Oleogel als Pflegekonzept

In diesem Unterforum erörtern wir Themen rund um die Entwicklung, Herstellung und Optimierung von Hautpflegeprodukten (inklusive Fehlersuche).

Moderator: Helga

Antworten

0
Keine Stimmen
 
Insgesamt abgegebene Stimmen: 0

Benutzeravatar
Heike
Administrator
Administrator
Beiträge: 34984
Registriert: Sonntag, 10. Juni 2007, 20:37
18
Wohnort: Leverkusen
Kontaktdaten:

Oleogel als Pflegekonzept

Ungelesener Beitrag von Heike »

Vor einigen Wochen habe ich schon Oleogele probiert, allerdings als Grundlage für Pigmente. Auslöser war ein Beitrag von Dr. Lautenschläger und meine Überlegungen, welche Foundation-Alternative mich fortan begleiten würde (mein Silikon-Make Up wollte ich nicht mehr nachkaufen). Durch Tuâls MF-Anleitung hat sich jedoch das Foundation-Problem nicht in Luft, aber in Pigmente aufgelöst ;-), so dass ich nun das Oleogel als Pflegeprinzip probieren möchte – und zwar »sine aquam« ;-), weil ich dann nicht konservieren muss.

Für viele wird dieses Konzept nicht neu sein, für mich ist es das in gewisser Weise schon, weil ich Öle pur nur als Ergänzung verwende (und dann, wenn die Haut, aus welchen Gründen auch immer, verrückt spielt und eine Woche Purismus wieder Ruhe bringt). Was ich nie mochte, war ein gewisser störender Film auf der Haut, der mir als Foundationgrundlage nicht geeignet erschien. Daher habe ich bisher nur mit Emulsionen gearbeitet.

Durch meine Beschäftigung mit Phospholipiden und Phytosterolen in den letzten Monaten und konkreten Tests habe ich für mich feststellen können, dass ich durch die Kombination von Lipiden mit Phospatidylcholin (im Lipodermin) und konzentriertem Unverseifbaren (in UdA) gezielt das Verhalten und die Wirkung von Emulsionen kontrollieren kann. Lautenschlägers Beitrag formuliert ein ähnliches Prinzip für Oleogele mit hydrierten Phospatidylcholinen (also solchen, die mit gesättigten Fettsäuren verestert sind). Die haben wir zwar nicht, aber Phytosterole wirken ähnlich, weil sie im oberen Bereich des Stratum Corneum verbleiben und sich dort an die Keratinozyten binden, während das mit ungesättigten Fettsäuren verbundene Phospatidylcholin im Lipodermin sehr gut in tiefere Schichten der Hornschicht penetriert. Ich habe es ausprobiert, und es klappt tatsächlich sehr gut.

Ich habe eben noch einmal ein Oleogel in der Fantaschale gerührt, alles native Öle und Buttern:

3 gr Arganöl,
1 gr Jojobaöl,
2 gr Johannisbeersamenöl
1 gr Wildrosenöl
3 gr Cupuacubutter (also 30 % an der Lipidmischung)
1 kleine Löffelspitze UdA (kaum zu wiegen)
2 gr Lipodermin
je 1 Tropfen ätherisches Öl Cistrose und Immortelle

Öle und Butter wurden getrennt im Wasserbad erwärmt, bis die Butter geschmolzen ist. Dann habe ich die Butter in die Fantaschale gegeben und ohne Wasserbad sehr lange gerührt; dann kam Lipodermin hinzu, zum Schluß die ätherischen Öle. Das ganze wurde ein homogenes, leicht sämiges Gel, dunkel grünlich mit einem angenehm würzigen Duft. In Zukunft könnte ich mir vorstellen, je nach Hautzustand Tocopherol (Vitamin E) und Ascorbylpalmitat (Vitamin C) hinzuzugeben.

