Dosierung von Urtinktur und Pflanzen generell

In diesem Unterforum erörtern wir Themen rund um die Entwicklung, Herstellung und Optimierung von Hautpflegeprodukten (inklusive Fehlersuche).

Moderator: Helga

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Kalie

Dosierung von Urtinktur und Pflanzen generell

Ungelesener Beitrag von Kalie »

Hallo,

ich hätte eine Frage zur Dosierung von Urtinkturen, ich sehe hier im Forum dass diese für Salben meist 10%ig in der Gesamtmenge genommen wird, habe aber auch von nur 1g pro 100g Creme gelesen.

Kann man Urtinktur generell anstelle des Alkohols in einer Mischung nehmen (wäre ja praktisch : Konservierung und Pflanzenextrakt gleichtzeitig :yeah: ) oder ist die Konzentration an Pflanzen da zu stark für die Haut ?

Ich habe noch einige Flakons (vom Homöopathen verschrieben) hier rumstehen, die mHD ist noch ok und ich würde sie gerne einsetzen.

Ich liebäugle vor allem mit einer Handcreme mit Teufelskrallen-Urtinktur für die Arthrosefinger, auch Ginko als Beincreme :kichern:.

Hab im Moment tausend Ideen aber weiß nicht wirklich, wie man Pflanzen richtig einsetzt in Cremes, in welcher Form und in welchem Mengenverhältnis :gruebel: .


Liebe Grüße
Kalie

MiMa

Re: Dosierung von Urtinktur und Pflanzen generell

Ungelesener Beitrag von MiMa »

Teufelskralle wirkt nachweislich nur oral, also auf der Haut hat sie keinen Nutzen, da alleine die orale Tagesdosis für Harpagosid über dem liegt was du über die Tinktur auf der Haut auftragen könntest.

Zur Dosierung allgemein, wenn der Wert bzw. Inhalt der Tinkturen nicht bestimmt ist, kann man auch nichts zu einer Dosis sagen. Wenn die Tinkturen mit Bauchgefühl hergestellt sind, kannst du sie auch mit Bauchgefühl verwenden.

Sind es homöopathische Mittel ist die Dosis egal, je weniger je besser, sparst dir Geld dabei.

Kalie

Re: Dosierung von Urtinktur und Pflanzen generell

Ungelesener Beitrag von Kalie »

ok, danke MiMa für die Info, das wusste ich nicht, ich weiss nur dass man Teufelskralle oral nicht ständig lange einnehmen soll, auch wenn sie super wirkt.
Dann sind ja wahrscheinlich auch viele andere Urtinkturen nicht in Kosmetika verwertbar.

Calendula, Hamamelis und Rosskastanie sind ja in gekauften Cremes beinhaltet, diese Urtinkturen wird man dann auch einsetzen können, denke ich.

Liebe Grüße
Kalie

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Morgentau
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Re: Dosierung von Urtinktur und Pflanzen generell

Ungelesener Beitrag von Morgentau »

Hallo Kalie

Du kannst problemlos Tinkturen als Wirkstoff und als Konservierung verwenden. Optimal währen Tinkturen mit min 70% Alkohol.
Die Einsatzkonzentration beträgt 12%.

Gruss Morgentau
Liebe Grüsse Morgentau
Die ganze Natur ist eine Melodie in der eine tiefe Harmonie verborgen ist

MiMa

Re: Dosierung von Urtinktur und Pflanzen generell

Ungelesener Beitrag von MiMa »

Morgentau hat geschrieben:Hallo Kalie

Du kannst problemlos Tinkturen als Wirkstoff und als Konservierung verwenden. Optimal währen Tinkturen mit min 70% Alkohol.
Die Einsatzkonzentration beträgt 12%.

Gruss Morgentau
Warum sind 70 % ideal ? Kannst auch 24 % mit 35 % Vol nehmen.
Der Vol. Alkohol %-Satz hat mit der Art des Auszuges zu tun, 70% Vol ist nicht für alles optimal.

MiMa

Re: Dosierung von Urtinktur und Pflanzen generell

Ungelesener Beitrag von MiMa »

Kalie hat geschrieben:ok, danke MiMa für die Info, das wusste ich nicht, ich weiss nur dass man Teufelskralle oral nicht ständig lange einnehmen soll, auch wenn sie super wirkt.
Dann sind ja wahrscheinlich auch viele andere Urtinkturen nicht in Kosmetika verwertbar.

Calendula, Hamamelis und Rosskastanie sind ja in gekauften Cremes beinhaltet, diese Urtinkturen wird man dann auch einsetzen können, denke ich.

Liebe Grüße
Kalie
Verwenden kannst du es schon, du solltest dich aber am Nutzen orientieren.
Bei manchen käuflichen Produkten hege ich eher den Verdacht, dass alk. Auszüge mehr der Konservierung dienen, als einem Nutzen.

