Überrascht von Konsistenz
Moderator: Helga
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Stefan
Überrascht von Konsistenz
Hallo miteinander,
ich habe heute abend etwas experimentiert und war vom Ergebnis ziemlich überrascht, weil ich das so nicht erwartet hatte. Eigentlich wollte ich nur eine leichte Creme (30% FP) ohne Fette (d.h. Triglyceride), also nur mit Wachsen o.ä. ausprobieren.
Hier die Zutaten der Fettphase:
3g Dermofeel GSC palm oil free
2g Fluidlecithin
1g Cetylalkohol
1g Bienenwachs
1g Squalan
3g Isoamyl Laurate
19g Jojobaöl
1g Zinkoxid
Und die Wasserphase:
55g Wasser
3,7g Glycerin
0,3g Xanthan
4g Urea
0,5g Milchsäure
1,5g Natriumlaktat
Eigentlich hatte ich nur 1g Fluidlecithin beabsichtigt, mich dann aber wohl irgendwie beim Dosieren vertan. Dieses Rezept wäre dann sehr ähnlich gewesen wie eines, welches ich bereits mit "normalen" Fetten gerührt hatte. Sehr überrascht war ich daher, als ich bereits kurz nachdem ich mit dem hochtourigen Rühren begonnen hatte, eine extrem feste Konsistenz erhielt (etwa wie Butter). Vielleicht hat da jemand eine schöne Erklärung dafür? Kann das an meinem überdosierten Lecithin liegen?
Ich habe dann jedenfalls von Hand weitergerührt, um schließlich bei niedrigerer Temperatur einige weitere Rohstoffe hinzuzufügen. Anschließend habe ich dann nochmal hochtourig gerührt, um die neuen Zutaten besser zu verteilen. Nach einer Pause, die ich einlegen musste, um die zähe Substanz mit dem Glasstab wieder in eine rührbare Lage zu bringen, dann nochmal, wobei sich sich recht plötzlich die Viskosität wieder spürbar verringerte. Ich vermute, dass ich durch das erneute Rühren die flüssigkristallinen Strukturen wieder teilweise zerstört habe. Das Endergebnis war von der Konsistenz her dann jedenfalls eher so, wie ich es ganz zu Beginn erwartet hätte.
ich habe heute abend etwas experimentiert und war vom Ergebnis ziemlich überrascht, weil ich das so nicht erwartet hatte. Eigentlich wollte ich nur eine leichte Creme (30% FP) ohne Fette (d.h. Triglyceride), also nur mit Wachsen o.ä. ausprobieren.
Hier die Zutaten der Fettphase:
3g Dermofeel GSC palm oil free
2g Fluidlecithin
1g Cetylalkohol
1g Bienenwachs
1g Squalan
3g Isoamyl Laurate
19g Jojobaöl
1g Zinkoxid
Und die Wasserphase:
55g Wasser
3,7g Glycerin
0,3g Xanthan
4g Urea
0,5g Milchsäure
1,5g Natriumlaktat
Eigentlich hatte ich nur 1g Fluidlecithin beabsichtigt, mich dann aber wohl irgendwie beim Dosieren vertan. Dieses Rezept wäre dann sehr ähnlich gewesen wie eines, welches ich bereits mit "normalen" Fetten gerührt hatte. Sehr überrascht war ich daher, als ich bereits kurz nachdem ich mit dem hochtourigen Rühren begonnen hatte, eine extrem feste Konsistenz erhielt (etwa wie Butter). Vielleicht hat da jemand eine schöne Erklärung dafür? Kann das an meinem überdosierten Lecithin liegen?
Ich habe dann jedenfalls von Hand weitergerührt, um schließlich bei niedrigerer Temperatur einige weitere Rohstoffe hinzuzufügen. Anschließend habe ich dann nochmal hochtourig gerührt, um die neuen Zutaten besser zu verteilen. Nach einer Pause, die ich einlegen musste, um die zähe Substanz mit dem Glasstab wieder in eine rührbare Lage zu bringen, dann nochmal, wobei sich sich recht plötzlich die Viskosität wieder spürbar verringerte. Ich vermute, dass ich durch das erneute Rühren die flüssigkristallinen Strukturen wieder teilweise zerstört habe. Das Endergebnis war von der Konsistenz her dann jedenfalls eher so, wie ich es ganz zu Beginn erwartet hätte.
- toshka
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Re: Überrascht von Konsistenz
Kein WunderStefan hat geschrieben:Sehr überrascht war ich daher, als ich bereits kurz nachdem ich mit dem hochtourigen Rühren begonnen hatte, eine extrem feste Konsistenz erhielt (etwa wie Butter). Vielleicht hat da jemand eine schöne Erklärung dafür? Kann das an meinem überdosierten Lecithin liegen?