Ich habe es nun in ein kleines Pipettenfläschchen gefüllt und einen Tropfen (!) über ein Feuchtigkeitsgel aufgetragen; es verteilt sich gut, zieht sofort an und hinterlässt ein angenehm glattes und nicht fettiges (!) Hautgefühl. Das Lipodermin nimmt das Öl mit »in die Haut«. Nach wenigen Minuten teste ich MF: es klappt wunderbar!

Von der Wirkungsweise her ist ein Oleogel ein Präparat, das seine Qualitäten langsam auspielt. Es wirkt semiokklusiv, das heißt, es mindert den transepidermalen Wasserverlust durch einen leichten, aber halb durchlässigen Film, der Stoffwechselprozesse der Haut nicht behindert, hydratisiert aber nicht aktiv und schnell. Ziel ist, die Barriereschicht der Haut langsam zu regenerieren. Dies bedeutet jedoch, dass bei feuchtigkeitsarmer Haut dringend vorher z. B. ein entsprechendes hydratisierendes Gel aufgetragen werden muss, um den akuten Feuchtigkeitsbedarf zu decken. Mit den Wochen sollte die intakte Barriereschicht in der Lage sein, mit geringeren äußeren Feuchtigkeitsgaben zufrieden zu sein, d. h. man kann dann eventuell ein Hydrolat oder Pflanzengel mit einem geringen Zusatz an feuchtigkeitsbindenden Substanzen verwenden … oder noch weniger. In der Küche steht nun ein wenig Rosenhydrolat mit Eibischwurzeln; in wenigen Stunden werde ich den Auszug mit Rosenextrakt, Sole, Sorbit und Panthenol ergänzen und in einen Sprühflakon füllen. Das wird dann meine Pflege in den nächsten zwei Wochen sein (gegebenenfalls kürzer, falls meine Haut mir ein deutliches »Stopp« vermittelt). ;-)

Ob die Dosierung des Lipodermin so für mich optimal ist, kann ich noch nicht sagen.
Das Spiel mit Phospatidylcholin im Lipodermin und den Phytosterolen im Unverseifbaren (konzentriert oder in entsprechenden nativen Fetten) ist eine Gradwanderung zwischen Fluidisierung und Barriereförderung.
Fluidisierung durch Lecithine (z. B. durch Liposome) bedeutet nicht nur, dass Stoffe leichter in die Haut können, sondern im Zweifelsfalle auch, dass Wasser leichter hinausgelangt. Phytosterole und gesättigte Fettsäuren hingegen verstärken die Barriere und verhindern Wasserverlust, machen aber auch Zellmembrane dichter und rigider, weniger beweglich. Ich teste nun und werde bei Bedarf die nächste Probe mit weniger Lipodermin ausprobieren. Ich könnte mir aber für den Winter eine solche Pflegekombi vorstellen … Oleogel über Pflanzengel.
Liebe Grüße
Heike

Anonymous

Ungelesener Beitrag von Anonymous »

Ich finde Oleogele toll! :gut: Werde nachher meine aktuelle Pflege posten. :wink:

Aber nur ganz schnell noch: Heike, hast Du damals diesen Beitrag von Lucy im Bk mitbekommen?

Ich habe diese Methode angewendet und fand sie wirklich besser als zuerst Feuchtigkeit und hinterher Ölpflege. ;D

Was meint Frau Dr. Dr. Käser dazu?
:kleeblatt:

Benutzeravatar
Heike
Administrator
Administrator
Beiträge: 34984
Registriert: Sonntag, 10. Juni 2007, 20:37
18
Wohnort: Leverkusen
Kontaktdaten:

Ungelesener Beitrag von Heike »

