Hallo liebe Community!
Das ist mein erster Beitrag hier. Ich eröffne diesen Thread, weil mich dieses Thema aktuell sehr beschäftigt.
Ich bin Griechin und lebe in Athen. Ich nutze ein Übersetzungsprogramm, das heißt, ich schreibe zuerst auf Griechisch und übersetze es dann. Aufgrund dieses Prozesses bin ich nicht so schnell und werde nicht direkt antworten können.
Das Thema sind die hohen Temperaturen des Südens und wie wir unsere Haut schützen. Ja, ich weiß, dass die nördlichen Länder dieses Phänomen nicht so dauerhaft erleben wie wir hier, aber der diesjährige extrem heiße Sommer widerlegt die bisherigen Daten. Da es den Klimawandel gibt, glaube ich, dass das Thema, das ich eröffne, kein Einzelfall ist, sondern in naher Zukunft alle betreffen kann.
Bitte habt Verständnis, dass der Beitrag lang sein wird, da ich mich in die Literatur eingelesen habe.
Liebe Grüße
Jolanda
Hautpflege im Hitzestress
Hautbarriere und Pflege bei extremen Temperaturen
Moderator: Helga
Re: Hautpflege im Hitzestress
Wie erleben wir also hier den Sommer?
Athen hat eines der trockensten Klimate in Griechenland, fast ganz ohne Niederschläge. Die Durchschnittstemperaturen im Sommer liegen bei 40 °C – und das über einen langen Zeitraum von etwa 3 Monaten. Im vorletzten Sommer hatten wir sogar 46 °C, eine Temperatur, bei der es für einen Menschen unmöglich ist, normal zu funktionieren, das heißt zu arbeiten, sich im Freien oder auch in der Wohnung zu bewegen.
Wir alle haben Klimaanlagen in unseren Wohnungen – das ist kein Luxus, sondern überlebensnotwendig.
Auch alle öffentlichen Räume sind klimatisiert: Supermärkte, Behörden, Krankenhäuser, einfach überall. Nicht zu vergessen die Autos, in denen die Temperaturen, wenn sie in der Sonne stehen, bis zu 60 °C erreichen, weshalb auch dort die Klimaanlage läuft.
Stellt euch bitte einen Vormittag in Athen vor:
Ihr bewegt euch draußen bei 40 °C, geht in eine Bank, wo die Temperatur bei 21–25 °C liegt, erledigt schnell eure Angelegenheiten und lauft zum nächsten klimatisierten Ort, die Apotheke. Ihr kommt wieder heraus, geht in den Supermarkt, wo ihr euch längere Zeit bei sehr niedrigen Temperaturen aufhaltet, geht wieder und steigt ins Auto, um nach Hause zu fahren. Und das ist noch nicht alles! Zu Hause habt ihr die Klimaanlage im Wohnzimmer laufen, geht aber in die Küche, um die Einkäufe einzuräumen (in Küche und Bad gibt es keine Klimaanlage) und eventuell zu kochen. Ihr bewegt euch also selbst im eigenen Haus ständig zwischen 26 und 40 °C.
Ich möchte mich an dieser Stelle entschuldigen für die ausführliche Beschreibung, aber sie ist notwendig, für das Verständnis dieser Prozesse und zur Bewältigung des Problems.
Der Mensch wechselt innerhalb von Sekunden von einer extrem heißen in eine extrem trockene Umgebung – bedingt durch die Klimaanlagen – und das mehrmals am Tag. Dieser häufige Wechsel bei so großen Temperaturunterschieden von 21–40 °C ist eine enorme Belastung für die Haut. Jeder Übergang, jede Veränderung ist ein Schock für die oberste Hautschicht.
Wissenschaftliche Studien bestätigen, dass kontinuierliche Temperaturschwankungen die Hautbarriere schwächen und die Integrität des Hautgewebes beeinträchtigen. Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass akute Temperaturänderungen einen direkten Einfluss auf die Hautgesundheit haben. Weitere Einzelheiten zu den Auswirkungen von Temperaturschwankungen auf die Haut finden Sie zum Beispiel unter:
Mifsud, T., et al. (2022). The effects of skin temperature changes on the integrity of skin tissue: A systematic review. Advances in Skin & Wound Care, 35(10), 555–565.
oder auch in dieser:
Zhu, X., Zhou, L., Du, X., Zhu, Y., Luo, Y., Zeng, D., Yao, J., Cao, J., Zhou, H., Kan, H., & Niu, Y. (2026). Acute effects of temperature fluctuations on skin health: A randomized, crossover trial. Environmental Research, 289, Article 123376.
die sehr aktuell, aber nicht frei zugänglich ist.
Die Zusammenfassung (Abstract) zeigt jedoch etwas sehr Wichtiges:
"These results underscore the considerable impact of acute temperature fluctuations on skin properties, with higher temperatures increasing sebum production and inflammation, while lower temperatures reduce barrier function".
Athen hat eines der trockensten Klimate in Griechenland, fast ganz ohne Niederschläge. Die Durchschnittstemperaturen im Sommer liegen bei 40 °C – und das über einen langen Zeitraum von etwa 3 Monaten. Im vorletzten Sommer hatten wir sogar 46 °C, eine Temperatur, bei der es für einen Menschen unmöglich ist, normal zu funktionieren, das heißt zu arbeiten, sich im Freien oder auch in der Wohnung zu bewegen.
Wir alle haben Klimaanlagen in unseren Wohnungen – das ist kein Luxus, sondern überlebensnotwendig.
Auch alle öffentlichen Räume sind klimatisiert: Supermärkte, Behörden, Krankenhäuser, einfach überall. Nicht zu vergessen die Autos, in denen die Temperaturen, wenn sie in der Sonne stehen, bis zu 60 °C erreichen, weshalb auch dort die Klimaanlage läuft.
