Wasser-in-Öl-Emulsionen (P3P)
Moderator: Helga
Wasser-in-Öl-Emulsionen (P3P)
Zurzeit versuche ich mich an W/O Emulsionen. Leider klappt das nciht ganz so toll.
Ich verwende dazu immer P3P. Anfangs wird die Creme sehr schön und glatt und opak usw. Doch wenn man die EMulsion stehen lässt sondert sie an der Oberfläche Öl ab. Dazu muss sie schon über nacht stehen aber trotzdem.
Natürlich habe ich schon versucht etwas OW-Emulgator hinzuzufügen und auch etwas Cetylalkohol, Ceralan und Carbaubawachs, sowie Pflanzenbuttern. Nimmt man zuviel Wacht gibt es mächtig Konsistenz. Ich hatte dann eine Creme die wie Nivea aussah. Aber auch wenn die Creme do dick ist sondert sie etwas Wasser oder Öl ab, nur ganz minimal aber doch so dass sie nicht 100%ig homogen wirkt.
Jetzt habe ich nochmal in Olionatura gelesen dass man Magnesiumsulfat hinzufügen soll dass es stabiler wird. Muss ich mir aber erst noch besorgen.
Da Heike selbst geschrieben hat sie hat noch nicht soviele Erfahrungen mit P3P hat, frage ich mal hier ob sich jemand gut mit solchen Emulsionen auskennt!
Ich verwende dazu immer P3P. Anfangs wird die Creme sehr schön und glatt und opak usw. Doch wenn man die EMulsion stehen lässt sondert sie an der Oberfläche Öl ab. Dazu muss sie schon über nacht stehen aber trotzdem.
Natürlich habe ich schon versucht etwas OW-Emulgator hinzuzufügen und auch etwas Cetylalkohol, Ceralan und Carbaubawachs, sowie Pflanzenbuttern. Nimmt man zuviel Wacht gibt es mächtig Konsistenz. Ich hatte dann eine Creme die wie Nivea aussah. Aber auch wenn die Creme do dick ist sondert sie etwas Wasser oder Öl ab, nur ganz minimal aber doch so dass sie nicht 100%ig homogen wirkt.
Jetzt habe ich nochmal in Olionatura gelesen dass man Magnesiumsulfat hinzufügen soll dass es stabiler wird. Muss ich mir aber erst noch besorgen.
Da Heike selbst geschrieben hat sie hat noch nicht soviele Erfahrungen mit P3P hat, frage ich mal hier ob sich jemand gut mit solchen Emulsionen auskennt!
- Heike
- Administrator
- Beiträge: 34984
- Registriert: Sonntag, 10. Juni 2007, 20:37
- 18
- Wohnort: Leverkusen
- Kontaktdaten:
Meine Erfahrungen sind immer noch nicht gewachsen
, aber vielleicht helfen Dir die paar Dinge, die ich gemacht habe. Hier mein Rezept (auss meinem Thread damals in einem anderen Forum, als ich ihn getestet habe):
Fettphase:
6,0 gr Öle
1,5 gr Pflanzenbutter
jeweils 1,6 gr (entspricht 4 %) Emulgator
Wasserphase:
30 gr Wasser
Herstellung:
Wasser- und Ölphase erhitzt, Wasserphase unter ständigem Rühren in die Ölphase gegeben. Mit Mixer homogenisieren, was das Zeug hält! Ist zuerst sehr flüssig und grobdispergiert (mixen, mixen, mixen), wird dann viskos und zieht an.
Ergebnis: eine hochglänzende, opake, schneeweiße Creme von hervorragendem Aussehen. Das Auftragsverhalten ist einer W/O-Emulsion entsprechend: trotz recht leichter, fließender Viskosität ist das Ergebnis eine fettspendende, aber etwas schwer verteilbare Creme, die jedoch gut einzieht und ein weiches, angenehmes Hautgefühl hinterlässt. Ich wünsche mir leichtere Verteilbarkeit – daran muss ich also arbeiten (mal sehen, andere Öle mit mehr ungesättigten Fettsäuren …).
Die Erfahrungen mit ihm waren unterschiedlich; das Feedback reichte von »Cremes sind stark austrocknend« bis »beste Creme« bisher (bei einer reiferen Dame). Er scheint Probleme mit der Hydratation zu haben; chemisch kann ich es nicht erläutern. Als Emulgator selbst wird er auch in Untersuchungen als reizlos und mild beschrieben, auch bei kranken Hautzuständen; dagegen steht ein Neurodermitisschub, von dem ich weiß, ausgelöst durch eine Rezeptur mit dem P3P.
Ich habe mit dem beginnenden Frühjahr/Sommer und weil ich im Gesicht auf Dauer lieber leichtere Rezepturen mag, nicht weiter experimentiert; ich hatte keine Probleme mit ihm. Allerdings verwende ich immer ein Serum darunter … wer weiß?
Ehrlich gesagt glaube ich noch nicht an den »bösen Buben«, eher an Nichtwissen über Zusammenhänge … vielleicht kommst Du ihm ja auf die Spur. Ich möchte nur, dass Du von diesen Erfahrungen weißt – Deine Haut hat ja ihre eigene Geschichte,

