Lirumlarum hat geschrieben: wie "grün" ist die Naturkosmetik von Heike, ***** & und Co wirklich
"Grün" ist ein sehr dehnbarer Begriff. Am "grünsten" ist es, wenn Du dir eine zermatschte Erdbeere ins Gesicht schmierst

Der Rest ist Chemie. Alkohol wird nicht aus der See geschöpft, sondern gewonnen. Um die Hydrolate zu gewinnen, braucht man Energie. Und woher kommt sie? Bestensfalls nicht aus der Atomenergie usw.
Ziehe paar Calendulapflänzchen in deinem Garten, lege die in den Alkohol ein, da hast Du ein Wirkstoff UND ein Konservierer. Verdünne es mit Wasser, mische es in der Handfläche mit einem Öl, da hast du ein komplett emulgatorenfreies Kosmetikum. Aber nicht konserviererfreies

Weleda, m.E., wirbt übrigens nicht mit emulgatoren- und konservierungsfreien Konzepten.
Mit den Wirkstoffen kannst du wunderbar eine Creme von Weleda nachrühren. Ist sie dann "grün"?
Dein Mann ist Physiker. Ich bin es nicht, auch kein Chemiker. Aber ich weiß, um Wasser mit Öl zu mischen, müssen die Moleküle miteinander verbunden werden. Das machen Emulgatoren. Mag sein, dass, theoretisch, eine emulgatorenfreie vermischung von diesen zwei Substanzen möglich wäre. Also irgendeine andere Art, die Oberflächen "aufzubrechen" und die dauerhaft zu vermischen. Ich glaube, man kann sich ausmalen, wie viel Aufwand und Energie (und wo kommt die her?) notwendig wäre. Ist es dann noch "grün"?
Konservierungfrei ist ein juristisher Begriff. Konservierungsfrei im wirklichen Sinne, also wirklich ohne jeglicher Konservierer, ist zwar möglich, aber keinesfalls "grün". die Vermehrung von Bakterien kannst Du nicht einschätzen und somit auch nicht ab wann die Creme noch gut, und ab wann sie bereits schädigend für deine Haut ist. Voraussetzung ist absolute, lückenlose Hygiene.
Der Vergleich mit der Tütensuppe ist, sorry, völlige Grütze

Nimm die besagte Calendulatinktur, mische die in die Creme unter, hast Du einen wunderbaren Konservierer.