Stellt euch bitte einen Vormittag in Athen vor:
Ihr bewegt euch draußen bei 40 °C, geht in eine Bank, wo die Temperatur bei 21–25 °C liegt, erledigt schnell eure Angelegenheiten und lauft zum nächsten klimatisierten Ort, die Apotheke. Ihr kommt wieder heraus, geht in den Supermarkt, wo ihr euch längere Zeit bei sehr niedrigen Temperaturen aufhaltet, geht wieder und steigt ins Auto, um nach Hause zu fahren. Und das ist noch nicht alles! Zu Hause habt ihr die Klimaanlage im Wohnzimmer laufen, geht aber in die Küche, um die Einkäufe einzuräumen (in Küche und Bad gibt es keine Klimaanlage) und eventuell zu kochen. Ihr bewegt euch also selbst im eigenen Haus ständig zwischen 26 und 40 °C.
Ich möchte mich an dieser Stelle entschuldigen für die ausführliche Beschreibung, aber sie ist notwendig, für das Verständnis dieser Prozesse und zur Bewältigung des Problems.
Der Mensch wechselt innerhalb von Sekunden von einer extrem heißen in eine extrem trockene Umgebung – bedingt durch die Klimaanlagen – und das mehrmals am Tag. Dieser häufige Wechsel bei so großen Temperaturunterschieden von 21–40 °C ist eine enorme Belastung für die Haut. Jeder Übergang, jede Veränderung ist ein Schock für die oberste Hautschicht.
Wissenschaftliche Studien bestätigen, dass kontinuierliche Temperaturschwankungen die Hautbarriere schwächen und die Integrität des Hautgewebes beeinträchtigen. Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass akute Temperaturänderungen einen direkten Einfluss auf die Hautgesundheit haben. Weitere Einzelheiten zu den Auswirkungen von Temperaturschwankungen auf die Haut finden Sie zum Beispiel unter:
Mifsud, T., et al. (2022). The effects of skin temperature changes on the integrity of skin tissue: A systematic review. Advances in Skin & Wound Care, 35(10), 555–565.
oder auch in dieser:
Zhu, X., Zhou, L., Du, X., Zhu, Y., Luo, Y., Zeng, D., Yao, J., Cao, J., Zhou, H., Kan, H., & Niu, Y. (2026). Acute effects of temperature fluctuations on skin health: A randomized, crossover trial. Environmental Research, 289, Article 123376.
die sehr aktuell, aber nicht frei zugänglich ist.
Die Zusammenfassung (Abstract) zeigt jedoch etwas sehr Wichtiges:
"These results underscore the considerable impact of acute temperature fluctuations on skin properties, with higher temperatures increasing sebum production and inflammation, while lower temperatures reduce barrier function".
Re: Hautpflege im Hitzestress
Die Auswirkungen auf die Haut:
Die Gesichtshaut ist unter diesen extremen Bedingungen somit einem ständigen biologischen „Schock“ (thermal whiplash) ausgesetzt, da sie zu abrupten und gegensätzlichen Anpassungen gezwungen wird.
1. Der „thermische Schock“ der Gefäße (21 °C / 40 °C)
Der abrupte Übergang von der klimatisierten Innenluft zur extremen Außenhitze führt zu einer Krise des mikrozirkulatorischen Systems der Haut:
• Bei 40 °C (Draußen): Die Blutgefäße weiten sich stark (Vasodilation), um Wärme abzugeben, was zu Rötung (Flushing) und einem brennenden Gefühl führt.
• Bei 21 °C (Drinnen): Innerhalb von Sekunden ziehen sich die Gefäße abrupt zusammen (Vasokonstriktion).
Das Ergebnis: Dieses „Akkordeon-Spiel“ aus Gefäßweitung und -verengung schwächt die Kapillarwände, was zu dauerhaften Rötungen und Schüben von Hauterkrankungen wie Rosazea führt.
2. Die doppelte Dehydrierungsfalle (Wind & Ventilator)
Wir denken, dass der Wind oder ein Ventilator Abkühlung bringen, aber in Wirklichkeit „stehlen“ sie der Gesichtshaut jegliche Feuchtigkeit:
• Transepidermaler Wasserverlust (TEWL): Der heiße Außenwind und der ständige Luftstrom eines Ventilators, der direkt auf das Gesicht gerichtet ist, wirken wie ein Haartrockner. Sie lassen das Wasser der Haut im Nu verdunsten.
• Der Effekt der Klimaanlage: Die Klimaanlage senkt die Raumfeuchtigkeit drastisch. Die trockene Umgebung „saugt“ das Wasser förmlich aus den tieferen Hautschichten nach außen.
• Das Ergebnis: Die Haut wird rau, zeigt feine Trockenheitsfältchen, schuppt sich und hinterlässt ein ständig unangenehmes Spannungsgefühl.
3. Die Dysfunktion der Drüsen (Sebum vs. Trockenheit)
Die Haut erhält widersprüchliche Signale und gerät aus dem Gleichgewicht:
• Die Hitze von 40 °C signalisiert den Talgdrüsen, übermäßig viel Sebum zu produzieren (die Haut glänzt und wird ölig).
• Sobald man die 21 °C betritt, kühlt dieses Sebum ab, wird zähflüssiger und wird zusammen mit Schweiß und Staub in den Poren eingeschlossen.
• Das Ergebnis: Obwohl die Haut im Inneren dehydriert ist, neigt sie an der Oberfläche zu Akne, verstopften Poren und Mitessern.
Die Studie „Acute effects of temperature fluctuations on skin health“ (2026) bestätigt, genau diese Dysfunktion.
4. Zerstörung der Hautbarriere
Die Kombination aus all dem Obigen spaltet die Lipide, die die Hautzellen zusammenhalten (wie Zement zwischen den Ziegeln).
• Das Ergebnis: Die Barriere „bricht“. Die Haut verliert ihre Abwehrkräfte, wird überempfindlich und brennt selbst bei der Anwendung einfacher Pflegeprodukte, die wir zuvor problemlos vertragen haben.
