert. :gut:
viele Grüße
Rosemarie

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Tessa
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Re: Meine erste Tagescreme mit LSF

Ungelesener Beitrag von Tessa »

Rosemarie hat geschrieben: Zu deinen Zutaten: Avocadoöl, Arganöl und Mandelöl sind für sonnenexponierte Cremes nicht optimal - Hier kannst du mehr dazu sehen.
Da muss ich leider widersprechen, sie sind in Mischungen (mit lichtstabilen Ölen)gut für sonnenexponierte Cremes
geeignet, es sei denn , sie möchte stundenlang in der Sonne braten, :/ ,dann muss sie die optimalen Ölmischungen nehmen.
Liebe Grüße Tessa

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Rosemarie
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Re: Meine erste Tagescreme mit LSF

Ungelesener Beitrag von Rosemarie »

Hallo Tessa,

ich weiß ja nicht, wie lange sich Katurian der Sonne aussetzt und wie intensiv die Sonneneinstrahlung ist. Ich habe ja auch geschrieben nicht optimal und nicht völlig ungeeignet.

Wie hoch könnte denn deiner Erfahrung nach der Anteil dieser Öle an der gesamten Ölmischung sein? :lupe:
viele Grüße
Rosemarie

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Ulrike
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Re: Meine erste Tagescreme mit LSF

Ungelesener Beitrag von Ulrike »

Wenn ich an ihren Vorstellungsbeitrag denke, wird Katurian wohl kaum stundenlang in der Sonne braten wollen. Daher sollte dein Hinweis, liebe Tessa, schon passend sein.

Zu Ölen, Buttern und Gerüchen: Bio und Natur hin oder her - ich bin ab davon. Grund: Die Gerüche!

Aktuell habe ich eine Avocadohandcreme. Glücklicherweise nur 50 ml. Sie wirkt toll, das Avocadoöl ist wirklich ein Heilmittel. Der Geruch jedoch schreit nach "nie wieder".

Und jetzt werfe ich mal den Vorteil des Alters in den Ring: In 10 Tagen werde ich 50 Jahre alt. Darum nehme ich es mir heraus, einfach nur das zu tun, was mir gefällt. Wenn mich Bio-natur-nativ-alternativ-wasweisich-Avocadoöl unglücklich macht, dann verwende ich es einfach nicht mehr!

Ha - Pipi Langstrumpf hätte das auch so gemacht.

Ulrike
Ein Kaktus ist nichts anderes, als eine sehr gut bewaffnete Gurke!

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Rosemarie
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Re: Meine erste Tagescreme mit LSF

Ungelesener Beitrag von Rosemarie »

Liebe Ulrike,

ich werde bald 65 Jahre
Ulrike hat geschrieben:....Und jetzt werfe ich mal den Vorteil des Alters in den Ring: In 10 Tagen werde ich 50 Jahre alt. Darum nehme ich es mir heraus, einfach nur das zu tun, was mir gefällt. Wenn mich Bio-natur-nativ-alternativ-wasweisich-Avocadoöl unglücklich macht, dann verwende ich es einfach nicht mehr!

Ha - Pipi Langstrumpf hätte das auch so gemacht.

Ulrike
und das sehe ich genauso :gut: :gut:

Das mit der Ölmischung will ich nicht unnötig vertiefen - aber mich würde schon interessieren bis zu welchem Anteil man auch nicht so stabile Öle in einer Mischung verwenden kann.

Ich brate auch nicht stundenlang in der Sonne - aber Sonne mit Schnee gibt schon eine recht intensive Bestrahlung - auch bei kürzerer Einwirkungszeit.
viele Grüße
Rosemarie

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Annika
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Re: Meine erste Tagescreme mit LSF

Ungelesener Beitrag von Annika »

Im Blog gibt es Artikel zu Dermofeel® GSC palm oil free.
LG Annika

Katharina
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Re: Meine erste Tagescreme mit LSF

Ungelesener Beitrag von Katharina »