Ich habe dann jedenfalls von Hand weitergerührt, um schließlich bei niedrigerer Temperatur einige weitere Rohstoffe hinzuzufügen. Anschließend habe ich dann nochmal hochtourig gerührt, um die neuen Zutaten besser zu verteilen. Nach einer Pause, die ich einlegen musste, um die zähe Substanz mit dem Glasstab wieder in eine rührbare Lage zu bringen, dann nochmal, wobei sich sich recht plötzlich die Viskosität wieder spürbar verringerte. Ich vermute, dass ich durch das erneute Rühren die flüssigkristallinen Strukturen wieder teilweise zerstört habe. Das Endergebnis war von der Konsistenz her dann jedenfalls eher so, wie ich es ganz zu Beginn erwartet hätte.
Zu Fluidlecithin kann ich nicht sagen, aber ich würde Dermofeel mit 3% und Fluidlecithin 1%-tig dosieren. Bienenwachs und Cetylalk würde ich ganz rauslassen.
Dass es bisschen flüssiger geworden ist, kann auch daran liegen, dass Du das restliche Wasser mit darin gelösten Wirkstoffen dazugegeben hast.
Liebe Grüße
toshka
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- rührila san
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Re: Überrascht von Konsistenz
ufff was sollte es werden Stefan?
Ich unterschreibe bei Toshka,zu viele Emulgatoren und Öle...... aber ich weiß ja nicht was du überhaupt machen wolltest. Für einfaches Experiment evl. kleinere Portionen versuchen?
Ich unterschreibe bei Toshka,zu viele Emulgatoren und Öle...... aber ich weiß ja nicht was du überhaupt machen wolltest. Für einfaches Experiment evl. kleinere Portionen versuchen?
"Es gibt nur falsch auf die Hautsituation angepasste Rezepturen und Herstellungsverfahren, keine falschen Rohstoffe" (Heike Käser)
Liebe Grüße Laura
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- toshka
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Re: Überrascht von Konsistenz
Auch Xanthan und Wirkstoffe sind zu viel. Xanthan würde ich mit 0,1-0,2% dosieren. Bei Urea u d Glycerin mit je 2% einsteigen.
Liebe Grüße
toshka
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- pflanzenölscheich
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Re: Überrascht von Konsistenz
Mir fällt auf, dass Du beim Natriumlaktat nicht die Lösungsstärke angegeben hast und, wenn es 50%iges ist, die "offizielle" Empfehlung verlassen hast, welche sagt: 1 Teil Milchsäure 80% : 4 Teile Natriumlaktat 50%. Den Puffer in der 1:3-Variante setze ich selbst in meinem eigenen Basispflegebalsam für atopische Haut (die ich nämlich habe) ein. Er erzielt einen pH-Wert knapp über 4.
In in diesem Beitrag habe ich den pH-Wert für den 1:3-Puffer genauer ausgerechnet.
In in diesem Beitrag habe ich den pH-Wert für den 1:3-Puffer genauer ausgerechnet.
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Stefan
Re: Überrascht von Konsistenz
Na dann wird's das wohl sein. War ja wie gesagt auch ein Versehen beim Fluidlecithin.toshka hat geschrieben: Kein WunderDu hast zu viel Emulgatoren drin
Konsistenzgeber hatte ich bei der Fettvariante auch. Und dort kam reichlich Sheabutter (6g) als festeres Fett rein - stattdessen hier das Bienenwachs, aber eben wesentlich weniger, weil es ja noch härter ist.toshka hat geschrieben:und auch noch Bienenwachs. Und auch noch Konsistenzgeber.
Dermofeel GSC war ja mit 3% dosiert, und Fluidlecithin mit 1% beabsichtigt. Ich habe bedenken, dass mir das ganze zu flüssig wird, wenn ich den Cetylalkohol weglasse. Ich der Fettvariante hat es recht gut gepasst (eine frühere Variante, in der ich kein Zinkoxid hatte, war gar zu niedrigviskos für meinen Geschmack).toshka hat geschrieben:Zu Fluidlecithin kann ich nicht sagen, aber ich würde Dermofeel mit 3% und Fluidlecithin 1%-tig dosieren. Bienenwachs und Cetylalk würde ich ganz rauslassen.