Ich denke, dass ich mit all diesen Daten ein klares Bild von dem Problem der hohen Temperaturen, den Temperaturwechseln und ihren Auswirkungen auf die Haut vermittelt habe. Nun komme ich zur Bewältigung des Problems und dazu, was wir tun können, um unsere für uns so wertvolle Hautbarriere zu schützen. Außerdem werde ich euch meine eigene Sommer-Pflegeroutine vorstellen.
Liebe Grüße
Jolanda
Die Gesichtshaut ist unter diesen extremen Bedingungen somit einem ständigen biologischen „Schock“ (thermal whiplash) ausgesetzt, da sie zu abrupten und gegensätzlichen Anpassungen gezwungen wird.
1. Der „thermische Schock“ der Gefäße (21 °C / 40 °C)
Der abrupte Übergang von der klimatisierten Innenluft zur extremen Außenhitze führt zu einer Krise des mikrozirkulatorischen Systems der Haut:
• Bei 40 °C (Draußen): Die Blutgefäße weiten sich stark (Vasodilation), um Wärme abzugeben, was zu Rötung (Flushing) und einem brennenden Gefühl führt.
• Bei 21 °C (Drinnen): Innerhalb von Sekunden ziehen sich die Gefäße abrupt zusammen (Vasokonstriktion).
Das Ergebnis: Dieses „Akkordeon-Spiel“ aus Gefäßweitung und -verengung schwächt die Kapillarwände, was zu dauerhaften Rötungen und Schüben von Hauterkrankungen wie Rosazea führt.
2. Die doppelte Dehydrierungsfalle (Wind & Ventilator)
Wir denken, dass der Wind oder ein Ventilator Abkühlung bringen, aber in Wirklichkeit „stehlen“ sie der Gesichtshaut jegliche Feuchtigkeit:
• Transepidermaler Wasserverlust (TEWL): Der heiße Außenwind und der ständige Luftstrom eines Ventilators, der direkt auf das Gesicht gerichtet ist, wirken wie ein Haartrockner. Sie lassen das Wasser der Haut im Nu verdunsten.
• Der Effekt der Klimaanlage: Die Klimaanlage senkt die Raumfeuchtigkeit drastisch. Die trockene Umgebung „saugt“ das Wasser förmlich aus den tieferen Hautschichten nach außen.
• Das Ergebnis: Die Haut wird rau, zeigt feine Trockenheitsfältchen, schuppt sich und hinterlässt ein ständig unangenehmes Spannungsgefühl.
3. Die Dysfunktion der Drüsen (Sebum vs. Trockenheit)
Die Haut erhält widersprüchliche Signale und gerät aus dem Gleichgewicht:
• Die Hitze von 40 °C signalisiert den Talgdrüsen, übermäßig viel Sebum zu produzieren (die Haut glänzt und wird ölig).
• Sobald man die 21 °C betritt, kühlt dieses Sebum ab, wird zähflüssiger und wird zusammen mit Schweiß und Staub in den Poren eingeschlossen.
• Das Ergebnis: Obwohl die Haut im Inneren dehydriert ist, neigt sie an der Oberfläche zu Akne, verstopften Poren und Mitessern.
Die Studie „Acute effects of temperature fluctuations on skin health“ (2026) bestätigt, genau diese Dysfunktion.
4. Zerstörung der Hautbarriere
Die Kombination aus all dem Obigen spaltet die Lipide, die die Hautzellen zusammenhalten (wie Zement zwischen den Ziegeln).
• Das Ergebnis: Die Barriere „bricht“. Die Haut verliert ihre Abwehrkräfte, wird überempfindlich und brennt selbst bei der Anwendung einfacher Pflegeprodukte, die wir zuvor problemlos vertragen haben.
Ich denke, dass ich mit all diesen Daten ein klares Bild von dem Problem der hohen Temperaturen, den Temperaturwechseln und ihren Auswirkungen auf die Haut vermittelt habe. Nun komme ich zur Bewältigung des Problems und dazu, was wir tun können, um unsere für uns so wertvolle Hautbarriere zu schützen. Außerdem werde ich euch meine eigene Sommer-Pflegeroutine vorstellen.
Liebe Grüße
Jolanda
Re: Hautpflege im Hitzestress
Praktischer Überlebensguide für den extrem heißen Sommer
• Kein Ventilator direkt ins Gesicht:
Wenn wir einen Standventilator (keinen Deckenventilator) nutzen, stellen wir ihn so ein, dass er auf den Körper gerichtet ist oder sich dreht. Der ständige, gezielte Luftstrom auf Augen und Gesicht zerstört den Hydrolipidfilm.
Gilt das auch für Handfächer?
(Ich habe eine Sammlung von Handfächern, weil sie mich als Objekte faszinieren, und im Sommer habe ich in jeder meiner Taschen einen dabei. Dabei achte ich darauf, den Luftstrom hauptsächlich auf den Hals zu richten).
Die Antwort lautet: Ja, aber in einem viel geringeren Maße. Ein Handfächer erzeugt im Gegensatz zu einem elektrischen Ventilator keinen konstanten, mechanischen und stark austrocknenden Luftstrom. Das sanfte Wedeln hilft zwar dabei, den Schweiß verdunsten zu lassen (was uns abkühlt), führt aber bei weitem nicht zu dem extremen „Haartrockner-Effekt“ eines elektrischen Geräts, der die Hautbarriere radikal austrocknet. Trotzdem gilt auch hier: Am besten nicht pausenlos und direkt auf die Augenpartie wedeln!
Aus dieser Erkenntnis lässt sich schließen, dass persönliche, tragbare Ventilatoren absolut tabu sind. Dyson hat diesen Sommer ein Modell herausgebracht – natürlich mit dem typischen Design des Brands, das sehr ansprechend ist und kostet rund 100 Euro.
• Wir vermeiden Face Mists (Thermalwasser) im Freien bei Wind: Wenn wir Wasser auf das Gesicht sprühen, während der Wind weht oder der Ventilator auf uns gerichtet ist, verdunstet es sofort. Dabei reißt es auch die hauteigene Feuchtigkeit mit sich fort und trocknet die Haut noch mehr aus.