Katurian hat geschrieben: Und ich habe heute eine Nachtcreme mit 7% Arganöl hergestellt, vom Hautgefühl ist die ja ganz gut, aber dieser Geruch vom Arganöl :schocking: ich dachte zuerst ich hab die Fettphase zu lange erhitzt und mir ist das ganze oxidiert (mein Thermometer hat leider mitten drin den Geist aufgegeben), aber als ich dann an der Arganölflasche gerochen hab wusste ich, das gehört wohl so. Die Nachtcreme kann ich ob ihres erbärmlichen Gestanks jetzt wegwerfen, aber meint ihr dass man 2% Arganöl in der Tagescreme auch so rausriecht?
Wie du dem Porträt entnehmen wirst, wird mit Arganöl sehr viel Unfug getrieben. Es ist gerade für Anti-Aging Rezepturen auf Grund seiner speziellen Zusammensetzung sehr beliebt, aber leider eben ein Öl, dessen Stammpflanze nur eine geringe Ausbeute bietet. Da wird gerne – zur Steigerung des Profites – nachgeholfen. :)

Wenn man den charakteristischen Duft, den ein gutes unraffiniertes Arganöl mit sich bringt aushalten kann oder gar mag, ist es für eine Tages- oder Nachtemulsion eine gute Wahl - auch in der sonnenexponierten Zeit..
Wenn es nicht duftet, ist es in der Regel desodoriert, was nichts schlimmes ist. Man kann es deklarieren, muss aber nicht - die Tatsache wird dann gerne unter den Tisch fallen gelassen.

Für eine reine Sonnenkosmetik würde ich es auch nicht unbedingt verwenden, oder sehr stabilisiert, wie du es vor hast. Mit Jojobaöl, Mandelöl, Squalan und Avocadin bist du auf einem guten Weg. Sehr empfehlenswert ist da übrigens auch ein leichtes HO-Sonnenblumenöl (siehe Porträt auf olinatura.de).
Katurian hat geschrieben:Und kann ich noch 1,5 % Harnstoff in die Rezeptur dazu nehmen?
Auf Urea würde ich in einer Sonnencreme generell verzichten, da es hitzeempfindlich ist. Du kannst den Stoff gut in eine Aftersunpflege auslagern. :)
Katurian hat geschrieben:Milchsäure auf pH 6
Warum pH 6? Der empfohlene der hautnahe pH-Wert liegt bei 5-5,5. Auch wenn du mit Paraben konservierst empfiehlt es sich, die Rezeptur auf diesen Wert einzustellen. Das es hautfreundlichere, naturkosmetische Konservierungsmittel gibt, ist dir bekannt? :lupe:
Freundlich grüßt
Katharina

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Tessa
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Re: Meine erste Tagescreme mit LSF

Ungelesener Beitrag von Tessa »

Rosemarie hat geschrieben:Hallo Tessa,

Wie hoch könnte denn deiner Erfahrung nach der Anteil dieser Öle an der gesamten Ölmischung sein? :lupe:
Ich glaube einen prozentualen Anteil der einzelnen Öle gibt es nicht, oder es ist an mir vorbei gegangen.
Ich richte mich nach folgenden Angaben lt Olionatura 20-50% B-0 ,PF und 50-70% B 1,B2 undB3
Innerhalb dieser Öle variiere ich. Im Sommer mehr B1 und B 2 Öle
Eine große Erleichterung ist bei der Berechnung , Helgas Rezepte Rechner. s. Downloadbereich
Ulrike hat geschrieben: Zu Ölen, Buttern und Gerüchen: Bio und Natur hin oder her - ich bin ab davon. Grund: Die Gerüche!

Aktuell habe ich eine Avocadohandcreme. Glücklicherweise nur 50 ml. Sie wirkt toll, das Avocadoöl ist wirklich ein Heilmittel. Der Geruch jedoch schreit nach "nie wieder".

Und jetzt werfe ich mal den Vorteil des Alters in den Ring: In 10 Tagen werde ich 50 Jahre alt. Darum nehme ich es mir heraus, einfach nur das zu tun, was mir gefällt. Wenn mich Bio-natur-nativ-alternativ-wasweisich-Avocadoöl unglücklich macht, dann verwende ich es einfach nicht mehr!

Ha - Pipi Langstrumpf hätte das auch so gemacht.

Ulrike
Genau so halte ich das auch.