Fettphase:
6,0 gr Öle
1,5 gr Pflanzenbutter
jeweils 1,6 gr (entspricht 4 %) Emulgator
Wasserphase:
30 gr Wasser
Herstellung:
Wasser- und Ölphase erhitzt, Wasserphase unter ständigem Rühren in die Ölphase gegeben. Mit Mixer homogenisieren, was das Zeug hält! Ist zuerst sehr flüssig und grobdispergiert (mixen, mixen, mixen), wird dann viskos und zieht an.
Ergebnis: eine hochglänzende, opake, schneeweiße Creme von hervorragendem Aussehen. Das Auftragsverhalten ist einer W/O-Emulsion entsprechend: trotz recht leichter, fließender Viskosität ist das Ergebnis eine fettspendende, aber etwas schwer verteilbare Creme, die jedoch gut einzieht und ein weiches, angenehmes Hautgefühl hinterlässt. Ich wünsche mir leichtere Verteilbarkeit – daran muss ich also arbeiten (mal sehen, andere Öle mit mehr ungesättigten Fettsäuren …).
Die Erfahrungen mit ihm waren unterschiedlich; das Feedback reichte von »Cremes sind stark austrocknend« bis »beste Creme« bisher (bei einer reiferen Dame). Er scheint Probleme mit der Hydratation zu haben; chemisch kann ich es nicht erläutern. Als Emulgator selbst wird er auch in Untersuchungen als reizlos und mild beschrieben, auch bei kranken Hautzuständen; dagegen steht ein Neurodermitisschub, von dem ich weiß, ausgelöst durch eine Rezeptur mit dem P3P.
Ich habe mit dem beginnenden Frühjahr/Sommer und weil ich im Gesicht auf Dauer lieber leichtere Rezepturen mag, nicht weiter experimentiert; ich hatte keine Probleme mit ihm. Allerdings verwende ich immer ein Serum darunter … wer weiß?
Ehrlich gesagt glaube ich noch nicht an den »bösen Buben«, eher an Nichtwissen über Zusammenhänge … vielleicht kommst Du ihm ja auf die Spur. Ich möchte nur, dass Du von diesen Erfahrungen weißt – Deine Haut hat ja ihre eigene Geschichte,