• Wir setzen auf mechanischen Schutz (Schirm & Hut): Sonnenschutz besteht nicht nur aus Cremes. Ein Schirm mit spezieller UV-Beschichtung (UPF 50+) und ein Hut mit breiter Krempe spenden sofort Schatten und senken die Temperatur des Gesichts spürbar, wenn wir auf der Straße unterwegs sind. Auf diese Weise beugen wir dem starken thermischen Schock und der Vasodilation bei 40 °C vor, bevor wir einen klimatisierten Raum betreten.
Ich persönlich habe mir vor 3 Jahren einen Sonnenschirm mit UV-Schutz gekauft. Knirps bietet solche Modelle an. Außerdem trage ich in der Sonne keine gewöhnlichen Hüte. Es gibt ein französisches Unternehmen namens K……un, das viele Kleidungsstücke mit UV-Schutz anbietet. Dort habe ich mir ein Hutmodell gekauft.
Ich denke, dass wir hiermit den praktischen und mechanischen Leitfaden für extreme Temperaturen abgeschlossen haben. Natürlich haben wir nicht über Gesichtssonnencreme gesprochen, aber das ist ein anderes Thema für einen eigenen Thread, da es ein sehr komplexes Thema ist.
Liebe Grüße
Jolanda
• Kein Ventilator direkt ins Gesicht:
Wenn wir einen Standventilator (keinen Deckenventilator) nutzen, stellen wir ihn so ein, dass er auf den Körper gerichtet ist oder sich dreht. Der ständige, gezielte Luftstrom auf Augen und Gesicht zerstört den Hydrolipidfilm.
Gilt das auch für Handfächer?
(Ich habe eine Sammlung von Handfächern, weil sie mich als Objekte faszinieren, und im Sommer habe ich in jeder meiner Taschen einen dabei. Dabei achte ich darauf, den Luftstrom hauptsächlich auf den Hals zu richten).
Die Antwort lautet: Ja, aber in einem viel geringeren Maße. Ein Handfächer erzeugt im Gegensatz zu einem elektrischen Ventilator keinen konstanten, mechanischen und stark austrocknenden Luftstrom. Das sanfte Wedeln hilft zwar dabei, den Schweiß verdunsten zu lassen (was uns abkühlt), führt aber bei weitem nicht zu dem extremen „Haartrockner-Effekt“ eines elektrischen Geräts, der die Hautbarriere radikal austrocknet. Trotzdem gilt auch hier: Am besten nicht pausenlos und direkt auf die Augenpartie wedeln!
Aus dieser Erkenntnis lässt sich schließen, dass persönliche, tragbare Ventilatoren absolut tabu sind. Dyson hat diesen Sommer ein Modell herausgebracht – natürlich mit dem typischen Design des Brands, das sehr ansprechend ist und kostet rund 100 Euro.
• Wir vermeiden Face Mists (Thermalwasser) im Freien bei Wind: Wenn wir Wasser auf das Gesicht sprühen, während der Wind weht oder der Ventilator auf uns gerichtet ist, verdunstet es sofort. Dabei reißt es auch die hauteigene Feuchtigkeit mit sich fort und trocknet die Haut noch mehr aus.
• Wir setzen auf mechanischen Schutz (Schirm & Hut): Sonnenschutz besteht nicht nur aus Cremes. Ein Schirm mit spezieller UV-Beschichtung (UPF 50+) und ein Hut mit breiter Krempe spenden sofort Schatten und senken die Temperatur des Gesichts spürbar, wenn wir auf der Straße unterwegs sind. Auf diese Weise beugen wir dem starken thermischen Schock und der Vasodilation bei 40 °C vor, bevor wir einen klimatisierten Raum betreten.
Ich persönlich habe mir vor 3 Jahren einen Sonnenschirm mit UV-Schutz gekauft. Knirps bietet solche Modelle an. Außerdem trage ich in der Sonne keine gewöhnlichen Hüte. Es gibt ein französisches Unternehmen namens K……un, das viele Kleidungsstücke mit UV-Schutz anbietet. Dort habe ich mir ein Hutmodell gekauft.
Ich denke, dass wir hiermit den praktischen und mechanischen Leitfaden für extreme Temperaturen abgeschlossen haben. Natürlich haben wir nicht über Gesichtssonnencreme gesprochen, aber das ist ein anderes Thema für einen eigenen Thread, da es ein sehr komplexes Thema ist.
Liebe Grüße
Jolanda
Re: Hautpflege im Hitzestress
Kosmetische Schutzmaßnahmen basierend auf den Prinzipien der Olionatura-Dermophysiologie:
Leichte Feuchtigkeitstexturen (Hydrophile Inhaltsstoffe):
Wir ersetzen schwere, okklusive Cremes durch leichte Texturen (Serums oder Fluids) mit Hyaluronsäure, Urea, Glycerin, Panthenol, usw.
Barriere-Stärkung mit Lipiden (Abendroutine):
Wir verwenden Produkte mit Ceramiden, Phytosterolen oder linolsäurereichen Ölen (z. B. Hanföl oder Wildrosenöl) am Abend, um den Lipidfilm zu reparieren.
Sanfte Reinigung:
Wir waschen das Gesicht nicht mit scharfen Tensiden, nur weil wir das Gefühl haben, dass es schwitzt. Wir verwenden ein mildes, nicht schäumendes Reinigungsprodukt, das die natürlichen Öle der Haut nicht angreift. Helga hat zu diesem Thema bereits ausführlich geschrieben, und ihr könnt dort nachlesen.
Leichte Feuchtigkeitstexturen (Hydrophile Inhaltsstoffe):
Wir ersetzen schwere, okklusive Cremes durch leichte Texturen (Serums oder Fluids) mit Hyaluronsäure, Urea, Glycerin, Panthenol, usw.
Barriere-Stärkung mit Lipiden (Abendroutine):
Wir verwenden Produkte mit Ceramiden, Phytosterolen oder linolsäurereichen Ölen (z. B. Hanföl oder Wildrosenöl) am Abend, um den Lipidfilm zu reparieren.