Aber hätte es dann nicht schon gleich nach dem Reinrühren mit Glasstab flüssiger werden müssen, nicht erst nach dem 2.(!) hochtourigen Rühren?toshka hat geschrieben:Dass es bisschen flüssiger geworden ist, kann auch daran liegen, dass Du das restliche Wasser mit darin gelösten Wirkstoffen dazugegeben hast.
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Stefan
Re: Überrascht von Konsistenz
Es ist 60%iges. Deshalb habe ich 1:3 dosiert.pflanzenölscheich hat geschrieben:Mir fällt auf, dass Du beim Natriumlaktat nicht die Lösungsstärke angegeben hast und, wenn es 50%iges ist, die "offizielle" Empfehlung verlassen hast, welche sagt: 1 Teil Milchsäure 80% : 4 Teile Natriumlaktat 50%.
- toshka
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Re: Überrascht von Konsistenz
Hm, es kann sein, dass die Konsistenz "zerschlagen" wurde.
Niedrigviskos ist nicht schlimm. Man ist halt nur die feste Konsistenz gewöhnt.
Bienenwachs wûrde ich in jedem Fall rauslassen. Möchtest du ein bischen mehr Konsistenz, dann nehme halt Cetylalk 1%.
Niedrigviskos ist nicht schlimm. Man ist halt nur die feste Konsistenz gewöhnt.
Bienenwachs wûrde ich in jedem Fall rauslassen. Möchtest du ein bischen mehr Konsistenz, dann nehme halt Cetylalk 1%.
Liebe Grüße
toshka
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Stefan
Re: Überrascht von Konsistenz
Ich möchte gerade noch ergänzen, dass es mir eher darum geht, zu verstehen, warum die Ergebnisse so sind, wie beobachtet, weniger darum, wie man es anders/besser machen könnte.
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Re: Überrascht von Konsistenz
OkStefan hat geschrieben:Ich möchte gerade noch ergänzen, dass es mir eher darum geht, zu verstehen, warum die Ergebnisse so sind, wie beobachtet, weniger darum, wie man es anders/besser machen könnte.
Liebe Grüße
toshka
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Re: Überrascht von Konsistenz
Guten Morgen,
ich denke Stefan hat da nicht irgendetwas zusammengerührt, sondern sich seine Informationen gesucht. Heike hat z. B. in ihrem Beitrag im Blog zu dermofeel-palm-oil-free Rezepturen, bei denen bei 30%-Fettphase die Zugabe von 1% Wachs angegeben wird. Und bei Fluidlecithin wird als Ko-Emulgator eine EK von 1 - 2% vorgeschlagen.
rührli san hat geschrieben
Vielleicht wäre es wirklich der bessere Weg, erst einmal zu definieren, was das fertige Produkt werden soll, welche Zutaten (und warum) drin sein sollen.
ich denke Stefan hat da nicht irgendetwas zusammengerührt, sondern sich seine Informationen gesucht. Heike hat z. B. in ihrem Beitrag im Blog zu dermofeel-palm-oil-free Rezepturen, bei denen bei 30%-Fettphase die Zugabe von 1% Wachs angegeben wird. Und bei Fluidlecithin wird als Ko-Emulgator eine EK von 1 - 2% vorgeschlagen.
rührli san hat geschrieben
.... aber ich weiß ja nicht was du überhaupt machen wolltest.
Vielleicht wäre es wirklich der bessere Weg, erst einmal zu definieren, was das fertige Produkt werden soll, welche Zutaten (und warum) drin sein sollen.
viele Grüße
Rosemarie
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Re: Überrascht von Konsistenz
Ja, wenn man alles an Einzelzutaten anschaut, ist nichts verkehrt. Aber ich denke, in diesem Fall die Kombination macht das. Bei Wachs dächte ich in erster Linie an pflanzliche Wachse - Rosenwachs, Mimosenwachs....Rosemarie hat geschrieben:Guten Morgen,
ich denke Stefan hat da nicht irgendetwas zusammengerührt, sondern sich seine Informationen gesucht. Heike hat z. B. in ihrem Beitrag im Blog zu dermofeel-palm-oil-free Rezepturen, bei denen bei 30%-Fettphase die Zugabe von 1% Wachs angegeben wird. Und bei Fluidlecithin wird als Ko-Emulgator eine EK von 1 - 2% vorgeschlagen.
Was die Konsidtenzverflüssigung betrifft. Möglicherweise hat sich Bienenwachs durch die Wärmeentwicklung wieder verflüssigt. Aber das ist nur eine Vermutung.