Sternenfunke hat geschrieben:Ich finde Oleogele toll! :gut: Werde nachher meine aktuelle Pflege posten. :wink:
Ich bin da doch gar nicht neugierig … hihi … :lupe: :kicher:
Aber nur ganz schnell noch: Heike, hast Du damals diesen Beitrag von Lucy im Bk mitbekommen?
Ich habe diese Methode angewendet und fand sie wirklich besser als zuerst Feuchtigkeit und hinterher Ölpflege. ;D
Ja, den habe ich damals mitbekommen … und wirklich kenne ich das Prinzip aus meiner Fett-Haut-Zeit. Wenn ich damals das Gefühl hatte, die Creme liegt auf meiner Haut herum, habe ich immer die Hände etwas angefeuchtet und bin noch einmal über das Gesicht gefahren. Das klappt mit zuviel Öl auch, Wasser drüber, das macht richtig glatt. :-D
Ich denke, so oder so simulieren wir eine Emulsion auf der Haut, das macht sie selbst ja auch. Vermutlich binden die Cholesterole des hauteigenen Hydrolipid-Films oder Phytosterole in den Ölen /Buttern das Wasser und halten sie, wie eine Wasser-in-Öl-Emulsion. Ich kann mir gut vorstellen, dass manche das als angenehmer empfinden.
Die Versiegelungstheorie (erst Wasser, dann Öl) wird durch unsere Haut wohl sowieso ausgetrickst, weil sie ihre eigenen Stöffchen (Talg, Schweiß) fleißig dazu mischt.
Also, so wie es gefällt. ;-)
Liebe Grüße
Heike

Anonymous

Ungelesener Beitrag von Anonymous »

Feuchtigkeit drunter oder drüber??? Tja, ich habe keinen Unterschied bemerkt :nein: Außer eben diesen hier
Heike hat geschrieben:Das klappt mit zuviel Öl auch, Wasser drüber, das macht richtig glatt.
Vom Gefühl her zieht das Öl besser weg oder bleibt in den Händen haften. Egal. Hauptsache Gesicht glänzt nicht vor Fett. Für die Gesichtspflege finde ich die Trennung von Wasser und Fett daher auch besser, weil ich auf das aktuelle Bedürfnis besser eingehen kann. Da ist es mir egal ob die Feuchtigkeit drunter oder drüber ist. Nach einigen Wochen fettreicher Pflege mit Oleogel con Agua ist meine Gesichtshaut ziemlich gesättigt. Mit der "Drübermethode" kann ich in jedem Fall besser 'tunen'. Wenn es zu fettig wirkt, kommt eben noch etwas Feuchtigkeit drauf und gut is.

Dieses zweitstufige Prinzip am gesamten Körper finde ich allerdings ziemlich nervig, auch wenn ich mich nur 1 - 2mal in der Woche eincreme. Folglich werde ich weiter an meiner All-in-One Lösung arbeiten, die recht suboptimal aussieht :/ aber sehr gut wirkt.

sony

Ungelesener Beitrag von sony »

Heike hat geschrieben:Öle und Butter wurden getrennt im Wasserbad erwärmt, bis die Butter geschmolzen ist.
Heike warum hast du die Öle getrennt erwärmt ? Ich meine ist es notwendig das Öl zu erwärmen?
Öle und Butter wurden getrennt im Wasserbad erwärmt, bis die Butter geschmolzen ist. Dann habe ich die Butter in die Fantaschale gegeben und ohne Wasserbad sehr lange gerührt; dann kam Lipodermin hinzu, zum Schluß die ätherischen Öle. Das ganze wurde ein homogenes, leicht sämiges Gel, dunkel grünlich mit einem angenehm würzigen Duft. In Zukunft könnte ich mir vorstellen, je nach Hautzustand Tocopherol (Vitamin E) und Ascorbylpalmitat (Vitamin C) hinzuzugeben.
Wann hast du denn das Öl dazugegeben?