Sanfte Reinigung:
Wir waschen das Gesicht nicht mit scharfen Tensiden, nur weil wir das Gefühl haben, dass es schwitzt. Wir verwenden ein mildes, nicht schäumendes Reinigungsprodukt, das die natürlichen Öle der Haut nicht angreift. Helga hat zu diesem Thema bereits ausführlich geschrieben, und ihr könnt dort nachlesen.
Re: Hautpflege im Hitzestress
Letzter Abschnitt zu diesem Thema: Mein persönlicher Ansatz
Wie ich bereits geschrieben habe, lebe ich in Athen, bin 65 Jahre alt – habe also reife Haut – und bin ständig den hohen und wechselnden Temperaturen ausgesetzt.
Obwohl ich reife Haut habe, hell, die nur schwer bräunt, würde ich sie als normal bezeichnen, vielleicht mit gelegentlicher leichter Trockenheit (altersbedingt), und ölig ist sie mittlerweile nur noch auf der Nase mit sichtbaren Poren. Ich habe einige Falten um den Mund herum, und vor etwa 3 Jahren habe ich Hyperpigmentierung bemerkt, was mich sehr überrascht hat, da ich die Sonne seit meinem 25. Lebensjahr wegen meiner Sonnenallergie konsequent meide. (Ich werde einen weiteren Thread über Hyperpigmentierung eröffnen und wie ich sie behandelt habe).
Bis jetzt rühre ich meine Cremes nach dem Olionatura-Ansatz selbst an und hatte noch nie ein Problem.
Ich hatte in den letzten 4–5 Jahren mineralische Sonnencremes mit guten Ergebnissen über meiner morgendlichen Pflegeroutine verwendet. In diesem Sommer jedoch haben mir genau diese Sonnencremes Hautprobleme bereitet. Sie verstopften die Poren am Kinn, was zu entzündeten geschlossenen Komedonen führte. Ich behaupte dies mit Sicherheit, da meine gewohnte Creme – sehr minimalistisch formuliert mit Dermofeel GSC + Phospholipon 80H + Imwitor 375 (jeweils 1 %) sowie Aquaxyl + Sepilift DPHP und einer Fettphase von 20 % – mir noch nie Probleme bereitet hat. Zudem sah ich an einem Tag, als ich eine schwere, fettige Sonnencreme auftrug, mit eigenen Augen, wie sich innerhalb von Minuten ein Ausschlag bildete. Ich habe die Sonnencreme sofort entfernt und das Gesicht gereinigt, damit sich die Haut beruhigt.
So wurde mir klar, dass meine Haut keine schweren, fettigen Cremes mehr verträgt – wie es oft bei Sonnencremes mit mineralischen Filtern der Fall ist, die meist als W/O-Emulsionen formuliert sind. Die Komedonen waren stark entzündet, und ich musste diese Probleme mitten im Sommer bewältigen.
Nachdem ich all das untersucht hatte, was ich oben beschrieben habe, kam ich zu folgender Strategie und setzte sie in eine Pflegeroutine um:
Ich möchte die Feuchtigkeit der Gesichtshaut bewahren:
Welche Inhaltsstoffe sind dafür geeignet? Ich denke, wir alle hier im Forum wissen es: klassische Feuchthaltemittel wie Hyaluronsäure, Panthenol, Glycerin, usw.
Zusätzlich, möchte ich die Entzündung am Kinn bekämpfen:
Niacinamid (Barriereschützend, fördert die Hautelastizität, erhöht die Lipid-, Collagen- und Ceramidsynthese, hautelastizitätsfördernd, entzündungshemmend) (aus der Mutterseite).
Vitamin-C-Derivate bei entzündlichen, unreinen Hautzuständen aufgrund der geschlossenen Komedonen an meinem Kinn. (aus der Mutterseite).
Und die Hautbarriere stärken
und da dürfen Ceramide und Phospholipon 80H auf keinen Fall fehlen!
Die Antwort für die Flüssigkeitsversorgung der Haut war einfach. Das Rose Facial Toner von Heike ist ideal. Es enthält Feuchthaltemittel + Niacinamid. Daher musste ich keine eigene Rezeptur entwickeln.
Es geht weiter mit dem Serum
Liebe Grüße
Jolanda
Wie ich bereits geschrieben habe, lebe ich in Athen, bin 65 Jahre alt – habe also reife Haut – und bin ständig den hohen und wechselnden Temperaturen ausgesetzt.
Obwohl ich reife Haut habe, hell, die nur schwer bräunt, würde ich sie als normal bezeichnen, vielleicht mit gelegentlicher leichter Trockenheit (altersbedingt), und ölig ist sie mittlerweile nur noch auf der Nase mit sichtbaren Poren. Ich habe einige Falten um den Mund herum, und vor etwa 3 Jahren habe ich Hyperpigmentierung bemerkt, was mich sehr überrascht hat, da ich die Sonne seit meinem 25. Lebensjahr wegen meiner Sonnenallergie konsequent meide. (Ich werde einen weiteren Thread über Hyperpigmentierung eröffnen und wie ich sie behandelt habe).
Bis jetzt rühre ich meine Cremes nach dem Olionatura-Ansatz selbst an und hatte noch nie ein Problem.
Ich hatte in den letzten 4–5 Jahren mineralische Sonnencremes mit guten Ergebnissen über meiner morgendlichen Pflegeroutine verwendet. In diesem Sommer jedoch haben mir genau diese Sonnencremes Hautprobleme bereitet. Sie verstopften die Poren am Kinn, was zu entzündeten geschlossenen Komedonen führte. Ich behaupte dies mit Sicherheit, da meine gewohnte Creme – sehr minimalistisch formuliert mit Dermofeel GSC + Phospholipon 80H + Imwitor 375 (jeweils 1 %) sowie Aquaxyl + Sepilift DPHP und einer Fettphase von 20 % – mir noch nie Probleme bereitet hat. Zudem sah ich an einem Tag, als ich eine schwere, fettige Sonnencreme auftrug, mit eigenen Augen, wie sich innerhalb von Minuten ein Ausschlag bildete. Ich habe die Sonnencreme sofort entfernt und das Gesicht gereinigt, damit sich die Haut beruhigt.