Liebe Grüße
Heike
Heike
Von der Verträglichkeit her denke ich ist er ganz gut für mich. Wie schon mal erwähnt habe ich ja eine Handcreme von Lavera. Die ist extra für hypoallergene Problemhaut und die ist eben auch mit P3P gemacht. Ich und eine Freundin vertragen sie bestens auf der gestörten Haut.
Das Rühren habe ich auch immer so gehalten wie du es beschrieben hast. Viel, viel Rühren. Wird auch immer wunderbar bis auf dass es Öl absetzt. Aber vieleicht ist ja wirklich Magnesiumsulfat der Schlüssel ins Paradies der Stabilität.
Wieviel muss man denn davon nehmen???
Das Rühren habe ich auch immer so gehalten wie du es beschrieben hast. Viel, viel Rühren. Wird auch immer wunderbar bis auf dass es Öl absetzt. Aber vieleicht ist ja wirklich Magnesiumsulfat der Schlüssel ins Paradies der Stabilität.
Wieviel muss man denn davon nehmen???
- Heike
- Administrator
- Beiträge: 34984
- Registriert: Sonntag, 10. Juni 2007, 20:37
- 18
- Wohnort: Leverkusen
- Kontaktdaten:
Oh ja, das kommt ja in Deinem ersten Posting durch, sorry.Christian hat geschrieben:Danke, ich hab den Beitrag eh schon gelesen. Hab das mit den 0,5% wohl überlesen!


Liebe Grüße
Heike
Heike
Hab jetzt 2 Emulsionen gerührt:
Probe1:
4g Rapsöl
0,3g SBW
0,7g P3P
4g Wasser (mit Magnsesiumsulfat)
Probe2:
4g Rapsöl
0,3g SBW
0,7g P3P
4g Wasser
Beide Fettphasen erwärmt und dann das Wasser kurz mit einem Milchschäumer eingerührt. Beide Cremen sind sehr zähflüssig und doch konsistent. Ich bilde mir aber ein die Probe mit dem Magnesiumsulfat ist etwas cremiger und "schleimiger". Das dachte ich mir schon beim homogenisieren. Mal sehen wie sich die 2 Cremen weiter verhalten. Ich hoffe dass wenigstens eine kein Öl absetzt!
Probe1:
4g Rapsöl
0,3g SBW
0,7g P3P
4g Wasser (mit Magnsesiumsulfat)
Probe2:
4g Rapsöl
0,3g SBW
0,7g P3P
4g Wasser
Beide Fettphasen erwärmt und dann das Wasser kurz mit einem Milchschäumer eingerührt. Beide Cremen sind sehr zähflüssig und doch konsistent. Ich bilde mir aber ein die Probe mit dem Magnesiumsulfat ist etwas cremiger und "schleimiger". Das dachte ich mir schon beim homogenisieren. Mal sehen wie sich die 2 Cremen weiter verhalten. Ich hoffe dass wenigstens eine kein Öl absetzt!
- Heike
- Administrator
- Beiträge: 34984
- Registriert: Sonntag, 10. Juni 2007, 20:37
- 18
- Wohnort: Leverkusen
- Kontaktdaten:
Christian hat geschrieben:Probe1:
4g Rapsöl
0,3g SBW
0,7g P3P
4g Wasser (mit Magnsesiumsulfat)


Liebe Grüße
Heike
Heike
Oh, Mist!
Dann muss ich es nochmal machen! Aber trotzem habe ich eine gute Konsistenz erreicht. Das Wasser-Wachs-Öl-Verhältnis war ganz gut!
Ich weis zwar dass ich das schon mal gefragt hab, aber ich vertausche das immer: Wieviel O/W-Emulgator soll ich hinzufügen? Ein Viertel der Emulgatormenge? Und CC ist hier besser als CACG oder?