Ich finde Avocado und Argan überhaupt nicht Geruchs- intensiv, dafür kann ich aber Brokkoli nicht ertragen.
Da kann man sehen wie unterschiedlich unser Geruchssinn ausgeprägt ist.
Liebe Grüße Tessa

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Helga
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Re: Meine erste Tagescreme mit LSF

Ungelesener Beitrag von Helga »

Katurian, wenn Du Urea verwenden möchtest, benötigst Du 2% Natriumlaktat in Deiner Rezeptur, das zusammen mit der Milchsäure ein ansteigen des Ph-Wertes verhindern soll. Nariumlaktat und Milchsäure fungieren quasi als "Puffer".

Auszug aus dem Rohstoffportrait Natriumlaktat:
Kosmetisch nutzen wir Natriumlaktat (in Verbindung mit Milchsäure) in zwei Funktionen: einmal dient es als effektiver, hautphysiologischer und verträglicher Hydratisierer, zum anderen als Puffersubstanz, die die chemische Stabilität einer Emulsion gewährleistet. Bei Einarbeitung von Urea in eine wässrige Lösung (z. B. in einer O/W-Emulsion) kann es in der Emulsion, vor allem bei Wärmeeinfluss, zur Zersetzung des Harnstoffs, der Freigabe von Ammoniak und einem Anstieg des pH-Werts kommen. Natriumlaktat und Milchsäure können den Zerfall des Harnstoffs nicht verhindern, aber den damit verbundenen Anstieg des pH-Werts – und in Folge einen möglichen Wirkungsverlust verwendeter Konservierungsmittel (Rokonsal™ BSB-N, Kaliumsorbat), die einen schwach sauren pH-Wert voraussetzen, um wirken zu können .
Betreffend Hinweis von Katharina:
Die oben genannten Konservierer Rokonsal™ BSB-N und Kaliumsorbat wären eine gute Alternative zu Paraben K :wink:

Ich hake jetzt noch mal bei den Ölen ein:
Öle mit viel Linolsäure (eine 2-fach ungesättigte Ölsäure) sowie Alpha- und Gamma-Linolen (mehrfach gesättigte Fettsäuren) oxidieren schnell in Sonne/Wärme. Das ist :schocking: für die Haut :wink:

Öle ohne bzw. wenig Linolsäure wären z. B. :
Wiesenschaumkrautöl, Moringaöl, Neutralöl, Dermofeel (wie heisst es?) Jojobaöl, Marulaöl.
Liebe Grüße und noch einen schönen Tag :-)

Helga

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Helga
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Re: Meine erste Tagescreme mit LSF

Ungelesener Beitrag von Helga »

Warum umständlich, wenn es auch einfach geht :wink:

Hier ist eine Tabelle über Öle (Olionatura), die schön sortiert: klick
Liebe Grüße und noch einen schönen Tag :-)

Helga

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Katurian
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Re: Meine erste Tagescreme mit LSF

Ungelesener Beitrag von Katurian »