So wurde mir klar, dass meine Haut keine schweren, fettigen Cremes mehr verträgt – wie es oft bei Sonnencremes mit mineralischen Filtern der Fall ist, die meist als W/O-Emulsionen formuliert sind. Die Komedonen waren stark entzündet, und ich musste diese Probleme mitten im Sommer bewältigen.
Nachdem ich all das untersucht hatte, was ich oben beschrieben habe, kam ich zu folgender Strategie und setzte sie in eine Pflegeroutine um:
Ich möchte die Feuchtigkeit der Gesichtshaut bewahren:
Welche Inhaltsstoffe sind dafür geeignet? Ich denke, wir alle hier im Forum wissen es: klassische Feuchthaltemittel wie Hyaluronsäure, Panthenol, Glycerin, usw.
Zusätzlich, möchte ich die Entzündung am Kinn bekämpfen:
Niacinamid (Barriereschützend, fördert die Hautelastizität, erhöht die Lipid-, Collagen- und Ceramidsynthese, hautelastizitätsfördernd, entzündungshemmend) (aus der Mutterseite).
Vitamin-C-Derivate bei entzündlichen, unreinen Hautzuständen aufgrund der geschlossenen Komedonen an meinem Kinn. (aus der Mutterseite).
Und die Hautbarriere stärken
und da dürfen Ceramide und Phospholipon 80H auf keinen Fall fehlen!
Die Antwort für die Flüssigkeitsversorgung der Haut war einfach. Das Rose Facial Toner von Heike ist ideal. Es enthält Feuchthaltemittel + Niacinamid. Daher musste ich keine eigene Rezeptur entwickeln.
Es geht weiter mit dem Serum
Liebe Grüße
Jolanda
Re: Hautpflege im Hitzestress
Die Strategie zur Entwicklung des Serums
Ein Serum mit fast 0 % Fettphase jedoch – weil meine Haut sie derzeit einfach nicht verträgt – war etwas komplexer. Ich bin schließlich bei folgender Rezeptur gelandet, die ich nun seit 2 Monaten verwende und mit der ich sehr zufrieden bin. Ich trage es abends auf, und am nächsten Morgen ist die Haut ruhig, ebenmäßig und beruhigt.
Das Serum muss unbedingt Phospholipon 80H wegen seiner Wirkung als Wirkstoff enthalten, ein Vitamin-C-Derivat zur Bekämpfung der Entzündung, Lipodermin zur Verflüssigung des Sebums und natürlich Ceramide zur Stärkung der Barriere.
Da taten sich direkt neue Probleme auf: Wie und welche Ceramide bringt man in einem Serum unter, das fast keine Fettphase enthält? Die BSB fiel damit natürlich komplett weg.
Ich habe jedoch hier in Griechenland einen Rohstoff mit Ceramiden gefunden, den ich auf dem deutschen Markt so noch nicht gesehen habe, und natürlich wollte ich auf keinen Fall SK-INFLUX® V MB verwenden, das hier ebenfalls erhältlich ist.
Gefunden habe ich BergaCare SmartLipids Ceramide PLUS wasserlöslich. (INCI: Aqua (and) Caprylic/Capric Triglyceride (and) Ceramide NP (and) Sodium Stearoyl Glutamate (and) Ceramide AP (and) Pentylene Glycol (and) Phytosterols (and) Stearic Acid (and) Oleic Acid (and) Palmitic Acid (and) Caprylyl Glycol (and) Propanediol (and) Glyceryl Caprylate).
Ich wollte die Synergie aus einem Vitamin-C-Derivat + Vitamin E + Ferulasäure nutzen.
Zusätzlich wollte ich Q10 integrieren. Q10 ist als Wirkstoff sehr instabil und penetriert die Haut kaum. Daher gibt es das wasserlösliche Nano-Lipobelle Q10 (INCI: Lecithin, Tocopheryl Acetate, Caprylic/Capric Triglyceride, Ubiquinone, Diisopropyl Adipate, Glycerin, Alcohol, Aqua; (Mibelle Biochemistry).
Das Rezept sieht also wie folgt aus:
Serum Phospholipon 80H (50,00 g)
Die Formulierung besteht aus folgenden Ingredienzien:
4,00 % Fettphase (2,00 g)
• Öle, Buttern und Wachse (1,50 g | 3,00 %)
1,50 g Natipide® Eco (3,00 %)
0,50 g Tocopherol – öllöslich (1–2 %) (1,00 %)
• Emulgatoren/Konsistenzgeber (0,50 g | 1,00 % | 25,00 % der Fettphase)
0,50 g Phospholipon® 80 H (1,00 %)
96,00 % Wasserphase (48,00 g)
• Wirkstoffe und Pflanzenextrakte (4,25 g | 8,50 %)
1,50 g Glycerin (3,00 %)
1,00 g SAP (Sodium Ascorbyl Phosphate) – wasserlöslich (Haut-/Sonnenpflege: 0,2–2,0 %) (2,00 %)
0,25 g Ferulasäure (0,25–5 %) – in Glycerin gelöst und leicht erwärmt (0,50 %)
0,50 g Nano-Lipobelle Q10 – wasserlöslich (1 %) (1,00 %)
0,50 BergaCare SmartLipids Ceramide PLUS – wasserlöslich (2–10 %) (1,00 %)
• Hilfs- und Zusatzstoffe (0,60 g | 1,20 %)
0,50 g Geogard 221 (Cosgard) (1,00 %)
0,10 g Solagum AX (0,20 %)
• Wasser (43,15 g | 86,30 %)
43,15 g Aqua (destilliertes Wasser)
Weil es mein erstes Serum mit diesen Inhaltsstoffen war, habe ich erst mal nur eine Menge von 50 g hergestellt. Das nächste Mal werden es definitiv 100 g sein. Außerdem hat mir dieser Ansatz in Bezug auf die Wirkung auf die Gesichtshaut so gut gefallen, dass ich das Grundgerüst (Phospholipon 80H + Lipodermin) auch für weitere Variationen beibehalten werde.