Liebe Grüße
toshka
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Re: Überrascht von Konsistenz
Hallo toshka,
deshalb wäre es ja gut zu wissen, was es werden soll und wofür und ob es Gründe gibt, genau diese Rohstoffe einzusetzen.
deshalb wäre es ja gut zu wissen, was es werden soll und wofür und ob es Gründe gibt, genau diese Rohstoffe einzusetzen.
viele Grüße
Rosemarie
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Stefan
Re: Überrascht von Konsistenz
Gut, ich versuche das nochmal genauer zu erklären:
Grundidee war, dass einerseits meine Haut Fett nur sehr langsam aufnimmt und andererseits nach mehreren geschmierten Schichten sich mein Hautzustand (d.h. meine Entzündungen) verschlimmerte, und durch Abwaschen wieder besserte. Danach habe ich die Creme auch wieder besser vertragen, so dass ich nicht davon ausgehe, dass die Creme verdorben ist. Mein Experiment zielt nun darauf ab, herauszufinden, ob akkumulierte Abbauprodukte der Fette (z.B. freie Fettsäuren, Oxidationsprodukte o.ä.) die Entzündung anheizen. Deshalb habe ich diese Rezeptur radikal ohne fette Öle konzipiert.
Die Basis 3% GSC, 1% Fluidlecithin (bzw. 2% nach Dosierfehler), 1% Cetylalkohol, 1% Squalan sowie die Wasserphase und die 1% Zinkoxid (in der FP gelöst) habe ich unverändert von einer bereits erprobten Variante auf Fettbasis übernommen. Die Fettvariante enthielt mit 6% Sheabutter ein festes Fett, also habe ich hier, in der Absicht eine ähnliche Konsistenz zu bekommen, 1% Bienenwachs hinzugefügt. Statt Neutralöl habe ich Isoamyl Laurate genommen und es dann mit Jojobaöl auf 30% gebracht (ersetzt sozusagen die fetten und flüssigen Öle). Das Fluidlecithin dient hier sowohl als Koemulgator als auch als pflegende Komponente (vielleicht wäre Phospholipon besser gewesen, aber das war mir hierfür zu kostbar), ebenso war auch beim Bienenwachs zusätzlich noch ein Pflegeeffekt beabsichtigt. Die Wasserphase ist mit reichlich feuchtigkeitsbindenden Substanzen konzipiert. Das Zinkoxid soll durch adstringierende Wirkung die Entzündung/Rötung lindern, nebenbei hatte das bisher immer einen schönen Effekt auf die Konsistenz.
Die geschilderte Beobachtung war also nicht Zweck dieses Experiments (u.a. deshalb habe ich auch nicht nur eine kleine Menge gerührt), aber da ich sie so nicht erwartet hatte und entsprechend überrascht war, wollte ich sie mit Euch teilen und diskutieren in der Absicht, mein Verständnis von den Sachverhalten zu verbessern
...und vielleicht lernt ja auch der eine oder andere, der davon liest, noch etwas.
Grundidee war, dass einerseits meine Haut Fett nur sehr langsam aufnimmt und andererseits nach mehreren geschmierten Schichten sich mein Hautzustand (d.h. meine Entzündungen) verschlimmerte, und durch Abwaschen wieder besserte. Danach habe ich die Creme auch wieder besser vertragen, so dass ich nicht davon ausgehe, dass die Creme verdorben ist. Mein Experiment zielt nun darauf ab, herauszufinden, ob akkumulierte Abbauprodukte der Fette (z.B. freie Fettsäuren, Oxidationsprodukte o.ä.) die Entzündung anheizen. Deshalb habe ich diese Rezeptur radikal ohne fette Öle konzipiert.
Die Basis 3% GSC, 1% Fluidlecithin (bzw. 2% nach Dosierfehler), 1% Cetylalkohol, 1% Squalan sowie die Wasserphase und die 1% Zinkoxid (in der FP gelöst) habe ich unverändert von einer bereits erprobten Variante auf Fettbasis übernommen. Die Fettvariante enthielt mit 6% Sheabutter ein festes Fett, also habe ich hier, in der Absicht eine ähnliche Konsistenz zu bekommen, 1% Bienenwachs hinzugefügt. Statt Neutralöl habe ich Isoamyl Laurate genommen und es dann mit Jojobaöl auf 30% gebracht (ersetzt sozusagen die fetten und flüssigen Öle). Das Fluidlecithin dient hier sowohl als Koemulgator als auch als pflegende Komponente (vielleicht wäre Phospholipon besser gewesen, aber das war mir hierfür zu kostbar), ebenso war auch beim Bienenwachs zusätzlich noch ein Pflegeeffekt beabsichtigt. Die Wasserphase ist mit reichlich feuchtigkeitsbindenden Substanzen konzipiert. Das Zinkoxid soll durch adstringierende Wirkung die Entzündung/Rötung lindern, nebenbei hatte das bisher immer einen schönen Effekt auf die Konsistenz.
