Hallo,Meine Haut ist ziemlich umproblematisch, ab und zu Mitesser an den Nasenflügeln und im Kinnbereich und da auch vereinzelte Unterlagerungen. Alles in allem hat meine Haut keine Creme besser vertragen als zu viel. Trotzdem - in meinem Alter (64 J.)![]()
so habe ich meine Haut vor ein paar Monaten beschrieben. Dem kann ich nur eines hinzufügen: seit ich hier lese, weiß ich, dass ich überhaupt keine Probleme habe. Probleme sind wirklich etwas anderes!
Meine Haut hatte früher (eher Jahrzehnte als Jahre) im Gesicht eine Tendenz zur fettigen T-Zone. Da Haut wohl im Laufe der Zeit trockener wird, erfreue ich mich jetzt an einem ziemlich unproblematischen, nicht alterstrockenen Zustand.
Bevor ich etwas zu meinem aktuellen Pflegeprogramm sage, ein paar Bemerkungen vorab:
Alle Aussagen beziehen sich auf meine Haut, meine Befindlichkeit, meine Vorlieben. Allgemeingültigkeit zu beanspruchen wäre vermessen und ist auch nicht meine Absicht.
Ich konserviere mit Cosgard oder Leucidal und stelle den ph-Wert mit Milchsäure ein, wenn nötig. Aber ich erwähne das nicht jedesmal extra.
Und jetzt zu den Einzelheiten:
Ectoin ist immer noch in allen Fluids fürs Gesicht enthalten. Ich kann jetzt eine eindeutige Wirkung nicht beschreiben. Aber ich habe das Gefühl, dass es meine Haut gelassener gegenüber allen Anfeindungen wie Stress, Sonne etc. macht.
Die Phytosterolbasis ist ebenfalls ein fester Bestandteil geworden.
Mein Lieblingsemulgator ist mittlerweile Lysogel - es ist mir gelungen, damit Montanov L zu ersetzen.
Montanov 68 verwende ich in zwei Cremes, die bei mir die Arbeitsnamen "Handcreme" und "Fußcreme" (mit 15% Urea) haben, auch wenn sie durchaus auch an anderen Stellen verwendet werden - allerdings zur Zeit nicht. Als recht reichhaltige Cremes kommt ihre Zeit erst wieder im Winter.
Fürs Gesicht habe ich eine Art Baukastensystem entwickelt:
Reinigung:
- nur warmes Wasser und Mikrofaserwaschlappen - z.B. morgens
Reinigungsfluid (dem Tonerdefluid von Heike nachempfunden) allerdings mit weniger Fettphase und Neutralöl - abends und zum Abschminken.
Und wenn mir nach etwas mehr Abreibung ist, füge ich dem Fluid einfach eine Extra-Portion grüne Tonerde bei
- Ein Fluid mit 15 % Fettphase mit Jojobaöl, Neutralöl und Cupuaçubutter - als Wirkstoffe nur Ectoin und Phytosterolbasis
Ein Hydrogel mit Grünteeextrakt (muss nicht sein - war aber noch vorhanden) und Ectoin und Allantoin als Wirkstoffen.
Der restliche Körper bekommt entweder nichts oder das, was ich auch für das Gesicht habe, - jeweils wieder je nach Bedarf.
Auch meine Lippen freuen sich über die "normale" Pflege - meine Versuche mit speziellen Lippenpflegestiften war nicht so erfolgreich. Die Lippenhaut hat sich immer wieder abgeschält.
Ich habe mich mittlerweile auch an Lippenstiften versucht. Von der (ungefärbten) Grundmasse habe ich ein kleines Döschen abgezweigt. Das nehme ich hin und wieder mit Erfolg als Pflege.
Haare:
Seit ich mein Shampoo selber rühre, haben sich meine Haare gut erholt. Ich muss nur darauf achten, das die WAS nicht viel höher als 10% liegt. Ich verwende immer im Wechsel verschiedene Mischungen und Heikes Lecithin-Shampoo liebe ich. Aber auch mit Plantapon bin ich versöhnt - es ist praktisch um mal rasch etwas zu mischen.
Und zum Schluss ein paar ganz allgemeine Erfahrungen:
- Meine Haut mag es nicht, wenn zu viele oder zu potente Wirkstoffe in der Pflege sind. Lipodermin geht bei mir leider gar nicht, ebenso Nachtkerzenöl.
Eure Berichte haben mich dafür sensibilisiert, noch stärker auf meine Haut zu hören. Wenn etwas zuviel ist, dann ist es halt zuviel und kommt wieder weg!
Meine Rezepte- und Rohstoffdatenbank haben mir sehr geholfen, Ordnung und Übersicht in meine Versuche zu bringen - mit Block und Bleistift ginge das so nicht.
Die Übersetzungsversuche (Aroma-Zone) haben mein Auge für Einzelheiten (Wirkungen, Bestandteile etc.) geschult. Es war / ist eine Arbeit, die sich selbst belohnt.