Benutzeravatar
Heike
Administrator
Administrator
Beiträge: 34984
Registriert: Sonntag, 10. Juni 2007, 20:37
18
Wohnort: Leverkusen
Kontaktdaten:

Ungelesener Beitrag von Heike »

sony hat geschrieben:Heike warum hast du die Öle getrennt erwärmt ? Ich meine ist es notwendig das Öl zu erwärmen?
… Wann hast du denn das Öl dazugegeben?
Ich habe das letzte Mal beides zusammen erwärmt und gerührt, und es blieben Schlieren, was mir nicht gefiel. Daher habe ich nun versucht, die Butter (samt UdA) in das Öl zu rühren … beide haben ja unterschiedlich hohe Schmelzpunkte. Tatsächlich ist das Oleogel bisher homogen. Mal sehen, wie es morgen ist … ;-)

Also: Butter ins Öl.
Liebe Grüße
Heike

Anonymous

Ungelesener Beitrag von Anonymous »

Ihr werdet es mir wahrscheinlich nicht glauben :wink: , aber ich habe meinen Feuchtigkeitshaushalt im Gesicht schon vor längerem so in die Ordnung bringen können, daß ich keine Feuchtigkeit mehr von außen zuführen muß. :smilingplanet:

Deshalb verwende ich auch schon seit 3 Monaten eine reine Ölpflege, ebenfalls für die Augenpartie.

Heike hat mich nun auf die Idee gebracht, beim nächsten Ansatz noch Lipodermin hineinzugeben. :schmatz:


Also, meine derzeitige Gesichtspflege läuft unter dem Motto: je öliger, desto besser :hexe: (den Smilie mußte ich jetzt einfach nehmen :mrgreen: ):

20g Papayaöl
10g Macadamianußöl
10g Traubenkernöl
10g Weizenkeimöl
10g Nachtkerzenöl
10g Wildrosenöl
10g Calendulaöl
10g Holundersamenöl
10g Squalan

2g Tocopherol
4g UdS
10 Tropfen Sanddornfruchtfleischöl
3g Rügener Heilkreide (meine Haut mag das und kann damit arbeiten :ja: )

11 Tropfen Lavendel
7 Tropfen Grapefruit
3 Tropfen Immortelle
3 Tropfen Myrte
2 Tropfen Cistrose


Die aktuelle Augenpflege (ja, ich gebe sogar außer Shea noch UdS mit rein, aber das kommt wirklich gut ;D :argverlegen: ):

5g Macadamianußöl
4,5g unraff. Sheabutter
1g Avocadin
0,5g UdS :kleeblatt:

Die duftet so extrem natürlich lecker nußig. :mampf:


Sodele, des wars! :schaukel:

Benutzeravatar
Heike
Administrator
Administrator
Beiträge: 34984
Registriert: Sonntag, 10. Juni 2007, 20:37
18
Wohnort: Leverkusen
Kontaktdaten:

Ungelesener Beitrag von Heike »

Sternenfunke hat geschrieben:Ihr werdet es mir wahrscheinlich nicht glauben :wink:
Doch :ja:, glaube ich Dir. Ist quasi hautphysio-logisch. :kicher:
Heike hat mich nun auf die Idee gebracht, beim nächsten Ansatz noch Lipodermin hineinzugeben. :schmatz:
Oh, Sterndie! :bluemchen:

Deine Ätherische-Öl-Mischung gefällt mir sehr gut, viel Abschwellendes und Lymphfluss-Anregendes? Ich kann ja auf diesem Gebiet mangels Kompetenzen nur meine Eliane-Bibel befragen. ;-)
Die Heilkreide ist eine gute Idee. Manche nehmen Bentonit (in der Pharmakologie) als Verdicker, Silicia zum Mattieren (ich habe mal Kaolin genommen, sah aber etwas inhomogen aus). Das Lipo mattiert jedoch genug, es gibt dann keinen Film mehr. Die Menge … musst Du für Dich austesten. :ja:
Liebe Grüße
Heike

Anonymous

Ungelesener Beitrag von Anonymous »

Ich habe bei der ÄÖ-Zusammenstellung auf nichts bestimmtes geachtet Heike, außer auf meine Duftvorlieben ;D und vor allem auch auf die positive Wirkung, die Immortelle und Cistrose auf die Haut haben sollen. :balloon:

Wenn man Heilkreide mit drin hat, dann muß man vor jeder Anwendung gut schütteln, da sie sich durch längeres Stehen am Boden der Flasche absetzt...........man hat also eine Schüttellotion ohne Wasserphase :lol: .