Die geschilderte Beobachtung war also nicht Zweck dieses Experiments (u.a. deshalb habe ich auch nicht nur eine kleine Menge gerührt), aber da ich sie so nicht erwartet hatte und entsprechend überrascht war, wollte ich sie mit Euch teilen und diskutieren in der Absicht, mein Verständnis von den Sachverhalten zu verbessern
- Kunstblume
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Re: Überrascht von Konsistenz
Zur Konsistenz: Der Anteil an Emulgatoren und Konsistenzgebern beträgt bei deiner Rezeptur 16,7 % deiner Fettphase. Das passt schon. Es ist m. E. einfach die Zusammensetzung der Fettphase. Ein Augenmerk darf man sicher auf 19 % Jojobaöl richten:
"Jojoba ist, chemisch gesehen, ein flüssiges Wachs, das zu über 97 % aus flüssigen, langkettigen Wachsestern [...]. Chemisch betrachtet unterscheidet es sich im Wesentlichen von Ölen dadurch, dass seine gebundenen Fettsäuren nicht mit Glycerin, sondern mit einem sog. Fettalkohol[...] verbunden sind [...]. vgl. Quelle Olionatura.
Diese oder vergleichbare Cremes müssten doch stark okklusiv wirken? Ist das dann förderlich für entzündliche Haut? Ich frage aus echtem Interesse und Unwissen heraus, da ich mit entzündlichen Hautzuständen keine Erfahrung habe.
"Jojoba ist, chemisch gesehen, ein flüssiges Wachs, das zu über 97 % aus flüssigen, langkettigen Wachsestern [...]. Chemisch betrachtet unterscheidet es sich im Wesentlichen von Ölen dadurch, dass seine gebundenen Fettsäuren nicht mit Glycerin, sondern mit einem sog. Fettalkohol[...] verbunden sind [...]. vgl. Quelle Olionatura.
Diese oder vergleichbare Cremes müssten doch stark okklusiv wirken? Ist das dann förderlich für entzündliche Haut? Ich frage aus echtem Interesse und Unwissen heraus, da ich mit entzündlichen Hautzuständen keine Erfahrung habe.
Liebe Grüße Nina
- Ulrike
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Re: Überrascht von Konsistenz
Ergänzung zum Jojobaöl: es gibt sehr viel Konsistenz!
Ulrike
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Ein Kaktus ist nichts anderes, als eine sehr gut bewaffnete Gurke!
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Stefan
Re: Überrascht von Konsistenz
Aha, dann haben wir hier vermutlich den Grund gefunden.Ulrike hat geschrieben:Ergänzung zum Jojobaöl: es gibt sehr viel Konsistenz!
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Stefan
Re: Überrascht von Konsistenz
Kunstblume hat geschrieben:Ein Augenmerk darf man sicher auf 19 % Jojobaöl richten: "Jojoba ist, chemisch gesehen, ein flüssiges Wachs, das zu über 97 % aus flüssigen, langkettigen Wachsestern [...]. Chemisch betrachtet unterscheidet es sich im Wesentlichen von Ölen dadurch, dass seine gebundenen Fettsäuren nicht mit Glycerin, sondern mit einem sog. Fettalkohol[...] verbunden sind
Ja, das war ja wie gesagt genau der Grund, weshalb ich Jojobaöl verwendet habe.
Ich zitiere dazu ebenfalls mal: Diese langkettigen Ester sind den Estern ähnlich, aus denen menschlicher Hauttalg besteht und bewirken, dass sich Jojoba hervorragend mit diesem mischt und einen zarten, nicht okklusiven Lipidfilm bildet, der die Feuchtigkeit der Haut bindet, sie jedoch in keiner Weise abdichtet. (www.olionatura.de)Kunstblume hat geschrieben:Diese oder vergleichbare Cremes müssten doch stark okklusiv wirken?
Tatsächlich scheine ich bei jeglichem fetten Öl für geraume Zeit eine deutliche Okklusion zu entwickeln. Hier ist es recht ähnlich, unterscheidet sich aber haptisch von "normalen" Fetten.
Jojobaöl gilt meines Wissens nach als günstig bei neurodermitischer Haut (habe jetzt aber spontan keine Quelle zur Hand), deshalb habe ich es auch überhaupt erst vorrätig.Kunstblume hat geschrieben:Ist das dann förderlich für entzündliche Haut?