Kalie

Re: Dosierung von Urtinktur und Pflanzen generell

Ungelesener Beitrag von Kalie »

Hi MiMa und Morgentau

Es kommt langsam Licht in den Nebel, vielen Dank euch beiden für die Infos,
MiMa hat geschrieben:
Verwenden kannst du es schon, du solltest dich aber am Nutzen orientieren.
Bei manchen käuflichen Produkten hege ich eher den Verdacht, dass alk. Auszüge mehr der Konservierung dienen, als einem Nutzen.
Meinst du das jetzt in Hinsicht auf die Qualität des Auszugs oder die Wahl der Pflanze selbst?

Liebe Grüße
Kalie

MiMa

Re: Dosierung von Urtinktur und Pflanzen generell

Ungelesener Beitrag von MiMa »

Kalie hat geschrieben: Meinst du das jetzt in Hinsicht auf die Qualität des Auszugs oder die Wahl der Pflanze selbst?
Die Art des Auszuges, die Wahl der Pflanze und auch die Dosis - wenn man bedenkt, dass hier minimale Mengen für die Pflege verwendet werden, wir sprechen ja von einer Creme die in geringer Menge auf die Haut aufgetragen wird.
Traditionen wie Kräuterauflagen, Wickel & Co bei denen weit mehr Menge auf die Haut kam, werden mit Tinkturen ersetzt.
Oder auch, dass man mit der Menge eines Teebeutelchens innerlich als Tee verabreicht wirklich etwas erreichen könnte, außer dass es warmes Wasser mit etwas Farbe ist.
Auch sind Heilkräuter eben Heilkräuter und sollen heilen und die Dosis für die tägliche Pflege entsprechend gering gehalten.

Hier wirst du auf unterschiedlichste Meinungen stoßen und musst dir letztlich eine eigene Meinung bilden.

SG, MiMa :wink:

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Jevanna
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Re: Dosierung von Urtinktur und Pflanzen generell

Ungelesener Beitrag von Jevanna »

MiMa hat geschrieben:Warum sind 70 % ideal ? Kannst auch 24 % mit 35 % Vol nehmen.
Der Vol. Alkohol %-Satz hat mit der Art des Auszuges zu tun, 70% Vol ist nicht für alles optimal.
Das stimmt leider.
Das Problem ist nur manchmal, das sich die Cremen wieder trennen können.
Ich glaube, daß manche Emulgatoren eine entsprechende Temperatur dringend benötigen. Die alkoholischen Auszüge gibt man ja erst bei der handwarmen Emulsion dazu. Wenn Du nun nachträglich versuchst sehr viel Flüssigkeit in die Emulsion einzurühren (je geringer der Vol %, desto mehr davon mußt Du nehmen um sicher zu konservieren), kann es passieren, daß die Emulsion nicht mehr stabil genug ist. Zumindest erkläre ich mir so meine Fehlfunktionen bei geringen Vol%.
Vielleicht gibt es auch Möglichkeiten dem entgegenzuwirken? Z.B. die Emulgatormenge zu erhöhen.

Liebe Grüße,
Jevanna

Kalie

Re: Dosierung von Urtinktur und Pflanzen generell

Ungelesener Beitrag von Kalie »

MiMa hat geschrieben: Auch sind Heilkräuter eben Heilkräuter und sollen heilen und die Dosis für die tägliche Pflege entsprechend gering gehalten.

Hier wirst du auf unterschiedlichste Meinungen stoßen und musst dir letztlich eine eigene Meinung bilden.
Jevanna hat geschrieben: Das Problem ist nur manchmal, das sich die Cremen wieder trennen können.
Ich glaube, daß manche Emulgatoren eine entsprechende Temperatur dringend benötigen. Die alkoholischen Auszüge gibt man ja erst bei der handwarmen Emulsion dazu. Wenn Du nun nachträglich versuchst sehr viel Flüssigkeit in die Emulsion einzurühren (je geringer der Vol %, desto mehr davon mußt Du nehmen um sicher zu konservieren), kann es passieren, daß die Emulsion nicht mehr stabil genug ist. Zumindest erkläre ich mir so meine Fehlfunktionen bei geringen Vol%.
Vielleicht gibt es auch Möglichkeiten dem entgegenzuwirken? Z.B. die Emulgatormenge zu erhöhen.
Danke euch,
ich hab jetzt mal alle eure Tipps in einen Topf geworfen (im wahresten Sinne des Wortes :lach: ), der Auszug war 60%ig, deshalb habe ich halb per Alkohol, damit ich nicht so viel Flüssigkeit hinterher einrühren muss, und halb per Cosgard konserviert und auch die Emulgatormenge von 5 auf 6% erhöht. Ob das jetzt vom Konservieren her so richtig war weiß ich nicht :gruebel: aber die Creme hat auf jeden Fall eine gute Konsistenz.

Liebe Grüße
Kalie

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