Benutzeravatar
Heike
Administrator
Administrator
Beiträge: 34984
Registriert: Sonntag, 10. Juni 2007, 20:37
18
Wohnort: Leverkusen
Kontaktdaten:

Ungelesener Beitrag von Heike »

Sternenfunke hat geschrieben:Ich habe bei der ÄÖ-Zusammenstellung auf nichts bestimmtes geachtet Heike, außer auf meine Duftvorlieben ;D und vor allem auch auf die positive Wirkung, die Immortelle und Cistrose auf die Haut haben sollen. :balloon:
Ich habe sie mal im Aroma-Zentrum gekauft, nachdem mich die Portraits der beiden Pflanzen so angesprochen haben. Es gibt reine Duftkombis bei mir (obwohl – Rose ist ja nun göttlich in Duft und Wirkung), andere ätherische Öle verwende ich gezielt, um eine bestimmte Wirkung zu erhalten, wie in diesem Fall.
Liebe Grüße
Heike

sony

Ungelesener Beitrag von sony »

Heike jetzt muß ich noch einmal nachhagen, ist es denn notwendig das Öl zu erwärmen? Kann man nicht das Öl so unter die geschmolzene "Butter" rühren, um die Inhaltsstoffe des Öls zu schonen?

Benutzeravatar
Heike
Administrator
Administrator
Beiträge: 34984
Registriert: Sonntag, 10. Juni 2007, 20:37
18
Wohnort: Leverkusen
Kontaktdaten:

Ungelesener Beitrag von Heike »

sony hat geschrieben:Heike jetzt muß ich noch einmal nachhagen, ist es denn notwendig das Öl zu erwärmen? Kann man nicht das Öl so unter die geschmolzene "Butter" rühren, um die Inhaltsstoffe des Öls zu schonen?
Ich möchte ja die Butter ins Öl rühren … diese muss also schon mal um die 31–42 °C aufweisen. Wenn ich die Bütterkes nun in kühleres Öl gebe, habe ich ein Bild vor Augen, in dem sich die gesättigten Fettsäuren sofort wieder entsprechend restrukturieren (und so die gesamte Phase inhomogen machen). Ich habe auch ohne Wasserbad kalt gerührt, damit sich die Fettsäuren homogen verteilen und nicht flocken oder Schlieren bilden. (hab' grad nachgeguckt – alles noch glatt) :ja:

Diese Temperaturen schaden nicht, Sony. Stell' Dir Oliven am südlichsten Zipfel von Silzilien in voller Mittagssonne vor und die Temperaturen, denen sie dort ausgesetzt sind. Auch beim Kaltpressen sehen Öle schon mal 70 °C und mehr, einfach durch den Druck. ;-) Soooo empfindlich sind die nicht, dass sie kurzfristig höhere Temperaturen nicht wegstecken.

Edit: ich habe 30 % Butter und 70 % Öle. Umgekehrt sollte die Mischung per se homogener werden.
Liebe Grüße
Heike

sony

Ungelesener Beitrag von sony »

Heike hat geschrieben:Diese Temperaturen schaden nicht, Sony. Stell' Dir Oliven am südlichsten Zipfel von Silzilien in voller Mittagssonne vor und die Temperaturen, denen sie dort ausgesetzt sind. Auch beim Kaltpressen sehen Öle schon mal 70 °C und mehr, einfach durch den Druck. ;-) Soooo empfindlich sind die nicht, dass sie kurzfristig höhere Temperaturen nicht wegstecken..
Danke Heike, hast du mir wieder einmal toll anhand eines Beispiels verständlich gemacht. :bussi:

Benutzeravatar
Heike
Administrator
Administrator
Beiträge: 34984
Registriert: Sonntag, 10. Juni 2007, 20:37
18
Wohnort: Leverkusen
Kontaktdaten:

Ungelesener Beitrag von Heike »

Heike hat geschrieben:Ich habe auch ohne Wasserbad kalt gerührt, damit sich die Fettsäuren homogen verteilen und nicht flocken oder Schlieren bilden. (hab' grad nachgeguckt – alles noch glatt) :ja:
Heute zeigen sich kleine Ausflockungen – sehr gering zwar, aber sie sind da. Ich habe ganz stark das UdA in Verdacht. ;D Ich sollte es mal ohne UdA versuchen … oder mit UdS – das scheint einen niedrigeren Schmelzpunkt zu haben.
Liebe Grüße
Heike

Lena

Ungelesener Beitrag von Lena »

Heike hat geschrieben:Heute zeigen sich kleine Ausflockungen – sehr gering zwar, aber sie sind da. Ich habe ganz stark das UdA in Verdacht. ;D Ich sollte es mal ohne UdA versuchen … oder mit UdS – das scheint einen niedrigeren Schmelzpunkt zu haben.
Ich habe öfters schon bemerkt das bei mir das UdA (hab von Behawe) irgendwie nicht richtig aufgelöst wird,es bleiben immer irgendwie kleine Krümmeln dabei.Beim UdS ist es anders,weil die Konsistens weicher ist (so ähnlich wie bei Lanolin)kann mann es sogar kalt verarbeiten.

Kurz OT: Heike weißt du zufällig ob UdS ein Reines/Pures Unverseifbares ist oder ist es wie bei Avocadin von z.B. Behawe?

Benutzeravatar
Heike
Administrator
Administrator
Beiträge: 34984
Registriert: Sonntag, 10. Juni 2007, 20:37
18
Wohnort: Leverkusen
Kontaktdaten:

Ungelesener Beitrag von Heike »

Lena hat geschrieben:Kurz OT: Heike weißt du zufällig ob UdS ein Reines/Pures Unverseifbares ist oder ist es wie bei Avocadin von z.B. Behawe?
Ich habe mit der sehr freundlichen Inhaberin telefoniert, die mich um Geduld bat … davon habe ich einiges. Genau diesen Punkt habe ich erfragt; auch beim Aromazentrum bin ich »dran«. Im Moment kann ich Dir dazu nichts sagen, nur soviel: eine weichere Konsistenzs spricht für einen geringeren Sterolanteil (Phytosterole), da diese meines Wissens einen höheren Schmelzpunkt aufweisen. Dies könnte ein Indiz für eine Verdünnung sein, z. B. durch eine ölsäurebetonte Basis wie auch beim Avocadin®.
Liebe Grüße
Heike

Benutzeravatar
Heike
Administrator
Administrator
Beiträge: 34984
Registriert: Sonntag, 10. Juni 2007, 20:37
18
Wohnort: Leverkusen
Kontaktdaten:

Ungelesener Beitrag von Heike »

Heike hat geschrieben:Heute zeigen sich kleine Ausflockungen – sehr gering zwar, aber sie sind da.
Nun habe ich ein Zwei-Phasen-»Oleogel«. :-D Na ja, macht nichts. Ist ja nur ein kleines Fläschchen, und ich werde es so verwenden … der ausgehärtete Rest wird erwärmt und großzügig nach dem Duschen einmassiert … so! Das nächste Mal ohne Unverseifbares, egal von welcher Pflanze.
Also doch ein Oleogel mit 50:50 Butter und Öle. Tuâl, wenn ich mal mehr auf Dich hören tät … :argverlegen:
Liebe Grüße
Heike