Wow, vielen Dank euch allen für die viele Hilfe! :blumenstrauss:
angel hat geschrieben:Ich kann dir bei dem Rezept leider nicht helfen, aber beim Arganöl vielleicht: hast du ein geröstetes? Wenn es ganz arg riecht (sauer oder fischig), ist es nicht mehr gut. Geröstetes Arganöl, das traditionelle Berberöl, hat einen sehr charakteristischen Geruch. Arganöl
Auf meinem Arganöl steht Bio, kaltgepresst, und ich habs gestern erst gekauft, laut MHD soll es noch bis 2016 halten. Es riecht überhaupt nicht nussig sondern sauer, wie verdorbene Milch (mein Freund meinte ganz charmant zu meiner Nachtcreme mit dem Öl: "riecht wie Erbrochenes" :< ) Soll ich das wieder ins Geschäft zurückbringen? Hab's von der Kosmetikmacherei in Wien.
Rosemarie hat geschrieben: ich habe mir auch eine Tagescreme mit LSF gerührt und dabei einfach mein Grundrezept mit (ebenfalls der maximalen Dosis) SoFoTix angereichert.
Danke für dein Rezept, Rosemarie, das gefällt mir gut. Aber ist deine Creme auch für trockene Haut (im Winter sogar eher sehr trocken) geeignet? Meine Tagescreme mit LSF soll neben meinem Hyaluronsäureserum Pflege und Feuchtigkeit für den ganzen Tag liefern, deswegen habe ich bei der Auswahl der Öle auf einen Kompromiss zwischen Pflegewirkung und Photostabilität geachtet.
Rosemarie hat geschrieben: ich weiß ja nicht, wie lange sich Katurian der Sonne aussetzt und wie intensiv die Sonneneinstrahlung ist.
Die Creme ist nicht als richtige Sonnencreme gedacht, ich hab damit nicht vor mich in die Sonne zu legen und zu braten (was in diesem Winter eh schwer zu bewerkstelligen wäre :wink: ), sie soll einfach nur meine Haut vor UV-Licht schützen wenn ich tagsüber unterwegs bin.
Katharina hat geschrieben: Warum pH 6? Der empfohlene der hautnahe pH-Wert liegt bei 5-5,5. Auch wenn du mit Paraben konservierst empfiehlt es sich, die Rezeptur auf diesen Wert einzustellen. Das es hautfreundlichere, naturkosmetische Konservierungsmittel gibt, ist dir bekannt? :lupe:
Ich hatte wohl noch den pH 6 den der Harnstoff braucht im Hinterkopf, werd natürlich auf 5.5 einstellen, danke für den Hinweis. Ich weiß dass Parabene hier keinen guten Ruf haben, und klar ist es keine Naturkosmetik, aber für mich wirkt Paraben durch die Studienlage relativ sicher, ich bin nicht allergisch drauf und drum werd ichs wohl weiterbenutzen.
Helga hat geschrieben:Katurian, wenn Du Urea verwenden möchtest, benötigst Du 2% Natriumlaktat in Deiner Rezeptur, das zusammen mit der Milchsäure ein ansteigen des Ph-Wertes verhindern soll. Nariumlaktat und Milchsäure fungieren quasi als "Puffer".
Ok, dann lass ich den Harnstoff weg, Natriumlaktat hab ich keines da. Probier ich dann vielleicht beim nächsten mal.
Helga hat geschrieben:Warum umständlich, wenn es auch einfach geht :wink:

Hier ist eine Tabelle über Öle (Olionatura), die schön sortiert: klick
Die Seite habe ich durchgesehen, aber die photostabilsten Öle gibts nicht in Wien zu kaufen, und online bestellen wollte ich nicht weil die Versankosten meist doch ziemlich hoch sind. Für den Sommer, wenns dann wieder richtig viel Sonne gibt, werd ich mir aber sicher einige dieser Öle bestellen.

Nachdem hier einige meinten, meine ausgesuchten Öle wären ok so, werd ichs mal damit probieren, aber das stinkige Arganöl lass ich weg.

Danke nochmal an alle & liebe Grüße,
Katurian
Liebe Grüße,
Katurian

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Re: Meine erste Tagescreme mit LSF

Ungelesener Beitrag von Rosemarie »

Hallo Katurian,

meine Haut ist eher "normal", wenig anspruchsvoll und recht robust - auf jeden Fall wenn ich sie mit den vielen hier geschilderten Problemen vergleiche.
Trockene Haut braucht aber nicht unbedingt viel Fett, sondern auch Feuchtigkeit. Was deine Haut braucht, musst du selbst herausfinden. Das ist ja auch ein Grund selbst zu rühren.
Noch mal zum Sonnenschutz: ich brate nicht in der Sonne. Aber im Winter mit Sonne und Schnee und am Anfang der Sonnenzeit (bewusst nicht Sommerzeit) beim Radfahren möchte ich schon einen wirksamen Lichtschutzfaktor in der Creme haben. Das war mein Ansatz.
Viel Erfolg für deine Versuche.
viele Grüße
Rosemarie

angel

Re: Meine erste Tagescreme mit LSF

Ungelesener Beitrag von angel »