Dann muss ich es nochmal machen! Aber trotzem habe ich eine gute Konsistenz erreicht. Das Wasser-Wachs-Öl-Verhältnis war ganz gut!
Ich weis zwar dass ich das schon mal gefragt hab, aber ich vertausche das immer: Wieviel O/W-Emulgator soll ich hinzufügen? Ein Viertel der Emulgatormenge? Und CC ist hier besser als CACG oder?
- Heike
- Administrator
- Beiträge: 34984
- Registriert: Sonntag, 10. Juni 2007, 20:37
- 18
- Wohnort: Leverkusen
- Kontaktdaten:
Nein, das ist ja kein Muss. Natürlich kann man W/Os auch ohne machen … mit wird es stabiler; W/Os sind etwas problematischer als O/Ws.Christian hat geschrieben:Dann muss ich es nochmal machen!
Zu dem Verhältnis zwischen beiden Emulgatortypen habe ich keine feste Aussage; ich würde aus dem Bauch ca. 1/3 Öl-in-Wasser-Emulgator nehmen.
Bei der Kombi würde ich Emus nehmen, die im HLB-Wert deutlich unterschiedlich sind. Da der CC um die 8 liegt, fiele meine Wahl eher auf Glycerinstearat SE mit HLB 12, da der P3P um die 4 liegt. Wenn Du ihn nicht hast, nimm einen anderen.
Emulgatorkombis sind u. a. deshalb so beliebt, weil sie zusammen einen dichteren Film um die Grenzflächen der inneren Tröpfchen bilden können und deren Zusammenfließen verhindern. Stelle Dir die Emulgatormoleküle wie dicke Legoklötzchen in unterschiedlicher Form vor, der eine bildet normale Dreiecke, der andere auf dem Kopf stehende. Beide neben einander um einen Kreis herum füllen jeweils die Lücken des anderen. Daher kann man Emulgatorkombis oft niedriger dosieren als einen Emu alleine.
Bei dieser W/O-Geschichte kommt dann das Prinzip der oberen Grafik zum Tragen: der W/O drückt von außen, der O/W von innen gegen die Grenzfläche.
Liebe Grüße
Heike
Heike
Ich habe alles, Heike!Heike hat geschrieben:Wenn Du ihn nicht hast, nimm einen anderen.

Die Proben sind beide heute noch sehr stabil. Auch wenn nur P3P verwendet wurde. Es ist dann offensichtlich kein Unterschied mehr vorhanden, wegen dem MgSO4. Lustigerweise habe bisher immer auch einen O/W-Emulgator hinzugefügt und es war nicht so schön stabil wie jetzt. Andererseits waren da auch Lanolin, Wachse und Wirkstoffe mit drin. Da kann es auch anderer Gründe haben dass es nicht passt. Was ich mir aber schon öfter gedacht habe ist, dass es gerade bei W/O-Emulsionen das Wasser-Öl-Verhältnis besonders wichtig ist. Hat man mehr Wasser wird es cremiger. Will man mehr Öl muss man gut stabilisieren. Wenn ich aber keine oder nur wenig Wachse will? Vieleicht hilft hier ja doch das MgSO4 ganz gut!
Mir ist nur noch nicht logisch warum Magnesiumsulfat nach außen drückt. Ich verstehe zwar wie es funktioniert aber nicht warum!

Ich werde es dann mal mit GSSE versuchen!
Das war ein Psoriasis-Schub vom Allerfeinsten - hatte ich schon seit Jahren nicht mehr so....... Bitte nicht verwechseln - das sind einfach andere Hautzustände und andere Ursachen als ND-Haut.Heike hat geschrieben:.........auch bei kranken Hautzuständen; dagegen steht ein Neurodermitisschub, von dem ich weiß, ausgelöst durch eine Rezeptur mit dem P3P.

- Heike
- Administrator
- Beiträge: 34984
- Registriert: Sonntag, 10. Juni 2007, 20:37
- 18
- Wohnort: Leverkusen
- Kontaktdaten:
Entschuldige … ich habe noch nach dem Mail gesucht, um die exakte Bezeichnung zu finden, das war aber leider nicht von Erfolg gekrönt. Genau Deinen Erfahrungsbericht habe ich gemeint, Anja.Anja hat geschrieben:Das war ein Psoriasis-Schub vom Allerfeinsten - hatte ich schon seit Jahren nicht mehr so....... Bitte nicht verwechseln - das sind einfach andere Hautzustände und andere Ursachen als ND-Haut.Heike hat geschrieben:.........auch bei kranken Hautzuständen; dagegen steht ein Neurodermitisschub, von dem ich weiß, ausgelöst durch eine Rezeptur mit dem P3P.
Liebe Grüße
Heike
Heike