Benutzeravatar
Heike
Administrator
Administrator
Beiträge: 34984
Registriert: Sonntag, 10. Juni 2007, 20:37
18
Wohnort: Leverkusen
Kontaktdaten:

Ungelesener Beitrag von Heike »

Sternenfunke hat geschrieben:Also, meine derzeitige Gesichtspflege läuft unter dem Motto: je öliger, desto besser
Sterndie, wie ist denn die Konsistenz Deines Oleogels? Eher ölig-liquide, nicht wahr? Ich sehe vor allem flüssige Öle und kaum Lipide mit höherem Schmelzpunkt. UdS ist weicher, flockt also nicht aus?
Liebe Grüße
Heike

Anonymous

Ungelesener Beitrag von Anonymous »

Ja, meine Lotion ist ölig-liquide. Ich habe sie in einer Violettglasflasche drin mit Öltropfeinsatz und das funzt super! :gut:

Das UdS flockt überhaupt nicht aus. Ich hatte es zunächst im Mörser mit einem Öl zusammen schön vermanscht und dann zu den anderen Ölen gegeben. :wink:

Benutzeravatar
Heike
Administrator
Administrator
Beiträge: 34984
Registriert: Sonntag, 10. Juni 2007, 20:37
18
Wohnort: Leverkusen
Kontaktdaten:

Ungelesener Beitrag von Heike »

Sternenfunke hat geschrieben:Ja, meine Lotion ist ölig-liquide. Ich habe sie in einer Violettglasflasche drin mit Öltropfeinsatz und das funzt super! :gut:

Das UdS flockt überhaupt nicht aus. Ich hatte es zunächst im Mörser mit einem Öl zusammen schön vermanscht und dann zu den anderen Ölen gegeben. :wink:
Danke, Sternenfunke, dann werde ich demnächst mal UdS ausprobieren …
Liebe Grüße
Heike

Anonymous

Ungelesener Beitrag von Anonymous »

Heike hat geschrieben:
Heike hat geschrieben:Heute zeigen sich kleine Ausflockungen – sehr gering zwar, aber sie sind da.
Nun habe ich ein Zwei-Phasen-»Oleogel«. :-D Na ja, macht nichts. Ist ja nur ein kleines Fläschchen, und ich werde es so verwenden … der ausgehärtete Rest wird erwärmt und großzügig nach dem Duschen einmassiert … so! Das nächste Mal ohne Unverseifbares, egal von welcher Pflanze.
Also doch ein Oleogel mit 50:50 Butter und Öle. Tuâl, wenn ich mal mehr auf Dich hören tät … :argverlegen:
:mrgreen: Tja, diese Zwei-Phasen-Oleogele kenne ich nur zu gut :lol: Hier steht noch ein solches Fläschchen.

Ich habe ca. 25% Butter drin. Rest Öle und etwas Lipo und UdA. Ich hatte bei ziemlich exakt 42° die Butter mit UdA geschmolzen und anschließend -kräftig mixend- zu den Basisölen beigemischt. Ebenfalls um die 40°. Die Wirkstofföle hatte ich mit Lipo vermischt. Sie hatten gerade mal Zimmertemperatur und habe sie zu den restlichen Ölen bei ca. 35° erst hinzugefügt. Irgendwie meinte ich, ich müßte dieses Stöffchen vor Hitze schonen. ;D Etwas Kieseslsäure hinzu und ich hatte wirklich eine wunderschöne Konsistenz. Sehr zähfliessendes Öl.

Nach einem Tag hatte ich wieder diese berühmt berüchtigten, klitzkleinen Pünktchen. Vermutlich vom UdA (oder wohl eher Avocadin). Und es sah schlierig aus. Später waren es zwei Phasen und diese Pünktchen. Ausgehärtet hat sich die Butter allerdings nicht. Was mich vermuten lässt, daß sich die Butter vielleicht mit den Basisölen verbunden hat? Aber eben nicht mit den Wirkstoffölen?