Auf meinem Arganöl steht Bio, kaltgepresst, und ich habs gestern erst gekauft, laut MHD soll es noch bis 2016 halten. Es riecht überhaupt nicht nussig sondern sauer, wie verdorbene Milch (mein Freund meinte ganz charmant zu meiner Nachtcreme mit dem Öl: "riecht wie Erbrochenes" :< ) Soll ich das wieder ins Geschäft zurückbringen? Hab's von der Kosmetikmacherei in Wien.
Hi Katurian, also, Gerüche - das ist was sehr Subjektives - aber wenn es säuerlich riecht, und nach Erbrochenem, würde ich jetzt mal sagen, unbedingt zurückgeben!!! Ich habe jetzt extra noch einmal bei meinem gerochen, und sauer riecht es bestimmt nicht. Eher nussig bis - naja - charakteristisch. Kann ich nicht besser beschreiben, aber nicht wirklich schlecht. Eher natürlich - so, wie ich mir "Berberöl", ein bisschen wild und streng, vorstelle. Aber wenn du auf Gerüche sehr empfindlich reagierst, dann nimm desodoriertes, damit kannst du nicht falsch liegen. Am Besten, du machst im Geschäft gleich einen Geruchstest!!!!

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Re: Meine erste Tagescreme mit LSF

Ungelesener Beitrag von Katurian »

Rosemarie hat geschrieben:meine Haut ist eher "normal", wenig anspruchsvoll und recht robust - auf jeden Fall wenn ich sie mit den vielen hier geschilderten Problemen vergleiche.
Trockene Haut braucht aber nicht unbedingt viel Fett, sondern auch Feuchtigkeit. Was deine Haut braucht, musst du selbst herausfinden. Das ist ja auch ein Grund selbst zu rühren.
Meine Haut ist leider eher das Gegenteil von robust, da müsste ich dein Rezept wohl etwas verändern. Feuchtigkeitsspender sind da ja schon viele drinnen, also eher Fettphase erhöhen? Aber dann bräuchte ich ja auch mehr Emulgator, und... Mpf, für sowas bin ich zu sehr Anfängerin, ich muss mich wohl noch länger an die Basisrezepte halten.
Ich probier morgen mein Rezept aus und schau wie ich damit klar komme.

Hmm, wenn das Arganöl eh wild und streng riechen sollte, bin ich vielleicht wirklich überempfindlich :verlegen: Für mich riechts halt nach saurer Ziegenmilch. Und bei anderen Ölen stört mich der Geruch eigentlich gar nicht...
Liebe Grüße,
Katurian

angel

Re: Meine erste Tagescreme mit LSF

Ungelesener Beitrag von angel »

Naja, es ist schwierig, einen Geruch zu beschreiben - ganz leicht wild und streng. Absolut nicht aufdringlich. Und säuerlich schon gar nicht. Ich würde nachfragen. Über Gerüche könnte man wohl lange philosophieren.....schriftlich, ohne schnuppern noch dazu!!!! :kichern:

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Re: Meine erste Tagescreme mit LSF

Ungelesener Beitrag von Katurian »

So, ich habe die Creme jetzt ein paar Tage ausprobiert, und ich bin leider nicht sehr zufrieden mit ihr :(
Positiv an der Creme ist, wie meine Haut damit ausschaut: die Creme weißelt zwar schon, wirkt bei meiner hellen Haut damit aber wie eine Art Foundation und zaubert einen Weichzeichnereffekt in mein Gesicht. Die Haut sieht aus als ob sie von innen leuchten würde und meine dauergeröteten Wangen fallen kaum mehr auf.
Aaaaber: die Creme trocknet ziemlich stark aus. Am schlimmsten war Tag 1, da musste ich mehrmals mit meiner Nachtcreme drübercremen und trotzdem hatte ich auf meiner Stirn Trockenheitsschüppchen :/ Das hat sich jetzt am dritten Tag gebessert, aber wirklich angenehm ist das Hautgefühl immer noch nicht. Die erste halbe Stunde ist die Haut noch schön samtig mit einem leichten, angenehmen Fettfilm, danach spannt es und die Haut fühlt sich einfach nicht genug "durchfeuchtet" an und sieht auch supermatt aus.
Die Konsistenz der Creme gefällt mir auch nicht besonders, sie ist relativ fest und pastös, erinnert irgendwie an Elmex Zahnpasta. Sie ist auch ziemlich schwierig in die Haut einzuarbeiten, anfangs hab ich immer weiße Schlieren auf der Haut die ich dann wegmassieren muss.