Zubereitung:
Die Wassermenge wird in zwei Teile aufgeteilt.
Zu einem Teil gebt ihr das Phospholipon 80H hinzu und lasst es bei 75 °C für 20 Minuten quellen (das Verfahren ist ja bekannt).
Gleichzeitig habt ihr die Ferulasäure in Glycerin unter leichter Erwärmung dispergiert.
Sobald die Temperatur gesunken ist unter 40 °C, fügt ihr die Ferulasäure-Mischung, das Vitamin E und den Gelbildner hinzu. Homogenisierung mit dem Kai-Blendia.
In der zweiten Wassermenge löst ihr zuerst das SAP (Sodium Ascorbyl Phosphate) auf und fügt dann das Natipide® Eco hinzu und rührt sanft von Hand um.
Ihr vereint die beiden Phasen, rührt von Hand um und fügt ganz am Ende die Ceramide und das Q10 hinzu.
Konservierung hinzufügen, pH-Wert kontrollieren.
Hinweis 1.:
Der pH-Wert sollte bei etwa 5,5 liegen.
Οbwohl für SAP (Sodium Ascorbyl Phosphate) ein pH-Wert von 6,5 empfohlen wird, Selbstrührer, die ihre Formulierungen innerhalb von ca. 3 - 6 Monaten nach Herstellung verbrauchen, können auch in pH-Bereichen unter 6,5 (bis pH 5) arbeiten und auf die Zugabe von Komplexbildnern verzichten.
Hinweis 2.:
da Ferulasäure zwar sehr leicht in Alkohol löslich ist, dies jedoch in dieser spezifischen Rezeptur, die Liposomen wie BergaCare und Q10 enthält, nicht erlaubt ist. Alkohol kann die Liposomen aufbrechen, wodurch sie im Serum unwirksam werden. Daher ist die Dispersion in Glycerin der einzige Weg.
Ergebnis:
Das Serum hat zwar Luftbläschen (ein langes, sanftes Rühren von Hand hilft, diese zu reduzieren), ist aber flüssig, milchig und lässt sich ideal in einen Airless-Spender füllen, aus dem es sich sehr leicht dosieren lässt.
Pflegeroutine:
Morgens:
Gesichtsreinigung mit Wasser, Auftragen des Toners, einziehen lassen und Sonnencreme. In seltenen Fällen, wenn ich nicht nach draußen gehen muss, verwende ich das Serum ohne Sonnencreme.
Abends:
Gesichtsreinigung mit der Reinigungsmilch „White Almond“ aus Heikes kleinem Buch. Das Serum mit Phospholipon 80H und, sobald es eingezogen ist, 2–3 Tropfen Nachtkerzenöl.
Mit dieser Pflege ist meine Haut beruhigt, die Entzündungen der geschlossenen Komedonen sind abgeklungen und ich spüre kein Bedürfnis nach zusätzlichen Ölen im Gesicht.
Einerseits enthalten konventionelle Sonnencremes am Morgen ohnehin schon 10–12 % Öle, andererseits deckt das Nachtkerzenöl am Abend meinen Bedarf perfekt ab. Ich bin sehr zufrieden.
Ich verwende außerdem einmal pro Woche eine feuchtigkeitsspendende Maske – aber bitte verzeiht mir, das Übersetzen hat mich doch recht erschöpft. Ich verspreche, ein andermal darauf zurückzukommen und sie euch vorzustellen.
Ich denke, dass ich die Darstellung der hitzebedingten Probleme und die Präsentation meiner eigenen Behandlungsmethode damit abgeschlossen habe.
Ich würde mich freuen, wenn ihr mir bestätigt, dass diese Präsentation nützlich ist und sich nicht nur auf uns, „die Menschen des Südens“, beschränkt.
Liebe Grüße
Jolanda
Ein Serum mit fast 0 % Fettphase jedoch – weil meine Haut sie derzeit einfach nicht verträgt – war etwas komplexer. Ich bin schließlich bei folgender Rezeptur gelandet, die ich nun seit 2 Monaten verwende und mit der ich sehr zufrieden bin. Ich trage es abends auf, und am nächsten Morgen ist die Haut ruhig, ebenmäßig und beruhigt.
Das Serum muss unbedingt Phospholipon 80H wegen seiner Wirkung als Wirkstoff enthalten, ein Vitamin-C-Derivat zur Bekämpfung der Entzündung, Lipodermin zur Verflüssigung des Sebums und natürlich Ceramide zur Stärkung der Barriere.
Da taten sich direkt neue Probleme auf: Wie und welche Ceramide bringt man in einem Serum unter, das fast keine Fettphase enthält? Die BSB fiel damit natürlich komplett weg.
Ich habe jedoch hier in Griechenland einen Rohstoff mit Ceramiden gefunden, den ich auf dem deutschen Markt so noch nicht gesehen habe, und natürlich wollte ich auf keinen Fall SK-INFLUX® V MB verwenden, das hier ebenfalls erhältlich ist.
Gefunden habe ich BergaCare SmartLipids Ceramide PLUS wasserlöslich. (INCI: Aqua (and) Caprylic/Capric Triglyceride (and) Ceramide NP (and) Sodium Stearoyl Glutamate (and) Ceramide AP (and) Pentylene Glycol (and) Phytosterols (and) Stearic Acid (and) Oleic Acid (and) Palmitic Acid (and) Caprylyl Glycol (and) Propanediol (and) Glyceryl Caprylate).
Ich wollte die Synergie aus einem Vitamin-C-Derivat + Vitamin E + Ferulasäure nutzen.