Bevor ich kein reines Oleogel hinbekomme -Butteranteil ca. 30%- , werde ich nicht mehr mit "con Agua" experimentieren.

Avocadin kommt jedenfalls nicht mehr da rein. Mit UdS will ich im Moment auch nicht experimentieren. Ich überlege ob Cetyl vielleicht ein wenig mithelfen würde. Was meint Ihr? Macht das Sinn in einer reinen Ölmischung? Besseres einziehen des Öles durch Cetyl wäre jedenfalls ziemlich erstrebenswert für mich.

sony

Ungelesener Beitrag von sony »

Tuâl hat geschrieben:[Ich überlege ob Cetyl vielleicht ein wenig mithelfen würde. Was meint Ihr? Macht das Sinn in einer reinen Ölmischung? Besseres einziehen des Öles durch Cetyl wäre jedenfalls ziemlich erstrebenswert für mich.
Würde Stearinsäure nicht auch gehen? Nur mal so laut gedacht. :argverlegen:

Benutzeravatar
Heike
Administrator
Administrator
Beiträge: 34984
Registriert: Sonntag, 10. Juni 2007, 20:37
18
Wohnort: Leverkusen
Kontaktdaten:

Ungelesener Beitrag von Heike »

Tuâl hat geschrieben:Ich überlege ob Cetyl vielleicht ein wenig mithelfen würde. Was meint Ihr? Macht das Sinn in einer reinen Ölmischung? Besseres einziehen des Öles durch Cetyl wäre jedenfalls ziemlich erstrebenswert für mich.
Ja, das ist die Frage. An Cetyl denke ich vor allem in Verbindung mit Wasserphasen … in einer reinen Ölmischung finde ich es nicht ganz so prickelnd, da würde ich lieber Lipodermin nehmen, damit es gut wegzieht.

Stearinsäure, Sony … ist, denke ich, sehr filmbildend. Nein, das lockt mich auch nicht. :-D
Tuâls Augenbutter macht sich gut bei mir. Pflege topp, Konsistenz topp. Es geht eben beides, wenn man will. ;-) (Ich habe ihre Augenbutter, also die von ihr gerührte, getestet, die war wirklich perfekt, ich habe mit dem Rühren etwas geschludert). :embarrassed:
Liebe Grüße
Heike

Anonymous

Ungelesener Beitrag von Anonymous »

Heike hat geschrieben:
Tuâl hat geschrieben:Ich überlege ob Cetyl vielleicht ein wenig mithelfen würde. Was meint Ihr? Macht das Sinn in einer reinen Ölmischung? Besseres einziehen des Öles durch Cetyl wäre jedenfalls ziemlich erstrebenswert für mich.
Ja, das ist die Frage. An Cetyl denke ich vor allem in Verbindung mit Wasserphasen … in einer reinen Ölmischung finde ich es nicht ganz so prickelnd, da würde ich lieber Lipodermin nehmen, damit es gut wegzieht.
:achso: ja klar. Hab' doch sogar Lipo deswegen schon drin.
Heike hat geschrieben:Tuâls Augenbutter macht sich gut bei mir. Pflege topp, Konsistenz topp. Es geht eben beides, wenn man will. ;-) (Ich habe ihre Augenbutter, also die von ihr gerührte, getestet, die war wirklich perfekt, ich habe mit dem Rühren etwas geschludert). :embarrassed:
Diese Art Bütterchen im Mörser geduldigst hergestellt, ist von der Konsistenz her einfach der HIT!

Ich hatte die auch mit einer Wasserphase ca. 30% aufgepeppelt. Ebenfalls im Mörser. Es war ein absolut geniales lockeres und stabiles Mousse. Himmlisch! Aber ich mag die reine Fettpflege am Auge einfach lieber.

Antworten