Jetzt hab ich auf olionatura natürlich weiter recherchiert (vor allem der Beitrag "die individuelle Pflege finden" ist der Hammer :) ) und glaube jetzt eigentlich dass die Trockenheit nicht von einem zu niedrigen Fettgehalt (eh schon 29 %) kommt, sondern eher von zu niedriger Okklusivität und zu wenigen Feuchigkeitsspendern.
Bin grade am überlegen was ich in meine neue Tagescreme packen soll (die ich rühren werde sobald das Natriumlaktat ankommt, länger als notwendig mag ich diese austrocknende Creme nicht verwenden).
Harnstoff ist schonmal sicher, und vielleicht noch ein reichhaltigeres Öl, vielleicht Macadamia? Und die Barriereschutzbasis möchte ich auch einbauen.
Vielleicht wechsle ich auch den Emulgator und verwende Lysogel, Rosemarie hat ja so wies ausschaut gute Ergebnisse in Kombination mit Sofi Tix bekommen...

Was meint ihr zu meinen Änderungsvorschlägen? Fällt euch noch was ein wie ich das austrocknende wegbekomme und im Idealfall auch eine angenehmere Konsistenz hinkrieg? Ich wäre sehr dankbar für Tipps :klimper:

Liebe Grüße,
Katurian
Liebe Grüße,
Katurian

Leona

Re: Meine erste Tagescreme mit LSF

Ungelesener Beitrag von Leona »

Eine große Hilfe werde ich dir zwar nicht sein :unknown: (derzeit bin ich froh, wenn ich 15-20 Minuten Tageslicht auskosten kann - da benötige ich dann wirklich noch keinen Sonnenschutz - Sofi Tix habe ich und werde bald, irgendwann bald von deinen Erfahrungen sicherlich profitieren können ;) ) aber ich würde das Glycerin uU noch erhöhen, D-Panthenol ist auch super - mit Urea habe ich keine Erfahrung (also nur mit KK und die haben meiner Haut, die sonst eher problemfrei ist, Probleme bereitet - ob das nun wirklich an Urea lag, müsste ich herausfinden, sobald ich den Mut aufbringe, es zu versuchen^^) aber Natriumlaktat in Kombination mit Milchsäure und seit neuestem auch Glycinbetain (brauche ich für meine Hände, die jobbedingt sehr trocken sind) als Feuchtigkeitsspender tun meiner Haut sehr gut.
Ich muss auch zugeben, dass ich deinen Emulgator nicht kenne aber Lysolecithin als Emulgator hat mir gut gefallen (ich experimentiere gerade mit meinem endlich fertigen Lysogel und habe einen heidenspaß daran^^)

Mir bleibt: ich drück die Däumchen dass du eine für dich passende Cremerezeptur mit Sonnenschutz findest! Und werde es mit großer Spannung verfolgen :popcorn:

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Katurian
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Re: Meine erste Tagescreme mit LSF

Ungelesener Beitrag von Katurian »

Danke für deine Hilfe, Leona! :)
Das Glycinbetain hab ich gleich mal auf meine Einkaufsliste gesetzt. Ich werd jetzt immer einen neuen Feuchtigkeitsspender dazugeben und schaun wie sie meiner Haut so gefallen. Panthenol hab ich ziemlich viel in meinem Hyaluronsäureserum das ich unter jeder Creme auftrage, drum lass ich das in den Cremen lieber weg.
Mit Urea hatte ich in der KK auch nie gute Erfahrungen, eine Handcreme mit Urea war einfach nur eklig klebrig, und eine Urea-Lotion für meine trockenen Stellen an den Beinen hat nur zu verstärktem Juckreiz geführt. Nachdem ich hier im Forum aber eigentlich nur gutes über Urea gelesen hab, glaube ich, dass es eher an der Gesamtkomposition der KK gelegen haben muss.

Ectoin möchte ich auch noch gerne ausprobieren, ich kannte das bisher nur aus dem Labor zum Schutz unserer Zellkulturen beim Einfrieren und Auftauen. Dass das auch in Kosmetik verwendet wird habe ich erst hier gelernt.

Und jetzt freu ich mich schon richtig auf das Experimentieren mit dem Lysogel, da schwärmen ja irgendwie alle davon :)
Liebe Grüße,
Katurian

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