Zusätzlich wollte ich Q10 integrieren. Q10 ist als Wirkstoff sehr instabil und penetriert die Haut kaum. Daher gibt es das wasserlösliche Nano-Lipobelle Q10 (INCI: Lecithin, Tocopheryl Acetate, Caprylic/Capric Triglyceride, Ubiquinone, Diisopropyl Adipate, Glycerin, Alcohol, Aqua; (Mibelle Biochemistry).
Das Rezept sieht also wie folgt aus:
Serum Phospholipon 80H (50,00 g)
Die Formulierung besteht aus folgenden Ingredienzien:
4,00 % Fettphase (2,00 g)
• Öle, Buttern und Wachse (1,50 g | 3,00 %)
1,50 g Natipide® Eco (3,00 %)
0,50 g Tocopherol – öllöslich (1–2 %) (1,00 %)
• Emulgatoren/Konsistenzgeber (0,50 g | 1,00 % | 25,00 % der Fettphase)
0,50 g Phospholipon® 80 H (1,00 %)
96,00 % Wasserphase (48,00 g)
• Wirkstoffe und Pflanzenextrakte (4,25 g | 8,50 %)
1,50 g Glycerin (3,00 %)
1,00 g SAP (Sodium Ascorbyl Phosphate) – wasserlöslich (Haut-/Sonnenpflege: 0,2–2,0 %) (2,00 %)
0,25 g Ferulasäure (0,25–5 %) – in Glycerin gelöst und leicht erwärmt (0,50 %)
0,50 g Nano-Lipobelle Q10 – wasserlöslich (1 %) (1,00 %)
0,50 BergaCare SmartLipids Ceramide PLUS – wasserlöslich (2–10 %) (1,00 %)
• Hilfs- und Zusatzstoffe (0,60 g | 1,20 %)
0,50 g Geogard 221 (Cosgard) (1,00 %)
0,10 g Solagum AX (0,20 %)
• Wasser (43,15 g | 86,30 %)
43,15 g Aqua (destilliertes Wasser)
Weil es mein erstes Serum mit diesen Inhaltsstoffen war, habe ich erst mal nur eine Menge von 50 g hergestellt. Das nächste Mal werden es definitiv 100 g sein. Außerdem hat mir dieser Ansatz in Bezug auf die Wirkung auf die Gesichtshaut so gut gefallen, dass ich das Grundgerüst (Phospholipon 80H + Lipodermin) auch für weitere Variationen beibehalten werde.
Zubereitung:
Die Wassermenge wird in zwei Teile aufgeteilt.
Zu einem Teil gebt ihr das Phospholipon 80H hinzu und lasst es bei 75 °C für 20 Minuten quellen (das Verfahren ist ja bekannt).
Gleichzeitig habt ihr die Ferulasäure in Glycerin unter leichter Erwärmung dispergiert.
Sobald die Temperatur gesunken ist unter 40 °C, fügt ihr die Ferulasäure-Mischung, das Vitamin E und den Gelbildner hinzu. Homogenisierung mit dem Kai-Blendia.
In der zweiten Wassermenge löst ihr zuerst das SAP (Sodium Ascorbyl Phosphate) auf und fügt dann das Natipide® Eco hinzu und rührt sanft von Hand um.
Ihr vereint die beiden Phasen, rührt von Hand um und fügt ganz am Ende die Ceramide und das Q10 hinzu.
Konservierung hinzufügen, pH-Wert kontrollieren.
Hinweis 1.:
Der pH-Wert sollte bei etwa 5,5 liegen.
Οbwohl für SAP (Sodium Ascorbyl Phosphate) ein pH-Wert von 6,5 empfohlen wird, Selbstrührer, die ihre Formulierungen innerhalb von ca. 3 - 6 Monaten nach Herstellung verbrauchen, können auch in pH-Bereichen unter 6,5 (bis pH 5) arbeiten und auf die Zugabe von Komplexbildnern verzichten.
Hinweis 2.:
da Ferulasäure zwar sehr leicht in Alkohol löslich ist, dies jedoch in dieser spezifischen Rezeptur, die Liposomen wie BergaCare und Q10 enthält, nicht erlaubt ist. Alkohol kann die Liposomen aufbrechen, wodurch sie im Serum unwirksam werden. Daher ist die Dispersion in Glycerin der einzige Weg.
Ergebnis:
Das Serum hat zwar Luftbläschen (ein langes, sanftes Rühren von Hand hilft, diese zu reduzieren), ist aber flüssig, milchig und lässt sich ideal in einen Airless-Spender füllen, aus dem es sich sehr leicht dosieren lässt.
Pflegeroutine:
Morgens:
Gesichtsreinigung mit Wasser, Auftragen des Toners, einziehen lassen und Sonnencreme. In seltenen Fällen, wenn ich nicht nach draußen gehen muss, verwende ich das Serum ohne Sonnencreme.
Abends:
Gesichtsreinigung mit der Reinigungsmilch „White Almond“ aus Heikes kleinem Buch. Das Serum mit Phospholipon 80H und, sobald es eingezogen ist, 2–3 Tropfen Nachtkerzenöl.
Mit dieser Pflege ist meine Haut beruhigt, die Entzündungen der geschlossenen Komedonen sind abgeklungen und ich spüre kein Bedürfnis nach zusätzlichen Ölen im Gesicht.
Einerseits enthalten konventionelle Sonnencremes am Morgen ohnehin schon 10–12 % Öle, andererseits deckt das Nachtkerzenöl am Abend meinen Bedarf perfekt ab. Ich bin sehr zufrieden.
Ich verwende außerdem einmal pro Woche eine feuchtigkeitsspendende Maske – aber bitte verzeiht mir, das Übersetzen hat mich doch recht erschöpft. Ich verspreche, ein andermal darauf zurückzukommen und sie euch vorzustellen.
Ich denke, dass ich die Darstellung der hitzebedingten Probleme und die Präsentation meiner eigenen Behandlungsmethode damit abgeschlossen habe.
Ich würde mich freuen, wenn ihr mir bestätigt, dass diese Präsentation nützlich ist und sich nicht nur auf uns, „die Menschen des Südens“, beschränkt.
Liebe Grüße
Jolanda
